Research on Urban Morphology in Medieval Mecklenburg

Research on Urban Morphology in Medieval Mecklenburg

Organisatoren
Assoc. Prof. Martin Ebert, Norwegian University of Life Sciences NMBU, Dr. Detlef Jantzen, Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, Landesarchäologie
Ort
Goldberg (Mecklenburg) und digital
Land
Deutschland
Vom - Bis
10.03.2022 - 11.03.2022
Von
Luisa Radohs, Fachreferat Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, LWL-Archäologie für Westfalen, Münster

Vergleicht man eine historische Karte des Gebiets des heutigen Mecklenburgs vom ausgehenden 12. Jahrhundert mit einer etwa 80 bis 100 Jahre späteren Karte, so zeigt sich eine völlig verwandelte Kulturlandschaft. Der südwestliche Ostseeraum wurde in dieser Zeit von einem umfassenden Transformationsprozess erfasst, der die bestehenden slawischen Siedlungsgebiete innerhalb weniger Jahrzehnte nicht nur strukturell, sondern rechtlich, wirtschaftlich, sozial, religiös und sprachlich tiefgreifend veränderte. Mit der endgültigen Eingliederung der bis dahin weitgehend selbstständigen slawischen Stammesverbände in das abendländische Herrschafts- und Ordnungsgefüge, vollzog sich seit dem späten 12. Jahrhundert ein Siedlerzustrom besonders aus dem Westen und Süden und ein umfangreicher Landesausbau. Erst seit dieser Zeit kam es auch zur Ausbildung kommunaler Städte, die sich räumlich zumeist an bereits bestehende slawische Zentralorte oder Siedlungen anschlossen. Das 13. Jahrhundert war das Jahrhundert der Städtegründungen in Mecklenburg. Diese lassen sich zwar in einen gesamteuropäischen urbanen Entwicklungskontext einordnen, doch zeichnet sich die Stadtentwicklung Mecklenburgs durch ihre enorme Dynamik aus. So entstanden in einem Zeitraum von knapp 80 Jahren um die 40 Städte im heute mecklenburgischen Gebiet, von denen die Mehrzahl zwischen 1230–1260 angelegt wurde.[1]

Den Entstehungs- und Entwicklungsprozess der mecklenburgischen Städte im 13. Jahrhundert umfassend zu verstehen und zu vermitteln, ist Ziel eines geplanten Forschungsprojektes, das von Martin Ebert (Ås) initiiert wurde und an dessen Endpunkt der ambitionierte Wunsch eines Mecklenburgischen Städtebuches steht. Das Seminar im mecklenburgischen Goldberg diente als Plattform für einen ersten breiteren wissenschaftlichen Gedankenaustausch zwischen möglichen individuellen und institutionellen Projektpartnern sowie der Diskussion potenzieller Forschungsfragen. Zudem gab es Raum für die Vorstellung eines PhD-Projekts, das von Philip Hansen (Ås) im Rahmen des Forschungsvorhabens bereits bearbeitet wird.

Zentral für das Verständnis von städtischer Entwicklung, besonders in einer Zeit in der Schriftquellen nur sehr eingeschränkte Einsichten erlauben, ist die Archäologie. Als regionaler Kooperationspartner wird das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern/Landesarchäologie die Grabungsdokumentationen aus den mecklenburgischen Städten für das Projekt bereitstellen. Zum Auftakt informierte der Landesarchäologe DETLEF JANTZEN (Schwerin) über den Dokumentationsbestand und die bodendenkmalpflegerischen Aktivitäten in den Altstädten Mecklenburg-Vorpommerns. In diesen fanden, in regional unterschiedlicher Intensität, bislang weit über 1000 archäologische Maßnahmen verschiedenen Umfangs statt. Im Zuge der Altstadtsanierungen seit den 1990er-Jahren entwickelte sich eine ausgeprägte stadtarchäologische Tätigkeit, die auf dem 1993 verabschiedeten Denkmalschutzgesetzt fußt. Gute Erhaltungsbedingungen historischer Stadtstrukturen in Mecklenburg-Vorpommern ließen sich dabei aufgrund relativ weniger großflächiger Zerstörungen im Zweiten Weltkriegt und der, im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands, insgesamt geringeren tiefgreifenden Neubautätigkeiten antreffen, wodurch ein hohes Forschungspotenzial bestünde.

MARTIN EBERT (Ås) stellte anschließend seine Motivationen, Ansätze und Ideen für ein Forschungsprojekt zur Entwicklung der mecklenburgischen Städte im 13. Jahrhundert vor. Mecklenburg sei eine einzigartige, aufregende und schöne Kulturlandschaft, die durch ihre mittelalterlichen Städte einen besonderen Charakter besitze – ein Umstand der bislang zu wenig hervorgehoben werde. Der Vermittlungsaspekt spiele daher eine wesentliche Rolle, was auch die langfristigen Projektziele verdeutlichen: (1) Erhöhung des öffentlichen Interesses an der Geschichte der Städte, (2) Koordination von Forschungsaktivitäten, (3) Öffnung neuer Möglichkeiten für den Kulturtourismus, (4) als Ansprechpartner für die regionale Stadtplanung fungieren. Um diese zu realisieren, möchte er ein Netzwerk aus Wissenschaftsinstitutionen, lokalen Behörden und der Wirtschaft etablieren. Seitens der Forschung handelt es sich um ein interdisziplinäres Projekt, das Geschichtswissenschaft, Archäologie und Bauforschung zusammenbringt. Zudem möchte Ebert aus seiner Arbeit als Architekt Morphologie als zusätzliches Forschungsinstrument einbringen. Stadtmorphologie bzw. urban morphology untersucht die physische Struktur städtischer Formen, wobei diese über drei Grundeinheiten definiert ist: Gebäude samt zugehöriger Freiflächen, Parzellen und Straßen. Diese können in unterschiedlicher Auflösung und historischer Dimension, d.h. in ihrer dynamischen Entwicklung, mittels statistischer Analysen von Geometrie, Größe und Orientierung untersucht werden.[2] Insgesamt sollen zunächst fundierte Quellensammlungen zu allen Einzelstädten entstehen, die idealiter in ein Mecklenburgisches Städtebuch münden.

FRED RUCHHÖFT (Goldberg) informierte über den Stand der stadtgeschichtlichen Forschung und die Quellensituation in Mecklenburg. Zunächst charakterisierte er die spätmittelalterliche mecklenburgische Städtelandschaft: Während es die großen (Wismar, Rostock) bis kleinsten Rechtsstädte (z.B. Goldberg, Krakow mit nur ca. 200–300 Einwohnern) gab, waren die Übergänge zu Marktflecken in Kloster- und Burgvororten (z.B. Brüel, Mirow, Rehna) und Zentralorten mit Marktrecht (Klütz) mitunter fließend. Die Stadtarchive Wismar und Rostock wiesen einen guten Quellenbestand auf, während die Überlieferung für die mecklenburgischen Kleinstädte, etwa aufgrund von Stadtbränden, wenig ergiebig sei. Hier sei es nötig und möglich auch auf neuzeitliche Quellen zurückzugreifen, um mittelalterliche Strukturen zu erforschen. Abschließend zeigte Ruchhöft Forschungsdesiderate auf, die innerhalb eines großangelegten Projektes zur Stadtentwicklung Mecklenburgs sicherlich Berücksichtigung erhalten werden: die Erforschung von Stadtausbau und Teilstädten, innerstädtischen Rechtsbereichen, Stadtbränden und Neustrukturierungen sowie städtischen Bauten vor der Stadt (z.B. Kapellen, Hospitäler, Ziegeleien, Richtstätten).

Ein Beispiel morphologischer Analysen für die Erforschung von Stadtentwicklung gab ALESSANDRO CAMIZ (Istanbul) mit seiner Untersuchung der Ursprünge zentralitalienischer Kleinstädte des 11.–12. Jahrhunderts und eröffnete zugleich eine europäische Perspektive. Basierend auf der Kombination von Ortsnamenforschung, Morphologie, schriftlichen und archäologischen Quellen schlägt er eine Neuinterpretation des incastellamento-Phänomens (Entstehungsprozess befestigter Siedlungen im Kontext der Entwicklung der Burgherrschaft in Italien) vor. Seiner Ansicht nach war das römische villa rustica-System maßgebend für die Entwicklung der hochmittelalterlichen Siedlungslandschaft. So würden die Siedlungen eine Kontinuität mit den villae rusticae zeigen und sich nicht nach den neuentstehenden Burgen richten, die sich vielmehr an den Dörfern orientierten.

PHILIP HANSEN (Ås) nutze das Seminar, um sein 2021 begonnenes Dissertationsprojekt zur städtischen Morphologie mittelalterlicher Städte in Mecklenburg vorzustellen. Morphologie betrachte er dabei als Brücke zwischen den archäologischen und textlichen Quellen. In seiner Arbeit verfolgt Hansen drei Hauptziele: (1) mittels der ältesten vorhandenen Karten und Schriftquellen die unterschiedlichen Entwicklungsstadien der städtebaulichen Struktur der Grundstücke, Quartiere und Straßen umreißen, (2) mittels Vergleich von Daten aus Kartenmaterial und Ausgrabungen prüfen, ob die neuzeitliche Parzellenstruktur auf die mittelalterliche Gründungsphase rückführbar ist, (3) die wichtigsten Faktoren für die Entwicklung und die morphologische Struktur der Städte bestimmen. Als Fallstudien werden ihm Malchin, Güstrow und Friedland dienen.

RAINER ATZBACH (Aarhus) beschäftigte sich mit der räumlich-strukturellen Beziehung von Stadt und Burg und streifte damit die grundlegende Frage nach dem Verhältnis von städtischer Gemeinschaft und Herrschaft. Anhand verschiedener Beispiele aus dem Heiligen Römischen Reich und darüber hinaus zeigte er, dass sich mittelalterliche Burganlagen bevorzugt in einer strategischen Eck- oder Randposition, häufig an einer topographisch erhöhten Stelle, innerhalb der Stadt befänden, wo sie das Straßennetz kontrollierten. Hervorzuheben sind zwei seiner abschließend aufgestellten Hypothesen: (1) Es gibt keine „freie“ Stadt, die ohne eine Burg ihres Herren gegründet wurde. (2) Burgen sind wichtige Brennpunkte von Macht, denen eine „Trägheit“ innewohnt (inertia nach Robert A. Dodgshon), was meint, dass sie sich Veränderungen widersetzten und nachhaltig räumlich wirkten, auch wenn sie bereits verschwunden waren. Beide Annahmen sollten bei der Analyse von Stadtentwicklung Berücksichtigung erfahren.

Wie komplex, stückweise und dynamisch sich die Entfaltung einer städtischen Siedlung vollziehen konnte, zeigte BETTY ARNDT (Göttingen) anhand des Beispiels Göttingen und der dörflichen Vorgängersiedlung Gutingi. Sie erläuterte den städtischen Entwicklungsprozess, beginnend bei der naturräumlichen und politisch-wirtschaftlichen Ausgangssituation bis zur spätmittelalterlichen Rechtsstadt, die Resultat unterschiedlicher Siedlungskerne und z.T. einschneidender Umgestaltungs- und Planungsmaßnahmen war.

Mit dem Ziel zusätzliche Forschungsperspektiven für das Mecklenburg-Projekt aufzuzeigen, gab LUISA RADOHS (Münster) einen Überblick über aktuelle Forschungstrends der Stadtarchäologie im südwestlichen Ostseeraum. Besonders im letzten Jahrzehnt habe sich ein Wandel der Schwerpunktsetzung stadtarchäologischer Forschung, v.a. in der skandinavischen Archäologie, vollzogen. Neben der strukturellen Siedlungsentwicklung (Urbanisierung), rückten die Stadtbewohner in den Fokus, deren Alltagsleben und soziale Praktiken (Urbanität) nun ebenfalls als konstituierendes Element von Stadt und städtischer Entwicklung verstanden würden. Diese Akzentverschiebung von Strukturen auf die Menschen/städtische Gemeinschaft und damit die Berücksichtigung von bottom up-Perspektiven zusätzlich zu top down-Faktoren, ermögliche es, das Wesen und die Komplexität städtischen Lebens wirklich zu begreifen. Den Stadtraum als dynamisches Resultat sozialer Praktiken und Aushandlungsprozesse zu untersuchen, besitze auch für das Verständnis der mecklenburgischen Städte große Bedeutung.

FELIX BIERMANN (Stettin/Halle) zeigte, welche große Aussagekraft Stadtwüstungen, die bald nach ihrer Gründung wieder aufgegeben wurden, mit ihren konservierten frühen Siedlungshorizonten für die Städteforschung besitzen. Nach einführenden Bemerkungen zu differenziert zu betrachtenden Stadtplanungsprozessen, zeigte er zentraleuropäische Stadtwüstungen und stellt Freyenstein (Brandenburg/ca. 1220–1290) und Barczewko/Alt-Wartenburg (Nordostpolen/1320er–1354) ausführlicher vor. Der Neubeginn bzw. Umbruch der Urbanisierung Mitteleuropas spiegle sich erkennbar in den Stadtwüstungen wider. Deutlich würden dabei (1) die Bedeutung von Planung und Vermessung, (2) die Verwirklichung ähnlicher zentraleuropäischer Muster über große Räume und lange Zeit (12.–15. Jh.) hinweg, (3) die gezielte Schaffung/„Design“ idealer urbaner Modelle durch die herrschaftlichen Stadtgründer/Lokatoren und die Kommune, bei der praktische Aspekte wichtiger als symbolische Bestrebungen waren. Letzteres sei erschließbar aus verschiedenen, immer wieder auftauchenden Varianten desselben Stadtmodells. Wichtig war Biermann, dass neue Siedlungsformen nicht allein mit dem östlichen Landesausbau erklärbar seien, sondern Wandlungsprozesse auch im Westen feststellbar sind. Er äußerte die Idee, dass im Osten erprobte Stadtmodelle/-formen als mögliche Impulse für Wandlungen in die westlichen Altsiedelgebiete zurückstrahlten.

Im letzten Seminarblock wurde über archäologische Forschung aus Mecklenburg berichtet.

LARS SAALOW (Schwerin) stellte Möglichkeiten und Schwierigkeiten der archäologischen Erforschung mecklenburgischer Kleinstädte anhand Parchims vor. Größte Herausforderung seien die stark eingeschränkten und ausschnitthaften Einblicke in das archäologische Bodenarchiv, die sich am Baugeschehen orientierten und nicht forschungsgeleitet seien.

HANS-JÖRG KARLSEN (Rostock) beschäftigte sich mit der Frage, ob Geomagnetik eine für Städte geeignete Methode sei. Er stellte eine Untersuchung vom Rostocker Universitätsplatz vor, wo sich das einstige Rathaus der Rostocker Neustadt und spätere Lectorium der Universität bis zum Abriss 1819 befand. Die geomagnetische Prospektion erbrachte Einblicke in den ehemaligen Gebäudegrundriss. Die Methode funktioniere auch auf städtischen Freiflächen und könne, neben der allerdings effektiveren Geoelektrik und -radar, mögliche zusätzliche Einblicke zu Bauphasen und Baumaterialien liefern.

HEIKO SCHÄFER (Stralsund) gab einen Überblick über archäologische Befundgruppen des 13.–15. Jahrhunderts aus den Hansestädten Mecklenburg-Vorpommerns. Er stellte Beispiele von Stadtbefestigungen, Hauskonstruktionen, infrastrukturellen Einrichtungen, wie Straßen, Zisternen/Brunnen und Latrinen, sowie technisch-handwerklichen Anlagen vor. Für die städtische Frühzeit verwies er auf die teils starken topographischen Umgestaltungen mit Baulandgewinnungsmaßnahmen, die die Stadtgestalt veränderten.

FRANK NIKULKA (Hamburg) berichtete schließlich über ein Forschungsprojekt der Universität Hamburg zum südmecklenburgischen Siedlungsplatz Karbow-Vietlübbe, der das aufgelassene Dorf Michaelisberg und die ehemalige Burganlage Stüvenburg umfasst. Aufgrund des Namens Michaelisberg, bringt er den Platz mit dem im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnten slawischen Dorf Cesemowe in Verbindung, das Borwin I., Fürst von Mecklenburg, dem Lüneburger St. Michaeliskloster 1219 stiftete und das daraufhin in Michaelisberg umbenannt wurde. Nikulka stellte bisherige Grabungsergebnisse vor und unterstrich die Bedeutung des Siedlungsplatzes für die Erforschung des hochmittelalterlichen Landesausbaus, der für die Urbanisierung Mecklenburgs wesentlich war.

Das Seminar in Goldberg warf zahlreiche Facetten und Fragen auf, die für unser Verständnis von Stadtentwicklung und städtischem Leben in Mecklenburg zentral sind und die nun im geplanten Forschungsprojekt sinnvoll gebündelt werden müssen. Deutlich wurde, dass die mecklenburgischen Kleinstädte bislang ein Dasein im Schatten ihrer großen Nachbarn, den Hansestädten Wismar und Rostock, fristen und endlich wissenschaftlicher Bearbeitung bedürfen. Allerdings wird gerade dort die spannende, dynamische Zeit des 13. Jahrhunderts kein leichtes Arbeitsfeld sein, da die Grabungsaktivitäten begrenzt sind und die Quellenlage für viele Fragen keine Antwort erlauben wird. Hier sind der geplante multidisziplinäre Forschungsansatz und der Austausch innerhalb eines Netzwerkes umso wichtiger.

Mehrfach wurde seitens der Archäologen betont, dass eine Rückschreibung jüngerer überlieferter Grundstücksgrenzen in die Stadtgründungszeit im Rahmen morphologischer Analysen mittels konkreter archäologischer Befunde verifiziert werden müssen. Notwendig wird eine verstärkte Quellenkritik sein, die auch getroffene Datierungen auf Basis von Keramik und dendrochronologischer Daten umfassen muss.

Wie Enno Bünz und Gabriel Zeilinger 2018 herausstellten, ist Stadtgeschichte traditionell Einzelforschung. Für eine Einordnung der Städte ist allerdings eine vergleichende Perspektive erforderlich. Stadtgeschichtsforschung ist dabei mehr als die Summe einzelner Stadtgeschichten; vielmehr müssen gemeinsame Merkmale und Typen, Entwicklungstendenzen und prägende Faktoren des Städtewesens herausgearbeitet werden.[3] Das geplante Forschungsprojekt zu Mecklenburgs Städten des 13. Jahrhunderts verspricht durch seinen interdisziplinären Ansatz eine entsprechende Grundlage für ein tiefgreifendes Verständnis der Entwicklung des mecklenburgischen Städtewesens zu legen, das die Kulturlandschaft bis heute nachhaltig prägt.

Konferenzübersicht:

Fred Ruchhöft, Gustav Graf von Westarp (beide Goldberg): Begrüßung

Detlef Jantzen (Schwerin): Eröffnung

Martin Ebert (Ås): Project-presentation of RUMMM (Research on Urban Morphology in Medieval Mecklenburg) – aims and partners

Fred Ruchhöft (Goldberg): Zum Stand der stadtgeschichtlichen Forschung in Mecklenburg

Alessandro Camiz (Istanbul): Reconsidering the origin of XI-XII c. small towns in Central Italy

Phillip Hansen (Ås): Current Research into Urban Morphology in Mecklenburg

Diskussion

Freitag, 11.03.

Rainer Atzbach (Aarhus): The morphology of town and castle in the Middle Ages

Betty Arndt (Göttingen): Gutingi im Wandel. Dörfliche Vorgängersiedlung und Gründungsstadt: Möglichkeiten und Grenzen des archäologischen Befunds

Luisa Radohs (Münster): Current research trends in urban archaeology in the southwestern Baltic and their potential for a project on urban morphology in medieval Mecklenburg

Felix Biermann (Stettin/Halle): Urban Design im Mittelalter – Erkenntnisse aus zentraleuropäischen Stadtwüstungen

Lars Saalow (Schwerin): Ergebnisse aus drei Jahrzehnten Stadtarchäologie. Das Beispiel Parchim

Hans-Jörg Karlsen (Rostock): Geophysical Surveys in Rostock

Heiko Schäfer (Stralsund): Archäologische Befundgruppen aus den Hansestädten Mecklenburg-Vorpommerns (13.–15. Jh.)

Frank Nikulka (Hamburg): Archaeological fieldwork at a multi-period pre-urban settlement in southern Mecklenburg

Abschlussdiskussion

Anmerkungen:
[1] Vgl. Fred Ruchhöft, Die mittelalterliche Städtelandschaft in Mecklenburg-Vorpommern, in: Hauke Jöns / Friedrich Lüth / Heiko Schäfer (Hrsg.), Archäologie unter dem Straßenpflaster. 15 Jahre Stadtkernarchäologie in Mecklenburg-Vorpommern (Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns 39), Schwerin 2005, S. 79–84; Oliver Auge, Handlungsspielräume fürstlicher Politik im Mittelalter. Der südliche Ostseeraum von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis in die frühe Reformationszeit (Mittelalter-Forschungen 28), Ostfildern 2009, hier S. 22–24.
[2] Anne Vernez Moudon, Urban Morphology as an emerging interdisciplinary field. In: Urban Morphology 1,1 (1997), S. 3–10, hier S. 7.
[3] Enno Bünz / Gabriel Zeilinger, Städtelandschaften in Mittelalter und Früher Neuzeit, in: Werner Freitag u.a. (Hrsg.), Handbuch Landesgeschichte, Berlin u.a. 2018, S. 442–469, hier 442.


Redaktion
Veröffentlicht am
16.05.2022
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