Jenseits des Zeitstrahls: Wie wir die Geschichte (auch des Mittelalters) anders schreiben können

Jenseits des Zeitstrahls: Wie wir die Geschichte (auch des Mittelalters) anders schreiben können

Organisatoren
Sabine Schmolinsky / Julia Seeberger, Professur für Mittelalterliche Geschichte, Universität Erfurt; Markus Vinzent, Max-Weber-Kolleg Erfurt / King’s College London; Dietmar Mieth, Meister-Eckhart-Forschungsstelle, Erfurt
Ort
Erfurt
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.05.2022 - 07.05.2022
Von
Dina Bijelic, Universität Erfurt / Humboldt-Universität zu Berlin

„Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.“[1] In seinen geschichtsphilosophischen Thesen beschreibt Walter Benjamin Paul Klees „Angelus Novus“ als Engel der Geschichte, der in einer Spannung zwischen Fortschritt und Anachronologie die Schichtung von Zeit repräsentiere. Letztere war programmatisch für den Workshop, der jedoch über den antichronologischen Aspekt des historischen Materialismus hinausging: Sein Ziel war es nicht nur, „die Geschichte gegen den Strich zu bürsten“ (Benjamin), sondern sie „auf den Kopf zu stellen“. Denn Ausgangspunkt des interdisziplinären Workshops war das 2019 erschienene Buch des Patristikers und Mediävisten Markus Vinzent „Writing the History of Early Christianity. From Reception to Retrospection“[2], in dem Vinzent den Begriff der Retrospektion als kritische Methode der Historiografie entwickelt. Diese versteht die Geschichtsphilosophie als Teil der Geschichtsschreibung und bewegt sich weg vom Anspruch einer objektiven Beweisführung hin zum Einbezug der Historiker:innen als Subjekten der Geschichte.

MARKUS VINZENT (Erfurt/London) hielt den Abendvortrag in der kleinen Synagoge, einem historischen Ort des einst blühenden jüdischen Lebens in Erfurt, das seit dem Mittelalter von wiederholten Pogromen immer wieder erstickt wurde. Bezugnehmend auf den Veranstaltungsort verwies er auf die jüngsten Massaker von Butscha und verband die historiografische Antichronologie mit einem politischen Imperativ: Nicht nur solle sie den positivistischen Geschichtsbegriff überwinden, sondern auch die populistische Dekonstruktion von Fakten. Vinzent war es wichtig klarzustellen, dass seine Methode zwar Quellen als präfabrizierte Fakten betrachtet, die erst durch die Forschung zu Beweisen werden, es bei dem Workshop jedoch keineswegs darum gehe, Fakten auseinanderzunehmen – sondern die Unwahrheiten. Ziel der Retrospektion sei es, der Geschichte die „Ge-Schichten“ gegenüberzustellen und einen Geschichtsbegriff zu diskutieren, der mit Fragen der Ethik verbunden ist.

Der Biologe, Philosoph und Anthropologe MATHIAS GUTMANN (Karlsruhe) wandte die Retrospektion auf evolutionäre Thesen an. Der methodische Anfang sei immer ein gegenwärtiger. Die Menschen als Fragende, Befragte, Antwortende und Urteilende bildeten selbst den Anfang der methodischen Rekonstruktion, der notwendigen Möglichkeit der Zeit. Und da es zur Erlangung von Chronologie und evolutionärer Erzählung der zeitlichen Umkehrung bedürfe, resultiere aus der Rekonstruktion ein Zeitparadoxon, das zeige, dass zeitliche Verhältnisse wesentlich modal und erst in einem abgeleiteten Sinn temporal sind. Nicht die Evolution sei der Anfang, sondern die methodische Rekonstruktion. Erst indem er rekonstruiere, sei der Mensch ein historisches und damit modales Wesen.

Die Kunsthistorikerin und Mediävistin ANJA RATHMANN-LUTZ (Bielefeld) veranschaulichte, inwieweit historiografische Erzählverfahren die Formate des Untersuchungszeitraums nutzen können. Mittelalterlichen Beispielen enzyklopädischen Schreibens stellte sie die moderne Form von Hyperlinks gegenüber: So bedeuteten diese nicht etwa Ablenkung oder Dispersion, sondern bildeten neue Perspektiven und, als technologisierter Faden der Ariadne, das Buch, das jede:r selbst schreibe. Rathmann-Lutz widmete sich dann der Frage, ob eine multiperspektivisch gedachte Historiografie auch multimedialer Formen bedürfe. Als potenzielles Modell für die Umsetzung von Multiperspektivität illustrierte sie das Mobile, das Technik und Kunst vereinige, der Visualisierung Raum gebe sowie Beweglichkeit und Spannungsverhältnisse repräsentiere. Die eindrückliche Metapher löste eine lebhafte Diskussion darüber aus, wie Erzählungen neu organisiert werden könnten, welcher Kurator:innen und Aufhängungspunkte es bedürfe, welche Perspektiven die Beweglichkeit, das Gleichgewicht und Irritationsmomente mit sich bringen.

Dass der Möglichkeitssinn von Zeit neben seinen modalen und formalen Aspekten auch ein poetisches Phänomen verkörpert, leitete der Literaturwissenschaftler HANS JÜRGEN SCHEUER (Berlin) durch einen Gedanken aus Aristoteles' „Poetik“ ein: Das dichterische Erzählen sei gewichtiger als die historische narratio, weil sie das Mögliche des Geschehens philosophisch entwickle. Vor diesem Hintergrund widmete sich Scheuer den „schichtenweise verdichtenden Darstellungen chronologischer Zeitverläufe“ in der „Kaiserchronik“, die er als exemplarische Technik mittelalterlicher Historiografie deutete, die das mimetische Darstellen der Natur ins Figurative überführt. Die poetische Zeit ordnete er der apokryphen, die kanonische Zeitzählung umdeutenden Chronologie zu, die er „u-chronistisch“ nannte, weil sie einer Nicht-Zeit Raum gebe, die Geschehenes nachträglich überschreibe.

Auf die Modalität, Multiperspektivität und poetische Intensität der Zeit antwortete ein Vortrag über die transzendierende Zeit. Die Historikerin und Mediävistin EMILIA JAMROZIAK (Leeds) sprach über Formen der nicht-historisierten Vergangenheit mittelalterlicher Klosterkultur, die für die Identität und Gültigkeit des monastischen Lebens von zentraler Bedeutung sei. Im Gegensatz zur historiografischen Institutionalisierung durch die Suche nach nationalen Ursprüngen, Besitzansprüchen und Gründerfiguren sei die nicht-historisierte Vergangenheit mit liturgischen Praktiken der Klosterkultur verbunden, die, traditionell nutzlos für Historiker:innen, ein transzendierendes und nicht-lineares Verständnis von Zeit pflegten. Denn die Liturgie verstehe sich als Reenactment, das die klösterliche Gemeinschaft in ihrem unendlichen Lebenszyklus bestärke. Obwohl die einzelnen Mitglieder in der historisierten Zeit verstarben und ihr Tod in Handschriften nachzulesen sei, sei das Nekrologium zyklisch: Die Gemeinschaft bleibe immer die gleiche.

Rückblickend auf ihre Promotion zur freigeistigen Häresie diskutierte die Historikerin MARIA TRANTER (Basel), wie im Umgang mit vorgeprägten Quellenkorpora die teleologische Deutung der Historiografie aufzubrechen sei. Der wiederholte Rückgriff auf dieselben Quellen erzeuge eine Wahrnehmung des Forschungsobjektes als abgeschlossene Entität. Deshalb solle bei der Untersuchung eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Forschungsgegenstand erfolgen, wobei nicht nur die mittelalterlichen Inquisitionsschriften, Chroniken und Gesetzestexte als Primärquellen, sondern auch geschichtswissenschaftliche Texte hinzuzuziehen seien.

Auch der Philosoph und Theologe THOMAS SOJER (Erfurt) bewegte sich im Kontext der kritischen Bewertung von Quellen und einer persönlichen Herangehensweise an die Geschichtswissenschaft. Am Beispiel von Simone Weils Aufsätzen über die Albigenserkreuzzüge zeigte Sojer, welche Auswirkungen historiografische Praktiken auf die theologische Vorstellungskraft haben können, wenn man sich der Geschichte bewusst anachronologisch nähere. Während Weil die Abwesenheit Gottes als methodische Voraussetzung verstehe, um Vorstellungen und Ideologien von Linearität und Kausalität zu entlarven, repräsentiere die Kultur Okzitaniens so viel von dem, was in der Welt untergegangen sei. Vermutlich als Bedürfnis angesichts der eigenen Auslöschung sei es Weil wichtig gewesen, die Geschichtsschreibung von jenen Dingen zu belasten, die nicht passieren konnten, und durch Fiktion und Fabulation eine Historiografie der verhinderten Geschichte zu schreiben.

Anhand der Prosopografie als Findungsmethode und Versuch der Rekonstruktion widmete sich die Theologin MARIE-ANNE VANNIER (Metz/Nancy) einer Exegese von Meister Eckharts Predigten. Das Herausarbeiten und Verbinden der Themen von Zeit und Ewigkeit bei Eckhart, der Bruchstücke seiner Biografie und seines Gesamtwerks verleihe Meister Eckhart ein „anderes Gesicht“.

Den Fokus auf die historische Person behielt auch der Moraltheologe DIETMAR MIETH (Erfurt), der das Leben einer Zeitgenossin Meister Eckharts in den Blick nahm: Marguerite Porete, clergesse, Autorin des Tugendbuchs „Le miroir des simples âmes“ und während der Inquisition als Hexe verbrannt. Die Retrospektion verstand Mieth als Herangehensweise an Intrigen – und als Methode der Empörung. Denn Marguerite Poretes Verurteilung habe auf keinerlei ethischer Argumentation beruht und sei intendiert gewesen. Ihr Prozess im Jahr 1310, in dem sie als Begine bezeichnet wurde, habe dem Konzil von Vienne (1311) möglicherweise Nahrung geliefert: Da dieses das Beginentum verbieten sollte, habe jener als politisches Instrument gedient.

Den letzten Abschnitt des Workshops prägte ein sozialwissenschaftlicher Schwerpunkt. Die Germanistin ANNE PEITER (La Réunion) sprach über antichronologisches Erzählen im Rahmen von Genoziden. Peiter zufolge würden Lebensberichte stets „vom Danach her“ gedacht, sodass auch die Zeit vor dem Genozid im Licht der späteren Katastrophe erscheine. Hingegen pflegten chronologisch verfahrende Erklärungsversuche von Nicht-Betroffenen dieses Danach erst ans Ende ihrer Erzählung zu stellen und gingen so am Grundproblem – der Grundlosigkeit des Genozids – vorbei. Mit Texten von Tutsi aus Ruanda und Jüd:innen aus Deutschland und Frankreich zeigte Peiter den Effekt von Genoziden als „Vergangenheit, die nicht vergehen will“ (Ernst Nolte), während auf Seiten der Täter:innen oder der Mehrheitsgesellschaft „normale“ Zeitbegriffe weiterwirkten und sich innerhalb des chronologischen Erzählens hin auf eine neue Zukunft sogar beschleunigten.

Als Reaktion auf die rechtsradikale Politik Jair Bolsonaros stellte FREDERIC VANDENBERGHE (Rio de Janeiro) eine Agenda bezüglich präfabrizierter Krisen vor. Nach der Politisierung und systematischen Zerstörung von Bildung, Wirtschaft und Kultur durch postfaschistische Regime bedürfe es einer Zeitdiagnose, der Herstellung einer Ontologie der Gegenwart, die nicht theoretisch bleiben dürfe, sondern durch eine dynamische Analyse sozialer Bewegungen zu bewerkstelligen sei. Im Rahmen einer philosophischen Feldforschung sollten Vertreter:innen der Soziologie, Anthropologie, Philosophie, Politikwissenschaft usw. die persönlichen Zeitanalysen ihrer gesamten Umgebung (Nachbar:innen, Kolleg:innen, etc.) notieren und zusammenbringen. Diese Analyse von Konjunkturen erlaube es, durch die regelmäßige Beobachtung eines bestimmten Ereignisses die Totalität seiner Strukturen zu erkennen und anhand von Wiederholungen Vorhersagen zu machen.

Der Kulturwissenschaftler CHRISTIAN HOLTORF (Coburg) ging auf Vinzents Buch als Reiseführer, als das es sich ausdrücklich verstehe, ein, und fragte, inwiefern wir uns Geschichte als Landschaft vorstellen könnten. Da Geografien auf kulturellen Praktiken beruhten und in sozialen Zusammenhängen entstünden, seien die Erfahrungen von Reisenden schon im Vorhinein geformt. Für Fahrten „in die Vergangenheit“ gelte dies umso mehr. Deshalb ließen sich Ansätze einer kritischen Kartografie und Topologie historiografisch fruchtbar machen. Da teleologische Darstellungen damit allerdings nicht gelöst werden könnten, schlug Holtorf ergänzend die Methode des raumzeitlichen Bruches vor, wie sie von Regisseur Milcho Manchevski mit dem „quirk“ praktiziert werde. Auch Vinzent zitiere seinen Film „Before the Rain“ (GB/F/MK 1994). Doch während Vinzent nichtchronologisch vorgehe, um die Geschichte offener und subjektiver darzustellen, spreche Manchevski von einem „carefully designed quirk in the chronology“, der ein vollständigeres Bild der Geschehnisse liefere.

Abschließend sprach die Musikologin ANNA G. PIOTROWSKA (Kraków) über Gattung, Zeit und Musik. Bis ins 18. Jahrhundert hinein habe die Organisation der Welt durch Erzählungen funktioniert (Jolles): Dinge prägte man sich ein, indem man sie chronologisch und in logische Geschichten ordnete – eine Tatsache, die sich im 19. Jahrhundert durch technologische Innovationen und ihre Beschleunigung der Welt radikal veränderte und die sich auf die künstlerische Produktion auswirkte. Das erläuterte Piotrowska am Beispiel der musikalischen Transformationen von Rhapsodien und Balladen. Einst literarische Gattungen, wurden ihre Strukturen in rein instrumentale Kompositionen umgewandelt und zeigten damit eine unkonventionelle Art, Geschichten zu erzählen. Die nun musikalischen Balladen und Rhapsodien funktionierten als Brückengattungen, die auf einfachen Formen basierten, dafür aber die musikalische Intelligenz ansprächen: So sei die „rhapsodische Erzählung“ eher auf die Prozessualität als auf die Chronologie der musikalischen Ereignisse fixiert, während die beiden Prinzipien von Plötzlichkeit und Kontrast die Organisation des Materials in Rhapsodien bestimmten.

Die dreizehn Beiträge des Workshops griffen unterschiedliche Aspekte von Markus Vinzents Begriff der Retrospektion als kritischer Methode der Historiografie auf und diskutierten einen Geschichtsbegriff, der Möglichkeitsräume eröffnet, musealer und künstlerischer Darstellungsformen bedarf sowie poetische Verdichtung zulässt. Dieser Geschichtsbegriff ist radikal subjektiv, dokumentiert sich selbst, begreift das Binom Natur und Kultur als soziologischen und politischen Gegenstand und verläuft archäologisch vertikal „von unten nach oben“. Einen Ort, der diese unterschiedlichen Perspektiven miteinander vereint, schafft die aktuell im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) zu sehende Ausstellung „Earth Indices. Die Verarbeitung des Anthropozäns“. Sie zeigt eine Verbindung der wissenschaftlichen Arbeit von Chronografist:innen mit deren Dokumentation durch Künstler:innen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, das Anthropozän als neue Einheit in die Internationale Chronostratigrafische Tabelle aufzunehmen. An den Thementagen „Unearthing the Present“ stellte das HKW riesige Bohrköpfe aus, die in bestimmten Erdschichten das Anthropozän nachweisen sollen. Der Projektleiterin Katrin Klingan zufolge seien „planetare Zeitlichkeiten und Dynamiken untrennbar mit gesellschaftlichen und politischen Prozessen verknüpft“, denn die Menschen hinterließen „eine offenkundige chemische Gravur im irdischen Archiv“. Von einem bewussten Umgang mit Quellen- und Beweismaterial, das die Erde „lesbar“ mache, zeugt auch die Arbeit der beiden Künstler:innen Giulia Bruno und Armin Linke: „Die überkommene Vorstellung, Dokumentarfotografie sei eine Methode, Dinge aus distanzierter und objektiver Perspektive aufzunehmen, ist reine Ideologie. Dokumentation kann nie neutral sein; dahinter steckt immer auch ein weltanschaulicher Kontext.“ Sowohl diese Ausstellung als auch die Interdisziplinarität des Erfurter Workshops zeugen davon, dass Vinzents Methode der Retrospektion keineswegs auf die Historiografie beschränkt ist, sondern über die akademischen Grenzen hinaus das Potenzial einer allumfassenden sozialen, politischen und künstlerischen Lebens- und Denkform verkörpert.

Konferenzübersicht:

Abendvortrag
Markus Vinzent (King’s College London / Max-Weber- Kolleg, Universität Erfurt)

Mathias Gutmann (Karlsruher Institut für Technologie): Zeit und Geschichte und Geschichtlichkeit – tätigkeitstheoretische Überlegung zur modalen Form von Zeitlichkeit

Anja Rathmann-Lutz (Universität Bielefeld): Geschichte schreiben ... erzählen, zeigen und spielen?

Hans Jürgen Scheuer (Humboldt-Universität zu Berlin): Chronomorphosen. Dehnung, Umkehrung und Aufhebung chronologischer Zeitdarstellung in mittelalterlicher Historiographie

Emilia Jamroziak (University of Leeds): Non-historicised Time Modes in Medieval Monastic Culture and Modern Historiography

Maria Tranter (Universität Basel): Chronologische Narrative und das Narrativ des Quellenkorpus – das Untersuchen historiographischer Konstrukte anhand einer spätmittelalterlichen Häresie

Thomas Sojer (Universität Erfurt): Simone Weil’s Re-lecture of the 13th Century Epic „Chanson de la croisade albigeoise“

Marie-Anne Vannier (Université de Lorraine Metz/Nancy): Ein anderes Gesicht von Eckhart

Dietmar Mieth (Max-Weber-Kolleg, Universität Erfurt): Marguerite Porete – Inquisition und Intrige

Anne Peiter (Université de La Réunion): Genozid und antichronologisches Erzählen. Zum Konzept der „extremen Grundlosigkeit” in autobiographischen Texten überlebender Tutsi und Juden

Frederic Vandenberghe (Universidade Federal do Rio de Janeiro): Brazil Moving Backwards: Same Crisis, Different Scales

Christian Holtorf (Hochschule Coburg): „A quirk in the chronology”. Geschichte als Landschaftsraum?

Anna Piotrowska (Jagiellonian University Kraków): Stories Told with Sounds. Is Chronology an Answer?

Anmerkungen:
[1] Walter Benjamin, Über den Begriff der Geschichte. In: ders.: Gesammelte Werke, hrsg. von Hermann Schweppenhäuser und Rolf Tiedemann, Bd. I/2, Frankfurt am Main 1991, S. 691–704, hier S. 697 f.
[2]https://www.cambridge.org/core/books/writing-the-history-of-early-christianity/239BA4213EBB2633591214FE82C3CE50.

Redaktion
Veröffentlicht am
24.06.2022
Beiträger