Historische und globale Perspektiven auf den Kriegsschauplatz Asien. Jahrestagung des Arbeitskreises Militärgeschichte e.V.

Historische und globale Perspektiven auf den Kriegsschauplatz Asien

Organisatoren
Universitäten Wien, Heidelberg und Potsdam mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM)
PLZ
69117
Ort
Heidelberg
Land
Deutschland
Vom - Bis
28.09.2022 - 30.09.2022
Von
Leon Wallich, Historisches Seminar / ZEGK, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Konferenz zum Thema „Historische und globale Perspektiven auf den Kriegsschauplatz Asien“, welche vom 28. bis 30. September am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) stattfand, ging aus einer Kooperation der Universitäten Wien, Heidelberg und Potsdam mit dem Arbeitskreis Militärgeschichte e.V. (AKM) hervor. Zugleich fungierte die Konferenz als AKM-Jahrestagung 2022.

Nach einleitenden Worte von Kerstin von Lingen (Wien) und Takuma Melber (Heidelberg), welche die Konferenz organisierten, präsentierte STIG FÖRSTER (Bern) in der Keynote „Globalisierte Gewalt. Asien und die Geschichte der Weltkriege“ seine Überlegungen zur Einordnung des Raumes Asien. Dabei verwies er zunächst auf die undeutliche geografische Abgrenzung Asiens zu den benachbarten Kontinenten, welche eine genaue Definition des Begriffs praktisch unmöglich mache. Anschließend wandte er sich der Begrifflichkeit des „Weltkriegs“ als global geführtem Konflikt zu. Anhand dieser Definition identifizierte er fünf „Weltkriege“ in der Geschichte, die im asiatischen Raum geführt wurden oder an denen sich asiatische Akteure direkt beteiligten: der Siebenjährige Krieg, die Koalitionskriege gegen Napoleon, die beiden Weltkriege und der Kalte Krieg. Die globalen Konflikte der neueren Geschichte führten laut Förster zu einer verstärkten Interaktion des asiatischen Raumes mit dem Rest der Welt, insbesondere Europa.
Den zweiten Konferenztag leitete TAKUMA MELBER mit einem Vortrag zur „Einführung in die Thematik anhand von Schlüsselereignissen asiatischer Kriegsgeschichte“ ein. Er betonte, dass trotz der Erweiterung des kulturellen und geografischen Horizonts, weiterhin eine Tendenz zum Eurozentrismus in der historischen Forschung im Westen vorliege. Deutlich machte er dies etwa an dem Beispiel, dass der Beginn des Zweiten Weltkriegs auf den 1. September 1939 datiert wird. Ziehe man den asiatischen Kontext in Betracht, könne man den Kriegsausbruch jedoch durchaus schon zu Beginn der Kämpfe zwischen Japan und China 1937 oder gar 1931 als Startpunkt sehen. Der Fokus der Tagung sollte also darauf liegen, die eurozentrische Perspektive auf Militärgeschichte zu verlassen und sich Kriegen in Asien zuzuwenden.

Das folgende Panel zum Thema „Kriegsstrategien und militärische Expansion in vormoderner Zeit“ eröffnete SIMON PUSCHMANN (Bochum) mit seinem Vortrag zum Thema „‘Jeder Krieg ist anders. Jeder Krieg ist gleich‘ – Überlegungen zu einer asiatischen und europäischen Kunst des Krieges anhand Sun Zi und den antiken Militärschriftstellern“. Puschmanns Ziel war es, signifikante Gemeinsamkeiten oder Unterschiede über die Art der Kriegsführung herauszuarbeiten. Sun Zis Werk diente ihm dabei als Kontrastfolie zu griechischen und lateinischen Militärschriften der Antike. Die Konzentration auf rationale Entscheidungsabwägung sei dabei eine auffällige Gemeinsamkeit, der Autoren aus beiden Kulturen enorme Bedeutung beimessen. Das Element der Planung gehe in der Schrift Sun Zis allerdings weiter. So sei die Höchstebene der „Supraplanung“ bei den europäischen Autoren ohne wirkliches Äquivalent. Da es in der Antike durchaus einen gewissen Austausch zwischen der asiatischen Welt und dem Mittelmeerraum gab, hielt Puschmann einen Wissenstransfer für nicht undenkbar. Allerdings fanden sich dazu in den untersuchten Quellen keine direkten Hinweise.

Im anschließenden Vortrag ging PATTRICK PIEL (Heidelberg) auf die Versorgung des mongolischen Reiterheeres im 13. Jahrhundert ein. Die größte Herausforderung für die Mongolen sei die Ernährung der Pferde und nicht der Soldaten selbst gewesen. Aufgrund der großen Bedeutung von Pferden und Vieh in der Kriegsführung asiatischer Steppenvölker waren sie laut Piel von der Verfügbarkeit von Weidegründen abhängig. Dadurch lasse sich nicht nur die saisonale Natur der mongolischen Kriegszüge erklären, sondern es werde auch deutlich, weshalb sich die territoriale Expansion größtenteils auf die Gebiete der eurasischen Steppen beschränke. Piel hob hervor, dass das regionale Klima für die Versorgung der Heere von entscheidender Bedeutung war.

MARKUS KOLLER (Bochum) komplettierte das erste Panel mit dem Vortrag „Militärische Gewaltstrukturen im indischen Ozean – die osmanisch-portugiesische Rivalität im 16. Jahrhundert“. Der Konflikt dieser frühneuzeitlichen Großmächte sei auch aufgrund der schwierigen Quellenlage wenig erforscht. Der Bericht Seydi Ali Reis‘ stelle eines der wenigen Egodokumente aus dem osmanischen Raum über das Ausgreifen in den indischen Ozean dar. Koller betrachtete die Quelle als ein Rechtfertigungsschreiben des osmanischen Entdeckers und nicht als einen klassischen Reisebericht. Reis füge sich in die Herrschaftspropaganda Süleymans I. ein und ließe dabei interessante Rückschlüsse auf den zeitgenössischen osmanischen Machtanspruch zu. Von besonderer Bedeutung sei hier Süleymans Status als Kalif, der seinen Machtanspruch über die Grenzen seines Imperiums hinaus auf alle Muslime auszuweiten versuchte.

Das zweite Panel zur „Modernisierung asiatischer Armeen“ begann mit dem Vortrag „Der China-Japan-Vergleich im amerikanischen Militärreformdiskurs 1865 – 1900“ von JOHANNES NAGEL (Bielefeld). Nagel versuchte die Entwicklung der amerikanischen Perspektive auf Ostasien nachzuvollziehen. Der erste Sino-Japanische Krieg stellte die entscheidende Zäsur dar, wonach Japan in der US-amerikanischen Wahrnehmung China als Vormacht in Ostasien ablöste. In den Quellen sei laut Nagel ein militärischer Eurozentrismus zu erkennen, welcher sich beispielsweise in der Bezeichnung der Japaner als „Preußen des Ostens“ zeigt. Ebenfalls werde die asiatische Kultur in China als Modernisierungshindernis angesehen, während sie in Japan als Katalysator fungiere. Auf die US-amerikanische Modernisierung habe der Krieg kaum Einfluss genommen, wenngleich er doch das kollektive Interesse an Ostasien in den USA steigerte.

DANIEL SCHNEIDER (Freiburg im Breisgau) wechselte mit seinem Vortrag „Ein Beispiel westlicher Kanonenbootdiplomatie in Asien: Der Einsatz des Ostasiatischen Kreuzergeschwaders der Kaiserlichen Marine in Fernost“ den Fokus von der US-amerikanischen auf eine deutsche Perspektive. Anhand mehrerer Beispiele konnte Schneider zeigen, dass die Durchsetzung politischer Interessen durch die Androhung militärischer Gewalt durch Kriegsschiffe von der kaiserlichen Marine zwischen 1901 und 1914 in allen Eskalationsstufen praktiziert wurde. Die Aufgabenbereiche reichten dabei von bloßer Aufklärung und Nachrichtengewinnung im Russisch-Japanischen Krieg bis hin zur gewaltsamen Niederschlagung kolonialer Konflikte. Schneider betonte, dass es sich bei den Schiffen des Ostasiatischen Kreuzergeschwaders fast ausschließlich um veraltete Modelle handelte, die nicht primär für den Kampf gegen andere Marineverbände vorgesehen waren.

Das Panel „Der Russisch-Japanische Krieg (1904/1905) als Auftakt zum Zeitalter der Weltkriege“ leitete LUKAS GRAWE (Bremen) mit einem Beitrag zum Thema „Kriegervolk und ‚Preußen des Ostens‘. Japanbilder deutscher Militärbeobachter während des Russisch-Japanischen Krieges“ ein. Grawe untersuchte die Reiseberichte der Angehörigen der deutschen Militärmission zur Beobachtung der japanischen Armee. Von deutscher Seite besonders positiv hervorgehoben wurde die wahrgenommene Disziplin, Opferbereitschaft und Vaterlandsliebe der japanischen Soldaten. Neben diesen Eigenschaften stellten die Beobachter die Beweglichkeit auf taktischer Ebene als Schlüssel für den japanischen Sieg heraus und bestätigten damit das zeitgenössische Offensivdenken der deutschen Militärdoktrin.

ANDREAS EICHLETER (Heidelberg) nahm anschließend einen Perspektivwechsel vor. Er ging in seinem Vortrag auf die Perzeption Japans in der Presse für in Asien lebende Deutsche ein. Die Zeitung „Deutsche Japan Post“ fungierte als Bindeglied zwischen den Medienwelten Asiens und Europas. Die Verteidigung der deutschen Neutralität stellte während des Russisch-Japanischen Krieges ein immer wiederkehrendes Thema in der Deutschen Japan Post dar. Fraglich blieb, wie groß der Einfluss der Zeitung auf das Japanbild der deutschen Öffentlichkeit tatsächlich war, da sich die Auflage der Deutschen Japan Post nicht nur geografisch in Grenzen hielt.

Im Anschluss an die Panels des ersten Tages wurden die Wilhelm-Deist-Preise der Jahre 2020, 2021 und 2022 verliehen. Ausgezeichnet wurden für das Jahr 2020 Linus Birrel und Monique Lichtenberg für ihre Masterarbeiten. Michael Kister erhielt den Preis für seine im Jahr 2021 verfasste Bachelorarbeit. Die diesjährigen Preisträger:innen Lena Marie Olker und Johannes Glack wurden ebenfalls für die Forschungsarbeit im Rahmen ihrer Masterarbeiten ausgezeichnet.

Den darauffolgenden Tag eröffnete CHRISTIN PSCHICHHOLZ (Potsdam) mit dem Thema „Bevölkerungsgruppen als geopolitische Manövriermasse. Deutsche Perspektiven auf Vorderasien während des Ersten Weltkrieges“. Pschichholz untersuchte die radikale Bevölkerungspolitik an den Rändern der multiethnischen Imperien mit Fokus auf das Osmanische Reich. Die extremste Form solcher Politik erfolgte in Form von Genozid an Minderheiten. Die Referentin stellte die These auf, dass die lokale Bevölkerung in diesem Kontext und bei gezielten Destabilisierungsbemühungen in den Kolonien als Manövriermasse zur Erreichung politischer und militärischer Ziele genutzt wurde.

DANIEL MARC SEGESSER (Bern) ging mit seinem Vortrag auf die oftmals vernachlässigte Perspektive Australiens in asiatischen Kriegen ein. Diesen einzigartigen Blickwinkel untersuchte er anhand der zwischen 1921 und 1942 in zwölf Bänden erschienenen offiziellen Geschichte Australiens im Ersten Weltkrieg. Dabei zeigte sich, dass sich die Urteile australischer Zeitgenossen oftmals stark von britischen Quellen unterscheiden. Als erster Kontakt mit Bodentruppen stellte die Schlacht um den Suezkanal für Australier keineswegs nur einen „small native war“ dar. Der Ansatz einer solchen „Geschichte von unten“ ermögliche außerdem eine höhere Einschätzung des Gewichts Asiens im Kontext des Ersten Weltkrieges.

Das Panel beendete DAVID X. NOACK (Mannheim) mit seinem Vortrag „Britische, deutsche und sowjetische Perspektiven auf die Rolle Großbritanniens und der Sowjetunion im Afghanischen Bürgerkrieg 1928/1929“. Noack zeigte das komplizierte Ausbalancieren der afghanischen Beziehungen zu Großbritannien und der Sowjetunion unter König Amanullah auf. Aus den sowjetischen Akten gehe dagegen ein zunächst zögerliches Handeln hervor, auf das allerdings ein ambitionierter Plan zur Einflussnahme auf den Bürgerkrieg folgte. Noch bevor dieser Plan scheiterte seien die Sowjets überzeugt davon gewesen, dass hinter den Unruhen in Afghanistan britische Agenten stecken mussten. In seiner Untersuchung der britischen Akten konnte Noack allerdings keine Nachweise für britische subversive Aktivitäten finden.

Im folgenden Programmpunkt zum Zweiten Weltkrieg in Asien präsentierte zunächst TINO SCHÖLZ (Berlin) seine Forschungsergebnisse zu „Disziplin und Insubordination im Kaiserlich Japanischen Heer während des Asiatisch-Pazifischen Krieges (1937–1945)“. Untersucht wurde die Frage, wie die japanische Militärjustiz Verbrechen japanischer Soldaten innerhalb des Militärs und gegenüber Zivilisten bestrafte. Durch die Analyse der Urteile und ihrer Begründungen konnte Noack einen spürbaren Anstieg der Verbrechensrate zwischen 1939 zu den 1940er-Jahren aufzeigen. Gegenmaßnahmen der japanischen Führungsebene seien entweder gescheitert oder wurden aus Angst vor negativen Auswirkungen auf die Moral und Disziplin der Soldaten zu zögerlich durchgesetzt.

Anschließend referierte ALEXANDRA VALDEZ (Heidelberg) zum Thema „Witnessing and Remembering the “Typhoon of Steel”: Personal Accounts of the Battle of Okinawa”. Valdez gelang es, die Schlacht von Okinawa durch das Heranziehen verschiedener Zeitzeugenberichte aus unterschiedlichen Perspektiven nachzuvollziehen. Die Dokumente zeigten die Effektivität der japanischen Propaganda beispielsweise daran, dass der Mythos der Unbesiegbarkeit Japans alle Bevölkerungsschichten durchdrang. Zwar gab es laut Valdez auch durchaus vereinzelte Zweifel an der Prophezeiung von einem siegreichen Kriegsende, doch wurden solche Äußerungen in der Öffentlichkeit unterdrückt. Valdez wies nach, dass ein größeres Wissen über die Vereinigten Staaten oft mit Zweifeln gegenüber dem negativen Bild der Amerikaner einherging.

Das letzte Panel der Tagung widmete sich Asien im Zeitalter des Kalten Krieges. MARCEL BERNI (Zürich) kritisierte in seinem Vortrag „Stellvertreterkriege in Asien: Überlegungen zu einer transnationalen Strategiegeschichte“ die Fixierung auf die Separation der beiden Supermächte im Kontext des Kalten Krieges. Statt von einer Dynamik „Zentrum gegen Peripherie“ sei von „peripheren Zentren“ und „zentralen Peripherien“ auszugehen, denn die asiatischen Akteure in den Stellvertreterkriegen der Supermächte verfolgten durchaus eigene Interessen und besaßen einen gewissen Handlungsspielraum. Statt einer ideologisch motivierten Angliederung an einen Machtblock, sei vielmehr von temporär gedachten Zweckallianzen auszugehen.

BERND GREINER (Hamburg) zog im Zuge seiner Präsentation „Die USA in der Glaubwürdigkeitsfalle: Der Krieg in Vietnam“ Parallelen von der Kritik am Vietnamkrieg zur jüngsten amerikanischen Präsenz in Afghanistan. Laut Greiner sei das Motiv der Glaubwürdigkeit elementar für das Verständnis amerikanischer Weltpolitik seit 1945. Die amerikanische Angst, international an Respekt einzubüßen, sei dabei bis heute in jeder US-Administration präsent und manifestiere sich beispielsweise im Anhäufen von Atomwaffen. Auch der Einsatz in Vietnam sei auf diese Weise erklärbar, da das südostasiatische Land zwar keinen großen strategischen, aber enormen symbolischen Wert besaß.

Der letzte Vortrag „Das Pol Pot Regime und das Narrativ vom ‚Cambodian Genocide‘“ von WOLFGANG FORM (Marburg) ging auf die Problematik des Genozid Begriffs in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Forschung ein. Das Narrativ der Verbrechen unter Pol Pot als Genozid seien in der kambodschanischen Erinnerungskultur ein essenzieller Grundpfeiler und stellten auch international ein extrem wirkungsmächtiges Bild dar. Das Bild des Genozids habe sich innerhalb Kambodschas durch die eine abweichende Definition des Begriffs sehr tief verwurzelt, weshalb auf die Verhandlung der Verbrechen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor einem internationalen Tribunal mit großem Unverständnis reagiert wurde. Die durch die verschiedenen Definitionen entstandenen Unstimmigkeiten ließen sich folglich durch die Unvereinbarkeit des nationalen und des internationalen Strafbestandes erklären.

Ihrem ambitionierten thematischen Anspruch wurde die Tagung mit einem breit gefächerten Themenkatalog und der Untersuchung von Militärgeschichte in einem innerhalb Asiens weiten geografischen Rahmen durchaus gerecht.

Konferenzübersicht:

Stig Förster (Bern): Keynote „Globalisierte Gewalt. Asien und die Geschichte der Weltkriege“

Takuma Melber (Heidelberg): Einführung in die Thematik anhand von Schlüsselereignissen asiatischer Kriegsgeschichte

Panel I: Kriegsstrategien und militärische Expansion in vormoderner Zeit
Chair: Martin Clauss (Chemnitz)

Simon Puschmann (Bochum): „Jeder Krieg ist anders. Jeder Krieg ist gleich“ – Überlegungen zu einer asiatischen und europäischen Kunst des Krieges anhand Sun Zi und den antiken Militärschriftstellern

Pattrick Piel (Heidelberg): Perspektiven auf die Versorgung steppennomadischer Feldzüge. Das Beispiel der mongolischen Logistik

Markus Koller (Bochum): Militärische Gewaltstrukturen im indischen Ozean – die osmanisch-portugiesische Rivalität im 16. Jahrhundert

Panel II: Die Modernisierung asiatischer Armeen
Chair: Christin Pschichholz (Potsdam)

Johannes Nagel (Bielefeld): Der China-Japan-Vergleich im amerikanischen Militärreformdiskurs 1865 – 1900

Daniel Schneider (Freiburg im Breisgau): Ein Beispiel westlicher Kanonenbootdiplomatie in Asien: Der Einsatz des Ostasiatischen Kreuzergeschwaders der Kaiserlichen Marine in Fernost

Panel III: Der Russisch-Japanische Krieg (1904/1905) als Auftakt zum Zeitalter der Weltkriege
Chair: Hans Martin Krämer (Heidelberg)

Lukas Grawe (Bremen): Kriegervolk und „Preußen des Ostens“. Japanbilder deutscher Militärbeobachter während des Russisch-Japanischen Krieges

Andreas Eichleter (Heidelberg): Der Krieg und die Presse – Die Deutsche Japan Post und der Russisch-Japanische Krieg

Panel IV: Asien und der Erste Weltkrieg
Chair: Tanja Penter (Heidelberg)

Christin Pschichholz (Potsdam): Bevölkerungsgruppen als geopolitische Manövriermasse. Deutsche Perspektiven auf Vorderasien während des Ersten Weltkrieges

Daniel Marc Segesser (Bern): „Far West and Near North”: Australische Nachkriegsperspektiven auf Kriegsschauplätze in Asien während des Ersten Weltkrieges, 1918 – 1942

David X. Noack (Mannheim): Britische, deutsche und sowjetische Perspektiven auf die Rolle Großbritanniens und der Sowjetunion im Afghanischen Bürgerkrieg 1928/1929

Panel V: Der Zweite Weltkrieg in Asien
Chair: Takuma Melber (Heidelberg)

Tino Schölz (Berlin): Disziplin und Insubordination im Kaiserlich Japanischen Heer während des Asiatisch-Pazifischen Krieges (1937 – 1945)

Alexandra Valdez (Heidelberg): Witnessing and Remembering the “Typhoon of Steel”: Personal Accounts of the Battle of Okinawa

Panel VI: Asien und das Zeitalter des Kalten Krieges
Chair: Kerstin von Lingen (Wien)

Marcel Berni (Zürich): Stellvertreterkriege in Asien: Überlegungen zu einer transnationalen Strategiegeschichte

Bernd Greiner (Hamburg): Die USA in der Glaubwürdigkeitsfalle: Der Krieg in Vietnam

Wolfgang Form (Marburg): Das Pol Pot Regime und das Narrativ vom „Cambodian Genocide“

Redaktion
Veröffentlicht am
18.11.2022
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