Männer in Beziehungen

Ort
Stuttgart
Veranstalter
Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung – Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften (AIM Gender)
Datum
13.12.2007 - 15.12.2007
Von
Susanne Hoffmann, Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart

„Männer in Beziehungen“ hatte der „Arbeitskreis für interdisziplinäre Männer- und Geschlechterforschung – Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften“ (AIM Gender) als Thema für seine fünfte Fachtagung gewählt. Rund 30 Geschlechterforscherinnen und -forscher aus der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen dazu vom 13. bis 15. Dezember 2007 in Stuttgart-Hohenheim zusammen. Die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihrem Referatsleiter für Geschichte, Dieter Bauer (Stuttgart), bot hierfür wie in den Jahren zuvor den gastlichen Rahmen. Als äußerst konstruktiv erwies sich die Arbeitsatmosphäre an den drei Veranstaltungstagen – womit sie sich erfreulich vom winterbedingt etwas unterkühlten Raumklima abhob. Im Zentrum der insgesamt 15 Vorträge stand ein Aspekt, der in der Männlichkeitenforschung bislang eher vernachlässigt worden ist: Männer in homo- und heterosozialen Paar- und Familienbeziehungen. Selbst in narrativen Interviews mit Männern fristen diese heute regelmäßig eine randständige Existenz, wie Sylka Scholz (Berlin) einleitend aus ihrer eigenen Forschung berichtete. Mit ehemaligen Gefängnisinsassen und Krankenhauspatienten lag ein zweiter thematischer Schwerpunkt auf Männern in Institutionen. Andere soziale Kontexte wie Arbeit, Militär oder Sport, die für die Beziehungserfahrungen von Männern ebenso wichtig sein dürften, waren auf der Tagung leider nicht mit eigenen Referaten vertreten. Gleiches galt für weitere Verwandtschaftsbeziehungen: einem Teilaspekt ist bereits das jüngst erschienene Themenheft „Tanten“ der Zeitschrift „WerkstattGeschichte“ gewidmet, auf das Martin Dinges (Stuttgart) in seinem Teil der Einleitung ergänzend verwies.[1]

Mit dem öffentlichen Abendvortrag der Soziologin MECHTHILD BERESWILL (Hannover) begann die Veranstaltung. Wie Männlichkeit sich im dynamischen Wechselspiel zwischen den Polen Autonomie, Bindung und Abhängigkeit, und im Verhältnis zu anderen Männern, konstituiert, zeigte Bereswill am Beispiel einer Längsschnittstudie über männliche Jugendliche im Strafvollzug. Dass Geschlecht lebenslang eine Konfliktkategorie bleibt, erklärte sie an zwei homosozialen Beziehungskonstellationen: Vater-Sohn- und Gleichaltrigenbeziehungen. Bereswill konstatierte, dass die Geschlechtszugehörigkeit des Bindungspartners dabei weniger relevant als der jeweilige Beziehungskontext sei. Was dieses Forschungsergebnis für die aktuelle geschlechterpolitische Forderung nach mehr männlichen Bezugspersonen in frühkindlichen Bildungseinrichtungen bedeute, wurde die Referentin in der anschließenden Diskussion gefragt. Diese Forderung formulierte sie zu einer Frage der Geschlechtergerechtigkeit um, um so Missverständnisse zu vermeiden.

Das Tagungsprogramm enthielt insgesamt drei Referate zu „Vaterschaften“ seit dem späten 18. Jahrhundert. Vater-Sohn-Beziehungen in städtischen Eliten in der Deutschschweiz um 1800 untersucht PAOLA CIMINO (Basel) in ihrem Dissertationsprojekt, das sie hier vorstellte. Welchen Beitrag die historische Emotionsforschung für die Männergeschichtsschreibung leisten könnte, zeigte Cimino dabei auf. Methodologische Fragen hinsichtlich der Auswertung von Briefkorpora bestimmten schließlich die nachfolgende Diskussion. BARBARA STAMBOLIS (Münster) benannte in ihrem Vortrag die kriegsbedingte Vaterlosigkeit als erfahrungs- und generationengeschichtliches Schlüsselthema des 20. Jahrhunderts – mit aktueller psychologischer wie soziologischer Relevanz. Mutter-Sohn-Beziehungen seien über die abwesenden Väter unweigerlich mit in den Blickpunkt der gegenwärtigen Debatte geraten, da die Mütter aus Sicht der „Söhne ohne Väter“ (so ein gleich lautender Buch- und Fernsehtitel) die frühen Beziehungserfahrungen in den Restfamilien häufig dominiert hätten. [2] Dagegen harre die Vaterlosigkeit der Töchter weiterhin der systematischen wissenschaftlichen oder literarischen Aufarbeitung. Im Anschluss an Stambolis erläuterte TONI THOLEN (Hildesheim) seine These eines prekären Verhältnisses von sozialer Vaterschaft und Autorschaft in der Gegenwartsliteratur. Noch um 1900 hätten Kunstschaffende wie Rainer Maria Rilke zum Beispiel den Zusammenhang weit von sich gewiesen. Dass Vaterwerden und -sein von männlichen Autoren heute indes als Bedrohung für die geistig-künstlerische Unabhängigkeit erlebt werde, die es mittels Literarisierung zu kompensieren gelte, demonstrierte der einzige Literaturwissenschaftler unter den Referenten anhand von Durs Grünbeins „Berliner Aufzeichnungen“.[3]

Die Sektion „Erbschaften“ vereinigte zwei Beiträge über familiäre Generationenbeziehungen vor 1850. Leichte Irritationen im Auditorium löste zunächst SIMONA SLANICKAs (Bielefeld) Vortrag über so genannte Bastardromane in Mittelalter und Früher Neuzeit aus, da Bastard heute, vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum, als biologistisch konnotiertes Schimpfwort in Gebrauch ist. Überzeugend legte die Historikerin jedoch dar, wie der Begriff in ihrem Untersuchungszeitraum als ehrenvoller Adelstitel für den unehelich geborenen Sohn eines Hochadeligen verwendet worden ist. Eine ausgeprägte Loyalität zu den (väterlichen) Agnaten habe man dem Bastard im höfischen Diskurs nachgesagt; ferner habe sowohl den Söhnen (wegen ihrer Ritterlichkeit) als auch den Vätern (wegen ihrer Potenz) der Nimbus der Hypermaskulinität angehaftet. Weibliche Bastarde wie Mätressen bleiben in den Quellen indes weitgehend unsichtbar. Die Koexistenz jüdischer und bürgerlicher Rechtsnormen eröffnete schließlich den Männern, deren Testamente KRISTIANE GERHARDT (Leipzig) auf der Tagung vorstellte, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Spielräume für familiäre Erbfolgeregelungen, die von der patrilinearen der jüdischen Halacha abwichen. Dass dort Ehefrauen und Töchter bedacht werden konnten, interpretierte Gerhardt als frühen Beleg für ein Gleichheitsverständnis der Testatoren, die sich als autonome Verwalter des Familienvermögens sahen. Im Anschluss an Gerhardts Vortrag wurde im Plenum erörtert, ob ihr Quellenkorpus erweitert und Testamente seriell als Beziehungsdokumente erschlossen werden könnten.

Männern in Paarbeziehungen gewidmet war die dritte Tagungssektion „Paarungen“. Was Männer meinen können, wenn sie „wir“ sagen, erläuterte CORNELIA HELFFERICH (Freiburg i. Brsg.) auf Basis von 102 teil-narrativen Interviews. Die Männer wurden nach den für sie „fremden Territorien“ Kinderwunsch/Verhütung und sexuelle Initiation befragt. Die Herstellung von Gemeinsamkeit durch das Wir-Sagen deutete die Soziologin als männliche Strategie, um die faktische, aber beschämende Abhängigkeit von einer Frau rhetorisch abzuwenden. Ein methodisches Grundproblem qualitativer Geschlechterforschung, auf das Helfferich selbst hingewiesen hatte, kam in der Diskussion nochmals zur Sprache: Welche Vorannahmen können oder müssen getroffen werden, um männliche bzw. weibliche „Territorien“ im Forschungsprozess a priori zu identifizieren. Zu offenen Konfrontationen dürfte es jedenfalls in den Paarbeziehungen gekommen sein, die der Historiker ANDREAS SCHNEIDER (Berlin) vorstellte. Mit männlichem Chauvinismus reagierten nämlich Teile der linksalternativen Männer in der Bundesrepublik Deutschland auf die feministische Herausforderung in den 1970er-Jahren, was Schneider anhand derber antifeministischer und sexistischer Zitate aus der zeitgenössischen Presse illustrierte. Den Beitrag der theologischen Männerforschung zur Überwindung überkommener asymmetrischer Geschlechterbeziehungen legte zum Abschluss dieser Sektion MARTIN FISCHER (Wien) dar. Mehr Geschlechtergerechtigkeit wäre ihm zufolge durch eine zeitgemäße Exegese des ersten und zweiten Schöpfungsberichts zu erreichen. Männliche Viktimisierung könnte somit sichtbar gemacht werden, was bis dato der weiblichen vorbehalten geblieben sei.

In der vierten Sektion „Homophobie-Management“ rückten nun Beziehungen unter Männern in den Vordergrund. Die These, dass die in Gegenwartsgesellschaften – trotz Legalisierung – fortbestehende Homophobie ein Erbe der Spätantike sein könnte, trug MICHAEL GRONEBERG (Fribourg) aus Sicht des Philosophen vor. Groneberg argumentierte mit Michel Foucault, dass die antike Geistkonzeption die Unterdrückung des sinnlich-homoerotischen Begehrens, durch die Gleichsetzung von Männlichkeit mit Ratio und Selbstkontrolle, nachhaltig befördert habe. Die praktische Vernunft benannte er als Alternative. Vom homosexuellen Staatsfeind zum homosexuellen Staatsmann – unter diesem Motto stellte daraufhin ANDREAS HEILMANN (Berlin) sein soziologisches Dissertationsprojekt, zur gegenwärtigen Normalisierung homosexueller Männlichkeit im medialen Diskurs, vor. Die „Outing-Kaskade“ homosexueller Spitzenpolitiker seit den 1990er-Jahren wertete Heilmann als Ausdruck veränderter Machtbeziehungen zwischen homo- und heterosexuellen Männern. Das Normalismuskonzept in einer wissenssoziologischen Perspektive, und in Anlehnung an Michel Foucault und Jürgen Link, schlug er als theoretischen Rahmen vor, um die aktuelle Geschlechterdynamik zu analysieren.

Mit dem Motto, dass die Axt im Hause die Ehescheidung erspare, leitete Jürgen Reulecke (Gießen) frei nach Loriot die sechste Tagungssektion, über „Paare vor Gericht“ in der Weimarer Republik, ein. Die Historiker MARTIN LÜCKE (Berlin) und STEFAN WÜNSCH (Berlin) hatten dafür einen gemeinsamen, auf Gerichtsakten basierenden Beitrag erarbeitet. Zuerst beschrieb Lücke, wie ein Schöffengericht in den Jahren 1926/27 im Strafprozess gegen den Erpresser Alois Dämon ein heteronormatives Männlichkeits- und Eheideal im Fall des klagenden Ehepaars Zöhn konstruierte. Dieses Paar hätten die Richter mit der devianten Person Dämons kontrastiert – dem Homosexuellen, Prostituierten, Jugendlichen, Arbeits- und Obdachlosen. Danach zeigte Wünsch, wie Abweichungen von der heterosexuellen Norm seinerzeit vor Gericht dennoch sanktioniert werden konnten. In dem 1931 wegen Zuhälterei angestrengten Verfahren gegen Anton Sander wertete man zwar dessen Zeugungsfähigkeit in der Ehe als eindeutigen Beweis für seine Männlichkeit – allerdings nur, um seine Homosexualität außerhalb der Ehe sowie seine prostitutive Tätigkeit tolerieren bzw. übergehen zu können. Der sozialdisziplinierende Charakter beider Gerichtsurteile wurde in der nachfolgenden Diskussion betont.

Um „Heilungen“ im 19. und 20. Jahrhundert ging es in der siebten und letzten Sektion der Tagung. Auf Basis populärer Autobiographien verglich SUSANNE HOFFMANN (Stuttgart) die Beziehungsmuster männlicher und weiblicher Krankenhauspatienten im 20. Jahrhundert. Im Verhältnis zur Außenwelt, zur Mitpatienten- und Ärzteschaft zeigten sich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen den Geschlechtergruppen. Die Sexualisierung des weiblichen Pflegepersonals trat hingegen geschlechtsexklusiv in Männerautobiographien auf, vor allem unter ehemaligen Soldaten, was Hoffmann als Kompensationsstrategie für den erlebten Autonomieverlust interpretierte. Im Anschluss daran präsentierte NICOLE SCHWEIG (Stuttgart) das gesundheitsspezifische Wissen und die Handlungspraktiken von Männern im 19. Jahrhundert in Korrespondenzen. Sie arbeitete den Einfluss der sozialen Schicht, des Lebensalters und vor allem des Familienstandes in verschiedenen gesundheitsrelevanten Lebensbereichen – insbesondere bei der Ernährung, Kleidung und im Genussmittelkonsum – heraus. Dass die Bedeutung der Familie als Ressource mit dem Lebensalter gewachsen sei, konnte Schweig verdeutlichen.

An Stelle einer Abschlussdiskussion stand am Ende dieser, für alle Beteiligten insgesamt wohl sehr ertragreichen Tagung, ein Podiumsdisgespräch über die Tätigkeit des Arbeitskreises: „AIM Gender 1999-2007 – Bilanz und Perspektiven“. Auf dem Podium saßen Martin Dinges (Stuttgart), Bea Lundt (Flensburg/Berlin), Michael Meuser (Dortmund), Barbara Stambolis (Münster) und Toni Tholen (Hildesheim), deren Redebeiträge hier im Ergebnis zusammengefasst werden sollen. Der wissenschaftlichen Männerforschung ein Forum zu geben, nannte Dinges als ursprüngliches Ziel des Arbeitskreises. Die Diskutanten bestätigten, dass dieses Anliegen in den Disziplinen unterschiedlich weit fortgeschritten sei: In der Deutschen Gesellschaft für Soziologie sei das Thema Männlichkeiten jetzt innerhalb der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung fest institutionalisiert, was aber u. U. zu sehr an einzelnen Personen hängen möge, meinte Meuser. Lundt und Tholen konstatierten dagegen für die Geschichts- und Literaturwissenschaft größere Defizite, trotz einschlägiger Habilitationen und Professuren. AIM Gender müsse deshalb auch in Zukunft eine wichtige Plattform bleiben, um die Präsenz der Männlichkeitenforschung im Wissenschaftsbetrieb langfristig abzusichern. Stambolis hielt dies gerade im Sinne einer gezielten Nachwuchsförderung für erstrebenswert. Die Homepage des Arbeitskreises könne darüber hinaus die Popularisierung einschlägiger Forschungsergebnisse fördern, was zahlreiche Interview- und Kooperationsanfragen von Medien- und Ausstellungsmachern belegten. Diese Außenkommunikation mit der Öffentlichkeit dürfte von professionspolitischem Nutzen für die Geschlechterforschung sein.

Als zweites Ziel von AIM Gender führte Dinges den fächerübergreifenden wissenschaftlichen Austausch an. Die Interdisziplinarität des Arbeitskreises wurde auf dem Podium wie im Plenum einstimmig positiv bewertet – obwohl die Grenzen der interdisziplinären Zusammenarbeit gerade auf der diesjährigen Tagung m. E. in mehreren Situationen offenkundig geworden sind, und zwar als über Forschungsergebnisse nur noch am Rande, hingegen über das methodische Selbstverständnis der Disziplinen in der Hauptsache geredet wurde. Der Wunsch, vor allem Psychologen, Erziehungs- und Literaturwissenschaftler in Zukunft gezielt und stärker als bisher in den Arbeitskreis mit einzubeziehen, stieß trotzdem auf breite Resonanz. Ferner wurden Kooperationen mit thematisch verwandten Forschern und Forschergruppen angeregt; Stambolis verwies zum Beispiel auf die Studiengruppe „Kinder des Zweiten Weltkriegs“ und den Schwerter Arbeitskreis „Katholizismusforschung“. Schließlich gingen noch zahlreiche Vorschläge für organisatorische Modifikationen ein, um AIM Gender auch in Zukunft als attraktives Forum für die Männer- und Geschlechterforschung zu erhalten: Nachwuchspräsentationen und kleinere Workshops zu einzelnen Themen auf den regulären Tagungen von AIM Gender und separate Spezialtagungen in Zusammenarbeit mit dritten Institutionen.

Konferenzübersicht:

„Männer in Beziehungen“

Abendvortrag:
Bereswill, Mechtild: Autonomie – Bindung – Abhängigkeit. Konflikttheoretische Überlegungen zum Verhältnis von Männlichkeit, Subjektivität und Intersubjektivität

Sektion 1: Vaterschaften
Stambolis, Barbara: Söhne und Väter – vom Umgang mit Verlusterfahrungen
Tholen, Toni: Vaterschaft und Autorschaft. Zur Bestimmung eines prekären Verhältnisses in der Gegenwartsliteratur am Beispiel von Durs Grünbeins „Das erste Jahr. Berliner Aufzeichnungen“

Sektion 2: Erbschaften
Slanicka, Simona: Bastardromane in Mittelalter und Früher Neuzeit. Vater-Sohn- (Halb) Bruder-Beziehungen als Diskurs und höfische Realität
Gerhardt, Kristiane: Besitz und Emotion – Familiale Beziehungsentwürfe in Testamenten jüdischer Männer (ca. 1810-1850)

Sektion 3: Paarungen
Helfferich, Cornelia: Männer in sexuellen und familialen Beziehungen – Herstellung von Dominanz und Gemeinschaftlichkeit
Schneider, Andreas: Irritierte Geschlechterbeziehungen. Reaktionen linker Männer auf die feministische Herausforderung in der Bundesrepublik der 1970er Jahre
Fischer, Martin: Männermacht und Männerleid. Theologische Männerforschung als Beitrag zu einer symmetrischen Gestaltung der Geschlechterbeziehungen

Sektion 4: Homophobie-Managment
Groneberg, Michael: Woher die Homophobie? Ein Erbe der Spätantike
Heilmann, Andreas: Work in Progress: „Mein Chef ist schwul … was tun?“ – Normalisierung offen homosexueller Männlichkeit

Sektion 5: Männerbeziehungen um 1800
Cimino, Paola: Vater-Sohn-Beziehung und -konflikt in städtischen Eliten der Deutschschweiz um 1800

Sektion 6: Paare vor Gericht
Lücke, Martin: Die moralische Ökonomie der Heterosexualität. Männlichkeits- und Ehekonzepte im Strafprozess gegen den Erpresser Alois Dämon (1926/27)
Wünsch, Stefan: „Ich … habe mit meiner Ehefrau wenig Geschlechtsverkehr. Es ist möglich, daß meine Ehefrau sich dafür einmal einen Mann mitnimmt.“ Die Straftatbestände „Zuhälterei“ und „Gewerbsunzucht“ in der Gerichtspraxis der Weimarer Republik

Sektion 7: Heilungen
Hoffmann, Susanne: Der Mann als Patient. Krankenhausbeziehungen im 20. Jahrhundert
Schweig, Nicole: Gesundheitsspezifisches Wissen und Handlungspraktiken von Männern im 19. Jahrhundert

Forum:
AIMGender 1999-2007. Bilanz und Perspektiven
Diskutanten: Martin Dinges, Michael Meuser, Toni Tholen, Bea Lundt, Barbara Stambolis

Anmerkungen:
[1] WerkstattGeschichte 16 (2007).
[2] Schulz, Hermann; Radebold, Hartmut; Reulecke, Jürgen, Söhne ohne Väter. Erfahrungen der Kriegsgeneration, Berlin 2004.
[3] Grünbein, Durs, Das erste Jahr. Berliner Aufzeichnungen, Frankfurt am Main 2001.

Zitation
Tagungsbericht: Männer in Beziehungen, 13.12.2007 – 15.12.2007 Stuttgart, in: H-Soz-Kult, 20.02.2008, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-1893>.