Geld, Kredit und Markt in vorindustriellen Gesellschaften. 3. Tagung des Irseer Arbeitskreises für vorindustrielle Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Ort
Irsee
Veranstalter
Irseer Arbeitskreises für vorindustrielle Wirtschafts- und Sozialgeschichte Organisation: Mark Häberlein, Christof Jeggle
Datum
21.03.2003 - 23.03.2003
Von
Christof Jeggle, FB Wirtschaftswissenschaften Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte, Freie Universität Berlin/Freiburg

Mit dem Themenfeld "Geld, Kredit und Markt in vorindustriellen Gesellschaften" befasste sich der Irseer Arbeitskreis für vorindustrielle Wirtschafts- und Sozialgeschichte auf seiner 3. Tagung vom 21. bis zum 23. März 2003. Auf dem durch die Fritz Thyssen Stiftung geförderten Treffen in der Schwabenakademie Irsee diskutierten rund 35 Interessierte 12 halbstündige Vorträge von HistorikerInnen und KulturwissenschaftlerInnen aus 5 Ländern.

1. Überblick und Einführung

In seinem einleitenden Überblick erörterte Mark Häberlein (Freiburg) die Tendenzen der neueren Forschung zum Themenfeld. Bis in die 1980er Jahre war die Kreditgeschichte einer Perspektive verpflichtet, die sich auf die Entwicklung von Institutionen wie Banken oder Börsen konzentrierte und diese als wichtige Faktoren der Modernisierung, insbesondere durch die Finanzierung der Industrialisierung sah. Diese lineare Erfolgsgeschichte wird jedoch zunehmend in Frage gestellt, da Industrielle und Finanzielle Revolution in keiner eindeutigen Kausalbeziehung stehen und die große Bedeutung von Geld- und Kreditbeziehungen in der vorindustriellen Welt immer deutlicher wird. Der lange propagierte Gegensatz einer dominierenden "moralischen Ökonomie", gegen die sich "der Markt" habe durchsetzen müssen, würde von einer komplementären Perspektive abgelöst. Anhand einiger neuerer Forschungsarbeiten, die Kreditbeziehungen als soziale Beziehungen untersuchen, wurde die Vielfalt möglicher Konstellationen deutlich, in denen das Verleihen von Geld stattfand. Während das Wachstum der Warenmärkte zunehmend intensivere Darlehensbeziehungen zur Folge hatte und "Kreditwürdigkeit" zum relevanten kulturellen Kapital auf allen Ebenen der Gesellschaft gehörte, entstand das Problem einer wachsenden Unübersichtlichkeit, die die Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit von Schuldnern erschwerte. Daher entwickelte sich zum Beispiel in Paris ein Netzwerk von Notaren, die den städtischen Kreditmarkt kontrollierten und weitläufige Kreditbeziehungen ermöglichten.
Diese historische Perspektive ergänzte Reinhard Johler (Tübingen) durch eine kulturwissenschaftliche und hob die Prägung von Kreditbeziehungen durch kulturelle Muster hervor. So müsse gefragt werden, welche Muster wann und wie notwendig seien, um zum Beispiel Vertrauen herzustellen. Die lokale Vielfalt solcher Muster wurde am Vergleich von drei Kreditmärkten in Westösterreich bzw. Südtirol deutlich. Obwohl diese Kreditmärkte, an deren Verrechnungstagen Hunderte von Menschen zusammentrafen, um persönlich ihre Kreditbeziehungen zu regeln, bis ins 20. Jahrhundert bestanden, sind sie auf der Ebene individueller Erinnerung weitgehend vergessen. Dennoch werden an diesen Terminen inzwischen - wirtschaftlich gesehen weitgehend irrelevante - touristische Märkte als Institut lokaler Identitätsstiftung inszeniert. Vor dem Hintergrund dieses kulturellen Bedeutungswandels konkreter Märkte wäre auch der Umgang mit Banken als sozialer und kultureller Lernprozess zu verstehen, der den routinierten Gebrauch dieser Institutionen erst ermöglicht habe.

2. Familien- und Geschlechterbeziehungen

Die Reihe der Fallstudien eröffnete Eve Rosenhaft (Liverpool) mit einem Referat zum Problem der "Familienversorgung auf dem Kapitalmarkt", in dem sie "Aufstieg und Niedergang der Witwenkassen als Schnittpunkt der Geschlechter- und Finanzgeschichte" untersuchte. Witwenkassen entstanden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im protestantischen Nordwestdeutschland, zum Beispiel in Bremen, Hamburg, Hannover und Oldenburg. Sie waren keine Reaktion auf eine Versorgungskrise, sondern sollten vor dem Hintergrund veränderter bürgerlicher Lebensvorstellungen ältere Formen der Witwenversorgung ablösen. Die Einführung der Kassen wurde mit vielfältigen Konstrukten weiblicher Bedürftigkeit begründet. Das Ziel war, Witwen und Kindern nach dem Tod des Mannes ein Einkommen zu gewährleisten, das einen standesgemäßen Lebenswandel ermöglichte, zumal dieser Lohnarbeit für Frauen ausschloss. Für Männer war mit einer angemessenen Vorsorge ein Gewinn an Ehre verbunden. Die Witwenkassen erfreuten sich großer Beliebtheit; ihre Policen waren zeitweilig regelrechte Modeartikel. Stagnierende Einzahlungen und versicherungsmathematisches Unvermögen - die Rentenzahlungen überstiegen die Einnahmen - führten bei einigen Kassen zu Finanzkrisen und Restrukturierungen.
Die Frage, wie Geldwerte zustande kamen, verfolgte Margareth Lanzinger (Wien) in ihrem Beitrag "Unterm Strich gleich Null. Materielles und immaterielles Geld im Kontext von Vermögenstransfers" anhand des im heutigen Südtirol gelegenen Marktes Innichen im 18. Jahrhundert. Ausgehend von dem Befund, dass in den zivilgerichtlichen Aufzeichnungen zu Vermögensübertragungen im Umfeld von Eheschließungen Aktiva und Verbindlichkeiten in exakt ausgeglichenen Geldbeträgen aufgeführt wurden, stellte sich die Frage, wie diese ausgewogenen Bewertungen zustande kamen. Am Beispiel der Vermögensaufstellung eines Heirats- und Überlassungskontrakts wurden unterschiedliche Strategien der Preisbildung erläutert. Die in Geldbeträgen ausgedrückten Titel sind in ihren praktischen Konsequenzen höchst unterschiedlich zu bewerten: Zum Beispiel wurden Erbteile anstelle einer Barauszahlung häufig zinsbringend angelegt und Kredite nicht abgelöst, sondern nur die Zinsen bezahlt. Witwen lebten bei Kost und Logis mit dem erbenden Sohn oder der erbenden Tochter von den Zinsen ihres Heiratsgutes. Auf diese Weise lassen sich differenzierte Strategien zum Erhalt von Kapitalien als Familienvermögen identifizieren.

3. Marktbeziehungen

"Savoyischen Handel zwischen Subsistenz, Markt und Obrigkeit" analysierte Martin Zürn (Meersburg) am Beispiel des Kaufmanns Pierre Marquerat. Gestützt auf umfassende quantitative Daten aus einem Geschäftsbuch zeigte er dessen vielfältige Sozial- und Geschäftsbeziehungen auf. Aus Arâches im Arvetal in Savoyen stammend, hatte sich Marquerat im schwäbischen Immenstadt niedergelassen und trieb Handel zwischen Genf und Augsburg mit einem Schwerpunkt am Hochrhein. Seine Geschäftsbeziehungen waren in Frequenz wie Volumen stark von sozialen Faktoren bestimmt. Zahlreiche Verwandte wurden im Geschäftsbuch aufgeführt: so war die ebenfalls aus dem Arvetal stammende und verwandte Familie Ducrue in Augsburg der wichtigste unter Marquerats savoyischen Geschäftspartnern in Deutschland. Darüber hinaus gingen große Einzeltransaktionen nach Savoyen. Der kleine Residenzort Immenstadt erwies sich aufgrund der Herrschaftsverhältnisse als günstiger Wohnort, bot aber wenige Geschäftsmöglichkeiten. Friedrich-Wilhelm Hemann (Dülmen) verfolgte die Frage: "Wie kam die Butter nach Dülmen?" Obwohl die im südwestlichen Münsterland gelegene Kleinstadt oft als Ackerbürgerstadt bezeichnet wird, musste sie am Beginn der Neuzeit in größerem Umfang Butter importieren. Die Gründe waren vielfältig: Etliche Bürger bewirtschafteten lediglich Gärten und hatten kaum Möglichkeiten zur Viehhaltung. Die vorhandenen Weiden waren von schlechter Qualität, und die Kühe lieferten nur sehr geringe Mengen Milch. In den Niederlanden dagegen wurden durch bessere Produktionsbedingungen größere Überschüsse an Milch erzielt und zu Butter verarbeitet. Über die engen Handelsbeziehungen, die das westliche Münsterland seit dem Mittelalter mit niederländischen Städten unterhielt, konnte auch Butter eingekauft werden. Die Zahl der Höcker, die im späten 16. Jahrhundert in Dülmen mit Butter handelten, variierte, die eingeführten Mengen entsprachen einem Verbrauch von etwa 10 kg pro Einwohner und Jahr. Erst die militärischen Auseinandersetzungen in den 1620er Jahren führten zu einem deutlichen Rückgang der Einfuhren.
Unter dem Gesichtspunkt einer "Marktkultur in der Frühen Neuzeit" untersuchte Michaela Fenske (Göttingen) "Wirtschaftliche Transaktionen, soziale Interaktionen und ‚Rituale' auf Hildesheimer Jahr- und Viehmärkten". Unter ‚Marktkultur' verstand die Referentin die Auseinandersetzung der Akteure mit dem Markt als sozialem Umfeld. Mikro- und Makroebene werden durch ethnographische Beschreibungen miteinander verschränkt. Das Geschehen auf den Viehmärkten hielten die städtischen Marktrichter in Protokollen fest. Wesentliches Problem des Handels war das hohe Qualitätsrisiko der Ware Vieh, verbunden mit der Knappheit an Bargeld und der relativen Anonymität der Marktteilnehmer. Kaufkontrakte waren komplexe individuelle Absprachen, und die Geschäftsvorgänge wurden von ritualisierten Handlungsmustern begleitet. Rechtsschutz bestand insofern, als Umtauschrechte vereinbart werden konnten. Für Zahlungen kamen verschiedene Praktiken in Frage, die als Bestandteil einer Kultur des Risikoausgleichs verstanden werden können. Barzahlungen waren auch in Raten bis zum Ende des Marktes möglich. Kredite brachten das Problem der Ablösung mit sich und kamen deshalb nur für Käufer aus dem näheren Umkreis in Frage.

4. Geld, Kredit und Markt im Mittelalter

In seinem Überblick zum "Kreditwesen in deutschen Städten des Spätmittelalters" konzentrierte sich Bernd Fuhrmann (Siegen) anhand zahlreicher Beispiele auf Leib- und Ewigrenten. In oberdeutschen Städten des 15. Jahrhunderts kam es bei hochverzinsten Leibrenten zum Problem mangelnder Effizienz bei jüngeren Rentenkäufern, weshalb das Mindestalter bei Erwerb auf 40 bis 60 Jahre angehoben wurde. Während der Anteil der Leibrenten langfristig zurückging, führten Städte zunehmend wiederverkäufliche Ewigrenten als Mittel der kommunalen Kreditaufnahme ein. Die Politik der Geldleihe war in den einzelnen Städten sehr unterschiedlich. Wichtige Faktoren waren kostenverursachende Konflikte wie Kriege und Fehden sowie das Steueraufkommen. Anleihen bei außerstädtischen Kreditoren ließen geringere Rücksichtnahmen auf die Belange der leihenden Städte erwarten, die diese Möglichkeit im Interesse ihrer Unabhängigkeit vor allem bei kurzfristigem Kapitalbedarf nutzten. Andererseits schafften sich vermögende Kreise in manchen Städten durch Kommunalanleihen einen komfortablen Anlagemarkt, zum Teil mit bankähnlichen Funktionen. Kredite wurden für die Städte zunehmend zur üblichen Form der Geldakquisition, vorausgesetzt die Kreditwürdigkeit konnte aufrecht erhalten werden. Andernfalls drohte nachhaltige wirtschaftliche Stagnation.
Mit dem "Mittelalterlichen Geld-, Kredit- und Marktverkehr zwischen kirchlicher Ideologie und wirtschaftlicher Lebenswelt" befasste sich Michael Rothmann (Köln). Er ging von dem Befund aus, Einkommen durch Kapitalertrag würde gegenwärtig als erstrebenswert angesehen, während die Kritik an dieser Einkommensform weitgehend verstummt sei. Da dies den Abschluss einer langen Entwicklung markiere, sei nach deren Anfängen zu fragen, nämlich nach der Bedeutung der Kirche als moralischer Instanz in der Marktwirtschaft des Mittelalters. Nach einer Übersicht zu Diskursen über Zinsbegrenzung und Zinsverbot in der Antike sowie im Mittelalter folgten exemplarische Vergleiche mit der ‚wirtschaftlichen Lebenswelt'. Kirchenleute erhoben durchaus ‚wucherische' Zinsforderungen, ebenso finden sich vielfältige Versuche, das Zinsnehmen zu legitimieren, die bis hin zu Manipulationen in einschlägigen Texten reichten. Wucherischen Zins von Heiden zu nehmen, erschien vertretbar, wenn es diesen schadete. In den Kreuzzügen wurden christliche Mission und materielle Gewinnversprechen verbunden. Insgesamt hätten die Moraltheologen bis in die Reformationszeit hinein der ökonomischen Entwicklung hinterhergeschrieben. Die wirtschaftliche Praxis des Mittelalters war hingegen zunehmend von Marktbeziehungen geprägt.

5. Staat und Kreditmarkt in der Frühen Neuzeit

Die Beziehungen zwischen "Geld, öffentlichem Kredit und der Beschaffung von Kriegsgeldern" verfolgte Marjolein 't Hart (Amsterdam) am Beispiel des Steuereinnehmers Johannes Ujttenbogaert in Amsterdam. Wegen des Krieges gegen Spanien hatten die Niederlande einen hohen Kapitalbedarf, der zu einem erheblichen Wachstum der Staatsverschuldung während des 17. Jahrhunderts führte. Auf der Basis gesicherter Steuereinnahmen konnte eine fundierte Staatsschuld durch den Verkauf von Renten und Obligationen aufgebaut werden. Den Verkauf führten Steuereinnehmer wie Ujttenbogaert durch, an dessen Beispiel sich auch zeigen lässt, dass sich die Inhaber des Amtes aus einem durch Verwandtschaft bzw. Nachbarschaft eng verknüpften Personenkreis rekrutierten. Er war mit den mächtigsten Familien Amsterdams verbunden und führte einen entsprechenden Lebensstil. Die von ihm ausgegebenen Verschreibungen dienten breiten Bevölkerungskreisen als Kapitalanlage. Bei den Großanlegern fallen personale Verflechtungen mit den Verkäufern auf, unter denen die religiöse Gruppe der Remonstranten sowie Künstler und Wissenschaftler prominent vertreten waren. Die große Wirtschaftskraft der Niederlande und die erfolgreiche Mobilisierung breiter Bevölkerungskreise zur Kapitalanlage beim Staat führten zu einer vergleichsweise stabilen Staatsfinanzierung, die zum militärischen Erfolg der Niederlande wesentlich beitrug.
Anhand der Begriffe "Kapitalexport, Kreditmarkt und Klientelismus" beschrieb Stefan Altorfer (Bern/London) "das Auftreten des Bernischen Staats und seines Patriziats auf dem Kapitalmarkt im 18. Jahrhundert". Aufgrund innerer und äußerer politischer Stabilität und geschickter Militärorganisation konnte der Bernische Staat wesentliche Kosten sparen und Budgetdefizite vermeiden. Die Bürger profitierten von einer geringen Steuerlast. Aus dieser komfortablen Finanzlage resultierte sowohl der Berner Staatsschatz als auch anlagefähiges Kapital. Wegen unzureichender Möglichkeiten im Inland wurde begonnen, Kapital im Ausland anzulegen. Nachdem der Bernische Staat sein Kapital zwar rechtzeitig aus der fallierenden Londoner South Sea Company gezogen hatte, aber durch den nachfolgenden Bankrott der vermittelnden Bank trotzdem Verluste erlitt, verzichtete er auf Intermediäre und setzte eigene Vertreter im Ausland ein. 1798 bestand das Vermögen des Bernischen Staates zu zwei Dritteln aus Auslandsanleihen. Der Bernische Kreditmarkt selbst war stark auf die Interessen des Patriziats ausgerichtet und nicht preisgeleitet, sondern informell durch Klientelbeziehungen organisiert und damit nach sozialen Kriterien gesteuert.
Abschließend präsentierte Dana Štefanová (Wien) erste Ergebnisse eines Forschungsprojektes über "Die Schwarzenberg Bank 1787-1830. Ein Unternehmen der Aufklärung?". Die Gründung der Bank resultierte aus veränderten ökonomischen Interessen des böhmischen Adels nach der Aufhebung der Leibeigenschaft. Die Bank erhielt als eine der ersten mitteleuropäischen Aktienbanken 1787 ein kaiserliches Privileg. Die genaue Dauer der Geschäftstätigkeit ist noch nicht bekannt, reichte aber bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Agenten versuchten, ausländisches Kapital einzuwerben. Die Geschäftsbereiche waren vielfältig: Finanzierung von Großhandel mit Seide und Baumwolle sowie von Gewerbebetrieben, Wechselgeschäfte, Obligationshandel, Kleinanlagen und Kurzzeitsparkonten. Die Bank musste auf die sozialen und kulturellen Gegebenheiten im Habsburgischen Reich Rücksicht nehmen: so führte die regional unterschiedliche Kapitalkraft von Adeligen zu verschiedenen Obligationsmodellen, oder es entstanden Differenzen zwischen der Wiener Zentrale und Triester Mitarbeitern über die Angemessenheit von - erfolgreichen - Spekulationen. Die Geschäftstätigkeit konzentrierte sich auf Böhmen und Ungarn, während der Balkanraum weniger bedeutsam war.
Die Mehrzahl der Beiträge zeigte, dass Markt- und Geldbeziehungen keine abstrakten wirtschaftlichen Größen waren, sondern aus konkreten, vernetzten sozialen Interaktionen hervorgingen und je nach den Umständen sehr unterschiedliche Qualität haben konnten. Um sich nicht auf letztlich nur begrenzt aussagefähige Einzelfallgeschichten beschränken zu müssen, sind breitere Rekonstruktionen sozialer Netzwerke, die Märkte hervorbrachten, notwendig. Dem damit verbundenen Aufwand sowie der Komplexität dieser Vorgehensweise wird eine auf kurzfristige Finanzierungen und Terminierungen ausgerichtete Forschungslandschaft und -förderung jedoch nicht gerecht.
Für die kommende 4. Tagung des Arbeitskreises vom 2. bis 4. April 2004 wurde das Themenfeld "Handel" vereinbart. Ein Call for Papers wird im Frühsommer über H-SOZ-U-KULT veröffentlicht werden.

Kontakt

Prof. Dr. Mark Häberlein
Christof Jeggle M.A.
Historisches Seminar der Universität Freiburg
KG IV, Werthmannplatz
D-79085 Freiburg
Mark.Haeberlein@geschichte.uni-freiburg.de
c.jeggle@web.de

Zitation
Tagungsbericht: Geld, Kredit und Markt in vorindustriellen Gesellschaften. 3. Tagung des Irseer Arbeitskreises für vorindustrielle Wirtschafts- und Sozialgeschichte, 21.03.2003 – 23.03.2003 Irsee, in: H-Soz-Kult, 12.04.2003, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-208>.
Redaktion
Veröffentlicht am
12.04.2003