Families, construction of foreignness and migration in 20th century western europe

Ort
Leuven
Veranstalter
Leen Beyers, Modernity and Society 1800-2000, Katholieke Universiteit Leuven; Machteld Venken Modernity and Society 1800-2000, Katholieke Universiteit Leuven
Datum
15.05.2008 - 16.05.2008
Von
Heike Drotbohm, Institut für Völkerkunde, Universität Freiburg

Seit einiger Zeit befassen sich Historiker, die über Migrationen arbeiten, nicht allein mit Migrationstypen und –verläufen im Hinblick auf ihre geschichtlichen Unterschiede, sondern auch mit der zeitlichen Spezifik von Migrationspolitiken und –erfahrungen. Dabei nicht allein ethnische Gruppen und Aufnahmestaaten als forschungsleitende Kategorie zu untersuchen, sondern die Familie, als alternatives oder überlappendes Gefüge, ist eine Neuerung.

In den vergangenen Jahren wurde deutlich, dass das Konzept der Familie im Migrationsprozess eine zentrale Stellung einnimmt. Die Familie verkörpert häufig Migrationsmotiv und –ziel gleichzeitig, da Migranten eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die in der Heimat zurück bleibenden Angehörigen oder für die mitreisenden, oft jüngeren Generationen anstreben. Gleichzeitig sind Familiennetzwerke das soziale Gefüge, an dem sich viele Migranten in der Destinationswahl ausrichten und das sie nutzen, um ihr Leben in der neuen Heimat zu gestalten. Darüber hinaus stellt die Familienstruktur angesichts immer restriktiver werdender Einwanderungsbestimmen für viel Migranten die wichtigste oder die einzige Grundlage für eine mögliche legale Einreise in einen zumeist westlichen Staat dar. Staatliche Migrationspolitiken nehmen Bezug auf das Konzept der Familie und fördern in der Regel die Zusammenführung von Familienmitgliedern, die sich in unterschiedlichen Nationalstaaten aufhalten. Migranten und Politikgestalter können allerdings unterschiedliche Ansichten darüber haben, was eine Familie ist, wer zu einer solchen zu zählen ist bzw. welchem Ideal diese zu entsprechen hat.

Es stellt sich daher die Frage, welchen Wandel das Konzept der Familie, das in der Migration eine so zentrale Stellung einnimmt, durch die immer bedeutender werdenden staatlichen Regulationspraxen erfahren hat. Welche Rolle spielt die Vorstellung über die Migrantenfamilie in den öffentlichen Debatten um Inklusion und Exklusion? Inwieweit determinieren Einwanderungsgesetzgebungen nicht westliche Auffassungen zur Familie? Welche sozialen Handlungsfelder lassen sich zwischen alter und neuer Heimat ausmachen, um staatliche Strukturen zu nutzen oder zu umgehen? Inwieweit sind diese Erfahrungen, aber auch die staatlichen Politiken, geschlechtlich determiniert? Wie sehen dies die Migranten selbst und in welcher Hinsicht lassen sich frühere und gegenwärtige Deutungsweisen einfangen oder gar vergleichen?

Am 15. und 16. Mai 2008 fand im Belgischen Leuven eine vom Department of History, Modernity and Society 1800-2000 (MoSa) der Universität Leuven organisierte Tagung mit dem Titel „Families, Constructions of Foreignness and Migration“ statt, die diese Fragen ins Zentrum stellte und Historiker, aber auch Ethnologen, Soziologen und Juristen zu einem konstruktiven Austausch einlud.

Die beiden Eingangspräsentationen von MARY CHAMBERLAIN und MARLOU SCHROVER spannten das breite Feld auf, mit dem sich die Tagung in den beiden folgenden Tagungen befassen sollte, indem sie zwei bedeutende konzeptionelle Pole einführten: Chamberlain verdeutlichte als Expertin für die Geschichte der Karibik, dass in dieser Region das Konzept der Familie seit jeher von Migrationen bestimmt war und zeigt dann am Beispiel von karibischen Migranten in England, dass ein erweitertes und inklusives Famlienkonzept sowie ritualisiertes Erinnern bedeutende Elemente in der Gestaltung transnationalen Familienlebens darstellen. Schrover reflektierte dagegen die Perspektive der aufnehmenden Staaten und beschreibt, wie weibliche Migranten in den Niederlanden ab 1945 mehr und mehr als vulnerable und schützenswerte Gruppen (re-)präsentiert wurden. Auf der Basis einer Mediendiskursanalyse zeigt Schrover, dass diese Ausrichtung der medialen Aufmerksamkeit auf Weiblichkeit und Vulnerabilität diesen Frauen zwar in vielen Fällen zu einem besseren Aufenthaltstatus verhalf, gleichzeitig aber dazu beitrug, die Herkunftsländer als rückständig und sie selbst als fremd erscheinen zu lassen.

Auch das anschließende Panel befasste sich mit der im Rahmen von Migrationsbestimmungen erfolgenden Konstruktion von Fremdheit. JOHANNA LEINONEN stellte in Bezug auf amerikanische mit Finnen verheiratete Migranten in Finnland einen doppelten Standard finnischer Migrationsdiskurse fest. Auf der einen Seite wird Einwanderung als bedrohliche und zu kontrollierende Einflusssphäre wahrgenommen, auf der anderen Seite werden nicht-sichtbare Migranten, wie Amerikaner, Teil eines Diskurses der Internationalisierung, der dem Land zu Innovationen und neuen Perspektiven verhelfen soll. FLAVIA CUMOLI zeigt am Beispiel von Wohnungsbaupolitiken an unterschiedlichen Orten Italiens, wie Wohnungsgrößen und –zuschnitte in den 1950er Jahren die öffentliche Wahrnehmung einer idealtypischen Familie reflektierte und die nukleare Migrantenfamilie innerhalb Italiens verbreitete.

Im anschließenden Panel standen familiäre Strategien und Erfahrungen von Migranten im Vordergrund. HEIKE DROTBOHM erläuterte am Beispiel eines historisch-ethnographischen Überblicks über den Zusammenhalt transnationaler Familien in Kap Verde und Portugal Konventionen gegenseitiger Unterstützung, aber auch Konflikte und Bruchstellen. Diese führte sie auf die Definitionsmacht der Einwanderungsstaaten zurück, familiäre Zugehörigkeiten zu definieren und damit den Zusammenhalt von Familienmitgliedern, die unterschiedliche Staatsangehörigkeiten besitzen, zu fragmentieren oder zu zersetzen. ASUNCION FLOT-FRESNOZA sprach über transnationale philippinische Mutterschaft im Zusammenhang mit der Feminisierung von Migrationen und zeigte, dass rigide Migrationsregimes es diesen Müttern mitunter erschweren, dem Bild einer guten und sorgenden Mutter zu entsprechen und ihren Pflichten nachzukommen. Anschließend präsentierte KONSTANTINOS MANTZOS einige Beispiele für transnationale Familienbeziehungen im Grenzraum zwischen Griechenland und Albanien. Hier nutzen Menschen die Grenze, um Familie zu leben, beispielsweise über binationale Ehen, oder um jenseits der Grenze eine zweite Familie zu gründen. Dieses Beispiel plädierte dafür, Familie nicht als homogene Einheit zu sehen, sondern die Motive und Spielräume der unterschiedlichen Geschlechter und Generationen einzubeziehen, die durchaus widersprüchlich sein können. In allen drei Präsentationen erschienen Staat und Familie nicht so sehr als unversöhnliche Pole, sondern als komplementäres System, das seitens der Migranten als Aktions- und Erfahrungsraum genutzt wird.

Im nächsten Block standen die Folgen von Migrationen für Kinder im Mittelpunkt. VERA HAJTO befasste sich mit einem humanitären Austauschprojekt zwischen Belgien und Ungarn. In den 1950er Jahren wurden Kinder aus armen ungarischen Familien für einige Monate nach Belgien gesandt, wo sie sich von den damals strapaziösen Lebensbedingungen in Ungarn erholen sollten. Hajto fokussierte in ihrer Arbeit die besondere Situation jener Kinder, die nicht zurück gingen, sondern aus mehr oder weniger eindeutigen Gründen für immer in Belgien blieben. Rückblickend verurteilte die Mehrheit dieser ungarischen Migranten ihre unfreiwillige Integration in belgische Familien und die unbestimmten Bedingungen ihres Aufenthaltes. Bei IDESBALD GODDEERIS ging es um die gesellschaftliche Wahrnehmung von polnischen Migrantenkindern in Belgien und ihre (scheinbaren) Delinquenz. Auf der Basis empirischen Materials verwies Goddeeris auf die Heterogenität dieser Migrantengruppe und auf deren Integrationserfolge, die von der Mehrheitsgesellschaft übersehen werden. In den Kommentaren wurde u.a. auf das Fehlen der Kinder und Jugendlichen in der historischen Migrationsforschung hingewiesen, obwohl diese, als Metapher der Zukunft und als Motiv der Migration, häufig als Projektionsfläche für Migrationen dienen.

Der zweite Tagungstag begann erneut mit einem auf die Strategien und Erfahrungen von Migranten ausgerichteten Panel. LOUISE RYAN machte den Auftakt, indem sie eine vergleichende Studie über unterschiedliche Migrantengruppen vorstellte. Irische Krankenschwestern, die in den 1950ern nach England gekommen waren und polnische Migranten, die erst seit Kurzem in England leben, weisen Ryan zufolge interessante Parallelen und Übereinstimmungen auf, die dazu einladen, mehr zwischen historischen und sozialwissenschaftlichen Analysen zu kombinieren und Migrationsverläufe gleichermaßen zeitlich und räumlich zu erforschen. ELISABETH STRASSER präsentierte eine mit weiteren Kollegen durchgeführte Studie über die unterschiedlichen normativen Familiendefinitionen, wie sie von den einzelnen EU-Staaten vorgenommen werden und verglich sie mit den idealtypischen Familienvorstellungen der Migranten selbst und den daraus erwachsenen Auswirkungen auf migrantische Alltagswelten. Obwohl sich in den vergangenen Jahren seitens der Politik um eine höhere Geschlechtergerechtigkeit bemüht wurde, zeigt die Studie, dass die Fokussierung der Politiken auf das Konzept der Familie nach wie vor deutlich unterschiedliche Folgen und Spielräume für Männer und Frauen beinhalten. CHRISTIANE TIMMERMANN forschte über arrangierte Ehen von türkischen Migranten in Belgien. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Heiratsmigrationen den in der Türkei vorhandenen Vorstellungen und Praxen der Eheschließung keineswegs widersprechen, allerdings verändern sich migrationsbedingt die Inhalte und die Bedeutung der Heiratsrituale, der zeitliche Rahmen und manchmal auch die Wohnfolgeregelung. In allen drei Präsentationen trat Geschlechtlichkeit, insbesondere die unterschiedliche Interessenlage von Männern und Frauen, als familienimmanente Kategorie stärker als bei den anderen Vorträgen in Erscheinung.

Das anschließende Panel fokussierte die öffentliche Wahrnehmung der Familie innerhalb der Migrantengemeinschaften. FABIENNE LENTZ wandte eine generationenspezifische Perspektive an, um den unterschiedlichen Umgang mit Familiengeschichte und mit Konstruktionen von Zugehörigkeiten, wie sie von italienischen Einwanderern in Luxemburg im Laufe der Zeit gestaltet wurden, zu verstehen. MACHTELD VENKEN dagegen veranschaulichte am Beispiel von so genannten Ostarbeiterinnen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Belgien einwanderten, die besondere Rolle verkörperlichter Erinnerung. Insbesondere bei traumatisierten Migranten, die weniger über die Sprache als über andere Alltagshandlungen, wie die Erziehung der eigenen Kinder, Vergegenwärtigung und Vergessen erleben, stellt dies die Forschung vor neue Herausforderungen und Venken plädierte für einen offenen Umgang mit der Stille im forschungszentrierten Interview. Bei beiden Präsentationen konzentrierte sich die anschließende Diskussion um die Frage der Validität einer rückblickenden Interpretation biographischer Aussagen, was auch schon bei voraus gegangenen Papern der Fall war.

Das letzte Panel befasste sich mit der Dynamik zwischen Einwanderungspolitiken und der Konstruktion von Fremdheit in den Aufnahmestaaten. Zunächst sprach AMÍN PÉREZ über die Perspektiven der 2. Einwanderungsgeneration der Maghrebiens in Frankreich und mit deren Ethnisierung und Illegitimierung im öffentlichen Diskurs. Im Vortrag von KRISTEN STROMBERG CHILDERS stand die Familienpolitik Frankreichs in Bezug auf die in den Übersee-Departements, in Martinique und Guadeloupe lebenden Staatsangehören im Vordergrund. Indem sie auf die Aufrechterhaltung der Differenz gegenüber den Antillanern einging, die sich deutlich im Französischen Familienrecht artikulierte, illustrierte Stromberg Childers die Schwächen und die Grenzen einer integrativen postkolonialen Nachkriegspolitik Frankreichs. Zuletzt sprach die (leider einzige) Rechtswissenschaftlerin SARAH VAN WALSUM über die normativen Veränderungen, die sich im Holland der Nachkriegszeit im Familienrecht ergeben hatten und bringt diese mit den gesellschaftlichen Ansichten über Geschlechtlichkeit, Staatsbürgerschaft und dem Konzept der Nation zusammen. Die Verbindung zwischen Rechtswissenschaften, Geschichte und Ethnologie wäre auch bei anderen Fallstudien gewinnbringend gewesen, da häufig der rechtliche Rahmen eine entscheidende Grundlage für die Gestaltung von Familienbeziehungen darstellt und daher die historischen Veränderungen dessen einbezogen werden sollten. Grundsätzlich wäre ein stärkerer Rechtsbezug in der Migrationsforschung sicherlich wünschenswert bzw. notwendig.

LEO LUCASSEN, der die Tagung als teilnehmender Beobachter begleitet hatte, forderte in seinen abschließenden Anmerkungen, in der historischen Migrationsforschung noch mehr über die unterschiedlichen Migrationstypen zu arbeiten. Ihm sei insbesondere daran gelegen, mehr über die überlappenden Kategorien von freiwilligen und erzwungenen Migrationen, Arbeitsmigrationen, Kettenmigrationen, etc. zu erfahren. Des weiteren störte er sich an der Neigung der Tagung, die staatlichen Strukturen tendenziell als problematisch oder gar bedrohlich zu klassifizieren und die Familie, als eine dem Staat entgegen gestellte Struktur, als den Raum, in dem agency und Selbstbestimmung artikuliert werden könne. Er forderte dazu auf, auch jenseits der Familie nach alternativen sozialen Netzwerken zu suchen. Die Familie sei keinesfalls immer human, sondern könne soziale Ungleichheiten und ausbeuterische Beziehungsstrukturen auch in der Migration fortführen bzw. dort erst errichten. Auch JAN KOK hatte die Tagung begleitet und formulierte ein Schlusswort. Seiner Ansicht nach habe die Tagung zahlreiche neue Erkenntnisse über die Auswirkungen staatlicher Politiken auf das Leben von Migranten und deren Familien gebracht, weniger aber über die Auswirkungen von Migration auf staatliche Rahmenbedingungen. Er wünsche sich außerdem noch mehr Arbeiten über den migrationsbedingten Wandel von Familienkonzepten und auch über die Rückwirkungen von familienbasierter Migration auf die Heimatgesellschaften.

Insgesamt zeichnete sich die Tagung, die von Leen Beyers und Machteld Venken, beide vom Department of History, Modernity and Society 1800-2000 (MoSa) der Leuven University, organisiert wurde, durch ein hohes Maß an inhaltlicher Fokussierung aus und profitierte insbesondere von der vernünftigen Zeitplanung, die nicht nur den Diskussionen, sondern insbesondere den ausführlichen Hinweisen der Kommentatoren der einzelnen Beiträge ausreichend Raum ließ. Eine derartig enge Eingrenzung der Fragestellung mit gleichzeitig interdisziplinärer Ausrichtung bietet meiner Ansicht nach eine besonders gewinnbringende und anregende Diskussionsgrundlage.

Die inhaltliche Orientierung, familiäre Migration zu historisieren, hat sich in jedem Fall als eine große Bereicherung erwiesen, da Einwanderung und Familienkonzeptionen mehr und mehr zusammen gedacht werden müssen. Während dieser stark von Historikern frequentierten Tagung standen alternative, nicht westliche Vorstellungen über ‚die Familie’ noch etwas abseits und es wäre wünschenswert, wenn bei zukünftigen vergleichbaren Veranstaltungen noch mehr auf den Wandel fremder bzw. einreisender Familienvorstellungen eingegangen werden könnte. Auch die Überlappung von kooperierenden und gleichzeitig konkurrierenden Familienmodellen zwischen Heimat- und Aufnahmeland könnte man noch aufgreifen, da sich viele Migranten der Unterschiedlichkeit der Normsysteme bewusst sind und diese daher flexibel leben. In dieser Hinsicht wären mehr vergleichende Studien über Normen und Werte in der alten und in der neuen Heimat interessant.

Eine Auswahl der während der Konferenz präsentierten Beiträge wird zeitnah in der Zeitschrift „History of the Family. An International Quaterly“ veröffentlicht.

Konferenzübersicht:

Session 1: Concepts and challenges
Chair: Idesbald Goddeeris, Commentator: Kristen Stromberg Childers

Mary Chamberlain (History, Oxford Brookes University): 'Migration and
families. History and memory'

Marlou Schrover (History, Leiden UniversiteitUniversity): 'Vulnerability and constructions of family and gender'

Session 2: Constructions of foreignness and family migration politics
Chair: Idesbald Goddeeris, Commentator: Frank Caestecker

Johanna Leinonen (History, University of Minnesotta): 'Marriage, migration, and the nation-state: Twentieth century Finns and Americans in Finland and the U.S'

Flavia Cumoli (Histoire contemporaine, Université Libre de Bruxelles; Università di Bologna): 'Migration, housing policies of the welfare state and 'the nuclear family' in Italy and Belgium in the 1950s'

Session 3: Family strategies and experiences of migrants I
Chair: Marlou Schrover, Commentator: Mary Chamberlain

Heike Drotbohm (Social and Cultural Anthropology, Freiburg University of Freiburg): How to maintain long-distance proximities? Negotiating reciprocity, inequality and disconnection in transnational Capeverdean families

Asuncion Fresnoza-Flot (Unité de Recherche Migration et Société, URMIS, Université Paris 7 Denis Diderot): 'Reinforcing motherhood through migration. Family in the perspective of Filipino migrant mothers in France'

Konstantinos Mantzos (University of Ioannina, GriechenlandGreece) and Athina Peglidou (University of Thessaly, Griechenland): 'Families and lines. Family-related migration at the Greek-Albanian Border'

Session 4: Children and migration
Chair: Louis Vos, Commentator: Heike Drotbohm

Vera Hajto (MoSa, Katholieke Universiteit Leuven University): 'De hongaartjes. Experiences of Hungarian children living with Belgian foster families in the interwar period'

Idesbald Goddeeris (MoSa, Leuven UniversityKatholieke Universiteit Leuven): 'Divided families? The children of Polish domestic workers in Belgium'

Session 5: Family strategies and experiences of migrants II
Chair: Machteld Venken, Commentator: Marlou Schrover

Louise Ryan (Policy Research Centre, Middlesex University): 'Work,
family, agency: Irish and Polish women in Britain in the post-war period'

Elisabeth Strasser (ICMPD, International Centre for Migration Policy
Development, ViennaWenen): 'Doing family. Responses to the constructions of 'the migrant family' across Europe'

Chris Timmerman (Centrum voor Migratie en Interculturele Studies,
Universiteit Antwerpen University): 'Continuity and change in the economic and marriage migration from Emirdag (Turkey) to Belgium'

Session 6: Public and private representations of family among migrants
and their descendants
Chair: Leen Beyers, Commentator: Louise Ryan

Fabienne Lentz (Laboratoires d'Histoire, Université du Luxembourg):
'Private memory, family and gender versus the myth of the exemplary
integration of Italians in Luxemburg'

Machteld Venken (MoSa, Katholieke Universiteit Leuven University): 'Families and silences: Ostarbeiterinnen in Belgium'

Session 7: (Post)colonial foreignness and migration politics
Chair: Louis Vos, Commentator: Chris Timmerman

Amin Perez (Ecole Normale Supérieure et Ecole des Hautes Etudes en
Sciences Sociales, Paris): 'The 'state thinking', the media and the making of a 'second generation' citizenship in France (1970-1990)'

Kristen Stromberg Childers (History, University of Pennsylvania):
'Departmentalization, migration, and the politics of the family in the
post-war French Caribbean'

Sarah Van Walsum (Rechten, Vrije UniversiteitFree University of Amsterdam): 'Sex and the regulation of belonging. Dutch family migration policies in the context of changing family norms'

Concluding discussion
Chairs: Leen Beyers, Machteld Venken, Discussants
Leo Lucassen (History, Leiden UniversiteitUniversity), Jan Kok (International Institute of Social History, Amsterdam)

Zitation
Tagungsbericht: Families, construction of foreignness and migration in 20th century western europe, 15.05.2008 – 16.05.2008 Leuven, in: H-Soz-Kult, 20.06.2008, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2137>.