Das 61. Baltische Historikertreffen 2008

Ort
Göttingen
Veranstalter
Baltische Historische Kommission, Hamburg
Datum
02.05.2008 - 03.05.2008
Von
Alfred Ritscher, Mitglied der Baltischen Historischen Kommission

Traditionell richtet die Baltische Historische Kommission in Göttingen ihre Historikertreffen aus, bei denen zum einen jüngere Wissenschaftler ihre Projekte präsentieren können, zum anderen ein ausgewähltes Thema der baltischen Geschichte behandelt wird. Auf diese Weise kommt die Kommission, die sich als eine wissenschaftliche Gesellschaft versteht, einer ihrer wesentlichen Aufgaben nach, nämlich mittels Tagungen Forschungsergebnisse zur Geschichte dieser Region einer interessierten Öffentlichkeit nahezubringen. So wies auch das 61. Baltische Historikertreffen 2008 unter Leitung des Kommissionsvorsitzenden, dem Berliner Mittelalterhistoriker Matthias Thumser, eine deutliche Zweiteilung auf, indem es sich in eine allgemeine Sektion mit „Neuen Forschungen zur baltischen Geschichte“ und eine spezielle Sektion, dem eigentlichen Tagungsthema „Mittelalterliche Historiographie in Livland“, untergliederte.

Die allgemeine Sektion wurde von SVEN JÜNGERKES (Konstanz) eröffnet, der Struktur und Organisationsformen einer zivilen Besatzungsverwaltung anhand der Dienststelle des Generalkommissars in Riga (1941-1944) vorstellte. Die Zivilverwaltung löste 1941 die bis dahin im Baltikum und Teilen Weißrusslands herrschende Verwaltung der Wehrmacht ab. An der Spitze der Zivilverwaltung stand das ‚Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete‘. Die eroberten Gebiete waren in Reichskommissariate zusammengefasst, die in Generalbezirke mit jeweils einem Generalkommissar unterteilt waren. Die Behörde des Generalkommissars in Riga lässt sich nach neueren organisationssoziologischen Konzepten als formale Organisation beschreiben, die sich intern über selbstreferentielle Entscheidungen reproduzierte und ohne direkten Kontakt zur Umwelt agierte. Es fiel der Zivilverwaltung schwer, sich gegen konkurrierende Organisationen (SS, Polizei, Wehrmacht usw.) durchzusetzen. Der Zivilverwaltung gelang es weder vereinheitlichende Symbolsysteme wie Uniformen und Rangabzeichen zu nutzen noch die unterschiedlichen Rechtsverhältnisse der Mitarbeiter zu vereinheitlichen, so dass es an Sanktionsinstrumenten bei Fehlverhalten mangelte.

Anders ausgerichtet war der Beitrag von TIINA KALA (Tallinn), die die Rolle Friedrich Georg Bunges, der als einer der bedeutendsten Herausgeber der Geschichtsquellen des Baltikums gilt, bei der wissenschaftlichen Entdeckung des Revaler Ratsarchivs untersuchte und dabei einen Schwerpunkt auf den Einfluss seiner Arbeitsmethoden und -bedingungen sowie auf die Eigenart und Qualität seiner Editionen legte. Von 1843 bis 1856 Bürgermeister und Stadtsyndikus in Reval, nahm Bunge sich der Aufgabe an, die mittelalterlichen Bestände des Ratsarchivs zu ordnen. Es bildete die Grundlage für Bunges wichtigste Editionen, für die ‚Quellen des Revaler Stadtrechts‘ (1844-1847) und die ersten sechs Bände des ‚Liv-, Est- und Kurländischen Urkundenbuches‘ (1852/1853-1875). Bunge brachte die Wichtigkeit dieser Quellen ins öffentliche Bewusstsein, organisierte und leitete die editorische Arbeit. Dabei verwendete er Abschriften verschiedener Personen aus Reval, Riga, Königsberg, Petersburg, Lübeck und Stockholm.

Mit ihrem Vortrag über die geteilte Erinnerung an den Zweiten Weltkriegs in Lettland nach Wiederherstellung der Unabhängigkeit 1990/91 wandte sich KATJA WEZEL (Heidelberg/Rīga) einem derzeit höchst brisanten Thema zu. Sie zeigte auf, dass Lettland seither an die Politik der Lettischen Republik von 1918-1940 anknüpfte, während die Sowjetzeit als „abnormale Zwischenphase“ charakterisiert wurde. Die Transformation Lettlands zum demokratischen EU-Staat ging auch einher mit einer Transitionsjustiz, in Folge derer mit den Verantwortlichen der sowjetischen Okkupation, insbesondere der Deportationen, abgerechnet wurde, sowie mit einer Neuinterpretation der Geschichte. Für die russischsprachige Bevölkerung Lettlands hielt die lettische Politik nach der Wende kaum Identifikationsangebote bereit. Hingegen werden sowjetische Symbole, wie der 9. Mai, wieder zunehmend beliebter, vor allem auch bei russischsprachigen Jugendlichen. Gleichzeitig offenbart sich der Gegensatz zwischen dem offiziell in Lettland propagierten Geschichtsbild und jenem der russischsprachigen Bevölkerung. Die unterschiedlichen Erinnerungen führen nun erneut zu geschichtspolitischen Kontroversen.

Im Anschluss an diese einführenden, thematisch bewusst nicht gebundenen Vorträge zur neueren und zur Wissenschaftsgeschichte wurde das eigentliche Tagungsthema behandelt. MATTHIAS THUMSER (Berlin) machte in seiner Einführung deutlich, dass die spätmittelalterliche Historiographie der baltischen Region hinter jener des deutschen Reiches keineswegs zurücksteht. Gleich in der frühesten Phase livländischer Schriftlichkeit sind mit der Chronik Heinrichs von Lettland und der ‚Älteren livländischen Reimchronik‘ zwei Werke entstanden, die breite Bekanntheit erhalten haben. Viel rezipiert wurden auch die chronikalischen Werke aus dem Umfeld des Livländischen Krieges. Weit weniger Aufmerksamkeit wurde bislang hingegen - sicher zu Unrecht - einer Reihe von zumeist mittelniederdeutschen Texten ganz unterschiedlicher Gestalt zugewandt, die in der dazwischenliegenden Zeit entstanden sind. Sie alle zeugen über die vermittelten Fakten hinaus von einem lebhaften Bestreben, die eigene Gegenwart in ihren geschichtlichen Bezügen zu sehen, und gewähren damit wesentliche Einblicke in die Vorstellungswelt der Zeit. Auf der Göttinger Tagung sollten diese Werke erstmals im Zusammenhang eingehender in den Blick genommen werden. Leitender Gedanke war, eine regionale Identität in den verschiedenen historiographischen Zeugnissen aus dem spätmittelalterlichen Livland sichtbar werden zu lassen. Denn identitätsstiftend waren dort in besonderem Maße die geschichtlichen Ereignisse seit dem Ausgang des 12. Jahrhunderts mit Besiedlung, Eroberung und Mission durch die deutsche Bevölkerungsgruppe. Das spätmittelalterliche Livland wurde aufgrund dieser Prozesse als Einheit begriffen, auch wenn es nie zu einem politischen Zusammenschluss kam.

In den Bereich der Überlieferungsgeschichte führte der Vortrag von ARNO MENTZEL-REUTERS (München), der über die vermeintliche Chronik des Bartholomaeus Hoeneke sprach und dabei die fragwürdigen methodischen Grundlagen der Rekonstruktion eines derartigen Textes zur Diskussion stellte. Nach gängiger Forschungsmeinung war Hoeneke ein Priesterbruder des Deutschen Ordens, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts eine Fortsetzung der älteren livländischen Reimchronik in niederdeutschen Versen verfasste, in welcher er vornehmlich die Jahre 1315-1348 behandelte. Diese Chronik ist aber nur in einer Prosaauflösung des Bremer Chronisten Johann Renner aus dem 16. Jahrhundert überliefert. Der aus Riga gebürtige Geschichtsforscher Konstantin Höhlbaum (1849-1904) hat die Hoeneke-Chronik 1872 herausgegeben. Ist schon der Name des Autors nicht gesichert, erscheint es aus der Betrachtung der literarischen Bemühungen im Deutschen Orden heraus unwahrscheinlich, dass in dessen Bereich im frühen 14. Jahrhundert eine niederdeutsche Reimchronik abgefasst wurde. Plausibler ist eine ostmitteldeutsche Chronik mit enger Anlehnung an Nikolaus von Jeroschin. Eine Rekonstruktion der Hoeneke-Chronik ist daher solange ausgeschlossen, wie keine Handschriftenzeugnisse vorliegen.

ANTI SELART (Tartu) befasste sich in seinem Vortrag zur livländischen Chronik des Hermann von Wartberge mit den Darstellungsprinzipien dieses für den livländischen Raum zentralen Werks aus dem 14 Jahrhunderts. Der Kaplan und Kanzleileiter des livländischen Ordensmeisters stammte wahrscheinlich aus Norddeutschland und kam wohl um 1358 nach Livland. Die inhaltlich eher knappe und sprachlich einfache Chronik beginnt mit den Anfängen des christlichen Livland im 12. Jahrhundert und endet abrupt mit dem Jahr 1378. Die apologetische Natur der Quellen Hermanns, vornehmlich Urkunden und im Laufe der politischen Diskussionen entstandene Texte, spiegelt sich in der Chronik eindeutig wider. Als eine Art Zusammenfassung der historischen Argumentation des Deutschen Ordens im Konflikt mit dem erzbischöflichen Lager gehört sie gleichzeitig zum praktischen Verwaltungsschrifttum. Entstanden aus einem durch die innerlivländischen Spannungen des 14. Jahrhunderts verursachten Legitimationsdefizit, ist das Werk doch eine Chronik und kein historisch-juristischer Traktat. Aus Bedeutung und Entstehungskontext der Chronik für das 14. Jahrhundert ergibt sich die Frage, warum in Livland keine anspruchsvollere Darstellung der Rechte und Ansprüche des Deutschen Ordens entstanden ist. Selart erklärte dies mit dem Hinweis, dass Livland im Mittelalter hinsichtlich Bildung und Gelehrsamkeit eher peripher blieb.

Die norddeutsche Außenperspektive auf das mittelalterliche Livland und die Frage, wie sich diese in den norddeutschen Chroniken des 14. und 15. Jahrhunderts niederschlug, nahm sich der Beitrag von ANDRIS LEVĀNS (Rīga) zum Ziel. Dabei wurden die Lübecker, die Hamburger und die Bremer Geschichtsschreibung in den Blick genommen. Als wichtiges Merkmal der Lübecker und Hamburger Chronisten stellte der Vortragende die Zugehörigkeit zur franziskanischen Textkultur fest. Zeithorizonte und institutioneller Bezug der Werke wurden ebenso berücksichtigt wie ihre Rolle innerhalb der Gedächtniskultur. Alle Texte beschreiben die älteste Vergangenheit Livlands. So stellt Graf Adolf IV. von Holstein, der sich 1238 an einem Kreuzzug nach Livland beteiligte, einen wichtigen Bezugspunkt für das kollektive Gedächtnis dar. Eine bildliche Darstellung aus dem 15. Jahrhundert zeigt ihn sogar als Geistlichen. Die vom Vortragenden in den Blick genommenen Texte machen die Gefährdung der Gruppenidentität in einer Krisenzeit deutlich. Livland wurde zum Ort der geistigen und körperlichen Läuterung.

Auf die identitätsstiftende Funktion der livländischen Kürzestchronistik in Form von Ordensmeister- und Bischofslisten verwies ANTJE THUMSER (Berlin) in ihrem Vortrag. Die ununterbrochenen Listen zeigen die kontinuierliche Verbindung zwischen dem Ursprung und dem Bestand der auftraggebenden Institution in der Gegenwart auf und sind gleichzeitig Ausdruck der Identität zwischen der Institution und ihren Angehörigen. So folgt die Liste der Erzbischöfe von Riga einem einheitlichen Schema mit Ordnungszahl und Namen eines jeden Bischofs, der Dauer seines Pontifikates, gegebenenfalls Erwähnenswertem mit ausschließlich regionalem Betreff sowie dem Sterbejahr. In einer späteren Überarbeitung manifestiert sich die Identität mit dem Erzbistum Riga in der präzisen Angabe zu den Grablegen im Rigaer Dom. Die sogenannte Kleine Meisterchronik zeigt den mühevollen Weg des Ordens zur Vorherrschaft in Livland auf. Im 16. Jahrhundert wurde sie weiter ausgeschrieben, wobei die der ursprünglichen Meisterliste noch implizite Identität mit der Region allerdings verlorenging. Im Bistum Kurland wirkte identitätsstiftend, dass an hohen Festtagen die Bischofsreihe in Form von Wandbildern mit Bildunterschriften auf der Burg Pilten allgemein zugänglich war.

Wie sich Konflikte in der Geschichtsschreibung niederschlagen konnten, zeigte THOMAS BRÜCK (Potthagen) anhand der Rigaer Stadtchronik des Hermann Helewegh und kleinerer chronikartiger Aufzeichnungen aus dem Bereich des Rigaer Erzbischofs Silvester Stodewescher sowie der Deutschordensführung auf. Im Zuge der heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem livländischen Deutschordenszweig und dem Erzbischof um die Herrschaft über die Stadt Riga wurden aus der Sicht aller Parteien die jeweiligen Positionen aufgezeichnet. So erhielt 1456 der Rigaer Stadtsekretär Hermann Helewegh vom Rat den Auftrag, die Auseinandersetzungen und die zum Kirchholmer Vertrag führenden Verhandlungen, mit dem der Streit 1452 zunächst beigelegt wurde, aus der Sicht der Stadt darzustellen. Heleweghs Chronik ist als eine Sammlung dokumentierter Aufzeichnungen anzusehen. Da es nach dem Vertrag zu einer Annäherung zwischen Stadt und Orden kam, interpretiert Helewegh die Verhandlungen ähnlich, wie dies in entsprechenden, wenn auch wesentlich kürzeren Aufzeichnungen aus der Kanzlei des Ordensmeisters geschah. Eine Klageschrift des Rigaer Erzbischofs Silvester Stodewescher widerspricht hingegen völlig der Ordenssicht. Die Chronisten boten den Zeitgenossen eine Orientierungshilfe und fanden die Rechtfertigung für das politische Handeln nicht in der Geschichte, sondern im Zeitgeschehen.

In einen anderen Bereich der Historiographie führte MATTHIAS THUMSER (Berlin) mit der Betrachtung und Diskussion der Selbstdarstellung und antirussische Propaganda in der ‚Schönen Historie von wunderlichen Geschäften der Herren zu Livland mit den Russen und Tataren‘. Die Propagandaschrift ist 1508 im Zuge einer von Papst Julius II. autorisierten Ablasskampagne entstanden, die dem livländischen Deutschordenszweig finanzielle Mittel für die Fortführung seines Krieges gegen das Großfürstentum Russland verschaffen sollte. Zugeschrieben wird der Traktat dem Oberkommissar des Ablasses Christian Bomhower. Scharf werden hier die Bewohner Livlands, die, gleich ob der deutschen oder der nichtdeutschen Bevölkerungsgruppe angehörig, geeint und in Harmonie zusammenlebend, den grausamen, verdammenswerten Russen und ihrem tyrannischen Großfürsten Iwan III. gegenübergestellt. Diese werden aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur orthodoxen Kirche als Schismatiker und damit als Häretiker gekennzeichnet. Hier wird ein Feindbild aufgebaut, mit dem das Publikum der Ablassschrift manipuliert werden sollte. Propagandistisch ist auch die Verbindung der eigenen Sache mit der göttlichen Autorität. Tatsächlich hingegen betrieben die russischen Großfürsten erst ein halbes Jahrhundert später mit Nachdruck die Annexion Livlands.

Einen umfassenden Einblick in Überlieferung, Quellen und Darstellungsweise einer historiographischen Schrift aus dem Spätmittelalter gewährte KLAUS NEITMANN (Potsdam) mit seinem Beitrag zu einer evangelischen Geschichte Livlands von Johann Lohmüller (ca. 1483-1560, seit 1535 Rat Herzog Albrechts von Preußen). Seine ‚Warhaftig Histori‘, behandelt die Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Orden und den Erzbischöfen von Riga von 1199 bis 1542. Aus einem neuen Quellenfund lässt sich zum ersten Mal die Entstehungszeit genau bestimmen. Es konnte gezeigt werden, dass Lohmüller die Schrift im Jahre 1556 auf Veranlassung Herzog Albrechts verfasst hat. Sie ordnet sich damit in die politische Konstellation der sogenannten Koadjutorfehde ein. Lohmüller wurde von Albrecht zur Zeit dieser Auseinandersetzung damit beauftragt, die verfassungsrechtliche Ordnung zwischen dem Erzstift Riga und dem Deutschen Orden historisch umfassend darzustellen. Die ‚Warhaftig Histori‘ ist wegen ihres Anlasses, ihres Ansatzes und ihres Zweckes am besten als historisch-politische Denkschrift zur Unterstützung der Haltung Herzog Albrechts und des Rigaer Erzbischofs Wilhelm von Brandenburg im Koadjutorstreit zu charakterisieren.

Die Göttinger Tagung kann erst einen Anfang bei der Beschäftigung mit der Historiographie aus dem mittelalterlichen Livland bedeuten. Werke, die bislang nicht ausreichend Interesse in der Forschung erfahren hatten, wurden vorgestellt, spezielle Aspekte herausgearbeitet und dabei auch geeignete methodische Zugänge gesucht. Die Beiträge haben gezeigt, daß diese Region zwar weitab von den Zentren Europas lag und die Zeitgenossen dies auch so empfanden, daß sie aber keineswegs als ein kulturelles Niemandsland gesehen werden darf. Die teilweise anspruchsvollen und elaborierten chronikalischen Zeugnisse geben hiervon Zeugnis. Die Beiträge zur livländischen Historiographie sollen 2009 in einem Aufsatzband erscheinen.

Konferenzübersicht:

Neue Forschungen zur baltischen Geschichte
SVEN JÜNGERKES (Konstanz): Die Dienststelle des Generalkommissars in Riga (1941-1944). Struktur und Organisationskultur einer (zivilen) Besatzungsverwaltung
TIINA KALA (Tallinn): Reval und das Revaler Ratsarchiv in der editorischen Arbeit Friedrich Georg von Bunges (1802-1897)
KATJA WEZEL (Heidelberg / Rīga): Okkupanten vs. Faschisten, Patrioten vs. Internationalisten - Geteilte Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Lettland nach 1991

Mittelalterliche Historiographie in Livland
MATTHIAS THUMSER (Berlin): Einführung
ARNO MENTZEL-REUTERS (München): Bartholomaeus Hoeneke - ein Historiograph zwischen Überlieferung und Fiktion
ANTI SELART (Tartu): Die livländische Chronik des Hermann von Wartberge. Ein Kampf um die Geschichte
ANDRIS LEVĀNS (Rīga): Livland in der norddeutschen Geschichtsschreibung des 14. und 15. Jahrhunderts. Vorstellungsgeschichtliche Betrachtungen
ANTJE THUMSER (Berlin): Identität durch Kontinuität. Livländische Ordensmeister- und Bischofslisten
THOMAS BRÜCK (Potthagen): Konflikt und Geschichtsschreibung im Spätmittelalter - die Chronik des Hermann Helewegh
MATTHIAS THUMSER (Berlin): Selbstdarstellung und antirussische Propaganda in der ‚Schonnen hysthorie’ (1508)
KLAUS NEITMANN (Potsdam): Johann Lohmüllers evangelische Geschichte Livlands. Überlieferung - Quellen - Darstellungsweise - Intention

Zitation
Tagungsbericht: Das 61. Baltische Historikertreffen 2008, 02.05.2008 – 03.05.2008 Göttingen, in: H-Soz-Kult, 26.07.2008, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2197>.