HT 2008: Raumkulturelle Disparitäten in europäischen Stadtregionen des 20. Jahrhunderts

Ort
Dresden
Veranstalter
Christoph Bernhardt, Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung, Erkner; Julia Obertreis, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD)
Datum
30.09.2008 - 03.10.2008
Von
Hans-Christian Petersen, Historisches Seminar, Abteilung für Osteuropäische Geschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

„Ungleichheiten“ – das Thema des 47. Deutschen Historikertages in Dresden ist in den Kommentaren und Feuilletons der Presse zumeist als Reaktion der deutschen Geschichtswissenschaft auf sich aktuell vollziehende Prozesse zunehmender gesellschaftlicher Polarisierungen wahrgenommen worden. Stichworte wie Prekarisierung, Gentrifizierung oder die derzeitige Krise an den Finanzmärkten wurden in Verbindung gebracht mit einer Wiederentdeckung der sozialen Frage durch die Historikerzunft – „Harte Fakten für harte Zeiten“ also, wie die taz prägnant formulierte [1], und damit eine Ablösung kulturgeschichtlicher Ansätze durch eine Wiederkehr der Sozialgeschichte?

Ein Blick auf das Dresdener Programm macht rasch deutlich, dass von einer solchen Kehrtwende nicht die Rede sein kann und dass eine dichotome Gegenüberstellung von Sozial- und Kulturgeschichte auch wenig erkenntnisfördernd ist. Zielführender scheint es zu sein, die jeweiligen Stärken und Schwächen zu beleuchten und hiervon ausgehend zu einer Modifikation und Verbesserung bestehender Ansätze zu gelangen. Ein hochinteressantes Beispiel für ein solches Vorgehen stellte die von Christoph Bernhardt (Berlin) und Julia Obertreis (Freiburg) organisierte Sektion „Raumkulturelle Disparitäten in europäischen Stadtregionen des 20. Jahrhunderts“ dar.

CHRISTOPH BERNHARDT (Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung Erkner bei Berlin) formulierte in seinem Eröffnungsvortrag die der Sektion zugrunde liegende Kernfrage wie folgt: „Welche grundlegenden, raumbezogenen sozialkulturellen Disparitäten lassen sich in europäischen Stadtregionen im 20. Jahrhundert erkennen?“ Er konkretisierte dies anhand dreier Punkte: Zum ersten gehe es um die kulturgeschichtliche „Weiterentwicklung“ traditioneller Disparitätsanalysen, deren Fokus vor allem auf Phänomene sozialräumlicher Segregation gerichtet gewesen sei. Zum Zweiten gelte es, für das 20. Jahrhundert nicht allein den engeren Bereich einer Stadt, sondern auch die suburbanen Regionen mit in den Blick zu nehmen. Drittens sei es notwendig, eine vergleichende gesamteuropäische Perspektive einzunehmen, um bestehende, nationalgeschichtliche Zuschreibungen („die deutsche Stadt“, „die polnische Stadt“ etc.) zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren. Dieser letzte Punkt spiegelte sich dann auch in der Zusammensetzung der Sektion wieder, deren städtische Untersuchungsgegenstände von Süditalien und Frankreich über Berlin bis ins weißrussische Grodno und in die Sowjetunion reichten. Bernhardt selbst demonstrierte den Erkenntnisgewinn kulturgeschichtlicher Fortentwicklungen der Analyse städtischer Räume unter anderem am Beispiel des Berliner Scheunenviertels: Während der Bezirk in der Zwischenkriegszeit gemäß traditioneller Segregations- und Disparitätskriterien als durchschnittlich und unauffällig erschien, wurde seine tatsächliche Entwicklung maßgeblich durch die in ihm entstandenen Lebenswelten und durch sein von Kriminalität und Gewalt geprägtes Negativ-Image bestimmt. Solche „Stadtteilbilder“ müssten, so Bernhardt, in die Analyse miteinbezogen werden, da sie nachhaltig den Alltag der Bewohner geprägt hätten und zugleich beständig von Staat und Öffentlichkeit produziert würden.

Der zweite Vortrag der Sektion war dem Thema „Städte und Stadtregionen im Mezzogiorno des 20. Jahrhunderts. Modernisierung ohne Entwicklung?“ gewidmet. MARTIN BAUMEISTER (Ludwig-Maximilians-Universität München) untersuchte hierbei die diskursive Konstruktion von Ungleichheiten. Am Beispiel der Städte Süditaliens, insbesondere Neapels, zeigte er auf, dass die Formel von „den süditalienischen Städten“ weit mehr ist als nur eine geographische Zuordnung. Der Begriff „Mezzogiorno“ stand im inneritalienischen Diskurs seit dem 19. Jahrhundert für die dunkle Seite des in den 1860er-Jahren begründeten Nationalstaats. In einer scharfen Kontrastierung mit „dem Norden“ galt „der Süden“ zunächst als, so Baumeister unter Verweis auf zeitgenössische Schriften, „stadtlose Wüste“ (deserto urbano), in welcher vormoderne Sozialstrukturen jegliche Entwicklung verhindern würden. Mit zunehmender Urbanisierung des italienischen Südens ließ sich dieses Urteil dann im 20. Jahrhundert so nicht mehr aufrecht erhalten – was blieb, waren jedoch die mit der norditalienischen Entwicklung kontrastierten, negativ konnotierten Zuschreibungen. Die „Urbanisierung der Südfrage“ habe, so Baumeister am Beispiel Neapels, die Nord-Süd-Dichotomie auf den europäischen Mental Maps nicht durchbrochen, sondern lediglich zu anderen Erklärungsmustern wie etwa dem einer „passiven Modernisierung“ Süditaliens geführt. An der „essentialistischen Verräumlichung“ von Ungleichheiten habe dies jedoch nichts geändert.

So überzeugend die von Baumeister präsentierte Kritik an der Wirkungsmächtigkeit diskursiver Zuordnungen ausfiel, so schwierig gestaltet sich allerdings die Beantwortung der Frage nach alternativen Verfahrensweisen. Grundsätzlich ist seinem Plädoyer für eine Abkehr von nord(italien)zentrierten Erklärungsmodellen und einer Hinwendung zur „Vielfalt städtischer Entwicklungspfade“ zweifellos zuzustimmen. Eine vergleichbare Traditionskritik hat es in den letzten Jahren auch in der Osteuropaforschung gegeben, wobei hier die westliche Sicht auf „den Osten“ den Stein des Anstoßes bildete. [2] Hier wie dort bleibt jedoch, wie auch Baumeister selbst am Ende seines Vortrags konstatierte, die Frage, mit welchen Kategorien sich stattdessen unterschiedliche Entwicklungen erfassen lassen.

FRIEDRICH LENGER (Justus-Liebig-Universität Gießen) griff diese Problematik in seinem Kommentar auf, indem er darauf verwies, dass die Analyse nicht bei der Dekonstruktion des „Othering“ stehen bleiben könne, sondern dass es trotz allem die Notwendigkeit von Typisierungen gebe. Als Konsequenz forderte Lenger eine beständige Reflektion der eigenen Ordnungskriterien ein. Zugleich betonte er, dass die von Bernhardt und Baumeister präsentierten Beispiele nachdrücklich die Relevanz kulturgeschichtlicher Weiterungen der Stadtgeschichtsschreibung verdeutlicht hätten; die „kulturelle Praxis“ der Bewohner sowie die Bedeutung bestimmter Selbst- und Fremdbeschreibungen eines Stadtteils oder einer Region seien von der bisherigen Forschung nicht erfasst worden.

Die folgenden beiden Vorträge lösten dann das ein, was Bernhardt eingangs als ein Ziel der Sektion ausgegeben hatte – einen gesamteuropäischen Kontext aufzuspannen, in dem nicht zuletzt das östliche Europa einen gewichtigen Platz einnimmt.

FELIX ACKERMANN (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt an der Oder) machte hierbei den Anfang, indem er Ergebnisse seiner bei Karl Schlögel geschriebenen Dissertation über die Sowjetisierung der weißrussischen Stadt Grodno/Hrodna vorstellte. Als Ausgangspunkt diente ihm hierbei die Frage, weshalb im heutigen Grodno trotz einer mehrheitlich weißrussischen und polnischen Bevölkerung das Russische die dominierende Alltagssprache bildet. Ackermann betonte, dass das Leben im multireligiösen Grodno vor dem Zweiten Weltkrieg in erster Linie nicht von ethnischen Grenzlinien geprägt gewesen sei, sondern primär von den Unterschieden zwischen Arm und Reich. Dementsprechend habe sich auch bis 1940 keine maßgebliche weißrussische Identität im urbanen Raum entwickelt. Anders habe sich dies auf dem Land dargestellt, wo das Weißrussische die dominierende Sprache gewesen sei.

Die deutsche Besatzungs- und Vernichtungspolitik, die jeden zweiten Bürger des zu rund 50 Prozent von Juden bewohnten Grodno das Leben kostete, habe dann zu einer „fast vollständigen demographischen Zerstörung“ der Stadt geführt. Trotz dieser existentiellen Zäsur und einer damit einher gehenden grundlegenden Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung blieben dennoch, wie Ackermann zeigen konnte, die Zuschreibungen zwischen „Land“ und „Stadt“ erstaunlich stabil. „Ländlich“ wurde, ungeachtet der Tatsache, dass infolge von Kollektivierung und Industrialisierung Zehntausende von Dorfbewohnern binnen kürzester Zeit in die Stadt zogen, weiterhin mit „weißrussisch“ und „rückständig“ gleichgesetzt. Hieran änderte auch der Umstand nichts, dass diese Arbeitsmigranten in der neuen Umgebung bestrebt waren, ihre dörfliche Herkunft möglichst schnell abzulegen und sich der russisch dominierten neuen Sowjetkultur anzupassen. Als „Hauptmarker“ der eigenen Identität fungierte hierbei die Sprache, woraus sich der Umstand erklärt, dass das Weißrussische bis heute im Stadtleben nur wenig präsent ist. Das Beispiel Grodnos, das von Ackermann als repräsentativ für die Sowjetisierung Weißrusslands bezeichnet wurde, verweist damit auf die zentrale Bedeutung, die Akkulturation sowie Stadt- und Landzuschreibungen in diesem Prozess spielten.

JULIA OBERTREIS (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) unternahm es dann in ihrem Vortrag, zunächst thesenartig einige Spezifika der Stadtgeschichte Osteuropas, vor allem Russlands bzw. der Sowjetunion, zu benennen. Als Charakteristikum der Urbanisierung in der östlichen Hälfte Europas benannte sie eine spezifische Stadt-Land-Beziehung, bei der vor allem die Bauern als „Mittler zwischen den Welten“ in den letzten Jahren eine zunehmende Aufmerksamkeit erfahren hätten. Der (zeitweise) Wechsel in die Stadt sei hierbei einerseits als Möglichkeit zum sozialen Aufstieg wahrgenommen werden, was jedoch, wie von Ackermann am Beispiel Grodnos gezeigt, entsprechende kulturelle Anpassungsleistungen erforderte. Andererseits existierten aber auch Zeugnisse über bäuerliche Migranten, die ihre ländliche Existenz in die Stadt importierten, was in der Forschung immer wieder zu Debatten über eine „Ruralisierung“ der osteuropäischen Städte führe – eine These, die von Obertreis im Verhältnis zur „Sogwirkung der Stadt“ eher skeptisch betrachtet wurde. Als weitere wichtige Merkmale der osteuropäischen Stadtentwicklung nannte sie die zentrale Bedeutung der Hauptstadt in realsozialistischer Zeit sowie eine auch unter sowjetischen Vorzeichen fortbestehende soziale Segregation, die sich jedoch im Unterschied zu Westeuropa weniger am Stadtviertel als an der Wohnform sowie der Größe und Ausstattung der Wohnung festgemacht habe. Ebenso wie bei der Frage von Multiethnizität und ethnischer Segregation plädierte Obertreis hier für kleinräumige Analysen, denn nur so ließen sich die Umkodierungen bestimmter Städte und Regionen über einen längeren Zeitraum hinweg differenziert verfolgen.

Anschließend fasste sie dann noch einmal die aus ihrer Sicht bestehenden Vorzüge kulturgeschichtlicher und interdisziplinärer Ansätze zusammen: Die neuen „Impulse“ ermöglichten es, die verschiedenen, schichten- und/oder stadtspezifischen Identitäten und die aus ihnen resultierenden Wahrnehmungen und Handlungen zu erfassen. Zugleich begreife eine kulturgeschichtlich inspirierte Forschung städtische Räume als vieldimensionale Gebilde, die sowohl „’von oben’“ als auch „’von unten’“ umkämpft seien und beständig neu konstruiert würden. Besonders augenfällig werde dies in Zeiten historischer Krisen und Umbrüche, so etwa bei der Verhüllung des zarischen Doppelkopfadlers mit einer roten Fahne während der Revolution 1917 oder bei der Inbesitznahme öffentlicher Räume durch die Gewerkschaft Solidarność in Danzig 1980. Unter Verweis auf diese und weitere Beispiele plädierte Obertreis nachdrücklich dafür, dieser „kulturellen Seite“ der Stadtgeschichte mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Den abschließenden Kommentar hielt THOMAS MERGEL (Humboldt-Universität zu Berlin). Er brachte eine gewisse Skepsis gegenüber der These von der schnellen Urbanisierung der ländlichen Migranten im neuen städtischen Umfeld zum Ausdruck und sprach sich dafür aus, auch zukünftig ein Hauptaugenmerk der Forschung auf die wechselseitigen Beziehungen von Stadt und Land und deren „Zwischenzonen“ zu richten. Des Weiteren forderte er eine eingehendere Beschäftigung mit den Differenzen zwischen bestehenden Makrobeschreibungen und den Selbstwahrnehmungen der städtischen Akteure ein. Die Fluktuation und der Wandel der Identitäten sei höher gewesen, als dies ein von außen auf den städtischen Raum gerichteter Blick erfassen könne. Notwendig für eine solche Betrachtung sei hierbei, so Mergel, eine diachrone Perspektive: Nur über einen längeren Zeitraum ließen sich solche Prozesse wirklich fundiert verfolgen. Lohnenswert sei zudem, so sein vierter und letzter Punkt, eine intensivere Analyse des Verhältnisses von Staat und kulturellen städtischen Räumen: Es sei verstärkt danach zu fragen, weshalb bestimmte kulturgeschichtliche Phänomene trotz Wandels oder Umbruchs des staatlichen Rahmens eine relativ starke Stabilität aufwiesen.

Die von Bernhardt eingangs genannten Punkte wie die Einbeziehung suburbaner Regionen oder eine gesamteuropäische Perspektive sind in der Sektion aufgegriffen worden, die Vorträge standen nicht disparat nebeneinander, sondern verfolgten tatsächlich eine gemeinsame Fragestellung. Die präsentierten Ergebnisse sowie die aufgezeigten Perspektiven für die zukünftige Forschung stellten überzeugende Beispiele für den Erkenntnisgewinn dar, den eine intensivere Einbeziehung kulturhistorischer Zugänge der Stadtgeschichte bietet. Zugleich sollte jedoch kein Antagonismus zwischen sozial- und kulturräumlichen Ansätzen errichtet werden: Die Diskurse und kulturellen Praktiken konstituierten den sozialen Raum, der jedoch zugleich seinerseits auf das Handeln der Akteure wirkte. Hier wäre es perspektivisch sicher lohnenswert, auch die raumtheoretischen Erkenntnisse anderer Disziplinen noch verstärkt mit einzubeziehen, so etwa die jüngsten Forschungen im Bereich der Raumsoziologie. [3] Dass kulturgeschichtliche Ansätze hierzu einen zentralen Beitrag zu leisten vermögen, hat die von Christoph Bernhardt und Julia Obertreis organisierte Sektion nachdrücklich deutlich gemacht.

Sektionsübersicht:

Christoph Bernhardt (Berlin): Raumkulturelle Disparitäten zwischen und in europäischen Metropolregionen des 20. Jahrhunderts: Forschungsstand und Perspektiven

Martin Baumeister (München): Städte und Stadtregionen im Mezzogiorno des 20. Jahrhunderts. Modernisierung ohne Entwicklung?

Friedrich Lenger (Gießen): Kommentar

Felix Ackermann (Frankfurt/Oder): Stadt-Landbeziehungen und „ Weißrussifizierung“ am Beispiel der sowjetischen Stadt Hrodna nach 1944

Julia Obertreis (Freiburg): Räumlich-soziale Disparitäten in europäischen Stadtregionen aus kulturgeschichtlicher Sicht

Thomas Mergel (Berlin): Kommentar

Anmerkungen:
[1] Ralph Bollmann, Harte Fakten für harte Zeiten. Auf dem 47. Deutschen Historikertag in Dresden entdeckt das Fach das Thema Ungleichheit wieder. Eine Rückkehr zur Sozialgeschichte alten Stils ist damit nicht verbunden. die tageszeitung, 06.10.2008, URL: <http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&dig=2008%2F10%2F06%2Fa0090&cHash=96fe5ba521fe5ba521> (06.11.2008).
[2] Hierzu u.a. Hans Lemberg, Zur Entstehung des Osteuropabegriffs im 19. Jahrhundert. Vom “Norden” zum “Osten” Europas, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 33 (1985), S. 48-91; Egbert Jahn, Wo befindet sich Osteuropa?, in: Osteuropa 40 (1990), S. 418-440; Larry Wolf, Inventing Eastern Europe: The Map of Civilization on the Mind of the Enlightenment, Stanford, California 1994.
[3] Martina Löw, Raumsoziologie, Frankfurt am Main 2001; Markus Schroer, Räume, Orte, Grenzen. Auf dem Weg zu einer Soziologie des Raum, Frankfurt/Main 2006; Martina Löw / Silke Steets / Sergej Stoetzer, Einführung in die Stadt- und Raumsoziologie, Opladen und Farmington Hills 2007.

Zitation
Tagungsbericht: HT 2008: Raumkulturelle Disparitäten in europäischen Stadtregionen des 20. Jahrhunderts, 30.09.2008 – 03.10.2008 Dresden, in: H-Soz-Kult, 06.11.2008, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2323>.