Medizin und Gesellschaft in Westdeutschland 1945-1970

Ort
Bonn
Veranstalter
Medizinhistorisches Institut der Universität Bonn
Datum
10.07.2008 - 11.07.2008
Von
Nils Kessel, IRIST/LESVS, Université Louis Pasteur, Strasbourg

Welchen Stellenwert hatten Gesundheit und Krankheit in der „Aufbaugesellschaft“ der 1950er-Jahre? Wie veränderten sich ihre Wahrnehmung, Deutung und Konzeptualisierung bis zu den 1970er-Jahren? Welche gesellschaftlichen Konstellationen und kulturellen Kontexte prägten medizinisches Wissen und Handeln in der Nachkriegszeit? Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden war Ziel einer Tagung des Bonner Medizinhistorischen Instituts, die am 10. und 11. Juli 2008 stattfand. Obwohl zur Geschichte der 1950er- und 1960er-Jahre bereits zahlreiche Studien und Überblicksdarstellungen vorliegen, existieren bisher kaum Arbeiten über die Medizin dieser Jahrzehnte. Insbesondere fehlt ein genaueres Wissen darüber, wie stark medizinische Deutungsmuster und Praktiken in die westdeutsche Gesellschaft der 1950er- und 1960er-Jahre hineinwirkten – und wie umgekehrt in diesem Zeitraum politische, ökonomische und soziale Wandlungsprozesse die Medizin beeinflussten, wie HANS-GEORG HOFER (Bonn) in seinem Einführungsvortrag deutlich machte. Hofer plädierte für eine thematische und methodische Verbreiterung sowie eine Intensivierung der Forschungen zur Zeitgeschichte der Medizin und schlug vor, jenen Zeitraum in den Blick zu nehmen, der für „Westdeutschland den endgültigen Übergang von einer Zusammenbruchs- zu einer Modernisierungsgesellschaft brachte“. Um das Finden von „storylines“ (Cornelius Borck) für die Geschichte der Medizin der 1950er- und 1960er-Jahre zu erleichtern, hatten die Organisatoren die Vorträge zu insgesamt sechs Sektionen zusammengefasst: Medizinische Forschung in der Nachkriegszeit, Gesundheitspolitik/Public Health, Medizin und Altern, Medialisierung und öffentlicher Raum, Medizin und „modernes“ Leben sowie Körper und Gesundheitstechnologien.

In der ersten Sektion, die die Vorträge von CARSTEN TIMMERMANN (Manchester), SABINE SCHLEIERMACHER (Berlin) und ANNE COTTEBRUNE (Gießen) einschloss, wurden der Modellcharakter Amerikas für die unmittelbare Nachkriegszeit und die Initiativen und Einschätzungen amerikanischer Wissenschaftsförderung in den Jahren 1945 bis 1950 thematisiert. Während Timmermanns an zwei Fallstudien orientierte Untersuchung deutsche Rückkehrer aus den USA und deren Rolle bei der Anpassung transatlantischer Modelle auf Westdeutschland in den Blick nahm, wandte sich Schleiermacher den Motiven der Rockefeller Foundation für ihr Engagement im Nachkriegsdeutschland zu. Auf Grundlage von Archivalien aus dem Rockefeller Center in New York stellte sie eine skeptische Bewertung der deutschen Wissenschaftslandschaft durch die Stiftungsrepräsentanten fest, in deren Augen die deutsche Wissenschaft noch zu sehr von den alten Köpfen der Vorkriegszeit dominiert war. Anne Cottebrune analysierte in ihrer Untersuchung der Humangenetik im Westdeutschland der 1950er- und 1960er-Jahre das Fortbestehen traditioneller anthropologischer Forschungsrichtungen und die relative Vernachlässigung der Molekularbiologie mit einer geringen Integrationsfähigkeit der einzelnen Disziplinen.
In seinem Kommentar regte VOLKER ROELCKE (Gießen) an, die in den Quellen überlieferten Fremd- und Selbstzuschreibungen der deutschen Wissenschaft als „rückständig“ und „autoritär“ beziehungsweise der amerikanischen als „fortschrittlich“ und „modern“ noch stärker als bisher auf ihre Funktion in der Rhetorik von Forschungsanträgen und Berichten zu untersuchen und ihr die tatsächliche medizinische Forschungspraxis gegenüberzustellen.

RALF FORSBACH (Bonn) leitete die zweite Sektion mit einem Vortrag zur Medizin und „1968“. Anhand der Beispiele NS-Vergangenheit, Sexualität und Psychoanalyse sowie Psychiatrie versuchte er Kontinuitäten und Zäsuren um 1968 zu identifizieren (wobei er besonders die Kontinuitäten stark gewichtete). In der Diskussion wurde vor allem die Problematik einer Definition der „68er“ und einer Bewertung ihres tatsächlichen Einflusses erörtert. Der Frage nach Kontinuitäten und Brüchen in der Gesundheitspolitik nach 1945 stellte sich auch ROSEMARY ELLIOT (Glasgow), die am Beispiel der Antiraucherkampagnen verdeutlichte, wie defensiv Prävention von Seiten der deutschen Gesundheitsbehörden gehandhabt wurde. Eine damals gängige Differenzierung in Jugendschutz und „Tabakgenuss“ der Erwachsenen konnte so als politisch akzeptabler Mittelweg zwischen einer gesundheitspolitisch eingeforderten Präventionspolitik und der Abgrenzung zur prohibitiven Raucherpolitik des Nationalsozialismus verstanden werden. Eine präventive Untersuchungsmethode zur Tuberkulosediagnose nahm DANIEL SCHÄFER (Köln) in seinem Beitrag zu Röntgenreihenuntersuchungen in den Blick. Hierbei untersuchte Schäfer die Einstellung der Behörden und der Bevölkerung zu Präventionsmaßnahmen, wobei er eine nicht zuletzt durch den Rückgang der Krankheit verursachte Tendenz zur Liberalisierung feststellte.

In der Sektion „Medizin und Altern“ stellte DOMINIQUE BEHNKE (Wien) ihre Forschungen zur Institutionalisierung der Gerontologie vor. Behnke beschrieb diese in Reaktion auf die demographische Entwicklung als einen von der Neugründung der Universitäten abgestützten Prozess, dem letztlich aber seine klare Zuordnung im, in Disziplinen strukturierten, deutschen Universitätswesen fehlte. Somit fand eine unter einem Dach vereinigte Alterswissenschaft nicht zuletzt auf Grund ihres umfassenden Anspruchs in Zeiten einer zunehmenden Spezialisierung der Wissensinhalte nur wenig Resonanz. CHRISTIANE STREUBEL (Münster) untersuchte auf der Basis einer Analyse westdeutscher Wochenmagazine, wie Alterskrankheiten in den Medien der 1950er- und 1960er-Jahre repräsentiert waren. Altern und Altsein wurden darin als unbeeinflussbare Konstanten menschlicher Existenz begriffen. Während die therapeutischen Erfolge sich vor allem auf die (Wieder-)Herstellung der Gesundheit des arbeitsfähigen Teils der Bevölkerung richteten, blieb die Veränderung des alternden Körpers außerhalb des ärztlichen Interesses. Streubel begründete dies sowohl mit dem „Scheitern“ der Verjüngungsmedizin als auch mit einer negativen Einschätzung des Potenzials der Geriatrie.

CAY-RÜDIGER PRÜLL (Freiburg) eröffnete mit einem Vortrag über die Medizin und die westdeutschen Medien der Nachkriegszeit den zweiten Konferenztag. Am Beispiel des Wochenmagazins „Der Spiegel“ konnte Prüll zeigen, wie sich das Interesse der Redakteure an Innovationen der naturwissenschaftlichen Medizin aus den USA und Großbritannien in der Berichterstattung niederschlug und wie das Magazin diese Neuerungen an eine personenzentrierte Erzählung band. Komplementär dazu wandte sich SIGRID STÖCKEL (Hannover) den medizinischen Wochenschriften zu. Während Prüll die kritische Berichterstattung des Spiegels über die Verstrickung von Ärzten in den Nationalsozialismus hervorgehoben hatte, konstatierte Stöckel, dass die von ihr untersuchten Medien mehrheitlich die Auseinandersetzung mit dem Thema vermieden, dafür aber umso deutlicher die alliierte Politik der Nachkriegszeit kritisierten. In der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre war es vor allem die Atomkraft, sowohl in Form der Bombe als auch der neuen therapeutischen Möglichkeiten (Strahlentherapie), mit der sich Autoren auseinandersetzten. In ihrem Kommentar verwies DAGMAR ELLERBROCK (Bielefeld) vor allem auf die neueren Ergebnisse der Mediengeschichte, die intensiv die Gestaltungsmacht von Medien untersucht hat. Zukünftige Studien zum Verhältnis von Medizin, medialer Öffentlichkeit und Gesellschaft könnten über Modi der Popularisierung und Periodisierung hinaus auch Fragen nach der Darstellungsform und Wirkungsgeschichte aufwerfen und solcherart dieses Forschungsfeld breiter auffächern.

In der fünften Sektion „Medizin und modernes Leben“ beschäftigte sich NICHOLAS ESCHENBRUCH (Freiburg) mit der Herausforderung, die die Erfolge der Schulmedizin für die Homöopathie brachten. Er untersuchte anhand der „Allgemeinen Homöopathischen Zeitschrift“ deren Reaktionen, Ängste und Vorstellungen in Hinblick auf die „völlig neue[n] Weltsituation“, die zeitgenössische Homöopathen in den 1950er- und 1960er-Jahren konstatierten. Dabei unterstrich er die Annäherungs- und Anpassungsversuche der Homöopathen an die naturwissenschaftliche Medizin, die sich in der versuchten Übernahme von Methodik und Diktion zeigte. In der Charakterisierung der Homöopathie als „angewandter Toxikologie“ manifestierte sich Eschenbruch zufolge nicht nur eine Krisensituation, sondern gleichzeitig auch der Optimismus in Hinblick auf die Erreichbarkeit wissenschaftlicher Evidenz für die Homöopathie. Auf den Nutzen der Untersuchung einer solchen minoritären Medizin wies EBERHARD WOLFF (Zürich) in seinem Kommentar hin: Homöopathie könne, so Wolff, als Sonde für Entwicklungen in der „Hegemonialmedizin“ dienen und somit einen Beitrag zur Genese der Moderne liefern. Mit den Begriffen Wissensgesellschaft, Wissenspopularisierung und Wissensvermittlung setzte sich JEANNETTE MADARASZ (Berlin) auseinander. Bei ihrer Untersuchung der Darstellung chronischer Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems in Massenmedien und Fachzeitschriften betonte sie die Rolle des Adressaten in der medienhistorischen Analyse. Abschließend stellte TOBIAS DIETRICH (Köln) seine Forschungen zum Jogging in den Kontext der Auseinandersetzung um Wohlstand und Ernährung. Unter dem Titel „Eine neue Sorge um sich: Ausdauersport als Heilmittel gegen die Folgen des Wirtschaftswunders?“ deutete Dietrich den Aufstieg des Ausdauerlaufens zum „Volkssport“ als eine Eigeninitiative der Vorsorge, die in hohem Maße an gesellschaftlichen Umständen orientiert war. Für ihn verdichteten sich im Jogging die sozialen und kulturellen Lebensumstände der Zeit nach dem „Wirtschaftswunder“ zu einer individuell gestaltbaren und steigerungsfähigen Form der körperlichen Artikulation mit dem Ziel der Wettbewerbsfähigkeit. Leider blieb in dieser inhaltlich heterogensten Sektion der Tagung letztlich unklar, worin das spezifisch „Moderne“ in der Medizin bestand.

Im Zentrum der letzten, von CHRISTINA BENNINGHAUS (Bielefeld) geleiteten
Sektion standen die Fragen „Wie verändert sich der Körper und dessen Wahrnehmung mit neuen Gesundheitstechnologien?“ und „Wie verändern medizinisch veränderte Körperbilder das Selbst?“ In ihrem Beitrag zur männlichen Unfruchtbarkeit im Nachkriegsdeutschland verband ANTJE KAMPF (Mainz) Wissensproduktion über männliche Fruchtbarkeit mit den Männlichkeitsvorstellungen der Nachkriegszeit. Sie zeichnete ein Bild der interdisziplinär zusammengesetzten Reproduktionsmedizin, das so auch für andere Wissenschaftszweige als repräsentativ gelten kann: personelle Kontinuitäten aus der Vorkriegszeit, Anknüpfen der Wissensbestände an eugenisches Gedankengut, Institutionalisierungsprozesse in den 1950er- und 1960er-Jahren durch Fachgesellschaften und -zeitschriften. Die unter Moral- und Gesundheitskonstruktion sehr spannende Phase zwischen Kindheit und Erwachsensein brachte LUTZ SAUERTEIG (Durham) mit seinem Vortrag über den Wandel von Pubertätskonzepten in der Sexualaufklärung. Anhand der Beschreibung und Normierung von Pubertät in Ratgebern und Zeitschriften zeichnete Sauerteig die darin geäußerten Sittlichkeits- und Gesundheitsvorstellungen nach. So beschrieb er die 1950er-Jahre als ein an Familienvorstellungen des 19. Jahrhunderts orientiertes Jahrzehnt, dessen Pubertätsvorstellung eine gegenüber Gefahren des Transformationsprozesses defensive Position propagierte. Vor allem Mädchen wurden hin zu einer Disziplinierung des eigenen Körpers erzogen, während bei Jungen die Entwicklung zum Mann vor allem in Verhinderung devianten Verhaltens wie Homosexualität und Masturbation gesehen wurde. Wie Sauerteig resümierte, diente die Pubertät nicht nur der Konstruktion der problematischen Entwicklung des jeweiligen Geschlechts (Junge – Mann; Mädchen – Frau), sondern auch der Konstruktion der damit verbundenen sozialen Rollen. STEFANIE DUTTWEILERS (Basel) Beitrag zu Gesundheitstechnologien des Selbst aus einer soziologischen Perspektive spannte den Bogen hin zur aktuellen Bedeutung präventiven Verhaltens und Gesundheitserlebens. Duttweiler ging in ihrem Vortrag auf die Entwicklung von Wellness und Prävention bei Ernährung ein, um deren Genese und Bedeutung für die aktuelle Entwicklung von Gesundheit zu hinterfragen.

In ihrem Abschlusskommentar verwiesen CORNELIA BRINK (Freiburg) und CORNELIUS BORCK (Lübeck) noch einmal auf grundsätzliche Probleme einer Geschichte von Medizin und Gesellschaft in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts: Die Tagung habe gezeigt, dass eine Untersuchung der Nachkriegszeit schon vor 1945 einsetzen müsse, um der politischen Zäsur gerecht zu werden, zugleich aber Kontinuitäten und Brüche herausarbeiten zu können. Ein rein auf generationell hervorgerufenen Wandel fixiertes Konzept sei in Hinblick auf die Wissensbestände vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zu eng. Vielmehr sei es wichtig, so Brink in ihrem Plädoyer für eine transnationale Geschichtsschreibung, stärker den Wissenstransfer und dessen Adaptation in Deutschland in den Blick zu nehmen. Auf die Vielfalt des Untersuchten und die Medialität der Quellen ging Cornelius Borck abschließend ein. In der geographischen Metaphorik verbleibend, konstatierte er das Fehlen einer Landkarte für diesen Forschungsbereich und regte an, die Tagungsbeiträge mehr als Exkursionen denn als Weichenstellungen aufzufassen. Für weitere Forschungen wünsche er sich die Einbeziehung der neuen Entwicklungen der Biomedizin wie der Herztransplantation, eine stärkere Berücksichtigung des Gesundheitswesens, des Arzt-Patienten-Verhältnisses und der Krankenhausentwicklung. Mit seiner Forderung nach einer stärkeren Berücksichtigung der medizinischen Praktiken verwies Borck auf das zu Beginn von Hans-Georg Hofer formulierte Anliegen der Tagung: die Intensivierung der Forschung zur Zeitgeschichte der Medizin verbunden mit ihrer methodischen sowie thematischen Ausweitung. In diesem Sinne ermöglichte die Bonner Tagung nicht nur eine erste Zwischenbilanz, sondern erwies sich als produktives Kommunikationsforum und Ideenwerkstatt für weiterführende Forschungsprojekte.

Kurzübersicht:

Begrüßung, Einführung: Heinz Schott, Hans-Georg Hofer

Sektion 1: Medizinische Forschung in der Nachkriegszeit
Diskussionsleitung: Cornelius Borck (Lübeck)

Carsten Timmermann (Manchester)
Modell Amerika? Medizinische Forschung im Deutschland der Nachkriegszeit

Sabine Schleiermacher (Berlin)
„I am very dubious that there has been any fundamental change in German mentality or thinking”. Die Rockefeller Foundation und ihr Engagement bei einer Neuorientierung von Medizin und Public Health in Deutschland in den 50er Jahren

Anne Cottebrune (Gießen)
Die DFG und die „Rückständigkeit“ der deutschen Humangenetik in der Nachkriegszeit:
Eine belastete Disziplin auf dem Weg zum internationalen Anschluss

Kommentar zur Sektion: Volker Roelcke (Gießen)

Sektion 2: Gesundheitspolitik/Public Health
Diskussionsleitung: Walter Bruchhausen (Bonn)

Ralf Forsbach (Bonn)
„1968“ als gesundheitspolitische Wende? Zum Problem von Zäsur, Symboldatum
und Kontinuität

Rosemary Elliot (Glasgow)
Smoking and Health in Western Germany

Daniel Schäfer (Köln)
Gesundheit um jeden Preis? Röntgenreihenuntersuchungen und der Zwang zur
Prävention 1945-1970

Kommentar: Ulrike Lindner (München)

Sektion 3: Medizin und Altern
Diskussionsleitung: Lutz Sauerteig (Durham)

Dominique Behnke (Wien)
Die Institutionalisierung der Gerontologie in Westdeutschland (1945-1970)

Christiane Streubel (Bielefeld)
„Zerfallene Körper“: Zur Popularisierung medizinischen Wissens über „Alterskrankheiten“

Kommentar: Hans-Georg Hofer (Bonn)

Sektion 4: Medialisierung und öffentlicher Raum
Diskussionsleitung: Heinz Schott (Bonn)

Cay-Rüdiger Prüll (Freiburg)
„Pillen gegen Hunger“: Präsentationen der Medizin im Westdeutschland der
Nachkriegsjahre 1947-1955

Sigrid Stöckel (Hannover)
Philosophisch-anthropologische Orientierungen in ausgewählten medizinischen Wochenschriften der Nachkriegszeit (1946-1965)

Kommentar: Dagmar Ellerbrock (Bielefeld)

Sektion 5: Medizin und „modernes Leben“
Diskussionsleitung: Eberhard Wolff (Zürich)

Nicholas Eschenbruch (Freiburg)
„Eine völlig neue Weltsituation“? Homöopathie und Moderne in den 1950er und 1960er Jahren

Jeannette Z. Madarász (Berlin)
Wissenstransfer in der Konsumgesellschaft: Die Darstellung chronischer Erkrankungen
des Herz-Kreislauf-Systems in Massenmedien und Fachzeitschriften

Tobias Dietrich (Köln)
Eine neue Sorge um sich? Ausdauersport als Heilmittel gegen die Folgen des „Wirtschaftswunders“

Sektion 6: Körper und Gesundheitstechnologien
Diskussionsleitung: Christina Benninghaus (Bielefeld)

Antje Kampf (Mainz)
Private Matters? Männliche Infertilität im Nachkriegsdeutschland

Lutz Sauerteig (Durham)
Körper im Wandel: Pubertät in der westdeutschen Sexualaufklärung

Stefanie Duttweiler (Basel)
Gesundheitstechnologien des Selbst

Zusammenfassung und Ausblick

Cornelia Brink (Freiburg) und Cornelius Borck (Lübeck)
Tagungskommentar

Zitation
Tagungsbericht: Medizin und Gesellschaft in Westdeutschland 1945-1970, 10.07.2008 – 11.07.2008 Bonn, in: H-Soz-Kult, 19.11.2008, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2357>.