Literarisches Leben in Frankfurt im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit

Ort
Frankfurt am Main
Veranstalter
Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Verbindung mit dem Zentrum für die Erforschung der Frühen Neuzeit
Datum
09.10.2008 - 10.10.2008
Von
Astrid Lembke, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Historisches Seminar

Als bedeutendes Zentrum des Literaturbetriebs bietet sich die Reichsstadt Frankfurt in der Umbruchszeit zwischen Spätmittelalter und früher Neuzeit für die Erforschung der Literatur im Kräftefeld städtischer Repräsentationsaufgaben und partikularer Gruppeninteressen auf besondere Weise an. Die Einzigartigkeit Frankfurts in Bezug auf die Institutionen des Kultur- und Literaturbetriebs sowie die verschiedenen Strategien literarischer Kommunikation standen im Mittelpunkt der interdisziplinären Tagung ‚Literarisches Leben in Frankfurt im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit’ (9. und 10. Oktober 2008 in Frankfurt am Main). Die Tagung wurde vom Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Verbindung mit dem Zentrum für die Erforschung der Frühen Neuzeit ausgerichtet und von ROBERT SEIDEL (Frankfurt) und REGINA TOEPFER (Frankfurt) organisiert.

Im ersten Beitrag zeigte CHRISTOPH FASBENDER (Jena) am Beispiel Frankfurts, welchen Nutzen ein umfassendes regional gewichtetes Lexikon der mittelalterlichen Literaturgeschichte haben könnte. Durch die übersichtliche Darstellung, Auswertung und Vernetzung von bereits gesammelten Daten werde der organisierte Zugang zu Informationen über geistliche und weltliche Institutionen und Einzelpersonen, über Autoren und Schreiber, Werke, Orte und Ereignisse erleichtert oder auch überhaupt erst ermöglicht. Für den Fall der Stadt Frankfurt zeigte Fasbender, wie sich aus der strukturierten Zusammenschau der verschiedenen Daten Rückschlüsse auf die jeweiligen Besonderheiten einer bestimmten Stadt oder Region ergeben.

Die Notwendigkeit einer Erforschung des Frankfurter literarischen Lebens, wie es sie für andere deutsche Reichsstädte bereits gebe,[1] betonte KLAUS WOLF (Augsburg). Er ergänzte Fasbenders Präsentation einer reinen Sammlung von Datensätzen um eine Fokussierung auf konkrete Aktivitäten verschiedener Bevölkerungsgruppen im Literaturbetrieb der Stadt Frankfurt. Dabei wies er besonders auf die bedeutende Rolle von Patriziat und Klerus in Literaturproduktion und -rezeption hin. Auch das Verhältnis von Produktion und Besitz geistlicher und weltlicher Literatur sowie die Auffächerung des Bildungsangebotes durch das Vorhandensein kirchlicher und städtischer Schulen sei noch eingehender zu untersuchen. Die wechselseitigen Beeinflussungen schließlich von Literatur und städtischer Topographie erläuterte Wolf am Beispiel des Zusammenwirkens von Text, Bild und Architektur in der Laienkatechese.

Aufgrund seiner großen Bedeutung für den Literaturbetrieb Frankfurts im Spätmittelalter[2] bildete das ‚Frankfurter Passionsspiel’ den ersten thematischen Schwerpunkt der Tagung.

Zunächst stellte WINFRIED FREY (Frankfurt) die Nähe des Passionsspiels zur Messliturgie heraus und legte dar, wie durch eine grundlegende Integration von Lebenswirklichkeit und Spiel eine gemeinschaftsstiftende Wirkung unter den Beteiligten erzielt worden sei. Das Passionsspiel spiegele somit in der christlich geprägten spätmittelalterlichen Lebenspraxis den religiösen Kult nicht einfach wieder; es sei vielmehr Teil des religiösen Lebens selbst.

GUNDULA GREBNER (Frankfurt) zeichnete die Spuren des antiken ‚Evangelium Nicodemi’ im ‚Frankfurter Passionsspiel’ nach. Die Referentin wies auf Wechselwirkungen und Übereinstimmungen zwischen bildender Kunst und Literatur hin und zeigte, wie die aus diesem Text übernommene Selbstverfluchung der Juden unter Anspielung auf die mittelalterlichen ‚Judeneide’ zur Kritik der Machtverhältnisse zwischen Obrigkeit und Mittelschichten sowie zur Rechtfertigung der Exklusion und Diskriminierung der Juden verwendet worden sei.

ELKE UKENA-BEST (Heidelberg) konzentrierte sich in ihrem Beitrag auf die Mechanismen der Rezeptionslenkung im ‚Frankfurter Passionsspiel’. Sie legte dar, wie im Spiel verschiedene Mittel zur Herstellung einer kommunikativen Situation eingesetzt würden, durch die das vorgeführte Heilsgeschehen partiell aktualisiert werde. So solle beispielsweise der Aufbau eines jüdischen Feindbildes im Publikum ein Bewusstsein der eigenen Erkenntnisfähigkeit erzeugen. Dies habe eine Stärkung des christlichen Selbstverständnisses zur Folge, wobei die eigenständige Reflexion des Vorgeführten als notwendig und möglich angesehen werde.

Die in der Wissenschaft häufig vorgenommene strenge Unterscheidung zwischen vorreformatorischem geistlichem Spiel und nachreformatorischem Bibeldrama wurde von REGINA TOEPFER (Frankfurt) in einem Beitrag hinterfragt, in dem sie das im Jahr 1506 zuletzt aufgeführte ‚Frankfurter Passionsspiel’ mit Paul Rebhuns ‚Susanna’ von 1545 verglich. An den jeweiligen Verfahrensweisen der theatralen Inszenierung, an den didaktischen Intentionen und affektiven Komponenten sowie am liturgischen Potenzial des Spiels beziehungsweise des Dramas arbeitete sie heraus, dass das Genre des Bibeldramas sich zwar in vielen Aspekten von dem von lutherischer Seite kritisierten Passionsspiel unterscheidet, insgesamt aber deutlich an dessen Tradition anknüpft. Ein Changieren zwischen Theater und Kult, so Toepfer, sei bei beiden Gattungen gegeben, so dass von einer oft postulierten ‚frühneuzeitlichen Wende’ auf der Frankfurter Bühne nicht gesprochen werden könne.

Im Zentrum eines weiteren Schwerpunktes stand die Literaturproduktion in Zusammenhang mit der Frankfurter Messe und der Einführung des Buchdrucks.

Ausgehend von der Feststellung, dass der Buchdruck in Frankfurt erst vergleichsweise spät Fuß fassen konnte, skizzierte TINA TERRAHE (Marburg), wie sich die Stadt zwischen 1530 und 1560 in einem rasanten Prozess zur wichtigsten Druckmetropole Europas entwickelte. Am Beispiel des ersten Druckers Christian Egenolff sowie des bedeutendsten Verlegers Sigmund Feyerabend verdeutlichte Terrahe das Zusammenspiel der verschiedenen Kompetenzbereiche des Verlagswesens in der frühen Neuzeit.

JOHANNES KLAUS KIPF (München) legte in seinem Beitrag die Bedeutung des Frankfurter Literaturbetriebs für die Entwicklung des Buchtyps ‚Schwankbuch’ dar. Exemplarisch zeigte er an Johannes Paulis Exempelsammlung ‚Schimpf und Ernst’ und den Bearbeitungen, die sie bei jeder Neuauflage am Druckort Frankfurt beispielsweise durch den Drucker Christian Egenolff erfuhr, wie das Genre im 16. Jahrhundert zu großer Beliebtheit gelangte. Kipf demonstrierte, wie sich der Typ des Schwankbuches im Lauf der Zeit ausdifferenziert habe, bis er schließlich einem humanistischen Anspruch gerecht geworden sei.

Johann Wolfgang Goethe, berühmtes Kind der Stadt Frankfurt und Namensgeber der Universität, stellt sich mit seinen Faust-Dramen in die Tradition der 'Historia von D. Johann Fausten', die im Jahr 1587 erstmals in Frankfurt erschien. Dieser Prosaroman stand im Mittelpunkt der Untersuchung von ANDREAS KRASS (Frankfurt). Kraß betonte die engen Verbindungen zwischen dem Roman und der Stadt Frankfurt sowohl auf der Handlungsebene des Romans als auch in seiner Druckgeschichte. Ausgehend von den Quellenfiktionen zu Beginn und am Ende des Textes entwickelte der Referent seine These über den starken Anteil des Frankfurter Verlegers Johann Spies an der Komposition des Romans. Zur Zusammenstellung der im Faustbuch enthaltenen Wissensbestände habe sich der Verfasser einer Vielzahl von in Frankfurt erschienenen und dort vorliegenden Schriften zeitgenössischer Wissensliteratur bedient. Dieses Wissen werde aber im Handlungsverlauf, so die Argumentation des Referenten unter Verweis auf Georg Lukács’ Diktum von der ‚transzendentalen Obdachlosigkeit des Romanhelden’, als bereits veraltet und für den melancholischen Protagonisten letztlich unbrauchbar diskreditiert.

Das Blickfeld der Tagung wurde zu Beginn des zweiten Tages um die Komponente des jüdischen Literaturbetriebs der Epoche erweitert. Dadurch sollte der Blick dafür geschärft werden, dass es geboten ist, die jüdischen Einwohner Frankfurts nicht ausschließlich als Objekte von antijudaistischen Feindseligkeiten,[3] sondern selbst als Kulturschaffende zu betrachten.

JOHANNES WACHTEN (Frankfurt) verschaffte dem Publikum einen Überblick über die wichtigsten Daten des Buchdrucks mit hebräischen Lettern. Dieser wurde vor allem im Frankfurter Umland betrieben, da die Frankfurter Zunftregeln den Juden das Ausüben des Druckerhandwerks verboten. Wachten gab an mehreren Beispielen detaillierte Einblicke in die Produktion und Verbreitung religiöser und moralischer Schriften. Insgesamt erschienen sowohl das weitgehende Fehlen von Informationen über eine hebräische Handschriftenkultur als auch die Seltenheit jüdischer Betätigung im Buchdruck als beachtenswerter Befund, der sich möglicherweise durch antijudaistische Maßnahmen wie Pogrome, diskriminierende Zunftregeln oder Konfiskationen erklären lasse.

ANDREAS LEHNARDT (Mainz) konzentrierte sich in seinem Vortrag auf das jüdische Frankfurter Purim-Spiel von 1751. Der Referent begründete die Bedeutung der Frankfurter Handschrift unter anderem damit, dass sie neben dem jiddischen Text auch eine deutsche Übersetzung enthält. Lehnardt machte deutlich, dass die Edition des Manuskripts eine ertragreiche Re-Lektüre der Theatergeschichtsschreibung ermöglichen werde. Dazu könne auch eine Untersuchung des Purim-Spiels im Hinblick auf die christliche Tradition der Fastnachtsspiele beitragen.

Während zuvor von Frankfurt als einem Ort der Literaturproduktion die Rede gewesen war, ging es im folgenden Abschnitt der Tagung vor allem um das Bild der Stadt in der Literatur. Dabei wurde untersucht, auf welche Weise die Themen kollektive Identität und stadtbürgerliches Selbstverständnis Eingang in verschiedene Textsorten fanden.

In diesem Rahmen widmete sich zunächst URSULA PAINTNER (Münster) der Formtradition des Städtelobs in der frühen Neuzeit. In den Mittelpunkt stellte sie dabei nicht die Frage nach dem Verhältnis der Stadtbeschreibung zu einer wie auch immer gearteten Realität – die Referentin argumentierte vielmehr, dass das Genre des Städtelobs kollektive Gedächtnisinhalte und Identitäten spiegele und konstituiere. Ähnlich wie in der utopischen Literatur spiele die Organisation von Wissen und gemeinsamer Erinnerung im Städtelob eine große Rolle, insofern dieses ein Bild städtischer Identität vermittle.

Die Funktion von Gründungserzählungen für die Schaffung eines identitätsstiftenden kollektiven Wissens um die Vergangenheit betonte ERNST ERICH METZNER (Frankfurt). An zwei Beispielen verdeutlichte er, wie unterschiedlich solche Gründungserzählungen zum gleichen Ort aussehen können: Während Thietmar von Merseburg die Gründung der Stadt mit der wunderbaren Mainüberquerung der Franken unter Karl dem Großen in Verbindung brachte, präsentierte der humanistische Gelehrte Johannes Trithemius eine vorchristlich-antike Gründungserzählung. Der Referent stellte die These auf, dass Trithemius Herleitung des Namens ‚Helenopolis’ möglicherweise aus einer falschen Deutung des Terminus ‚elenstat’ (Alte Stadt) resultiere, mit dem die Germanen die Siedlung nach dem Abzug der Römer bezeichneten.

Der Historiker JÖRG SCHWARZ (Freiburg) eröffnete seinen Vortrag mit der Feststellung, dass das mittelalterliche Frankfurt im Gegensatz zu vielen anderen Reichsstädten keine eigene Stadtgeschichtsschreibung besitze. Eine solche könne erst im sechzehnten Jahrhundert ausgemacht werden. Allerdings habe auch vorher schon das geistige Umfeld im Zusammenspiel von Bartholomäusstift und Patriziat die Entstehung von Werken mit wesentlichen Kennzeichen von Stadtgeschichtsschreibung begünstigt. Bernhard Rorbachs ‚Liber gestorum’ aus der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts beispielsweise enthalte neben Berichten über lokale Ereignisse auch deutliche Bezüge zu Reichsgeschichte und Reichspolitik. Somit könne man das Werk Bernhard Rorbachs wie auch Johann Heises (gest. vor 1495) als Grundlage der späteren Frankfurter Stadtgeschichtsschreibung bezeichnen.

Mit den Auswirkungen der gesellschaftlichen Bewegungen des Humanismus und der Konfessionalisierung auf die Stadt Frankfurt setzte sich in einem letzten Schwerpunkt die Kunsthistorikerin ANNA SCHREURS (Florenz) auseinander. Die dezidiert grenzüberschreitende Perspektive des Verlegers Matthäus Merian verdeutlichte sie an der Vorrede zur ‚Topographia Germaniae’. Sie wies den Einfluss neostoizistischen Gedankenguts in der gegenüber dem französischen Vorläufer des Werks stark erweiterten deutschen Vorrede nach und hob hervor, dass in der Übersetzung sowohl Kritik an religiöser Engstirnigkeit als auch die Aufforderung zu Toleranz und Erweiterung des intellektuellen Horizontes deutlich stärker in den Vordergrund getreten seien.

BRITA RANG (Frankfurt) erläuterte in einem abschließenden Beitrag die reformerischen Pläne Wolfgang Ratkes (1551-1635) und legte dar, wie der Pädagoge in seinem ‚Memorial’, das er in Frankfurt den deutschen Reichsständen übergab, den Plan einer schulischen, sprachlichen und gesellschaftlichen Reform entwarf. Seine Bemühungen um die deutsche Sprache, deren Kenntnis der Pädagoge unter anderem als notwendig für einen unverfälschten Zugang zur Religion erachtete, legten aus der Sicht der Referentin eine weiterführende Untersuchung im Zusammenhang mit den Grundsätzen der ‚Fruchtbringenden Gesellschaft’ nahe.

Der von den Veranstaltern der Tagung zugrunde gelegte ‚erweiterte’ Literaturbegriff und die dadurch angeregte Betrachtung vielfältiger Quellentypen ermöglichten es im Verlauf der Tagung, ein facettenreiches Bild des Frankfurter Literaturbetriebs im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit zu zeichnen. Besonders zu begrüßen war die Bereitschaft der Teilnehmer, den Anspruch der Interdisziplinarität ernst zu nehmen, indem sie ihre in den Bereichen der Literaturwissenschaft und Stadtgeschichte, Theaterwissenschaft, Sprachwissenschaft und Medienforschung erarbeiteten Schlussfolgerungen zueinander in Bezug setzten und in einen größeren Gesamtzusammenhang einordneten. Die Aufgeschlossenheit der Germanisten, Judaisten, Historiker, Kunsthistoriker und Pädagogen gegenüber den Fragestellungen aus den jeweils anderen Fächern kam somit nicht nur den Spezialisten, sondern auch den zahlreichen Zuhörern zugute.

Eine Veröffentlichung der Vorträge in einem Sammelband ist geplant.

Konferenzübersicht:

Robert Seidel (Frankfurt) / Regina Toepfer (Frankfurt): Begrüßung und Einführung in das Thema

Christoph Fasbender (Jena): Zum literarischen Profil Frankfurts um 1500

Klaus Wolf (Augsburg): Frankfurts literarisches Leben im ausgehenden Mittelalter. Zwischen Frömmigkeitstheologie und patrizischer Repräsentation

Winfried Frey (Frankfurt): Die Stadt Frankfurt und das Frankfurter Passionsspiel um 1500

Gundula Grebner (Frankfurt): Das Evangelium Nicodemi in Frankfurt am Main

Elke Ukena-Best (Heidelberg): Strategien der Zuschauerbelehrung und –lenkung im Frankfurter Passionsspiel

Tina Terrahe (Marburg): Frankfurts Aufstieg zur Druckmetropole des 16. Jahrhunderts. Christian Egenolff, Sigmund Feyerabend und die Frankfurter Buchmesse

Johannes Klaus Kipf (München): Auf dem Weg zum Schwankbuch. Die Bedeutung Frankfurter Drucker und Verleger für die Ausbildung eines Buchtyps im 16. Jahrhundert.

Andreas Kraß (Frankfurt): Ein Roman als Bibliothek. Die ‚Historia von D. Johann Fausten’ (Frankfurt am Main 1587)

Anna Schreurs (Florenz): Den Leser ‚aus dem Käfig befreien’. Frankfurts kosmopolitischer Blickwinkel – Zu den Topographien des Verlagshauses Matthias Merians

Johannes Wachten (Frankfurt): Jüdische Literatur in Frankfurt

Andreas Lehnardt (Mainz): Ein verbotenes Frankfurter Purim-Spiel. Zur jüdischen Theaterkultur im Frankfurt der frühen Neuzeit

Ernst Erich Metzner (Frankfurt): Frühmittelalterliches kollektives Erinnerungswissen und frühneuzeitliche individualistische Wissenschaftseinrede: Thietmar von Merseburg und Johannes Trithemius zum Thema Früh- und Vorgeschichte der Königs- und Kaiserwahlstadt Frankfurt am Main

Jörg Schwarz (Freiburg): Bartholomäusstift – Reichsstadt – Patriziat. Die Horizonte städtischer Historiographie in der Stadt Frankfurt am Main im späten Mittelalter

Ursula Paintner (Münster): Zwischen regionaler Verortung und Reichsperspektive. Frankfurt im Städtelob der Frühen Neuzeit

Regina Toepfer (Frankfurt): Frühneuzeitliche Wende auf der Frankfurter Bühne? Das ‚Frankfurter Passionsspiel’ und Paul Rebhuns ‚Susanna’ zwischen Theater und Kult

Brita Rang (Frankfurt): Zum Reformpädagogen Ratichius in Frankfurt

Anmerkungen:
[1] Johannes Janota / Werner Williams-Krapp (Hrsg.), Literarisches Leben in Augsburg während des 15. Jahrhunderts, Tübingen 1995.
[2] Dorothea Freise, Geistliche Spiele in der Stadt des ausgehenden Mittelalters: Frankfurt, Friedberg, Alsfeld, Göttingen 2002.
[3] Edith Wenzel, ‚Do worden die Judden alle geschant‘. Rolle und Funktion der Juden in spätmittelalterlichen Spielen, München 1992. Auch: Winfried Frey, Die Juden im Frankfurter Passionsspiel, in: Matthias Benad (Hrsg.), Gott in Frankfurt? Theologische Spuren einer Metropole, Frankfurt 1987.

Zitation
Tagungsbericht: Literarisches Leben in Frankfurt im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, 09.10.2008 – 10.10.2008 Frankfurt am Main, in: H-Soz-Kult, 05.12.2008, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2390>.
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Veröffentlicht am
05.12.2008
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