Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben. 20. Tagung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben

Ort
Irsee
Veranstalter
Heimatpflege des Bezirks Schwaben; Schwabenakademie Irsee
Datum
14.11.2008 - 15.11.2008
Von
Agnes Blasczyk, Friedberg

Veranstaltungsjubiläen sind ein willkommener Anlass, über bislang eingeschlagene Routen zu resümieren und Schritte mit Zukunftsperspektive zu entwickeln. Diesem Grundsatz folgte die von der Heimatpflege des Bezirks Schwaben und der Schwabenakademie Irsee veranstaltete Tagung zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben, die bereits zum zwanzigsten Mal ein interdisziplinäres Forum für die verschiedensten Themen zur jüdischen Geschichte bot. Bei seiner Begrüßung unterstrich RAINER JEHL (Irsee) die Bedeutung der wissenschaftlichen Tagungsreihe, die an einem Ort nationalsozialistischer Verbrechen veranstaltet, einen wesentlichen Beitrag zur Vermittlung von geschichtlichem Bewusstsein leiste. In das Programm einführend reflektierte anschließend der Tagungsleiter PETER FASSL (Augsburg) über die Intention der jährlichen Tagung, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen, notwendiges Grundlagenwissen über das Leben einer religiösen Minderheit im Laufe der Jahrhunderte zu vermitteln und die jüdische Geschichte Schwabens im kollektiven Gedächtnis zu verankern. Damit konnte sich die Tagungsreihe als bedeutender Knotenpunkt im Netzwerk des dialektischen Austausches über die Regional- und Gesamtgeschichte des Judentums etablieren und in dieser Funktion Anregungen aufnehmen, aber auch als Impulsgeber nach außen diffundieren.

Bilanzierend überblickte zunächst Bezirksheimatpfleger PETER FASSL (Augsburg) die seit 1989 abgehaltenen Irseer Tagungen. Dabei ließ er allgemeine wie persönliche Motive Revue passieren, die das geistig-kulturelle Fundament für deren Initiierung bildeten. So erwies sich bei seinem Amtsantritt im Jahre 1987 die Forschungslage zur jüdischen Geschichte als defizitär, während ein breites Interesse an der Historie der Juden im regionalen Kontext erwachte. Maßgeblich dafür waren der bundesweite Diskurs zur Judenverfolgung anlässlich der Ausstrahlung des Fernsehfilms „Holocaust“ im Jahre 1979, aber auch erste lokale Initiativen, wie die Restaurierung der Augsburger Synagoge 1985 und die Veröffentlichungen von Gernot Römer über den Leidensweg der Juden in Schwaben nach 1933. Sich mit der jüdischen Vergangenheit zu beschäftigen, erschien daher als ein adäquater Ansatz der Bezirksheimatpflege, um angesichts der geistigen Verarmung durch den Verlust der deutsch-jüdischen Traditionen einen Kontrapunkt zu setzen. [1]

Ebenfalls aus der Warte eines Pioniers auf dem Gebiet der Erforschung der jüdischen Bevölkerung Bayerisch-Schwabens schilderte GERNOT RÖMER (Augsburg) die öffentliche Resonanz auf die in den letzten 20 Jahren geleistete Erinnerungsarbeit. Trotz ambivalenter persönlicher Erfahrungen im Zuge der Recherchetätigkeiten für seine gut rezipierten Buchveröffentlichungen zu jüdischen Schicksalen, die einerseits von Anfeindungen, andererseits aber von aufschlussreichen Begegnungen geprägt waren, konnten beispielsweise auf seine Anregung hin auch Juden zur 2000-Jahrfeier der Stadt Augsburg eingeladen werden. Zudem gingen wichtige Forschungsinitiativen zur Geschichte des schwäbischen Judentums vom Haus der Bayerischen Geschichte und der Universität Augsburg unter Federführung von Rolf Kießling aus. Ein sich weitendes Interesse spiegle auch die Tatsache wider, dass nicht mehr nur Historiker, sondern auch verstärkt Laien den Spuren jüdischen Lebens nachgehen, so dass, wie Römer betonte, letztlich ein positives Fazit hinsichtlich eines gewachsenen öffentlichen Bewusstseins für die jüdische Vergangenheit konstatiert werden könne.

Als Leiter des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim Zentralkomitee deutscher Katholiken berichtete HANSPETER HEINZ (Augsburg) von seinen Erfahrungen des christlich-jüdischen Dialogs. Zunächst wurde die Situation der jüdischen Gemeinden skizziert, die vor allem durch die Zuwanderung aus den GUS-Staaten seit 1990 auf etwa 100.000 Mitglieder deutschlandweit stark angewachsen sind. In Anbetracht dieser chancenreichen Entwicklung, bei der die reellen Möglichkeiten in den jüdischen Gemeinden aufgrund drängender Integrationsaufgaben noch beschränkt sind, sei es wichtig, jüdisch-christliche Beziehungen mit der Maßgabe einer gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung weiter zu pflegen. Tiefenwirksame Ansätze hierzu gebe es auf der Ebene der theologischen Vermittlung, wie etwa des im Bereich der jüdischen Geschichte verbesserten Religionsunterrichtes oder den Vorlesungen zu den Grundlagen des Judentums von Rabbiner Henry Brandt an der Theologischen Fakultät der Universität Augsburg. Gerade bestimmte Äußerungen von Seiten der Bischöfe oder des Papstes, wie etwa bezüglich der neuformulierten Karfreitagsfürbitte, bedürften noch einer größeren Sensibilität gegenüber den Juden.

Mit dem Referat von CHRISTIAN HERRMANN (Fellheim) wurde aus einer eher forschungspraktischen Perspektive die ambitionierte Tätigkeit des Arbeitskreises „Geschichte, Chronik und Brauchtum in Fellheim“ behandelt. Nach dem Erlöschen des jüdischen Lebens durch Deportation und Vernichtung 1942 sowie als Folge aus der nicht dauerhaften Wiederansiedelung von Juden in Fellheim drohten die letzten Zeugnisse jüdischer Kultur aus dem Ortsbild zu verschwinden. Im Rahmen der Dorferneuerung konstituierte sich im Jahr 2002 ein Arbeitskreis, zu dessen vorrangigem Ressort sich die jüdische Geschichte entwickelte. Neben Ortsführungen und Zeitzeugeninterviews stehen Veranstaltungen mit überregionaler Ausstrahlungskraft auf dem Programm des Arbeitskreises, wie im Fall der Präsentation der Ausstellung über die Fellheimer Antiquarsfamilie Rosenthal. Vorgestellt wurde zudem die Konzeption der Arbeitskreismitglieder für die bisher als Privatgebäude genutzte einzige Synagoge im bayerischen Allgäu als Erinnerungs- und Begegnungsstätte. Konstante Leitfrage bei der Beschäftigung mit der jüdischen Geschichte war die Relevanz des Engagements: Als positiver Effekt kann die Bereicherung des kulturellen Lebens in Fellheim und im ganzen Allgäu verbucht werden.

Aus ihrem Dissertationsprojekt trug CLAUDIA RIED (Augsburg) Erkenntnisse zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Fellheim im 19. Jahrhundert vor. Ausgehend von der Stellung der Fellheimer Juden im Alten Reich, die dem Forschungskonzept der jüdisch-christlichen „Doppelgemeinde“ entspricht, wurde nach den Konsequenzen des bayerischen Judenedikts von 1813 gefragt. Tatsächlich führten die vergleichsweise restriktiven Bestimmungen nicht zu einer bürgerlichen Gleichstellung der Juden. So wurden hohe Abgabenzahlungen von der jüdischen Gemeinde an die ehemaligen Schutzherrn Reichlin-Meldegg sogar bis 1848 gefordert. Hinderlich auf dem Weg zur Emanzipation waren auch die Gemeindelasten, die von den Fellheimer Juden getragen werden mussten, ohne dass sie an den Gemeinderechten partizipieren konnten. Zusätzlich zum Matrikelparagraph des Edikts, der die Anzahl jüdischer Familien vor Ort kontingentierte, griff der Staat in die innerjüdischen Gemeindestrukturen ein, um aus einem pädagogischen Impetus den Integrationsprozess voranzutreiben. Für Spannungen innerhalb der jüdischen Gemeinde sorgte der im Sinne der Regierung agierende Rabbiner Seligsberg, der mit seinem auf eine Reform des Gottesdienstes bedachten Kurs mit der Einführung der Synagogenordnung die orthodoxe Judenschaft gegen sich aufbrachte.

ERWIN BOSCH (Hürben) befasste sich mit der Bevölkerungsentwicklung in Hürben vom 16. bis zu den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Entgegen der bisher überlieferten, letztlich aber nicht nachweisbaren jüdischen Anfänge ab 1504, werden in Hürben erstmals quellenmäßig jüdische Hausbesitzer ab 1580 belegbar. Anhand von unfangreichem Kartenmaterial wurden hauptsächlich auf der Quellenbasis von Urbaren, Freiheitsbriefen und den von 1784 bis 1875 erhaltenen Personenstandsregistern die jüdischen Anwesen im Ortsbild identifiziert. Neuerrichtete Bauten der im Wachstum begriffenen Judengemeinde zwischen 1812 und 1843 ließen sich ebenso verfolgen wie die letzten jüdischen Anwesen bis zur Deportation ihrer Bewohner im Jahr 1942. Vorteilhaft erwies sich dabei die über Jahrhunderte nahezu unveränderte Topographie in Hürben. Für das 19. Jahrhundert wurden detailliert die demographischen Verhältnisse der jüdischen Einwohnerschaft herausgearbeitet. Weitere Aufschlüsse erhofft sich der Referent mit der Auswertung der Standesamtsunterlagen und Pfarrmatrikel, um mittels einer komparativen Analyse die Entwicklung des jüdischen Bevölkerungsteils in Relation zum christlichen stellen zu können.

Auf das Schicksal jüdischer Juristen während der NS-Zeit in Bayern und besonders in Schwaben machte REINHARD WEBER (München) aufmerksam. Das für jüdische Bewerber stark eingeschränkte Berufsangebot bedingte, dass um 1900, bezogen auf den prozentualen Anteil an der bayerischen Bevölkerung, überproportional viele jüdische Akademiker in der Advokatur vertreten waren. Diese waren indes beruflich wie auch gesellschaftlich integriert bis zur Zäsur mit der Etablierung der NS-Diktatur und der „Gleichschaltung“ der Anwaltschaft. Juden wurde teilweise ihre Zulassung entzogen, so dass in Bayern im Herbst 1933 von 440 Anwälten jüdischer Herkunft 312 vorläufig im Amt verblieben. Die bis zum allgemeinen Berufsverbot 1938 tätigen jüdischen Advokaten wurden gegenüber ihren „arischen“ Kollegen diskriminiert und waren rücksichtlosen Verhaftungen, Boykottmaßnahmen und Repressionen ausgesetzt, was viele zur Berufsniederlegung oder zur Emigration in die soziale Ungewissheit veranlasste. Mit Beginn der Deportationen ab Oktober 1941, denen auch der in Augsburg zugelassene Rechtsanwalt Stefan Oberbrunner zum Opfer fiel, wurde die rettende Auswanderung für verbliebene jüdische Juristen illusorisch. Nach Kriegsende kehrten nur wenige Holocaust-Überlebende, wie der Anwalt und spätere Augsburger Oberbürgermeister Ludwig Dreifuß, nach Bayern zurück.

Ein bemerkenswertes Schülerprojekt am Maria-Theresia-Gymnasium in Augsburg stellte der Musiklehrer PETER WOLF (Augsburg) vor, der die Ausleuchtung eines bisher dunklen Kapitels, nämlich die biographische Erforschung der dort ab 1895 zur Schule gegangenen jüdischen Mädchen, angeregt hat. Die im Rahmen eines Wahlkurses erarbeiteten Ergebnisse der Spurensuche liegen inzwischen in Form einer professionellen Ausstellung samt Katalog und einer mit Fotos, Videos sowie Dokumenten angereicherten Internetpräsenz [2] vor. Im Mittelpunkt steht dabei exemplarisch das Leben der Marianne Weil, das mit Hintergrundinformationen zu den Ereignissen auf staatlicher Ebene und aus dem Schulalltag unterfüttert wird. Über Jahre hinweg wurde auf der Grundlage von Archiv- und Literaturrecherchen sowie einem Informantennetzwerk aus Zeitzeugen, Nachfahren und Historikern die Lebenslinien rekonstruiert und damit eindringlich erhellt, was mit den jüdischen Schülerinnen geschehen ist. Dabei lag die Intention nicht auf einer umfassenden historischen Aufarbeitung, sondern auf der Dokumentation der über 200 Einzelschicksale und deren Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit.

Den Weg eines Teils der eigenen Vorfahren zeichnete SEBASTIAN SEIDEL (Augsburg) mit der Lebensgeschichte der Familie seines Urgroßvaters Ernst Schweitzer nach. Geboren 1888 wuchs dieser als Sohn zum Christentum konvertierter Juden in einer konservativ-nationalen Familie in Berlin auf. Mit seinen beiden Brüdern nahm er später am Ersten Weltkrieg teil und ergriff den Beruf des Arztes. Die eigenen blonden und blauäugigen Kinder, die nach den nationalsozialistischen Rassetheorien als „Vorbildarier“ hätten gelten können, kamen erst durch die NS-Ideologie mit ihren jüdischen Wurzeln in Kontakt, als ihnen als Enkel jüdischer Großeltern das folgenreiche Etikett „Halbjuden“ angeheftet wurde. Ernst Schweitzer, im Zuge der Novemberpogrome 1938 mit seinem Bruder wochenlang im KZ Sachsenhausen inhaftiert, verließ Deutschland und wurde schließlich 1939 Psychoanalytiker in den USA. Von ihm überlieferte Gedichte spiegeln seine Suche nach dem eigenen Ich wider. Bis heute spielt bei den teilweise auch wieder zum Judentum übergetretenen Familienmitgliedern die Frage nach der eigenen Identität, und inwiefern diese jüdisch aufgrund des Bekenntnisses der Vorfahren oder der aktuellen Religionszugehörigkeit ist, eine Rolle.

Ein fast vergessenes Thema machte JIM G. TOBIAS (Nürnberg) mit den Fußballmeisterschaften der DP-Camps (Displaced Persons) bekannt. Sportliche Betätigung bot den Insassen der nach Kriegsende errichteten rein jüdischen Auffanglager für überlebende Juden nicht nur Abwechslung vom lethargischen Lagerleben und Ablenkung von den schmerzvollen Erinnerungen an die Verfolgung. Wie aus den Untersuchungen von Tobias hervorging, sollte der Fußballsport in den unter jüdischer Selbstverwaltung stehenden DP-Camps der US-Zone auch dazu dienen, einen physisch starken Nachwuchs für den Aufbau eines eigenen jüdischen Staates heranzubilden. In jedem Camp, so auch in Neu-Ulm oder Bad Wörishofen, bildeten sich jüdische Lagermannschaften. Die Teams, wie zum Beispiel „Makabi Leipheim“, trugen gegen auswärtige Lagermannschaften in sich ab Ende 1945 etablierenden Ligen Fußballmeisterschaften aus. Eine jiddischsprachige Sportzeitung in der US-Zone informierte die Lagerinsassen mit Spielberichten, wobei ein dokumentiertes Spiel zwischen einer jüdischen Mannschaft und einem deutschen Verein eine seltene Ausnahme darstellte. Mit der bevorstehenden Gründung Israels 1948 zerfielen die Fußballteams in den sich sukzessive entleerenden Lagern, da junge Juden nach Palästina strebten, um am Staatsaufbau mitzuwirken.

Einblicke in die Untersuchungsergebnisse zur „Arisierung“ der Pferseer Fabrik R. Bernheim für Imprägniermittel eröffnete KARL BORROMÄUS MURR (Augsburg) und analysierte dabei die Form der Verdrängung der jüdischen Inhaber aus dem Unternehmen. Kurz nach der Verhaftung des Sohnes des Firmeninhabers, Willy Bernheim, wegen Steuerhinterziehung drängten im Februar 1933, vorgeblich motiviert durch den drohenden Firmenbankrott, leitende Angestellte zur Umbildung des Unternehmens. Die Fabrik ging für geringes Geld an die Angestellten über und wurde in eine GmbH umgewandelt. Obwohl in der Nachkriegszeit ein Spruchkammerbeschluss das Vorgehen der Angestellten als „Arisierung“ anerkannt hatte, endete ein Wiedergutmachungsverfahren mit einem Vergleich und Willy Bernheims Rücknahme der „Arisierungs“-Anklage. Dieser Wendung spürte der Referent nach, speziell auch dem antisemitischen Verhalten der Akteure. Das Verfahren gegen Bernheim erwies sich im Rückblick als materialrechtlich nicht anfechtbar, da nicht nur Steuervergehen von Juden geahndet wurden. Allerdings lassen sich antisemitische Äußerungen in der Berichterstattung über den Bernheim-Prozess in der Augsburger Presselandschaft nachweisen. Nach jetzigem Forschungsstand bleiben noch offene Fragen, etwa ob die späteren Gesellschafter während der GmbH-Umwandlung bewusst die Lage der Firma als zu prekär dargestellt hatten.

In der Abschlussdiskussion wurde für die weitere internetbasierte Vernetzung der Forschungsansätze zur jüdischen Geschichte plädiert und die unreflektierte Verwendung historisch belasteter Begriffe im gegenwärtigen Sprachgebrauch kritisiert. Obgleich auf den insgesamt zwanzig Tagungen zur Geschichte und Kultur der Juden von den Referenten beständig thematisches Neuland betreten wurde, herrschte Konsens darüber, dass es noch Forschungsbedarf über das schwäbische Judentum gibt.

Konferenzübersicht:

PETER FASSL/RAINER JEHL, Begrüßung und Einführung

PETER FASSL, 20 Jahre Irseer Tagungen zur Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben im Rahmen der Kulturarbeit des Bezirks Schwaben

GERNOT RÖMER, Der Wandel der öffentlichen Wahrnehmung der jüdischen Geschichte in Schwaben in den letzten 20 Jahren

HANSPETER HEINZ, Das Verhältnis von Juden und Schwaben. Möglichkeiten und Perspektiven aus deutscher Sicht

CHRISTIAN HERRMANN, Die Erinnerungsarbeit des Arbeitskreises Geschichte, Chronik und Brauchtum in Fellheim

CLAUDIA RIED, Zwischen Kontinuität und Aufbruch: Zur Geschichte der Juden in Fellheim im 19. Jahrhundert

ERWIN BOSCH, Die Bevölkerungsentwicklung in Hürben vom 16. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert

REINHARD WEBER, Das Schicksal der jüdischen Juristen in Schwaben in der NS-Zeit

PETER WOLF, Die jüdischen Mädchen und die Zeit des Nationalsozialismus an der Maria-Theresia-Schule in Augsburg

SEBASTIAN SEIDEL, „Das Haus ist eingestürzt, darin bin ich geboren“. Auf der Suche nach der eigenen Identität – Der Lebensweg von Ernst Schweitzer und seiner Familie

JIM G. TOBIAS, Die Fußballmeisterschaften der DP-Camps

KARL BORROMÄUS MURR, Die „Arisierung“ der Chemischen Fabrik R. Bernheim in Augsburg/Pfersee

Anmerkungen:
[1] Resultate liegen inzwischen in vielfältiger Form vor: Siehe unter anderem Doris Pfister (Bearb.), Dokumentation zur Geschichte der Juden in Schwaben, Bd. I-III, Augsburg 1993, auch online unter < http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/dda/projekte/doku_juden_schwaben/ > (12.03.2009) und Peter Fassl (Hrsg.), Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben III. Zwischen Nähe, Distanz und Fremdheit, Augsburg 2007.
[2] < http://www.hdbg.de/spuren/ > (12.03.2009).

Zitation
Tagungsbericht: Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben. 20. Tagung der Heimatpflege des Bezirks Schwaben, 14.11.2008 – 15.11.2008 Irsee, in: H-Soz-Kult, 21.03.2009, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2559>.