Staging the Past – Themed Environments in Transcultural Perspectives

Ort
Freiburg
Veranstalter
DFG-Forschergruppe 875 „Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart"
Datum
23.04.2009 - 25.04.2009
Von
Michiko Uike-Bormann, DFG-Forschergruppe 875 „Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart", Institut für Völkerkunde, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Populäre Repräsentationen von Geschichte in verschiedenen Medien sind das Forschungsthema der von der DFG geförderten Forschergruppe „Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart". Die jüngste Tagung der Forschergruppe beschäftigte sich insbesondere mit verschiedenen Formen von themed environments. Die Tagungsbeiträge befassten sich mit Themenparks und Museen, Living History, Reenactment und anderen performativen Medien, die ein breites Publikum ansprechen.

In diesen globalisierten Formen des cultural display werden Geschichte und kulturelle Traditionen von einem zahlenden Publikum konsumiert, aber auch historisches Wissen disseminiert. Fallbeispiele aus Deutschland, Großbritannien, den USA, Indonesien, Israel, Japan und Tansania, die der Bedeutung der themed environments in den je spezifischen sozialen Kontexten nachgingen, ermöglichten einen breiten und interdisziplinären Blick auf das Phänomen populärer Geschichtsaneignung. Die Tagung brachte Akademiker und Praktiker aus den angesprochenen Bereichen an einen Tisch und bot vielfältige Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und zur Diskussion.

Den Auftakt bildete ein Vortrag von JOY HENDRY (Oxford), der sich mit japanischen Themenparks beschäftigte. Hendry erläuterte mehrere Ansätze zur Analyse und Interpretation dieser themed environments, die den Besuchern eine Reise in fremde, fantastische oder vergangene Welten ermöglichen. Sie legte politische Aspekte des japanischen Themenparkbooms dar und erwähnte Ansätze, die die Parks im Kontext von Freizeit und Spiel, aber auch von ernsthaftem Bildungsinteresse sehen. Sehr interessant waren ihre Überlegungen zum „heilenden“ Effekt von themed environments. Anhand etlicher Beispiele aus ihrer ethnologischen Feldforschung erklärte Hendry zudem, dass die Besucher der japanischen Themenparks keinen großen Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit oder gar zwischen authentischen Repräsentationen und Fantasie machen. Dies verknüpfte sie mit Überlegungen zum Reisen (tabi) in Japan, denn neuere Forschungen gehen hier von einer häufigen Verwischung raum-zeitlicher Grenzen aus.[1]

JUDITH SCHLEHE und MICHIKO UIKE-BORMANN (Freiburg) stellten in ihrem Beitrag Themen- und Kulturparks in Deutschland, Japan und Indonesien vor. Sie betonten die sich überschneidenden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflüsse, die in den Parks zum Tragen kommen und kamen zu dem Schluss, dass diese Modelle darstellen, wie die Welt eben nicht sein sollte: Die unmittelbare Begegnung mit den Menschen der jeweils dargestellten Kulturen sei nicht vorgesehen; soziale Probleme, negative Aspekte oder alles, was die Kontinuität zwischen Gegenwart und Vergangenheit stören könnte, werde ausgeblendet. Die Referentinnen konstatierten Grenzüberschreitungen zwischen spielerischer Liminalität und dem “wahren Leben”, das in die themed environments und vice versa eindringe. Sie betonten die Notwendigkeit, zwischen rein kommerziellen Parks und solchen, die von postkolonialen Regierungen kontrolliert werden, zu unterscheiden. In letzteren sei von besonderem Interesse, wie nationale Identitäten durch Prozesse der Inklusion und Exklusion permanent geformt werden.

NOEL B. SALAZAR (Leuven) verglich themed environments in zwei Ländern mit kolonialer Vergangenheit und konnte überraschende Ähnlichkeiten feststellen. Sein Vortrag basierte auf seinen Feldforschungen in Indonesien und Tansania und analysierte Aneignungen von Geschichte im Rahmen von Binnen- und internationalem Tourismus. Die Besucher historischer Themenparks und so genannter Tourismusdörfer finden für touristische Zwecke maßgeschneiderte Repräsentationen von Vergangenheit vor. Diese bedienen sich der kolonialen und postkolonialen Vorstellungen vom Eigenen und vom Fremden, die durch Populärkultur, Medien, aber auch Wissenschaften wie Ethnologie, Archäologie oder Geschichte zirkulieren. Während Salazar die hauptsächlich von Binnentouristen besuchten historischen Themenparks im Hinblick auf ihre Rolle für die Herausbildung einer gemeinsamen nationalen Identität untersuchte, stellte er in Bezug auf die Tourismusdörfer in ländlichen Regionen eine zunehmende Touristifizierung (tourismification) des Alltags fest.

Mit themed environments in einem religiösen Kontext beschäftigte sich der Beitrag von AMOS RON (Jordan Valley/Kinneret). Er erläuterte, dass sich alternativ zu den traditionellen Pilgerstätten im Heiligen Land christliche themed environments etabliert hätten, die die Atmosphäre biblischer Zeiten simulieren. Während die „echten“ Pilgerstätten die Authentizität des Ortes betonen, scheint in den religiösen themed environments die visuelle Authentizität im Vordergrund zu stehen. Durch Mittel der Visualisierung, das Bemühen um wissenschaftliche Korrektheit und biblische Bezüge seien diese in der Lage, den Pilgern eine ganz andere Form der spirituellen Erfahrung zu bieten. Ron sprach in diesem Zusammenhang von einer Form der „Hyper-Spiritualität“, durch die die Besucher die simulierten Orte oft als authentischer als die traditionellen Pilgerstätten empfänden.

KNUD SECKEL (Alsbach) gab einen Einblick in die Aufführungspraxis mittelalterlicher Musik und die damit verbundenen Schwierigkeiten, diese Musik im Spannungsfeld zwischen heutigen Hörgewohnheiten und wissenschaftlich korrekter Interpretation wieder zu (er)finden. Er betonte den Unterschied zwischen ernsthafter E-Musik und unterhaltender U-Musik, also zwischen authentischer Musik, die auf mittelalterlichen Quellen basiere, und Musik, die sich lediglich mittelalterlich anhöre. In der anschließenden Diskussion wurde diese Einteilung kritisiert und vorgeschlagen, die verschiedenen Formen des musikalischen Reenactments bezüglich ihrer Authentizität eher als ein Kontinuum aufzufassen. Anhand einer Kostprobe von Minnesang veranschaulichte Seckel seine vorherigen theoretischen Ausführungen und bot den Tagungsteilnehmer/innen einige praktische Einblicke in das Reenactment mittelalterlicher Musik und die Hintergründe und Grundlagen der eigenen Interpretationen.

Der zweite Tag der Tagung wurde von SCOTT LUKAS (South Lake Tahoe) eingeleitet, dessen Beitrag ein übergreifendes theoretisches Gerüst für die Analyse und Interpretation von Themenparks lieferte, die im Mittelpunkt des ersten Konferenztages gestanden hatten. Lukas verknüpfte themed spaces mit postmodernen Konzepten von Simulation und Postauthentizität und gab einen Überblick über das Phänomen des theming, seine Ursprünge und Kulturgeschichte wie über aktuelle Entwicklungen und Veränderungen (Ausbreitung des theming über die Grenzen des Themenparks hinaus). Er erläuterte, wie sehr theming als Konzept auf der klassischen ethnologischen Dialektik des Eigenen und des Fremden beruhe. Lukas plädierte für eine stärkere Berücksichtigung der emischen Perspektive der Parkangestellten, Parkbetreiber und Besucher, was auch eine Beschäftigung mit Fragen der sozialen Identität und sozialer Praxen in themed spaces impliziert. Hierbei betonte er die Notwendigkeit, eine Balance zwischen Kulturrelativismus und Kulturkritik zu finden.

CAROLYN OESTERLE (Freiburg) befasste sich in ihrem Beitrag mit den performativen Erfahrungen von Besuchern nordamerikanischer Living History Museen. Ausgehend von Richard Schechners Begriff des environmental theater[2] versteht sie themed environments nicht nur als Orte der Inszenierung der Vergangenheit, sondern auch als performative und gleichzeitig liminale Räume aktueller sozialer Praxen und Diskurse der Besucher und Museumsmitarbeiter. Dabei verwischen die Grenzen zwischen der Performanz/Performativität der Mitarbeiter und der Besucher. Besonderes Augenmerk legte sie auf Aspekte der Räumlichkeit und Theatralität: Die Frage, wie in einem Living History Museum der Raum Performativität und Otherness im Gegensatz zu traditionelleren Formen des Museum generiert, wurde auch in der anschließenden Diskussion des Beitrages erörtert. Oesterles Annahme dabei war, dass performative Räume es vermögen, Lerneffekte, Veränderungen des Selbst und schließlich sozialen Wandel zu erzeugen.

Der Archäologe CORNELIUS HOLTORF (Kalmar) stellte die Konzepte pastness und placemaking in das Zentrum seines Vortrages. Pastness als die Art und Weise, wie Vergangenheit erfahrbar und erlebbar gemacht werde, basiere nicht auf dem tatsächlichen Alter von Relikten oder Gebäuden, sondern speise sich vielmehr aus materiellen Gegebenheiten, Gestaltungselementen und Bildern und Annahmen, die bereits in den Köpfen der Besucher historisch thematisierter themed environments bestünden. Als placemaking beschrieb Holtorf den Prozess, durch den solche oft stereotypen Vorstellungen und kollektiven Erinnerungen in materielle Objekte verwandelt werden. Dabei erörterte er auch, wie das kreative Geschichten Erzählen und narrative Elemente das Fehlen materieller Relikte der Vergangenheit in diesem Prozess ersetzen können. Holtorf bettete seine Überlegungen in einen größeren Kontext der Beziehungen von cultural heritage und Künstlichkeit, Authentizität und theming ein. In Bezug auf die während der Tagung viel diskutierte Frage der Authentizität ließ Holtorfs Beitrag eine Betonung von Konzepten der Plausibilität gegenüber denen von Originalität erkennen.

Mit Repräsentationen von Vergangenheit in der Literatur befasste sich VANESSA AGNEW (Ann Arbor) in ihrem Vortrag und führte damit die Idee ein, Reenactment und themed space als methodische Werkzeuge zu denken, die nicht an einen bestimmten geographischen Ort gebunden sind. Anhand von Kate Grenvilles historischem Roman „The Secret River” und ihrer Beschreibung des Recherche- und Schreibprozesses in „Searching for the Secret River“ und Shaun Tans grafischem Roman „The Arrival” befasste auch sie sich mit Fragen der Authentizität und betonte, dass Repräsentationen von Vergangenheit immer auf Ersetzungen basieren: Das, zu dem man in der Gegenwart Zugang habe, ersetze das, was man repräsentieren wolle. Agnew erörterte Argumente für und gegen diese Methode der historischen Analyse und Repräsentation und betonte das Problem der Faktentreue und die Frage, welche Geschichten von wem erzählt werden dürfen/können und welche nicht.

Repräsentationen der Vergangenheit in Colonial Williamsburg, einem der größten und bekanntesten Freilichtmuseen in den USA waren das Thema des Vortrages von MARTINE TEUNISSEN (Den Haag). Ihre Analyse des zweistündigen Theaterprogramms „Revolutionary City“, das täglich in Colonial Williamsburg aufgeführt wird, zeigte, dass dieses Living History Programm eine weitaus kritischere Herangehensweise an die nationale Geschichte bietet als seine Vorgänger. Dabei bestimmen die oftmals divergierenden Erwartungen und Interessen von Historikern, Pädagogen, Managern und der Öffentlichkeit die Möglichkeiten und Grenzen der Darstellungen der nationalen Vergangenheit.

Soziale Aspekte des Reenactment von Bürgerkriegsschlachten waren das Thema des Vortrages des Militärhistorikers und Kurators am Atlanta History Center GORDON JONES (Atlanta). Für die überwiegend weißen männlichen Mitglieder mittleren Alters sind die lokalen Einheiten „kleine Familien“. Jones beschrieb, wie in diesen - Bruderschaften ähnlichen - Organisationen Geschichten erzählt werden, Männerfreundschaften geschlossen, aber auch Konflikte ausgetragen werden. Es seien diese kleinen Familien, in denen Vorstellungen von historischer Wahrheit und Authentizität geformt würden. Nach diesen Einblicken in die Männerwelt des Bürgerkriegsreenactment wurden in der anschließenden Diskussion von den TagungsteilnehmerInnen insbesondere Gender Fragen diskutiert.

Den Abschluss des zweiten Tages bildete MARK WALLIS (Godalming), Gründervater der Living History in Großbritannien. In seinem engagiert und unterhaltsam vorgetragenen Beitrag befasste er sich mit historisch kostümierten Führern und Akteuren in Museen. Wallis arbeitet seit über dreißig Jahren im Bereich der costumed interpretation und betonte, dass diese Art der Vermittlung durchaus geeignet sei, Lernprozesse bei den Besuchern in Gang zu setzen. Die sorgfältige Personalauswahl und gründliche Ausbildung der interpreters und die Bereitschaft zu Investitionen in diesem Bereich seien allerdings Voraussetzungen dafür, Geschichte für die Besucher erfahr- und erlebbar machen zu können. Gegenwärtig konstatierte er einen Mangel an Regulierung und Organisation auf diesem Gebiet und forderte die Etablierung einer Ausbildungseinrichtung für costumed interpreters, die für eine Qualitätssicherung notwendig sei.

Ein Living History Projekt der besonderen Art stellten ANGHARAD BEYER und ANDREAS STURM (Aachen) in ihrem Beitrag dar. Ihr Vorhaben ist es, den frühmittelalterlichen Klosterplan von St. Gallen in die Realität umzusetzen: Auf der Baustelle soll konsequent mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts gearbeitet werden und so nach und nach der nie realisierte Klosterkomplex entstehen. Wie beim Vorbild des erfolgreichen französischen Burgbauprojektes Guédelon soll der gesamte Bauprozess für Besucher geöffnet werden. Auch in diesem Vortrag wurde das Problem der Qualitätssicherung thematisiert, auch wenn das von den Vortragenden selbst als „gewagt“ bezeichnete Vorhaben angesichts von Problemen der praktischen Umsetzung wie der Finanzierung oder der Auswahl und Qualifikation der Mitarbeiter auf der Baustelle von einigen Zuhören als im wahrsten Sinne des Wortes „fantastisch“ beurteilt wurde. Ungeachtet des pädagogischen und bildenden Wertes des Vorhabens, stellte die anschließende Diskussion zudem in Frage, ob das Projekt tatsächlich, wie behauptet, eine Zeitreise zu den Wurzeln Europas ermögliche.

Die Museumspädagogen PAUL RÖLLKE und REGINA LOFTUS (Basel/Schwerte) stellten ein weiteres außergewöhnliches Projekt vor, das Geschichte erlebbar macht, diesmal speziell für Kinder und Jugendliche. Das „Historische Spiel“ ist eine Veranstaltung, bei der zu historischen Themen Spielräume und Geschichten konstruiert werden, in denen die Kinder eine Woche lang als „historische Personen“ auf Grundlage einer Spielgeschichte agieren. Gemeinsam mit einem Team aus Erwachsenen gestalten und entwickeln die Kinder das Spiel und stellen Gebräuche, Traditionen und alltägliche Tätigkeiten der Vergangenheit nach. In Bezug auf die im Historischen Spiel entstehenden Lebenssituationen sprechen die Referenten von einer „Spielauthentizität“. Jeder Mitspieler sei in ein soziales Gemeinwesen eingebunden und erlebe den Inhalt des Spiels als „authentisch”. Interessant wäre es sicher gewesen, den Aspekt der Fantasie und Imagination für Lernprozesse noch stärker zu betonen.

Abschließend stellte der Beitrag der Ethnologin ANJA DRESCHKE (Siegen) die scharfe Trennung von „professionellem“ und durch Amateure betriebenem Reenactment in Frage. Sie befasste sich mit den Kölner Stämmen, Vereinen, deren Mitglieder in ihrer Freizeit gemeinsam die Lebenswelten historischer oder „exotischer“ Völker nachspielen. Dabei beziehen die Mitglieder der Stämme ihre Inspiration und das nötige Wissen über die von ihnen dargstellten Kulturen aus historischen Quellen und Ethnographien oder unternehmen gar Reisen in die jeweiligen Länder. So bezeichnete Dreschke das Reenactment der Kölner Hunnen und Mongolen als kreative mimetische Aneignung akademischen historischen Wissens. In der sich anschließenden Diskussion zu Dreschkes Ansatz, die Kölner Stämme als Amateurethnolog/innen zu sehen, wurde deutlich, dass die Gräben zwischen Fachwissenschaft und populärer Geschichtskultur noch nicht überwunden sind.

In der Abschlussdiskussion bot sich am Ende der Tagung noch einmal die Möglichkeit, die in den vielfältigen Beiträgen aufgeworfenen Fragen und Problematiken zu vertiefen. Hier zeigte sich, dass verschiedene Konzepte von Authentizität zentral für die Analyse von themed environments und die in ihnen vermittelten Geschichtsbilder sind. Kulturelle und historische Repräsentationen wiederum sind immer auch eng verknüpft mit Fragen der Autorität und der politischen Dimension des cultural display: Wer hat die (politische/finanzielle) Kontrolle über die themed environments? Wer entscheidet, was dargestellt und repräsentiert wird und was nicht, welche Geschichten werden erzählt und welche nicht?

Das von Cornelius Holtorf eingebrachte Konzept der pastness scheint besonders geeignet, die auf der Tagung behandelten Beschäftigungen mit und Verhandlungen von Vergangenheit und Geschichte zu beschreiben, zumal es insbesondere den für themed environments grundlegenden Aspekt der Simulation einbezieht. Die Dissemination von historischem Wissen spielte ebenfalls in allen Beiträgen eine wichtige Rolle. Dabei ließen sich vielfach Grenzverwischungen oder Überschneidungen zwischen „akademischem“ und „populärem“ Wissen und die Etablierung alternativer Formen der Wissensproduktion und -vermittlung feststellen. Andere Grenzüberschreitungen betrafen das Phänomen des theming selbst und das „wirkliche“ Leben; Scott Lukas sprach in diesem Zusammenhang von „lived theming“.

Ein wichtiges Verdienst der Tagung war es, eine interdisziplinäre Perspektive auf das weite Feld der themed environments zu etablieren, die auch nicht-westliche Kontexte und Sichtweisen integrierte und Theoretiker und Praktiker in einer anregenden und produktiven Diskussion zusammenführte. Letztendlich scheint die Faszination mit der Vergangenheit ungebrochen, wie die Vielfalt der Beiträge aus den verschiedensten Bereichen zeigte.

Konferenzübersicht

Joy Hendry (Oxford): The Past, Foreign Countries and Fantasy ... they all make for a good outing. Staging the Past in Japan and some other locations

Judith Schlehe/Michiko Uike-Bormann (Freiburg): Staging the Past in Cultural Theme Parks. Representations of ‘Self’ and ‘Other’ in Asia and Europe

Noel B. Salazar (Leuven): Imagineering Tailor-made Pasts for Domestic vs. International Tourists

Amos Ron (Jordan Valley/Kinneret): Protestant Themed Environments and the Spiritual Experience

Knud Seckel (Alsbach): Hören wie die Minnesänger. Von den Quellen mittelalterlicher Musik zum musikalischen Reenactment (Music of the Middle Ages)

Scott Lukas (South Lake Tahoe): The Themed Space. Culture, History, Social Identity, and the Self

Carolyn Oesterle (Freiburg): Themed Environments – Performative Spaces. Performing Visitors in North-American Living History Museums

Cornelius Holtorf (Kalmar): Placemaking. How the Past is Told in Themed Environments

Vanessa Agnew (Ann Arbor): Genealogies of Space in Colonial and Postcolonial Reenactment

Martine Teunissen (Den Haag): Staging the Past in the Revolutionary City – Colonial Williamsburg

Gordon Jones (Atlanta): Little Families. The Social Fabric of Civil War Reenacting

Mark Wallis (Godalming): The New You – Best Practice in Live Historical Interpretation

Angharad Beyer/Andreas Sturm (Aachen): Building the Plan of Saint Gall – A Living History Enterprise back to the Roots of European Culture

Paul Röllke/Regina Loftus (Basel/Schwerte): Venture into History

Anja Dreschke (Siegen): Playing Anthropology

Anmerkungen:
[1] Sylvie Guichard-Anguis / Okpyo Moon (Hrsg.), Japanese Tourism and Travel Culture, London 2009.
[2] Richard Schechner, Environmental Theater: An Expanded New Edition Including “Six Axioms for Environmental Theater”, New York 1994.

Zitation
Tagungsbericht: Staging the Past – Themed Environments in Transcultural Perspectives, 23.04.2009 – 25.04.2009 Freiburg, in: H-Soz-Kult, 21.07.2009, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2699>.