Transkulturalität – Transnationalität – Transstaatlichkeit – Translokalität. Theoretische und empirische Begriffsbestimmungen

Ort
Frankfurt an der Oder
Veranstalter
Graduiertenkolleg „Transnationale Räume“, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Europa-Universität Viadrina Frankfurt an der Oder
Datum
01.10.2009 - 03.10.2009
Von
Maret Keller, Transcultural Studies, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Die Vorsilbe „Trans-“ findet sich seit einigen Jahren in wissenschaftlichen Texten der verschiedensten Disziplinen und auch in den Namen und Programmen zahlreicher Forschungsgruppen. Sie wird dort Begriffen wie „Kultur“, „Nation“, „Staat“ oder „Lokalität“ vorangestellt und weist auf die Tatsache hin, dass deren Grenzen niemals absolut, sondern immer menschliche Setzungen sind. Die fortschreitende Globalisierung hat den Blick dafür geschärft, dass diese Grenzen schon immer verletzt, verwischt und überwunden werden konnten. Nach erfolgter De- und Rekonstruktion sollen diese Begriffe offenbar mittels des Präfix „Trans-“ für die Beschreibung neu entdeckter Phänomene oder Forschungsinteressen angepasst werden. Doch die (jeweilige) Bedeutung ist womöglich noch weniger evident als diejenige der solcherart modifizierten Begriffsstämme. Dem Diskussionsbedarf trugen nun die Mitglieder des 2008 eingerichteten Graduiertenkollegs „Transnationale Räume“ [1] mit der von ihnen organisierten Doktorandentagung Rechnung. Leistungsfähigkeit und Sinnfälligkeit der „Trans“-Begriffe sollten hier am Beispiel aktueller Forschungsprojekte diskutiert werden.

Die Vorträge der drei Sektionen Verflechtungen, Ströme und Verortungen entstammten dabei sehr verschiedenen Disziplinen und berührten oftmals mehrere der titelgebenden Begriffe der Tagung. Kommentiert wurden sie von Reinhard Blänkner (Frankfurt (Oder), Sanna Schondelmayer (Berlin) und Kathrin Wildner (Frankfurt (Oder)).

Den Eröffnungsvortrag hielt PETER WEICHHART (Wien), der in der heutigen Wissenschaft ein „Trans-Syndrom“, ausgelöst durch einen empfundenen Mangel an Begriffen zur adäquaten Beschreibung der Welt diagnostizierte. Er benannte verschiedene Problemdimensionen, die auch im Rahmen der Tagungsbeiträge immer wieder thematisiert und diskutiert wurden. Die grundlegende Schwierigkeit liege in der unpräzisen und uneinheitlichen Verwendung der Trans-Begriffe: Überschreitung oder Verbindung, Wechselwirkung oder Überwindung – die Möglichkeit der Fehlinterpretation sei immer gegeben. Die Verbindung mit einem Affix wie „Trans-“ beabsichtige die Überschreitung der in die Krise geratenen Begriffsstämme, reproduziere diese aber im selben Moment. Zu oft bliebe dabei ungeklärt, ob die neugeschöpften Begriffe eine veränderte Wahrnehmung bereits bekannter Sachverhalte, ein neues Forschungsinteresse oder eher eine Ideologie bezeichnen. Weichhart gab zu Bedenken, dass die Trans-Begriffe oft fälschlicherweise eine Neuartigkeit des Gemeinten implizieren; Im Falle der Globalisierung liege die Neuartigkeit aber weniger in den Phänomenen als vielmehr in ihren Rahmenbedingungen, der neuen Kommunikations- und Verkehrstechnologie. Als „Skalenprobleme“ bezeichnete er die komplexen, nicht unmittelbar kausalen Wechselwirkungen auf verschiedenen Ebenen, wie etwa die Transnationalität von Großkonzernen und den transkulturellen Identitäten der dort Angestellten. Nicht zu übergehen sei auch die Tatsache, dass es für Informanten wie Forscher immer ein (normales) Diesseits und (fremdes) Jenseits im Trans-Begriff gibt. Weichharts Fazit war denn auch weitestgehend Konsens: „Trans“-Begriffe sind „sperrig, ambivalent, oft nicht eindeutig interpretierbar und immer für Missverständnisse gut“. Wenn die Begriffe jedoch zur Beschreibung der Welt nicht mehr ausreichen, darf vor Neuschöpfungen nicht zurück geschreckt werden. Ziel kann dabei nicht die Findung einer vermeintlich objektiv-richtigen Bedeutung sein, sondern nur die kontextsensible kritische und reflektierte eigene Definition.

Das erste, Verflechtungen betitelte Panel eröffnete IHNO GOLDENSTEIN (Hamburg) mit einer diachronen Untersuchung des deutsch-niederländischen Grenzgebiets. Die hier verlaufende Grenze markierte vom 15. bis zum 19. Jahrhundert verschiedene Territorien und Staaten unterschiedlicher Verfassung; der Kommunikations- und Interaktionsraum dieser Gegend blieb, wie Goldenstein argumentierte, von der politischen Grenze verhältnismäßig unbeeinflusst. Für die Beschreibung der sozialen Verflechtungen der Bewohner seien Trans-Begriffe eine sinnvolle Ergänzung zur Vorsilbe „Inter-“, welche den Beziehungen von Regierungen oder Staaten vorbehalten bleiben könne. In der Frage, ob im Zuge der Verfestigung der Nationalstaaten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die transstaatlichen zu transnationalen Beziehungen wurden plädierte Goldenstein für eine klare Trennung dieser Begriffe, die durch keine Teleologie verbunden seien und stellte zur Diskussion, inwieweit nicht Raumkonzepte zur Beschreibung der Vorgänge dieser Grenzregion besser geeignet seien.

ANNINA LOTTERMANN (Frankfurt am Main) beschäftigte sich mit politisch-institutionell initiierten Verflechtungen. Anhand ihrer Untersuchungen zu deutsch-polnischen und deutsch-türkischen Städtepartnerschaften im Ruhrgebiet versuchte sie, Europäisierung als Prozess fassbar zu machen. Lottermann analysierte zunächst die Verwendung des Begriffs der „Transnationalisierung“ in der Kulturanthropologie des angloamerikanischen Raumes. Appadurai, Hannerz, Ong, Pries und Robertson betrachten vor allem auf die kulturelle Seite der Globalisierung. Lottermanns empirische Untersuchungen zeigten jedoch, dass eine direkte Übertragung des Begriffs auf den mehrfach gebundenen und regulierten Prozess der Europäisierung nicht sinnvoll ist. Sie sprach sich für eine kontextspezifische Verwendung bzw. Neudefinition aus.

Der einen außereuropäischen Raum behandelnde Vortrag von BIRGIT BINDER (Heidelberg) hatte das Paradox einer ideologisch motivierten Expansionsbestrebung zum Thema. Erklärtes Ziel der 1901 von Uchida Ryōhei gegründeten ultranationalistischen, pan-asianistischen „Amur-Gesellschaft“ war es, Russland „aufzuklären“, Korea „fördern“, die Mandschurei zu „beschützen“ und China zu „retten“ („enlighten Russia, foster Korea, protect Manchuria, save China“). Diese aggressiv-nationalistische Utopie in Form eines „Japan-als-Führer“- Asianismus lässt sich, so Binder, als transnationaler Nationalismus beschreiben: Japan würde hier als eine intrinsisch nationale und staatliche Grenzen überschneidende 'imaginierte Gemeinschaft' fassbar. Der Trans-Nationalismus der Amur-Gesellschaft bedeute keinesfalls eine Neutralisierung der chauvinistischen, expansionistischen und rassifizierten Vorstellungen von „Nation“ sondern vielmehr deren Bestätigung und Stärkung.

Es waren vor allem die Bedingungen und Auswirkungen von Kommunikation die im zweiten Panel Ströme behandelt wurden. LUISA CONTI (Jena) reflektierte in ihrem Beitrag kritisch die Kultur- und Interkulturalitätskonzepte der Moderne sowie die sich in der Zweiten Moderne ergebenden Begriffsverschiebungen. Wurden die Kulturen zunächst als Container gedacht, um dann nach den zwischen ihnen entstehenden Interkulturen zu fragen, beziehen sich heutige Fragestellungen auf die Teilhabe der Menschen an verschiedenen dynamischen Kollektiven. Um einzelne Interaktionen als Zusammentreffen einmaliger Identitätsmischungen analysieren und verstehen zu können, müssen Situation, Persönlichkeit und individuelle Prägung (Buber; Balducci) in Betracht gezogen werden. Für eine solch kontextabhängige Perspektive sprach sich auch Conti aus. Hierbei müsse jeder Dialog als transkulturell angesehen werden, wobei dieser Begriff ein Mischverhältnis jenseits der Kulturen und der Grenzen einer Nation beschreibe. Die Untersuchung von Transkulturalität ist Conti zufolge der Zweiten Moderne angemessener als die der Interkulturalität. Es bleibt jedoch zu fragen, welche Rolle die nationale Kultur für die Selbst- und Fremdzuschreibung von Individuen spielt.

Um diese Art von Eigenwahrnehmung und um den Einfluss von Massenmedien und Expertennetzwerken ging es auch EVA MODREY (Gießen), die in ihrem Beitrag zahlreiche mit Trans-Vokabeln zu erfassende Aspekte der Olympischen Spiele von 1960 und 1972 analysierte. Die Einrichtung der Olympischen Spiele kann als Verstärkungsmechanismus des Nation-Konzeptes, die „Olympische Idee“ aber auch als Anspruch auf Nivellierung oder als Negation der Unterschiede angesehen werden. Modrey hob vor allem das schöpferisch-synthetische Potential hervor, welches hier die Entstehung eines transnationalen Kommunikationsraums ermöglichte, der dann wiederum Neudefinitionen von Gemeinschaften zulässt. Sie diskutierte die Bedeutung der Möglichkeit zeitgleicher oder -naher Rezeption des transnationalen Medienereignisses Olympia, betonte dabei aber die durchaus unterschiedlichen Rezeptionssituationen und die divergierenden Bewertungen des Gesehenen; Piktogramme wurden dem Anspruch auf sprach- und kulturunabhängige Verständlichkeit nicht immer gerecht, gleichzeitig gingen bestimmte Fernsehbilder zwar in das visuelle Gedächtnis vieler Zuschauergruppen ein, wurden jedoch kulturabhängig sehr unterschiedlich konnotiert.

Auch der Vortrag von OLIVER KUHN (Leipzig) behandelte Kommunikation. Von Interesse waren für ihn hierbei weniger die spezifische Verfasstheit der einzelnen Kommunikationsteilnehmer wie im Vortrag Contis oder die Wirkungen bestimmter Medienphänomene auf vermeintliche trans-/nationale Charakteristika wie bei Modrey, sondern die Frage nach der Lokalisierung von Kommunikation im Internet. Kuhn konstatierte, dass das Internet den Raum metaphorisch – etwa mittels Termini wie Portal, Site, Domain oder Homepage und eine entsprechende optische Gestaltung – dupliziert und gleichzeitig den realen Raum egalisiert. Der physische Standort von Technik und Anwendern ist dabei (im Gegensatz etwa zur face-to-face Kommunikation) ungewiss. In seinen Untersuchungen transnationaler Internetforen stellte Kuhn fest, dass eine Verortung zwar auch durch die Nutzung physisch lokalisierbarer Anschlussstellen und (beispielsweise sprachlicher) Vorgaben durch die Portalbetreiber, vor allem aber durch metakommunikative Thematisierung durch die Teilnehmer selbst geleistet wird. Transnationale Verbreitungsmedien wie das Internet bauen somit zwar Raum als Hindernis der Kommunikation ab, die Selbstlokalisierungen nach Kriterien der jeweiligen Kommunikationsnetzwerke stellen jedoch neue Grenzziehungen dar. Der „Bereich der Trans-Vokabeln“ kann Kuhn zufolge Überschreitung oder Negation von Grenzen erfassen; Überschreitungsbegriffe bleiben aber an das Überschrittene gebunden. Die Transnationalität der Internetforen zeige all dies: Das Medium sei offen, die Nutzung fördere jedoch sowohl Globalismus wie Identitarismus.

Das Panel der Verortungen eröffnete MICHAEL MOHR (Heidelberg), der die allegorische Darstellung von politischen Ordnungskonfigurationen bzw. Nationen untersuchte. Er zeigte, wie diese Sinnbilder sich im Laufe der politischen und territorialen Metamorphosen der darzustellenden Länder veränderten. Während im Fall der „Britannia“ eine zunächst England (und in der Antike bereits die römische Provinz Britannien) beschreibende Personifikation für die Versinnbildlichung Großbritanniens modifiziert wird, kann man auf dem Festland beobachten, wie das „Herauswachsen“ der Territorien aus dem Heiligen Römischen Reich und die zunehmende Staatlichkeit mit der Schöpfung neuer Darstellungen, etwa der „Bavaria“, und der „Palatina“, einherging. Diese Verkörperungen und die ihnen zugrunde liegenden Ideen und Konventionen lassen sich Mohr zufolge als transkulturelle Repräsentationen von Verfassungsentwicklungen erfassen. Transkulturalität sei „Normalzustand“. Sie müsse somit auch immer Forschungsperspektive sein. Auch prozessuale Phänomene seien mit den Trans-Begriffen zu fassen, nötig sei aber in jedem Fall die Explizierung etwa mittels erläuternder Adjektive.

MARIA SCHWERTL untersuchte mit Wohnungen von Migranten konkrete Orte, deren Funktion der Behausung auch den Ausdruck der Identität ihrer Bewohner mit einschließt. Schwertl präsentierte Fotos dieser Wohnungseinrichtungen zunächst kommentarlos um dann die (ideellen) Provenienzen bestimmter Gegenstände und Formationen zu erläutern. Bei den gezeigten Objekten handele es sich nicht nur um Andenken und Heimatobjekte, sondern um Bestandteile eines transnationalen Habitus, der auf transnationale Identitäten verweise. Schwertl diskutierte, inwieweit man jenseits von persönlicher Bedeutungszuschreibung durch die Besitzer dabei von transnationalen Objekten sprechen könne.

Nach Kriterien für Bedeutung fragte auch KERSTIN STAMM (Bonn) in ihrem Vortrag über die schwierige Suche nach dem gemeinsamen europäischen Kulturerbe. Nach Beschluss der Kulturminister soll hierfür vom Europarat ein Siegel vergeben werden. Auf der Suche nach den für die Vergabe angelegten Kriterien stellte Stamm zunächst fest, dass hierunter meist materiell Fassbares, etwa Baudenkmäler, verstanden wird. Sie diskutierte die Frage der Kultur bzw. Kulturierung von Objekten, die beabsichtigten Implikationen der Bezeichnung als „Erbe“ sowie die Tradition der Vergabe solcher Auszeichnungen und Siegel. Ziel sei die Stärkung eines gemeinsamen kulturellen Gedächtnisses, doch was heißt europäisch im Bezug auf Kulturerbe? Gibt es ein transnationales oder transkulturell zu nennendes Erbe? Stamm stellte fest, dass das Projekt eines europäischen Kulturerbe-Siegels Ähnlichkeiten mit nationalisierenden Konzepten der Identitätsfindung aufweist. Es bedürfe offenen Diskussionen darüber, ob „die“ europäische Geschichte eine der Gemeinsamkeit sei, oder einfach gemeinsam erlebte Geschichte sei.

Für das Thema dieser Tagung erwiesen sich die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und Słubice als ein äußerst anregendes Ambiente. Im Rahmenprogramm brachte Julia Gerstenberg vom „Institut für angewandte Geschichte e.V.“ [2] den Teilnehmer/innen bei einem „transnationalen Oderspaziergang“ die wechselvolle Geschichte des Tagungsortes und die lebendige Gegenwart des polnisch-deutschen Kunstprojektes „Słubfurt“ näher. Zum Abschuss der Tagung fand sich in von den Veranstaltern Melanie Hühn, Miriam Stock, Dörte Lerp und Knut Petzold geleiteten Workshops Gelegenheit für die tiefer gehende Diskussion bestimmter Aspekte und Forschungsinteressen der Teilnehmer/innen. Bei der anschießenden Präsentation zeigte sich noch einmal deutlich, dass die mit Trans-Begriffen bezeichneten Phänomene quer zu den Grenzen der Disziplinen stehen; Die von den jeweiligen Vordenker/innen geprägten Begriffe müssen deshalb entsprechend transdisziplinärer Forschung immer sorgfältig expliziert werden. Umstritten blieb die Behandlung von Trans-Begriffen, deren Ursprungsbegriffe eine nicht zu vernachlässigende historische Dimension besitzen, inwieweit also beispielsweise ein vor der Entstehung von Nationalstaaten beobachtetes Phänomen als Transnationalität bezeichnet werden kann. Weitere Klärung der Trans-Begriffe verspräche sicherlich der Vergleich von mit ebenfalls gebräuchlichen Komposita mit den Vorsilben „Inter-“ oder „Supra-“ oder die Analyse der durchaus unterschiedlichen Reaktion des „Trans-“ auf die damit verbundenen Konzepte. Auch bleibt zu fragen, ob die Anwendbarkeit des „Trans-“ wirklich universal ist und wie Schwankungen in der Durchlässigkeit von Grenzen zu bewerten sind. Schließlich heißt es ganz konkret die Brüche, Adaptionen und Neudefinitionen zu behandeln, welche jedwede Transitionen zwangsläufig mit sich bringen.

Deutlich wurde vor allem, dass die Trans-Begriffe als Schlagworte wenig taugen. Sie müssen vor allem in Verbindung mit empirischer Forschung fruchtbar gemacht werden und sind in jedem Falle situativ zu definieren. Wo dies geschieht, leisten sie die beabsichtigte Entfremdung der oft wie selbstverständlich verwandten Begriffe wie „Kultur“, „Nation/alität“,„Staat“ und „Lokalität“ und bringen die manchmal allzu sehr reduzierte Komplexität wieder zurück. Die prinzipielle Unbestimmtheit der Trans-Begriffe bietet auch ein Stück Freiheit im Denken: Man kann damit anstellen, was man will; man muss es nur explizieren.

Konferenzübersicht:

Peter Weichhart (Wien): Das Trans-Syndrom. Wenn die Welt durch das Netz unserer Begriffe fällt.

Panel 1: Verflechtungen. Kommentar: Reinhard Blänkner (Frankfurt (Oder)

Ihno Goldenstein (Hamburg): Von transstaatlichen zu transnationalen Beziehungen? Grenzüberschreitende Beziehungen im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zwischen Nordsee und Vechte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Annina Lottermann (Essen): Europäisierung als spezifischer Prozess der Transnationalisierung aus der Perspektive der Kulturanthropologie und Europäischen Ethnologie

Birgit Binder (Heidelberg): The Transnationalism-‘Paradox’: The Amur-Society (Kokuryūkai).

Panel 2: Ströme. Kommentar: Sanna Schondelmayer (Berlin)

Luisa Conti (Jena): Vom interkulturellen zum transkulturellen Dialog: Ein Perspektivenwechsel

Eva Modrey (Gießen): Die Spiele einen die Völker am Bildschirm. Grenzen und Differenzen der transkulturellen Rezeption des Medienereignisses Olympische Spiele

Oliver Kuhn (Leibzig): Probleme der Lokalisierung von Kommunikation am Beispiel transnationaler Internetforen

Panel 3: Verortungen. Kommentar: Kathrin Wildner (Frankfurt (Oder)

Michael Mohr (Heidelberg): Transnationale und transstaatliche Verfassungsentwicklungen und ihre transkulturellen Repräsentationen: Allegorische Verkörperungen politischer Ordnung in Großbritannien und im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation

Maria Schwertl (München): Von transnationalem Habitus und transnationalen Objekten. Auf der fliegenden Couchlandschaft statt zwischen zwei Stühlen: Überlegungen zu transnationale Zeichen und transnationalem Habitus in deutsch-türkischen Wohnungen

Kerstin Stamm (Bonn): Transkulturell, transnational, translokal? Zur Frage eines gemeinsamen europäischen Kulturerbes

Thematische Arbeitsgruppen:

Melanie Hühn: Trans(...) und kollektive Identitäten

Miriam Stock: Trans(...)-Räume – Konzeptionalisierung und empirische Umsetzung

Dörte Lerp: Transnationalität – Schlagwort, Überbegriff oder Spezialfall

Knut Petzold: Ad-hoc-Gruppe

Anmerkungen:
[1] <http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/de/lehrstuhl/vs/wisogeo/Graduiertenkolleg/index.html (19.10.2009).
[2] <http://www.instytut.net/de/institut/> (19.10.2009).

Zitation
Tagungsbericht: Transkulturalität – Transnationalität – Transstaatlichkeit – Translokalität. Theoretische und empirische Begriffsbestimmungen, 01.10.2009 – 03.10.2009 Frankfurt an der Oder, in: H-Soz-Kult, 27.10.2009, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2820>.