Das Blut des Staatskörpers. Forschungen und Perspektiven zur Finanzgeschichte der Frühen Neuzeit

Ort
Wien
Veranstalter
Institut für Geschichte, Universität Wien; Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Universität Wien; Österreichisches Staatsarchiv
Datum
23.09.2009 - 25.09.2009
Von
Anita Hipfinger / Josef Löffler, Institut für Geschichte, Universität Wien

Spätestens seit der Finanzkrise ist das „Blut“ des Staatskörpers wieder in aller Munde und die Rolle des Staats hinsichtlich des Finanzsystems wird vielfach diskutiert. Wie wichtig die Finanzen für den Staat bereits in der Frühen Neuzeit waren, war unter anderem Thema der internationalen Tagung „Das Blut des Staatskörpers. Forschungen und Perspektiven zur Finanzgeschichte der Frühen Neuzeit“ im Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv, welche von PETER RAUSCHER (Wien) und THOMAS WINKELBAUER (Wien) organisiert wurde.

Mit einem Vergleich der Staatsfinanzen Englands und Chinas im langen 18. Jahrhundert eröffnete PEER VRIES (Wien) die Vortragsreihe des ersten Tages. Er verortete den Grund für die ökonomischen Differenz der beiden Länder in der Entwicklung Englands zum fiskal-militärischen Staat, der den Großteil seiner Steuereinnahmen für das Militär aufwendete. Völlig konträr sei dagegen die ökonomische Entwicklung Chinas verlaufen, wo zu niedrige Steuersätze und ein zu kleines Heer den Staat prägten, der zudem vielmehr auf Handel und Agrar- statt Kriegswirtschaft konzentriert war. Das Fehlen mächtiger staatlicher Institutionen und das Versäumnis, die Gesellschaft zu mobilisieren, deutete Vries als Symptome für die sozio-ökonomische Krise des chinesischen Staats im 19. Jahrhundert.

Die schwedischen Reichsfinanzen des 17. Jahrhunderts standen im Mittelpunkt des Referats von WERNER BUCHHOLZ (Greifswald), das der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung bis zum Niedergang der Großmacht 1709 nachging. Schweden, aufgrund von Domänenwirtschaft und Kupferbergbau zu einer Großmacht aufgestiegen, finanzierte seine Armee durch Subsidien aus dem Ausland. Dieses Finanzierungsmodell führte immer wieder zu Krisen und militärischen Niederlagen. Ein weitaus größeres Problem für den Finanzhaushalt bedeuteten Buchholz zufolge jedoch die dauerhaft unzureichenden Einnahmen aus den direkten Steuern der Bauern und aus indirekten Steuern.

Um die Entwicklung des osmanischen Steuerwesens von 1500 bis 1800 im Vergleich zu Europa ging es im Vortrag von KAMIL KIVANC KARAMAN (Istanbul). Diese Periode war charakterisiert durch eine zentrale Organisation des Steuerwesens und die Ohnmacht des osmanischen Staats, sein Gewaltmonopol auf dem Land durchzusetzen. Veränderungen im Militärwesen und eine Erhöhung der Steuern führten vermehrt zu Konflikten und einem allmählichen Machtrückgang der Zentralregierung. Um das osmanische Finanzsystem besser verstehen zu können, plädierte Karaman dafür, den Gründen für die Verweigerung militärischer Neuerungen durch das osmanische Militärsystem nachzugehen.

An das westliche Ende Europas und darüber hinaus führte das Referat von FRIEDRICH EDELMAYER (Wien), das sich den spanischen Finanzen, der Bedeutung des amerikanischen Silbers für die kastilischen Finanzen und der Kriegsfinanzierung unter König Philipp II. widmete. Während ein Teil der Kriege aus diesen Einnahmen in Form von Zwangsanleihen finanziert wurde, spielten die Alcabala (eine jährlich eingehobene Steuer) und genuesische Bankiers eine ebenso wichtige Rolle. Edelmayer resümierte, dass die Einkünfte aus den Silberflotten nur etwa ein Viertel der Finanzen der spanischen Monarchie betragen hätten, der Rest habe sich aus den kastilischen Einkünften zusammengesetzt.

Der Finanztheorie wandte sich SIMONA SLANICKA (Bielefeld) zu, indem sie sich mit Pensionen, Tributen und Korruption im Werk Jean Bodins auseinandersetzte. Bodin beschreibt im 6. Buch der „Sechs Bücher über die Republik“ ein konservatives Finanzsystem eines auf Frankreich zugeschnittenen, idealisierten frühneuzeitlichen Staates, dessen Finanzierungsmodell darauf abzielt, möglichst hohe Einnahmen aus den Krondomänen zu beziehen. Steuern sah er dagegen als weniger geeignetes Mittel zur Finanzierung des Staates, da sie seiner Ansicht nach zu Korruption führten. Darin und in Bodins Bezugnahme auf Frankreichs Politik begründet sich für Slanicka seine Bedeutung für die Moderne.

MASSIMO CARLO GIANNINI (Teramo) beschäftigte sich in seinem Vortrag mit dem donativo, einer Form von Steuerpraxis, die von der spanischen Krone in Neapel und Sizilien eingeführt worden war. Giannini ging der im 17. Jahrhundert viel diskutierten Frage nach, ob es sich dabei um ein Geschenk für den Herrscher oder eine Steuer handelte, indem er die theoretische Beschäftigung mit der Thematik in den zeitgenössischen Schriften von Theologen und Juristen analysierte. Er resümierte, dass die Werke vor dem Hintergrund der Einführung höherer Steuern Philipps IV. zu betrachten seien und die Absicht der Verfasser darin lag, spezifische Interessen gegen die Steuerpolitik der spanischen Krone durchzusetzen.

Die Verschiebung vom zentral zum dezentral organisierten Steuerwesen im Osmanischen Reich des 18. Jahrhunderts stand im Mittelpunkt des Referats von CANAY SAHIN-FURHMANN (Istanbul). Sie kritisierte die dichotome Sichtweise der Zentrum-Peripherie Beziehung und betonte, dass das vorwiegend auf dem Prinzip der Steuerpacht basierende System auf das Zusammenspiel von Zentrum und Peripherie angewiesen gewesen sei. Im 18. Jahrhundert sei es zu Konflikten um die Rechte der Steuereinnahmen, losgetreten von den lokalen Eliten, die ihren wirtschaftlichen und politischen Einflussbereich vergrößern wollten, gekommen, wie die Referentin am Beispiel einer Familie aus der Schwarzmeer-Region demonstrierte.

ALEXANDER SIEGELEN (Mannheim) beendete diese Sektion mit einem Überblick über das kaiserliche Finanzsystem im Reich anhand einer Fallstudie über den Reichspfennigmeister Zacharias Geizkofler (1560–1617). Geizkofler, der es verstand, die kaiserlichen Forderungen gegen die Stände durchzusetzen und dem Kaiser hohe Geldsummen zukommen zu lassen, gründete seinen Erfolg auf seinem sozialen Netzwerk, das ihn sowohl mit den europäischen Höfen als auch mit den wichtigsten oberdeutschen merchant bankers verband. Sigelen gelang es darzulegen, dass eine Beschränkung auf eine Makro-Perspektive zu kurz greife und stattdessen ein mikro-historischer Zugang notwendig sei, um die informellen Strukturen, Strategien und Netzwerke Geizkoflers in ihrer Gesamtheit zu untersuchen.

MAXIMILIAN LANZINNER (Bonn) eröffnete die Sektion „Steuern und Zölle“ mit einem Vortrag über den „Gemeinen Pfenning“, der neben der indirekt über die Reichsstände eingehobenen Matrikelsteuer, die sich Mitte des 16. Jahrhunderts durchsetzte, eine der grundlegenden Steuerformen des Reiches war. Nach einer einführenden Definition und einem Forschungsüberblick wies Lanzinner auf offene Forschungsfragen hin, insbesondere auf die Vorreiterrolle des Gemeinen Pfennings bei der Umlegung der Reichssteuern auf die Untertanen. Auf der Grundlage des zeitgenössischen Diskurses bot Lanzinner abschließend eine Reihe von Thesen zu den Bereichen Etablierung und Habitualisierung der Steuer, Werte der Ständegesellschaft, verfassungspolitisches Ringen zwischen Kaiser und Ständen, Steuerdifferenzierung, Steuerprivilegien und Steuergerechtigkeit.

Im Anschluss daran referierte PETER RAUSCHER (Wien) über die Beziehung von Kaiser und Reich in Bezug auf Geldhilfen und Hilfstruppen. Während bis zum Ende des Langen Türkenkrieges die Reichsstände die Auseinandersetzungen mit den Osmanen durch Reichssteuern mitfinanzierten, konnte der Kaiser spätere Ansprüche auf Reichssteuern nicht mehr durchsetzen. Anstatt Steuern zu bezahlen, stellten die Reichstände Truppen, womit sie mehr und mehr zu Verbündeten des Kaisers wurden. Dieser verlor durch die Dezentralisierung Einfluss auf die Finanzkraft des Reiches, konnte aber durch die Installierung eines Oberbefehlshabers maßgeblich Einfluss auf die Kriegsführung ausüben. Der Versuch, mit Berufung auf das Regalienrecht vermehrt Gelder von den Reichsstädten und den Juden zu lukrieren, schlug ebenfalls weitgehend fehl, sodass das Reich im 18. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung für die kaiserlichen Finanzen verlor.

ANNE CONCHON (Paris) beschäftigte sich in ihrem Beitrag mit der Finanzierung des Kanal- und Straßenbaus im Frankreich des 18. Jahrhunderts, wobei sie besonders den Zusammenhang zwischen dem Ausbau der Infrastruktur, deren Finanzierung, die effizientere Methoden zur Schuldenverwaltung notwendig machte, und der damit verbundenen Zentralisierung des französischen Staates betonte.

SZYMON KAZUSEK (Kielce) bot in seinem Beitrag zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Zölle, die Entwicklung der daraus erzielten Einnahmen und deren Anteil am Staatsbudget. Trotz sehr divergierender Werte konstatierte er einige grundlegende, sich über den gesamten Zeitraum ziehende Probleme: zu wenige Zolleinnehmer, eine undurchsichtige und inkonsequente Finanzpolitik des Sejms, die Zollbefreiung des Adels, die damit verbundene Steuerungerechtigkeit zu Lasten der Städte sowie einen hohen Grad an Steuerunterschlagung.

Die vierte Sektion „Staatsschuld und Kredit“ eröffnete REINHARD HEYDENREUTER (Eichstätt-Ingolstadt) mit dem Vortrag „Entstehung und Entwicklung der permanenten Staatsschuld im Herzogtum Bayern vom 16. bis zum 18. Jahrhundert“. Er legte sein Augenmerk auf den Einfluss der Staatsschuld auf die Verfassungsentwicklung; wichtige Reformen fanden demnach immer als Folge eines drohenden Staatsbankrottes statt. Ausführlicher ging er in seinem Überblick auf die kreativen Finanzreformen des Kurfürsten Maximilian I. und die Verfassungsentwicklung nach dem drohenden Staatsbankrott 1807, bei der er die in der Verfassung von 1818 vorgesehene Übernahme der Staatschuld durch die Stände hervorhob, ein.

Der Staatsverschuldung eines weiteren deutschen Mittelstaates widmete sich UWE SCHIRMER (Leipzig) in seinem Beitrag über die soziale, regionale und institutionelle Herkunft der Gläubiger Kursachsens. Anhand empirischer Daten legte er den starken Anstieg der Staatsverschuldung - der allerdings auch mit einem Wachstum der Einnahmen einherging - und die strukturelle Verschiebung der Gläubigerstruktur im 16. Jahrhundert dar. Als zentral für die Konstituierung frühmoderner Staatlichkeit bezeichnete Schirmer die Trias landesherrliche Schulden – Steuern – Landstände. Durch die Übernahme von landesfürstlichen Schulden hätten die Landstände als Gegenleistung nämlich immer mehr Kontrolle über die Steuern bekommen.

Im Anschluss daran untersuchte LUKAS WINDER (Wien) die regionale und funktionale Zusammensetzung der 82 größten Kreditoren Ferdinands I., Maximilians II. und Rudolfs II. (1521–1612). Er unterschied dabei in die drei Regionen Heiliges Römisches Reich, habsburgische Erblande und Italien sowie in Stände, Städte, Adel und Kaufleute. Insgesamt kamen rund 55 Prozent der Gelder aus dem Reich, wobei die Kaufleute mit 48 Prozent den mit Abstand größten Teil ausmachten, der Rest entfällt auf Reichsstädte und den Reichspfennigmeister. In den Erblanden war der Adel mit 22 Prozent der größte Kreditor, auf die Stände entfielen 6 Prozent, die Städte 3 Prozent und die erbländischen Kaufleute stellten 5 Prozent. Italienische Kaufleute stellten ebenfalls 5 Prozent.

Dem kaufmännischen Kredit der österreichischen Habsburger in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts widmete sich der letzte Vortrag des zweiten Sitzungstages von ERICH LANDSTEINER (Wien). Nach einem Überblick über die „Finanzielle Revolution“, die sich auf einen Mechanismus zur Schuldenrückzahlung, auf innovative Finanzinstrumente und auf öffentliche Banken gründete, wies Landsteiner auf das „fiscal commitment dilemma“, mit dem Gläubiger von Monarchen konfrontiert waren, hin: der Souverän sei ständig versucht, zum Zweck der Geldeintreibung die Rechte seiner Gläubiger zu missachten. Vor diesem Hintergrund war die Finanzverwaltung der Habsburger unterentwickelt, die chaotische Schuldenverwaltung und das Fehlen eines Konsolidierungsmechanismus trieben in Zeiten von Fiskalschocks viele Bankiers in den Ruin.

Das letzte Panel zur Kriegsfinanzierung wurde eingeleitet von HEINRICH LANG (Bamberg), der die Staatsfinanzen Frankreichs unter Franz I. aus Sicht italienischer und oberdeutscher Bankiers exemplarisch an der Florentiner Bankiers-Familie Salviati bzw. deren Kooperation mit der Handelsgesellschaft der Augsburger Familie Welser beleuchtete. Er sah deren Motivation für eine Beteiligung an der französischen Kriegsfinanzierung darin begründet, dass damit Gewinne ebenso wie Handelsprivilegien verbunden waren und ferner auch Aufstiegsperspektiven und Bestrebungen nach Dynastiebildung dahinter standen.

ISTVÁN KENYERES (Budapest) befasste sich mit den Ausgaben für die Militärgrenze und der Finanzierung des Langen Türkenkrieges im Kontext der ungarischen Staatsfinanzen im 16. und 17. Jahrhundert. Beginnend mit der Besteigung des ungarischen Throns durch Ferdinand I. 1526 schilderte er die Gründung der Ungarischen Kammer 1528 und eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzsituation und -verwaltung in den 1540er-Jahren, bis hin zur Gründung der Zipser Kammer 1567. Nach den Akten des Kriegszahlmeisteramtes bestritt Ungarn rund 20-30 Prozent des Militärbudgets, sodass die Aufbringung der hohen Summen nur durch die Türkenhilfe der Reichsstände und durch finanzielle Unterstützung der spanischen Krone, italienischer Stadtstaaten und des Papstes sowie durch Anleihen möglich war.

DARRYL DEE (Waterloo/Ontario) versuchte in seinem Beitrag über die Extraordinaire des Guerres in der Franche-Comté während des Spanischen Erbfolgekrieges die weit verbreitete These, dass die Intensivierung der Kriegsführung und die damit verbundene Effizienzsteigerung der Verwaltung für die Aufbringung der Mittel ein Hauptfaktor für die moderne Staatsbildung in Europa war, zu widerlegen. Als Reaktion auf den Zusammenbruch der Extraordinaire des Guerres 1709 wurde durch die lokalen Eliten, die königlichen Amtsträger und die Offiziere wieder auf ältere Methoden zurückgegriffen, etwa die Vorfinanzierung der Truppen durch eigene Mittel. Der Krieg führte nicht zur Modernisierung des Staatswesens, sondern war nur durch Rückgriffe auf erprobte Praktiken zu gewinnen.

Den Abschluss der Tagung bildete ein Vortrag über britische Subsidien für Savoyen im 18. Jahrhundert von CHRISTOPHER STORRS (Dundee), der auf Englands Beweggründe für diese Zahlungen sowie deren Effizienz für Savoyen fokussierte. Die Subsidien hingen Storrs zufolge eng mit Englands interventionistischer Außenpolitik nach 1688 zusammen und zielten vor allem darauf ab, Frankreich in Schach zu halten. Dennoch, resümierte Storrs, leisteten Subsidien nie vollständigen Ersatz für die fürstlichen Einkünfte und Savoyen konnte nur bedingt politisch beeinflusst werden, weshalb es immer wieder zu Spannungen kam. Letztendlich trugen sie aber dazu bei, Englands und Savoyens Aufstieg zu begründen.

Der Erfolg der Tagung beruhte in erster Linie auf der breiten Streuung der in den Beiträgen behandelten Territorien, die zum Teil parallele, häufig aber auch sehr unterschiedliche regionale Entwicklungen zu Tage förderten. Neben dem regionalen Vergleich eröffneten vor allem die sehr unterschiedlichen theoretischen Ansätze der Referenten neue Perspektiven.

Konferenzübersicht:

I. Staatsfinanzen

Peer Vries: Eine vergleichende Analyse der Staatsfinanzen Chinas und Großbritanniens im langen 18. Jahrhundert

Werner Buchholz: Schwedische Reichsfinanzen im 17. Jahrhundert im Übergang vom Adelsregiment zum Absolutismus. Mit vergleichenden Ausblicken auf die Finanzwirtschaft der Merkantilstaaten

Kamil Kıvanç Karaman: Ottoman State Finances and Fiscal Institutions in European Perspective, 1500–1800

Friedrich Edelmayer: Silberflotten und Hegemonialpolitik: Die Finanzen des spanischen Weltreiches unter König Philipp II.

II. Finanztheorie und Verwaltung

Simona Slanicka: Pensionen, Tribute, Korruption. Die Finanztheorie Jean Bodins

Massimo Carlo Giannini: Gift or Tax? The “donativo” between Fiscal Practice and Political Culture in Spanish Italy in the Seventeenth Century

Canay Sahin-Fuhrmann: Financial Centralization and Decentralized Administration in Eighteenth Century Ottoman Empire

Alexander Sigelen: „Amtsträger“ und „Beziehungsmakler“. Das kaiserliche Finanzsystem im Reich unter Reichspfennigmeister Zacharias Geizkofler (1560–1617)

III. Steuern und Zölle

Maximilian Lanzinner: Der „Gemeine Pfennig“: Eine zukunftsweisende Steuerform für das Reich?

Peter Rauscher Geldhilfen oder Hilfstruppen? Die finanziellen Beziehungen zwischen Kaiser und Reich (1600–17409

Anne Conchon: The Debate on the Thoroughfares Financing in Eighteenth Century France

Szymon Kazusek: Die Bedeutung der Zölle für die Staatsfinanzen Polen-Litauens im 17. und 18. Jahrhundert

IV. Staatsschuld und Kredit

Reinhard Heydenreuter: Entstehung und Entwicklung der permanenten Staatsschuld im Herzogtum Bayern vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Uwe Schirmer: Staatsfinanzen und Staatsverschuldung in Kursachsen. Die soziale, regionale und institutionelle Herkunft der Gläubiger

Lukas Winder: Die Kreditgeber der österreichischen Habsburger im 16. Jahrhundert. Versuch einer Gesamtanalyse

Erich Landsteiner: Kaufmännischer Kredit und die habsburgischen Staatsfinanzen (österreichischer Zweig) in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts

V. Kriegsfinanzierung

Heinrich Lang: Staatsfinanzen und Kriegsfinanzierung der französischen Krone aus Sicht italienischer und oberdeutscher Bankiers. Die Rolle der Florentiner Bankiers für die Finanzpolitik unter König Franz I.

István Kenyeres: Die Kosten des Langen Türkenkriegs (1593–1606) im Kontext der ungarischen Finanzen des 16. und 17. Jahrhunderts

Darryl Dee: Paying for War in Louis XIV’s France: the Treasury of the Extraordinaire des Guerres in Franche-Comté during the War of the Spanish Succession

Christopher Storrs: “Great Expectations”: Subsidies to/from Allies and War Finance in the Long Eighteenth Century

Kontakt

Anita Hipfinger, Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Universität Wien
E-Mail: <anita.hipfinger@gmail.com>

Josef Löffler, Institut für Geschichte, Universität Wien
E-Mail: <josef.loeffler@univie.ac.at>

Zitation
Tagungsbericht: Das Blut des Staatskörpers. Forschungen und Perspektiven zur Finanzgeschichte der Frühen Neuzeit, 23.09.2009 – 25.09.2009 Wien, in: H-Soz-Kult, 13.11.2009, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2844>.
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Veröffentlicht am
13.11.2009
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