German Rabbinate Abroad. Transferring German-Jewish Modernity into the World?

Ort
Tutzing
Veranstalter
Cornelia Wilhelm, Ludwig-Maximilians-Universität München; Tobias Grill, Ludwig-Maximilians-Universität München; Michael Spieker, Tutzinger Akademie für Politische Bildung
Datum
18.10.2009 - 21.10.2009
Von
Felix Heinert, Abteilung für Osteuropäische Geschichte / a.r.t.e.s. Forschungsschule, Universität zu Köln

Vom 18. bis zum 21. Oktober 2009 fand in der Tutzinger Akademie für Politische Bildung eine internationale Konferenz zum Thema „German Rabbinate Abroad. Transferring German-Jewish Modernity into the World?“ statt. Die Tagung wurde von Cornelia Wilhelm und Tobias Grill vom Lehrstuhl für jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit Michael Spieker von der Tutzinger Akademie für Politische Bildung organisiert und bot – dank der finanziellen Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo-Baeck-Instituts und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius – ein Forum für Vorträge von 21 (Nachwuchs-)Wissenschaftlern aus Deutschland, den USA, Israel und Großbritannien zu den Hintergründen der Migration und Re-Migration deutscher bzw. deutschsprachiger Rabbiner.

Die erste Sektion widmete sich dem Problemzusammenhang „Hope and Failure within Modernity: Emigration of the German Rabbinate in the early 19th Century“. Hierbei wurden innere und äußere Aushandlungen, Anpassungsleistungen sowie „missionarische“ Erwartungen der deutschen Rabbiner im Ausland thematisiert. CARSTEN WILKE (Budapest) skizzierte unterschiedliche historische Etappen der modernen Rabbinerausbildung, um anschließend nach den Beweggründen für die Auswanderung von Rabbinern aus Bayern in der Zeitspanne von 1830 bis 1870 zu fragen. Er machte deutlich, wie formal gut ausgebildete, über ein allgemeines Studium und eine religiöse jüdische Ausbildung verfügende Rabbiner aus Mangel an Anstellungsaussichten den Weg ins Ausland gingen und dort – ihrem Selbstverständnis nach – oft zu „colonizing missionaries“ wurden. Zugleich hätten viele von ihnen eine emotionale Bindung an die deutsche Sprache entwickelt bzw. bewahrt, die manche später auch zur Re-Migration bewogen habe. CHRISTIAN WIESE (Brighton) beschäftigte sich mit dem Wirken von Samuel Hirsch in den USA, den er als eine „figure of transition“ porträtierte, weil er spezifische Diskurselemente in die USA mitgebracht und diese dort in Auseinandersetzung mit der neuen Umgebung weiterentwickelt habe. Hirsch habe, so Wiese, die Idee einer universalen Bedeutung des Judentums als ein Gegennarrativ zu einem dominanten Anspruch der zeitgenössischen christlichen Theologie entwickelt. LANCE SUSSMAN (Princeton) ging in seinem Vortrag auf die Tätigkeit von Isaac Leeser ein, der in den 1820er-Jahren in die USA auswanderte, dort zwar nie als Rabbiner im engeren Sinne fungierte, aber eine wichtige Rolle für die „Americanization of Judaism“ gespielt habe. Leeser, so Sussman, gehörte zu jener Generation von deutschen Juden, die in den USA zunächst eine „Sephardisierung“ ihres Judentums vollzogen. In der anschließenden Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, ob sich die vorgestellten Persönlichkeiten als „agents of modernity“ bezeichnen ließen, die schließlich oft zugleich als „agents of the Old World“ wahrgenommen worden seien? Außerdem wurde die Frage nach der Per- sowie Rezeption der „kulturellen Missionen“ der deutschen Rabbiner gestellt.

Die „Evening-Keynote Address“ von MICHAEL A. MEYER (Cincinnati) rundete den ersten Konferenztag ab und bot einen Überblick über Entwicklungslinien, Funktionswandel sowie Sinnstiftungsverschiebungen des modernen Rabbinats in Deutschland sowie der „deutschen“ Rabbiner im Ausland vom 19. Jahrhundert über den Holocaust bis darüber hinaus. Meyer problematisierte die veränderte Rolle der Rabbiner im Dritten Reich, die von der Peripherie des jüdischen Lebens in Deutschland ins Zentrum rückten. In den nun gefüllten Synagogen vollzog sich demnach auch ein Funktionswandel der Predigt, die nicht mehr primär der Erbauung diente, sondern vielmehr die Ermutigung stiften sollte. Die Rabbiner, die schließlich aus Deutschland auswandern mussten bzw. konnten, seien nicht selten mit der Erfahrung konfrontiert gewesen, dass sie ihre kulturelle (und oft auch sprachliche) „Heimat“ verloren und sich in der neuen Umgebung fremd fühlten. Auch ergaben sich neue Konfliktlagen und Aushandlungsprozesse in den jüdischen Gemeinden der Zielländer der Emigration. Obwohl nicht wenige deutsche Rabbiner in der Emigration, gerade in Palästina/Israel, bisweilen andere Berufe ausüben mussten, hätten die ausgewanderten deutschen Rabbiner insgesamt einen großen Einfluss auf das religiöse und kulturelle Leben in der neuen Umgebung ausgeübt.

Dieser beitragsgeschichtliche Aspekt sollte anschließend im Panel „Exporting Modernity to England, Russia, USA, Netherlands?“ vertieft werden. TOBIAS GRILL (München) skizzierte zunächst die allgemeinen Unterschiede zwischen dem deutschen Rabbinat und seinem osteuropäischen Pendant im 19. Jahrhundert und betonte, dass die „eastbound migration“ deutscher Rabbiner bisher vernachlässigt worden sei. Zwar seien vergleichsweise wenige deutsche Rabbiner in den Osten gegangen, doch sei das Phänomen durchaus von Bedeutung gewesen. Die Motive der meisten Rabbiner, die nach Osteuropa gingen, seien zunächst primär ökonomischer Natur gewesen, anschließend hätten diese Rabbiner aber auch eine bestimmte „Mission“ entwickelt. Grill problematisierte seine Überlegungen mit dem Konzept des „Kulturtransfers“, mit dem er etwa den „Beitrag“ der deutschen Rabbiner zur Politisierung der orthodoxen polnisch-jüdischen Öffentlichkeit skizzierte. Jedoch sei Kulturtransfer keine Einbahnstraße von West nach Ost. FELIX HEINERT (Köln) beschäftigte sich mit einer Fallstudie zu Riga im 19. Jahrhundert und mit dem Wirken deutscher Rabbiner in dieser Stadt. Ohne die Leistungen der deutschen Rabbiner in Abrede zu stellen, verwies er darauf, dass sowohl der Impuls für den „Import“ deutscher Rabbiner nach Riga als auch die Institutionalisierung und Zementierung spezifischer Gemeindestrukturen vor dem Hintergrund der lokalen Machtkonstellationen sowie der Interessen und Selbstverständnisse der lokalen Eliten zu verstehen sei. Das Narrativ einer „Beitragsgeschichte“ der deutschen Rabbiner, wie etwa Dr. Max Lilienthals, spiegele, so Heinert, letztlich die Selbstverständnisse, Missionsvorstellungen und Selbstrepräsentationen ebendieser Persönlichkeiten wider, die auch Eingang in die deutsch-jüdische Historiographie gefunden und so möglicherweise sogar zur Herausbildung und Verfestigung der Idee eines „deutschen Judentums“ beigetragen hätten. HAIM SPERBER (Akko) widmete sich dem Transfer des deutschen Rabbinats nach Großbritannien und wählte hierfür das Beispiel des Rabbiners Nathan M. Adler, dessen Bedeutung für die Institutionalisierung des Chief Rabbinate er unterstrich. Der Vortrag von MARTINA STEER (Florenz) machte auf die mehrdimensionale Rezeption Mendelssohns durch deutschsprachige Rabbiner und Philosophen in den USA aufmerksam, die Mendelssohn sehr unterschiedlich porträtierten. Das Deutungsfeld reiche, so Steer, von dem gefeierten deutschen Patriotismus Mendelssohns und dem Anfang eines jüdisch-christlichen Dialogs auf der einen Seite bis zum Vorwurf der Assimilationswegbereitung auf der anderen Seite. CHAYA BRASZ (Jerusalem) unterstrich in ihrem Vortrag zu den Niederlanden, dass es einen „German-Jewish Impact without a German Rabbinate“ gegeben habe, einen Einfluss des deutschen Rabbinats, der ohne die Präsenz deutscher Rabbiner vor Ort seine Wirkung entfalten konnte. So konnten Brasz zufolge Kontroversen häufig durch Berufung auf die „Verhältnisse in Frankfurt“ geregelt werden. MIRJAM THULIN (Leipzig) rekonstruierte einige Zusammenhänge zwischen biographischer Erfahrung in Marcus Jastrows Leben und Wirken in Deutschland und Polen und seinem späteren Wirken in den USA, wo er als Rabbiner einer konservativen Gemeinde fungierte und so zur Konsolidierung eines sogenannten „middle-of-the-road Judaism“ beigetragen habe.

Das Panel zu „Rabbinical Seminaries and ,Jewish' Universities as Hubs of Cultural Transfer“ sollte institutionelle Grundlagen von Kulturtransfers beleuchten. YAAKOV ARIEL (Chapel Hill) untersuchte die Rolle Kaufmann Kohlers bei der Akademisierung des Hebrew Union College in Cincinnati. Ging die Verwissenschaftlichung des Judentums im 19. Jahrhundert von Deutschland aus, so vollzog sich dessen Akademisierung, wie Ariel hervorhob, im 20. Jahrhundert vor allem in den USA, wo unterschiedliche Ausprägungen des Judentums eine institutionelle Akademisierung durchliefen. STEVEN J. WHITFIELD (Waltham) stellte die Anfänge der Brandeis University dar, die die erste und einzige private Hochschule in jüdischer Trägerschaft sei, welche von Anfang an keine konfessionelle Bindung gehabt habe. Zugleich habe Brandeis von kulturellem Transfer sowie der Einwanderung deutsch-jüdischer Intellektueller profitiert, die eine „de-provincialization of American Judaism“ bewirkt hätten, indem sie es mit den kulturellen Traditionen des deutschen Judentums der Weimarer Republik bereichert hätten. JONATHAN MAGONET (London) beschäftigte sich mit dem Beispiel der Institutionalisierung und Akademisierung des Leo Baeck College in London und der Bedeutung deutscher Rabbiner und Traditionen bei der Etablierung dieser Institution.

Die nächste Sektion behandelte „The Second ‚Migration‘ – German Rabbis in ‚Exile‘“. ROBERT JÜTTE (Stuttgart) sprach über die erzwungene Emigration deutscher Rabbiner nach Palästina/Israel zwischen 1933 und 1948. Er stellte fest, dass die meisten der 78 Rabbiner, die er ausmachen konnte, erst nach 1938 ausgewandert seien und in Palästina/Israel große Schwierigkeiten gehabt hätten, als Rabbiner auf Akzeptanz zu stoßen. In der Diskussion wurde die Frage angeschnitten, ob das Schicksal der deutschen Rabbiner in Palästina/Israel so spezifisch sei – schließlich teilten auch eingewanderte Rabbiner aus anderen Ländern ähnliche Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt. MATTHIAS MORGENSTERN (Tübingen) beleuchtete im Folgenden die Lebenswege der Brüder Breuer: Joseph gründete eine neo-orthodoxe Gemeinde in den Washington Heights, „rebuilding Frankfurt in New York“. Isaak ging nach Palästina und verfasste zahlreiche Schriften, die das neo-orthodoxe Gedankengut Samson Raphael Hirschs weiterentwickelten und in die neue Umgebung zu übersetzen versuchten. Letztlich scheiterte Isaak Breuers Bewegung in Palästina, so Morgensterns Fazit. ISAAC HERSHKOVITZ (Jerusalem) beschloss das Panel mit einem Beitrag zu Ignaz Maybaum, der nach Großbritannien flüchtete und auf provokative Weise, so Herschkovitz, die christliche Figur des „Anti-Christen“ in seine Aufrufe an seine jüdischen Glaubensgenossen in den Flüchtlingslagern integrierte, um für den britischen „Kreuzzug“ gegen die Nationalsozialisten zu werben und Nationalsozialismus als eine antichristliche heidnische Religion bloßzustellen.

Das Panel „German Refugee Rabbis Overseas“ eröffnete CORNELIA WILHELM (München) mit einem Überblick über die Lebenswege der aus Deutschland geflüchteten Rabbinatsstudenten am liberalen Hebrew Union College sowie am konservativen Jewish Theological Seminary. Wilhelm unterstrich die Bedeutung der deutschen Rabbiner für die amerikanisch-jüdischen Gemeinden und Institutionen. In der anschließenden Diskussion wurden außerdem Fragen und Probleme der Rezeption sowie der innergemeindlichen Spannungen aufgeworfen und kontrovers diskutiert. Seinen Vortrag zur Herausbildung einer spezifischen deutsch-jüdischen Identität in Brasilien in der Zeit vor und nach dem Nationalsozialismus, die er im Spannungsverhältnis zwischen dem Prozess der allgemeinen Brasilisierung sowie im analytischen Wechselspiel von Ethnizität- und Nationskonzepten verortete und mit dem Phänomen des „process of whitening“ umschrieb, leitete JEFFREY LESSER (Atlanta) mit der Frage ein, was denn die Mehrheit der Konferenzbeiträge analytisch verbinde. Er plädierte dafür, stärker allgemeine Analysekategorien zu benutzen und nicht in idiosynkratische Nacherzählung von Einzelbiographien zu verfallen.

Den dritten Konferenztag rundete der Vortrag MICHAEL BROCKEs (Duisburg) ab, der zusammen mit CARSTEN WILKE über die Genese und die Weiterentwicklung des Projektes des „Biographischen Handbuchs der Rabbiner“ berichtete, das für viele Forscher zu einem unverzichtbaren Nachschlagwerk geworden ist.

Die letzte Sektion zum Thema „Return to Germany as an Option“ widmete sich den Aussichten und Herausforderungen, mit denen sich deutsche Rabbiner bei der Rückkehr nach Deutschland nach 1945 konfrontiert sahen. ELIAS SACKS (Princeton) sprach über Jacob Taubes Rückkehr zum deutsch-jüdischen Liberalismus auf dem Umweg seiner kritischen Rezeption Hermann Cohens. ANDREA SINN (München) exemplifizierte am Beispiel von Robert Raphael Geis‘ Rückkehr nach Deutschland die häufigen Beweggründe, in dieses Land zurückzukehren. Dabei, so Sinn, spielten persönliche und berufliche Gründe eine wichtige Rolle sowie die Betonung der emotionalen Bindung an die „Heimat“. In der anschließenden Diskussion wurde die Frage nach der methodischen und konzeptionellen Abgrenzung von Begriffen und Phänomenen wie „Migration“, „Re-Migration“, „Rückkehr“ aufgeworfen und kontrovers diskutiert. Schließlich illustrierte ANDREAS BRÄMER (Hamburg) den Fall des orthodoxen Rabbiners Isaak Lichtigfeld, der zwischen 1954 und 1967 in Frankfurt am Main tätig war und dabei auch für Konflikte mit der Gemeinde und dem Zentralrat der Juden in Deutschland sorgte. Brämer machte darauf aufmerksam, wie in den bundesrepublikanischen Medien ein Bild Lichtigfelds posthum konstruiert worden sei, das ihn zu einem Phänomen der deutsch-jüdischen Versöhnung und Normalisierung stilisierte, obwohl das kaum Lichtigfelds Überzeugungen widerspiegelte, der in seinen orthodoxen Positionen beispielsweise so weit ging, den deutsch-jüdischen Liberalismus für die Shoah mitverantwortlich zu machen.

Es kann festgehalten werden, dass die interdisziplinär ausgerichtete Konferenz mit ihrer internationalen Zusammensetzung erstmalig ein thematisch und geographisch breites Feld abstecken konnte, in dem sich die Emigration vergleichend untersuchen lässt. Damit wurde eine Vergleichsebene erschlossen, die sich im Verlauf der Diskussionen als ergiebig und weiterführend herausstellte. Das Potenzial vergleichender, transnationaler Fragestellungen wurde sichtbar, von dem (nicht nur) die Erforschung des (deutschen) Rabbinats sicherlich profitieren kann. Ein englischsprachiger Sammelband ist in Planung und wird sicherlich Impulse für künftige Forschungen geben, die darauf aufbauend weiterführende Fragen und Probleme erforschen und andere Analyse- und Vergleichsebenen ergänzend einführen könnten.

Konferenzübersicht:

Hope and Failure within Modernity: Emigration of the German Rabbinate in the early 19th Century

Carsten Wilke: Missionaries and refugees of German Jewish modernity: westbound and eastbound emigration of rabbis from Bavaria 1830-1870

Christian Wiese: Judaism's Universal Role in the Modern World: Samuel Hirsch as a Rabbi and Philosopher in Dessau, Luxemburg and Philadelphia

Lance Sussman: Moving Away, Staying in Touch:

Isaac Leeser, Gemany and the Americanization of Judaism

Evening-Keynote Address

Michael A. Meyer: The Refugee Rabbis: Trials and Transmissions

Exporting Modernity to England, Russia, USA, Netherlands?

Tobias Grill: German Rabbis in Eastern Europe. Some general remarks

Felix Heinert: (Re-)Locating Jewishness in 19th century Riga: German rabbis, cultural maps, local politics, and the question of language

Haim Sperber: Rabbi Nathan Adler and the formulation of the Chief Rabbinate in Britain, 1845-1890

Martina Steer: Moses Mendelssohn Goes West. German Rabbis and the German-Jewish Philosophers in the United States

Chaya Brasz: Neo-Orthodox and Radical Liberal Jews in the Netherlands: A German-Jewish Impact without a German Rabbinate.

Miriam Thulin: On the Correlations between Experience and Epistemology. The Life and Work of Marcus Jastrow (1829 1903)

Rabbinical Seminaries and “Jewish” Universities as Hubs of Cultural Transfer

Yaakov Ariel: Kaufmann Kohler and the Academizing of the Hebrew Union College

Steven J. Whitfield: Jewish Studies Transfers from Germany: The Beginnings at Brandeis University

Jonathan Magonet: Rabbi Dr Werner van der Zyl and the Creation of the Leo Baeck College

The Second “Migration”: German Rabbis in “Exile”

Robert Jütte: Not welcomed with open arms:German Rabbis in Eretz Israel, 1933-1948

Matthias Morgenstern: The Breuers in Eretz Israel and the USA

Isaac Hershkowitz: Ignaz Maybaum and the Call for an Anti-Nazi Crusade

German Refugee Rabbis Overseas

Cornelia Wilhelm: The German Refugee Rabbinate in the United States

Jeffrey Lesser: The Interplay of Ethnicity and Nation: German-Jewish Identity in Brazil, 1930-1950

Raymond Apple: The German Rabbinate in Australia

Michael Brocke: A Biographical Handbook of Rabbis: update and outlook on the project

Return to Germany as an Option?

Elias Sacks: “Finden Sie mich sehr amerikanisch?”: The Exile of Jacob Taubes and the Return to German-Jewish Liberalism

Andrea Sinn: The Return of Rabbi Robert Raphael Geis to Germany: One of the last witnesses of German Jewry?

Andreas Brämer: Reluctant Remigrant. Rabbi I. E. Lichtigfeld in Frankfurt on the Main

Kontakt

Felix Heinert, Abteilung für Osteuropäische Geschichte, Universität zu Köln
E-Mail: <felix.heinert@web.de>

Zitation
Tagungsbericht: German Rabbinate Abroad. Transferring German-Jewish Modernity into the World?, 18.10.2009 – 21.10.2009 Tutzing, in: H-Soz-Kult, 10.12.2009, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2894>.