Stalin and Stalinism. Roadmaps for Future Research

Ort
Hamburg
Veranstalter
Hamburger Institut für Sozialforschung
Datum
29.10.2009 - 30.10.2009
Von
Sandra Dahlke, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg

Nach der Auflösung der Sowjetunion und der damit verbundenen Öffnung der Archive entwickelte sich die Stalin-Zeit, insbesondere die 1930er-Jahre, zu einem der am intensivsten beforschten Felder im Kontext der Geschichte des Russländischen Imperiums und der Sowjetunion. Am 29. und 30. Oktober lud das Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) zu Ehren des langjährigen Mitarbeiters Reinhard Müller, dessen Arbeiten dem stalinistischen Terror und dem Schicksal deutscher Kommunisten in der Sowjetunion gewidmet sind, internationale Spezialisten und Weggefährten Müllers ein, um sowohl eine Zwischenbilanz der Forschungen der letzten Jahre zu ziehen, als auch um neue Forschungsperspektiven zu erörtern.

Die erste Sektion fokussierte einerseits auf die Techniken, die das Regime anwandte, um die Bevölkerung zu mobilisieren, und andererseits auf die Mechanismen, durch die sich die Individuen selbst in den Staat integrierten.

JOCHEN HELLBECK trat in seinem Vortrag in einen kritischen Dialog mit Sheila Fitzpatrick, die das Konzept der Alltagsgeschichte auf den Stalinismus angewandt hat. Fitzpatrick versuche, das Zusammenwirken von Staat und Gesellschaft zu fassen, indem sie analysiere, wie unterschiedliche Alltagspraktiken des „bonding“ (Familie, Freundschaft, Kameradschaft) von den Zeitgenossen als Praktiken des „self-energizing“ umgesetzt und im Sinne des Staats genutzt wurden.[1] Hellbeck plädierte stattdessen für eine Reetablierung des Begriffs der Ideologie, denn erst durch die Aneignung von und den Umgang mit Ideologie durch die Individuen werde das Zusammenwirken von Staat und Gesellschaft greifbar.

KARL SCHLÖGEL stellte die Frage, unter welchen Bedingungen Gewalt und Partizipation in der Sowjetunion der 1930er-Jahre koexistieren konnten. Als Beispiel führte er die Gleichzeitigkeit der Mobilisierungskampagne zu den Wahlen zum Obersten Sowjet und der terroristischen „Massenoperation“ nach Befehl 00447 an. Schlögel formulierte unter Verweis auf die Forschungen J. Arch Gettys[2] die These, der Terror sei eine Reaktion auf die Unsicherheit insbesondere der lokalen Parteiführer gewesen, die befürchtet hätten, die Wahlen könnten außer Kontrolle geraten. Um die Destruktivität des Stalinismus zu erklären, genüge es nicht, den Blick allein auf den Terror zu richten. Gerade das dialektische Verhältnis zwischen den auf Integration zielenden Mobilisierungskampagnen und dem Terror müsse in den Blick genommen werden.

Insbesondere am Vortrag Schlögels entzündete sich eine kontroverse Diskussion. Einige Teilnehmer bewerteten die Wahlkampagne nicht als Integrationsversuch, sondern als zynische Herrschaftsstrategie, mit der das Ziel verfolgt worden sei, Feinde des Regimes zu identifizieren. Der Terror sei kein Ausdruck von Unsicherheit, sondern ein bewusst eingesetztes Mittel gewesen, um diese Feinde zu eliminieren.

In der zweiten Sektion ging es um die Frage, inwieweit Stalin das Moskauer Exekutivkomitee der Komintern zu einem Instrument machen konnte, um die Aktivitäten der kommunistischen Parteien zu steuern. FRIDRIKH FIRSOV vertrat die Auffassung, dass der Anspruch des Moskauer Zentrums auf Kontrolle auch umgesetzt wurde. Das Exekutivkomitee habe, vermittels kodierter Direktiven und Korrespondenz, die gesamten Aktivitäten der kommunistischen Parteien im Sinne Stalins effizient kontrolliert. So durften die kommunistischen Parteien zum Beispiel für ihre Berichterstattung über Stalin und die Moskauer Schauprozesse nur offiziell sanktionierte Materialien verwenden. Auf diese Weise sei ihnen die stalinistische Linie aufgezwungen worden.

WILLIAM CHASE bezweifelte die Fähigkeit des Moskauer Zentrums, die kommunistischen Parteien in Europa vollständig gleichzuschalten. Am Beispiel der Spanischen Kommunistischen Partei während des Spanischen Bürgerkriegs vertrat er die These, dass die spanischen Kommunisten nicht bloße Befehlsempfänger des Politbüros oder der Komintern-Zentrale in Moskau waren, sondern dass sie deren Vorgaben an ihre Erfahrungen und Bedürfnisse adaptierten. Moskaus Propaganda gab, so Chase, lediglich die politischen Labels vor, in denen die spanischen Kommunisten ihr eigenes Weltbild gespiegelt sahen und die es ihnen erleichterten, ihre Feinde zu identifizieren. Durch das Vorgehen der Spanier gegen Vertreter konkurrierender linker Parteien habe wiederum Moskau die Angemessenheit seines Weltbilds bestätigt gesehen.

BERTHOLD UNFRIED referierte die Entwicklung des Umgangs mit Ego-Dokumenten in der Historiographie über die Sowjetunion und fragte danach, wie sowjetische und ausländische Kommunisten zu Ressourcen stalinistischer Herrschaft werden konnten. Die Anpassung an die stalinistische politische Kultur sei durch Praktiken der institutionalisierten Selbstthematisierung, zum Beispiel der öffentlichen Selbstkritik, erfolgt. Unfried regte zudem an, dass Historiker wieder versuchen sollten, die „politischen Phantasmen“ der Zeitgenossen, also das, was Hellbeck unter „Ideologie“ verstanden wissen wollte, in die empirisch fassbare sowjetische Alltagsrealität zurückzuübersetzen.

In der Diskussion wurde daraufhin über die Frage gestritten, ob und wie Historiker jenseits der Sprache Aussagen über eine „empirische Realität“ treffen können. Karl Schlögel forderte abschließend, dass die Erfahrungswelt der Zeitgenossen rekonstruiert werden müsse, deren Tragödie gewesen sei, dass sie über keine verlässlichen Referenzpunkte mehr verfügten, die es ihnen ermöglicht hätten zu unterscheiden, was real war und was nicht.

BARRY MCLAUGHLIN eröffnete die dritte Sektion über die ethnische Dimension des Terrors. Er machte zunächst darauf aufmerksam, dass „ethnische Säuberung” kein zeitgenössisches Konzept war, sondern ein Begriff, den die Täter im Jugoslawienkrieg benutzten. Da aber in den Befehlen des NKWD über den Vollzug der „Massenoperationen“ 16 nichtrussische Minderheiten als Zielgruppen der Repressionen aufgeführt werden, könne man fragen, ob es sich dabei um ein Phänomen handele, das wir heute als „ethnische Säuberung“ bezeichnen würden. Dies sei nicht der Fall, denn die Opfer seien nicht aufgrund von rassischen Kriterien verfolgt und ermordet worden. Aus der Sicht Stalins und seiner Entourage habe es sich vielmehr um eine prophylaktische Maßnahme im Rahmen der „Staatssicherheit“ gehandelt. Diese Gruppen seien verdächtigt worden, im Falle eines Krieges mit den jeweiligen Titularnationen zu kooperieren.

HIROAKI KUROMIYA stellte den Terror nach Befehl 00447 ebenfalls in einen außenpolitischen Kontext. Die stalinsche Führung habe in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre die japanischen Ambitionen, Teile Chinas, der Mongolei und des sowjetischen Fernen Ostens zu erobern, als gefährlichere Bedrohung wahrgenommen als die, die vom nationalsozialistischen Deutschland ausging. So hatte die westsibirische Parteiorganisation im Juni 1937 von Moskau gefordert, die Einrichtung außergerichtlicher Dreier-Kommissionen (Trojki) in der Region zu erlauben, um ehemalige „Kulaken“ und Sondersiedler im Schnellverfahren zu verurteilen. Diese Forderung wurde damit begründet, dass dieser Personenkreis verdächtig sei, im Falle einer Invasion Japans mit dem Feind zu kollaborieren. Die Anfrage der Sibirier sei, so Kuromiya, der Auslöser dafür gewesen, dass die Parteiführung die unionsweite „Kulakenoperation“ nach Befehl 00447 initiierte. Laut Kuromiya waren ethnische Zuordnungen ein Reflex der sowjetischen Außenpolitik, nicht aber Folge rassischer Erwägungen.

MARC JUNGE widersprach seinen Vorrednern. Eine eindeutige Korrelation von ethnischer Zugehörigkeit und Kriegserwartung lasse sich nur im Falle der „nationalen Operationen“, nicht aber im Falle der „Kulakenoperation“ nach Befehl 00447 in den Quellen nachweisen. So hätten zum Beispiel bei den nach Befehl 00447 in der Ukraine verurteilten Deutschen, Polen und Griechen weder die Kriegserwartung noch rassische Erwägungen eine Rolle gespielt, sondern eine Kombination unterschiedlicher politischer und sozialer Kriterien. Die nationale bzw. ethnische Zugehörigkeit, die in den Dokumenten vermerkt wurde, sei vordringlich für die statistische Erfassung von Belang gewesen.

Im Plenum wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern sich die Gesellschaft durch Denunziationen am Terror beteiligt hatte. Offenbar lassen die bisher bekannten Quellen über die „Massenoperationen“ der Jahre 1937/38 diesen Schluss nicht zu. Es scheint vielmehr so, dass das Regime genau wusste, welche Personen es für verdächtig hielt, und daher nicht auf Denunziationen angewiesen war.

MICHAEL DAVID-FOX eröffnete die vierte Sektion über das Verhältnis westlicher Intellektueller zur stalinistischen Sowjetunion mit einem Vortrag über die Allunionsgesellschaft für kulturelle Verbindungen mit dem Ausland (VOKS), die für den kulturellen Austausch der Sowjetunion insbesondere mit Europa und den USA zuständig war. In der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre sei die sowjetische Kulturpolitik durch zwei widersprüchliche Tendenzen geprägt gewesen. „Stalinistische Westernizer“ wie der Diplomat, Schriftsteller und Vorsitzende der VOKS Aleksandr Arosev verfolgten das Ziel, der sowjetischen Kultur einen hegemonialen Status in der westlichen Welt zu verschaffen. Diese Zielsetzung sei jedoch konterkariert worden durch die von den Staatssicherheits- und Zensurorganen beförderten Wachsamkeitskampagnen, die jeden Kontakt mit dem Westen verdächtig machten und letztlich die Oberhand gewinnen konnten. Arosevs Schicksal sei typisch für das vieler anderer „Stalinist Westernizers“. Er wurde während des stalinistischen Terrors erschossen.

Auch KATERINA CLARK beschäftigte sich mit diesen Vermittlerfiguren, die sie als „kosmopolitische Patrioten“ bezeichnete, da für sie Internationalismus und Nationalismus kein Widerspruch gewesen sei. Als Beispiele führte sie den Chef der Internationalen Kommission des sowjetischen Schriftstellerverbandes Michail Koltsov, den Dramatiker Sergej Tretjakov sowie Ilja Erenburg auf. Alle drei setzten sich für Übersetzungen westlicher Literatur ins Russische ein, die aus ihrer Sicht ein Mittel zur Aufwertung der Sowjetunion als Hegemonialmacht in der zivilisierten Welt gewesen seien.

ANNE HARTMANN und MICHAIL RYKLIN nahmen am Beispiel Lion Feuchtwangers und Walter Benjamins die Motive in den Blick, die westliche Intellektuelle dazu veranlassten, mit dem Stalin-Regime zu sympathisieren. Moralische Denunziation reiche nicht aus, so Hartmann, um die komplexen Verflechtungen westlicher „fellow travellers“ mit der Sowjetunion zu erfassen. Sowohl für Feuchtwanger als auch für Benjamin sei die Sowjetunion der einzige Fluchtpunkt im Kampf gegen den Nationalsozialismus gewesen.

In der Diskussion wurde betont, dass sowjetische und westliche Intellektuelle über einen gemeinsamen Horizont gegenseitiger Erwartungen verfügten, der sich an ihrer Erfahrung und Vorstellung von europäischer Kultur orientierte. Die Sowjetunion sei für westliche Intellektuelle auch deshalb so faszinierend gewesen, weil diese ihr Überheblichkeitsgefühl gegenüber den „unwissenden Massen“, die es zu bekehren galt, geteilt habe. Michail Ryklin bemerkte hierzu, dass viele der westlichen Schriftsteller von dem kontrollierten Markt kultureller Produkte in der Sowjetunion fasziniert waren. Es sei sehr verführerisch gewesen, nicht mehr um Leser kämpfen zu müssen, sondern ihnen eine spezifische Intellektuellen-Perspektive aufzwingen zu können.

GERD KOENEN und MICHAEL WILDT konstatierten in der fünften Sektion ein wiederaufblühendes Interesse am Vergleich der stalinistischen Sowjetunion mit dem nationalsozialistischen Deutschland.[3] Sie bezweifelten jedoch, dass ein solcher Vergleich, insbesondere im Rahmen der Totalitarismustheorie, helfen könne, um den Stalinismus besser zu verstehen, weil beide Regimes unter grundlegend verschiedenen Bedingungen operiert hätten. Gerade der Terror, der im Zentrum aller Vergleichsbemühungen steht, habe in beiden Regimes grundlegend unterschiedliche Funktionen und Dynamiken gehabt. Um etwas über den Stalinismus zu erfahren, sei es sinnvoller, die Sowjetunion zwischen 1929 und 1953 mit anderen kommunistischen Regimes zu vergleichen. Vielversprechend sei auch die Erforschung von Gewalträumen, in denen sich beide Regimes begegneten und in denen die jeweiligen Bevölkerungen den Zumutungen beider Regimes ausgesetzt waren. Mehrere Tagungsteilnehmer plädierten dafür, den Vergleich in einer allgemeinen Geschichte der Moderne zu verorten.

Die Verhaftung des Historikers Michail Suprun im Oktober dieses Jahres, die wiederholte Behinderung der Arbeit von Memorial, die Einrichtung einer staatlichen Kommission gegen die „Falsifizierung von Geschichte“ (die sogenannte Naryshkin-Kommission) sowie jüngste Meinungsumfragen, in denen etwa 50 Prozent der Befragten Stalin als positive historische Figur bewerten, scheinen zu zeigen, dass sowohl staatliche Akteure als auch die Öffentlichkeit eine kritische Auseinandersetzung mit dem Stalinismus verhindern wollen. Dieser Befund stand im Zentrum der letzten Sektion. BERND BONWETSCH lieferte zunächst einen dichten Abriss der staatlichen Erinnerungspolitik von Chruscev bis heute. ANDREJ SOROKIN versuchte, die aktuelle staatliche Erinnerungspolitik im Kontext einer doppelten politischen Strategie der Medwedew/Putin-Regierung zu verorten. Diese verfolge einerseits das Ziel, ihre Modernisierungsvorstellungen umzusetzen, andererseits aber die dadurch entstehenden Zumutungen für die Bevölkerung durch traditionalisierende Diskurse abzufedern. Beide Referenten betonten (1.), dass die aktuelle Erinnerungspolitik in der Russländischen Föderation nur im Zusammenhang mit den Konflikten zwischen den postsowjetischen Staaten verstanden werden könne, und (2.) eine Reaktion auf die Geschichtspolitik Jelzins sei. Jelzin habe zwar eine offene Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Stalinzeit gefördert; gleichzeitig habe aber wachsende Armut und die Erosion staatlicher Ordnung diese Politik in den Augen der Bevölkerung diskreditiert. Die Förderung patriotischer Geschichte, die restriktive Archivpolitik und die Versuche, kritische Historiker einzuschüchtern, seien, so Bonwetsch, aber keine Zeichen für eine Restalinisierung. Stalin werde nicht als Vorbild, sondern als Symbol für eine „große Vergangenheit“ wahrgenommen.

Die Tagung lieferte durch das hohe Niveau der einzelnen Vorträge eine aufschlussreiche Zwischenbilanz der neueren Forschungen über den Stalinismus und der entsprechenden analytischen Konzepte. Einige innovative Forschungsfelder, wie die Nationalitäten- und Religionsproblematik oder neuere Arbeiten zur Politikgeschichte, waren aber aufgrund des Zuschnittes der Veranstaltung, die an den Forschungsinteressen Reinhard Müllers und seiner Weggefährten ausgerichtet war, nicht präsent. Der Anspruch der Organisatoren, neue Wege für die Forschung aufzuzeigen, konnte zwar in Bezug auf Forschungsinhalte, nicht aber hinsichtlich der Konzepte eingelöst werden. Es entstand vielmehr der Eindruck, als kreise diese Debatte seit einigen Jahren um dieselben Positionen und Begriffe. Insbesondere die Sektion über Erinnerungspolitik zeigte, wie vielversprechend es sein kann, den Stalinismus und seine Spiegelungen im Kontext einer gesamtsowjetischen Geschichte zu betrachten.

Konferenzübersicht:

Panel 1: Everyday Life in a Mobilized Society: Denunciation, Images of the Enemy, Fear

Jochen Hellbeck (Rutgers University, New Brunswick): The concept of everyday life in the historiography of Stalinism
Karl Schlögel (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder)): Mass mobilization and mass operation in 1937

Panel 2: Paradigm Shifts in Research on the Comintern

Fridrikh Firsov (RGASPI, Moskau): The Comintern as an instrument of foreign policy of the Stalinist regime
William Chase (University of Pittsburgh): Stalinism with a Spanish Twist
Berthold Unfried (Universität Wien): Komintern historiography: the turn to the subject, the self, and the individual

Panel 3: Stalinist Terror: A Form of Ethnic Cleansing?

Barry McLoughlin (Universität Wien): Thoughts on Ethnic Aspects of the Terror in the Soviet Union
Hiroaki Kuromiya (University of Indiana): The Great Terror and „Ethnic Cleansing“: The Asian Nexus
Marc Junge: Ethnische Säuberungen als Begleiteffekt der sozialen Verfolgung in der Ukraine und Georgien während des Großen Terrors

Panel 4: Stalinism and Western Intellectuals

Michael David-Fox (University of Maryland / Davies Center, Princeton University): Hegemony versus Vigilance: Clashing Trends in Soviet Cultural Diplomacy during the Popular Front
Katerina Clark (Yale University): The Cosmopolitan Dimension of Soviet Cultural Life in the 1930s
Anne Hartmann (Lotman Institut, Universität Bochum): Moscow 1937: Approaching Feuchtwanger’s Approach
Mikhail Ryklin (Akademie der Wissenschaften, Moskau): La grande illusion. Walter Benjamin and Stalinism

Panel 5

Gerd Koenen (FRIAS, Freiburg), Michael Wildt (Humboldt-Universität zu Berlin): Prospects and Limits of Comparison of National Socialism and Stalinism

Panel 6: De-Stalinization, Collective Memory, and the Contemporary Politics of Memory

Bernd Bonwetsch (DHI Moskau): Politics of Memory from Chruscev to Today
Andrej Sorokin (Moskau): Collective Memory, and the Contemporary Politics of Memory

Anmerkungen:
[1] Hellbecks Ausführungen beziehen sich auf: Sheila Fitzpatrick / Alf Lüdke, Energizing the Everyday: on the Breaking and the Making of Social Bonds in Nazism and Stalinism, in: Sheila Fitzpatrick / Michael Geyer (Hrsg.), Beyond Totalitarianism. Stalinism and Nazism Compared, Cambridge 2009, S. 266-301.
[2] J.Arch Getty, State and Society under Stalin: Constitutions and Elections in the 1930s, in: Slavic Review 50 (1991), S. 18-35.
[3] Jörg Baberowski / Anselm Doering-Manteuffel (Hrsg.), Ordnung durch Terror: Gewaltexzesse und Vernichtung im nationalsozialistischen und im stalinistischen Imperium, Bonn 2007; Fitzpatrick / Geyer, Beyond Totalitarianism.

Zitation
Tagungsbericht: Stalin and Stalinism. Roadmaps for Future Research, 29.10.2009 – 30.10.2009 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 02.02.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2983>.