Virtuelle Forschungsplattformen in den Geisteswissenschaften - Anforderungen, Probleme, Lösungsansätze

Ort
Trier
Veranstalter
Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“ und Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften, Universität Trier
Datum
21.10.2009 - 22.10.2009
Von
Gisela Minn, SFB 600 „Fremdheit und Armut“, Universität Trier

Die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien und ihr Transfer in alle Gesellschaftsbereiche seit der Mitte der 1990er-Jahre haben weitreichende Optionen für eine nachhaltige Umorganisation der Arbeitsabläufe in den Geisteswissenschaften eröffnet. Die Bereitstellung digitaler Informationsangebote und ihre Zusammenführung in thematischen Netzen, die Ergänzung bibliothekarischer Dienste durch den Aufbau Virtueller Fachbibliotheken oder die Etablierung elektronischer Publikationsformen haben neue Möglichkeiten geschaffen, Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu erhalten und Ergebnisse zu veröffentlichen.

Der Veränderungsprozess, den die Geisteswissenschaften in Teilen nach wie vor mit Zurückhaltung, wenn nicht Skepsis begleiten, wird in den kommenden Jahren andauern. Zu den zentralen künftigen Aufgaben gehören dabei die Entwicklung fachspezifischer Software-Tools und deren Integration in virtuelle Forschungsumgebungen. Förderorganisationen, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder die Europäische Union unterstützen mit speziellen Ausschreibungen diese zukunftsweisenden e-Science-Technologien. Langfristiges Ziel ist es, digitale Arbeitsplätze einzurichten, an denen der Wissenschaftler die für seine persönliche Forschungsarbeit relevanten elektronischen Dienste vorfindet. Diese Infrastrukturen schließen neue Methoden kollaborativen Arbeitens ein. Sie eröffnen Chancen, neue Antworten auf klassische Fragestellungen in den Geisteswissenschaften zu finden oder gar neuartige Forschungsfelder im Bereich der e-Humanities zu etablieren.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungsperspektiven hatten das Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften und der Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“ (SFB 600) Wissenschaftler, Vertreter von Informationseinrichtungen sowie Softwareentwickler zu einer zweitägigen Tagung an die Universität Trier eingeladen. Im Oktober 2009 diskutierten mehr als 50 Teilnehmer über Anforderungen, sich abzeichnende Probleme und erste Lösungsansätze für die Entwicklung virtueller Forschungsumgebungen.

In der ersten Sektion zum Thema „Computerunterstützte Forschung: vernetzt - interdisziplinär - webbasiert“ wurden Konzepte vernetzten Arbeitens in den Sprachwissenschaften und in Editionsvorhaben vorgestellt. MENZO WINDHOWER (Nijmegen) präsentierte mit dem „Typlogical Explorer“ ein Softwaretool, um Primärdaten unterschiedlicher Sprachen mit thematischen Datenbanken über internationale Kategorienstandards zu verknüpfen und auf diese Weise weitergehende vergleichende Untersuchungen zu ermöglichen. GEORG VOGELER (München) sprach über das kollaborative Archiv „monasterium.net“. Das derzeit wohl größte virtuelle Urkundenarchiv in Europa soll zu einer virtuellen Forschungsumgebung weiterentwickelt werden. Hierzu entsteht mit dem „Editor MOM-CA“ („Monasterium - Collaborative Archive“) ein neue Software-Lösung. Im dritten Vortrag zum Thema „Iterative und Integrative Lösungen für eine virtuelle Forschungsplattform“ skizzierte MATTHIAS P. PERSTLING (Graz) das Projekt, das von Ingo H. Kropac im Rahmen der Dokumentation und Erschließung des kulturellen Erbes der Reichststadt Regensburg etablierte Konzept der „Integrierten Computergestützten Edition (ICE)“ weiterzuentwickeln. Ziel der laufenden Arbeiten ist der Aufbau eines nutzerorientierten Informationssystems, ein sogenanntes „Cultural Heritage Application System“.

Im Mittelpunkt der zweiten Sektion, überschrieben mit dem Titel „Publizieren im Verbund: kollaborativ – international – mehrsprachig“, standen Software-Lösungen, die insbesondere den Redaktions- und Publikationsprozess in internationalen bzw. mehrsprachigen Forschungskontexten unterstützen. Die Vortragssequenz eröffneten ROBERT STRÖTGEN (Braunschweig) und CHRISTIAN FREY (Braunschweig) mit der Präsentation von „Edumeres.net“. Im Rahmen dieses virtuellen Netzwerks für die internationale Bildungsmedienforschung wird eine community-basierte Forschungsumgebung entwickelt, die Bausteine des web2.0 und Werkzeuge zur computergestützten verteilter Wissensgenerierung bereitstellt. MICHAEL KAISER (Bonn) und GREGOR HORSTKEMPER (München) berichteten über die seit 2008 online zugängliche Publikationsplattform „perspectivia.net“, die von der Stiftung der geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland (DGIA) und der Bayerischen Staatsbibliothek München gemeinsam betrieben wird. Hauptziel der auf Basis des CMS Plone entwickelten Plattform ist es, bereits in Printform vorliegende Veröffentlichungen sowie genuin elektronische Publikationen der DGIA bereitzustellen Zum Schluss der Tagungssektion informierten RAINER BARZEN (Trier) und TORSTEN SCHRADE (Mainz) über das Projekt zur Online-Publikation des „Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im deutschen Reichsgebiet“, das von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur gefördert wird. Sie skizzierten die speziellen Anforderungen, die an die Software-Systeme (FuD und Typo3) bei der Erfassung und Publikation mittelalterlicher Quellen in lateinischer, hebräischer und deutscher Sprache gestellt werden.

Zu Beginn des zweiten Tages präsentierten sich drei unterschiedliche Initiativen zum Thema „Forschungsnetzwerke - Wissensspeicher: Neue Infrastrukturen für die Forschung“. Im Mittelpunkt des Vortrags von NIELS-OLIVER WALKOWSKI (Berlin) und ALEXANDER CZMIEL (Berlin) stand die Konzeption für den „Wissensspeicher“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Dabei soll über ein digitales Datenrepository hinaus ein interaktiver Wissensraum entstehen, der den Nutzern einen möglichst intelligenten und dennoch einfachen Zugang zu den Informationsbeständen der Akademie-Projekte ermöglichen soll. WOLFGANG PEMPE (Göttingen) stellte mit „TextGrid“ ein Teilprojekt der vom BMBF geförderten D-Grid-Initiative zur Schaffung eines Community-Grids für die Geisteswissenschaften vor. Das in der Entwicklung befindliche System des verteilten Rechnens, der Bereitstellung unterschiedlicher Bearbeitungswerkzeuge und der dezentralen Speicherung von Ressourcen bietet die Basis für eine disziplinenübergreifende Forschungsumgebung.
MARINA MÜLLER (Trier) und MIHAIL MINEV (Trier) präsentierten das im SFB 600 eingesetzte „Forschungsnetzwerk und Datenbanksystem“ (FuD). Die integrierte Arbeits-, Publikations- und Informationsplattform ist sowohl für die individuelle als auch die kollaborative Forschungsarbeit in interdisziplinären Verbünden in den Geisteswissenschaften einsetzbar. Das seit 2005 betriebene System unterstützt den gesamten Forschungsprozess von der Inventarisierung der Daten, über deren Analyse, weiter über die Redaktion mit anschließender Publikation (print und online) bis hin zur Archivierung und Bereitstellung der Daten.

Zum Abschluss des Vormittagsprogramms wurden vier verschiedene Online-Angebote und Software-Werkzeuge vorgestellt, die das breite Spektrum laufender Entwicklung im Bereich virtueller Forschungsumgebungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften widerspiegeln. FRÉDÉRIC CLAVERT (Luxemburg) eröffnete die Reihe der Kurzvorträge mit der Präsentation des „European NAvigator“ (ENA), einer multimedialen Plattform zur Geschichte der Europäischen Integration. Die vom Centre Virtuel de la Connaissance sur l'Europe (CVCE) betriebene Informationsportal soll um Angebote kooperativen Arbeitens ergänzt werden. Anschließend beschrieb CHRISTINE GREßHÖNER (Osnabrück) die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von StudIP. Sie zeigte, wie das Lernmanagement-System als virtuelle Forschungsplattform genutzt werden und damit bereits im universitären Lehrbetrieb eingesetzte Plattformen ressourcensparend für den Forschungsprozess weiterentwickelt werden können. PETER WEILAND (Trier) und ERICH WEICHSELGARTNER (Trier) präsentierten in ihrem Beitrag eine Modelllösung für die automatische Erfassung von Literaturverzeichnissen. Das Softwaretool wird am Beispiel der bibliographischen Datenbank PSYNDEX entwickelt, die das Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) als überregionales Fachinformationszentrum für die Psychologie in den deutschsprachigen Ländern betreut. Abschließend präsentierte STEFAN BÜDENBENDER (Trier) mit dem „Link-Editor“ ein Werkzeug zum Einrichten, Edieren und Annotieren von Verknüpfungen zwischen Artikelstichwörtern unterschiedlicher Wörterbücher. Mit Hilfe des Software-Tools können lexikographische Werke in einem übergreifenden Wörterbuchnetz zusammengeführt werden, das für sprachwissen- und historisch-kulturwissenschaftliche Forschungsarbeiten neue weiterreichende Analysemöglichkeiten bietet.

Parallel zur Mittagspause am zweiten Tag war Gelegenheit gegeben, verschiedene Software-Systeme in Live-Präsentationen kennenzulernen. Neben den in den Vorträgen präsentierten Projekten stellen sich vor: ANDREA BINSFELD (Trier), Arbeitsstelle „Forschungen zur antiken Sklaverei“ der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, führte die „Bilddatenbank zur antiken Sklaverei“ vor. RALF PLATE (Trier) und UTE RECKER-HAMM (Trier), Arbeitsstelle „Mittelhochdeutsches Wörterbuch“ der Mainzer Akademie, erläuterten die Funktionsweise des Artikelredaktionssystems für die Produktion und Publikation der Neuen Mittelhochdeutschen Wörterbücher in dezentralen Arbeitsstellen (TAReS). NATALIA FILATKINA (Trier) präsentierte zusammen mit HEIKO DOSTERT und PATRICK MAI das Sofja-Kovalevskaja-Preis-Projekt „Historische Formelhafte Sprache und Traditionen des Formulierens (HiFoS)“. JENNIFER WILLENBERG, INES GRUND und LISA LANDES vom Institut für Europäische Geschichte in Mainz, vertraten das DFG-Projekt „EGO – Europäische Geschichte Online“. Die abschließende Diskussion leiteten RÜDIGER HOHLS (Berlin) und THOMAS MEYER (Berlin) mit ihrem Vortrag über Entwicklungsperspektiven historischer Fachinformations- und Kommunikationsdienste am Beispiel von Clio-online und H-Soz-u-Kult“ ein. Angesichts der laufenden Debatten um das Verhältnis von Einzel- und Verbundforschung plädierten sie dafür, in webbasierten Anwendungen und Veröffentlichungen eine Ergänzung und nicht einen Ersatz für bereits bestehende, teilweise kanonisierte Arbeits- und Publikationsstrukturen in den Wissenschaften zu sehen.

Die Tagung machte deutlich, dass es bereits eine Vielzahl von Vorhaben zur Entwicklung und Implementierung virtueller Forschungsumgebungen gibt, die von außeruniversitären Forschungsorganisationen, wie der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und den Wissenschaftsakademien, oder zeitlich befristeten universitären Forschungsvorhaben getragen werden. Mit der zweiten Ausschreibung des DFG-Förderprogramms wird dieser Entwicklungsprozess weiter an Dynamik und Nachhaltigkeit gewinnen und das Angebot an Software-Lösungen wird sich weiter verbreitern. Der erreichte Entwicklungstand ist dabei unterschiedlich, es gibt bereits funktionsfähige Software-Systeme ebenso wie Projekte, die sich erst in der Pilotphase befinden. Das Leistungsspektrum ist unterschiedlich: Einige Systeme konzentrieren sich auf Teilaspekte des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses, andere nehmen die Gesamtkette wissenschaftlicher Produktion in den Blick. Für alle Initiativen gilt, dass Fachwissenschaftler und Experten der Informationswissenschaften gemeinsam die Lösungen entwickeln, um die jeweils disziplinenspezifischen Bedürfnisse in den Entwicklungen zu berücksichtigen. Mit einigem Recht kann man feststellen, dass die Basisinfrastruktur für die computerunterstützte Forschungsarbeit in wesentlichen Teilbereichen besteht - insofern fiel die Zwischenbilanz positiv aus.

Dennoch war man sich im Erfahrungsaustausch auch darüber einig, dass es einer koordinierten Strategie und verstärkter gemeinsamer Anstrengungen bedarf, um eine breitere Akzeptanz der computergestützten Forschungsarbeit zu erzielen und den Weg für Forschungen in den e-Humanities zu bahnen. Hierzu gehören z.B. die stärkere Einbindung der Wissenschaftler in den Entwicklungsprozess, die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die Grundlagenforschung in den e-Humanities, institutsgrenzenüberschreitende Kooperationen zur Entwicklung gemeinsamer Standards und zur Schonung von Ressourcen etc. Eine erste Initiative zur Koordinierung der Arbeiten im Bereich der Virtuellen Forschungsplattformen stellt die Einrichtung der Arbeitsgruppe „Virtuelle Forschungsumgebungen“ durch die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) dar, die sich im September 2009 konstituiert hat.

Der Weg zu einem virtuellen Arbeitsplatz, in dem Forscher in einem globalen Wissensnetz dezentral verteilte Daten und Werkzeuge in ihrer persönlichen Arbeitsumgebung zusammenführen und mit räumlich verteilten Forschergruppen kooperieren, ist noch weit, aber mit den internetbasierten virtuellen Forschungsplattformen, ist ein ganz wesentlicher Schritt in diese Richtung getan.

Konferenzübersicht:

Peter Schwenkmezger, Universitätspräsident
Grußwort
Herbert Uerlings, Sprecher Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“
Grußwort
Thomas Burch, Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsvorhaben in den Geisteswissenschaften, Trier
Eröffnung und Begrüßung

Sektion 1: Computerunterstützte Forschung: vernetzt – interdisziplinär ¬ webbasiert
Moderation: Thomas Burch, Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsvorhaben in den Geisteswissenschaften, Trier

Menzo Windhouwer, Peter Wittenburg, Max Planck Institute for Psycholinguistics, Nijmegen
Typological Explorer: eine Brücke zwischen typologischen Datenbanken und primären linguistischen Daten

Georg Vogeler, Ludwig-Maximilians-Universität München, Historisches Seminar – Historische Grundwissenschaften, München
Monasterium.net – ein kollaboratives Archiv

Matthias P. Perstling, Karl-Franzens-Universität Graz, Abt. f. historische Fachinformatik und Dokumentation
Iterative und Integrative Lösungen für eine virtuelle Forschungsplattform

Sektion 2: Publizieren im Verbund: kollaborativ – international – mehrsprachig
Moderation: Gisela Minn, Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“, Trier

Robert Strötgen, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig
Edumeres.net: Community-basierte Forschungsumgebung für die internationale Bildungsmedienforschung

Michael Kaiser, Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA), Bonn; Gregor Horstkemper, Bayerische Staatsbibliothek, Fachkoordination Geschichte / Zentrum für elektronisches Publizieren, München
Ein Projekt – viele Redaktionen: perspectivia.net als Publikationsplattform für die geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland

Rainer Barzen, Universität Trier, Arye-Maimon-Institut für Geschichte der Juden, Trier; Torsten Schrade, Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Historiographische, sprachliche und technische Herausforderungen beim Aufbau einer TYPO3 basierten Quellen- und Forschungsplattform für das Projekt „Corpus der Quellen zur mittelalterlichen Geschichte der Juden im Reichsgebiet“

Sektion 3: Forschungsnetzwerke – Wissensspeicher: Neue Infrastrukturen für die Forschung
Moderation: Thomas Burch, Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsvorhaben in den Geisteswissenschaften, Trier

Niels-Oliver Walkowski; Alexander Czmiel, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Projekt „TELOTA“
Anschlussfähiges Wissen. Virtuelle Forschungsplattformen als Medium der Ressourcen- und Informationsorganisation/-integration am Bsp. des Wissensspeichers der BBAW

Wolfgang Pempe, Staats- und Universitätsbiblitothek Göttingen, Projekte „Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities“ und „TextGrid“
TextGrid – Community-Grid und virtuelle Forschungsumgebung für die Geisteswissenschaften

Marina Müller, Mihail Minev, Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“, INF-Projekt, Trier
Webbasierte Zusammenarbeit im wissenschaftlichen Arbeitsprozess: die integrierte Arbeits-, Publikations- und Informationsplattform FuD im SFB 600 „Fremdheit und Armut“

Sektion 4: Kurzpräsentationen: Software-Werkzeuge und Online-Angebote für die Geistes- und Sozialwissenschaften
Moderation: Gisela Minn, Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“, Trier

Frédéric Clavert, Centre Virtuel de la Connaissance sur l’Europe, Sanem, Luxembourg
The ENA platform: multimedia, multilingualism and research – present and future

Kristine Greßhöner, Zentrum virtUOS, Osnabrück
Vorhandene Ressourcen nutzen: Das Beispiel Stud.IP in Osnabrück

Peter Weiland, Erich Weichselgartner, Universität Trier, ZPID – Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation, Trier
Automatische Erfassung von Literaturverzeichnissen für die psychologische Fachdatenbank PSYNDEX

Stefan Büdenbender, Universität Trier, Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften, Trier
Vom Wörterbuch zum Wortnetz. Der Wörterbuch-Linkeditor

Poster- und Livepräsentationen
Andrea Binsfeld, Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Akademievorhaben „Forschungen zur antiken Sklaverei“, Trier
Präsentation der „Bilddatenbank zur antiken Sklaverei“

Natalia Filatkina, Heiko Dostert, Patrick Mai, Universität Trier, Ältere deutsche Philologie, Trier
Sofja-Kovalevskaja-Preis-Projekt „Historische Formelhafte Sprache und Traditionen des Formulierens (HiFoS)“

Ralf Plate, Ute Recker-Hamm, Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Arbeitsstelle „Mittelhochdeutsches Wörterbuch“, Trier
Artikelredaktionssystem für die Produktion und Publikation von Wörterbüchern in dezentralen Arbeitsstellen (TAReS)

Jennifer Willenberg, Ines Grund, Lisa Landes, Institut für Europäische Geschichte, Mainz
DFG-Projekt „EGO – Europäische Geschichte Online“

Sektion 5: Virtuelle Forschungsplattformen – Zwischenbilanz und Ausblick
Moderation: Gisela Minn, Sonderforschungsbereich 600 „Fremdheit und Armut“, Trier

Rüdiger Hohls, Thomas Meyer, Humboldt-Universität zu Berlin, Clio-online-Portal
Entwicklungsperspektiven historischer Fachinformations- und Kommunikationsdienste am Beispiel von Clio-online und H-Soz-u-Kult

Abschließende Diskussion

Zitation
Tagungsbericht: Virtuelle Forschungsplattformen in den Geisteswissenschaften - Anforderungen, Probleme, Lösungsansätze, 21.10.2009 – 22.10.2009 Trier, in: H-Soz-Kult, 13.03.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3047>.