New Approaches to Political History. Writing British and German Contemporary History

Ort
London
Veranstalter
Kerstin Brückweh / Martina Steber, German Historical Institute London
Datum
07.09.2009 - 12.09.2009
Von
Heidi Mehrkens, Historisches Seminar, Technische Universität Braunschweig

"Weitgehend unabhängig voneinander denken Historikerinnen und Historiker in Großbritannien und Deutschland seit geraumer Zeit darüber nach, wie Politikgeschichte ‚neu’ geschrieben werden kann. (…) Ein deutsch-britischer Austausch fand bislang selten statt.“ Mit dieser Feststellung hatten MARTINA STEBER und KERSTIN BRÜCKWEH ( beide London) zur Bewerbung für die Summerschool „New Approaches to Political History: Writing British and German Contemporary History“ des Deutschen Historischen Instituts London vom 7. bis 12. September 2009 eingeladen. Sie wollten einen solchen Austausch in Gang setzen und den Dialog beispielhaft auf die deutsche und britische Geschichte seit 1945 konzentrieren.

22 deutsche, britische und amerikanische Doktoranden und Postdoktoranden diskutierten ihre Projekte gemeinsam mit den Experten CALLUM BROWN (Dundee), FRANK TRENTMANN (London), HEINZ-GERHARD HAUPT (Florenz, Bielefeld), WILLIBALD STEINMETZ (Bielefeld), STEVEN FIELDING (Nottingham), ECKART CONZE (Marburg) und PATRICIA CLAVIN (Oxford) und reflektierten das Tagungsthema in theoretisch-methodischer Hinsicht. Die vier Sektionen der von der DFG finanziell unterstützten Summerschool widmeten sich je einem thematischen Schwerpunkt: erstens der Bedeutung von Religion und Emotion, zweitens dem Verhältnis von Politik und Gesellschaft, drittens Staat und Parteien sowie viertens Zusammenhängen zwischen Politik und Globalisierung.

Zwei konzeptionelle Leitachsen bestimmten die Vorträge und Diskussionen: Zum einen wurden Überlegungen zur Begrenzung des eigentlichen Gegenstands der Politikgeschichte angestellt. Zum anderen stand die Frage nach der Perspektivität im Zentrum, also danach, aus welchen Blickwinkeln zeitgenössische Politikgeschichte künftig geschrieben werden könnte. Jede Sektion wurde durch einen Expertenkommentar eingeleitet, der das Thema der Sitzung umriss sowie mögliche Forschungsrichtungen aufzeigte. Die Vorträge der Teilnehmer wurden von einem anderen Beiträger kommentiert und dann diskutiert. Sowohl Vorträge als auch Kommentare und Diskussionsbeiträge setzten sich auf durchweg hohem Niveau mit der Thematik auseinander.

Institutsleiter ANDREAS GESTRICH begrüßte zum Auftakt zahlreiche Gäste zu einer Podiumsdiskussion, die in die relevanten Fragestellungen der Tagung einführte: Unter der Moderation von STEFAN BERGER (Manchester) stellten WILLIBALD STEINMETZ (Bielefeld) und GARETH STEDMAN JONES (Cambridge) die jeweiligen Wissenschaftstraditionen der Politikgeschichte in Großbritannien und Deutschland seit 1945 vor und benannten Entwicklungen ebenso wie historiographische Trends. Die Sektion „Changing Focuses of Attention. Religion and Emotion“ beschäftigte sich in einer ersten Sitzung mit dem Verhältnis von Religion und Politik in einer säkularisierten Gesellschaft. CALLUM BROWN hob in seinen kontroversen einführenden Bemerkungen auf im Kulturellen verankerte Säkularisierungsprozesse seit den 1960er-Jahren ab, die für den Bedeutungsverlust religiöser Argumente im politischen Diskurs verantwortlich seien. Dagegen wertete SEBASTIAN TRIPP (Bochum) das politische Engagement westdeutscher Kirchengruppen gegen das Apartheid-Regime in den 1970er-Jahren als Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Funktion der Religion der Zeit und als Form von Vergangenheitsbewältigung im Hinblick auf die Rolle protestantischer Kirchen im Dritten Reich. LUKE FENWICK (Oxford) hob die gestaltende Rolle der Kirchen in der SBZ in der unmittelbaren Nachkriegszeit hervor und erklärte aus der konfrontativen Situation von KP und SED den wachsenden sozialistischen Einfluss. Auch LIZA FILBY (Warwick) stellte Browns Säkularisierungsparadigma in Frage. Die Church of England, die in den 1980er-Jahren zunehmend eine politische Rolle übernahm und durchgehend Thatchers soziale und wirtschaftliche Agenda kritisierte, sah sich gleichzeitig damit konfrontiert, dass die konservative Partei durch die Berufung auf christliche Doktrinen wieder zu neuer Stärke fand. Die Diskussion verwies auf die unterschiedlichen nationalen Konzepte von Staatlichkeit im Verhältnis zu (institutionalisierter) Religion.

Die zweite Sitzung versammelte Beiträge zu „Feelings and Politics in ,Emotional Times’“. Die einleitenden Bemerkungen von BIRGIT ASCHMANN (Kiel) wurden in Abwesenheit der Autorin verlesen und betonten den zunehmenden Stellenwert der genuin interdisziplinären Emotionsforschung nicht nur für die Zeitgeschichtsschreibung. SABINE MANKE (Marburg) analysiert Bürgerbriefe, die Willy Brandt anlässlich des parlamentarischen Misstrauensvotums im April 1972 erreichten und durch ihre schiere Masse den „Charakter eines Plebiszits“ besaßen. Briefe an Politiker, so eine These Mankes, beleuchten die komplexe Beziehung zwischen rationalen und emotionalen Aspekten von Politik. JUDITH GURR (Freiburg) setzte sich in ihrem Beitrag mit persönlichen Beziehungen zwischen Politikern und deren Niederschlag in politischem Handeln am Beispiel der Thatcher-Reagan- und der Blair-Brown-Beziehung auseinander. EMILY ROBINSON (London) beschäftigte sich mit kollektiven Identitäten und subjektiven Erfahrungen von Parteimitgliedschaft anhand der Debatten um den Zusammenbruch der britischen Kommunistischen Partei sowie um die Abspaltung der Sozialdemokratischen Partei von Labour. Die kontroverse Panel-Diskussion lehnte es ab, die Zeitgeschichte als eine besonders „emotionale“ Zeit zu begreifen; vielmehr gelte es für alle Epochen, Strategien zu entwickeln, um aus Quellen mögliche Transformationen von Emotionen etwa in politische Handlungen oder Loyalitätsverhältnisse herauszuarbeiten.

„Linked Spheres. Politics and Society“ lautete der Titel der zweiten Sektion. Die erste Sitzung setzte sich mit Kategorisierungen von Gesellschaften und deren politischer Bedeutung auseinander. HEINZ-GERHARD HAUPT und FRANK TRENTMANN kommentierten in ihren Einführungen Wechselwirkungen zwischen politischer Sphäre und Gesellschaft, etwa den Effekt von „political visions“ auf politische Entscheidungen, und wiesen auf die Bedeutung von nicht-institutionalisierten politischen Akteuren und Handlungen hin.

MARTINA STEBER (London) stellte die Debatte innerhalb von CDU und CSU über Formen betrieblicher Mitbestimmung in den 1960er- und 1970er-Jahren vor und konnte zeigen, wie die bundesrepublikanischen Konservativen unterschiedliche Modelle von Gesellschaft, Möglichkeiten ihrer demokratischen Verfasstheit sowie den Platz der Politik in ihr diskutierten. Um einen genaueren Blick auf soziale Kategorien und Wertewandel als Gegenstände der Politik ging es auch CHRISTOPH NEUMAIER (Mainz). Auf der Basis sozialwissenschaftlicher Erhebungen, mit denen seit 1960 plakativ „der Tod der Familie“ festgestellt wurde, fragte Neumaier nach den Einflüssen familiärer Wertvorstellungen auf die Parteipolitik und vice versa. Ein ähnlich gelagertes Forschungsprojekt für Großbritannien stellte APRIL GALLWEY (Warwick) vor, das die „Entdeckung“ von Familien mit einem Elternteil in der empirischen Sozialforschung untersucht. Ergänzt werden die sozialwissenschaftlichen Erhebungen mit Oral-History-Interviews, die die Erfahrungen britischer allein erziehender Mütter in den 1960er- und 1970er-Jahren beleuchten. Die Panel-Diskussion thematisierte den methodischen Umgang mit zeitgenössischen soziologischen Modellen, die teils unreflektiert als historische Analysekategorie übernommen würden.

FRANK TRENTMANN und HEINZ-GERHARD HAUPT eröffneten die zweite Sitzung zum Thema „Political Behaviour in the Consumer Society“ mit Ausführungen zu der nur vermeintlich „entpolitisierten“ Konsumgesellschaft. Die interviewgestützte Studie von ALEXANDER CLARKSON (London) untersucht den Einfluss urbaner Subkulturen auf die politische Kultur in Westdeutschland während des Kalten Krieges und ihr Verhältnis zu Konsum und Eigentum. ANNE-KATRIN EBERT (Wien) rückte ebenfalls das Konsumverhalten ins Zentrum politischer Diskussion und erläuterte Konzepte von Nachhaltigkeit und Zukunftsorientiertheit in der Lebensführung. Die Diskussionsrunde fragte danach, wann Konsum politisch werde, und befürwortete unter anderem ein Mitdenken intellektueller Traditionen und ideengeschichtlicher Ansätze.

Das Verhältnis von Staat und Parteien stand im Mittelpunkt der dritten Sektion „New Rules of the Political Game. State and Parties in Transition“, die durch eine Sitzung zu Veränderungen innerhalb von Parteiendemokratien eingeleitet wurde. Während STEVEN FIELDING die Geschichte und Funktion der Parteien als ein bedeutendes Forschungsfeld in Großbritannien benannte, konstatierte WILLIBALD STEINMETZ, dass die deutsche Forschung sich weniger mit Parteistrukturen als mit Faktoren wie Wählerverhalten oder Führungsstrategien auseinandersetze. Im Rahmen der Vorträge dominierte thematisch der Einfluss von Nicht-Regierungs-Organisationen auf politische Entscheidungsprozesse. DAVID RICHARDSON (Birmingham) fokussierte auf wirtschaftliche Interessenverbände in Großbritannien nach 1945 und deren Beitrag zur Diskussion um die europäische Integration. SHELLEY ROSE (Binghampton, New York) beleuchtete das ambivalente Verhältnis von SPD-Mitgliedern und pazifistischen Interessengruppen nach der „Kampf dem Atomtod“-Kampagne 1958. Die Friedensidee wurde auch durch transnationale politische Kontakte ausgehandelt und entfernte sich von der dominierenden Parteimeinung. PETER ITZEN (Freiburg) zeigte an der Debatte um die britische Scheidungsrechtsreform in den 1960er-Jahren, wie Kirchenvertreter und Politiker gesellschaftliche Veränderungen in der Abgrenzung zwischen institutionalisierter Religion und Staat reflektierten. In der Diskussion wurde unter anderem das Verhältnis von „High- beziehungsweise Low-Politics“ und „Top-Down-Verhältnissen“ angesprochen und eine Historisierung dieser Modelle und Selbstzuschreibungen angemahnt.

„The State in International Context“ lautete das Thema der zweiten Sitzung. STEVEN FIELDING stellte fest, dass nur wenige britische Historiker Europa beziehungsweise die Europäische Gemeinschaft oder EU in politikgeschichtliche Narrative einbeziehen würden. WILLIBALD STEINMETZ wies darauf hin, dass die vorgestellten Papers nicht den Staat, sondern Organisationen zum Thema hätten. Es bestehe gerade in Deutschland eine Tendenz, den Staat in der Geschichtsschreibung zu relativieren. THOMAS ZIMMERs Vortrag stellte die Gründung der World Health Organization (WHO) in den Kontext der britischen Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs. Die gesundheitspolitischen Diskussionen gerade um den National Health Service beeinflussten internationale Entwicklungen rund um die Gründung der WHO. Um Formen politischer Repräsentation ging es im Beitrag von JACOB KRUMREY (Florence). Das Verständnis von der Politik als Ort symbolischer Handlungen ermöglicht die Auseinandersetzung mit Wahrnehmungen und Erwartungshaltungen auf der einen sowie Aussage- und Darstellungsabsichten auf der anderen Seite, die Krumrey anhand der frühen Diplomatie der Europäischen Gemeinschaft untersuchte. CHRISTOPH SCHNEIDER (Freiburg) spielte methodische Zugänge zu den 1970er-Jahren als „Krisenjahren“ der europäischen Integration durch. Diese seien in der Kulturgeschichte des Politischen zu finden, im Zusammenspiel nationaler und supranationaler Akteure sowie in der Integration transnationaler Interessengruppen in die historische Analyse. In der Paneldiskussion wurde die Bedeutung des Staats für die politische Zeitgeschichtsschreibung betont und ein dynamisches Verständnis von Staatlichkeit gefordert, um den Veränderungsgrad, dem die europäische Nationalstaatlichkeit unterworfen war, bestimmen zu können.

Die vierte Sektion schließlich behandelte „Politics in a Globalised World. Security and Transnationalisation“. Die erste Sitzung versammelte Beiträge zu Fragen von Gewalt, Bedrohung und Sicherheit. ECKART CONZE benannte die „Suche nach Sicherheit“ als prägend für die Zeit nach 1945. PATRICIA CLAVIN verwies darauf, dass die Suche nach Sicherheit nicht nur als Schutz vor Waffen, sondern auch als ökonomisches Sicherheitsbedürfnis verstanden werden müsse. MATTHEW GRANT (Sheffield) stellte die 1949 in Großbritannien gegründete Freiwilligeneinheit Civil Defence Corps vor, die mit ihrer Idee vom nationalen Schulterschluss gegenüber der nuklearen Bedrohung unter anderem die politische Auseinandersetzung mit Sicherheitsfragen beeinflusste. DANIEL GERSTER (Florenz) setzte sich mit den ambivalenten Einstellungen westdeutscher Katholiken gegenüber Krieg und Gewalt in den 1960er- und 1970er-Jahren auseinander und fokussierte auf die in diesem Zusammenhang verwendete religiöse Semantik. FLORIAN HANNIG (Freiburg) lenkte am Beispiel des Ostpakistan-Konflikts den Blick auf die zunehmende Bedeutung kleiner pressure groups, die aus humanitärem Selbstverständnis heraus Einfluss auf internationale Konflikte nahmen und damit die institutionalisierte internationale Politik veränderten.

Die letzte Sitzung versammelte Vorträge zu transnationalen politischen Zusammenhängen. PATRICIA CLAVIN fragte nach der Existenz von „global moments“ und stellte fest, dass transnationale Perspektiven neue Chronologien hervorbringen. Sie mahnte an, sich aus der europäischen Perspektive zu lösen und kleinere Staaten stärker in die Geschichtsschreibung zu integrieren. ECKART CONZE schlug anschließend vor, über „transnational moments“ nachzudenken, Staat und Staatlichkeit genauer zu beleuchten und in diesem Zusammenhang das Verhältnis von Transnationalismus und (De-)Nationalisierung genau zu bestimmen. Außerdem sollten die politischen Akteure und deren Motivationen ernster genommen werden. Ausgehend von der Feststellung, dass die westeuropäischen Staaten in den 1970er-Jahren eine weitgehend einheitliche Politik der Immigrationsregulierung betrieben, untersuchte MARCEL BERLINGHOFF (Heidelberg) die Muster nationaler Migrationspolitik und deren Beeinflussung durch transnationale Einflüsse. STEPHEN J. SCALA (Maryland, US) analysierte außenpolitische Expertisen der DDR. Beeinflusst von westlichen Arbeiten, verneinten die Politiker den fundamentalen Gegensatz von Kapitalismus und Sozialismus und betrachteten die DDR als „normalen“ außenpolitischen Akteur, eine Haltung, die sie schließlich ins politische Abseits manövrierte. REINHILD KREIS (München) hob auf die Bedeutung der Amerika-Häuser in Westdeutschland ab. Eingerichtet als Instrument diplomatischer „soft power strategy“, ließen sich an ihnen beispielhaft Formen US-amerikanischer Selbstrepräsentation in Westdeutschland und die teils konfliktreiche deutsche Aneignung der amerikanischen Ideen und Angebote darstellen. Die Diskussion behandelte die Bedeutung von Supranationalität als Charakteristikum der Zeitgeschichte, mahnte stärker vergleichende Blicke an und betonte die Rolle von Experten.

Die Abschlussdiskussion, moderiert von KERSTIN BRÜCKWEH und MARTINA STEBER, stellte vier Charakteristika der historiographischen Annäherungen an die Politikgeschichte vor. Erstens war eine Dynamisierung des Politischen erkennbar geworden insofern als auch vermeintlich klar umrissene Forschungs- oder Begriffsfelder – etwa Staatlichkeit, Nationalstaat oder internationale Beziehungen – durch die Einbeziehung neuer Akteure wie Nicht-Regierungsgruppen und anderer Perspektiven weiter gesteckte Grenzen erhielten. Das zweite Charakteristikum waren wechselseitige Beziehungen zwischen Formen der Annäherung an die Politikgeschichte, die somit vielgestaltiger geworden ist. Als drittes wurde festgestellt, dass sich bei einem Untersuchungsthema häufig mehrere Perspektiven sinnvoll integrieren ließen. Viertens spiegelten die Vorträge einen nicht-dogmatischen Zugang zur Politikgeschichte wider.

Gerade der deutsch-britische Vergleich zeigte dabei die unterschiedliche Bedeutung nationaler Geschichten (Stichworte: Empire und Holocaust) für die jeweilige Historiographie, die eine Geschichte des Politischen, die transnationale Entwicklungen ernst nimmt, nicht übergehen darf. Vielmehr gehört es zu den Aufgaben der Zeitgeschichte, das Wechselverhältnis von nationalen und transnationalen Faktoren zu bestimmen. Mit ihren Projektvorstellungen, Kommentaren und Diskussionen zeigten alle Teilnehmer eine hohe Bereitschaft, sich mit diesen Anforderungen auseinanderzusetzen und sie für die künftige Arbeit an politikhistorischen Themen nutzbar zu machen.

Konferenzübersicht:

New Approaches to Political History. A Dialogue between British and German Historians

Willibald Steinmetz (Bielefeld) and Gareth Stedman Jones (Cambridge), moderated by Stefan Berger (Manchester)

Panel 1: Changing Focuses of Attention. Religion and Emotion
a) Religion and Politics in “Secular” Times
Moderation: Kerstin Brückweh

Callum Brown (Dundee): Introduction

Sebastian Tripp (Bochum): (Anti-)Apartheid Discourses in West-German Protestantism

Kommentar: Alex Clarkson

Luke Fenwick (Oxford): The Churches, People and Politics in Mitteldeutschland, 1945-1948

Kommentar: Christopher Neumaier

Liza Filby (Warwick): God and Mrs Thatcher. Churches and Politics in 1980s Britain

Kommentar: Martina Steber

b) Feelings and Politics in “Emotional” Times
Moderation: Kerstin Brückweh

Sabine Manke (Marburg): Forms and Ideas of the ‘Political’ in Citizens’ Letters to Willy Brandt

Kommentar: Stephen J. Scala

Judith Gurr (Freiburg): Politics, Emotions and Rationality. The Thatcher-Reagan and the Blair-Brown Relationship

Kommentar: Marcel Berlinghoff

Emily Robinson (London): ‘With Bitter Regret and Anguish of Mind’. Negotiations with Personal and Political Identity at Times of Crisis

Kommentar: Florian Hannig

Panel 2: Linked Spheres. Politics and Society
a) Categorisations of Societies and their Political Significance
Moderation: Andreas Gestrich

Frank Trentmann (London); Heinz-Gerhard Haupt (Florence, Bielefeld): Introduction

Martina Steber (London): Debating “Co-Determination”, Reflecting on Society. The Union Parties’ Crucial Question in the Long 1960s

Kommentar: Daniel Gerster

Christopher Neumaier (Mainz): Changing Family Values and Political Behaviour in Germany, 1945-1990

Kommentar: Judith Gurr

April Gallwey (Warwick): Discovering the ‘One Parent Family’ in England, 1964-1974. Social Research and Social Rights

Kommentar: Peter Itzen

b) Political Behaviour in the Consumer Society
Moderation: Andreas Gestrich

Frank Trentmann (London); Heinz-Gerhard Haupt (Florence, Bielefeld): Introduction

Alexander Clarkson (London): Urban Tribes. Sub-Cultures and Political Conflict in the Federal Republic of Germany, 1945–2005

Kommentar: Reinhild Kreis

Anne-Katrin Ebert (Wien): Nachhaltig leben / To Live a Sustainable Life. Consumption and the Concept of Sustainable Development in Britain and Germany, 1980-2000

Kommentar: April Gallwey

Panel 3: New Rules of the Political Game. State and Parties in Transition
a) Party Democracy in Transition
Moderation: Michael Schaich

Willibald Steinmetz (Bielefeld); Steven Fielding (Nottingham): Introduction

David Richardson (Birmingham): ‘Keepers of the Grail’? Pro-European Integration Pressure Groups in Britain, 1945-1961

Kommentar: Thomas Zimmer

Shelley Rose (Binghampton, New York, US): Transnational Dynamics of Peace in National Politics. German Social Democrats and Pacifists, 1958-1966

Kommentar: Sabine Manke

Peter Itzen (Freiburg): The Church of England and Politics in the 1960s: The Debate about Divorce Reform

Kommentar: Sebastian Tripp

b) The state in international context
Moderation: Heidi Mehrkens

Willibald Steinmetz (Bielefeld); Steven Fielding (Nottingham): Introduction

Thomas Zimmer (Freiburg): ‘The Highest Possible Level of Health’. Britain and the Creation of the World Health Organization, 1943-48

Kommentar: Anne-Katrin Ebert

Jacob Krumrey (Florence): Staging a Federal Europe. The 1959 Washington Visit of the Three ‘European’ Presidents

Kommentar: Matthew Grant

Christoph Schneider (Freiburg): European Integration in the 1970s. Three Approaches for Contemporary Political History

Kommentar: David Richardson

Panel 4: Politics in a Globalised World. Security and Transnationalisation
a) Violence and Security
Moderation: Heidi Mehrkens

Eckart Conze (Marburg); Patricia Clavin (Oxford): Introduction

Matthew Grant (Sheffield): Rethinking Attitudes to Nuclear Defence. ‘Patriotic’ Volunteers and the Politics of Nuclear Weapons in 1950s Britain

Kommentar: Liza Filby

Daniel Gerster (Florence): “Pacem in Terris” – Catholics and the West German Discourses on Violence and War during the 1960s and 1970s

Kommentar: Christoph Schneider

Florian Hannig (Freiburg): Negotiating Humanitarianism and Politics – Operation Omega’s Border Breaching Missions during the East Pakistan Crisis 1971

Kommentar: Emily Robinson

b) Transnationalisation
Moderation: Martina Steber

Eckart Conze (Marburg); Patricia Clavin (Oxford): Introduction

Marcel Berlinghoff (Heidelberg): European Migration Policy as Transnational History

Kommentar: Jacob Krumrey

Stephen J. Scala (Maryland): East German New Thinking? The Impact of Transnationaliztion on Foreign Policy Expertise in the GDR

Kommentar: Luke Fenwick

Reinhild Kreis (Munich): Between Leadership and Partnership. American Public Diplomacy in West Germany, 1960-1989

Kommentar: Shelley Rose

Zitation
Tagungsbericht: New Approaches to Political History. Writing British and German Contemporary History, 07.09.2009 – 12.09.2009 London, in: H-Soz-Kult, 19.03.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3048>.