Verwandtschaft, Name und soziale Ordnung (300-1000)

Ort
Tübingen
Veranstalter
Steffen Patzold / Karl Ubl, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Datum
27.05.2010 - 29.05.2010
Von
Harald Sellner, Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, Universität Tübingen

Die internationale Tagung „Verwandtschaft, Name und soziale Ordnung (300-1000)“, die vom 27.-29. Mai 2010 in Tübingen stattfand, stand im Rahmen einer Reihe von Tagungen der interdisziplinären Forschergruppe „Nomen et Gens“, die epochen- und fachübergreifende Fragestellungen behandelt, um die an dem Projekt beteiligten Disziplinen der Geschichts- und Sprachwissenschaft ins Gespräch zu bringen.

Im Mittelpunkt der von Karl Ubl (Tübingen) und Steffen Patzold (Tübingen) organisierten Tagung stand das Thema der Verwandtschaft, welches in der modernen Geschichtsschreibung zum frühen Mittelalter lange Zeit die Funktion eines Passepartouts erfüllte. Das Modell, wonach Verwandtschaft als universaler Faktor der sozialen Integration fungiere, führte in der jüngeren, vor allem sozial- und begriffsgeschichtlichen Forschung zu einer grundsätzlichen Skepsis. Dagegen konnte die Darstellung frühmittelalterlicher Politikgeschichte auf die Vorstellung einer integrativen Wirkung von Verwandtschaft scheinbar nicht verzichten. Die Tagung nahm daher das Beziehungsgeflecht zwischen politischer Herrschaft und der Formation von Verwandtschaft in den Blick. Eine wichtige Basis für die Frage nach den Implikationen war dabei die sprachwissenschaftliche und historische Beschäftigung mit Personennamen. Die Vorträge waren zeitlich, geographisch und thematisch in sechs Sektionen eingeteilt.

WOLFGANG HAUBRICHS (Saarbrücken) eröffnete die Sektion „Personennamen“ und stellte in den Mittelpunkt seines Vortrages die Frage, wie die Namengebung der „germanischen“ gentes von statten ging und welche Funktion diese haben konnte. Er ging dabei auf die verschiedenen Arten der Namensbildung ein. Anhand von zahlreichen Beispielen veranschaulichte er bei zweigliedrigen Namen das Phänomen der Front-, der End- und der etwas selteneren Kreuzvariation. Eine Besonderheit, die man vor allem in der Namengebung gesellschaftlich höher gestellter Familien vorfindet, sei die Nutzung des Stabreims, welcher auch semantisch variiert werden könne. Schließlich wurde noch das Phänomen der Nachbenennung, das heisst das Repetieren eines Namens thematisiert. Diese habe wohl dazu beigetragen, dass die Variation bei der Namengebung nach und nach an Bedeutung verlor.

ANDREAS SCHORR (Saarbrücken) beschäftigte sich mit der Namengebung des 9. Jahrhunderts. In seiner Untersuchung versuchte er, die von Wolfgang Haubrichs vorgestellten „Typen der anthroponymischen Indikation von Verwandtschaft“ exemplarisch an den ca. 10.000 Hörigennamen des zwischen 825 und 828 entstandenen Polyptychon von Saint-Germain-des-Prés zu überprüfen. Bei dieser Untersuchung seien, so Schorr, einige Besonderheiten allein schon deswegen zu erwarten, weil die Hörigen des Klosters nicht zu einer „germanischen“, sondern einer romanischen gens gehörten, aber Personennamen mit germanischer Etymologie benutzten, welche lateinisch verschriftlicht worden sind. Neben den bereits von Haubrichs angeführten Formen der Variation ging Schorr auf Beispiele für Movierung, Reim oder Assonanz und hybride Namenbildung ein. Eine Besonderheit in der Namengebung sah er zudem in den individuellen, meist nicht germanischen Namen, die wohl bereits auf die Möglichkeit der Namenwahl jenseits der Familientradition in Form der Nachbenennung nach Heiligen verweisen könnte.

Die Sektion „Spätantike“ begann mit HARTWIN BRANDT (Bamberg), der einen mit Beispielen angereicherten Forschungsbericht über die gallo-römische Aristokratie in der Spätantike lieferte. Im Zentrum seiner Betrachtung stand die vieldiskutierte Frage, ob die gallo-römische Aristokratie im 4. und 5. Jahrhundert an Bedeutung verloren habe und welche Rolle dabei die Verwandtschaft spielte. Nachdem er die bedeutende gens Anicii, die gens Symmachi und die gens Ausonii genauer betrachtet hatte, kam er zu dem Schluss, dass Martin Heinzelmanns Annahme einer Kontinuität der gallo-römischen Aristokratie im besagten Zeitraum ihre Berechtigung habe. So sei es für die christlich gewordenen aristokratischen Familien Galliens ein bevorzugtes Ziel gewesen, fama und gloria zu verbreiten, die nobilitas zur Schau zu stellen, den altum nomen zu bewahren und familiäre Bindungen zu pflegen, was sich vor allem bei der Besetzung von Bischofsstühlen gezeigt habe.

MISCHA MEIER (Tübingen) stellte in seinem Vortrag die Frage, wieso Kaiser Anastasios seinen Neffen Hypatios nicht zu seinem Nachfolger designiert habe. Nachdem er die Laufbahn des Hypatios im Kontext der oströmischen hofnahen Oberschicht der Zeit um 500 skizziert hatte, stellte er sich allgemeiner die Frage nach der Bedeutung von Verwandtschaft, im Sinne von Dynastiebildung, für Herrschaft oder politischen Einfluss in der Spätantike. Er kam dabei zu dem Ergebnis, dass für Kaiser Anastasios Verwandtschaft wohl nur einer von vielen handlungsleitenden Faktoren war. Da das oströmische Kaisertum sich zu dieser Zeit in einem Konsolidierungsprozess befunden habe, sei es zu einer Neukonfiguration der Führungsschicht gekommen, wobei Verwandtschaft nur eine geringe Rolle zu spielen schien. Dies sollte sich erst unter Kaiser Justinian ändern. In der Bevölkerung Konstantinopels hingegen sei Verwandtschaft im Bezug auf die Legitimation des Kaisernachfolgers auch unter Kaiser Anastasios ein bedeutsamer Faktor geblieben.

Einblicke in den angelsächsischen Raum bot DANIELA FRUSCIONE (Frankfurt am Main), die untersuchte, ob man aus den unterschiedlichen kentischen Rechtssatzungen Rückschlüsse auf das Thema „Familie“ ziehen könne. Sie näherte sich dem Thema Verwandtschaft, indem sie ihren Blick auf die Bestimmungen Æthelberhts in Bezug auf die Stellung der Frau, der Ehe, der väterlichen Vormundschaft aber auch der Sanktionen richtete. Zudem zog sie Passagen aus dem Gesetz von Hlotaere und Eadric, sowie den Prolog zum Gesetz Wihtreds hinzu und kam zu dem Ergebnis, dass man es in diesen Texten mit einem sehr flexiblen Familienbegriff zu tun habe. Zur Familie hätten nicht nur Blutsverwandte, sondern auch Verbündete und Freunde gezählt, was seine Wurzeln im Kontext der Erstbesiedlung zu haben scheint.

CATHERINE CUBITT (York) befasste sich mit Personennamen, Identität und Familie während der benediktinischen Reform im England des 10. Jahrhunderts. Sie ging dabei zunächst auf die Prinzipien der Namengebung und das Bedeutungsbewusstsein für Namen ein. Am Beispiel Bischof Wulfstans II. konnte sie zeigen, wie eng das Bischofsamt, monastische Reform und Familie zusammenhingen. So seien Klöster wie Glastonbury wahre „Bischofsschmieden“ gewesen. Neben den in diesen Klöstern geknüpften Netzwerken sei trotz allem auch den im Hintergrund stehenden Familien eine wichtige Rolle zugekommen.

Die Sektion „Frankenreich“ wurde mit dem Vortrag von STEFFEN PATZOLD (Tübingen) und ANJA WALTER (Tübingen) eröffnet. Darin äußerten beide Bedenken an der in der Forschung weit verbreiteten These vom „Nepotismus im gallischen Episkopat“. Sie hatten den Eindruck, die bisherige Forschung habe von den belegbaren Fällen bischöflicher Verwandtschaft ohne gute Gründe auf ein allgemeines Prinzip geschlossen, sie sei zu optimistisch bei der Rekonstruktion von Verwandtschaftsbeziehungen der Bischöfe gewesen und habe die Kontingenz der Entscheidungen zugunsten der Nachfolge von Verwandten im Bischofsamt unterschätzt. Um diese Zweifel zu begründen, wandte sich Walter der Kirchenprovinz Tours zu und stellte die entsprechenden empirischen Befunde vor. Dabei konnte sie anhand einer genauen Quellenanalyse zeigen, dass eine Abkunft der Bischöfe aus der senatorischen Aristokratie bei weitem nicht so verbreitet war, wie bislang angenommen. Patzold wies abschließend noch einmal auf die schmale Basis der Nepotismusthese hin und äußerte die Annahme, dass man wohl auch für Gallien mit erheblichen regionalen Unterschieden in der Herkunft der Bischöfe rechnen müsse.

STEFAN ESDERS (Berlin) thematisierte die Rolle der Verwandten bei Wergeldzahlungen und stellte sich dabei die Frage, wer das Wergeld zahlte, wovon die Höhe desselben abhing und an wen dieses gehen sollte. Er relativierte dabei die Rolle der Verwandten relativiert und zeigte, dass nicht selten Klöster die Zahlungen übernahmen. Die unterschiedlichen Wergeldtarife in den Leges seien zudem als Versuch anzusehen, in einer heterogenen Gesellschaft Einheitliches zu schaffen.

Mit der Frage „Wer waren die Agilolfinger?“ machte ROMAN DEUTINGER (München) zu Beginn der Sektion „Bayern“ auf ein terminologisches Problem aufmerksam, das nicht nur für die bayerische Landesgeschichte von Bedeutung ist. Zunächst zeigte er, dass die „Agilolfinger“ in Bayern keine abgeschlossene homogene Familie gebildet haben, sondern einen lockeren kognatischen Verband. Als solchen hätten auch die Karolinger die „Agilolfinger“ gesehen, weshalb die Annahme eines karolingisch-agilolfingischen Dualismus angezweifelt werden müsse. Schließlich richtete Deutinger den Blick auf weitere Dynastien, die in der Forschung ebenfalls als „Agilolfingerzweige“ bezeichnet wurden. Er machte dabei deutlich, dass es sich auch hier um Konstrukte der genealogischen Forschung handelte, welche auf einem äußerst schwachen Fundament stünde und plädierte abschließend für eine vorsichtigere Verwendung des Begriffs „Agilolfinger“.

THOMAS KOHL (Tübingen) untersuchte das Verhältnis von Kernfamilie und der weiteren Verwandtschaftsgruppe im frühmittelalterlichen Bayern. Dies veranschaulichte er für das 9. Jahrhundert am Beispiel der Familie des Freisinger Vogtes Piligrim von Allershausen und für das 10. Jahrhundert an der Familie des Aribonen Jakob. Mit diesem Vergleich konnte Kohl Unterschiede und Entwicklungen, wie beispielsweise die Verörtlichung von Herrschaft, aufzeigen, welche aber nicht notwendigerweise mit einer Veränderung der Familienstruktur zusammenhingen. In beiden Jahrhunderten sollte der Handlungsrahmen der weiteren Verwandtschaftsgruppe nicht überschätzt werden. Aus den Urkunden sei dagegen ersichtlich, dass zu allen Zeiten vor allem die Kernfamilie handlungsleitend gewesen sei.

In der Sektion „Ottonisches Reich“ ging zunächst GERHARD LUBICH (Bochum) der Frage nach, ob im 9. und 10. Jahrhundert auf der Ebene der Verwandtschaft tatsächlich von „ottonischen Neuanfängen“ die Rede sein könne, ob also mit einer neuen Herrschaftsdynastie eine Veränderung in der Behandlung von Verwandtschaft zu konstatieren sei. Methodisch näherte sich Lubich dem Phänomen der Verwandtschaft, indem er den Blick auf die Wahrnehmung der Zeitgenossen richtete und auf der Ausdrucksebene eine genaue Untersuchung der Verwandtschaftsterminologie lieferte. Er kam dabei zu dem Ergebnis, dass die anfangs gestellte Frage zu verneinen sei. Vielmehr sei der Umgang mit Verwandtschaft in der „Ottonenzeit“ ein Produkt des „langen“ 9. Jahrhunderts. Im Zentrum stehe dabei die Politisierung der Ehe, was sich unter anderem darin zeige, dass die Schwiegerverwandtschaft auf der Ausdrucksebene bewusst in das Reservoir politischer Verbindungen aufgenommen worden sei.

LAURENCE LELEU (Paris) näherte sich dem Thema Verwandtschaft mit einem anthropologischen Ansatz, indem sie sich mit der Beziehung zwischen Verwandtschaft, Homonymie und physischer bzw. moralischer Ähnlichkeit in der Vita Mathildis reginae posterior und der Chronik Thietmars von Merseburg befasste. Sie konnte an den Beispielen der Namen Heinrich, Mathilde und Boleslaw zeigen, dass der Glaube an genau diese Beziehung in der Ottonenzeit sehr weit verbreitet war. Namen hätten dazu gedient, anzuzeigen, dass Individuen beispielsweise fähig gewesen seien, bestimmte Ämter zu bekleiden oder zu herrschen. Sie hätten demnach ein hohes ideologisches Potential besessen, dessen sich die Zeitgenossen sehr wohl bewusst gewesen seien.

In den Mittelpunkt seines Vortrages stellte HANS-WERNER GOETZ (Hamburg) die Frage, wie sehr und wann man in der Zeit um 1000 seine Erwartungen und sein Verhalten auf Verwandtschaft gründete. Er stellte dabei fünf Thesen auf, die er jeweils mit einigen Beispielen belegte. So habe man 1.) von Verwandten grundsätzlich Hilfeleistung, Beistand und Förderung erwartet, 2.) diese Beistandsnorm habe potentiell alle Verwandten unter Einschluss der Schwiegerverwandtschaft erfasst und somit auch weitere Kreise miteinbezogen. 3.) Sei diese Beistandsnorm in der Praxis häufig in Form von Verwandtenstreit vor allem in Bezug auf Fragen des Erbes, der Herrschaft oder der Loyalität gescheitert, was aber 4.) von den meisten Autoren verurteilt wurde. Goetz war zudem der Meinung, dass 5.) die Verwandtschaftspflichten nicht scheiterten, weil die Bedeutung von Verwandtschaft im Verlauf des Frühmittelalters abgenommen hätte und von anderen Gesellschaftsformationen überlagert worden sei. Die Familie sei vielmehr in diese integriert gewesen.

Am Ende der Tagung stand STEFFEN PATZOLDs Zusammenfassung. Er benannte dabei vier Felder, die ihm in Hinblick auf das Thema und die Leitfrage der Tagung wichtig erschienen. Erstens hätte sich eine ganze Reihe von Vorträgen damit beschäftigt, den Optimismus zu hinterfragen, mit dem lange Zeit Verwandtschaftsgruppen rekonstruiert worden sind. Diesbezüglich forderte er dazu auf, über Kriterien nachzudenken, die die Grenzen zwischen nachvollziehbarer Konstruktion und Spekulation definieren könnten. Als hilfreich erachtete er zudem eine zeitlich und regional differenzierte Kenntnis onomastischer Praxis. Eine zweite Frage betraf die Bedeutung von Verwandtschaft für die soziale Ordnung, wobei die Vorträge gezeigt hätten, dass auch hier stark differenziert werden muss. Zu unterscheiden sei zwischen Regionen, Zeiten und Feldern sozialer Praxis. Drittens hätten einige Vorträge gezeigt, dass Verwandtschaft zwar handlungsleitend werden konnte, aber in Konkurrenz mit anderen Faktoren stand. Patzold wies darauf hin, dass aber noch zu klären bleibe, unter welchen Bedingungen das Argument der Verwandtschaft überhaupt angeführt und erfolgreich wurde. Viertens wies Patzold auf die Vorstellung von Verwandtschaft hin, welche vor allem in der Verwandtschaftsterminologie zutage trete und noch genaueren Untersuchungen bedürfe.

Konferenzübersicht:

Karl Ubl (Tübingen): Einführung

Sektion Personennamen

Wolfgang Haubrichs (Saarbrücken): Typen der anthroponymischen Indikation von Verwandtschaft bei den „germanischen“ Gentes: Traditionen – Innovationen – Differenzen

Andreas Schorr (Saarbrücken): Aspekte familialer Namengebung der Hörigen von Saint-Germain-des-Prés

Dieter Geuenich (Duisburg-Essen): Koreferat und Diskussion

Sektion Spätantike

Hartwin Brandt (Bamberg): Verwandtschaftsverbindungen in der weströmischen Aristokratie im 4. und 5. Jahrhundert

Mischa Meier (Tübingen): Flavios Hypatios: Der Mann, der Kaiser sein wollte

Helmut Castritius (Braunschweig): Koreferat und Diskussion

Sektion Angelsachsen

Daniela Fruscione (Frankfurt am Main): Verwandtschaft in der Kentischen Gesetzgebung

Catherine Cubitt (York): Kindred, Identity and Naming Practices in the Monastic Life in the Era of English Benedictine Reform

Ludger Körntgen (Bayreuth): Koreferat und Diskussion

Sektion Frankenreich

Steffen Patzold / Anja Walter (Tübingen): Nepotismus im Episkopat des Merowingerreichs

Stefan Esders (Berlin): Wergeld und soziale Netzwerke im Frankenreich

Ulrich Nonn (Koblenz-Landau): Koreferat und Diskussion

Sektion Bayern
Roman Deutinger (München): Wer waren die Agilolfinger?

Thomas Kohl (Tübingen): Groß- und Kleinfamilien in Bayern (9. und 10. Jahrhundert)

Herwig Wolfram (Wien): Koreferat und Diskussion

Sektion Ottonisches Reich

Gerhard Lubich (Bochum): Verwandte, Freunde und Beherrschte – „Ottonische Neuanfänge“?

Laurence Leleu (Paris): Parenté, homonymie et ressemblance physique dans les sources germaniques vers l’an mil

Hans-Werner Goetz (Hamburg): Verwandtschaft um 1000 – Ein solidarisches Netzwerk?

Jörg Jarnut (Paderborn): Koreferat und Diskussion

Steffen Patzold (Tübingen): Zusammenfassung und Schlußdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: Verwandtschaft, Name und soziale Ordnung (300-1000), 27.05.2010 – 29.05.2010 Tübingen, in: H-Soz-Kult, 16.07.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3191>.