Grundbegriffe der rumänischen politisch-sozialen Sprache

Ort
Temeswar
Veranstalter
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Lehrstuhl für Geschichte, West-Universität Temeswar
Datum
23.09.2009 - 26.09.2009
Von
Valeska Bopp-Filimonov, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Im Rahmen des Projektes „´Begriffsgeschichte´ als Dekonstruktion gesellschaftlicher und politischer Kommunikation in Rumänien im 19. und 20. Jahrhundert“[1], gefördert von der Volkswagenstiftung, fand vom 23.-26. September 2009 eine erste Konferenz zur rumänischen Begriffsgeschichte statt, die in intensiven Debatten den möglichen Ertrag der Begriffsgeschichte für Rumänien und Südosteuropa auslotete.

Im Rahmen des Eröffnungsabends skizzierte ARMIN HEINEN (Aachen) die Herausforderung für den rumänischen Kontext. Auch hier sei, wenngleich später als in Deutschland, ein zweifacher Bruch zu verarbeiten: die Herausbildung der Moderne und die Erfahrung einer modernen Diktatur. Zugleich stellten Einflüsse von außen, heterogene Lebensweisen, ethnische und damit sprachliche Vielfalt eine Herausforderung in der Entschlüsselung der Bedeutungsüberlagerungen der politisch-sozialen Sprache dar.

VICTOR NEUMANN (Temeswar) hob die daraus resultierende Relevanz für das Land hervor und formulierte ein starkes Plädoyer für den aufklärerischen Charakter der Begriffsgeschichte. Die „Erneuerung der historischen und öffentlichen Sprache“ als Ziel dieses Ansatzes, müsse – zumal nach den ideologischen Überformungen des 20. Jahrhunderts – zunächst mit einer historisch-quellenbasierten „Dekonstruktion“ der Begriffe und damit einer Sensibilisierung für diese einhergehen; sie sei ein unerlässlicher Schritt für ein pluralistisches und demokratisches Selbstverständnis des heutigen Rumänien.

ALEXANDRE ESCUDIER (Paris) bot mit seinem Vortrag zu den Grundzügen der Koselleck´schen Begriffsgeschichte den theoretischen Einstieg, erläuterte das aus seiner Sicht essenzielle Konzept der „Verzeitlichung“ als Motor und zugleich Indikator für Sprach-, Erfahrungs- und Normenwandel und schloss mit dem Anspruch der Entideologisierung der Moderne als Aufgabe der Begriffsgeschichte.

Die ersten zwei Vortragspanels behandelten in sehr grundsätzlicher Weise Begriffe, die in engem Zusammenhang mit europäischen Vorstellungen von Staat und Gesellschaft stehen; in westlichen Ländern knüpfen sie meist an eine mehrere Jahrhunderte lange Tradition an, während sie in Rumänien häufig als relativ neu im späten 18. Jahrhundert in die Sprache aufgenommen und politisch bedeutsam wurden. Zunächst nahm sich ARMIN HEINEN (Aachen) des Begriffs Politik an. Er thematisierte die Schwierigkeiten des Historikers, einen Überblick ohne ein monatelanges Quellenstudium geben zu können, und legte seine Technik des genauen Studiums online zugänglicher Bibliotheks-OPACs offen, um anhand der Titelaufnahmen auf die „Wortgebrauchsgeschichte“ rückzuschließen. Im Anschluss skizzierte er sieben Phasen in den letzten 150 Jahren, die mit ganz unterschiedlichen Kodierungen des Begriffes „Politik“ in der rumänischen Sprache einhergingen, in der sich westliche und östliche Erfahrungswelten verbanden.

WIM VAN MEURS´ (Nijmegen) Vortrag beschäftigte sich mit dem Demokratie-Begriff, den er mit (s)einem aktuellen Projekt mit dem Titel „Repertoires of Democracy“ in einen Zusammenhang stellte, das zum Ziel habe, den normativen Bedeutungsüberhang des Wortes etwas zurückzunehmen. Für Rumänien konnte er aufzeigen, wie fast durchgängig der Begriff „Nation“ einen Vorrang vor dem Begriff „Demokratie“ hat(te). Demokratie wurde stets als Mittel der Verteidigung der Nation, nicht aber als Instrument zur Realisierung des Volkswillens verstanden. Offen blieb auch, wer in Rumänien „das Volk“ sei. Die Frage werde situationsabhängig – Rumänen, Staatsbürger, Arbeiter … – beantwortet.

HANS-CHRISTIAN MANER (Mainz) trug zum Begriff „Europa“ in der Geschichtsschreibung vor, der im Gebiet des heutigen Rumänien erstmals im 17. Jh. von Chronisten verwendet wurde. Seitdem identifizierte Maner mehrere „mental maps“: Europa als die Einheit des Christentums unter Einschluss des christlich-orthodoxen Rumäniens, Europa als „das Andere“ im Vergleich zum byzantinisch geprägten Rumänien, Europa als ignorante Gegenwelt (die die Rolle Rumäniens als Teil Europas bei der Verteidigung insbesondere vor den Osmanen vergessen habe) und Europa als kulturell überlegener Okzident. In der Gegenwart sei dazu die Vorstellung des wirtschaftlich überlegenen Euro-Raumes gekommen.

KEITH HITCHINS (Urbana-Champaign) gab einen Einblick in die im Rumänischen vorhandenen Konnotationen des Begriffs „Liberalismus“ vom 17. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg. Er identifizierte zunächst die europäischen Wurzeln des Begriffes, vor allem die Absorbtion des französischen Konzeptes im 19. Jahrhundert. In seinen Bedeutungsschattierungen passte sich der Begriff aber mehr und mehr dem rumänischen Erfahrungskontext an und erfuhr eine missionarische nationale Bedeutungsaufladung. Damit konnte Hitchins begründen, warum der Liberalismus-Begriff in Rumänien für ganz unterschiedliche soziale Gruppen attraktiv wurde.

KLAUS BOCHMANN (Leipzig) präsentierte eine detailreiche linguistische Untersuchung des Begriffes „Patriotismus“. Auch dieser kam aus dem französischen Sprachraum ins Rumänische. In den Äußerungen des rumänischen Sozialrevolutionärs Tudor Vladimirescu im frühen 19. Jahrhundert war der Begriff noch stark sozial konnotiert, erfuhr nach der Revolution von 1848 eine nationale Aufladung und bekam insbesondere in der Zwischenkriegszeit dann auch eine ethnische Bedeutung. Nach 1947 wurde Patriotismus vor allem wieder als sozialer Patriotismus verstanden. Das Dilemma der Gegenwart: Es gebe kein Äquivalent für das, was wir im Deutschen „Verfassungspatriotismus“ nennen.

DIETMAR MÜLLER (Leipzig) schöpfte aus seinem reichhaltigen Material zum Projekt „Bodeneigentum im östlichen Europa“ und konnte zeigen, wie der Begriff „Eigentum“ im Rumänischen eigentlich zu keiner Zeit mit der für westliche Gesellschaften vorhandenen Vorstellung von Freiheit (von Abhängigkeit und für den Staat) verbunden war. Besitzend waren lange Zeit nur die Großgrundbesitzer (proprietari), während Bauern als Arbeiter (muncitori) oder Gutsbewohner (locuitori) bezeichnet wurden. Die Aufhebung der Leibeigenschaft bekam mit dem Begriff „iertare“ eine primär religiöse Motivation. Seit den Agrarreformen der 1880er Jahre seien die Bauern „Objekt gut gemeinter Reformen“ gewesen, während sich der Staat anhaltend Vorrechte auf Land zu erhalten ersuchte. Insofern lässt sich für den sozialistischen Staat eine Kontinuität bereits zuvor existierenden kollektivistischen Denkens feststellen. Auch gegenwärtig bestehe in Rumänien wieder die Erwartung, dass der Staat Eigentumsverhältnisse regle.

Am späten Nachmittag bekamen die seit 2008 geförderten Doktoranden und Doktorandinnen der Graduiertenschule die Gelegenheit, erste Forschungsergebnisse zu präsentieren. ALEXANDRU ZIDARU (Craiova), der zum Nationsbegriff arbeitet, stellte seine Analyse des Nations-Begriffes im Werk des rumänischen Historikers A. D. Xenopol vor. HENRIETE-ELFRIDE RICHER (Temeswar) konzentrierte sich auf den Begriff der „Zweiten/Neuen Leibeigenschaft“ (neoiobăgie), wie ihn der frühe rumänische Sozialist Constantin Dobrogeanu-Gherea verwendete, und der in ihre Arbeit zum Begriff „Bauer“ einfließen wird. MIHAELA POPESCU (Temeswar) zeichnete die Politisierung des Begriffs „Christentum“ (cretinism) im Programm der rumänischen Revolutionäre 1848 im Banat nach, und zeigte damit die wichtige Rolle der Religion für die Debatte um nationale Identität.

Der zweite Konferenztag widmete sich bis zum Mittag der für Rumänien im politischen und gesellschaftlichen Diskurs seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert virulenten Frage der (eigenen) Identität. SORIN ANTOHI (Bukarest) erläuterte in einem ideengeschichtlichen Überblick von der „nationalen Geburt“ 1848 bis in die faschistoiden 1940er-Jahre das „spezifisch Nationale“ (specificul national). Dabei zeichnete er nach, wie dieses spezifisch Nationale in der Literatur, in politischen Institutionen und in den Weltausstellungen verhandelt wurde. Aktiv daran beteiligt seien auch „Migranten“ gewesen, die nach Rumänien zugereist waren, in neu hinzukommenden Provinzen lebten oder wie die Aromunen ihre rumänische Identität im Ausland verteidigen mussten. Dabei veränderte sich das Argumentationsgerüst in mehrfacher Hinsicht und konnte nationale, regionale oder lokale Bezüge haben. Die Frage nach der Ethnogenese aber blieb dabei bestimmend.

CONSTANTIN IORDACHI (Budapest) konzentrierte sich auf die Begriffe Staatsbürgerschaft, Ethnie und Nationalität im modernen Rumänien und schilderte den Wandel des Bewohnerkonzepts von der Vormoderne in die Moderne. Dabei glich er kulturelle Selbstzuschreibungen mit der juristischen Sprachpraxis der jeweiligen Zeit ab. Eine Besonderheit sei, dass im Übergang der Terminologie vom „Landbewohner“ (pamanten) zu „Rumäne“ (roman) der Begriff „(Staats-)Bürger“ (cetatean) übergangen wurde. Klar erkennbar sei eine Bedeutungsvermengung von Bürger und Christ im Begriff „Rumäne“; bezeichnenderweise seien Juden als „Untertanen“ (supusi) geführt worden. Mit der Verfassung von 1866 erfolgte die endgültige Umschreibung religiöser Verschiedenheit zur Ethnisierung der Staatsbürgerschaft.

VICTOR NEUMANNs (Temeswar) Studie zu den Selbst- und Fremdbildern in Rumänien schloss sich unmittelbar an Iordachis Überlegungen an. Mit Blick auf den politischen Diskurs seit der Zwischenweltkriegszeit stellte er fest, dass es sich in Rumänien seit 1918 nicht durchgesetzt habe, von Staatsbürgern zu sprechen, sondern immer die ethnische Herkunft (Rumänen, Ungarn, Deutsche etc.) verwendet werde, während – umgekehrt – die Geschichte des Vielvölkerstaates immer mit „Geschichte der Rumänen“ betitelt werde. Politischer wie historischer Diskurs seien folglich immer auf die ethnisch gefasste Nation bezogen, nicht aber auf den Staat in seiner ethnischen und regionalen Vielfalt.

Zwei vergleichend angelegte Studien vertieften den Fokus auf die rumänische Nationsidee: BALÁZS TRENCSÉNYI (CEU Budapest) verglich die Bedeutung des Konzeptes „nationaler Charakter“ (caracter national) im ungarischen und rumänischen Nationsdiskurs. Beide Länder übernahmen Ende des 19. Jahrhunderts vor allem deutsche Ideen der Romantik. Aufgrund der starken Veränderungen in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg identifizierte Trencsényi diese Zeitspanne aber als eine „zweite Sattelzeit“ für den rumänischen und ungarischen Kontext. Während in Ungarn eine Nationalisierung der Vorstellung vom „nationalen Charakter“ stattgefunden habe – nur so konnten mit dem Gebietsverlust an Rumänien 1918 noch Ansprüche legitimiert werden –, konnte Rumänien zu einer Ontologisierung dieser Vorstellung übergehen, ja musste sogar mit dem Seinszustand argumentieren, um das Territorium und die rumänischen Ansprüche argumentativ zu stärken.

MIODRAG MILIN (Temeswar) behandelte rumänische Klischees über Serben in Rumänien und wie diese sich in der Politik der Kommunistischen Partei gegenüber der serbischen Minderheit im Westen des Landes spiegelten. Er skizzierte den Versuch seitens der rumänischen KP, ein Gegenbild zu dem von Titos Jugoslawien zu prägen. Der Beitrag konnte als analytisches Beispiel der stalinistischen Sprachpolitik in den 1940er-Jahren gelten, als in hölzerner Sprache mittels Konspirationstheorien versucht wurde, das eigene sozialistische Modell zu begründen bzw. das von Tito anzufeinden.

Am Nachmittag stand die Region Siebenbürgen, die erst 1918 im Friedensvertrag von Trianon als – fortan – Teil Rumäniens bestätigt wurde, im Fokus. LAURA STANCIU (Alba Iulia) verglich die Begriffsverwendung von „Vaterland” (patrie) und „Patriotismus” (patriotism) in Siebenbürgen im 19. Jahrhundert, für das die Konfession ganz entscheidend war. Von einem vormodernen, kulturellen Begriff wurden die Begriffe mit dem „Supplex Libellus Valachorum Transsilvaniae” 1791/92 zu politischen Begriffen. Die kulturelle Selbstfindung wurde im Falle der unierten Kirche durch die Habsburger gefördert, die den Geistlichen Reisen (u.a.) nach Rom finanzierten. Doch die Wahrnehmung der Begriffe war sowohl bei Rumänen als auch bei Ungarn, Serben und Slowaken mit einem ethnisch-religiösen Verständnis verknüpft.

IACOB MÂRZA (Alba Iulia) diskutierte das Konzept „Erziehung“, wie es vom Wiener Hof verstanden und in den Kreisen der rumänischen Intellektuellen in der Provinz aufgegriffen wurde, die für die politische Emanzipation der siebenbürgischen Rumänen kämpften. Er konnte eine klassische Aufklärungsgeschichte erzählen, in der die Vorstellung von Wahrheit als Wahrheit Gottes sich umwandelte zu Wahrheit als Richtung in der Geschichte und der Suche nach dem Einmaligen. Erziehung als Mittel der Administration und Nachwuchsgewinnung für die unierte Kirche wurde abgelöst von einer Erziehung hin zum wahrheitssuchenden Menschen.

Die Kunsthistorikerin RUXANDRA DEMETRESCU (Bukarest) stellte Ergebnisse ihrer Untersuchung des Diskurses um „nationalen Stil“ (stilul national) in der rumänischen Kunstgeschichtsschreibung der Zwischenkriegszeit vor. Im Kern konnte sie zeigen, dass dieselben Zuschreibungsmechanismen, mit denen Nicolae Grigorescu in den 1920er Jahren als der nationale Maler beschrieben wurde, etwas später auch für avantgardistische Künstler wie Constantin Brancusi galt. Während jeweils Argumente des allgemeinen Diskurses um die Nation zu jener Zeit aufgegriffen wurden, lasse sich im Stil der Kunst selbst keine Einheitlichkeit feststellen.

BOGDAN und MIRELA MURGESCU (Bukarest) bestritten das letzte Vortragspanel und historisierten das insbesondere seit 1989 geläufige Begriffspaar „Transition(en)“. Dazu verfolgten sie die Benennung historischen Wandels in Rumänien zeitlich etwa 200 Jahre zurück und zeigten, wie umstritten diese – im negativen Fall als Unglück und Holzweg, im positiven Fall als „vorübergehend“ – im 19. und frühen 20. Jahrhundert wahrgenommen wurden. Auch für das sozialistische Rumänien zeigten sie unterschiedliche Phasen und wissenschaftsinterne Richtungsstreits um die Richtung und „Natur“ des Wandels. Seit 1989 war mit „Transition“ vor allem die notwendige ökonomische Umwandlung gemeint, deren „Ende“ erst in der jüngsten Zeit debattiert wurde.

Die ausführliche ABSCHLUSSDEBATTE „Wie nützlich ist ein Lexikon der rumänischen Begriffsgeschichte?“ zeigte zweierlei: Zum einen äußerten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen euphorisch über die Intensität des Austausches und betonten die Fruchtbarkeit der Perspektive für die osteuropäische Geschichtsschreibung. Auch begrüßten sie das Endziel eines begriffsgeschichtlichen Lexikons. Zum anderen machte die Diskussion deutlich, dass die Konferenz allenfalls einen ersten Schritt in diese Richtung gehen kann. Zu umfangreich wären die dafür notwendigen Vorarbeiten und zu stark variierten die methodischen Zugriffe der Konferenzbeiträge: Da gab es den Versuch einer systematischen Auswertung von Begriffskonstruktionen innerhalb der Geschichtsschreibung, Versuche einer Wort(gebrauchs)geschichte, lange Zeiträume überblickende Darstellungen zu einzelnen Begriffen (was der klassischen Begriffsgeschichte am nächsten kommt) sowie die (erst) teilweise integrierte Geschichte von Kulturtransfers. Auch wurde von Dietmar Müller zu Recht angemerkt, dass Begriffe aus der sozialen und wirtschaftlichen Welt noch stark unterrepräsentiert seien. Daher ist die Konferenzpublikation, die 2011 auf Rumänisch erscheinen wird (mit englischen Abstracts und einer ausführlichen methodischen Einführung), zunächst als Anstoß geplant, die begriffsgeschichtliche Perspektive in Rumänien bekannt zu machen. Deutschsprachige Leser und Leserinnen finden einen Teil der Beiträge im jüngst in Leipzig von Vasile Dumbrava herausgegebenen Buch „Geschichte politisch-sozialer Begriffe in Rumänien und Moldova“ [2].

Konferenzübersicht:

Ioan Talpoş, Rektor der West-Universität Temeswar: Grußwort

Victor Neumann (Universitatea de Vest Temeswar) : Importanta istoriei conceptuale pentru stiintele umaniste si social-politice din România

Armin Heinen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen): Vorstellung der Graduiertenschule und des Projektes „´Begriffsgeschichte´ als Dekonstruktion gesellschaftlicher und politischer Kommunikation in Rumänien, 19.-20. Jh.“

Alexandre Escudier (Centre de recherches politiques de Sciences Po Paris): Eröffnungsvortrag: „´Temporalisation´ (Verzeitlichung) et modernité politique“

Armin Heinen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen): Ideen zu einer Geschichte der „Politik“ in Rumänien als Begriffsstreit. „Politică“, „Omul de stat“, „Omul politic“, „Politician“

Wim van Meurs (Radboud Universiteit Nijmegen): „Demokratie“, „Demokrat“ und „Demokratisierung“

Hans-Christian Maner (Johannes Gutenberg-Universität Mainz): Der Begriff „Europa“ in Rumänien

Keith Hitchins (University of Illinois): The Concept of Liberalism

Klaus Bochmann (emer.) (Leipzig): Zwischen sozialer und national(istisch)er Deutung: 'Patriotismus' im 19. und 20. Jahrhundert

Dietmar Müller (Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas Leipzig): Vorarbeiten zu einer Begriffs- und Kulturgeschichte des Eigentums in Rumänien

Alexandru Zidaru (Universitatea de Vest Temeswar): Ideea de naţiune în opera istoricului A.D. Xenopol

Henriete-Elfride Richer (Universitatea de Vest Temeswar): Conceptul de neoibăgie în opera lui Constantin Dobrogeanu-Gherea

Mihaela Popescu (Universitatea de Vest Temeswar): Politizarea noţiunii de creştinism reflectată în programul revoluţionarilor români de la 1848 din Banat

Sorin Antohi (Bukarest): Specificul naţional. Noţiuni, Concepte, Figuri, Teorii şi Ideologii ale Românizării

Constantin Iordachi (Central European University Budapest): Cetăţenie, etnie, naţionalitate: Terminologie, definiţii conceptuale şi dezbateri politice în România modernă

Victor Neumann (Universitatea de Vest Temeswar): Român şi Străin: sensurile conferite celor două concepte în cultura română contemporană

Balázs Trencsényi (Central European University Budapest): Utilizarea conceptului de ´caracter naţional´ - o comparaţie româno-ungară

Miodrag Milin (Universitatea Banatului din Timisoara): Pattern-uri sovietice şi clişee istorice sârbeşti în România comunistă postbelică

Laura Stanciu (Universitatea „1 Decembrie 1918” Alba Iulia): Conceptele de patrie si patriotism in Transilvania secolului al XVIII-lea: o perspectivă comparatistă

Iacob Mârza (Universitatea „1 Decembrie 1918” Alba Iulia): Semnificatia noţiunii de „educatie“ în gândirea social-politică luministă din Transilvania

Ruxandra Demetrescu (Universitatea Naţională de Arte, Buсuresti): Conceptul de “Stil naţional” în istoriografia artistică românească din perioada interbelică

Bogdan Murgescu, Mirela Murgescu (Universitatea din București): Tranziţie, tranziţii – conceptualizarea transformării istorice în cultura română
Abschlussdiskussion: Este util un Lexicon al limbajelor social-politice românesti? / Wie nützlich ist ein Lexikon der rumänischen Begriffsgeschichte?

Anmerkungen:
[1] Ausführlich zum Projekt siehe den Internetauftritt auf den Seiten des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte am Historischen Institut der RWTH Aachen, derzeit noch auf <http://www.histinst.rwth-aachen.de/de/index.php?id=264> (13.07.2010).
[2] Vasile Dumbrava (Hrsg.): Geschichte politisch-sozialer Begriffe in Rumänien und Moldova, Leipzig 2010.

Zitation
Tagungsbericht: Grundbegriffe der rumänischen politisch-sozialen Sprache, 23.09.2009 – 26.09.2009 Temeswar, in: H-Soz-Kult, 14.10.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3309>.
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Veröffentlicht am
14.10.2010
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