DDR-Geschichte in Forschung und Lehre. Bilanz und Perspektiven

Ort
Berlin
Veranstalter
Institut für Zeitgeschichte München-Berlin; Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Datum
23.09.2010 - 24.09.2010
Von
Thomas Großmann, Zentrum für Zeithistorische Forschung / Freie Universität Berlin

Seit 20 Jahren ist die DDR bereits untergegangen, doch in der Debatte in Forschung und Öffentlichkeit ist der SED-Staat nach wie vor lebendig. Das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) sowie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur luden daher einige der wissenschaftlichen Protagonisten dieser Debatte zu einer Tagung ein, die Bilanz ziehen und Perspektiven für die zeithistorische Forschung aufzeigen sollte. Es gehe nicht mehr nur um die DDR im engeren Sinne, sondern auch um ihre deutsch-deutschen und internationalen Verflechtungen, betonte einleitend HERMANN WENTKER (Berlin).

Unter der Leitfrage „Alles schon erforscht?“ formulierte RALF JESSEN (Köln) inspirierende Beobachtungen zur DDR-Forschung der letzten 20 Jahre.[1] Die Vergangenheit sei „kein Suppentopf, der irgendwann ausgelöffelt ist“, betonte er. Es gebe schließlich ständig neue Rezepte, die ausprobiert gehörten. Jessen konzentrierte seine Ausführungen auf übergreifende Thesen zur DDR-Forschung seit 1989/90, die inzwischen selbst zum Gegenstand von Forschung geworden ist. Von Anfang an habe wissenschaftlich gesichertes Wissen für die Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit eine herausragende Rolle gespielt. Dies sei nicht selbstevident; vielmehr habe es eine frühe Weichenstellung in Richtung wissenschaftlicher Aufklärung gegeben, die in Verbindung mit dem sofortigen Aktenzugang und auch den Enqueten des Bundestages wirksam wurde. Auffallend sei der Gegensatz zur Situation nach dem Nationalsozialismus, als wissenschaftliche Forschung und vor allem gesellschaftliche Debatten erst langsamer in Gang gekommen seien. Den Weg zur raschen Aufarbeitung sah Jessen nicht zuletzt in der Sozialisation der westdeutschen Eliten begründet. Denn die kritische Internalisierung der NS-Vergangenheit Deutschlands sei bei diesen Eliten gerade vollzogen gewesen, als die SED-Herrschaft endete. Die gut ausgebaute westdeutsche Zeitgeschichte sei in den Osten Deutschlands expandiert und habe dort eine Forschungs- und Deutungshegemonie erringen können, weil die Veto-Macht der früheren DDR-Elite gering gewesen sei. Westdeutsche erklärten somit Ostdeutschen die DDR, meinte Jessen.

Die quantitative Bilanz der 20 Jahre Forschung ist beeindruckend. Jessen ermittelte anhand der „Jahresberichte für deutsche Geschichte“ rund 16.000 Publikationen zwischen 1990 und 2005 mit Bezug zur DDR.[2] Neben einer Fülle von Aufsätzen enthält diese Summe auch gut 4.000 Monographien und 1.500 Sammelbände. Weitere Beobachtungen Jessens betrafen „Zeitgeschichte als Streitgeschichte“ sowie das Verhältnis von DDR- zur NS-Forschung. Die Zeitgeschichte der DDR biete für Wissenschaft und Öffentlichkeit nicht genügend Streitpotenzial – anders als in den 1990er-Jahren etwa die Goldhagen-Debatte, die erste „Wehrmachtsausstellung“ und andere leidenschaftlich geführten Diskussionen um die NS-Vergangenheit. Die Erforschung und Erinnerung der DDR habe demgegenüber eine eher partikulare und periphere Stellung. Als Perspektive für die künftige DDR-Forschung begrüßte Jessen thematische Öffnungen zugunsten europäischer Kontexte, auch um neue Forschungsfragen zu entwickeln und Hypothesen zu erproben.

Nach diesem breiten, historiographiegeschichtlich reflektierten Panorama fiel die Vorstellung sektoraler Forschungserträge fast zwangsläufig etwas ab. ANDREAS MALYCHA (Berlin) referierte über das politische System der DDR. Ausgehend von den Forschungen zur Sowjetischen Besatzungszone nach 1945, in der die „Weichenstellungen“ für die DDR erfolgt seien, erläuterte Malycha die bestehenden Forschungslücken in Bezug auf das Herrschaftssystem der SED. Hauptdesiderat bleibe die genauere Erforschung der inneren politischen Struktur der DDR; so sei der SED als Staatspartei bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Auch bei den Blockparteien gebe es noch Forschungslücken, da bisherige Studien sich auf die Frühzeit beschränkt hätten. Einen Teil der Desiderate soll ein Kooperationsprojekt des IfZ mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) beseitigen, das die Bundesstiftung Aufarbeitung finanziert.[3]

HELGE HEIDEMEYER (Berlin) plädierte für ein weites Verständnis von Repression und Opposition in der DDR im Sinne eines „offenen Eintretens für abweichendes Verhalten“, das im System Wirkungen erzielte.[4] Repression habe in der DDR auch meistens Disziplinierung bedeutet. An dieser im Alltag anzusiedelnden Form von Repression, die oft mit beruflicher Diskriminierung einherging, waren viele Akteure beteiligt wie der etwa der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) oder lokale Verwaltungen.[5] Diese von Heidemeyer als „weiche Repression“ bezeichnete Form gesellschaftlicher Disziplinierung sei deutlich schlechter untersucht als die harten Formen, die vor allem vom Ministerium für Staatssicherheit praktiziert wurden. Perspektiven für künftige Forschungen sah der Referent vor allem in transnationalen bzw. vergleichenden Studien sowie in größeren Synthesen von Einzelergebnissen.

Die zweite Sektion der Tagung war der Außen- und Wirtschaftspolitik gewidmet und wurde von HERMANN WENTKER eröffnet. Die Außenpolitik des SED-Staates habe zunächst nicht im Fokus der Forschung gestanden. Inzwischen sei die Bilanz der Forschung aber beeindruckend – mit wenigen Lücken. Zentrale Aufmerksamkeit hätten natürlich die Beziehungen der DDR zur Sowjetunion gefunden sowie das schwierige Verhältnis Ost-Berlins zum Nachbarland Polen. Außer zwei Studien zu den Beziehungen mit der ČSSR gebe es aber keine Untersuchungen über die staatlichen Beziehungen der DDR mit den Verbündeten in Osteuropa. Demgegenüber seien die außenpolitischen Beziehungen der DDR nach Nord- und Westeuropa gut untersucht. Zur Politik der DDR in den Vereinten Nationen (UNO) und der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) gebe es bislang wenig Publikationen, aber einige laufende Projekte. Zur Frage der wissenschaftlichen Perspektive auf die Außenpolitik der DDR und der Bundesrepublik äußerte sich Wentker skeptisch, ob die bisher häufig eingenommene konfliktorientierte Parallelgeschichte noch erkenntnisfördernd sei. Interessanter seien mitunter Dreiecksgeschichten, die die außenpolitischen Beziehungen beider deutscher Staaten mit einem dritten Land wie zum Beispiel Polen darstellen würden. Derzeit werde die internationale Geschichte um die Erforschung verschiedener Außenbeziehungen wie Kulturaustausch staatlicher und nichtstaatlicher Akteure sowie um die Kontakte von Gewerkschaften oder Kirchen erweitert. In diesem Feld transnationaler Beziehungen seien noch einige Erkenntnisse zu erwarten – allerdings mit der Einschränkung, dass nahezu alle gesellschaftlichen Kontakte aus der DDR ins Ausland unter politischen Vorzeichen gestanden hätten.

Die Darstellung der Forschungen zur DDR-Wirtschaft hatte ANDRÉ STEINER (Potsdam) übernommen. Die Schwerpunkte der Wirtschaftsgeschichte seien vor allem in den 1990er-Jahren die Frage der Folgelasten des Krieges sowie Innovationsstudien gewesen. Die Etablierung der Planwirtschaft habe auch viele nicht intendierte Folgen gehabt. So habe sich gezeigt, dass die Freiräume der Wirtschaftssubjekte in der Praxis größer waren, als die Theorie vermuten ließ. Man könne daher von einer Verschränkung von Plan- und Marktmechanismen in der Wirtschaft der DDR ausgehen – mit Phänomenen wie einem grauen Markt, Nepotismus und Korruption. Als Forschungsdesiderate nannte Steiner vor allem das Finanzsystem der DDR, die Ebene einzelner Branchen und Betriebe, den Konsum sowie eine gesicherte Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung.

Dass die Sozialgeschichte der DDR ein etabliertes Feld ist, führte ARND BAUERKÄMPER (Berlin) aus. Bereits Anfang der 1990er-Jahre seien mehrere wechselnde Begriffe für die DDR in sozialgeschichtlicher Perspektive diskutiert worden. Sigrid Meuschels These einer Homogenisierung der stillgestellten Gesellschaft der DDR gehörte ebenso dazu wie Detlef Pollacks Überlegungen zur konstitutiven Widersprüchlichkeit der DDR-Gesellschaft. Später hätten Mary Fulbrook mit ihrer Normalisierungsthese und Thomas Lindenberger mit dem Konzept des Eigen-Sinns zur Debatte über den Charakter der DDR-Gesellschaft beigetragen. Bauerkämper stellte insgesamt eine Wiederannäherung von Politik- und Sozialgeschichte fest, die gerade durch die Beschäftigung mit der DDR befördert worden sei – denn das Ergebnis sozialer Interaktion sei durchaus politisch. Die Einordnung der DDR in die deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts stehe noch weitgehend aus. Nützlich könnten Vergleichsstudien sein, bezogen auf den Sozialstaat, den sozioökonomischen Strukturwandel, die Transformation von Regionen sowie regionale und nationale Pfadabhängigkeiten.

DIERK HOFFMANN (Berlin) beleuchtete die Forschungen zur Sozialpolitik der DDR, die in den zurückliegenden Jahren immer wieder Bestandteil der Debatten um den SED-Staat waren. Für die Geschichtswissenschaft zentral seien die 13 Bände zur Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland seit 1945, von denen vier Bände die DDR behandeln.[6] „Am Anfang war der VEB“, umschrieb Hoffmann den Beginn der Sozialpolitik in der DDR, die auf die Betriebe bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Rentner fixiert war. Mit dem Machtantritt Erich Honeckers habe die Sozialpolitik in der DDR eine starke Aufwertung erfahren, wurde sie doch in den Augen des SED-Chefs zum Kern des Sozialismus in der DDR. Honeckers Sozialpolitik beruhte allerdings auf dem Versprechen stetig wachsenden Wohlstandes, das schon seit den ersten Ölkrisen der 1970er-Jahre für die DDR nicht mehr einzulösen war. Es gebe daher einen Zusammenhang zwischen der Sozialpolitik und dem Utopieverlust in der Honecker-Ära. Hoffmann benannte für die weitere Forschung zur Sozialpolitik eine Reihe von Desideraten; so sei die Wirkungs- und Erfahrungsdimension der Sozialpolitik noch nicht genügend berücksichtigt worden. Auch zur Beziehungsgeschichte des ost- und westdeutschen Sozialstaats und zum Stellenwert des Sozialstaats DDR im Ostblock und in Europa bestehe noch Forschungsbedarf.

Den Abschluss des ersten Konferenztages bildete eine Sektion über Medien- und Kulturgeschichte der DDR, die von RÜDIGER STEINMETZ (Leipzig) eröffnet wurde. Er hob besonders die Großprojekte hervor, die sich intensiv mit der Programmgeschichte und der Überwachung des DDR-Fernsehens beschäftigt haben.[7] Insgesamt habe sich die Forschung vor allem in den 1990er-Jahren auf die Lenkungsmechanismen der Medien durch die SED konzentriert und sich dann dem Fernsehen und seiner Programmgeschichte gewidmet. Weniger gut erforscht seien das Radio und die Presse. Auch die Medienökonomie, die Medientechnik, Biographien der Macher und Nutzer sowie ihre Mediensozialisation seien noch nicht ausreichend untersucht. Insbesondere eine Vergleichs- und Beziehungsgeschichte stehe bislang aus.[8]

Auf spürbares Interesse des Publikums stieß der Vortrag von KATHLEEN SCHRÖTER (Dresden), die über Kunst in der DDR sprach. Die Beschäftigung mit Bildender Kunst aus der DDR war in den 1990er-Jahren zunächst durch heftige öffentliche Debatten über den Wert bzw. Unwert der Kunstwerke bestimmt, die als „deutsch-deutscher Bilderstreit“ bekannt wurden. Dieser „Stellvertreterdiskurs“ (Karl-Siegbert Rehberg) erschwerte über längere Zeit eine differenzierte Auseinandersetzung – auch weil viele Bilder in den Depots verschwanden. Ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Verbundprojekt versucht daher mit einer umfassenden Dokumentation der Malerei der DDR die Grundlagen für eine noch ausstehende kunsthistorische und historische Auseinandersetzung zu schaffen und die „Unsichtbarkeit“ der Bilder zu beenden.[9]

Der zweite Konferenztag war den Zukunftsperspektiven der DDR-Forschung gewidmet. Den Auftakt bildete die DDR als Teil des doppelten Deutschland, dem sich MICHAEL SCHWARTZ (Berlin) näherte. In der Wissenschaft fand dieses Phänomen seinen Niederschlag bekanntlich als „Verflechtung“ (Peter Bender) bzw. „asymmetrisch verflochtener Parallelgeschichte“ (Christoph Kleßmann). Dass diese Perspektive aktuell und fruchtbar ist, konnte Schwartz mit zahlreichen Beispielen zeigen. Dabei lohne ein Blick auf die Verflechtungen unterhalb der großen Politik, wie die Bevölkerungswanderungen von Ost nach West, die gegenseitigen Besuche oder auch der Künstlertransfer. Allerdings sei ein Übergang von sektoralen Vergleichen hin zu einer Verflechtungsgeschichte nicht leicht umzusetzen, betonte Schwartz. Eine gleichgewichtige Gesellschaftsgeschichte der DDR und der Bundesrepublik mit ihren je eigenen Systembedingungen bleibe ein Desiderat der Forschung.

AXEL SCHILDT (Hamburg) formulierte seine „Eindrücke von außen“ zur DDR im Längsschnitt deutscher Geschichte. Aus dieser Perspektive sei die DDR keineswegs eine Fußnote, sondern stehe für Millionen von Lebensschicksalen und den gescheiterten Versuch, mit Zwang eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Da der Totalitarismusansatz nur dürftige Erträge gebracht habe, plädierte Schildt für den „Y-Vergleich“, der neben DDR und Bundesrepublik auch die Zeit vor den beiden Staatsgründungen berücksichtigt und bis in das frühe 20. Jahrhundert zurückgeht. Schildt sprach sich dafür aus, für die DDR am Moderne-Begriff festzuhalten.[10] Er erinnerte daran, dass die alte Bundesrepublik auch erst allmählich eine pluralistische Gesellschaft geworden sei, weil sie günstige Bedingungen hatte bzw. selbst mit schuf, die in der DDR fehlten.

Für den Medienhistoriker zeigte sich, dass die Tagung in der Kontinuität einer Debatte stand, die zwischen 2003 und 2005 offen, danach unterschwellig geführt wurde.[11] Jürgen Kocka hatte damals die versammelte DDR-Forschung mit dem Vorwurf konfrontiert, „durch ein hohes Maß an Selbstreferentialität und Selbstisolierung“ gekennzeichnet zu sein, auch weil sie die europäischen Zusammenhänge scheuen würde.[12] Der Widerspruch der so der Provinzialität Gescholtenen wurde vor allem von Wissenschaftlern des IfZ formuliert und lief im Kern auf die Forderung hinaus, am Primat des Politischen bei der Erforschung der DDR in klaren räumlichen Grenzen festzuhalten, um sie nicht in ein „kognitives Nirwana“ kultureller Transnationalität zu entlassen. Es komme darauf an, so die Forderung der Autoren 2005, Politikgeschichte und Diktaturanalyse mit Methoden der Sozial-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte jeweils themenbezogen zu kombinieren.[13]

An dieser Forderung wurde durch diese Tagung erkennbar festgehalten. Allerdings fiel das Plädoyer vieler Referenten doch für Vergleiche, Forschung im europäischen Zusammenhang und ein gewisses Maß an Transnationalität aus. Insofern ist eine gewisse Annäherung der konträren Positionen zu erkennen. Doch wird auch ein sektoral erweitertes und inhaltlich verfeinertes Panorama der DDR-Geschichte die wissenschaftliche Debatte über den Zugang zum Phänomen DDR nicht beenden. Rührt sie doch immer wieder an zwei sehr grundsätzliche Fragen: Erstens ob das Kulturelle nicht eigentlich politisch oder das Politische doch eher kulturell ist und zweitens ob sich Vergangenheit aus sich selbst erklären lässt oder ob sie nicht eher in der Gegenwart entsteht, im Auge des Betrachters.

Konferenzübersicht:

Begrüßung (Hermann Wentker, IfZ München-Berlin und Anna Kaminsky, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin)
Alles schon erforscht? Beobachtungen zur zeithistorischen DDR-Forschung der letzten 20 Jahre (Ralph Jessen, Universität Köln)

Themenfelder der DDR-Geschichte: Bilanz und sektorale Perspektiven

Innenpolitik
Das politische System der DDR (Andreas Malycha, IfZ München-Berlin)
Repression und Opposition in der DDR (Helge Heidemeyer, Abteilung Bildung und Forschung bei der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Berlin)

Außenpolitik und Wirtschaft
Außenpolitik der DDR (Hermann Wentker, IfZ München - Berlin)
Wirtschaftsgeschichte der DDR (André Steiner, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)

Sozialgeschichte und Sozialpolitik
Sozialgeschichte der DDR: Die Sicht eines Historikers (Arnd Bauerkämper, Freie Universität Berlin)
Sozialpolitik der DDR (Dierk Hoffmann, IfZ München-Berlin)

Medien- und Kulturgeschichte
Mediengeschichte der DDR (Rüdiger Steinmetz, Universität Leipzig)
Kunst in der DDR (Kathleen Schröter, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden)

Perspektiven der Zukunft?
Die DDR als Teil des Doppelten Deutschland (Michael Schwartz, IfZ München-Berlin)
Die DDR im Längsschnitt deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert (Axel Schildt, Forschungsstelle für Zeitgeschichte, Hamburg)
Die DDR im osteuropäischen Zusammenhang (Matthias Uhl, Deutsches Historisches Institut, Moskau)
Die DDR in globalgeschichtlicher Perspektive (Hans-Heinrich Nolte, Universität Hannover)

Die Vermittlung der DDR-Geschichte
Die DDR als Gegenstand akademischer Lehre zwischen 2000 und 2010 (Jens Hüttmann, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin)
Podiumsdiskussion: DDR-Geschichte vermitteln – aber wie? Moderation: Hans-Ulrich Thamer, Universität Münster; Teilnehmer: Saskia Handro, Universität Münster; Evelyn Finger, Die Zeit, Hamburg; Christoph Links, Ch. Links-Verlag, Berlin; Rainer Eckert, Zeitgeschichtliches Forum, Leipzig

Anmerkungen
[1] Ein Mitschnitt des Vortrags findet sich im Internetangebot der Stiftung Aufarbeitung:
<http://www.stiftung-aufarbeitung.de/termine/va230910.php> (14.10.2010).
[2] Datenbank unter: <http://www.jdg-online.de> (14.10.2010).
[3] Informationen zur öffentlichen Veranstaltungsreihe des Projektes: <http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/2010/Vortragsreihe.pdf> (14.10.2010).
[4] Heidemeyer verwies u.a. auf die neuere Arbeit von Elke Stadelmann-Wenz, Widerständiges Verhalten und Herrschaftspraxis in der DDR. Vom Mauerbau bis zum Ende der Ulbricht-Ära, Paderborn 2009.
[5] Eine erste Studie zu diesem Themenfeld stammt von Danuta Kneipp, Im Abseits. Berufliche Diskriminierung und politische Dissidenz in der Honecker-DDR, Köln 2009.
[6] Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland seit 1945. 13 Bde., hrsg. vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung und vom Bundesarchiv, Baden-Baden 1999-2008.
[7] Rüdiger Steinmetz / Reinhold Viehoff (Hrsg.), Deutsches Fernsehen Ost. Eine Programmgeschichte des DDR-Fernsehen, Berlin 2008; Jochen Staadt / Tobias Voigt / Stefan Wolle, Operation Fernsehen. Die Stasi und die Medien in Ost und West, Göttingen 2008.
[8] Gerade neu erschienen ist der sehr lesenswerte Sammelband von Stefan Zahlmann (Hrsg.), Wie im Westen, nur anders. Medien in der DDR, Berlin 2010.
[9] Informationen zum Projekt unter <http://www.bildatlas-ddr-kunst.de> (14.10.2010).
[10] Ebenso zuvor Martin Sabrow, Die DDR in der Geschichte des 20. Jahrhunderts, in: Deutschland Archiv 41 (2008), S. 121-130.
[11] Alle Beiträge dazu versammelt der Band von Frank Möller / Ulrich Mählert (Hrsg.), Abgrenzung und Verflechtung. Das geteilte Deutschland in der zeithistorischen Debatte, Berlin 2008.
[12] Die Rede Jürgen Kockas ist abgedruckt in: Deutschland Archiv 36 (2003), S. 764-769, und erneut in, Möller/Mählert, Abgrenzung und Verflechtung, S. 143-152, hier S. 150.
[13] Ebd., S. 200.

Zitation
Tagungsbericht: DDR-Geschichte in Forschung und Lehre. Bilanz und Perspektiven, 23.09.2010 – 24.09.2010 Berlin, in: H-Soz-Kult, 04.11.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3353>.
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Veröffentlicht am
04.11.2010
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