Das Thema „Preußen“ in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik vor und nach 1945

Ort
Berlin
Veranstalter
Preußische Historische Kommission, Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
Datum
04.11.2010 - 06.11.2010
Von
Martin Munke, Institut für Europäische Geschichte, Technische Universität Chemnitz

Das Thema „Preußen“ scheint momentan eine gewisse Konjunktur zu besitzen, wie die Fülle der in den vergangenen Jahren publizierten Gesamtdarstellungen und Einführungswerke beweist.[1] Bereits im Jahr 2005 hatten daher die Preußische Historische Kommission (PHK) und das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK) ihre Jahrestagung dazu genutzt, Tendenzen und Entwicklungen der Preußenhistoriographie zu untersuchen.[2] Stand damals hauptsächlich das „lange“ 19. Jahrhundert im Mittelpunkt der Vorträge, wurde nun auf der diesjährigen Tagung das „kurze“ 20. Jahrhundert stärker in den Blick genommen.[3]

In seinen einleitenden Bemerkungen stellte HANS-CHRISTOF KRAUS (Passau), der die Tagung konzipiert hatte, heraus, dass die Bedingungen für die Erforschung der preußischen Geschichte stark von den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts geprägt worden seien. So wäre nach 1918 noch ein Anknüpfen an die historiographischen Traditionen des Kaiserreichs möglich gewesen. Unter der nationalsozialistischen Herrschaft jedoch sei die Forschung überwiegend zum Erliegen gekommen, nach 1945 hätte sie weitgehend als „kontaminiert“ gegolten. Nur wenige Wissenschaftlicher hätten sich dezidiert der Preußenforschung verschrieben, sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR. Neben den Rekonstruktionsversuch der dennoch unternommenen wissenschaftlichen Vorhaben zum Thema „Preußen“ müsse immer auch eine Traditionskritik treten, die die Motive und Hintergründe dieser Vorhaben zu beleuchten habe.

Im Verlauf der Tagung wurde dieser Ansatz in drei Themenkreisen verfolgt. Drei Vorträge widmeten sich übergreifenden Feldern der Preußenhistoriographie. HORST MÖLLER (München) beleuchtete die Erforschung der Aufklärung in Preußen, die kein zentrales Thema der Geschichtswissenschaft darstellen würde und erst mit der Sozialgeschichtsforschung der 1960er- und 1970er-Jahre eine Aufwertung erfahren habe. Entsprechende Forschungen seien in den Rahmen umfassenderer Untersuchungen eingebettet.

BÄRBEL HOLTZ (Berlin) konzentrierte sich ihren Ausführungen auf Aspekte der Preußenforschung in der DDR bis in die 1960er-Jahre. Dabei konstatierte sie eine nur selektive Behandlung genuin „preußischer“ Themen, wobei die Gesamtbilanz im Vergleich zur Bundesrepublik allerdings nicht unbedingt schlechter ausfallen sei – auch im Westen Deutschlands fristete die Preußenforschung in jener Zeit ein Schattendasein.

Einen Beitrag aus rechtshistorischer Perspektive lieferte ANDREAS THIER (Zürich). Eine spezifische Teildisziplin „preußische Rechtsgeschichte“ würde zwar nicht existieren, einzelne Elemente preußischen Rechts wie das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten (ALR) oder die Verfassungen nach 1848/50 seien allerdings zu wichtigen Referenzpunkten geworden. Im Zuge einer Kontextualisierungstendenz seit den 1980er-Jahren hätte in der Rechtsgeschichte die Suche nach Traditionen, Kontinuitäten und Brüchen in der Rechtsentwicklung im Mittelpunkt gestanden, auch im Zuge der momentanen Internationalisierung der Rechtsgeschichte könne Preußen einen zentralen Vergleichspunkt darstellen.

Ein zweiter Themenkreis beschäftigte sich mit institutionellen Publikations- und Editionsvorhaben der Preußenforschung. WINFRIED BAUMGART (Mainz) gab dabei einen Einblick in die Geschichte der Aktenedition „Die Auswärtige Politik Preußens (APP) 1858-1871“. Von zwölf geplanten Bänden dieses Vorhabens konnten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs neun erscheinen. Das bereits abgeschlossene Manuskript des Bandes für das Jahr 1866 ging in den Kriegswirren verloren, nach mehreren gescheiterten Versuchen der Neuaufnahme konnte schließlich 2008 – mehr als 60 Jahre nach dem Erscheinen des letzten Bandes – eine Publikation erfolgen.

Die „Leidensgeschichte der militärischen Archivalien“ im Widerstreit verschiedener Interpretations- und institutioneller Interessen beschrieb JÜRGEN KLOOSTERHUIS (Berlin) in seiner Betrachtung des Aufbaus eines preußisch-deutschen Heeresarchivs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bis 1914 hatte in Preußen keine zentrale Erfassung der entsprechenden Überlieferung stattgefunden. Nach langem Schwanken zwischen „archivalischer Sprengelkompetenz“ und „militärhistorischer Deutungshoheit“ erfolgte eine Zusammenführung im Potsdamer Heeresarchiv, wo ein Großteil der Bestände im April 1945 nahezu vollständig vernichtet wurde.

Einen dritten Beitrag zu diesem Themenkreis lieferte KLAUS NEITMANN (Potsdam), der die Preußenhistoriographie der Zwischenkriegszeit am Beispiel der „Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte“ (FBPG) bis 1944 analysierte. Ein fester Autorenstamm aus den Mitarbeitern der preußischen Archive, der Preußischen Akademie der Wissenschaften und der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität hätte epochale Schwerpunkte auf die Zeit Friedrichs des Großen, die Reformzeit und die Zeit der Reichseinigung gelegt, die thematischen Schwerpunkte lagen auf den Feldern der Politik-, Militär- und Verwaltungsgeschichte. Konzessionen an die nationalsozialistische Herrschaft konnten dabei laut Neitmann weitgehend vermieden werden.

Der dritte und größte Themenkreis der Tagung pflegte einen biographischen Ansatz und stellte zahlreiche prominente Preußenhistoriker, deren Preußenbild sowie ihre Beiträge zur Preußenforschung vor. WOLFRAM PYTA (Stuttgart) besprach dabei mit Walter Elze (1891-1979) einen Angehörigen des George-Kreises, dessen historiographischer Ansatz auf einem ästhetischen Prinzip beruhte und der einer „Einheit von Wort und Tat“ sowie der „Genialität als Quelle der Schöpfungskraft“ huldigte. Aufgrund seiner Tendenz, historische Fakten mit dichterischer Fantasie anzureichern, um diesen Fakten einen besonderen Sinn zu verleihen, wurde der unter anderem in Berlin lehrende Elze in der Preußenforschung seiner Zeit stark kritisiert und sei kaum anschlussfähig gewesen.

SVEN KRIESE (Berlin) beleuchtete eine Forscherkontroverse der NS-Zeit, die sich im Umfeld der Berliner „Forschungsstelle für Nachkriegsgeschichte“ zwischen Albert Brackmann (1871-1952) und Erich Otto Volkmann (1879-1938) abspielte. Aufgrund der Auseinandersetzungen um Ressourcen und Methoden – Brackmann favorisierte eine reine Erfassung von Materialien zum „Grenz- und Auslandsdeutschtum“ nach dem Versailler Vertrag, Volkmann hingegen wollte diese Materialien auch im Rahmen der „Volkstumspolitik“ im Osten den entsprechenden offiziellen Stellen nutzbar machen – brachte die Forschungsstelle kaum konkrete Ergebnisse hervor.

Ein Beispiel dafür, wie sich das Preußenbild eines Gelehrten im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere wandeln könne, stellte MARC VON KNORRING (Passau) mit Erich Marcks (1861-1938) vor. In seinen Veröffentlichungen vor 1914/18 hätte Marcks die preußische Geschichte als eine Abwechslung von Phasen des Aufstiegs und der Stagnation dargestellt, die ihren Höhepunkt in Friedrich dem Großen und ihre Vollendung in Otto von Bismarck erfahren habe. Nach dem Ersten Weltkrieg trete Marcks‘ Bemühen um eine differenzierte Beurteilung des Hohenzollernstaates zurück, die innenpolitischen Leistungen würden geringer geschätzt. Die preußische Geschichte strebe in dieser Interpretation nun beständig zur deutschen Einheit hin. Im Spätwerk in den 1930er-Jahren sei dann das Bemühen um eine Integration von beiden Deutungsmustern erkennbar.

Carl Hinrichs (1900-1962) als eng mit dem GStA verbundener Historiker und Archivar wurde von seinem ehemaligen wissenschaftlichen Assistenten PETER BAUMGART (Würzburg) porträtiert. Als einer von wenigen hätte Hinrichs nach 1945 an die Arbeit von Preußenhistoriographen wie Gustav Schmoller (1838-1917) und Otto Hintze (1861-1940) angeknüpft. Neben der Beschäftigung mit der preußischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie dem Themenfeld des Pietismus habe sich Hinrichs vor allem durch zahlreiche Akteneditionen am GStA und dem Preußischen Staatsarchiv in Königsberg sowie seine Mitarbeit an der Herausgabe der „Acta Borussica“ um die Preußenforschung verdient gemacht.

Einen anderen Forschertyp hätte demgegenüber der von HANS-CHRISTOF KRAUS (Passau) vorgestellte Siegfried A. Kaehler (1885-1963) dargestellt. Diese habe Preußenforschung als ein persönliches Lebensthema betrieben, um gegen das negative Preußenbild der Nachkriegszeit anzukämpfen. Kaehlers Projekt einer „Preußischen Geschichte“ kam über das Planungsstadium nie hinaus, da es die immer wichtiger werdende sozialwissenschaftliche Methode ignoriert und dem anti-preußisch eingestellten Zeitgeist widersprochen habe.

Kaehlers Schüler Walter Bußmann (1914-1993) stand im Mittelpunkt des Tagungsbeitrags von GÜNTHER GRÜNTHAL (Ettlingen), seinerseits wiederum Assistent von Bußmann. Dieser hätte sich in seinem wissenschaftlichen Œuvre mit den Schwerpunktthemen Liberalismus und Reichsgründung auf die preußische Geschichte des 19. Jahrhunderts konzentriert, die für ihn nur im europäischen Rahmen denkbar gewesen sei. Neben der Arbeit an Quelleneditionen seien vor allem eine Biographie über Friedrich Wilhelm IV. sowie der Beitrag zum „Zeitalter Bismarcks“ im „Handbuch der deutschen Geschichte“ als wichtige Publikationen hervorzuheben.

Der Vortrag über Eberhard Kessel (1907-1986) von LUDWIG BIEWER (Berlin) bildete ein weiteres Beispiel für eine Lehrer-Schüler-Beziehung im Tagungsverlauf. Kessel hätte sich Zeit seines Lebens als „Gesinnungspreuße“ verstanden. Unter dem NS-Regime ohne Lehrerlaubnis, widmete er sich nach 1945 zunächst mediävistischen Themen, später jedoch schwerpunktmäßig der preußischen Militärgeschichte. Auch hier sei bevorzugt eine biographische Methode zum Einsatz gekommen, die umfangreichen Untersuchungen wie beispielsweise über Helmuth von Moltke wurden durch wichtige Editionsprojekte ergänzt.

Auch FRANK-LOTHAR KROLLs (Chemnitz) Beitrag über Walther Hubatsch (1915-1984) war von einem persönlichen Zusammenhang zwischen Proträtierendem und Porträtierten geprägt. Ähnlich wie Kaehler habe der „überzeugter Ostpreuße“ Hubatsch nicht nur einen wissenschaftlichen Zugang zu seinem Sujet gefunden, sondern vielmehr ein sehr positives, grundsätzlich affirmatives Bild von „Preußen“ gepflegt. Das wissenschaftliche Preußenengagement habe vier Schwerpunkte aufgewiesen: die west- und ostpreußische Landesgeschichte, die preußische Verwaltungsgeschichte, die Geschichte der Reformära sowie Preußen im europäischen Rahmen, vor allem in den Wechselbeziehungen mit dem Ostseeraum und Ostmitteleuropa. Verdienste um die Preußenforschung hätte sich Hubatsch zudem durch zahlreiche Quelleneditionen erworben.

Einen ähnlichen Zugang zum Thema „Preußen“ wählte Hans-Joachim Schoeps (1909-1980), wie ERIK LEHNERT (Berlin) in seinen Ausführungen darlegte. „Preußen“ hätte neben dem Judentum die bestimmende Wirkgröße in Schoeps‘ Leben dargestellt. Mit seiner Fokussierung auf die „Reaktionszeit“ nach 1848/49 hätte er sich gegen die sonstige Preußenhistoriographie seiner Zeit gestellt und sei als Wissenschaftler weitgehend isoliert gewesen, auch wenn seinen populär gehaltenen Darstellungen der preußischen Geschichte eine große Öffentlichkeitswirksamkeit beschieden gewesen sei.

Abschließend beleuchtete MARIAN NEBELIN (Berlin) das Preußenbild Reinhart Kosellecks (1923-2006). Diesem hätte das Thema „Preußen“ vor allem als Grundlage für geschichtstheoretische Überlegungen gedient. Kosellecks Preußenforschung würde sich durch die Untersuchung von fünf Spannungsverhältnissen auszeichnen: „Preußen und Europa“, „Staat und Gesellschaft“, „Verwaltung und Verfassung“, „Reform und Revolution“ sowie „Werden und Verschwinden“. Kosellecks Arbeiten seien maßgeblich durch die Gedankenwelt von Carl Schmitt (1888-1985) beeinflusst gewesen.

In ihren unterschiedlichen Themenkreisen bot die Tagung einen weitgefächerten Überblick über die wissenschaftliche Behandlung des Themas „Preußen“ im 20. Jahrhundert. Wiederholt wurde die Wichtigkeit einer quellenbasierten Arbeit betont, die durch die gerade auf dem Feld der Preußenforschung besonders intensiv betriebene Editionstätigkeit mit ermöglicht wird. Anhand zahlreicher Beispiele wurde deutlich, dass Wissenschaft Kommunikation und Netzwerke benötigt, um „funktionieren“ und wirken zu können. Auffällig war – neben der bei vielen Protagonisten nachzuweisenden Konzentration auf Themen der Politik-, Militär- und Verwaltungsgeschichte – zudem die häufige persönliche Verbindung von Preußenforschern mit ihrem Sujet, die die Beschäftigung mit „Preußen“ oft als eine „Herzensangelegenheit“ erschienen ließ. Dies galt auch für eine Vielzahl der Referierenden. Die Tatsache, dass häufig der eigene akademische Lehrer vorgestellt wurde, erwies sich einerseits als fruchtbar. Prinzipiell bleibt jedoch danach zu fragen, ob dabei jeweils die nötige wissenschaftliche Objektivität im Vergleich zur eigenen subjektiven Wahrnehmung gewährleistet bleibt; den Referenten der Tagung gelang dies weitgehend.

Wichtige Erkenntnisse hätte über die zahlreichen gebotenen Impulse hinaus vielleicht eine Selbstthematisierung der Rolle der PHK im Rahmen der Preußenhistoriographie geliefert, zumal das GStA PK als zweiter Veranstalter wiederholt bedacht wurde. Auch das Thema „Preußen in der Wissenschaftspolitik“ wurde kaum dezidiert behandelt, sondern – mit wenigen Ausnahmen – eher am Rande aufgegriffen. Von Interesse könnte zudem der Versuch sein, die aktuellen Beiträge der Preußenforschung in mögliche Traditionslinien einzuordnen, sowie mögliche andere Akteure dieser Forschung außerhalb des Umfelds von PHK und GStaA PK mit einzubinden. Weitere Vorträge hätten das umfängliche und abwechslungsreiche Programm der Tagung mit ihren sich vielfach ergänzenden Referaten allerdings wohl gesprengt, so dass vielleicht über eine dritte Veranstaltung dieser Art nachgedacht werden sollte. Dann könnte auch das Wirken zahlreicher weiterer Preußenhistoriographen wie Otto Büsch (1928-1994), Ludwig Dehio (1888-1963) oder Gerhard Oestreich (1910-1978), das jetzt vereinzelt als Bezugspunkt angesprochen worden war, intensiver in den Blick genommen werden. Die Ergebnisse der jetzigen Konferenz sollen in jedem Fall – ergänzt um einen Beitrag von WINFRID HALDER (Düsseldorf) über den in die Vereinigten Staaten emigrierten Meinecke-Schüler Hans Rosenberg (1904-1988) – bis Anfang 2012 als Sammelband vorliegen.

Konferenzübersicht:

Frank-Lothar Kroll (Chemnitz): Begrüßung

Hermann Parzinger (Berlin): Grußwort

Hans-Christof Kraus (Passau): Einführung

Horst Möller (München): Aufklärung in Preußen. Zur Geschichte ihrer Erforschung vor und nach 1945

Bärbel Holtz (Berlin): Entwicklung und Wandel des Preußenbildes in der DDR am Beispiel von Reformzeit und Befreiungskriegen. Ergebnisse einer Spurensuche bis zum Beginn der 1960er Jahre

Wolfram Pyta (Stuttgart): Walter Elze und Preußen. George-Kreis und Geschichtswissenschaft

Winfried Baumgart (Mainz): „Die Auswärtige Politik Preußens (APP) 1858-1871“. Zur Geschichte einer Aktenedition

Jürgen Kloosterhuis (Berlin): Archivalische Sprengelkompetenz versus militärhistorische Deutungshoheit. Politische Implikationen beim Aufbau des preußisch-deutschen Heeresarchivs 1918-1945

Sven Kriese (Berlin): Kampf um die „richtige“ Nachkriegsforschung. Albert Brackmann gegen Erich Volkmann

Klaus Neitmann (Potsdam): Brandenburg-preußische Geschichtswissenschaft der Zwischenkriegszeit im Spiegel der „Forschungen zur brandenburgischen und preußischen Geschichte“

Marc von Knorring (Passau): Erich Marcks und sein Bild der preußischen Geschichte

Peter Baumgart (Würzburg): Carl Hinrichs und die preußische Geschichte

Hans-Christof Kraus (Passau): Siegfried A. Kaehlers Projekt einer neuen Preußischen Geschichte nach 1945

Günther Grünthal (Ettlingen): Walter Bußmann und sein Beitrag zur Preußenforschung

Ludwig Biewer (Berlin): Eberhard Kessel und sein Beitrag zur Erforschung der preußischen Geschichte

Andreas Thier (Zürich): Preußische Rechtsgeschichte nach 1945

Frank-Lothar Kroll (Chemnitz): Walther Hubatsch und die Geschichte Preußens

Erik Lehnert (Berlin): Mit Preußen gegen den Zeitgeist. Hans-Joachim Schoeps und sein Beitrag zur Preußenforschung nach 1945

Marian Nebelin (Berlin): Das Preußenbild Reinhart Kosellecks

Winfrid Halder (Düsseldorf): Hans Rosenberg und die Preußenforschung

Anmerkungen:
[1] Verweisen sei hier nur auf die monumentale Synthese von Christopher Clark, Preußen. Aufstieg und Niedergang. 1600-1947, München 2007. Vgl. dazu die Rezension der englischsprachigen Originalausgabe von Hartwin Spenkuch, Rezension zu: Clark, Christopher: Iron Kingdom. The Rise and Downfall of Prussia, 1600-1947. London 2006, in: H-Soz-u-Kult, 05.12.2006, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2006-4-174>.
[2] Die Ergebnisse der Tagung wurden in einem Sammelband veröffentlicht; vgl. Wolfgang Neugebauer (Hrsg.), Das Thema „Preußen“ in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik des 19. und 20. Jahrhunderts, Berlin 2006.
[3] Eine ausführlichere, um zahlreiche Literaturhinweise ergänzte Fassung dieses Berichts erscheint demnächst in: Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, N.F. 20 (2010), H. 2.

Zitation
Tagungsbericht: Das Thema „Preußen“ in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik vor und nach 1945, 04.11.2010 – 06.11.2010 Berlin, in: H-Soz-Kult, 24.11.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3399>.