Barocke Figuren. Zeit – Gestalt – Medien

Ort
Konstanz
Veranstalter
Forschungsstelle "Signaturen der Frühen Neuzeit", Universität Konstanz
Datum
27.10.2010 - 29.10.2010
Von
Anna-Lisa Bauer / Eva Brugger / Milica Pavlovic Almer, Fachbereich Geschichte und Soziologie, Universität Konstanz

Typologisches Denken gerät im 17. Jahrhundert in Unordnung, wenn die Figuren des Barock, wie der Simplicissimus, nicht (länger) das erfüllen, was sie versprechen und zugleich andere Aspekte des Figurenbegriffs an Bedeutung gewinnen. An diesem Punkt setzte die Tagung „Barocke Figuren. Zeit – Gestalt – Medien“ an. Sie untersuchte eben jene (atypischen) Figuren, die sich gegen eine strenge Typologisierung sperren, deren Umwege, Metamorphosen, Begegnungen und Konflikte es aber erlauben, die Frage, was im Barock eine Figur ausmacht, in begrifflich-analytischer Perspektive neu zu stellen. Rudolf Schlögl wies in der Begrüßung auf das Konzept der Forschungsstelle „Signaturen der Frühen Neuzeit“ hin, die einen Ort interdisziplinärer Zusammenarbeit in der Frühneuzeitforschung, insbesondere zwischen Geschichte und Literaturwissenschaft, bildet. Ausgehend von der historischen Semantik des Figuralen, wie sie in Erich Auerbachs Aufsatz über die ‚figura’[1] entfaltet wird, lassen sich, so betonten Joel B. Lande und Robert Suter in der Einleitung, Figuren als narrative Operatoren beschreiben, das heißt als eine Größe, die Zeit organisiert und Ereignisse miteinander verbindet. Auerbach weitergedacht können Figuren diese Funktion aber nur erfüllen, wenn sie zugleich auch Gestalt, also morphische Eigenschaften, gewinnen. Der Frage, was die Spezifik des Figuralen im Barock sein könnte, galten die anschließenden Überlegungen. Hierbei wurden vor allem figurale Öffnungen und Übertragungen thematisiert. Indem in zeitlicher Perspektive nach den Verzögerungen, Nichterfüllungen oder Überstürzungen, aus morphologischer Sicht nach den Momenten der Dissimulation oder Defiguration und aus medialer Perspektive nach den Formaten gefragt wurde, die figurale Offenheit erzeugen, wurde ein heuristischer Figurenbegriff entwickelt, der über eine bloße typologische Relationalität hinausgeht. Der Begriff des Atypischen (den die Referenten in bewusster Absetzung von Begriffen der Figuraldeutung wie Atypos einführten) sollte diese Wandlungen implizieren. Nicht um einen jähen Epochen- oder Paradigmenwechsel zu postulieren, sondern vielmehr um das Operieren eines Moments von Negativität in typologischen Denkweisen und Darstellungstechniken sichtbar zu machen.

Von Erich Auerbachs ‚figura‘-Begriff ausgehend deutete der Historiker MARCUS SANDL (Zürich) die Reformation im Spannungsfeld von Verheißung und Erfüllung. Die Reformationsgeschichten und Lutherbiographien aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts können unter dieser Perspektive als Erzählungen einer sich erfüllenden Verheißung verstanden werden. Mittels einer Figuration von Vor- und Rückgriffen, mit Bewegungen der Schließung, Öffnung und Verdoppelung fassen die historiographischen Darstellungen die Kontinuität der Reformation narrativ und stellen diese auf Dauer. Damit greifen die Autoren der 1560er- und 1570er-Jahre die Doppelgestalt reformatorischer Figuraldeutung – heilsgeschichtliche Schließung und interpretatorische Öffnung – auf. In der reformatorischen Endzeiterwartung wurde Luther einerseits zum letzen Propheten. Die figurale Geschlossenheit des heilsgeschichtlichen Horizonts korrespondierte aber andererseits mit einer strukturellen Offenheit und Unendlichkeit der in der Bibelauslegung begründeten Zeichenverkettung und Interpretation. Allerdings wurde das Ausbleiben des Jüngsten Gerichts zum Problem für die Historiographen, das sich nicht einfach durch die Wiederholung der Figuraldeutung lösen ließ. Mit dem Atypischen impliziere diese Wiederholung, so Sandl, aber immer eine Verschiebung und neue semiotische Offenheit, die es ermöglicht, die Reformation im Sinne ihres Propheten nochmals ins Werk zu setzen.

ALEXANDER LINKE (Basel/Heidelberg) ging unter kunsthistorischen Gesichtspunkten einer (atypischen) Öffnung der Darstellungs- und Deutungsmuster typologischer Bildkunst nach. In Abgrenzung zu dem streng heilsgeschichtlich gesetzten Rahmen der mittelalterlichen Bildpraxis führen zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Bildbezüge über den Literalsinn der Bibelexegese hinaus. Als Folge dieser Lesart, welche Überblendungen typologischer und allegorischer Sinnschichten zulässt, verändere sich auch der Status des figura-Begriffs: in der figuralen Freiheit des Bildes sei die Figur nicht nur Scharnier zwischen Altem und Neuem Testament, sondern entwickle darüber hinaus auch einen heuristischen Eigenwert, welcher die Figuraldeutung der Kirchenväter dynamisiere. Diese von Linke konstatierte Freiheit der Sinnstiftung in Bildkonzeption wie auch Bildlektüre wird um die Wende zum 17. Jahrhundert von theologischen Diskursen begleitet, in deren Rahmen ebenfalls das Verhältnis des Bildes zur Heiligen Schrift thematisiert und dem Bild aufgrund seines abbildhaften Verhältnisses zu den göttlichen Urbildern der Vorrang gegeben wird.

Anhand der Schrift „Oculus Sidereus“[2] (1644) des Mystikers Abraham von Franckenberg untersuchte der Literaturwissenschaftler MICHAEL NEUMANN (Konstanz) die poetologische und epistemologische Figur des aufwärtsgewandten Blickes und das Verhältnis, in dem sich Subjektgeschichte, Wissenschaftsgeschichte und mystische Wissenstraditionen zueinander ausbilden. Als Epigone Jakob Böhmes, dessen Lehre er in die alltägliche religiöse Praxis zu übersetzen versucht, wird Franckenberg selbst zu einer Figur der Vermittlung. Als Orte der Transformation beinhalten seine Texte figurale Konstellationen, die die Geschichte des Wissens als Offenbarungsgeschichte ausweisen. Das innovative Moment Franckenbergs, so Neumann, wird dabei an der Vermittlungsmöglichkeit von beweglichen Wissenshorizonten und heilsgeschichtlichen Gewissheiten sichtbar. In Abgrenzung zu Böhme versucht sich Franckenberg an einer religiösen Pragmatik des Wissens, indem er die Exklusivität mystischen Wissens in Figurationen der Ähnlichkeit auflöst. Umgesetzt wird dieser an potentiell lebensweltliche Erfahrungen geknüpfte Begriff der Erlösung durch eine mystische Figuralisierung heilsgeschichtlicher Typologien, die im aufwärtsgewandten Blick sichtbar wird.

Anhand eines zentralen Problems der barocken Bildtypologie stellte die Kunsthistorikerin CLAUDIA BLÜMLE (Münster) die Frage nach Gestalt(ung): Wie sollte im Einzelbild die heilsgeschichtliche Übertragung zeitlich wie räumlich sicher- und dargestellt werden? Zu diesem Zweck zeichnete Blümle in der malerischen Typologie El Grecos eine nachhaltige Bewegung vom Formhaften zum Formlosen nach. El Greco ersetze ein vormals statisches Formdenken mittels Zeichenanalogie, wie es zuvor in Simultanbildern verwendet wurde, durch eine ekstatische Bewegungsdynamik im Bedeutungskontext der Erlösung. Damit verliere sich jegliche Verweisstruktur jenseits des Bildes: Indem Gott im innerbildlichen Zusammenhang als nunmehr formlose Kraft des Numinosen in die Welt tritt, findet typologische Übertragung nicht länger im Modus der Ähnlichkeit statt, sondern mittels affizierender Ästhetik. Entsprechend vollzieht sich eine Einfaltung in das Bild selbst hinein, die die Transzendenz auf bildlicher Ebene einholt.

Formschicksalen nach Ovid widmete sich die Literaturwissenschaftlerin JULIANE VOGEL (Konstanz) in einer rezeptionsgeschichtlichen Reflexion des Motivs der Metamorphosen in der Oper des 17. Jahrhunderts. Vogel entwickelte ihren Figurenbegriff von dem bei Auerbach ausgesparten Aspekt der Gestaltung im Akt des ‚fingere’ her. So steht im Zentrum von Ovids paganem Figurenuniversum, das von vielfachen göttlichen wie menschlichen Gestaltverlusten und -veränderungen geprägt wird, die Verfertigung von Figuren. Aus diesen greift sich die europäische Oper in ihren Anfängen bezeichnenderweise die Lorbeerverwandlung Daphnes heraus und nutzt sie als Vorlage zum Herrscherlob. In der Gestalt des Lorbeers fungierte Daphne nun bereits für ihren Verfolger Apoll als Herrschaftszeichen, allerdings wird der im Opernprolog angepriesene frühneuzeitliche Herrscher im Gegensatz zum (liebes-)leidgeprüften Apoll im Verlauf des 17. Jahrhunderts dem affektiven Zugriff Amors zunehmend entrückt: Er wahrt seine Souveränität, indem er sich, anders als der Sonnengott, dem Reich der Leidenschaften und damit dem morphischen Operngeschehen entzieht.

PETRA SCHMID (Berlin) verfolgte aus kunsthistorischer Perspektive in ihrem Interpretationsansatz zu Cesare Ripas „Iconologia“[3] die Herstellung eines figuralen Zusammenhangs zwischen Bild und Text. Hierfür ging Schmid von einer Eigenlogik figuraler Bedeutungsproduktion aus, in der sich die Übertragung von Bedeutung weitgehend ohne narrative Bildstrategien, dafür vor allem in figuris vollzieht. Entsprechend plädierte sie für die Figur als Darstellungsparadigma mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Bildkonzepte, deren ästhetisches Wirk- und epistemisches Leistungspotential zuallererst in ihrer Figuralität begründet sei.

Als Antitypus zu Dantes Göttlicher Komödie verstanden, beschäftigte sich die Literaturwissenschaftlerin ULRIKE WELS (Potsdam) mit Gryphius’ „Tempel des Todes“[4] (1698). Allerdings verschwinde in dieser Funeralschrift das typologische Modell zugunsten eines emblematischen und allegorischen Modells der Figurendarstellung. Der Typus werde so zur Folie, die heilsgeschichtliche Bezüge in pathologische Erklärungsmuster transformiere.

MAXIMILIAN BERGENGRUEN (Genf) ging aus literaturwissenschaftlicher Sicht von einem negativ gewendeten Figurenbegriff (in der Bedeutung des Trugbilds) aus. Einem solchen Verständnis nach ließe sich die Teufelsfigur als eine Erfüllung christlicher Realprophetie deuten. Im Modus der Täuschung führe sie ex negativo die lutherische Dogmatik vor, deren Basis das ‚sola scriptura’-Prinzip bildet. Am Beispiel von Erzählungen aus Georg Philipp Harsdörffers „Mord-Geschichte“[5] (1656) sowie „Lust- und Lehrreicher Geschichte“[6] (1664) verdeutlichte Bergengruen den (vom Mann eingegangenen) Teufelspakt als Negativfolie zum Sakrament der Taufe. Als weitere Reflexionsfigur entwickelte er die Teufelsbuhlschaft (als weibliches Gegenstück) zur Institution der Ehe.

JAN MARCO SAWILLA (Konstanz) unternahm aus historischer Perspektive den Versuch, den Jesuiten im Sinne eines Antitypus in einer „Geschichte der Kritik“ zu verorten. Hinsichtlich der jesuitischen Publizistik des 17. Jahrhunderts fragte Sawilla nach den Bedingungen, die es dem Jesuiten erst möglich machten, eine kritische Haltung einzunehmen. Diese Frage konkretisierte Sawilla an Beispielen, die unterschiedlichen Diskursivierungsstrategien folgten. Während die „Imago primi saeculi“[7] (1640), ein Emblembuch der Societas, den Jesuiten in einer durch die Vita Christi präfigurierten, zeitlich abgeschlossenen Weise positionierte, beruhten die jesuitischen Streitschriften, in denen kontroverstheologische Argumente ausgetauscht wurden, auf einem dialogischen und zeitlich prinzipiell offenem Schema. Damit stellte Sawilla das figurative Moment des Jesuiten – verstanden als eine Gestalt des Freidenkers – in Beziehung zur medialen Ordnung, der die jeweilige Textsorte verpflichtet ist.

In den spätantiken wie auch frühneuzeitlichen Tabellengeschichten, die der Historiker BENJAMIN STEINER (Frankfurt am Main) bezugnehmend auf Auerbachs Unterscheidung von ‚historia‘ und ‚figura‘[8] auf figurale Aspekte hin befragte, wird (heils-)geschichtliches Wissen in Spalten und Zeilen geordnet. In ihrer synoptischen Zusammenschau, welche göttliche Providenz gewissermaßen auf einen Blick visualisiere, korrespondiert die tabellarische Ordnungsfigur mit einer eschatologischen Geschichtsschreibung. Aber auch eine progressive Geschichtsschreibung, welche dem Fortschrittsdenken verpflichtet ist, lasse sich in ein tabellarisches Narrativ eingliedern. Unter Verweis auf die universale Kompatibilität dieses Aufschreibemediums, das der heilsgeschichtlichen Schließung wie auch der progressiven Öffnung dient, betonte Steiner die Kontinuität der Tabelle, die an dieser Stelle eine metaphysische Qualität offenbare.

Dass Überleben stets mit Gestaltverlust einhergeht, vollzog CHRISTOPHER WILD (Chicago) aus literaturwissenschaftlicher Perspektive an den Abenteuern des „Simplicissmus“[9] (1669) nach. Wild wendete die moderne Begrifflichkeit des Traumas, verstanden als eine Grenzerfahrung, der eine gestaltende Kraft implizit ist, auf den barocken Schelmenroman an. Einmal konfrontiert mit dem eigenen Tod, bleibt der Überlebende nicht länger derjenige, als der er in ein Abenteuer – sei es bewusst oder unfreiwillig – geraten ist. Wild betonte die Divergenz zwischen erzählendem und erzähltem Ich, durch welche die Erzählperspektive gleichzeitig die Differenz zwischen Wissendem und Unwissendem wie auch den Wandel, den Simplicissimus im Überleben durchlebt, reflektiere. Dem traumatischen Überleben – nach Wild eine zentrale Figuration des kriegerischen 17. Jahrhunderts – entspricht so der Pikaro als paradigmatische Figur, der das Überleben durch seine Affinität zum Missgeschick auf Dauer stellt.

Der Literaturwissenschaftler BURKHARD MEYER-SICKENDIEK (Berlin/München) erweiterte mit der Typen- und Charaktersatire das Spektrum der Tagung um räumlich-topographische Wahrnehmungsmuster. Die Typensatire des 17. Jahrhunderts, insbesondere John Earles „Micro-cosmographie“[10] (1628), orientiere sich immer weniger an kosmologischen Ordnungssystemen, wie sie beispielsweise in der paracelsischen Wechselbeziehungen zwischen Mikro- und Makrokosmos zu finden sind. Vielmehr werde in Analogie zur Erkundung der Außenwelt die Entdeckung der Innenwelten in ein kartographisches Ordnungs- und Darstellungssystem transferiert bzw. verkleinert.

Auf ein spezifisches Phänomen im Kontext des sich abzeichnenden spanischen Niedergangs im ausgehenden 16. Jahrhundert kam die Historikerin SINA RAUSCHENBACH (Konstanz) in ihrer Darstellung der sogenannten ‚arbitristas’ zu sprechen, einer heterogenen Personengruppe aus höchst unterschiedlichen Kontexten, die Reformgutachten (‚arbitrios’) zu den beobachteten zeitgenössischen Missständen und Verfallserscheinungen verfassten. Mit der rhetorischen Frage „Intellektuelle avant la lettre?“ stellte Rauschenbach eine Lesart zur Diskussion, die es ermöglichen sollte, die kaum zu vereinheitlichende Masse der arbitristas jenseits des Gelehrtenbegriffs als Vorläufer von modernen Intellektuellen zu fassen, mit denen sie vor allem eines verbinde: die ‚Kritik als Beruf’.

Figuration (in der Frühen Neuzeit) verweist, wie die Beiträge verdeutlichten, stets auch auf die medialen Bedingungen, die sie voraussetzen. Mit der Historisierung des Figuralen, das zeigte die Konstanzer Tagung, lassen sich Figuren, indem ihre zeitlichen, morphischen und medialen Aspekte berücksichtigt werden, als eine Kategorie frühneuzeitlicher Selbstbeobachtung behandeln.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einleitung
Rudolf Schlögl / Joel B. Lande / Robert Suter

Panel 1: Zeitfiguren

Marcus Sandl (Zürich): Die Figur des Propheten und die Kontinuität der Reformation

Ulrike Wels (Potsdam): Christian Gryphius’ „Tempel des Todes“ (1698) als Antitypus der danteschen „Komödie“ – Transformationen heilsgeschichtlicher Dimensionen in pathologische Beschreibungsmuster

Panel 2: Religiöse Figuren

Alexander Linke (Basel/Heidelberg): Reglementierte Freiheit. Zur Bildlichkeit im figuralen Denken um 1600

Michael Neumann (Konstanz): Der aufwärts gewandte Blick. Zur Konfiguration von Wissenschaft und Welterfahrung

Jan Marco Sawilla (Konstanz): Wer waren die Jesuiten? Konfigurationen klerikaler Gelehrsamkeit in der Publizistik des 17. Jahrhunderts

Panel 3: Soziale Figuren

Burkhard Meyer-Sickendiek (Berlin/München): Mikrokosmographie. Zu einer Kategorie der europäischen Satire des 17. Jahrhunderts

Maximilian Bergengruen (Genf): Warum Frauen mit dem Teufel schlafen, Männer hingegen mit ihm Verträge abschließen wollen. Harsdörffers „Mord-Geschichte und Lust- und Lehrreiche Geschichte“ als negative Figurenlehre

Panel 4: Figur und Gestalt

Juliane Vogel (Konstanz): Formschicksale nach Ovid. Verwandlungen in der Oper des 17. Jahrhunderts

Claudia Blümle (Münster): Figur des Formlosen. Zur malerischen Typologie El Grecos

Petra Schmid (Berlin): ‚Omnia in figura’. Ästhetische Gestalt und epistemologische Struktur der Figuren in Cesare Ripas „Iconologia“

Panel 5: Erzählmodelle

Benjamin Steiner (Frankfurt am Main): Historia und Figura. Tabellenwerke als Formulare historischer Narrative

Christopher Wild (Chicago): Überleben erzählen. Zur Figuration von Trauma in Grimmelshausens „Simplicissimus“

Sina Rauschenbach (Konstanz): Kritik als Beruf. Die arbitristas im frühneuzeitlichen Spanien

Anmerkungen:
[1] Erich Auerbach, Figura, in: Archivum Romanicum 22 (1938), S. 436–489.
[2] Abraham von Frankenberg, Oculus Sidereus Oder Neu-eröffnetes Stern-licht und Fern-gesicht, Dantzig 1644.
[3] Cesare Ripa, Iconologia Overo Descrittione Di Diversi Imagini cauate dall’antichità, & di propria inuentione, Rom 1603.
[4] Christian Gryphius, Tempel des Todes bey Fr. E[va]. C[atharina]. Von R[ehdinger]. gebohrnen v. S[andrezky von Sandraschütz], in: Christiani Gryphii, Poetische Wälder, Franckfurt und Leipzig 1698. S. 323-337.
[5] Georg Philipp Harsdörffer, Der Grosse Schau-Platz jämmerlicher Mord-geschichte, Hamburg 1656.
[6] Ebd., Der Grosse Schau-Platz Lust- und Lehrreicher Geschichte, 2 Bde., Frankfurt am Main und Hamburg 1664.
[7] Imago primi saeculi societatis Jesu, Antwerpen 1640.
[8] Auerbach, Figura, S. 73.
[9] Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch, Monpelgart 1669.
[10] John Earle, Micro-cosmographie. Or, A peece of the world discouered, London 1628.

Zitation
Tagungsbericht: Barocke Figuren. Zeit – Gestalt – Medien, 27.10.2010 – 29.10.2010 Konstanz, in: H-Soz-Kult, 18.12.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3446>.