Die Ukraine und Osteuropa zwischen staatlicher Souveränität, Besatzung und internationaler Diplomatie 1917–1922

Ort
Graz
Veranstalter
Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung; Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte
Datum
15.06.2011 - 17.06.2011
Von
Georg Hoffmann/Nicole-Melanie Goll, Institut für Geschichte (Zeitgeschichte), Karl-Franzens-Universität Graz/Fakultät für Mitteleuropäische Studien, Andrássy Universität Budapest

Vom 15.–17. Juni 2011 fand an der Karl-Franzens-Universität Graz die international besetzte Tagung „Die Ukraine und Osteuropa zwischen staatlicher Souveränität, Besatzung und internationaler Diplomatie 1917–1922“ statt. Die vom Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgen-Forschung sowie dem Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte veranstaltete und vom FWF, der Stadt Graz, dem Land Steiermark sowie der Universität Graz geförderte Veranstaltung resultierte aus einem Forschungsprojekt, das die Ukraine im genannten Zeitraum thematisiert hatte und dessen Ergebnisse im Rahmen der Tagung vorgestellt wurden. Infolgedessen stand der erste Tag der Veranstaltung auch im Zeichen der Präsentation der Publikation „Die Ukraine zwischen Selbstbestimmung und Fremdherrschaft 1917–1922“. Diese war dabei Richtschnur für den Ablauf der Konferenz, da die Zusammenstellung der thematischen Cluster sich eng an der Struktur des Buches anhielt und die Veranstaltung auch im Wesentlichen von den Autoren getragen wurde.

Die Vorträge waren in insgesamt sechs Panels zu je zwei bzw. drei Vortragenden aufgeteilt, in denen ein thematischer Bogen von den Ausgangsbedingungen der Ostfront des Ersten Weltkrieges über die ukrainische Nationalbewegung bis hin zum Kern der Veranstaltung, der Besetzung der Ukraine, gespannt wurde. Eröffnet wurde dies mit dem Keynote-Vortrag des renommierten schottischen Militärhistorikers HEW STRACHAN (Oxford), der unter dem Titel „Der Platz der Ostfront im strategischen Denken“ eine bemerkenswerte Skizze der Ausgangsbedingungen der sich gegenüberstehenden Mächte zeichnete. Dabei ging er zum einen auf die am Vorabend des Ersten Weltkriegs vorherrschende Auffassung des Begriffs „Strategie“ ein, zum anderen gab er einen Überblick über die strategischen Überlegungen der einzelnen Mächte, die in den an den beiden folgenden Tagen stattfindenden Vorträgen vertieft wurden.

Im Anschluss wurde das erste Panel unter Leitung von Gerhard P. Gross eröffnet, das unter dem Titel „Die Mittelmächte und Russland“ im Ersten Weltkrieg die in Osteuropa kriegführenden Parteien in ihrer jeweiligen Entwicklung charakterisierte. Den Anfang machte dabei SÖNKE NEITZEL (Mainz) mit seiner Analyse der Koalitionspolitik des Deutschen Kaiserreichs und der österreichisch-ungarischen Donaumonarchie samt den auftretenden Schwierigkeiten, die aus der Unfähigkeit der einzelnen Entscheidungsträger auf die Dynamik der sich (weiter)entwickelnden Staatenbeziehungen einzugehen bzw. der inneren und äußeren Lage Herr zu werden erwuchsen. Weiters ging Neitzel auf die Kriegsführung der beiden Verbündeten ein und wies darauf hin, dass auf diesem Sektor die Unterschiede zwischen Österreich-Ungarn und Deutschland am größten waren. PETER ENNE (Wien) ergänzte diesen Blickwinkel mit seinen Ausführungen zu den beiden weiteren Akteuren des „Vierbundes“ aus ereignisgeschichtlicher Perspektive. Er skizzierte dabei die von Expansionsbestrebungen bzw. nationalistisch geleitete Motivation des Osmanischen Reiches sowie Bulgariens in den Krieg einzutreten. Diese Rechnung ging allerdings nie auf, so Enne, da beide Länder mit der eintretenden Situation vollkommen überfordert waren. Was folgte waren enorme Kriegsverluste, Mangelwirtschaft und schließlich der Zusammenbruch.

VERENA MORITZ (Wien) wechselte danach gewissermaßen die Seiten und ging in ihren prägnanten und vor allem analytischen Ausführungen auf den Kriegsgegner Russland ein, dem es aufgrund mangelnder Reformbemühungen nicht gelang, die im Land vorherrschenden Probleme zu lösen und das 1917 aus dem Krieg ausschied. Weiters führte sie aus, dass die Russische Revolution eine soziale und nationale Revolution mit komplexen Folgen war.

Das zweite Panel, unter dem Vorsitz von Hannes Leidinger, war den Vorgängen des Ersten Weltkrieges in Osteuropa gewidmet, thematisierte dabei aber vor allem die sogenannte Ostfront in ihrer strategischen Bedeutung aus den Blickwinkeln der kriegführenden Mächte Deutsches Kaiserreich, Österreich-Ungarn und Russland. Die Vortragenden machten dabei deutlich, dass die bisherige wissenschaftliche Vernachlässigung dieses Kriegsschauplatzes keineswegs die mangelnde Wichtigkeit desselben widerspiegelt, sondern dass gerade diesem Raum durch seine diplomatischen Verflechtungen und geografischen sowie wirtschaftlichen Dimensionen eine besondere Bedeutung zukam. So analysierte GERHARD P. GROSS (Potsdam) etwa den Mythos der deutschen Ostfront als vermeintlichen Nebenkriegsschauplatz, bestätigte diesen zwar aus militärisch/operativer Sicht, widerlegte ihn jedoch durch seine Ausführungen über die langfristige Bedrohung, die Russland mit seinen zur Verfügung stehenden Ressourcen für das Deutsche Kaiserreich darstellte. Die Schaffung einer günstigen strategischen Ausgangsbasis im Osten war daher von eminenter Wichtigkeit und spiegelte sich letztlich in der Besatzungspolitik zu Kriegsende wider. LOTHAR HÖBELT (Wien) bestätigte diese Ansicht für die österreichisch-ungarische Seite, legte jedoch gerade im Vergleich mit dem Deutschen Kaiserreich eine auffallende Ziel- und Planlosigkeit für die Ostfront wie generell für den Umgang mit Russland zugrunde, die in den inneren Gegensätzen sowie den gerade zu Kriegsbeginn sehr rasch erfolgten Gebietsverlusten begründet lagen. Letztlich war es in beiden Fällen die „ethnische Karte“, die gerade im Zusammenhang mit der Ukraine eine besondere Bedeutung bekam, um etwa im Falle Österreichs eine eigene Destabilisierung zu vermeiden und eine ebensolche in Russland zu fördern. SERGEJ LIPATOV (Moskau) ergänzte diese Analysen durch die Sichtweise des Russischen Zarenreiches und dessen „Westfront“, die sich als eindeutiger Hauptkriegsschauplatz in zwei strategischen Stoßrichtungen aufgespalten hatte und die sich trotz zwischenzeitlicher Erfolge aber auch Niederlagen in der Wahrnehmung der Russen als Stellungskrieg etabliert hatte. Die Niederlage Rumäniens und der beginnende Bürgerkrieg beendeten die russischen militärischen Operationen jäh.

In diesem Grundlagenpanel kamen besonders die unterschiedlichen Dimensionen in der Betrachtung der Ostfront samt ihrer strategischen Bedeutung zum Ausdruck sowie der Umstand, dass diese in besonderer Weise gerade auf deutscher Seite ein Russland-Bild prägten, das sehr lange nachwirkte. Dieser Aspekt wurde in den Diskussionen und letztlich auch im abschließenden Round Table immer wieder thematisiert.

Den diplomatischen Verstrickungen des osteuropäischen Raumes wurde im dritten Panel Rechnung getragen, das unter der Leitung von Alexey Miller die internationalen Beziehungen thematisierte und sich hier nicht wie im Titel angegeben auf Osteuropa, sondern ausschließlich auf die Ukraine in der letzten Kriegsphase bzw. in der unmittelbaren Nachkriegszeit konzentrierte. Inhaltlich ergaben sich zunächst keine Überschneidungen, da mit der Politik der alliierten und assoziieren Mächte – und hier vor allem Frankreich – in der Nachkriegszeit (HANNES LEIDINGER, Wien), der italienischen Sichtweise (SIMONE BELLEZZA, Trient) und letztlich der Skizzierung der polnischen Absichten respektive des entsprechenden Vorgehens (BOGDAN MUSIAL, Warschau) unterschiedliche Interessenslagen betrachtet wurden, die sich aber im Panel schließlich zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenfügten. Ergebnis war dabei die Vereinnahmung der Ukraine für die jeweiligen nationalen Interessen im Mächtespiel gegen Sowjetrussland, die in allen Fällen auch mit der Anwendung militärischer Mittel unterstützt wurden. Gemein hatten zudem alle, dass sie keinen langfristigen Planungen und Zielsetzungen unterlagen und so allesamt scheiterten. Das Panel stellte so deutlich die Rolle der Ukraine als Spielball der einzelnen Mächte in der Phase des Kriegsendes und der Nachkriegszeit dar.

Das vierte Panel unter Leitung von Georgiy Kasianov verdichtete den Untersuchungsgegenstand „Ukraine“ durch die Thematisierung der ukrainischen Nationalbewegung aus zwei verschiedenen Gesichtspunkten. Aus chronologischen Gründen wäre dieses Panel wohl besser etwas früher angesetzt gewesen, da der Fokus eindeutig auf der Zeit des Ersten Weltkrieges lag. Jedoch schlossen die Ausführung der beiden Vortragenden (ALEXEY MILLER, Moskau, und FRANK GOLCZEWSKI, Hamburg) gut an die Ergebnisse der vorhergehenden Panel an und vertieften diese. Beide analysierten zunächst die Vielschichtigkeit der ukrainischen Nationalbewegung vor dem Ersten Weltkrieg in den einzelnen Staaten und definierten gleichzeitig ihre rasante Änderung mit Kriegsausbruch und im weiteren Verlauf des Krieges. Dies geschah, so Golczewski, in erster Linie durch äußere Einflüsse, die als Ausdruck des Versuchs der kriegführenden Mächte anzusehen waren, den jeweiligen Gegner zu destabilisieren respektive den eigenen Raum abzusichern. Dieser Aspekt wurde schließlich mit der Einrichtung eines ukrainischen Nationalstaates untermauert, die vor allem durch den Einfluss des Deutschen Kaiserreiches vonstatten ging, der zuvor von der Nationalbewegung in dieser Form nicht gefordert worden war. Miller, der die russische Seite analysierte, und Golczewski, der einen prägnanten generellen Überblick lieferte, führten jedoch aus, dass die ukrainische Nationalbewegung die Zeichen der Zeit erkannte und selbst nachhaltig an diesem eigenen Veränderungsprozess mitwirkte, etwa durch den bewussten Aufbau des Mythos von der „Kornkammer Ukraine“, der so wichtige wirtschaftliche Interessen der Mittelmächte traf und letztlich auch zum tatsächlichen Einmarsch der Mittelmächte führte. Essenzielles Ergebnis dieses Panels war die vertiefende Analyse der Spielballrolle, in die sich die ukrainische Nationalbewegung versetzt sah, die sie aber bewusst mitgestaltete. Erst mit dem Einmarsch der Mittelmächte wurde klar, dass deren wirtschaftliche Interessen bei Weitem die ukrainisch-nationalen überwogen. Dies ist laut Golczewski ein sehr wichtiger Aspekt, der etwa im Round Table nochmals von Gerhard P. Gross thematisiert wurde, da er ein Schlaglicht auf eine spezielle Kriegsführung im Osten warf, die vor allem von wirtschaftlichen Interessen geprägt war.

Das fünfte Panel, unter Leitung von Wolfram Dornik, eröffnete schließlich den Kernpunkt der Tagung und thematisierte, wie auch das sechste Panel unter Leitung von Peter Lieb, die Besatzungszeit der Ukraine. Die insgesamt fünf Vorträge fokussierten dabei einzelne Aspekte der Besatzung sowie die unterschiedlichsten Sichtweisen auf diese. Den Beginn machte GEORGIY KASIANOV (Kiew), der die ukrainischen Staatsgründungsexperimente beginnend bei der Einrichtung der Zentralrada im Jahr 1917 und endend mit dem Rückzug der ukrainischen Truppen 1920 beleuchtete und damit den ukrainischen Rahmen skizzierte. Die folgenden Vorträge thematisierten sodann Einzelaspekte aus nationaler Sicht, die letztlich die besondere Qualität der Besetzung der Ukraine, die versuchte Durchsetzung der wirtschaftlichen Interessen und letztlich die Aufstandsbekämpfung skizzierten. So entwickelte sich etwa die deutsche Besetzung, die zuvor laut PETER LIEB (Sandhurst) mit außerordentlicher Geschwindigkeit über die Eisenbahnlinien erreicht wurde, mit enormer Brutalität gegenüber den Bolschewiki, um sodann zum Zwecke der Vertrauensgewinnung in Milde gegenüber der Bevölkerung überzugehen. Dass auch diese Maßnahme nicht half, verdeutlichte WOLFRAM DORNIK (Graz) in seinem Vortrag zur Wirtschaftspolitik der Besatzungsmächte. Da früh erkannt worden war, dass die im „Brotfrieden“ vereinbarte Nahrungsmenge durch die Ukraine nicht aufzubringen sein würde, griffen die Besatzungsmächte tief in die entstehenden Strukturen und landwirtschaftlichen Ebenen ein, stärkten oder schwächten die Klassenzusammenstellung und schufen so ein Ungleichgewicht, das vor allem die Bauern aufbrachte. Auch VASYL RASEVYČ (Lemberg), der aus dem Blickwinkel der Besetzten gewissermaßen die Sicht von innen lieferte, bestätigte diesen Aspekt und fügte ihm noch den Eindruck hinzu, der in der ukrainischen Bevölkerung entstand tatsächlich besetzt worden zu sein und nun wirtschaftlich ausgebeutet zu werden. VALERY KOLEV (Sofia) ergänzte diese Betrachtungen durch die ereignisgeschichtliche Darstellung der wenig bekannten bulgarischen Perspektive. Alle Vortragenden der beiden Panels kamen darin überein, dass die Besetzung der Ukraine schnell und unvorbereitet durchgeführt worden war und die darauffolgenden Maßnahmen tief in die noch junge staatliche Souveränität eingegriffen hatten. Zwar wurde das Land für acht Monate in einem gewissen Maß befriedet bevor es neuerlich in Anarchie versank, doch konnten die Mittelmächte zu keinem Zeitpunkt ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Diskussionsrunde, die mit Frank Golczewski, Gerhard P. Gross, Georgiy Kasianov, Peter Lieb und Hew Strachan unter der Leitung von Wolfram Dornik durchaus vielschichtig besetzt war. Der Round Table stand unter dem Titel „Erfahrungen, Erinnerungen und Folgen der Besatzung“ und thematisierte die Folgewirkungen der beleuchteten Zeitspanne nicht zuletzt auf den Zweiten Weltkrieg, die nicht nur in der Forschung stark diskutiert werden, sondern auch in den Diskussionsrunden der jeweiligen Panels immer wieder zur Sprache kamen. Bei der abschließenden Diskussion führte dieser Umstand zu einem kontroversen Meinungsaustausch vor allem zwischen Peter Lieb und Georgiy Kasianov, die damit auch die unterschiedlichen Meinungen der Forschung zu diesem Thema ansprachen. Hew Strachan führte in seinen abschließenden Überlegungen aus, dass die Tagung gezeigt habe, dass das bisherige Bild des Ersten Weltkrieges als „Total War“ nicht zutreffend sei, da der Krieg in Osteuropa vor allem wegen des Hungers geführt wurde. Er fand dabei Unterstützung in den Ausführungen von Gerhard P. Gross.

Insgesamt stellte die Tagung eine gut gelungene Hinwendung zu einem Betrachtungsraum dar, dem sich die Forschung erst in letzter Zeit gewidmet hat. Dementsprechend konnten durch die Vortragenden neue Forschungserkenntnisse vorgestellt werden, die einen Eindruck nicht nur zu einem Kriegsschauplatz hinterließen, sondern die auch darüber hinausgehende Zusammenhänge beleuchteten. Der strukturelle Aufbau der Tagung und damit die Zusammenstellung der Panels förderten diese Aspekte, da sie nicht nach chronologischen Gesichtspunkten organisiert waren, sondern einem allgemeinen Ausgangspunkt mit einer stetig zunehmenden Konzentration auf den Betrachtungsgegenstand entsprachen. Dabei entstand freilich eine allzu starke Fokussierung auf den ukrainischen Raum, der alleiniger Betrachtungsgegenstand in vier von sechs Panels war, und dies trotz Nennung von Osteuropa (neben der Ukraine) im Titel der Tagung.

Die Veranstaltung war durchwegs prominent und den jeweiligen Schwerpunkträumen Deutschland, Österreich, Ukraine und Russland entsprechend international besetzt. Auffallend waren dabei die stark voneinander abweichenden (national gefärbten) Forschungsmeinungen, die in teils kontrovers geführte Diskussionen mündeten. Die Organisation der Tagung, die Wolfram Dornik zu verdanken ist, kann als hervorragend bezeichnet werden. Einzig: Die Tagung hätte sich durchwegs einen größeren Zuhörerkreis verdient.

Konferenzübersicht:

Keynote
Hew Strachan (Oxford): Der Platz der Ostfront im strategischen Denken / The Place of the Eastern Front in the Making of Strategy 1914 - 1917
Chair: Barbara Marx-Stelzl (Graz)

Panel 1: Die Mittelmächte und Russland / The Central Powers and Russia in the First World War
Chair: Gerhard P. Gross (Potsdam)

Sönke Neitzl (Mainz): Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg / Germany and Austria-Hungary in the First World War

Peter Enne (Wien): Die Verbündeten – das Osmanische Reich und Bulgarien / The Allies – the Ottoman Empire and Bulgaria

Verena Moritz (Wien): Russland in Revolution und „Bürgerkrieg“ / Russia in Revolution and Civil War

Panel 2: Der Erste Weltkrieg in Osteuropa / The First World War in Eastern Europe
Chair: Hannes Leidinger (Wien)

Gerhard P. Gross (Potsdam): Die Ostfront aus deutscher Perspektive / The Eastern Front from a German Perspective

Lothar Höbelt (Wien): Die Ostfront aus österreichisch-ungarischer Perspektive / The Eastern Front from an Austro-Hungarian Perspective

Sergej Lipatov (Moskau): Russlands „Westfront“ / Russias „Western Front“

Panel 3: Osteuropa in den internationalen Beziehungen / Eastern Europe in International Diplomacy 1917-22
Chair: Alexey Miller (Moskau)

Hannes Leidinger (Wien): Die Politik der alliierten und assoziierten Mächte gegenüber der Ukraine / The Policy of the Allied and Associated Powers towards the Ukraine

Simone A. Bellezza (Trient): Die italienische Politik gegenüber Russland, der Ukraine und der Sowjetunion, 1915-22 / The Italian Policy towards Russia, the Ukraine and the USSR, 1915-22

Bogdan Musial (Warschau): Die polnisch-ukrainischen Beziehungen / The Polish-Ukrainian Relations

Panel 4: Die ukrainische Nationalbewegung / The Ukrainian National Movement
Chair: Georgiy Kasianov (Kiew)

Alexey Miller (Moskau): Die ukrainische Nationalbewegung im imperialen Kontext des Russischen Reiches / The Ukrainian National Movement in the Imperial Context of the Russian Empire

Frank Golczewski (Hamburg): Die ukrainische Nationalbewegung während des Ersten Weltkrieges / The Ukrainian National Movement during the First World War

Panel 5: Die besetzte Ukraine 1 / The Occupied Ukraine 1
Chair: Wolfram Dornik (Graz)

Georgiy Kasianov (Kiew): Die ukrainischen Staatsgründungsexperimente 1917-20 / The Ukrainian Statebuilding Experiments 1917-20

Peter Lieb (Sandhurst): Militärische Operationen und Aufstandsbekämpfung der Mittelmächte / Military Operations and Counter-insurgency of the Central Powers

Valery Kolev (Sofia): Bulgarische und türkische Einheiten an der Ostfront und in der Ukraine / Bulgarian and Ottoman Troops on the Eastern Front and in the Ukraine

Panel 6: Die besetzte Ukraine 2 / The Occupied Ukraine 2
Chair: Peter Lieb (Sandhurst)

Wolfram Dornik (Graz): Die Wirtschaftspolitik der Besatzungsmächte / The Economic Policy of the Occupiers

Vasyl Rasevyč (Lemberg): Die Wahrnehmung der Besatzer – die Sicht von innen / The Legacy of the Occupation – the View from the Inside

Roundtable: Erfahrung, Erinnerung und Folgen der Besatzung / Experience, Memory and Legacy of the Occupation 1918
Chair: Wolfram Dornik (Graz)
Frank Golczewski (Hamburg), Gerhard P. Gross (Potsdam), Georgiy Kasianov (Kiew), Peter Lieb (Sandhurst), Hew Strachan (Oxford)

Zitation
Tagungsbericht: Die Ukraine und Osteuropa zwischen staatlicher Souveränität, Besatzung und internationaler Diplomatie 1917–1922, 15.06.2011 – 17.06.2011 Graz, in: H-Soz-Kult, 29.08.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3778>.