Konstantinopel und Jerusalem

Ort
Heidelberg
Veranstalter
Kai Trampedach / Johannes Wienand, Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Konstantin Klein, University of Oxford
Datum
10.07.2011 - 12.07.2011
Von
Marco Mattheis, Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Als sich der Mönch Daniel Mitte des fünften Jahrhunderts auf dem Weg nach Jerusalem befand, traf er auf seinem Weg auf einen alten, schon weißhaarigen Mann, der ihm riet: „Geh nicht dorthin, sondern gehe nach Byzanz. Dort wirst Du ein zweites Jerusalem sehen, nämlich Konstantinopel. Dort wirst Du auch in den Genuss von Martyrien und Kirchen kommen“[1]. Daniel machte daraufhin kehrt und zog nach Konstantinopel, wo er sich einige Kilometer nördlich der Stadt als Säulenheiliger etablierte und seinerseits zur stetig wachsenden Heiligkeit Konstantinopels beitrug. War Konstantinopel Mitte des fünften Jahrhunderts ein zweites Jerusalem, so wurde Jerusalem gewissermaßen zu einem zweiten Konstantinopel. Nachdem die Stadt im Jahre 70 n.Chr. von Titus zerstört und 130 von Hadrian als Aelia Capitolina neugegründet worden war, präsentierte sie sich zu Beginn des vierten Jahrhunderts als eine kleine, unbedeutende Provinzstadt, die genau wie Konstantinopel durch die Intervention Konstantins eine zweite Neugründung erlebte. In den folgenden Jahrhunderten förderten die christlichen Kaiser die Stadt massiv und schrieben sich durch prunkvolle Kirchenbauten in die städtische Topographie ein. Bauten wie die Grabeskirche Konstantins, die Stephanskirche Eudokias oder die Nea-Kirche Justinians schufen eine beachtliche kaiserliche Präsenz in der Stadt, die insbesondere durch den langen Aufenthalts Eudokias, der Frau Theodosios‘ II., noch einmal vergrößert wurde. Während Konstantinopel daher im Laufe der Zeit durch immer neue Kirchenbauten und Reliquientranslationen (nicht zuletzt aus Jerusalem) wie Jerusalem zu einer Stadt Gottes wurde, wurde Jerusalem wie Konstantinopel zu einer Stadt des Kaisers. Die symbolische Bedeutung beider Städte war daher für die spätantik-christliche Monarchie enorm. Umso erstaunlicher ist es, dass in der Forschung bislang noch keine systematische Untersuchung über das Wechselverhältnis beider Städte angestellt wurde. Diese Lücke sollte durch eine von Kai Trampedach, Johannes Wienand und Konstantin Klein organisierte Tagung geschlossen werden, die vom 10.-12. Juli 2011 im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg mit finanzieller Unterstützung durch den Heidelberger Sonderforschungsbereich „Ritualdynamik“ vom Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik Heidelberg und der Universität Oxford veranstaltet wurde. Untersucht werden sollte aus interdisziplinärer Perspektive die gegenseitige Beeinflussung, aber auch die eigenständige Entwicklung beider Städte in spätantiker, frühbyzantinischer und frühislamischer Zeit.

In seinem Eröffnungsvortrag umriss JAN WILLEM DRIJVERS (Groningen) die wesentlichen Entwicklungsschritte in der Herausbildung der besonderen Beziehung zwischen Konstantinopel und Jerusalem in der Spätantike. Dabei legte Drijvers besonderen Wert auf die Rolle der Kaiser, die seit Konstantin die zu Beginn des vierten Jahrhunderts unscheinbare und im Wesentlichen pagan geprägte Provinzstadt Aelia Capitolina zusammen mit den Jerusalemer Bischöfen konsequent zu einer heiligen Stadt ausbauten, in der durch die zahlreichen vom Kaiserhaus gestifteten Kirchenbauten die kaiserliche Präsenz immer stärker erfahrbar wurde. Erzählungen wie den Fund des Wahren Kreuzes durch Helena deutete Drijvers als Versuch, die enge Beziehung zwischen Jerusalem und dem Kaiserhaus deutlich herauszustellen. Auch innerhalb der Reichskirche nahm Jerusalem, wie JAN-MARKUS KÖTTER (Frankfurt) herausarbeitete, seit der Mitte des fünften Jahrhunderts eine mit Konstantinopel vergleichbare Position ein. Trotz dieser offenkundigen Berührungspunkte waren beide Städte jedoch nichtsdestoweniger von sehr spezifischen Kommunikationskontexten geprägt. JOHANNES WIENAND (Heidelberg) beleuchtete die Bedeutung dieser Kommunikationskontexte am Beispiel der Repräsentation der christlichen Monarchie in konstantinischer Zeit. Ansatzpunkt waren die beiden Herrscherreden (die Oratio de Sepulchro Christi sowie die Laus Constantini), die sich als Appendix zur Vita Constantini überliefert haben. Durch eine konsequente Kontextualisierung der unterschiedlichen Entstehungszusammenhänge und zeremoniellen Rahmungen konnte Wienand die Unterschiede der in den Reden zum Ausdruck kommenden Herrscherkonzeptionen als adressaten- und kontextgerechte Strategien Eusebs erklären, sich in den Diskurs einer christlichen Kaiservorstellung einzuschreiben.

Eine Reihe weiterer Vorträge untersuchte die Rezeption der Beziehung Konstantinopels und Jerusalems in der spätantiken Kunst und Literatur. SEAN LEATHERBURY (Oxford), der Abbildungen und Repräsentationen der beiden Städte in Mosaik-, Metall- und Elfenbeinarbeiten miteinander verglich, betonte deren quantitative Dichotomie. Während wir über Konstantinopel in den Quellen des vierten bis siebten Jahrhunderts eine große Fülle an Informationen, jedoch kaum bildliche Darstellungen besitzen, sind Illustrationen Jerusalems dieser Zeit ungleich häufiger, über das tatsächliche Aussehen der Stadt wissen wir dagegen nur wenig. SIMON FORD (Oxford), der sich in seinem Vortrag mit der Vita des syrischen Asketen Barsauma beschäftigte, arbeitete die deutlichen Unterschiede in der Beschreibung Jerusalems und Konstantinopels in diesem Werk heraus. Das Narrativ des vom Kaiser als Schlichter im Konzil von Ephesos eingesetzten Heiligen führte Ford dabei auf die Verklärung Barsaumas unter den Gegnern des Konzils von Chalkeodon aufgrund dessen Rolle als Gegner Flavians und des Dyophysitismus bei den Konzilen von 449 und 451 zurück. CLAIRE FAUCHON (Lyon) analysierte schließlich die Darstellung von Hospitalität in Konstantinopel und Jerusalem bei mehreren spätantiken Autoren. Während Konstantinopel in den von Fauchon untersuchten Quellen in erster Linie als Residenz des Kaisers beschrieben wird, die auch den zentralen Knotenpunkt für alle Formen der Hospitalität bildet, erweist sich die Struktur in Jerusalem sowohl hinsichtlich der Personen als auch der Hospitalitäts-Orte als wesentlich heterogener.

Mehrere Vorträge beschäftigten sich ferner mit der Entwicklung der Sakraltopographie Jerusalems und Konstantinopels, die – wie die Tagung zeigte – trotz einiger wesentlicher Unterschiede stark voneinander beeinflusst war. KONSTANTIN KLEIN (Oxford) zeigte dies am Beispiel der Bedeutung lokaler Märtyrer und Erinnerungsorte. Während in Jerusalem vor der Mitte des fünften Jahrhunderts die Märtyrerverehrung nur eine untergeordnete Rolle spielte und die Kirchenbauten stets mit biblischen Erinnerungsorten verbunden waren, zeichnete sich die Sakraltopographie Konstantinopels gerade durch das Bemühen aus, lokale Heilige und Märtyrer in das Pantheon der Stadt zu integrieren und Kirchen und Martyria für sie zu errichten (zum Beispiel Paulus, Akakios, Mokios, Matrona). Wie Klein zeigte, kam es durch den langen Aufenthalt Eudokias in Jerusalem jedoch auch dort zu einer Neuorientierung, die sich an Konstantinopel anlehnte und insbesondere an der Stephanskirche und später an der Nea-Kirche abzulesen ist, die beide nicht auf biblischen Erinnerungsorten errichtet wurden. Wie UTE VERSTEGEN (Erlangen-Nürnberg) anhand neuer Forschungsergebnisse zum Baubefund St. Stephans zeigen konnte, lassen sich auch direkte architektonische Einflüsse der konstantinopolitanischen Kirchen auf Jerusalem nachweisen. Es scheint somit, dass der Aufenthalt Eudokias in Jerusalem nicht nur die Orte und Patrozinien, sondern auch die Bauformen der Sakralbauten deutlich beeinflusste. Ein Höhepunkt in dieser Entwicklung war zweifelsohne der Bau der Nea-Kirche durch Justinian, den KAI TRAMPEDACH (Heidelberg) als Versuch intepretierte, in Jerusalem einen neuen Tempel in bewusster Anlehnung zum salomonischen Tempel zu etablieren. Als Argumente hierfür führte Trampedach nicht nur die herausgehobene Position der Kirche auf einer Anhöhe und in direkter Verbindung zur Anastasis-Kirche an, sondern verwies auch auf die zeitgenössische Assoziation Marias als Tempel Christi. Daher hielt es Trampedach für möglich, dass der Jerusalemer Tempelschatz, den Belisar in seinem Vandalenfeldzug erbeutete und den Justinian nach Jerusalem schickte, für die Nea bestimmt war.

Konstantinopel beeinflusste jedoch nicht nur die Topographie Jerusalems, auch Jerusalem diente als Modell für die Entwicklung der Sakraltopographie Konstantinopels. NADINE VIERMANN (Heidelberg) zeigte, dass die Polyeuktoskirche mit ihrem Grundriss von 100 mal 100 königlichen Ellen auf den in der Vision des Propheten Ezechiel beschriebenenen Tempel verweist, der nach biblischer Tradition nur durch einen gerechten und rechtmäßigen Herrscher realisiert werden kann, der sich von den religiösen Freveln seiner Vorgänger abwendet und Israel zum wahren Glauben zurückführt. Vor diesem Hintergrund verstand Viermann den Bau der Kirche als eine subversive Kritik der Stifterin Juliana Anicia an der Politik Justins und Justinians. Den Bau der Sergios-und-Bacchos-Kirche sowie der Hagia Sophia interpretierte Viermann wiederum als Reaktion Justinians auf diesen Affront. Zur Untermauerung ihrer These führte sie mehrere Zeugnisse für die gut bezeugte Rivalität zwischen Julia Anicia und Justinian sowie die Bedeutung von Apokalpyse und Weltuntergang im Diskurs der ersten Hälfte des sechsten Jahrhunderts an. Die enorme Bedeutung der seit justinianischer Zeit besonders deutlich greifbaren Endzeitstimmung arbeitete auch PAUL MAGDALINO (St Andrews/Istanbul) am Beispiel der Kirche des Heiligen Apostels Johannes, dem letzten größeren Kirchenbau vor dem späten neunten Jahrhundert in Konstantinopel, heraus. Im Gegensatz zu Viermann verstand Magdalino die Kirchenbauten Konstantinopels jedoch nicht als Ausdruck eines Konkurrenzkampfes, sondern als eine von sämtlichen frühbyzantinischen Kaisern geteilte Strategie, in Verbindung mit der Sammlung von Reliquien Konstantinopel so heilig zu machen, dass die Stadt zu einem zweiten Jerusalem und nicht (wie in einigen zeitgenössischen Deutungen) zu einem zweiten Babylon werde und so unmöglich von Gott zerstört werden könne.

Durch die so entstehende Sanktifizierung Konstantinopels kam es, wie mehrere Vorträge herausarbeiteten, zu einer sukzessiven Umdeutung Jerusalems, insbesondere nach der Eroberung durch die Muslime. JESSICA EHRINGER (Oxford), die in ihrem Vortrag die unterschiedliche Rezeption der Belagerungen Konstantinopels (674 und 717) und Jerusalems (634-636/8) in der christlichen Historiographie und Chronistik analysierte, arbeitete heraus, dass die Eroberung Jerusalems, die in den zeitgenössischen Quellen noch genauso wie die Belagerung Konstantinopels in einer kosmologisch-eschatologischen Dimension bewertet wurde, in einem „historiographical shift“ zwischen dem siebten und zehnten Jahrhundert in ihrer Bedeutung deutlich relativiert wurde. Ehinger verstand diesen Wandel als Ergebnis einer Akkomodation an die Realität der muslimischen Herrschaft. Indem man sich mit der Eroberung Jerusalems arrangiert habe, habe sich die Rolle von Jerusalem als Heiliger Stadt zunehmend auf Konstantinopel verlagert. Während also Jerusalem für Konstantinopel seine einstige Bedeutung als Bezugspunkt zunehmend verlor, diente die Stadt, wie ANGELIKA NEUWIRTH (Berlin) zeigte, für die Muslime zunehmend als Blaupause für das neue, monotheistisch umgestaltete Heiligtum Mekka. In Rekurs auf die von Jan und Aleida Assmann eingeführten Kategorien von ritueller und textueller Kohärenz argumentierte Neuwirth, die mekkanische Urgemeinde habe einen Konversionsprozess durchlaufen, in dem die altarabischen, auf mündlicher Tradition beruhende Orientierung durch eine schriftgestützte biblischen Orientierung ersetzt wurde, woraufhin die biblischen Gestalten und Erinnerungsorte immer stärker in den Vordergrund getreten seien. In der medinischen Gemeinde habe sich dann jedoch eine Arabisierung der Erinnerungsorte vollzogen, in der Mekka vor dem Modell Jerusalems zu einem religiösen Idealort geworden sei, der die Stadt als neues Heiliges Land und ursprüngliches Jerusalem konstruierte.

Neben der Bedeutung Jerusalems für die Muslime widmeten sich einige Vorträge auch den Beziehungen zwischen Konstantinopel und Jerusalem in mittelbyzantinischer Zeit. ROBERT SCHICK (Bamberg/Amman) untersuchte in seinem Vortrag die Auswirkungen des byzantinschen Bilderstreits auf das Verhältnis der byzantinischen Hauptstadt mit dem seit 636/8 unter muslimischer Herrschaft stehenden Jerusalem. Die zeitgenössischen Quellen berichten davon, dass in Palästina die Ikonenverehrung trotz der ikonoklastischen Tendenzen in Konstantinopel im siebten Jahrhundert weitgehend unbeeinflusst weitergeführt wurde. Auf der anderen Seite sind auf zahlreichen Mosaikfußböden in Palästina in eben dieser Zeit Zerstörungen nachweisbar. Schick erklärte diesen widersprüchlichen Befund damit, dass die nachweisbaren Zerstörungen von Mosaiken in Palästina unter Umständen überhaupt nichts mit dem Bilderstreit in Konstantinopel zu tun hatten. AVERIL CAMERON (Oxford) untersuchte in ihrem Vortrag ebenfalls die Beziehungen zwischen Konstantinopel und Jerusalem bis in die muslimische Zeit. Sie betonte dabei besonders die fortwährende Bedeutung der palästinischen Klöster für die theologischen und politischen Auseinandersetzungen im Oströmischen Reich und hob hervor, dass der Kontakt zwischen Konstantinopel und Jerusalem auch nach 638 nicht vollständig zum Erliegen kam.

Insgesamt zeigte die Tagung deutlich, wie sehr Konstantinopel und Jerusalem als Städte des Kaisers und Städte Gottes auf unterschiedlichen Ebenen miteinander verbunden und voneinander abhängig waren. Die kontinuierlichen Bauprogramme der Kaiser verwandelten Jerusalem in ein Zentrum kaiserlicher Präsenz. Insbesondere der lange Aufenthalt Eudokias scheint einen bleibenden Effekt sowohl auf die Struktur der Sakraltopographie als auch auf die Architekturformen in Jerusalem gehabt zu haben. In Konstantinopel wiederum blieb Jerusalem ein ständiger Bezugspunkt, der sich besonders sinnbildlich in der diskursiven Bedeutung des salomonischen Tempels im sechsten und siebten Jahrhundert zeigt. Durch die zahlreichen Reliquientranslationen wurde Konstantinopel schließlich selbst zu einem zweiten Jerusalem. Dieser Prozess ging so weit, dass nach der Eroberung Jerusalems durch die Muslime die einstige Heilige Stadt ihren Rang nicht nur mit Konstantinopel teilte, sondern ihn vollends an es verlor.

Insgesamt wurde während der Tagung deutlich, dass ein Verständnis der Wechselbeziehung zwischen beiden Städten nur aus einer dezidiert interdisziplinären Perspektive erfolgen kann, um die Vielfalt an gegenseitiger Beeinflussung (Topographie, Architektur, Theologie etc.) greifen zu können. Besonders die Einbeziehung der Islamwissenschaften erwies sich als eine Bereicherung, um die nicht abreißenden Beziehungen zwischen beiden Städten auch während der umayyadischen Zeit sowie den sukzessiven Wandel Jerusalems im Diskurs der frühbyzantinischen Zeit analysieren zu können. Es ist zu hoffen, dass die Tagung dazu beitragen wird, die faszinierende Wechselbeziehung Konstantinopels und Jerusalems in Zukunft stärker in den Fokus der Forschung zu rücken.

Konferenzübersicht:

Kai Trampedach (Heidelberg): Begrüßung

Konstantin Klein (Oxford): Opening Remarks

Eröffnungsvortrag
Jan Willem Drijvers (Groningen): Imperial Politics and the Christianization of Jerusalem

Vormittagssektion
Moderation: Ralf Behrwald (Bayreuth)

Johannes Wienand (Heidelberg): Zwei Städte, zwei Reden. Eusebius und das Lob des christlichen Kaisers

Emilio Bonfiglio (Oxford): Allusions and References to Jerusalem in the Constantinopolitan Homilies of John Chrysostom

Simon Ford (Oxford): Causing Trouble in Constantinople and the Holy Land: Province and Capital in the Vita Barsaumae

Claire Fauchon (Lyon): Politics of Reception in Constantinople and Jerusalem

Nachmittagssektion
Moderation: Rene Pfeilschifter (Essen)

Ute Verstegen (Erlangen-Nürnberg): Zwischen Kaiserauftrag und Christologie. Jerusalemer Baustiftungen des fünften Jahrhunderts

Nadine Viermann (Heidelberg): Jerusalem in Konstantinopel. Apokalypse und Herrscherkritik im frühen 6. Jahrundert

Kai Trampedach (Heidelberg): Ein neuer Tempel in Jerusalem? Der Bau der Nea-Kirche (531-543) durch Kaiser Justinian

Paul Magdalino (St Andrews / Istanbul): The Church of St John the Apostle at the Hippodrome and the End of Antiquity in the New Jerusalem

Vormittagssektion
Moderation: Sible de Blaauw (Nijmegen)

Sean Leatherbury (Oxford): Representations of Constantinople and Jerusalem in Late Antique Art: (In)Frequency, Context, Meaning

Robert Schick (Bamberg / Amman): Contacts between Jerusalem and Constantinople during the Iconoclastic Period

Jan-Markus Kötter (Frankfurt): Palästina als reichskirchliche Peripherie? Die Patriarchen von Jerusalem und die Rezeption von Chalkedon bis 519

Averil Cameron (Oxford): Jerusalem and its Hinterland: Theology and Politics in the Sixth and Seventh Century

Nachmittagssektion
Moderation: Winrich Löhr (Heidelberg)

Angelika Neuwirth (Berlin): Das Himmlische und das Byzantinische Jerusalem – zwei Orientierungen des frühesten Islam

Jessica Ehringer (Oxford): The Muslim Sieges of Jerusalem and Constantinople in Christian Memory

Hans Peter Pökel (Berlin): Der Nabel der Welt – eine phänomenologische Untersuchung: Rom, Konstantinopel, Jerusalem, Mekka

Guy Stroumsa (Oxford): Closing Remarks and Final Discussion

Anmerkung:
[1] H. Delehaye, Les saints stylites, Brüssel 1923, S. 10.

Zitation
Tagungsbericht: Konstantinopel und Jerusalem, 10.07.2011 – 12.07.2011 Heidelberg, in: H-Soz-Kult, 06.10.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3835>.