History of Mediality – Medialities of History

Ort
Basel
Veranstalter
Basel Graduate School of History
Datum
06.09.2011 - 09.09.2011
Von
Anna Becker / Silvia Flubacher / Heinrich Hartmann / Ivo Mijnssen / Roberto Zaugg, Historisches Seminar, Universität Basel

Im Zentrum der Sommerschule der Basel Graduate School of History stand das in den letzten Jahren zunehmend intensiv bearbeitete Feld der Mediengeschichte, die sowohl als Geschichte von einzelnen Medientypen als auch als historiografische Annäherung an die Kommunikationsmodalitäten und -bedingungen vergangener Gesellschaften verstanden wurde. Dieses Makrothema wurde in einem epochal offenen Rahmen und von verschiedenen empirischen und methodischen Ausgangspunkten angegangen, wobei die Diskussion laufender Forschungsarbeiten von Doktorand/innen und Postdocs das eigentlich tragende Element darstellte.

Methodologisch und theoretisch zentrale Zugänge wurden durch die Keynote-Referate von BERNHARD STRUCK (St Andrews), LUCAS BURKART (Luzern) und JENS JÄGER (Heidelberg) eröffnet. Bernhard Struck wandte sich in seinem Vortrag insbesondere zwei Medientypen zu – dem Reisebericht und den Karten. Anhand von Fallbeispielen aus dem 18. und 19. Jahrhundert stellte er ein zunehmendes Bewusstsein für nationale Grenzen seitens zeitgenössischer Reisender fest, wobei er dies nicht nur mit den großen Umbrüchen in der politischen Kultur in Verbindung setzte, sondern auch mit dem grundlegenden medialen Wandel, der sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzog. Die aufgrund neuer technischer Möglichkeiten aufgekommene Massenproduktion von Bildmedien, die dank billigerer Preise einem breiten Publikum zugänglich wurden, habe dazu geführt, argumentierte Struck, dass neuzeitliche Reisende vermehrt ein bildliches (und eben auch kartografisches) Vorwissen auf ihre Reisen mitgenommen hätten – im Unterschied zu ihren frühneuzeitlichen Vorgängern, die primär über ein textuelles Vorwissen verfügten. Das veränderte mediale Vorwissen determinierte seinerseits eine veränderte Perzeption der bereisten Räume.

Lucas Burkart schlug eine kritische Reflexion über die historiografische Entwicklung der Mediengeschichte vor. Die Mediengeschichte, so Burkart, sei als Forschungsfeld schon gut etabliert und erfreue sich einer regen Partizipation. Das drückt sich insbesondere in der Tatsache aus, dass in den letzten Jahren verschiedene mediengeschichtliche Gesamtdarstellungen und Anthologien erschienen sind. Da sich die Mediengeschichte aber weiterhin in einem Entwicklungsprozess befindet, gibt es aber (noch) keine konsolidierte Definition von ihrem Objekt und ihren Methoden. Burkart kritisierte dabei die Tendenz, große mediengeschichtliche Narrative konstruieren zu wollen, die teleologische und evolutionäre Linien vorweisen. Im Bezug auf die Vormoderne bedeute dies, dass oft nur das erzählt wird, was als Vorgeschichte zur Gegenwart verstanden werden kann, wobei die zum Teil radikale mediale Alterität vergangener Gesellschaften dabei verloren geht. Wie diese analytisch rekonstruiert werden könne, hob er abschliessend im Bezug auf zwei Fallbeispiele auf konkrete Weise hervor, in denen er sich der Bild/Text-Genealogie von Melanchthons „Papstesel“ zuwandte und die vermeintliche Beziehung zwischen Athanasius Kirchers laterna magica und dem modernen Film dekonstruierte.

Mit Jens Jägers Keynote kam die Diskussion schliesslich im fotografischen Zeitalter des 20. Jahrhunderts an. In seinen einführenden Überlegungen zeigte er die verschieden Faktoren auf (Form, Farbcode, Sprachcode, räumlicher Kontext, Konvention, etc.), die bei der Kodierung eines Zeichens durch den Produzenten und dann bei der (nicht zwingend übereinstimmenden) Dekodierung durch die Rezipienten mitspielen, wobei er unterstrich, dass ironische, störende oder gar subversive Effekte oft nicht durch die abgelichteten Gegenstände selbst entstünden, sondern durch die ungewöhnliche Kombination derselben oder durch Spannungen zwischen dem Bild und dem realweltlichen Wissen des Betrachters. Besondere Beachtung fanden in Jägers Ausführungen die Evidenzverfahren – das heißt Zeichen oder Methoden, durch welche suggeriert wird, dass der Wahrheitsgehalt und die Authentizität des Bildes überprüfbar sind –, die bei fotografischen Medien eingesetzt werden, wobei es in der historiografischen Auseinandersetzung mit diesen Bildern nicht so sehr um die Frage gehen sollte, ob ein bestimmtes Bild „wahr“ sei: Vielmehr müsse gefragt werden, ob das Bild in seinem historischen Kontext als wahr angesehen wurde und welche Funktionen es hatte.

Medien und Massen – gerne fokussieren gesellschaftliche Krisendiskurse auf den Austausch zwischen diesen beiden Polen. Beide prägen in der modernen Gesellschaft mehr und mehr die Rationalitäten von politischem und sozialem Handeln, so eine gängige Lesart der „Mediengesellschaft“. Ob allerdings diese Beziehung von Massen und Medien tatsächlich so linear und zwangsläufig verlief war die Kernfrage des ersten Panels. SONJA GLAAB (Brown University) zeigte am Beispiel der Berichterstattung über die Attentate auf Wilhelm I. von 1878, wie sehr die agency von Zeitungen als Massenmedien schon ausgeprägt war. Politiker, wie Bismarck, konnten sich dieser Medien nicht einfach bedienen. Vielmehr zeigen diese durch Selektion und Manipulation in der Berichterstattung, wie renitent diese Sphäre schon gegen Versuche politischer Einflussnahme war. ROBERT RADU (Rostock) konnte für die Wirtschaftskrise von 1873 zeigen, dass die Verbreitung von neuen Medien und technischen Möglichkeiten Verunsicherungen erst weiter befördern konnte. Im Gegensatz zu vorangegangenen Krisen generierten Nachrichtenagenturen und Telegrafenbüros zwar ein ganz neues Informationsbedürfnis, konnten dies aber nicht mit einem entsprechend zuverlässigen Informationsangebot befriedigen. Letztlich fehlte im neuen Informationsnetz die Möglichkeit, vorhandene Unsicherheiten durch vertrauenswürdige Instanzen auszugleichen. Die „Dutchness“ als besonderes Wahrnehmungsregister im Diskurs über die Niederlande um die Jahrhundertwende untersuchte SARAH DELLMANN (Utrecht) in ihrem Vortrag. Sie zeigte, wie sehr die Bilder der Niederlande bereits kommodifiziert waren und auf vorhandene Repertorien und Vorstellungswelten zurückgriffen. Erst dieses Zusammengehen ermöglichte es, solche Bilder für bestimmte neue Produkte (Liebigs Fleisch-Extrakt, Pauschalreisen, etc.) zu funktionalisieren. In seinem Kommentar versuchte Bernhard Struck die Linearität und die Zielgerichtetheit dieser Entwicklungsstränge zu hinterfragen. Viele der vermeintlich neuen Entwicklungen seien auch schon für die Frühe Neuzeit oder das frühe 19. Jahrhundert nachweisbar. Umso mehr allerdings änderten sich die Akteursgruppen, die sich Medien in einer ganz neuen Form aneignen.

In seinem Vortrag „Über Sinn und Unsinn des Medienbegriffs“ wandte SUNDAR HENNY (Basel) sich gegen einen Medienbegriff, der vom cartesianisch-dualistischen Denken geprägt sei, und forderte eine Diskussion des Buches und anderer Medien als „Leiber“, jenseits von Geist und Materie. SILVIA FLUBACHER (Basel) legte mit ihrem Beitrag über Drachen in der frühneuzeitliche Zoologie dar, wie Medialisierung tradierten Wissens neues Wissen schafft, und demonstrierte die Stabilität und Fluidität dieses Wissens. Die Kenntnisse über Drachen beruhten mehrheitlich auf mündlich tradiertem Wissen, das im Zuge von wissenschaftlichen Systematisierungsanstrengungen aufgegriffen und in Bilder und Text festgehalten wurde. Drachenfiktionen konnten sich so in Medien materialisieren und zur medialen Realität zu werden. MILICA PAVLOVIC ALMERs (Konstanz) Vortrag „Wissensformate. Titelblätter in naturphilosophischen Arbeiten John Dees“, zeigte, wie die von Malcolm Jones kürzlich eingeforderte Korrektur einer westlichen Kultur und Wissenschaft, die allzu sehr dem Text verhaftet ist, sich in der konkreten Untersuchungspraxis auswirkte. Pavlovic Almer stellt das frühneuzeitliche Titelblatt in kulturgeschichtlicher Perspektivierung als eine spezifische Darstellungsform von Wissen – mithin als eigenes Wissensformat – vor, das „in programmatischer Funktionsweise die Definition und Verortung sowie die Legitimation und Autorisierung frühneuzeitlichen Wissens bündelt und unterschiedliche Repräsentations- und Selbststilisierungszwecke frühneuzeitlicher Gelehrter bedient“. In seinem Kommentar betonte Lucas Burkart die große Breite des Feldes Mediengeschichte, dessen unklare Grenzziehung durchaus als positiv gewertet werde könne. Neue Blickwinkel können entstehen, die zu Neukonfigurationen der Einordnung der Wissensbestände führen. Die Kehrseite des kontingenten Medienbegriffs sei allerdings, dass „Mediengeschichte“ leicht eine Zauberformel werden könne. Reflexion über den Begriff seitens der Wissenschaftler sei damit von größter Wichtigkeit.

Afrikanische Geheimbünde und sowjetische Heldenstädte – so unterschiedlich die folgenden Beiträge von NANINA GUYER (Basel) und IVO MIJNSSEN (Basel) auch erscheinen mögen, der Aspekt des Raums als Bedeutungsträger bildete doch ein gemeinsamer Ausgangspunkt des Panels. Anhand von Fotografien westafrikanischer Geheimbünde beleuchtete Nanina Guyer das Paradox einer Visualisierung des Geheimen sowie die Aushandlungsprozesse zwischen kolonialem Blick und einer in der Selbstinszenierung liegenden Handlungsmacht. Am Beispiel der sowjetischen Heldenstädte Novorossijsk und Tula untersuchte Ivo Mijnssen die Verflechtung von geographischem Raum und gesellschaftlichen Bedeutungszuschreibungen. Die mit Orden und Denkmalen versehenen Heldenstädte vermochten die Kriegserinnerungen zu reanimieren und in einer Gegenüberstellung mit dem sowjetischen Alltag auch generationenübergreifend zu wirken, wie Mijnssen unter anderem am Beispiel einer Postkartensammlung Tulas illustrierte. Die Komplexität der Verbindung von Raum und Medialität wurde auch im Kommentar von Jens Jäger deutlich, der sich eine Präzisierung verschiedener Raumkonzepte (sozialer, geographischer, geopolitischer Raum) und der konkreten Formen ihrer Medialisierung wünschte.

Im Panel „Digital Humanities at Work on 16th Century Books“ wurden verschiedene Digitalisierungsprojekte vorgestellt. VALENTINA SEBASTIANI (EUI, Fiesole) plädierte für eine Zusammenarbeit der Humanismus- und Buchforschung und zeigte anhand ihrer Forschungen über den Basler Erasmus-Drucker Johann Froben auf, welchen unterschiedlichen Ansprüchen ein Digitalisierungsprojekt genügen müsste; so bilden Vermerke über die im Werk vorhandenen Marginalia, um hier lediglich ein Beispiel herauszugreifen, zentrale Elemente einer Rezeptionsforschung. Auch im Beitrag von FLAVIA BRUNI (St Andrews), die die beeindruckenden Projekte USTC (The Universal Short Title Catalogue) und RICI (Ricerca sull’Inchiesta della Congregazione dell’Indice) vorstellte, zeigten sich die hohen Anforderungen an die Digitalisierungsarbeit, beispielsweise bei der Identifikation verschiedener Auflagen sowie bei der Aufnahme von Daten über Drucker, Besitzer, Erscheinungsort, etc. Eine analytische Bibliographie erfordere zudem eine genaue Überprüfung der Digitalisate, wobei teilweise ein Nachschlagen im Archiv notwendig werde. Demnach verwies auch der Kommentator TILMANN WALTER (Würzburg), der seinerseits am Digitalisierungsprojekt „Frühneuzeitliche Ärztebriefe des deutschsprachigen Raums (1500-1700)“ mitwirkt, auf die Chancen der Digitalisierung, aber auch auf die Wichtigkeit einer historischen Ausbildung in der Bearbeitung der Quellen.

Den Auftakt zum vierten und letzten Tag der Summer School bildete ein Filmabend, durch den AGLAIA WESPE (Basel) führte. Wespe zeigte zwei Leningrader Dokumentarfilme aus ihrer Dissertation – „Nur Drei Stunden“ (1968) von Peter Mostovoj und „Unsere Mutter, die Heldin“ (1979) von Nikolaj Obuchovic. Trotz der späten Stunde entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, welche um Fragen der Geschlechterrollen und der Wechselwirkung zwischen Ideologie, Autorität und Alltagsleben in der späten Sowjetunion kreisten. Bereits am Freitagmorgen bot sich die Gelegenheit, diese und ähnliche Fragen zu vertiefen: Mit OKSANA BULGAKOWA (Mainz) als Diskutantin an ihrer Seite präsentierte Aglaia Wespe im Panel „Dokumentarfilm“ das Referat „Dokumentarfilm und Geschichtswissenschaft. Methodische Überlegungen und konkrete Analyse“. Wespe arbeitete durch dichte Beschreibung, Analyse von Filmsequenzen und Theorien der Disziplinierung (Foucault) und des Eigensinns (Lüdtke) den gesellschaftlichen Kontext der Dokumentarfilme heraus. Im folgenden Kommentar und der zeitweise kontroversen Diskussion wurde gefragt, inwiefern die Dokumentarfilme inszeniert sind, ob es Sinn mache, die reine Beobachtung der Filmsequenzen mit ideologiekritischen Theorien zu untermauern, und wie sich die Komplexität der Filme auf produktive Weise erfassen lässt.

Im anschliessenden Panel „Bewegung“ referierte IRINA KALDRACK (Paderborn) über das Verhältnis von „Bewegung und Medialität“ um 1900. Kaldrack zeigte auf, wie dieses Verhältnis in verschiedenen Diskursen analysiert und medial visualisiert wurde. In ihrem Kommentar warf UTE HOLL (Basel) grundsätzliche Fragen zum Gebrauch des Medienbegriffs auf und diskutierte die Kontextualisierung von Bewegungsdiskursen. In der folgenden kurzen Diskussion wurden Problematiken zur Rolle des Körpers und zur Rückkoppelung zwischen Medien und Bewegung in verschiedenen Anordnungen besprochen.

Im Nachmittagspanel „Das Mediale Wissen der Paranoia“ präsentierten sich drei von STEPHAN GREGORY (Weimar) koordinierte Forschungsprojekte des Graduiertenkolleges Mediale Historiographien. TIMM EBNER (Weimar/Erfurt/Jena) trug vor zum Thema „‚Kannibalen’ und ‚Blutsauger’. Zur Literarizität paranoider Stagnationen in der NS-Kolonialbelletristik“: Unter Rückgriff auf Jacques Lacans Begriff der Paranoia analysierte er Selbst- und Feindbilder in den deutschen Afrika-Kolonien. Danach stellte RUPERT GADERER (Weimar/Erfurt/Jena) sein Projekt „Paranoide Post um 1900“ vor. Gaderer zeigte auf, wie das österreichische Kaiserreich mit den Beschwerdebriefen eines paranoiden Postbeamten umging, und wie der Begriff des „Querulantentums“ zur Verwaltung einer bürokratischen Ordnung verwendet wurde. Im letzten Vortrag, „Paranoia-Filme als Mediengeschichten“, wandte sich ELENA MEILICKE (Weimar/Erfurt/Jena) der Filmanalyse zu. Anhand von zwei amerikanischen Filmen der 1970er und 1980er Jahre zeigte Meilicke, wie die Filmemacher technische Hilfsmittel zur Erzeugung von paranoiden Stimmungen einsetzten. Ute Holl stellte in ihrem Kommentar die Frage, inwiefern Medien und Paranoia miteinander verbunden sind, und wie Medienwissenschaftler/innen diese Frage reflektieren. Das Spektrum der Diskussion reichte schliesslich von theoretischen Fragen zu Lacan über die Dispersion von Macht im späten 20. Jahrhundert bis zur Rolle, die diskursive Figuren für die Sicherstellung staatlichen Handelns spielen.

Insgesamt war es den sehr lebendigen Diskussionen zu verdanken, dass die thematische Breite der einzelnen Beiträge auf immer wieder anregende Weise überbrückt werden konnte. Dies betonte in seinem Schlusswort MARTIN LENGWILER (Basel), der die Hoffnung äusserte, dass die durch die Sommerschule entstandenen Vernetzungen eine weiterführende Funktion haben werden.

Konferenzübersicht:

Keynote
Bernhard Struck (St. Andrews): Vom Wort zum Bild? Reiseberichte und Karten als Medien von Räumlichkeit im langen 19. Jahrhundert

Massen Medien
Flavia Grossmann (Basel): Moderation

Sonja Glaab (Brown University): Massenpresse und Anarchismus im Deutschen Kaiserreich

Robet Radu (FU Berlin): Weltfinanzkrise als massenmediales Ereignis. Der New Yorker Börsenkrach 1873 in der deutschen Presse

Sarah Dellmann (Utrecht): »Bilder von Menschen und Orten« in visuellen Massenmedien. Zum Beispiel Niederlandedarstellungen (1870-1914)

Bernhard Struck (St. Andrews): Kommentar

Keynote
Lucas Burkart (Luzern): Bilder, Flugblätter & Zeitungen. Überlegungen zu einer Geschichte der Medien in der Vormoderne

Medialisiertes Wissen in der Frühen Neuzeit
Kirstin Bentley (Basel): Moderation

Sundar Henny (Basel): Bedeutende Objekte. Verzahnung von Mediengeschichte und Selbstzeugnisforschung

Silvia Flubacher (Basel): Johann Jakob Scheuchzers Drachen und die Quellen der Naturgeschichte um 1700

Milica Pavlovic Almer (Konstanz): Wissensformate. Titelblätter in naturphilosophischen Arbeiten John Dees

Keynote
Jens Jäger (Heidelberg): Fotografie als historisches Medium denken. Überlegungen zur historischen Bildforschung

Räume, Medialität, gesellschaftliche Bedeutung
Eliane Kurmann (Basel): Moderation

Nanina Guyer (Basel): Umkämpfte Räume des Geheimen. Die Konstruktion von Bildwelten zu westafrikanischen «Geheimbünden» um 1900

Ivo Mijnssen (Basel): Soziale Praktiken in sowjetischen Heldenstädten

Jens Jäger (Basel): Kommentar

Digital Humanists at Work on 16th Century Books
Christiane Sibille: Moderation

Valentina Sebastiani (EUI, Fiesole): Johannes Froben's catalogue and Humanist book culture

Flavia Bruni (St. Andrews): On the shelves of digital bibliography: the RICI and USTC projects

Tilmann Walter (Würzburg): Kommentar

Filmabend

Dokumentarfilm: Klassenzimmer, Hinterhof, Textilfabrik: Dokumentarfilme aus Leningrad (mit einer kurzen Einführung von Aglaia Wespe und anschliessendem Gespräch)
Bianca Hoenig (Basel): Moderation

Aglaia Wespe (Basel): Dokumentarfilm und Geschichtswissenschaft. Methodische Überlegungen und konkrete Analyse

Oksana Bulgakowa (Mainz): Kommentar

Bewegung
Simon Wenger (Basel): Moderation

Irina Kaldrack (Paderborn): Bewegung und Medialität

Ute Holl (Basel): Kommentar

Das mediale Wissen der Paranoia
Stephan Gregory (Weimar): Moderation

Timm Ebner (Weimar/Erfurt/Jena): «Kannibalen» und «Blutsauger». Zur Literarizität paranoider Stagnationen in der NS-Kolonialzeit

Rupert Gaderer (Weimar/Erfurt/Jena): Paranoide Post um 1900

Elena Meilicke (Weimar/Erfurt/Jena): Paranoia-Filme als Mediengeschichten

Ute Holl (Basel): Kommentar

Zitation
Tagungsbericht: History of Mediality – Medialities of History, 06.09.2011 – 09.09.2011 Basel, in: H-Soz-Kult, 31.10.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3870>.
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Veröffentlicht am
31.10.2011
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