Other fronts, other wars?

Ort
Innsbruck
Veranstalter
International Society for First World War Studies
Datum
21.09.2011 - 23.09.2011
Von
Ines Rebhan-Glück, Institut für Geschichte, Universität Wien; Markus Wurzer, Universität Graz

Vom 21. bis 23. September 2011 fand an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck die sechste Konferenz der International Society for First World War Studies statt. Die Tagung der Society, welche im Zwei-Jahres-Rhythmus abgehalten wird, kehrte nach Veranstaltungen in Lyon, Oxford, Dublin, Washington D.C. und London in Innsbruck ein.

Mit dem Titel „Other fronts, other wars?“ wurde versucht die Kontinuität zur vorangegangenen Konferenz in London (Titel „Other fronts, other combatants“) zu betonen. Im Call for Papers wurde vorgeschlagen, sich speziell mit Themenfeldern unter dem Aspekt „Raum“ zu beschäftigen, auch in abstrakten Formen, um so etwa die besonders im angelsächsischen Raum vorherrschende Dominanz der Westfront durch Einbeziehung von anderen Fronten zu brechen, oder auch die Betrachtung des „Kriegsschauplatzes“ Hinterland/Heimatfront zu fokussieren. Diesen Fragestellungen folgend, waren auch die Panels aufgebaut. Nur zwei Beiträge beschäftigten sich explizit mit der Westfront, die übrigen waren anderen Kriegsräumen gewidmet und wiesen eine breite thematische Streuung auf, in welchen, besonders mit mentalitätsgeschichtlichen Zugängen, die Kriegserfahrung und -wahrnehmung eine Rolle spielte. Wiewohl alle Beiträge von Interesse und Belang wären, muss angesichts der Fülle dieser (32 Papers in 3 Tagen) und zugunsten einzelner ausgewählter hier auf die Darstellung aller verzichtet werden.

NICOLAS PATIN (Paris) eröffnete die Konferenz mit einem Beitrag, in welchem er die Ergebnisse seiner Analysen der Kriegserfahrungen jener Veteranen, welche nach dem Krieg im Weimarer Reichstag als Abgeordnete bestellt waren, präsentierte. Hier arbeitete er den Punkt deutlich heraus, dass sich die Kriegserfahrung für französische oder angloamerikanische Soldaten „nur“ aus den Erlebnissen an der Westfront konstituierte, während sich deutsche Armeeangehörige auf einer „tödlichen Reise zwischen vier Fronten“ bewegten. So zeigte er, dass 60 Prozent der untersuchten Gruppe an nur einer, 26 Prozent an zwei und immerhin 14 Prozent an drei Fronten kämpften. Patin argumentierte, dass sich aufgrund des unterschiedlichen Erfahrungshorizontes eine andere Form der Erinnerung an den Krieg unter den deutschen Kriegsveteranen etablierte. Laut Patin wurden die unterschiedlichen Fronten von den Soldaten differenziert wahrgenommen. Der Unterschied manifestiere sich nicht nur in den unterschiedlichen Landschaften in denen die Kampfzonen lagen, sondern auch in kulturellen Stereotypen, welche die Männer teilten: Während die Westfront „Zivilisation und Modernität“ repräsentierte, auch wenn dort Materialschlachten mit unerbittlicher Härte geführt wurden, fühlte man sich im Osten als „Kulturträger“ und kämpfte gegen den „Barbarismus“. Zusätzlich empfanden die Soldaten den Krieg im Osten als wesentlich „ungefährlicher“ als im Westen.

Als WOLFRAM DORNIK (Graz) die Ostfront im Anschluss hingegen als „Schule der Gewalt“ darstellte, in welcher er einen wesentlichen Schritt hin zum Phänomen des Totalen Krieges sehe, stellte sich die Frage, inwieweit diese Annahme mit den Darstellungen von Patin zusammenpassen, welcher von einer „ungefährlicheren“ Kriegsführung am östlichen Kriegsschauplatz sprechen wollte. Darauf angesprochen argumentierte Dornik, dass hier wohl zwischen der Gewalt unter Kombattanten und gegenüber Nicht-Kombattanten zu unterscheiden sei. Gerade die Besatzungsregime nach dem Frieden von Brest-Litowsk eröffneten ein völlig neues Feld von Kriegserfahrungen, durch den Kampf gegen bolschewikische Truppen, denen von Seiten der Mittelmächte kein völkerrechtlicher Status zuerkannt wurde. Dies brutalisierte und traumatisierte nicht nur das militärische Personal sondern auch die Zivilisten, und machte (auch im Hinblick auf den Zweiten Weltkrieg) kollektive Gewaltakte möglich, welche Jahre zuvor noch undenkbar gewesen wären.

Die folgenden drei Panels richteten den Blick auf andere „Fronten“. So behandelte je eines das Thema Kriegsgefangene, Hinterland und Heimatfront, sowie städtische Räume im Krieg. Der totale Krieg mit der absoluten Mobilisierung der Gesellschaft und Wirtschaft erreichte auch diese Räume und verwickelte sie damit in Kriegshandlungen, wenn auch nur indirekt. Für Kriegsgefangene etwa war der aktive Kampf de facto vorbei und demnach erlebten sie den weiteren Kriegsverlauf anders als ihre noch kämpfenden Kameraden. Die Erinnerungskultur war auch hier das Schlagwort, welches die Papers prägte: MAHON MURPHY (London) präsentierte dazu Kriegsgefangenenlager für Deutsche, Österreicher und Ungarn in Japan als vorbildliche Beispiele einer humanitären Internierung während des Krieges. Deutlich stellte er den kulturellen Austausch zwischen den Kriegsgefangenen und der japanischen Gesellschaft dar. Dieser präge noch heute mit „Baumkuchen, Brücken und Beethoven“ die japanische Erinnerungskultur an den Krieg.

Der „Frontraum“ Hinterland/Heimatfront bildete einen weiteren Schwerpunkt der Konferenz. EVA KRIVANEC (Wien) lieferte hier einen interessanten Beitrag zur Unterhaltungskultur in den europäischen Metropolen Wien, Berlin, Paris und Lissabon und konnte zeigen wie dieser Bereich des gesellschaftlichen Lebens vom Krieg ebenso erreicht und vereinnahmt wurden.

BERNHARD LIEMANN (Münster) präsentierte einen Beitrag zu peripher gelegenen Kleinstädten im Krieg. Der Autor untersuchte je eine Kleinstadt in Deutschland, Belgien und der Niederlande. Diese waren in etwa gleich groß (10.000-15.000 Einwohner), katholisch und befanden sich in unmittelbarer Nähe zur Grenze/Front (2-12 km). Liemann versuchte zu zeigen inwieweit sich ein welthistorisches Ereignis auf lokaler Ebene auswirkt und wo hier Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgefiltert werden können.

Ein weiteres Panel verpflichtete sich der Dokumentation von Erinnerungen an den „Großen Krieg“. BEATRIZ PICHEL (Madrid) und KATARINA RELIC (Toronto) arbeiteten in diesem Bereich mit Ego-Dokumenten wie Fotoalben, Tagebüchern, aber auch Denkmälern. Während Pichel ihre Arbeit französischen Dokumenten widmete, tat Relic dies für Serbien. Der einheitliche Tenor in der anschließenden Diskussion war, dass eine stärkere Kontextualisierung des Quellenmaterials zu erfolgen habe. So sei es von Nöten die Biographie eines Soldaten, seinen Truppenkörper, Einsatzorte, etc. ausfindig zu machen, um Schlussfolgerungen aus einem privaten Fotoalbum ziehen zu können.

Das folgende Panel wandte sich unter Heranziehung verschiedener thematischer Fragestellungen und methodischer Ansätze der Rolle von Medizin, Krankheit, Gesundheit, Körper und Fürsorge während des Ersten Weltkriegs zu. INDIRA DURAKOVIC (Graz) problematisierte in ihrem Paper die 1914 in Serbien ausgebrochene Typhus-Epidemie, deren verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung und damit zusammenhängend die medizinisch, ökonomisch und realpolitisch motivierten Ambitionen nationaler und internationaler Organisationen die Epidemie einzudämmen. Serbien und dessen Bevölkerung dienten, so Durakovic, vor allem internationalen Akteuren als medizinisches Versuchsfeld, um neue Behandlungsmöglichkeiten gegen Typhus zu erproben und zu entwickeln. Dieses medizinische Engagement, aufgeladen mit dem Status einer „Zivilisierungs-Funktion“, diente gleichzeitig der Konstruktion und Verfestigung bestehender Vorurteile über den „Kulturstatus der Serben“. Die Epidemie und deren Eindämmung wurden damit zu einem Gradmesser von „Zivilisation“ und „Hygiene“ und als Zeichen für die Überlegenheit westlicher Medizin und westlicher Zivilisation instrumentalisiert.

PHILIPP RAUH (Nürnberg) und CAY RÜDIGER PRÜLL (Heidelberg) befassten sich anschließend in einer mehrfach vergleichenden Perspektive mit den medizinischen Behandlungspraxen von Frontsoldaten während des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von Patientenakten entwickelten sie die These, dass der in der deutschen Heimatfront geführte, ideologisch aufgeladene und auf rassisch-hygienische Konstrukte zurückgreifende medizinische Diskurs über Krankheitsbilder und Behandlungsansätze von psychisch und physisch erkrankten Frontsoldaten nur bedingt Einfluss auf die tatsächliche Wahrnehmungsweise und Behandlungspraxis von Truppenärzten an den Fronten ausübte.

Von den Ärzten an den Fronten bzw. Heimatfronten des Ersten Weltkriegs verschob sich der Fokus in der darauf folgenden Präsentation von ANDREA MCKENZIE (New York) auf die alltäglichen Kriegserfahrungen von kanadischen Krankenschwestern, die ab August 1915 auf der griechischen Insel Lemnos stationiert waren. Insgesamt nahmen ungefähr 3.000 von ihnen auf britischer Seite am Ersten Weltkrieg teil; im nationalen Mythos über Kanadas Teilnahme an diesem Krieg fanden und finden sie jedoch bis heute keinen Platz. Anhand eines kleinen Samples und auf der Quellengrundlage von unveröffentlichten und veröffentlichten Memoiren, Tagebüchern und Briefen verfolgte McKenzie daher den Ansatz eines Sichtbar-Machens dieser Frauen und des Aufbrechens eines männlich-soldatischen Gründungsmythos der kanadischen Nation. Dies gelang ihr jedoch nur bedingt, was vor allem an McKenzies Kernthese einer postulierten Interrelation von weiblichem Kriegseinsatz/Kriegserfahrungen auf Lemnos und der Genese eines national-kanadischen Bewusstseins liegt. Unklar blieb dabei, was unter dem Terminus „kanadische Nationalität“ in seinen Einzelteilen wie in der Gesamtheit verstanden werden soll/kann. Ihre Konzentration auf ein kleines Sample weißer, bürgerlicher Frauen bringt gerade auch in Hinblick auf Kanadas Multiethnizität weitere Probleme mit sich und blieb in Hinblick auf die in diesem Kontext breit geführten Debatten in den Gender Studies unproblematisiert. Eine stärkere An- und Einbindung an/von bereits geleistete(n) Forschungen zu Kriegskrankenschwestern während des Ersten Weltkriegs bzw. zur militärischen Kranken- und Verwundetenpflege gerade auch in geschlechter-geschichtlicher Perspektive wäre darüber hinaus sicherlich erstrebenswert.[1]

Dass der Erste Weltkrieg kein Krieg war, der von isolierten staatlichen Akteuren geführt wurde, thematisierte im anschließenden Panel unter anderem FRANZISKA HEIMBURGER (Paris/Dublin). Sie befasste sich, dem Ansatz einer „histoire croisée“[2] folgend, mit dem „particular space“ der britischen Offiziermesse auf dem Gebiet der Westfront. Heimburger argumentierte, dass es sich bei diesem nicht um einen monokulturellen, abgeschlossenen Bereich gehandelt habe, sondern es auf den verschiedensten Ebenen (mikro, meso, makro) zu Interaktionen, Verhandlungen und einem Austausch zwischen den britischen und französischen Verbündeten gekommen sei. Um auf die britische Offiziersmesse als „Raum“ per se zurückzukommen, wäre es lohnend, sich ausführlicher mit dessen sozialen und kulturellen Komponenten auseinanderzusetzen und nach Selbst- und Fremdwahrnehmungen zu fragen. Fungierte dieser „particular space“ in diesem Kontext als „colonial space“, als „commonwealth space“, als „male space“?

Die Sektion „Economic Mobilization“ spannte den Bogen schließlich von STEPHAN LEHNSTAEDTs (Warschau) vergleichender Perspektive auf die Besatzungsstrategien und -politiken Deutschlands und Österreich-Ungarns in Russisch-Polen, zu ANA PAULA PIRES’ (Lissabon) und MARIA FERNANDO ROLLOs (Lissabon) Problematisierung von Portugals innenpolitischen und ökonomischen Entwicklungen während des Ersten Weltkriegs und deren Interdependenzen mit Portugals Status als zuerst neutrale und ab 1916 kriegsführende Nation. Zwei weitere Beiträge schließlich lenkten den Blick vom westlichen wieder an den östlichen Kriegsschauplatz. Mit dem Phänomen der Massendesertion in der russischen Armee während des Ersten Weltkriegs setzte sich in diesem Kontext PAUL SIMMONS (Oxford) auseinander. Anschaulich zeichnete er unter Rückgriff auf Quellenmaterial aus größtenteils russischen Archiven nicht nur die Problematik des Quellenbegriffes „Desertion“ nach sondern auch die diversen Strategien und Handlungsmöglichkeiten sowohl auf Seiten der Deserteure als auch auf jener des russischen Oberkommandos.

Das zehnte und letzte Panel veranschaulichte anhand diverser thematischer Foki die wichtige Rolle von Medien und Propaganda während des Ersten Weltkriegs. Die Beiträge von ELISABETH HAID (Wien) und BERNHARD BACHINGER (Graz) widmeten sich dabei unter Heranziehung cisleithanischer und russischer Tageszeitungen der Konstruktion von Eigen-, Feind-, und Fremdbildern und deren Instrumentalisierung durch die Kriegpropaganda am Beispiel Galiziens und der Saloniki-Front. Sie zeigten, dass Begrifflichkeiten wie „Propaganda“ bzw. „Propaganda-Maschinerie“ in diesem Kontext einer Schärfung bedürfen und Fragen nach AutorInnenschaft, AdressatInnen, sowie der Relation von Kontinuität und Diskontinuität in Bezug auf Mediendiskurse immer miteinbezogen und mitreflektiert werden müssen.

Der abschließende Roundtable „The First World War from 21st Century perspective“ wurde einerseits als Plattform für die Präsentation von Projekten, wie „Europeana 1914–1918“ und „Europeana Collection 1914–1918“[3] durch ALUN EDWARDS (Oxford) und ELLEN GREISRIEGLER (Wien) genutzt. Andererseits diente der Roundtable vor allem dem Versuch einer gegenwärtigen Verortung des Forschungsfeldes sowie dem Aufzeigen von „blind spots“ sowohl in thematischer wie auch methodischer Hinsicht.

„Wo stehen wir?“ und „Wohin bewegen wir uns?“, Fragen, die gerade auch in Hinblick auf das bevorstehende Centennium und die damit zusammenhängende Debatte um (Be-) Deutungshoheit hinsichtlich normativen Darstellungen und Auslegungen des Ersten Weltkriegs im wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskurs, umso drängender erscheinen. Die in Innsbruck veranstaltete Konferenz versuchte keine Antworten auf die oben gestellten Fragen zu geben; es gelang ihr jedoch in Grundzügen die Aufmerksamkeit auf bisher eher marginal betrachtete Aspekte, sowohl in räumlicher, kultureller, sozio-ökonomischer wie politischer Hinsicht zu lenken.

Dank gilt an dieser Stelle vor allem auch noch dem interunversitären Organisationsteam von jungen Historikerinnen und Historikern, namentlich: Joachim Bürgschwentner (Innsbruck), Matthias Egger (Innsbruck), Nicole Melanie-Goll (Graz/Budapest), Georg Hoffmann (Graz/Budapest), Philipp Lesiak (Innsbruck), und Brigitte Strauss (Innsbruck). Mit Unterstützung ihrer ProfessorInnen organisierten sie die Konferenz und gewährleisteten den reibungslosen Ablauf derselben.

Konferenzübersicht:

Klaus Eisterer (Innsbruck)/Gunda Barth-Scalmani (Innsbruck)/Jenny MacLeod (Hull): Begrüßung

Panel I: Front and Occupation

Nikolas Patin (Paris), A lethal Journey between four Fronts. First World War Experiences of the Reichstag’s Deputies. Commentator: Arndt Weinrich (Paris)

Altay Atli (Istanbul), Vision of „Winter“ in Ottoman War Narratives: Voices from the Caucasus and Eastern Europe. Commentator: Andrey Pavlov (St. Petersburg)

Wolfram Dornik (Graz), The Experience of War and Occupation in Eastern Europe 1914-1921. Commentator: Jonathan Edward Gumz (West Point)

Panel II: Prisoners of War

Mahon Murphy (London), Brücken, Beethoven und Baumkuchen: German and Austro-Hungarian POWs and Japanese Home Front. Commentator: Hannes Leidinger (Wien)

Kate Walton (Brisbane), The Forgotten Front: Australian POWs in the Ottoman Empire. Commentator: Jenny MacLeod (Hull)

Christian Steppan (Innsbruck), The Camp Newspaper „Nedelja“ as Reflection on Wartime Experiences of Russian POWs in Austria-Hungary. Commentator: Laurie Cohen (Innsbruck)

Panel III: Hinterland and Homefront

Patrick J. Houlihan (Chicago), Lost Causes: Towards Religious History of the Home Front in Germany and Austria-Hungary, 1914-1922. Commentator: Sabine Haring (Graz)

Rudolf Kucera (Prague), Preserving Manliness. Bohemian Workers and the Experience of the Home Front. Commentator: Gunda Barth-Scalmani (Innsbruck)

Andrea Griffante (Vilnius), The Front in Mind. Lithuanians and the Perception of Home Space during WWI. Commentator: Petra Svolisak (Ljubljana)

Eva Krivanec (Vienna), War on Stage. Home Front Entertainments on European Metropoles 1914-1918. Commentator: Martin Moll (Graz)

Panel IV: Urban Spaces

Felicita Ratti (Salzburg), Modena and Salzburg during and after WWI. The Case of Mobilization of urban Elites and Bourgeoisie during and in the Aftermath. Commentator: Monika Stromberger (Graz)

Bernhard Liemann (Münster), Provincial Cities at War. Local Public Spheres in German, Belgian and Dutch Towns in the Border Region compared (1914-1919). Commentator: Harald Potempa (Potsdam)

Panel V: Documentation and Commemoration

Beatriz Pichel (Madrid), Photographic Albums as Sites of Emotional Memory. The Amateur Practice during the WWI in France. Commentator: Lisa Budreau (Kansas City)

Katarina Relic (Toronto), In the Name of Father and Son: Commemoration, Repression, Obsession and the WWI in Serbia. Commentator: Werner Suppanz (Graz)

Panel VI: Russia and the First World War

Christopher Gilley (Regensburg), Ukrainian Warlordism during the Russian Civil War.
Commentator: J.W. Steinberg (Statesboro)

Vasilii Kashirin (Moscow), The Dobrudzha Expedition in Autumn 1916: An Unknown Campaign by Russian Troops South of the Dunai. Commentator: J.W. Steinberg (Statesboro)

Panel VII: Medicine, Health and Welfare

Indira Durakovic (Graz), Serbia as a Threat to Europe’s Health. The Epidemic Typhus of 1914/15. Commentator: Leo van Bergen (Amsterdam)

Philipp Rauh (Nuremberg-Erlangen)/Cay Rüdiger Prüll (Heidelberg), Other Fronts, other Diseases? Comparisons of front-specific Practices in medical Treatment. Commentator: Hans-Georg Hofer (Bonn)

Andrea McKenzie (New York), Our common Colonial Voices! Nation and Canadian Nurses on Lemnos 1915. Commentator: Karin Schmidlechner-Lienhart (Graz)

Ke-Chin Hsia (Chicago), Care Provisions for wounded and disabled Soldiers in WWI Austria: Revisting Civil Society-State Relationship. Commentator: Pierre Purseigle (Birmingham)

Panel VIII: Alliances and Coalitions

Franziska Heimburger (Paris/Dublin), Mapping Language Space in the Allied Coalition on the Western Front. Commentator: Alexandra Ludewig (Perth)

Jan Vermeiren (London), The „Prussians of the South-East“: Imperial Germany and the Hungarian Alliance 1914-1918. Commentator: Mark Cornwall (Southampton)

Giorgio Rota (Vienna), Moderate Expectations and not-so-bitter Disappointment: on the Role of Austria-Hungary in Neutral Persia during the Great War. Commentator: Wim Klinkert (Amsterdam)

Keynote: Mark Cornwall (Southampton), The Habsburg Monarchy’s Final Crisis: from Loyalty to Liquidation 1914-1918

Panel IX: Economic Mobilization

Stephan Lehnstaedt (Warsaw), Two Kinds of Occupation? German and Austrian Economic Policies in Poland 1915-1918. Commentator: Helmut Kuzmics (Graz)

Ana Paula Pires (Lisbon)/Maria Fernando Rollo (Lisbon), Other Fronts, different Arms: Economic Mobilization for War. The Portuguese Case. Commentator: Samuel Kruizinga (Amsterdam)

Ekaterina Romanova (Moscow), Perception of War Burden sharing in the Russian Society during WWI 1914-1917. Commentator: Reinhard Nachtigal (Freiburg)

Paul Simmons (Oxford), Desertion in the Russian Army in 1914-1917. Commentator: Reinhard Nachtigal (Freiburg)

Panel X: Media and Propaganda

Elisabeth Haid (Vienna), Conquest or Liberation? Galicia as Object of Wartime Propaganda in the Austrian and Russian Press. Commentator: Harald Binder (Vienna)

Maciej Gorny (Warsaw), A war between Allies. Polish and Ukrainian Scientists and the national Propaganda 1914-1923. Commentator: Anna Veronika Wendland (Jena)

Bernhard Bachinger (Graz), The Construction of the Image of Self and of the Enemy in the Austrian Press with Reference to the Macedonian Front. Commentator: Harald Potempa (Potsdam)

Tilman Lüdke (Freiburg), Strange Fronts, strange Wars: the Battle for „Islam“ between Germany and the Allies in the Middle East during WWI. Commentator: Bjarne Sondergaard Bendtsen (Odense)

Roundtable: The First World War from 21st century perspective
Gerhard Hirschfeld (Stuttgart)/Gunda Barth-Scalmani (Innsbruck)/Alun Edwards (Oxford)/Ellen Greisriegler (Vienna)/Pierre Purseigle (Birmingham)/Irinia Renz (Stuttgart)

Anmerkungen:
[1] Siehe u.a. den richtungsweisenden Aufsatz von Regina Schulte, Die Schwester des kranken Kriegers. Krankenpflege im Ersten Weltkrieg, in: Dies. (Hrsg.), Die verkehrte Welt des Krieges: Studien zu Geschlecht, Religion und Tod, Frankfurt/New York 1998, S. 95-116.
[2] Vgl.: Michael Werner/Bénédicte Zimmermann, Vergleich, Transfer, Verflechtung. Der Ansatz der Histoire croisée und die Herausforderung des Transnationalen, in: Geschichte und Gesellschaft 28 (2002), S. 607-636.
[3] Online unter: http://www.europeana1914-1918.eu, zuletzt abgerufen am:31.12.2011. Siehe auch: http://www.thegreatwararchive.org, zuletzt abgerufen am: 31.12.2011.

Zitation
Tagungsbericht: Other fronts, other wars?, 21.09.2011 – 23.09.2011 Innsbruck, in: H-Soz-Kult, 20.01.2012, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4013>.