Die Wittelsbacher und die Kurpfalz im Mittelalter – Eine Erfolgsgeschichte?

Ort
Mannheim
Veranstalter
Alfried Wieczorek, Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen; Jörg Peltzer/Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter, Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Datum
12.01.2012 - 14.01.2012
Von
Katharina Lichtenberger/Charlotte Rock, Historisches Seminar, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

„Die Wittelsbacher und die Kurpfalz im Mittelalter – Eine Erfolgsgeschichte?“ Unter dieser Fragestellung fand vom 12. bis 14. Januar 2012 im Zeughaus der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim eine wissenschaftliche Tagung statt, die der Vorbereitung der zweiten Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen zum Thema „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“ (2013/2014) diente.

Nach der Vorstellung des Ausstellungsprojekts durch ALEXANDER SCHUBERT (Mannheim) führte STEFAN WEINFURTER (Heidelberg) in die staufischen Grundlagen der Kurpfalz ein. Er machte auf die Ambitioniertheit dieser staufischen Neugründung in einem Kernland des Reiches aufmerksam, die eine starke Dynamik entwickelte und deren Fürst von Anfang an zu den Ersten im Reich gehörte. BERND SCHNEIDMÜLLER (Heidelberg) rekonstruierte sodann aus dem schütteren Bild, das die Quellen bieten, wie die Kurpfalz gleichsam zufällig über die Pfalzgrafentochter Agnes an die Wittelsbacher übertragen wurde. Weniger das Zustandekommen wittelsbachischer Herrschaft in der pfälzischen Reichsgrafschaft sei also bemerkenswert als vielmehr die Beständigkeit ihrer Herrschaft.

In der ersten Sektion „Die Pfalzgrafen und das Reich“ widmete sich JÖRG PELTZER (Heidelberg) dem pfalzgräflichen Rang im 13. und 14. Jahrhundert. „Rang“ definierte er dabei als soziale Identität des Einzelnen, die sich zum einen in der Zugehörigkeit zu einer Gruppe und zum anderen durch die Position innerhalb dieser Gruppe ausdrücke: Den eigenen Rang galt es zu verteidigen, wenn möglich zu verbessern. Rangdenken war handlungsleitend. Eine konsequente Königsoffenheit und das Streben, Vorrang in Titel und Ämter zu münzen, ihn zu institutionalisieren (zum Beispiel Reichsvikariat), erwies sich unter anderem als erfolgreiche Strategie der Pfalzgrafen im Rangwettbewerb. Die Goldene Bulle fixierte sie schließlich als nach dem König von Böhmen ranghöchsten weltlichen Fürsten. Eine Position freilich, die auch in den nachfolgenden Generationen immer wieder aufs Neue behauptet werden musste.

Die Genealogie als ein zentrales zeitgenössisches Denkmuster stand im Mittelpunkt der Vorträge von HEINZ-DIETER HEIMANN (Potsdam) und VOLKHARD HUTH (Bensheim). Heimann betonte in seinem Vortrag am Beispiel der Wittelsbachischen Hausordnungen die Offenheit und Dynamik mittelalterlicher Staatlichkeit, wobei Dynastien in diesem Zusammenhang als dauerhafte Elemente betrachtet werden können. Anhand von Hausverträgen und Erbteilungen zeichnete er Stationen der vertraglichen Absicherung des Hauses, besonders auch in den Beziehungen der verschiedenen Linien zueinander, nach. Der Vertrag von Pavia sei daher als Schlüsselereignis von gruppenübergreifender Herrschaftspraxis anzusehen. Nicht zuletzt in der Diskussion wurde der dynastischen Vernunft hierbei eine handlungsleitende Funktion zugeschrieben. Die Dynamik von Familiennormen wurde immer wieder durch die innerdynastische Integration überlagert, so dass Normen zwar situativ, aber doch generationenübergreifend tradiert wurden. Huth zeigte mithilfe personengeschichtlicher Netzwerke die Handlungsspielräume von Pfalzgräfinnen in der Heiratspolitik auf. So ist der Übergang der Herrschaft über die Pfalzgrafschaft von den Staufern zu den Welfen im 12. Jahrhundert schlussendlich auf die aktive Einflussnahme der Pfalzgräfin zurückzuführen. Durch Heiratsbündnisse mit dem europäischen Hochadel wurde Herrschaftssicherung und Rangstabilisierung betrieben und hier zeige sich die „Systemrationalität der Dynastie“. Große Bedeutung kam Fürstinnen im Rahmen der Erinnerungskultur und dem Memorialwissen zu, was sich nicht zuletzt in dynastischen Erinnerungsstätten manifestierte.

Der öffentliche Abendvortrag von KARL-HEINZ SPIESS (Greifswald) beleuchtete die Kurzpfalz im späten Mittelalter unter dem Aspekt von Hegemonie und Repräsentation und zeigte, dass hegemoniale Strukturen mit Hilfe der höfischen Repräsentation sichtbar gemacht werden können. Indem der Pfalzgraf bei Rhein hochrangige Fürsten wie den Wormser Bischof oder den Deutschordensmeister in seinem Gefolge mitführte, brachte er seinen Rang und hegemonialen Einflussbereich deutlich zum Ausdruck. In kultureller Hinsicht war der Kurfürst um eine Führungsrolle bemüht, um die Attraktivität seines Hofes für den Adel zu steigern. Der Pfalzgraf war seinerseits vom Integrationswillen seines Gefolges und dessen Identifikation mit dem pfalzgräflichen Hof abhängig. Die Niederlage der Kurpfälzer im Landshuter Erbfolgekrieg schwächte die Intensität ihrer Integrationskraft auf die umliegenden Grafen und Herren und somit die hegemoniale Stellung der Pfalzgrafschaft.

KONRAD KRIMM (Karlsruhe) hinterfragte in seinem Vortrag, ob Landfrieden erfolglose und folgenlose Bündnisse gewesen seien. Er wies darauf hin, dass häufig das frühneuzeitliche Territorium als Maßstab für den Erfolg gewählt und Teilungen daher als Misserfolge angesehen würden. Die Untersuchung einzelner Bündnisse wie beispielsweise des elsässischen Landfriedens von 1378 zeige, dass Landfrieden, Einungen und die Vergabe von Bistümern zwar temporäre und bedingte Optionen waren, jedoch den politischen Alltag prägten und der Klientel der Hegemone Wittelsbach und Habsburg Handlungsspielräume erlaubten.

OLIVER AUGE (Kiel) fragte in seinem Vortrag nach dem Maßstab für historische Größe. Diese sei als ein relationales Attribut zu verstehen und hänge von Persönlichkeit, Zeithorizont und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe ab. Auge würdigte kritisch Ruprechts Leistungen als Angehöriger des Hauses Wittelsbach, als Pfalzgraf und als römisch-deutscher König und kam zu dem Ergebnis, dass seine Herrschaft als eine „Aufholjagd“ in einer Krisenzeit europäischer Monarchien mit ähnlichen strukturellen Problemen anzusehen sei. Die kurze Regierungszeit Ruprechts I. führte dazu, dass die Erfolge seiner Bemühungen, wie die Verwissenschaftlichung der Kanzleiarbeit und die institutionelle Verfestigung des Hofgerichts, seinen Nachfolgern zu Gute kamen.

FRANZ FUCHS (Würzburg) würdigte Friedrich den Siegreichen als einen ungewöhnlichen Fürsten, der mit Geschick und Risikobereitschaft neue Wege suchte und fand und dessen Erfolgsgeschichte nicht dadurch getrübt wurde, dass die Erfolge unter seinen Nachfolgern verloren gingen. Gerade der Makel mangelnder Legitimation Friedrichs I. durch die Arrogation, die von Kaiser Friedrich III. nie anerkannt wurde, war die Voraussetzung für dessen Mäzenatentum und die Herausbildung eines humanistischen Hofes.

REINHARD STAUBER (Klagenfurt) nahm den Landshuter Erbfolgekrieg unter dem Aspekt der Selbstzerstörung des Wittelsbachischen Hauses und der Aufspaltung der Dynastie in den Blick. Als sich Oberpfalz und Kurpfalz auf unterschiedliche erbrechtliche Traditionen beriefen, nutzte König Maximilian I. als Vermittler die Chance, seine eigene Position durch territoriale Entschädigungen zu stärken. Für die Kurpfalz war die Niederlage im Landshuter Erbfolgekrieg ein Wendepunkt ihrer Geschichte, sie wurde fortan auf den Kernraum an Rhein und Neckar beschränkt und ihre Hegemonialansprüche waren gescheitert.

In einer großen Sektion wurden die Wittelsbacher als Herrscher gegenüber verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Institutionen untersucht. Die Integration der Ritterschaft in den pfälzischen Hof war das Thema von KURT ANDERMANN (Karlsruhe). Das System klassischer Verflechtungen einschließlich gängiger Instrumente des Lehnswesens war von großer Bedeutung für die in dieser Region konkurrierenden Mächte wie Habsburg, Luxemburg, Wittelsbach und Kurmainz. Insbesondere in umstrittenen Gebieten diente die Vergabe von Ämtern der Integration der Ritterschaft in den pfälzischen Hof. Für die Ritterschaften war mit der Integration in den Hof die Gefahr verbunden, durch Erbschirmverträge langfristig mediatisiert und unterworfen zu werden.

Die nächsten beiden Vorträge befassten sich mit der Politik der Pfalzgrafen gegenüber weltlichen und geistlichen Gemeinwesen. Die Städte als Herrschafts- und Innovationszentren in der Kurpfalz standen im Mittelpunkt des Vortrages von CHRISTIAN REINHARDT (Marburg). Er beleuchtete das Herrschaftsverhältnis zwischen den Pfalzgrafen und ihren Städten sowie die Maßnahmen, die von Seiten der Pfalzgrafen ergriffen wurden, um die Städte als Verteidigungszentren und Wirtschaftsfaktoren zu fördern. Die politische Kontrolle der Städte und der Zugriff auf deren wirtschaftliche Potenz dienten der Stabilisierung und Expansion der eigenen Herrschaft. Für das Engagement der Pfalzgrafen in der kurpfälzischen Kloster- und Stiftslandschaft führte THORSTEN UNGER (Düsseldorf) vor allem territoriale und familienpolitische Gründe an. Schutz- und Schirmverträge mit Klöstern und Stiften sowie die Durchführung von Reformen waren geeignete Instrumente, um die Machtposition der Pfalzgrafen in der Region auszubauen. Eine durchgehende und generationenübergreifende Politik der Pfalzgrafen gegenüber Klöstern und Stiften könne jedoch nicht konstatiert werden. Die konkrete Vorgehensweise sei von der Person des Pfalzgrafen abhängig gewesen und durch situativ-territoriale Interessen beeinflusst worden.

VOLKER RÖDEL (Heidelberg) konnte am Beispiel von Ämtern und Kanzlei eine Erfolgsgeschichte am pfälzischen Hof aufzeigen. Mit der Verselbständigung der pfälzischen Linie des Hauses Wittelsbach intensivierte sich im 14. Jahrhundert die Arbeit in der Kanzlei, die durch das Königtum Ruprechts und die damit zusammenhängende Personalunion von Königs- und Hofkanzlei einen Höhepunkt fand. Die Rückständigkeit der Verwaltung konnte während seiner Königsherrschaft durch zunehmende Spezialisierung aufgeholt werden, sodass die pfälzische Kanzlei nach 1410 selbst zum Vorbild wurde. Der Hof wurde zum zentralen Steuerungsinstrument und zeichnete sich zunehmend durch Arbeitsteilung und Professionalisierung der Amtsinhaber aus.

JOHANNES HEIL (Heidelberg) beleuchtete in seinem Vortrag die Auswirkungen kurpfälzischer Herrschaft auf die jüdische Bevölkerung. Die wechselvollen Beziehungen reichten dabei von herrschaftlich begründeten Pogromwellen, wie etwa unter Ruprecht II., bis hin zur Aufnahme flüchtender Juden aus Städten wie Worms und Speyer nach den Pogromen der Pestepidemie. Dabei scheinen diese unterschiedlichen Aktionen in nicht unerheblichem Maße durch wirtschaftliche Erwägungen geprägt worden zu sein. Auch die Gründung der Universität in Heidelberg stehe in Zusammenhang mit der zeitgleichen Vertreibung der Juden, da die Raumnot der Universität mit deren Vertreibung gelindert und die so freigewordenen Gebäude der Universität übereignet werden konnten. Ein solches Phänomen müsse aber vor dem Hintergrund der bereits schwelenden innerstädtischen Konfliktsituation betrachtet werden.

Den Abschluss der Tagung bildete eine Sektion zur kulturellen Rolle des kurpfälzischen Hofes. BIRGIT STUDT (Freiburg) führte die Kurpfälzer Hofhistoriographie an den Beispielen von Matthias von Kemnat, Peter Luder und Michel Beheim vor. Alter und Abstammung der Fürsten galten als Nachweis für die Befähigung zur Herrschaft. Ziel war es, die Kontinuität und Verknüpfung mit der Landschaft herauszustellen. In ihren Werken entwickelten alle drei Geschichtsschreiber eine intensive politische Propaganda zugunsten Friedrichs I. So unternahm beispielsweise Peter Luder in seiner Lobrede den Versuch einer doppelten Legitimierung Friedrichs I. über die Genealogie einerseits und die Betonung von dessen virtus andererseits, die ihn für das Herrscheramt qualifiziere. Friedrichs I. angefochtene Legitimität könne demnach als Voraussetzung für die Hofgeschichtsschreibung sowie die Herausbildung von Dynastiegeschichten am pfälzischen Hof betrachtet werden.

MARTINA BACKES (Freiburg) widmete sich dem literarischen Leben des pfalzgräflichen Hofes im 15. Jahrhundert und der erfolgreichen Gründung einer Bibliothek. Wissen ging von Texten aus, war jedoch nicht an die private Lektüre gebunden. Die pfalzgräfliche Bibliothek war durch ihre Vielfältigkeit und Uneinheitlichkeit gekennzeichnet; Epik, Lyrik und sachwissenschaftliche Traktate waren häufig sogar in einem Codex vereint. Die schöne Literatur nahm nur einen kleinen Teil des Bestands ein, zunehmend dominierte die utilitas. Dies zeige sich nicht nur an der Verschriftlichung von Gebrauchswissen, sondern auch an Romanen, die als Exempel dienten. Der Heidelberger Hof konnte in der Buchkultur zwar nicht mit französischen Höfen mithalten, doch war das literarische Engagement des Pfalzgrafen im deutschsprachigen Raum bemerkenswert.

THORSTEN HUTHWELKER und MAXIMILIAN WEMHÖNER (beide Heidelberg) legten an drei Beispielen unterschiedlicher Epochen und Gattungen dar, mit welchen Mitteln der pfalzgräfliche Rang durch Architektur und Grabplastik auf monumentale Weise kommuniziert werden konnte. So schufen die beiden in der frühen wittelsbachichen Zeit neu gestalteten Heidelberger Burganlagen sowohl durch eine dezidiert anspruchsvolle Neuanlage des späteren Schlosses als auch durch Anknüpfung an die fürstliche Tradition der Oberen Burg bis heute prägende Abbilder wittelsbachischer Herrschaft an Rhein und Neckar. Mit dem Chor der Neustädter Stiftskirche knüpfte Ruprecht I. offenbar an die königlich konnotierten Vorbilder französischer Saintes-Chapelles an. Das nicht mehr erhaltene Grab Friedrichs I. in der Heidelberger Franziskanerkirche schließlich war einer der ganz frühen Vertreter des „Doppeldecker“-Grabmals im Reich und dürfte als solches gerade vor dem Hintergrund der Arrogation Friedrichs als politisches Monument seiner Herrschaft zu interpretieren sein.

WOLFGANG ERIC WAGNER (Rostock) problematisierte zunächst den überwiegend positiv konnotierten und häufig teleologisch gedachten Begriff „Innovation“ für mittelalterliche Fragestellungen. Er definierte diesen erstens als die Intention, Techniken und Praktiken in einer Gruppe zu optimieren, und zweitens als das verbreitete Auftreten einer solchen verbesserten Technik in einer Gruppe. Trotz beschränkter Anfänge ging die Heidelberger Universität neue Wege. Der Versuch, die universitäre von der ständischen Ordnung abzugrenzen, zeige sich beispielsweise in den Supplikenrotuli an den Papst durch die Reihung der Petenten nach akademischem Grad und Alter statt wie bisher nach adeliger Herkunft. Der Erfolg der Heidelberger Universität bestehe nicht zuletzt darin, dass sie im Unterschied zu anderen Neugründungen langfristigen Bestand hatte.

STEFAN WEINFURTER und BERND SCHNEIDMÜLLER (Heidelberg) betonten in ihrem Schlusswort die Relevanz regionaler Fragestellungen in der Mediävistik und die Wirkmächtigkeit der Kurpfalz, die gerade aufgrund beschränkter territorialer Grundlage neue Wege der Selbstbehauptung einschlug.

Was bleibt von dieser Tagung? Die Frage nach der „Erfolgsgeschichte“ erwies sich als fruchtbare Anregung, die Geschichte der spätmittelalterlichen Kurpfalz einmal aus anderer, langfristiger Perspektive zu betrachten. Erfolgsgeschichten, so wurde deutlich, sind kein linearer Prozess, sondern durch vielfältige Brüche gekennzeichnet und häufig erst aus der Retrospektive erkennbar. Die vielfältigen Beiträge beleuchteten ganz unterschiedliche Facetten der spätmittelalterlichen Wittelsbacher und ihrer Kurpfalz. Der Tagungsband, der im Vorfeld der großen Wittelsbacher-Ausstellung im Januar 2013 erscheinen soll, wird die daran geknüpften Erwartungen auf dem Stand der neuesten Forschung präsentieren.

Konferenzübersicht:

Stefan Weinfurter (Heidelberg): Staufische Grundlagen

Bernd Schneidmüller (Heidelberg): Wie die Wittelsbacher an den Rhein kamen

1. Sektion: Die Pfalzgrafen und das Reich – Wegmarken 1

Jörg Peltzer (Heidelberg): Der pfalzgräfliche Rang im 13. und 14. Jahrhundert

Heinz-Dieter Heimann (Potsdam): Von Pavia nach Heidelberg: Die Hausordnungen der Wittelsbacher im 14. Jahrhundert

Volkhard Huth (Bensheim): Personengeschichtliche Netzwerke (Pfalzgräfinnen und Verwandtschaftsclans)

Karl-Heinz Spieß (Greifswald): Hegemonie und Repräsentation. Die Kurpfalz im späten Mittelalter (Öffentlicher Abendvortrag)

2. Sektion: Die Pfalzgrafen und das Reich – Wegmarken 2

Konrad Krimm (Karlsruhe): Fürsten am Rhein im 14. und 15. Jahrhundert – Gruppen und Konkurrenzen

Oliver Auge (Kiel): König Ruprecht – Versuch einer Bilanz oder: Wie erfolgreich muss ein mittelalterlicher König sein?

Franz Fuchs (Würzburg): Friedrich der Siegreiche – „Der Marc Aurel des Mittelalters?“

Reinhard Stauber (Klagenfurt): Der Landshuter Erbfolgekrieg – Selbstzerstörung des Hauses Wittelsbach?

3. Sektion: Die Wittelsbacher als Herrscher am Rhein

Kurt Andermann (Karlsruhe): Die Integration der Ritterschaft in den pfälzischen Hof

Christian Reinhardt (Marburg): Städte der Kurpfalz als Herrschafts- und Innovationszentren?

Thorsten Unger (Düsseldorf): Klöster und Stifte in der Kurpfalz

Volker Rödel (Heidelberg): Ämter und Kanzlei am kurpfälzischen Hof

Johannes Heil (Heidelberg): Juden am Rhein unter kurpfälzischer Herrschaft

4. Sektion: Der pfalzgräfliche Hof als kulturelles Zentrum – Rezeption und Impulse

Birgit Studt (Freiburg): Historiographie am Heidelberger Hof

Martina Backes (Freiburg): Der Heidelberger Hof als literarisches Zentrum im 15. Jahrhundert

Thorsten Huthwelker/Maximilian Wemhöner (Heidelberg): Repräsentation von Rang durch Architektur

Wolfgang Eric Wagner (Rostock): Die Universität Heidelberg als Innovationszentrum?

Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Heidelberg): Schlussworte

Zitation
Tagungsbericht: Die Wittelsbacher und die Kurpfalz im Mittelalter – Eine Erfolgsgeschichte?, 12.01.2012 – 14.01.2012 Mannheim, in: H-Soz-Kult, 07.03.2012, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4109>.
Redaktion
Veröffentlicht am
07.03.2012