Verwandelte Räume. Zur Transformation der Religion im öffentlichen Raum seit den 1950er-Jahren

Ort
Bochum
Veranstalter
Frank Bösch (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam); Lucian Hölscher (Ruhr-Universität Bochum); DFG-Forschergruppe „Transformation der Religion in der Moderne. Religion und Gesellschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“.
Datum
11.05.2012 - 12.05.2012
Von
Rosel Oehmen-Vieregge, DFG-Forschergruppe „Transformation der Religion in der Moderne“, Katholisch-Theologische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum

Während die klassischen Kirchengebäude seit den 1960er-Jahren an Bedeutung verloren, nahm die kirchliche Präsenz in neuen kirchlichen und öffentlichen Räumen zu. Davon ausgehend beschrieb FRANK BÖSCH (Potsdam) in seiner Einführung als Hypothese der Tagung, dass insbesondere in den 1960/70er-Jahren neue kirchliche und religiöse Orte entstanden seien, die den Wandel religiöser Praktiken und die gesellschaftliche Rolle der Kirchen stark veränderten. Diese neuen Räume hätten – so Bösch – die Öffnung der Kirchen zur Gesellschaft hin gefördert und einen Prozess angestoßen, der wiederum auf die Liturgie und das Selbstverständnis der Kirchen zurückgewirkt habe, sei es durch neue Typen von kirchlichen Gebäuden (wie Gemeindezentren), die Besetzung von öffentlichen Räumen (durch kirchliche „Events“ oder Proteste) oder durch die Präsenz in neuen medialen Räumen wie dem Fernsehen. Wie LUCIAN HÖLSCHER (Bochum) einleitend betonte, seien so an der Peripherie, wo größere Spielräume waren, neuen Zentren entstanden. An die Seite der Amtskirchen sei die kirchliche Öffentlichkeit als ein „zweiter sozialer Körper“ getreten. Darüber hinaus wies er auf das Spannungsverhältnis hin, das aus der wechselseitigen Durchdringung und Abgrenzung kirchlicher und gesellschaftlicher Räume entstehe.

Die räumliche Dimension von Kirche und Religion und deren Transformationen seit den 1950er-Jahren wurde im Kontext dieser Tagung unter verschiedenen Aspekten behandelt. Den Wandel der Gebäude untersuchten WIEBKE ARNHOLZ (Bochum) und KATRIN BAUER (Bochum) am Beispiel neuer Gemeindezentren. Durch eine vertiefte Analyse des Gemeindezentrums Heilig Geist in Hochdahl-Sandheide zeigten sie auf, wie der Stadtcharakter der Kirchenbauarchitektur der 1970er-Jahre einen Brückenschlag zwischen Profanem und Sakralem gesucht habe und als Experimentierfeld ein hohes Maß an Eigeninitiative auf Seiten der Gemeindemitglieder eingeräumt habe. Dieses Konzept der Öffnung zur Gesellschaft und der Offenheit gegenüber neuen Ritualen habe jedoch – so Bauer – zu keiner nachhaltigen Verankerung der katholischen Kirche in die städtische Gesellschaft geführt. KERSTIN WITTMANN-ENGLERT (Berlin) erinnerte in ihrem Kommentar daran, dass die Entstehung der Gemeindezentren eine Reaktion auf den Sakralbau des 19. Jahrhunderts gewesen sei. Die Idee des himmlischen Jerusalems habe in den 1970er-Jahren der Vermittlung zweier Wirklichkeiten – „Christus- und Weltwirklichkeit“ – weichen müssen, die ihren architektonischen Ausdruck etwa in der Form des Zeltes und des Versammlungsraumes gefunden habe und eine Reminiszenz an das Urchristentum sei.

Die zweite Sektion bot eine Einordnung dieser neuen Bauformen in die Liturgiebewegung, die bereits in den 1920er-Jahren ihren Anfang genommen hatte, und in die Rezeption der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils. JÜRGEN WIENER (Düsseldorf) würdigte in seinem Vortrag vor allem den Beitrag des Architekten Rudolf Schwarz, der die katholische Sakralarchitektur in den 1920er- und 1930er-Jahren maßgeblich geprägt habe. Sein Verständnis von Kirchenbauarchitektur habe sowohl unter dem Einfluss eines existenz-philosophischen Katholizismus (Romano Guardini) als auch unter dem Einfluss der evangelischen Gemeindebewegung gestanden, deren Wurzeln in das 19. Jahrhundert reichen. Dass die Gestaltung sakraler Räume symbolisch für die Suche nach Antworten in theologischen Streitfragen stehe, wurde im Vortrag von STEFAN BÖNTERT (Bochum) deutlich. Ist die Gemeinschaft der Gläubigen eine auf Christus hin versammelte Gemeinde (christozentrisch), oder ist sie auf die Anbetung Gottes hin ausgerichtet (theozentrisch)? Böntert deutete die „gerichtete Versammlung“, die sich gestalterisch in einer offenen Ellipse verwirkliche, als eine Vermittlung zwischen beiden Positionen. Sowohl im Kommentar von THOMAS ERNE (Marburg) als auch in der Diskussion wurden als ein bedenkenswerter Aspekt das Selbstverständnis und die Selbsterfahrung des Individuums im Kontext sakraler Räume und Handlungen zur Sprache gebracht. Bei einer Betonung des „Wir“ seien individuelle Frömmigkeitsformen in den Hintergrund gerückt.

Die Vorträge der dritten Sektion nahmen die Präsenz der Kirchen im öffentlichen Raum in den Blick. THOMAS MITTMANN (Bochum) referierte über „den performativen Wandel der Katholikentage“ seit dem Zweiten Weltkrieg, den er anhand von fünf Transformationen beschrieb. Die aufgezeigten Entwicklungslinien wurden von Mittmann mit den Prozessbegriffen „Eventisierung“, „Selbstsäkularisierung“, „Dialogisierung“, „Interaktivierung“ und „Medialisierung“ zusammengefasst, welche die konzeptionellen, performativen und räumlichen Um- und Neuorientierungen der Katholikentagveranstalter und Katholikentagbesucher adäquat deutlich machen. Der Vortrag von HARALD SCHROETER-WITTKE (Paderborn) zeichnete Dynamiken nach, die der Evangelische Kirchentag seit den 1950er-Jahren durchlebt hatte. Habe in den 1950er-Jahren noch die Selbstvergewisserung als christliche Gemeinschaft im Vordergrund gestanden, so sei in den 1960er-Jahren eine Öffnung zur Gesellschaft erfolgt und in den 1970er-Jahren ein „explosives Gemisch aus Frömmigkeit und Politik“ entstanden. Der 1975 eingeführte „Markt der Möglichkeiten“ avancierte zum Herzstück des Kirchentages. In der Konsequenz sei der Kirchentag sowohl im merkantilen als auch im spirituellen Sinne zur Messe geworden. CLAUDIA LEPP (München) stellte in ihrem Kommentar heraus, dass der direkte konfessionelle Vergleich beider kirchlicher Veranstaltungen eine „performative Angleichung“ erkennbar werden lasse. Mit Blick auf eine weitere Erforschung dieses Feldes regte sie an, sowohl die Generationenfrage als auch die Geschlechterperspektive zu berücksichtigen. Die Diskussion drehte sich vor allem um die Frage der Außen- und Innenwirkung von Katholiken- und Kirchentagen, zum Beispiel als Orte des Widerstandes gegen kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen oder als Quelle stilbildender Elemente wie der oben genannte „Markt der Möglichkeiten“ oder das neue geistliche Liedgut.

Die vierte Sektion betrachtete andere Formen kirchlicher „Events“ auf öffentlichen Plätzen. RENÉ SCHLOTT (Gießen) legte anhand einer Analyse der Papsttode dar, wie der Vatikan nach dem Papsttod auf dem Petersplatz neue Rituale schuf, ausgehend von Konzepten für Raumrituale: Blickrichtungen lenken, Massen einhegen, Akteuren Orientierung bieten. Beim Papsttod sei die Liturgie als Massenevent außerhalb des Kirchenraums in nicht geweihte Räume gerückt. Der Gottesdienst habe dadurch an sakraler Aura eingebüßt. Schlott sah eine These des Tagungskonzepts, wonach Religion in öffentlichen Räumen an Bedeutung gewonnen, der klassische sakrale Raum aber an Bedeutung verloren habe, so teilweise bestätigt. WINFRIED GEBHARDT (Koblenz) bezeichnete in seinem Vortrag die Weltjugendtage der katholischen Kirche als „Hybridevents“, weil sie erstens in einer professionellen Inszenierung planvoll und bewusst charakteristische Elemente der religiösen Feier mit typischen Bestandteilen des Events als spätmoderne Spielform des Festes vermischen und damit zugleich auch die unterschiedlichen Funktionen von Fest und Feier. Und weil zweitens diese professionelle Inszenierung und die ihr eigene Logik des Performativen vielfach gebrochen, ja konterkariert werde durch Formen der widerständigen und eigensinnigen Aneignung des inszenierten Angebotes durch die Teilnehmer. Der Hybridevent Weltjugendtag sei die Antwort der katholischen Kirche auf die Herausforderungen einer sich transformierenden Religiosität, auf die „Selbstermächtigung des religiösen Subjekts“. In ihrer Reaktion darauf verfolge die katholische Kirche die Absicht, die Einheit der Kirche im öffentlichen Bewusstsein wie im subjektiven Erleben der Mitglieder zu verankern.

In seinem Kommentar wies NICOLAI HANNIG (München) auf den Mehrwert der Raumperspektive hin. Diese setze zeittypische Strategien der Kirchen frei, die auf eine lange Tradition zurückgehen, im 20. Jahrhundert allerdings extensiv und mit ganz neuer Intensität gepflegt werden: die Veröffentlichung des Religiösen und mit ihr verbunden die Aneignung, Einnahme und Sakralisierung öffentlicher Räume. In der Diskussion bestand Einigkeit darin, dass derartige kirchliche Events in erster Linie auf ihre mediale Aufarbeitung ausgerichtet und somit Beispiele für die Verlagerung des Sakralen in den profanen Raum seien. Hierin unterscheiden sie sich etwa von Kirchen- und Katholikentagen, auf denen mit Blick auf innerkirchliche Entwicklungen Fragen und Themen, die Theologie und Religion sowie Kirche als Institution betreffen, neu ausgehandelt werden.

Unter dem Titel der fünften Sektion „Religion und Protestöffentlichkeiten“ zeigte JANA EBELING (Potsdam), wie insbesondere die Katholiken bei ihren Protesten gegen den §218 eine neue Sichtbarkeit in der Medien- und Straßenöffentlichkeit erreichten und sich für Nicht-Gläubige zu öffnen versuchten. Während die Kirchenvertreter eher mit rechtlichen statt religiösen Argumenten gegen den Schwangerschaftsabbruch argumentierten, entwickelte sich in der breiteren Protestöffentlichkeit gegen die Liberalisierung des §218 eine kaum steuerbare Eigendynamik, die vielleicht die katholische Kirche diskreditierte. Wie die Kirche im Sozialismus öffentliche Räume besetzte, untersuchte FRANK BÖSCH (Potsdam) am Beispiel des neuntägigen Papstbesuches 1979 in Polen, den mindestens sechs Millionen Menschen persönlich und fast alle Polen in den Medien verfolgten. Hierbei untersuchte er die Verkehrung des sozialistisch geordneten Raums; sei es bei Symbolen, Kleidung, Verhaltensweisen oder bei der christlichen Umdeutung der polnischen Geschichte, wodurch nachhaltig die Religion im öffentlichen Raum Polens verankert wurde. Beide Vorträge arbeiteten zudem das komplizierte Verhältnis zwischen Versammlungsöffentlichkeit und Medienöffentlichkeit heraus. HUBERT KNOBLAUCH (Berlin) zog als Kommentator aus der Studie von Bösch die Schlussfolgerung, dass Polen ein Paradebeispiel für „public religion“ im Sinne José Casanovas sei.[1] Des Weiteren sprach sich Knoblauch dafür aus, dass die Analysekategorie „Performanz“ um das Elemente der „Zeitlichkeit des Vollzugs“ erweitert werden müsse.

In der sechsten Sektion wurde der Frage nachgegangen, wie sich die Großkirchen in dem virtuellen Raum „Fernsehen“ präsentieren und wie sie dort präsentiert werden. RONALD FUNKE (Potsdam) zeigte in seiner konfessionsvergleichenden Studie unterschiedliche Strategien auf, mit denen die Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland über die mediale Vermittlung des Fernsehens den Weg zu den Gläubigen genommen haben. Die katholisch geprägte Medienpräsenz habe auf Authentizität gesetzt, indem technischer Aufwand als störendes Element unsichtbar gemacht worden sei, um es den Zuschauer/innen zu ermöglichen, Teil der Gemeinde zu werden. Die evangelische Seite habe eine Strategie der Offenheit favorisiert, die eng mit einem Missionsgedanken verbunden gewesen sei. Deshalb seien als Übertragungsorte von Gottesdiensten auch Gefängnisse oder Campingplätze ausgewählt worden. KATHRIN NIEDER-STEINHEUER (Münster) kam auf der Grundlage ihrer Fernsehserienanalyse (exemplarisch die Serien Pfarrer Braun und Tatort) unter anderem zu dem Ergebnis, dass Kirchengebäude im dörflichen Umfeld und Kirchengebäude im städtischen Umfeld in der Dramaturgie eine unterschiedliche Funktion einnehmen. In der Pfarrer Braun-Serie werde die Kirche als Mittelpunkt einer kleinen Ortschaft zum sozialen Zentrum und dominierenden Handlungsschauplatz. Im großstädtischen Umfeld der Serie Tatort seien Kirchengebäude Schauplatz für Nebenhandlungen, vorrangig aber Visiotypen deutscher Großstädte. Hier sei – so Nieder-Steinheuer – „die religiöse Differenz an die nationale Differenz“ gekoppelt. KLAUS GROßE KRACHT (Münster) fragte in seinem Kommentar, inwieweit die kirchliche Präsenz in Fernsehserien eine „vormalige Schriftreligion“ zu einer „medial gepflegten Bildreligion“ transformiere, und zwar im Sinne eines „Milieu-Remember“, das „Relikte von ritueller Praxis“ tradiere. Diese These wurde in der Diskussion aufgegriffen und an die weiterführende Frage geknüpft, inwieweit Fernsehbilder Erwartungen an Kirchenräume, an Rituale, an Rollenbilder (Priester, Pfarrer, Ordensschwester) konstruieren.

Die abschließende siebte Sektion gewährte Einblick in den „Wandel nicht-christlicher Räume“. BÄRBEL BEINHAUER-KÖHLER (Marburg) zeichnete in ihrem Vortrag Entwicklungen im Moscheebau nach, die eine differenzierte Auseinandersetzung mit der öffentlichen Präsenz des Islam in der bundesrepublikanischen Gesellschaft widerspiegeln: Auf der einen Seite die unsichtbare Variante im Hinterhof, auf der anderen Seite die Moschee einer selbstbewussten Gemeinde, die sich auf Augenhöhe mit ihrer gesellschaftlichen Umgebung sieht und erlebt wie in Duisburg-Marxloh. Die Analysekategorie „Raum“ sei im Hinblick auf das New Age – so PASCAL EITLER (Berlin) – sowohl an die Person (Räume für Körper, Körper als Räume, das Selbst als sakraler Raum) als auch an Orte gebunden (Kraftorte, Energiezentren). Das vorrangige Streben nach einer auf Ganzheitlichkeit gerichteten Selbstverwirklichung lege es seiner Auffassung nach nahe, methodisch die synchrone Forschungsperspektive (Mystik, Naturwissenschaften) durch einen emotionsgeschichtlichen Zugang zu ergänzen. MARKUS HERO (Bochum) betonte in seinem Kommentar zum einen den Einfluss des New Age als alternativer Weltsicht auf die neuen sozialen Bewegungen und zum anderen den engen Zusammenhang zwischen Organisationsgrad und Präsenz/Sichtbarkeit der Muslime in der Bundesrepublik Deutschland. In der Diskussion wurde unter anderem die Gefahr thematisiert, Begriffe wie „Licht“ mit religiösen Inhalten zu überfrachten. Auch kamen mit Blick auf den sakralen Raum „Moschee“ Aspekte wie Heimat/Beheimatung und caritative Praxis zur Sprache.

Zum Abschluss der Tagung konnte vor dem Hintergrund einer Vielzahl neuer Erkenntnisse resümierend festgestellt werden, dass sich Analysekategorien wie „Raum“ und „Performanz“ als Forschungsperspektiven bewährt haben, um „Spielräume“ und „Spielarten“ erkennen und interpretieren zu können, in deren Rahmenbedingungen sich Transformationen der Religion vollziehen.

Konferenzübersicht:

Einführung:
Frank Bösch (Potsdam), Lucian Hölscher (Bochum)

Sektion 1: Der Wandel kirchlicher Räume und religiöser Praktiken

Wiebke Arnholz (Bochum): „Das Transzendente entrückt.“? Zur Gestalt des Gemeindezentrums Heilig Geist in Hochdahl-Sandheide bei Düsseldorf

Katrin Bauer (Bochum): Symboliken und Performanzen in der Nutzung von Gemeindezentren

Kerstin Wittmann-Englert (Berlin): Moderation und Kommentar

Sektion 2: Architektur und Liturgie

Jürgen Wiener (Düsseldorf): Betende Räume? Performanz- Ordnungskonzepte in der katholischen Sakralarchitektur der Moderne – der Beitrag Rudolf Schwarz` und Romano Guardinis

Stefan Böntert (Bochum): Kirchenbau zwischen Sein und Werden. Raumkonzepte in der katholischen Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanum

Thomas Erne (Marburg): Moderation und Kommentar

Sektion 3: Kirchen im öffentlichen Raum

Thomas Mittmann (Bochum): Kirche im performativen Wandel – Die Entwicklung der Katholikentage in der Bundesrepublik Deutschland

Harald Schroeter-Wittke (Paderborn): Kirche als Messe – Zum Verhältnis von Deutschem Evangelischen Kirchentag und öffentlichem Raum

Claudia Lepp (München): Moderation und Kommentar

Sektion 4: Internationale Eventisierungen im öffentlichen Raum

René Schlott (Gießen/Berlin): Die Medialisierung eines Rituals. Die Performanz der neuzeitlichen Papsttode in raumgeschichtlicher Perspektive

Winfried Gebhardt (Koblenz): Die Weltjugendtage der Katholischen Kirche. Professionelle Inszenierung und authentisches Erleben

Nicolai Hannig (München): Moderation und Kommentar

Sektion 5: Religion und Protestöffentlichkeit

Jana Ebeling (Potsdam): Religiöser Protest im Streit um den § 218

Frank Bösch (Potsdam): Verwandlungen des sozialistischen Raums: Die Auftritte von Papst Johannes Paul II. in Polen 1979

Hubert Knoblauch (Berlin): Moderation und Kommentar

Sektion 6: Virtuelle Räume: Religion im Fernsehen

Ronald Funke (Potsdam): Realität und Inszenierung – Die Konstruktion kirchlicher Räume im Fernsehen am Beispiel der Gottesdienstübertragungen

Kathrin Nieder-Steinheuer (Münster): Verwandelte Räume? Kirchengebäude und Kirchenräume im fiktionalen Fernsehformat als Faktoren nationaler Persistenz christlicher Religion

Klaus Große Kracht (Münster): Moderation und Kommentar

Sektion 7: Wandel nicht-christlicher Räume

Bärbel Beinhauer-Köhler (Marburg): Deutsche Moscheen sehen – im Kontext gesellschaftlicher Prozesse

Pascal Eitler (Berlin): Räume, Körper, Gefühle. Religiöse Topologien im New Age

Markus Hero (Bochum): Moderation und Kommentar

Schlussreflexion und Fazit: Frank Bösch (Potsdam), Lucian Hölscher (Bochum)

Anmerkung:
[1] Dazu José Casanova, Chancen und Gefahren öffentlicher Religion. Ost- und Westeuropa im Vergleich (aus dem Amerikanischen von Christiana Goldmann), in: Otto Kallscheuer (Hrsg.), Das Europa der Religionen. Ein Kontinent zwischen Säkularisierung und Fundamentalismus, Frankfurt am Main 1996, S. 181-210; bes. S. 198-200.

Zitation
Tagungsbericht: Verwandelte Räume. Zur Transformation der Religion im öffentlichen Raum seit den 1950er-Jahren, 11.05.2012 – 12.05.2012 Bochum, in: H-Soz-Kult, 07.07.2012, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4293>.
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Veröffentlicht am
07.07.2012
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