Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Staat nach 1945

Ort
Marburg
Veranstalter
Christian Kleinschmidt / Jeffrey Fear, Philipps-Universität Marburg
Datum
05.07.2012 - 06.07.2012
Von
Tommy Stöckel, Marburg

Das Thema Verbändeforschung spielte vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren im Rahmen des Korporatismus- und Neokorporatismuskonzepts in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte eine wichtige Rolle, geriet aber in jüngster Zeit etwas aus dem Blickfeld. In der von Christian Kleinschmidt und Jeffrey Fear organisierten Tagung sollte diese Thematik mithilfe neuer Ansätze und Methoden sowie durch die Behandlung bisher wenig behandelter Branchen neu ausgelotet werden. Zudem sollte die Dominanz des Korporatismusbegriffes kritisch hinterfragt werden; genauer, ob dieser noch ein tragfähiges Konzept zur Beschreibung neuer Tendenzen in der Verbändelandschaft sei.

Vor diesem Anspruch und Hintergrund wurden in der ersten Sektion unter der Leitung von Christian Kleinschmidt zunächst die theoretischen Grundlagen in den Mittelpunkt gerückt. BORIS GEHLEN (Bonn) unterstrich in seinem Vortrag nochmals, dass die Verbände aktuell in der wirtschaftshistorischen Forschung kaum eine Rolle spielen, wohingegen die Verbandsforschung in der Politikgeschichte dank des Korporatismus-Konzeptes auf eine große Tradition zurückblicken könne. Diese Bestandsaufnahme verband Boris Gehlen mit der Forderung, dass die politikgeschichtliche Betrachtung durch eine integrierte Unternehmens- und Verbandsforschung ergänzt werden müsse, zumal eine explizit wirtschaftshistorische Betrachtung der Verbände inexistent sei. Methodische Anknüpfungspunkte hierfür biete vor allem die Mikro- und Mesoebene. MANFRED MAI (Duisburg/Essen) beleuchtete hingegen die Verbände aus politikwissenschaftlicher Sicht. Im Zuge eines immer komplizierter werdenden Regierungsprozesses übernähmen Verbände neue Funktionen jenseits des klassischen Korporatismusbegriffs. Sie fungieren mehr und mehr als Informationszuträger und Seismograph für die Politik. Im Rahmen seines Vortrags verdeutlichte Manfred Mai, dass die Grenzen zwischen Lobbyismus und Korporatismus verschwämmen. Gleichzeitig ist die idealtypisch zu beschreibende Unterscheidung in der Praxis nahezu unmöglich. In der anschließenden Diskussion wurde die These Manfred Mais aufgegriffen, inwiefern diese neuen Tendenzen noch unter dem Begriff des Korporatismus fassbar seien. Unter einem engen Begriffsverständnis des Korporatismus (Tripartismus) lassen sich diese beschriebenen neuen Tendenzen nicht mehr subsummieren. SOFIE JEDINGER (Frankfurt am Main) stellte ihr Forschungsprojekt vor, in welchem sie die Olson-Putnam-Gruppen-Kontroverse aufgreift, sprich die Frage, inwiefern Verbände das Wirtschaftswachstum beeinflussen. Währenddessen der Sozialkapital-Ansatz nach Putnan den Verbänden einen positiven Einfluss zuspricht, negiert die Theorie Olsons diesen. Sofie Jedinger kritisierte die bisherige Praxis, die – aufgrund theoretischer Mängel – zumeist schlicht eine ad-hoc Zuordnung der Verbände vornehme. Mittels theoretischer Überlegungen kollektiven Handelns entwarf sie eine systematische Unterscheidung zwischen einzelnen Verbänden hinsichtlich ihrer produzierten Güter (Kommunalgüter und Positionsgüter). Mithilfe dieser werde die bisherige ad-hoc-Zuordnung vermieden. Allerdings bedarf es noch einer empirischen Überprüfung dieser theoretischen Überlegungen.

Die zweite Sektion unter der Leitung von Jeffrey Fear beschäftigte sich mit korporatistischer Praxis und Aushandlungsprozessen. Im ersten Vortrag dieser Sektion referierte CHRISTIAN MARX (Trier) über den Einfluss von Verbänden auf die Gesetzgebung anhand der Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes 1972. Deutlich wurde dabei, dass sich im Zuge des Gesetzgebungsprozesses hauptsächlich der DGB mit seinen Forderungen durchsetzen konnte, wohingegen die Arbeitgeberverbände deutliche Abstriche machen mussten. Daher könne bei diesem Beispiel weniger von klassischem Korporatismus im Sinne der Konzertierten Aktion gesprochen werden. Ohnehin werde in den 1970er-Jahren eine Tendenz zum selektiven Korporatismus sichtbar. Vielmehr biete das Modell der korporatistischen Marktwirtschaft oder ein erweitertes Modell des organisierten Kapitalismus hilfreiche Erklärungsansätze. Im zweiten Vortrag beschäftigte sich GUNNAR FLUME (Bielefeld) mit den industriellen Beziehungen innerhalb des schwedischen Korporatismus. Im Mittelpunkt standen dabei die branchenübergreifenden Manteltarifverträge, die in drei Phasen zwischen 1952 und 1997 zu unterscheiden seien (1952-1970: Etablierung des Systems; 1976-1991: Erosion und Zusammenbruch; 1991-1997: realignment). Problematisiert wurden in diesem Zusammenhang verschiedene Erklärungsansätze bezogen auf den schwedischen Korporatismus im Allgemeinen und auf das gewählte Beispiel im Speziellen. Währenddessen die Phase der Etablierung mit einem funktional-nutzenorientierten Ansatz erklärt werden könne, müsse man bei der Phase der Erosion auf einen Machtmobilisierungsansatz zurückgreifen. Beide Ansätze aber seien nicht ausreichend, um die Phase der institutionellen Neuordnung zu begreifen. Hierzu sei eine Kombination aus den zwei genannten sowie einem kulturalistischen Ansatz notwendig.

Die dritte Sektion – überschrieben mit Verbände und PR – griff eine Forderung aus der ersten Sektion auf, da INGO KÖHLER (Göttingen) die sich verändernde Öffentlichkeitsarbeit des VDA (Verband der Automobilindustrie) im Zuge der Kritik am Automobil in den 1970er-Jahren auf der Mikroebene untersuchte. In den 1960er-Jahren – der Wine-and-Dine-Ära[1]– habe sich diese noch auf die Verhandlung öffentlicher Angelegenheiten in nichtöffentlichen Räumen beschränkt, wobei die Presse dabei nur als reiner Multiplikator von Werbebotschaften gesehen wurde. In den 1970er-Jahren habe sich hingegen deutlich der Übergang zu einer modernen PR-Arbeit – verbunden mit der Anerkennung der Rolle der Presse als vierter Gewalt – abgezeichnet. Ingo Köhler wies in diesem Zusammenhang auf den Übergang zu einem diskursiven Korporatismus hin. ALEXANDRA SEIBT (Düsseldorf) präsentierte im zweiten Vortrag dieser Sektion ihr Dissertationsvorhaben. Im Fokus stand dabei das Public-Affaires-Management der Verbände der Erneuerbaren-Energien-Branche im Zeitraum von der ersten bis zur dritten Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (2004-2012). Dabei ließe sich ein Wandel weg vom klassischen Korporatismus hin zu einem mediatisierten Lobbyismus feststellen, wobei festzuhalten sei, dass es sich bei diesem Wandel um eine „Insel des mediatisierten Lobbyismus“ handle. Die vorläufigen Ergebnisse lassen erkennen, dass diejenigen Verbände am erfolgreichsten agieren, die ein ausgeprägtes PA-Management-Profil erkennen lassen. In der anschließenden Diskussion wurde die Frage nach der Messbarkeit von Lobbyismus-Erfolg aufgeworfen, die sich nicht nur an der Durchsetzung eigener Formulierungen respektive Forderungen orientieren dürfe, sondern auch an der Verhinderung von Forderungen der Gegenseite.

In der vierten Sektion wurden Strukturwandel und Wirtschaftsförderung behandelt. BJÖRN DOBIAS (Bonn) referierte – ausgehend von den Überkapazitäten der deutschen Mühlenwirtschaft Mitte der 1950er-Jahren sowie der damit verbundenen sinkenden Inlandsnachfrage – über zwei konzeptionelle Überlegungen von DMB (Deutscher Müllerbund) und ADH (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Handelsmühlen) zur Vorbereitungen auf ein gesetzliches Strukturprogramm. Dabei konnte sich der ADH mit seinen Forderungen (gesetzliches Investitionsverbot, gesetzlich vorgeschriebener Abbau von Kapazitäten sowie ein freiwilliges Preis- und Quotenkartell) durchsetzen, wohingegen der DMB mit seiner Mühlenmarktordnung scheiterte, da diese nicht mit der Marktwirtschaft vereinbar war. Zudem fehlten dem DMB – im Gegensatz zur ADH – die personellen Ressourcen zur Durchsetzung ihrer Forderungen. Das verabschiedete Strukturprogramm erleichterte den Strukturwandel, müsse aber als ein Beispiel für einen Antikorporatismus gesehen werden, da die Forderungen lediglich aus einem verbandsinternen Willensbildungsprozess resultierten, in dessen Rahmen dem Staat nur eine Schiedsrichterfunktion zugekommen sei. RALF AHRENS (Potsdam) vertrat in seinem Vortrag über den VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) im Zeitraum von den 1960er- bis zu den 1980er-Jahren die These, dass das innerverbandliche Spannungsverhältnis – resultierend aus der heterogenen Branchenstruktur – in den 1960er-Jahren bedingt durch die Strukturkrisen innerhalb der Branche besonders hervorgetreten sei. Des Weiteren warf Ralf Ahrens die Frage auf, inwiefern der Verband auch als Dienstleistungsunternehmen beschrieben werden könne. Diese Unterscheidung sei zwar idealtypisch möglich, gleichwohl sind die Grenzen dabei in der Praxis unscharf. Die Strukturkrise bedingte zweifelsohne eine Modernisierung der Verbandstätigkeit im Sinne moderner PR-Arbeit und Imagepolitik. Hierin liegt eine Parallele zu den von Ingo Köhler beschriebenen Veränderungen des VDA. Gleichzeitig lassen sich jedoch – trotz der modernisierten Verbandsarbeit – Kontinuitäten in der Verbandsorganisation konstatieren. VIOLA FRANK und WERNER PLESCHBERGER (Wien) stellten ihr Forschungsprojekt vor, in dem sie sich mit einem neuartigen Phänomen im Automobilsektor auseinandersetzen. Sowohl in den USA als auch im westlichen Europa kooperieren verschiedene Akteure wie Hersteller, Energieversorger, staatliche Organisationen, Wirtschaftsverbände zur Förderung des Elektroautos. Dieses Phänomen bezeichneten Viola Frank und Werner Pleschberger als verbandsmäßig organisierte Innovationsplattformen. Im Rahmen dieses neuen Verbandstypus kooperieren beispielsweise Automobilhersteller zur Abstimmung ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie zur Risikoreduzierung. Zentrales Element ist dabei die PR-Arbeit. Diese verbandsmäßig organisierten Innovationsplattformen werden im Rahmen dieses Projektes als Hybridphänomene von Wirtschaftsverbänden gefasst.

Die fünfte Sektion, die sich mit transnationalen Interessen beschäftigte, eröffnete MARTIN ALBERS (Cambridge) mit einem Vortrag über den AK China des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft. Obwohl die außenpolitischen Schwerpunkte der Bundesrepublik in Europa lagen, gleichzeitig aber Westdeutschland zum wichtigsten europäischen Handelspartner der VR China wurde, sei dem AK China eine bedeutende Rolle bezüglich des Aufbaus wirtschaftlicher Kontakte zwischen beiden Staaten zugekommen. Er habe gewissermaßen die Funktion eines transnationalen Mittlers übernommen. Nach einer chronologischen Wiedergabe wichtiger Kerndaten der Kontakte zwischen der VR China und dem AK China verdeutlichte Martin Albers die Vermittlerrolle des Ak’s zwischen beiden Staaten anhand ausgewählter Beispiele nach 1972. Genannt sei an dieser Stelle nur die Technogerma im Jahr 1975. Trotz gelegentlicher Spannungen könne von einer Erfolgsgeschichte bezüglich der Vermittlerrolle gesprochen werden, die vor allem auf den langfristigen persönlichen Beziehungen beruhe. In der Diskussion stellte sich erneut die Frage, ob und inwiefern diese Verbandstätigkeit innerhalb des (Neo)-Korporatismus-Konzeptes gefasst werden könne oder ob es sinnvoller wäre diese Phänomene einem neuen Begriff zuzuordnen. MILENA GUTHÖRL (Basel) griff in ihrem Vortrag eine neue Strömung der Geschichtsschreibung über die Entwicklung des Sozialstaates auf. Diese ordnet die Herausbildung des Sozialstaates in den Kontext internationaler Kongresse und Diskurse über Sozialversicherungen ein, anstatt die Entstehung nur nationalstaatlich fixiert zu sehen. Dabei stellte Milena Guthörl ausführlich den ICA (International Congress of Actuaries), die ISSA (International Social Security Association) und die Geneva Association vor sowie deren Mitglieder und Teilnehmer. Hinsichtlich ihrer Wirkung lässt sich konstatieren, dass die ISSA einen globalen Wissenstransfer beförderte und Debatten beeinflusste. Ähnlich verhält es sich mit der Geneva Association, die einen maßgeblichen Einfluss auf Diskussionen über die Ausgestaltung des Sozialversicherungssystems habe. Genannt wurde hierbei das 3-Säulen-Modell. Gerade diese Wirkungen der oben genannten Organisationen hätten stärker im Rahmen des Vortrags fokussiert werden sollen.

Die sechste Sektion behandelte die Verbände in der DDR und die Transformationsphase. Der Sektionsleiter Ralf Ahrens wies in seiner Einführung bereits auf das Fehlen von Publikationen über Verbände in nicht-marktwirtschaftlichen Systemen hin. KLAUS-JÜRGEN BEIL (Reichenbach) skizzierte in einem großen Schlag die Geschichte der Görlitzer Gold- und Silberschmiede und ihrer Vereinigungen vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert, wobei er sein Hauptaugenmerk auf wesentliche Entwicklungen zu DDR-Zeiten legte. In diesem Zusammenhang beschrieb er die Verbände als Puffer zwischen den Edelmetallschmieden und dem Staat. Trotz der Bevormundung seitens des Staates konnten sich die Betriebe ihre Unabhängigkeit in der Nachwuchsausbildung bewahren. Gleichwohl machte der Vortrag das Fehlen von Fachpublikation zu dieser Thematik deutlich. JANN MÜLLER (Bonn) spürte im letzten Vortrag der Wiederentstehung der IHK in der DDR im Zuge des Transformationsprozesses nach. Entgegen der dominierenden Tendenz die Entstehung der IHK als Folge eines Institutionentransfers zu betrachten, plädierte er für einen stärker akteurstheoretischen Zugang und griff damit eine weitere Forderung aus der ersten Sektion auf. Bereits bevor ein Wiedervereinigungsprozess absehbar war, ließen sich Tendenzen zur Gründung von IHK’s in der DDR erkennen. Diese These konnte auf Basis erstmals ausgewerteter Dokumente aus Kammerarchiven untermauert werden.

Die Abschlussdiskussion drehte sich noch einmal um die Problematik des Korporatismusbegriffes. Demnach könne dieser – verstanden als Tripartismus – nur unzureichend die zahlreichen neuen Phänomene beschreiben und erklären, die auf der Tagung thematisiert wurden. Nicht jede Verbandstätigkeit könne unter dem Begriff Korporatismus subsummiert werden, was entweder eine begriffliche Neudefinition von Korporatismus oder die Findung eines neuen Begriffes für die aufgezeigten neuen Tendenzen nahelegen würde. Diese Frage musste aber auf der Tagung unbeantwortet bleiben. Kritisch muss zudem angemerkt werden, dass nicht immer eine ausreichende Reflexion darüber stattfand, ob und inwiefern angesprochene Thematiken mit dem Korporatismus-Begriff gefasst werden können.

Konferenzübersicht:

Sektion I / Theorien (Leitung: Christian Kleinschmidt)

Boris Gehlen (Bonn): Verbände in der Wirtschaftsgeschichte. (K)eine Wirtschaftsgeschichte der Verbände.

Manfred Mai (Duisburg/Essen): Organisierte Interessen in der Politik. Aspekte des Korporatismus aus politikwissenschaftlicher Sicht.

Sofie Jedinger (Frankfurt): Making Capitalism Work. Wie Interessengruppen das Wirtschaftswachstum beeinflussen.

Sektion II / Korporatistische Praxis, Aushandlungsprozesse (Leitung: Jeffrey Fear)

Christian Marx (Trier): Der Einfluss von Verbänden auf die Gesetzgebung. Die Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes 1972.

Gunnar Flume (Bielefeld): Ein immerwährender Korporatismus? Wirtschaftsverbände, Staat und Gewerkschaften in Schweden 1945-2000.

Sektion III / Verbände und PR (Leitung: Boris Gehlen)

Ingo Köhler (Göttingen): Öffentlichkeitsarbeit als Krisenmanagement. Der VDA und die Verteidigung des Automobils in den 1970er Jahren.

Alexandra Seibt (Düsseldorf): Verbände in der Energiepolitik. Das Public-Affairs-Management von Interessengruppen der Erneuerbaren Energien während der Gesetzgebung zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Sektion IV / Strukturwandel und Wirtschaftsförderung (Leitung: Ingo Köhler)

Björn Dobias (Bonn): Krisenbewältigung in Handwerk und Industrie. Das Beispiel Müllereiverbände.

Ralf Ahrens (Potsdam): Interessenpolitik als Dienstleistung? Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau von den 1960er bis 1980er Jahren.

Werner Pleschberger / Viola Frank (Wien): Gemischte Wirtschaftsverbände in einem entstehenden Nischenmarkt. Verbandsförmig organisierte Innovationsplattformen zur Förderung des Elektroautos.

Sektion V / Transnationale Interessen (Leitung: Jeffrey Fear)

Martin Albers (Cambridge): Mehr Diplomaten als Kaufleute? Der Arbeits-kreis China des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft als Interessenverband und transnationaler Mittler.

Milena Guthörl (Basel): Verbände und internationale Organisationen als Plattform für Experten und Entscheidungsträger. Die Aushandlung von Fragen zur Sozialversicherung am International Congress of Actuaries, 1945-2000.

Sektion VI / DDR und Transformationsphase (Leitung: Ralf Ahrens)

Klaus Jürgen Beil (Reichenbach): Verbände in Ostdeutschland am Beispiel der Görlitzer Gold- und Silberschmiede und ihrer Vereinigungen 1945–2007.

Jann Müller (Bonn): Transfer einer Westinstitution oder Gründung einer ostdeutschen Selbstverwaltung? Die Wiederentstehung der Industrie- und Handelskammern in der DDR.

Anmerkung:
[1] Gernot Brauer, Presse- und Öffentlickeitsarbeit. Ein Handbuch, Konstanz 2005, S. 65.

Zitation
Tagungsbericht: Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Staat nach 1945, 05.07.2012 – 06.07.2012 Marburg, in: H-Soz-Kult, 24.08.2012, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4348>.
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Veröffentlicht am
24.08.2012
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