Darmstädter Diskussionen. 5. interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen

Ort
Darmstadt
Veranstalter
Marion Bolder-Boos / Dominik Maschek, Klassische Archäologie, Technische Universität Darmstadt; Anabelle Thurn / Sven Page, Alte Geschichte, Technische Universität Darmstadt
Datum
11.09.2013 - 14.09.2013
Von
Michael Zerjadtke, Historisches Seminar, Universität Hamburg

Vom 11. bis zum 14. September 2013 fanden an der Technischen Universität Darmstadt zum fünften Mal die "Darmstädter Diskussionen" statt. Das mittlerweile etablierte "Interdisziplinäre Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen" wurde von Marion Bolder-Boos, Anabelle Thurn, Sven Page und Dominik Maschek organisiert. 27 Referenten/innen von 17 Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italienpräsentierten ihre Dissertationsprojekte und stellten ihre Thesen zur Disposition.

Finanziell wie organisatorisch wurde das Kolloquium von den Instituten der Alten Geschichte und der Klassischen Archäologie sowie von der Sparkasse Darmstadt, dem Philipp von Zabern Verlag Mainz, Ingenium - Young Researchers at TU Darmstadt, BETA Analytics Ltd. und der Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert.

Die Tagung begann am Abend des 11. September mit der Begrüßung der Referenten durch Sven Page, Bettina Wagner, Elke Hartmann und Franziska Lang. Im Anschluss folgte der Abendvortrag von Prof. KARL-JOACHIM HÖLKESKAMP (Köln), der mit Hilfe griechischer Prozessionsdarstellungen die Performanz und Präsenz sozialer Gruppen in römischen pompae untersuchte.

Der 12. September 2013 begann mit der Sektion 1: "Kulturkontakte", unter der Moderation von Marion Bolder-Boos, mit dem Vortrag von BENEDIKT BOYXEN (Freiburg). Dem Sektionsthema näherte er sich aus der Perspektive des Kultes des Zeus Atabyrios auf Rhodos. Anhand der Votivinschriften stellte er fest, dass bis zu zwei Dritteln der Weihgeschenke von Sklaven gestiftet wurden, die zudem aus unterschiedlichen Bereichen Rhodos' und Umgebung stammten. Dieser exzeptionelle Befund deute eine besondere integrative Wirkung dieses Kultes an, die seit dem zweiten Jahrhundert v. Chr. erstarkte, während die Verehrung auf polis-Ebene an Bedeutung verlor.

Im anschließenden Vortrag von DANIEL FRANZ (Mannheim) standen Kriegsführung und -kultur des Hellenismus im Mittelpunkt. Er analysierte die Kriegspropaganda des Pyrrhos anhand von ihm geprägter Münzen, die dem Aufbau von Feindbildern dienten oder die Kriegstüchtigkeit des Heerführers sowie die Aussicht auf Beute betonten. Darauf ging Franz auf die enormen körperlichen und psychischen Belastungen der Krieger ein und erläuterte die unterschiedliche Aufarbeitung wie Instrumentalisierung der brutalen Kriegsrealität durch römische und griechische Autoren.

THERESE BURMEISTER (Berlin) referierte über regionale Besonderheiten der Sepulkralkunst Oberitaliens am Beispiel der Grabstelen aus Augusta Bagiennorum. Sie betonte die ausgeprägte Vorliebe zu Szenischen Darstellungen, wie Wagenlenkern und Berufsdarstellungen, die in Oberitalien allgemein verbreitet waren. Mythologische Bilder und Audienzszenen seien regional oder gar lokal, andere Themen, wie die römische Lupa oder Capricorni, jedoch ungewöhnlich selten.

Es folgte KAROLINE ROLLE (Halle) mit ihren Ausführungen zum Bild der Etrusker bei Griechen und Römern. Anhand der Aussagen antiker Autoren zeigte sie die unterschiedliche Behandlung von Stereotypen auf. Viele Topoi klassischer Zeit würden durch spätere Autoren, sowie durch etruskische Grabmalereien und Grabkunst, konterkariert. Dieser Mentalitätswandel könne möglichweise auf die fortgeschrittene Einbindung der Etrusker in die römische Welt zurückgeführt werden.

THOMAS LAPPI (Tübingen) stellte in seinem Referat Wanddekorfragmente aus sizilischen und nordafrikanischen Siedlungen hellenistischer Zeit vor, die typisch griechische Elemente tragen. Er konnte klare stilistische Verwandtschaften zwischen den beiden Regionen des westlichen Mittelmeerraumes aufzeigen, die sich des Formenschatzes des ersten pompejanischen Stils bedienen. Dennoch seien genuine Besonderheiten festzustellen, insbesondere in der Plastizität und der Verwendung von Rapportmustern.

Die Sektion wurde mit dem Vortrag von YVONNE GÖNSTER (Innsbruck) abgeschlossen. Sie umriss die Verbreitung von Straußeneiern als Trink- und Transportgefäße vom Epipaläolithikum bis ins ersten Jahrtausend v. Chr. Im Anschluss verortete sie die Funde von Straußeneiern in der Kyrenaika in ihrem Themenkomplex, wobei sich der Charakter der Straußeneier als Luxusobjekte deutlich zeigte. Unklar seien jedoch ihre Handelswege aus dem oder in den Ägäisraum.

Die von Anabelle Thurn moderierte Sektion II: "Schrift und Literatur" eröffnete OLIVER MEUSER (Aachen / Köln / Bologna). Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Entwicklung des ionischen Alphabets aus dem phönizischen Syllabar. Über diesen Prozess existierten bereits in spätarchaischer und frühklassischer Zeit Spekulationen, von denen er einige vorstellte. Daraufhin beleuchtete er die Einführung des ionischen Alphabets als Ersatz für das Altattische im fünften Jahrhundert v. Chr. und lieferte Erklärungsansätze für dessen Übernahme.

Im Anschluss referierte ALEXANDER FREE (München) über den idealen Geschichtsschreiber aus der Sicht des Lukian. Dieser betone die Diskrepanz zwischen Scheinbildung bzw. Blenderei und echter paideia. Seine Ausführungen seien Weiterentwicklungen von Aussagen u.a. des Thukydides. Der Zweck der Historiographie sei das Erlangen von Ansehen gegenüber den Zeitgenossen und der Nachwelt. Dafür solle der ideale Geschichtsschreiber v.a. überparteiliche Gerechtigkeit, rhetorisches Können und Klarheit in sich vereinen.

ANDREAS LENZ (Mainz) schlug mit seinem Vortrag über das epische Gedicht "Waltharius" den Bogen von der Antike zum Mittelalter. In diesem sei die Rezeption antiker und germanischer Themen klar erkennbar. Doch aufgrund der Unvereinbarkeit bestimmter topischer Charakteristika mit dem Glaubens- und Wertekanon des unbekannten Autors, versuche dieser mittels bestimmter Strategien eine Distanzierung zu erreichen. Lenz zeigte exemplarisch die Intertextualität bestimmter Passagen, die mehrdeutig seien und genrefremde biblische und satirische Elemente importieren.

Der zweite Konferenztag am 13. September 2013 startete mit der Sektion III: "Repräsentationsformen" unter der Moderation von Sven Page. Den Anfang machte FLORIAN RUDOLF FÖRSTER (München) mit seinen Untersuchungen hellenistischer Ehrendekrete aus der polis Kos. Diese seien nur in Ausnahmefällen dauerhaft öffentlich aufgestellt worden. Förster stellte einige Dekrete vor und versuchte Gründe für deren exzeptionelle Behandlung zu formulieren. Es zeigte sich, dass diese Ehrendekreten zumeist mit Krisensituationen zusammenfielen und oftmals neben dem konservatorischen auch einen pädagogischen Effekt haben sollten.

ROBIN HÄMMERLING (Trier) referierte zum Bild der Frauen hellenistischer Herrscherdynastien. Dabei stellte er die Besonderheiten der Darstellung von Weiblichkeit in der Münzikonographie von Seleukiden und kleinasiatischen Dynastien vor. Er konnte zeigen, dass sich die Statusunterschiede der Frauen als Teil interdynastischer bzw. Geschwisterehen oder Herrscherinnen in den Münzbildern wiederfinden lassen.

Es folgte ALEJANDRO DÍAZ FERNANDEZ (Mainz) mit seinem Vortrag über Ehrungen römischer Statthalter durch Provinzialgemeinden. Er stellte die Unterschiede zwischen römischer Ansicht über Eigenschaften eines idealen Statthalters und jener der Provinzgemeinden heraus. Vielfach seien Ehrungen römischer Magistrate nicht aus Dankbarkeit, sondern auf Druck Roms oder des Statthalters selbst beschlossen worden. In Konsequenz seien die Beziehungen von geehrten Statthaltern und ehrenden Gemeinden neu auf den Prüfstand zu stellen.

Mit multimedialer Unterstützung präsentierte JOHANNES GEISTHARDT (Konstanz) seine Ausführungen zum plinianischen Panegyrikus. Er thematisierte, wie dessen Aussagen vom zeitgenössischen Publikum aufgenommen werden konnten. Im Ergebnis stellte er fest, das Werk des Plinius sei eine mehrfach überarbeitete und erweiterte Verschriftlichung seiner zuvor gehaltenen Lobrede. Plinius habe sie mit Hilfe von Freunden aus eigenem Antrieb im Rahmen des otium ausgeführt. Privater Rahmen und Eigeninitiative seines Tuns lassen Geisthardt darauf schließen, seine Lobpreisungen entsprächen seiner inneren Einstellung gegenüber dem optimus princeps.

THOMAS KLEMMER (Bonn) schlug den Bogen von der Antike zur Neuzeit. In seinem Referat beleuchtete er die Rezeption antiker Elemente bei den Olympischen Spielen von 1936 und zeigte dabei insbesondere die Instrumentalisierung klassischer Kunstwerke im Auftrag der Nationalsozialisten. Der Einbau von Symbolen und Themen ermögliche mehrschichtige Deutungen, durch welche die olympischen Botschaften ideologisch eingefärbt worden seien.

Unter der Leitung von Anabelle Thurn folgte die Sektion IV: "Soziopolitische Prozesse". Den Anfang machte JONAS BORSCH (Tübingen), der über die Erdbebengefahr in Griechenland referierte. Er verglich die antiken Beschreibungen katastrophaler Erdbeben auf Euböa mit denen in Lakonien. Es ließen sich deutlich verschiedene Perspektiven bei den Darstellungen feststellen, die bei Euböa die natürlichen bzw. technischen Ursachen fokussierte und bei Lakonien auf die göttliche Deutung als Strafe für frevelhafte Handlungen. Des Weiteren seien die Inhalte antiker Beschreibungen vom Genre des Textes sowie von der Verwendung topischer Elemente abhängig.

Sektion und Tag beschloss MARINUS KLENK (Regensburg) über die Privilegierung der Kirche in der Spätantike. Diese äußere sich u. a. durch die Immunität von einer Vielzahl von Abgaben, eine eigene Gerichtsbarkeit die Fähigkeit und zur Übernahme von Gemeindepatronaten. In Auswirkung dieses Sonderstatus' seien Anzahl und Macht des Klerus auf Kosten der Dekurionen und Staatsbeamten stark angewachsen, was wesentlich zum Aufstieg der katholischen Kirche beigetragen habe.

Der letzte Tag der Darmstädter Diskussionen begann am 14.9.2013 mit der von Sven Page moderierten Sektion V: "Normative Konzepte". BRUNO LANGMEIER (Graz) beschäftigte sich in seinem Referat mit dem Demokratiebegriff, speziell der "radikalen Demokratie" bei Aristoteles. Langmeier versuchte zu ergründen, welche Stadt dem Aristoteles bei der Skizzierung der radikalen Demokratie als Vorbild gedient habe. Er kommt zu dem Schluss, dass die meisten Eigenschaften einer solchen in Athen wiederzufinden seien. Dennoch wäre die polis nicht die äußerste Ausformung der radikalen Demokratie –die extreme Demokratie– sondern gemäßigter und damit stabil und lebensfähig.

Es folgte MORITZ HINSCH (Berlin) mit einem Vergleich von Aristoteles' Theorie des oikos mit der Wirtschaft des antiken Griechenland. Er untersuchte die von Aristoteles unterschiedenen Formen der Erwerbskünste mit samt ihrer normativen Wertungen. Daraufhin stellte er die Bezüge zur (geld-) wirtschaftlichen Entwicklung im vierten Jahrhundert v. Chr. her. Im Ergebnis schlug er vor, Aristoteles habe versucht in seinen Ausführungen der begüterten Oberschicht Möglichkeiten aufzuzeigen, ihren Reichtum zum Nutzen der polis und zugleich auch zum Vorteil ihrer selbst einzusetzen.

SUSANNE HÄRTEL (Stuttgart) stellte ihre Forschungen zur Restriktion von Emotionsäußerungen von Frauen in Rom vor. Aufgrund fehlender Ego-Dokumente beschränkte sie sich auf die Beschreibungen der Eigenschaften der idealen römischen Ehefrau. Hierfür untersuchte sie Grabinschriften und Werke antiker Autoren hinsichtlich der Emotionen beim Umgang mit dem Tod von Angehörigen. Deutlich ließen sich normativen Vorschriften herausstellen, wie gelöstes Haar, die Absonderung von der Gesellschaft und Trauerkleidung.

Mit CHRISTIAN WEIGEL (Bonn) endete die Sektion. Er begann seine Ausführungen mit der Vorstellung der von ihm behandelten antiken Romane mit einem anschaulichen Beispiel, das zugleich die Vielschichtigkeit und Verworrenheit der lnhalte illustrierte. Er betonte, dass trotz der methodischen Schwierigkeiten beim Zugang, der historische Wert von Romanen hinsichtlich der Familienstrukturen und Lebensrealitäten griechischer Oberschicht bedeutend sei.

Die Sektion VI: "Architektur und Raum" unter der Leitung von Dominik Maschek wurde von JOHANN JÜRGENS (Berlin) eröffnet. Er untersuchte Aspekte panhellenischer Feste am Beispiel der Leukophryena in Magnesia und der Asklepieia auf Kos. Hier legte er den Fokus auf die architektonische Gliederung der Räume innerhalb der Heiligtümer, sowie die Lenkung von Blicken und Schaffung kulissenartiger Panoramen durch bauliche Staffelungen.

Im Anschluss sprach DOMINIK KLOSS (Hamburg) über Mauerkronen und andere Verzierungen in ihrer Funktion als Bildchiffre. Dafür stellte er Stadtmauern aus unterschiedlichen Regionen und historischen Perioden vor, wobei er den Fokus auf Nordsyrien und die Levante legte und den Bogen bis in die Moderne schlug. Kloss konnte thematische Kontinuitäten aufzeigen, die nicht auf pragmatisch-funktionale Gründe zurückzuführen seien, sondern als Herrschaftssymbolik oder Ausdruck selbstbewusster urbanitas gedeutet werden müssten.

AGNES DOROTHEE SCHÜTTE (Tübingen) schloss sich thematisch mit ihrem Referat über Fortifikationsanlagen während der kaiserzeitlichen pax romana an. Die durch den dauerhaften Frieden funktionslos gewordenen Stadtmauern blieben zum Teil erhalten, wurden jedoch auch umgenutzt oder abgerissen. Beim Neubau von Städten und Veteranenkolonien sei dennoch nicht auf die Ummauerung verzichtete worden. Möglichweise hing diese Praxis mit einer Kompetenzverlagerung bei Planung und Bau von den Kommunen nach Rom zusammen, die sich in Veränderungen in den Bauinschriften wiederspiegeln.

Es folgte MATTHIAS WEGLAGE (Berlin), dessen Referat die Entstehung der frühgriechischen Tempelarchitektur zum Gegenstand hatte. Er stellte einen Vergleich der Tempelbestandteile mit dem Aufbau von Scheiterhaufen aus geometrischer Zeit an. Beispielhaft dafür sei die Bestattung eines Fürsten in Lefkandi, dessen Rekonstruktion Parallelen mit der Beisetzung des Patroklos aufweise, wie sie in der Ilias beschrieben ist. Er konnte nachweisen, dass Aufbau und Abmessung der Scheiterhaufen dem frühgriechischer Tempel entsprechen, was ihn zu dem Schluss führe, diese, und nicht mykenische Heiligtümer, haben als Vorbilder gedient.

Auch LEON ZIEMER (Hamburg) beschäftigte sich mit der Architektur von Tempelanlagen, wobei sein Interesse der ägyptischen Welt zwischen Griechen und Römern galt. Er zeigte, wie insbesondere seit Ptolemaios I. griechische Elemente in den ägyptischen Tempelbau Einzug hielten, zu denen in der Kaiserzeit auch Römische traten. Repräsentationsformen und im Kontext aufgestellte Dekrete zeigen, dass die Tempel ihre Funktion als Verkünder „machtpolitischer Informationen“ behielten. Diese verloren sie erst im Rahmen des Niedergangs der römischen Herrschaft.

GREGOR UTZ (Regensburg), der letzte Referent des Kolloquiums, stellte seine Untersuchungsergebnisse zur Wirtschaft der Häfen von Aquileia und Ravenna in der Spätantike vor. An beiden Orten sei die Reichskrise des 3. Jahrhunderts archäologisch nicht als solche erkennbar, jedoch seien in Aquileia ein Rückgang der Umschlagmenge erkennbar, sowie einige Veränderungen der Warenströme. Ravenna wurde gar erst im 5. Jahrhundert zum bedeutenden Seehandelszentrum.

In der Zusammenfassung des Kolloquiums zeigte sich die Vielfalt der Themengebiete nochmals in seiner vollen Breite. Die Rückschau auf eine Vielzahl fruchtbarer Diskussionen bestätigte einmal mehr den Wert interdisziplinären Austausches. Das Lob der Referenten/innen galt den Organisatoren/innen wie den sie unterstützenden Hilfskräften, welche wiederum den Teilnehmern/innen für die intensive Mitarbeit dankten. Aufgrund der Initiative aller Beteiligten war auch das 5. interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen ein voller Erfolg. Das rege Interesse und positive Feedback der Referenten/innen bestärkten das Organisationsteam in seinem Vorhaben, im kommenden Jahr mit den 6. Darmstädter Diskussionen die Tradition fortzusetzen.

Konferenzübersicht:

Eröffnung

Sven Page
Bettina Wagner
Elke Hartmann
Franziska Lange

Abendvortrag:
Karl-Joachim Hölkeskamp (Köln): Raum, Präsenz, Performanz. Prozessionen im Republikanischen Rom.

Sektion I: Kulturkontakte

Benedikt Boyxen (Freiburg): Zwischen polis- und Privatkult. Der rhodische Kult des Zeus Atabyrios

Daniel Franz (Mannheim): Der Herakles aus Epirus und die römische Hydra – König Pyrrhos und die Schlacht bei Herakleia (280 v. Chr.)

Therese Burmeister (Berlin): Lokale Eigenheiten in der Sepulkralkunst Oberitaliens

Karoline Rolle (Halle-Wittenberg): Ein Leben im Luxus. Das Bild der Etrusker bei Griechen und Römern

Thomas Lappi (Tübingen): Hellenistische Wanddekorationen im zentralen und westlichen Mittelmeerraum

Yvonne Gönster (Innsbruck): Straußeneier in Bewegung. Ein Indikator für Kulturkontakte im Mittelmeerraum?

Sektion II: Schrift und Literatur

Oliver Meuser (Aachen / Köln / Bologna): Progressio litteratum. Die alphabetschriftliche Literalität und die Einführung des ionischen Alphabets in Athen

Alexander Free (München): Geschichtsschreibung als Paideia. Lukian über den idealen Geschichtsschreiber

Andreas Lenz (Mainz): Epische Transformationen. Intertextualität, Komik und Gewalt im Waltharius

Sektion III: Repräsentationsformen

Florian Rudolf Forster (München): Die Ehrendekrete der hellenistischen polis Kos

Robin Hämmerling (Trier): Weiblichkeit in der hellenistischen Münzikonographie – Herrscherinnenporträts der Seleukiden und kleinasiatischen Dynastien

Alejandro Díaz Fernandez (Mainz): A Study of the Modalities of Tributes and Honors to Roman Governors in Provinces during the Republic (227 – 49 BC)

Johannes Geisthardt (Konstanz): Von der Lobrede zum rhetorischen Kunsthandwerk. Der plinianische Panegyrikus und das Problem der Aufrichtigkeit

Thomas Klemmer (Bonn): Rezeption und Funktionalisierung der Antike im Nationalsozialismus am Beispiel der Olympischen Spiele 1936 in Berlin

Sektion IV: Soziopolitische Prozesse

Jonas Borsch (Tübingen): Griechenland und die Erdbebengefahr am Beispiel Lakoniens und Euböas

Marinus Klenk (Regensburg): Die Privilegierung der Kirche in der Spätantike. Ursachen und Wirkungen

Matthias Zein (Potsdam): Obstruktion in der römischen Republik. Möglichkeiten und Grenzen politischer Kommunikation

Sektion V: Normative Konzepte

Bruno Langmeier (Graz): Aristoteles und Athen

Moritz Hinsch (Berlin): Aristoteles' Theorie des oikos und die wirtschaftlichen Strukturen des antiken Griechenlands

Susanne Härtel (Stuttgart): Die ideale römische Bürgerin und ihr Ausdruck von Emotionen. Quellenlage und methodisches Vorgehen

Christian Weigel (Bonn): Haus und Familie im antiken Roman

Sektion VI: Architektur und Raum

Johann K. Jürgens (Berlin): Die Leukophryena in Magnesia am Mäander und die Asklepieia in Kos. Ein topographisch-archäologischer Beitrag zur bürgerlichen Festkultur im Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit

Dominik Kloss (Hamburg): Von Mauerkronen und bekrönten Mauern. Bedeutungen und Hintergründe einer antiken Bildchiffre

Agnes Dorothea Schütte (Tübingen): Fortifikation in Friedenszeiten. Überlegungen zu den Stadtmauern der römischen Kaiserzeit

Matthias Weglage (Berlin): 'Scheiterhaufenarchitektur'. Zur Entstehung des frühgriechischen Tempelbaus aus geometrischer Gräberarchitektur. Das Beispiel Lefkandi

Leon Ziemer (Hamburg): Zwischen Griechen und Römern in Ägypten: Bauaktivität und Tempelarchitektur. Ein Zwischenstand

Gregor Utz (Regensburg): Felix Ravenna, Aquileia Nostra. Zwei Wirtschaftszentren und ihre Häfen in Zeiten der "Krise" (3. - 5. Jh. n. Chr.)

Schlussworte

Zitation
Tagungsbericht: Darmstädter Diskussionen. 5. interdisziplinäres Doktorandenkolloquium zu antiken Kulturen, 11.09.2013 – 14.09.2013 Darmstadt, in: H-Soz-Kult, 18.11.2013, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5095>.
Redaktion
Veröffentlicht am
18.11.2013
Klassifikation
Region(en)
Weitere Informationen
Sprache Beitrag
Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung