Repräsentationen der Arbeit. Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte IV

Ort
Düsseldorf
Veranstalter
Kooperationsprojekt „Jüngere und jüngste Gewerkschaftsgeschichte“; Hans-Böckler-Stiftung; Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung
Datum
07.11.2013 - 08.11.2013
Von
Daniela Fleiß, Historisches Seminar, Universität Siegen

Die Erkenntnis, dass Gewerkschaftsgeschichte nicht nur mit den Methoden und unter den Annahmen der Sozialgeschichte geschrieben werden kann und darf, sondern die Methoden und Herangehensweisen vom jeweiligen Forschungsgegenstand bestimmt werden müssen, bildete die Grundlage der gemeinsamen Tagung der Hans-Böckler-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung. So erst wurde es möglich, wie im Titel der Tagung angekündigt, wirklich neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte anzuwenden. Hatte in den Konferenzen der Vorjahre seit dem Beginn der Tagungsreihe im Jahr 2009 bereits ein thematischer und zunehmend auch geschichtstheoretischer Wandel in der Betrachtung der Gewerkschafts- und im weiteren Sinne der Arbeitergeschichte stattgefunden – von einer generellen Wiederbelebung des Themengebiets über die Einbeziehung transnationaler Ansätze hin zur Betrachtung von Aushandlungsprozessen –, der methodische und theoretische Innovationen erkennen ließ, steuerten die Veranstalter mit dem Blick auf „Repräsentationen der Arbeit“ nun vollends in die kulturgeschichtlichen Gewässer.[1]

Indem man, so JOHANNES PLATZ (Bonn) vom Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung in seiner Begrüßung, gewerkschaftsgeschichtliche Studien mit dem iconic turn zusammenbringe, könnten unterschiedliche Repräsentationsformen der Arbeit in verschiedenen Medien und Kontexten untersucht werden, wobei nicht nur die Wirkung der Bilder in den Blick genommen und den kulturellen Codes in den Darstellungen nachgespürt, sondern auch die Diskurse in textlichen Medien untersucht werden sollten. Auf diese Weise erhoffte sich Platz weitere Einsichten in die Geschichte der Arbeitsbeziehungen, nicht mehr nur des Arbeiters allein. Eine solche Zugangsweise, das zeigte die Palette von Vorträgen, konnte sich sowohl in der Untersuchung von für die Gewerkschaftsgeschichte ‚klassischen‘ Themen, wie der Bildsymbolik des 1. Mais niederschlagen, als auch beispielsweise in der Analyse der Darstellung und Bedeutungszuweisung von Arbeit und Arbeitsbeziehungen im modernen Roman.

LARS BLUMA (Bochum), Leiter des Forschungsbereichs Bergbaugeschichte des Deutschen Bergbau-Museums, versuchte einleitend eine Theorie der Repräsentation von Arbeit aufzustellen. Dabei kam er erstens zu der Feststellung, dass in der Moderne keine Ontologisierung mehr möglich sei, und daher nicht ‚die Arbeit‘ repräsentiert werde, sondern die Abstraktionen von Arbeit. Zweitens arbeitete er heraus, dass die Funktion der Repräsentation immer eine Machtausübung sei, ob nun beispielsweise der Arbeitgeber versuchte, durch scheinbar objektivierende, mess- und zählbare Ergebnisse sich den Arbeiterkörper als Produktionsmittel handhabbar zu machen, oder ob sich die bürgerliche Gesellschaft idealisierte Bilder des Arbeiters erschuf. Dabei, so Bluma, wurden in verschiedenen sozialen Kontexten Repräsentationen für unterschiedliche Sinnkonstruktionen genutzt und hatten jeweils differenzierte Rückwirkungen auf die sozialen Praktiken. Repräsentationen spiegelten laut dem Eröffnungsredner gesellschaftliche Ordnungen und das in ihnen situierte Wissen. Mit diesen Feststellungen eröffnete Bluma der Tagung einen theoretischen Horizont, der sich speziell an die Erkenntnisse des britischen Soziologen Stuart Hall und im weiteren an die Kulturwissenschaft anlehnt. Auf diese Weise demonstrierte er die Möglichkeit, die Geschichte der Arbeitsbeziehungen als Kulturgeschichte zu schreiben.

In fünf Sektionen, die sich nach den Medien der Repräsentation – nach Bildern, Erzählungen und Musealisierungen – gliederten, spürten im Anschluss an den Eröffnungsvortrag insgesamt 14 Referentinnen und Referenten den Antworten auf die Fragen nach Sinnkonstruktionen durch Repräsentationen, nach sozialen Praktiken, gesellschaftlichen Ordnungen und dem jeweils ihnen immanenten Wissen nach.

Insbesondere die Überlegungen des Historikers STEFAN MOITRA (Bochum) zur Ikonographie von Mitbestimmung, der Kunsthistorikerin AGNETA JILEK (Leipzig) über die Repräsentation von Arbeit in der künstlerischen Fotografie der 1970er- und 1980er-Jahre in der DDR sowie des Historikers OLAF KISTENMACHER (Hamburg) zur Biologisierung des gesellschaftlichen Verhältnisses von Arbeit und Kapital in der Agitation der KPD zur Zeit der Weimarer Republik zeichneten sich durch einen hohen Grad von theoretischer Reflexion oder durch innovative Themenfindung aus.

Aus der grundlegenden Überlegung heraus, dass Semantik und visuelle Form Hand in Hand gehen, leitete Moitra die These seines Vortrags ab, dass ein Wandel in der betrieblichen Mitbestimmung einhergehe mit der Veränderung der visuellen Repräsentationen von industrieller Arbeit und betrieblichen Hierarchien. Dieser Annahme ging der Referent anhand von fotografischen Beispielen aus den Jahren seit 1945 nach, wie sie in den Gewerkschaftszeitschriften und im Vergleich dazu in den Mitarbeiterzeitschriften des Steinkohlebergbaus abgedruckt worden waren. Dabei untersuchte er, inwieweit sich in dieser Branche, in der die Mitbestimmung bereits frühzeitig gesetzlich verankert war, in den verschiedenen Phasen eine jeweils besondere Bildsprache entwickelt habe. Hierzu stellte Moitra fest, dass in den Mitarbeiterzeitschriften Konflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bzw. die Gewerkschaften an sich gar keine Erwähnung fanden und stattdessen anhand von Berichten über die Wohlfahrtseinrichtungen, über technischen Fortschritt und soziale Ereignisse das Bild einer harmonischen und funktionierenden Betriebsgemeinschaft gezeichnet worden sei. Die Bilder in den Organen der IG Bergbau dagegen zeigten den Gegensatz zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer deutlich auf, um das berufsständische Selbstbild zu stärken. Nach dem Montan-Mitbestimmungsgesetz von 1951 stellte sich die Gewerkschaft jedoch kaum noch als radikal dar. Die Tatsache, dass seit 1970 die Unternehmerzeitschrift der Ruhrkohle AG gewerkschaftliche Themen aufgriff, verdeutlichte dann eine Auflösung des Konfliktes zwischen Arbeiter und Arbeitnehmer durch die Zusammenarbeit in der Bergbaukrise.

Agneta Jilek präsentierte in ihrem Vortrag einen Ausschnitt aus ihrem Dissertationsprojekt, in dem sie dem Wandel des Bildprogrammes und des Diskurses um die Repräsentation von Arbeit in der ehemaligen DDR nachspürt, an dessen Ende das entideologisierte Arbeiterportrait steht. Basierend auf der Tatsache, dass die bildliche Vermittlung von Arbeit als dem zentralen Thema seit der Gründung der DDR immer sowohl staatlicher Förderung als auch staatlicher Kontrolle unterlag, arbeitete Jilek anhand der Portraitfotoschauen der DDR der Jahre 1971, 1981 und 1986 heraus, dass sich ein Wandel des Arbeitsbildes im wechselseitigem Einfluss von marxistischem Arbeitsbegriff, marxistischer Fototheorie, dem wirtschaftlichen Wandel, der Kulturpolitik und den einzelnen Fotografen vollzog. Konkret bedeutete das eine Verschiebung von der Darstellung des Produktionsprozesses hin zu Pausen- und Feierabendszenen und damit hin zu einem realistischen, sozialkritischen Bild der Arbeit, das jedoch durchaus identitätsstiftend wirken sollte.

Einer weiteren bisher kaum beachteten Thematik und ihrer bildlichen Repräsentation widmete sich Olaf Kistenmacher, indem er die Verarbeitung des Parasiten-Diskurses der 1920er-Jahre mit seiner Gegenüberstellung von Arbeitsheroismus und angeblichem bürgerlichen Schmarotzertum innerhalb der KPD untersuchte. Hierzu analysierte Kistenmacher exemplarisch eine Titelseite der KPD-Zeitschrift „Die Rote Fahne“ aus dem Jahr 1925, auf der unter der Überschrift „Entfernt die Parasiten! Wählt Kommunisten“ ein hünenhafter, muskulöser Arbeiter abgebildet war, der in einer Industrielandschaft steht und in seinen Händen einen Großgrundbesitzer und einen Kapitalisten hält. Die Anklänge an die Bildsprache und Rhetorik der Nationalsozialisten, so betonte der Vortragende, offenbarten, dass es sich bei dem Diskurs um die Problematik von Arbeit und Nichtstun, um „Parasiten“ und „Schmarotzertum“ nicht um einen genuin nationalsozialistischen handelte, sondern um eine Thematik, die generell in der Arbeiterschaft der Zeit diskutiert wurde.

Darüber hinaus bekam die Zuhörerschaft in dieser Sektion einen Einblick in die Darstellung von Arbeiterstreiks in Frankreich anhand von Bild-Postkarten geboten, die verdeutlichten, dass die gesellschaftliche Stellung des Arbeiters in Frankreich eine andere war, als in Deutschland. Außerdem analysierten die Referentinnen und Referenten bildliche Darstellungen von Symbolen des 1. Mais und stellten die Darstellung der Welt des Bergbaus im Spielfilm dar. Diese, wie auch die zuvor genannten Referate, zeigten, wie am Folgetag in der Abschlussdiskussion thematisiert wurde, jedoch noch immer die Existenz eines gewissen Unbehagens des Historikers im Umgang mit Bildquellen, so dass der tatsächliche Gehalt der Repräsentationen den Zuhörern nicht immer klar genug vor Augen geführt wurde.

Deutlicher arbeiteten dagegen die Literaturwissenschaftlerinnen und Literaturwissenschaftler THORSTEN ERDBRÜGGER (Leipzig), INGA PROBST (Leipzig) und CORA ROK (Bonn) die erzählerischen Repräsentationen von Arbeit heraus.

Erdbrügger und Probst untersuchten in einem gemeinsamen Vortrag Arbeit und Arbeitslosigkeit als Thema von Schelmenerzählungen und konstatierten, dass die Verarbeitung des Motivs Arbeit in diesem Genre als paradigmatisches Zeichen für eine Umbruchzeit gedeutet werden könne. So habe die Arbeitsmarktkrise der 1970er-Jahre sich in einem literarischen Plädoyer gegen entfremdete und stattdessen für sinnvolle und sinnliche Arbeit niedergeschlagen mit einem Schelm als Protagonisten, der die Arbeit gewitzt verweigerte. Dagegen hätten die Unsicherheiten nach 1989 zu einem Schelmentum geführt, das nach Alternativen zur Arbeitslosigkeit suchte. Zu einem vergleichbaren Ergebnis kam Cora Rok mit ihrer Untersuchung der Darstellung von Arbeit in der deutschen und italienischen Gegenwartsliteratur. Sie stellte fest, dass die Erzählungen einen Einstellungswandel gegenüber der Arbeit thematisierten. Während in vorherigen Epochen eine Emanzipation von stupider Arbeit propagiert worden sei, herrsche in der Gegenwart eine totale Flexibilisierung, die kein Leben jenseits der Arbeit mehr zulasse. Hierin erkannte die Referentin eine Entfremdung von der Arbeit, die weit über die von Marx skizzierte hinausreichte.

Die letzten beiden Sektionen, die sich mit der Musealisierung von Arbeit beschäftigten, zeigten sich gleichzeitig als der bedeutsamste Teil der Tagung, was möglicherweise auf den Umstand zurückzuführen ist, dass im musealen Zusammenhang Phänomene und Konzepte der Repräsentation bereits breiter rezipiert und reflektiert worden sind, als in anderen Untersuchungsfeldern. Von den Vorträgen unter anderem über das Hafenmuseum Hamburg oder das Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)-Industriemuseum Henrichshütte lieferten die Ausführungen der Politologin SABINE KRITTER (Berlin) zu „Bildern von Arbeit im Museum“ und von JANA RECH (Dortmund), Mitarbeiterin der DASA Arbeitswelt Ausstellung, über „die Ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt als Medium politischer Repräsentation von Arbeit“ die klarsten Analysen im musealen Kontext.

Kritter beleuchtete am Beispiel des Ruhrmuseums, welche Deutung von Arbeit Museen als Orte, die gesellschaftliche Verhältnisse konstituieren und gleichzeitig von diesen bestimmt werden, bieten. Dabei kam die Referentin zu dem Schluss, dass das Ruhrmuseum mit seiner rekonstruierenden Inszenierung die Industrialisierung als Ausgangspunkt und die Arbeitswelt dieser Zeit als eine explizite Station präsentiere, die in der Gegenwart keine Rolle mehr spiele. Insofern vermittle dieses Museum, das die Industrialisierung explizit als Ausgangspunkt seiner Erzählung nehme, den Eindruck, Arbeit spiele in der gegenwärtigen Gesellschaft keine Rolle mehr. Kritter führte diesen Umstand nicht auf eine individuelle Schwäche des vorgestellten Museum zurück – wie sie im Übrigen auch durch einen Vergleich mit Industriemuseen in Großbritannien unterstrich –, sondern auf eine gesamtgesellschaftliche Krise der Repräsentation von nicht mehr durch körperliche Akte bestimmter Arbeit.

Mit ihrer Untersuchung der Vorgänger der DASA Arbeitswelt-Ausstellung in Dortmund thematisierte Jana Rech die Problematik der Deutungsherrschaft über die Repräsentationen von Arbeit, die in den durch staatliche Stellen organisierten und inszenierten Ausstellungen größtenteils beim Staat lag. So bot beispielsweise im Kaiserreich die 1903 frisch eröffnete „Ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt“ mit ihrer Darstellung des technischen Fortschritts eine klare Möglichkeit zur Identifikation mit dem modernen Staat. Die Referentin knüpfte damit an eines der Ergebnisse des Eröffnungsvortrags von Lars Bluma an und konnte auf diese Weise den thematischen Kreis der Konferenz teilweise schließen.

Im Übrigen zeigte der Abendvortrag zum Ende des ersten Tagungstages, dass die Macht zur Gestaltung von Repräsentationen von Arbeit nicht nur auf der Seite des Staates, sondern ebenso in den Händen der organisierten Arbeiterschaft liegen konnte. UDO ACHTEN (Düsseldorf), Journalist und Gewerkschaftler, lieferte zu diesem Zweck Einblicke in sein Lebenswerk, das unter anderem seit 34 Jahren in der Gestaltung eines jährlichen Motivkalenders für die Gewerkschaftsmitglieder besteht, und damit in die Praxis der Entstehung von Repräsentationen.

In der Abschlussdiskussion wurde noch einmal der Wert der zusammengetragenen Erkenntnisse gewürdigt, aber auch offen Kritik geübt und eine Perspektive für weitere Forschungsansätze innerhalb des Tagungsthemas eröffnet. Besonders positiv hob die Zuhörerschaft die Interdisziplinarität der Tagung hervor. Als problematisch wurde dagegen betrachtet, dass die Referentinnen und Referenten sich nur auf einen kleinen Ausschnitt an Medien der Repräsentation bezogen und beispielsweise solche Quellen wie Musikstücke oder Schulbücher außen vor gelassen hätten. Auch die Fokussierung im Wesentlichen auf Arbeit in Form von Industriearbeit und hauptsächlich auf das Fallbeispiel Deutschland hätte nach Meinung des Plenums ausgeweitet werden können.

Die abschließend vorgetragene Kritik bezog sich auf die noch vorherrschende methodische und definitorische Unsicherheit im Umgang mit dem Konzept der Repräsentationen. Die Abschlussdiskussion lieferte damit den Veranstaltern von der Hans-Böckler-Stiftung und Friedrich-Ebert-Stiftung bereits eine Vorgabe zur Ausweitung und tieferen Durchdringung des Themas, an die sie mit dem geplanten Sammelband und einer möglichen Anschlusstagung anknüpfen können. Das Ziel, wie im Titel der Tagung angekündigt, neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte zu werfen, hat die Tagung indes bereits in hohem Maße erreicht.

Konferenzübersicht:

Michaela Kuhnhenne (Düsseldorf) / Johannes Platz (Bonn), Begrüßung

Impulsreferat
Lars Bluma (Bochum), Medien und Funktionen von Repräsentationen des Arbeiterkörpers

Sektion I: Bilder in der Arbeiterbewegung (1)
Moderation: Stefan Müller (Duisburg-Essen)

Friedhelm Boll (Kassel / Bonn), Streik in französischen/deutschen/österreichischen Postkarten des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

Stefan Moitra (Bochum), Gibt es eine „Ikonographie der Mitbestimmung“? Zur visuellen Kommunikation betrieblicher Hierarchien im westdeutschen Bergbau nach 1945

Agneta Jilek (Leipzig), Der Arbeiterstaat im Bild. Die Repräsentation von Arbeit in der künstlerischen Fotografie der 1970er- und 1980er-Jahre in der DDR

Sektion II: Bilder in der Arbeiterbewegung (2)
Moderation: Johannes Platz

Nicola Hille (Stuttgart), Zur Darstellung des 1. Mai im politischen Plakat

Olaf Kistenmacher (Hamburg), „Entfernt die Parasiten!“. Zur Biologisierung des gesellschaftlichen Verhältnisses von Arbeit und Kapital in der Agitation der KPD zur Zeit der Weimarer Republik

Rudolf Tschirbs (Bochum), Filmische Repräsentation von Arbeitersolidarität und historische Wirklichkeit: Die Rettungsaktionen von Delegationen des Ruhrbergbaus nach dem Grubenunglück von Courrières 1906

Sektion III: Erzählungen über die Arbeit
Moderation: Michaela Kuhnhenne

Thorsten Erdbrügger / Inga Probst (Leipzig), „Nur Idioten arbeiten“. Arbeit(slosigkeit) als Schelmenerzählung

Cora Rok (Bonn), Zur Darstellung von Arbeit in der Literatur: Formen der Entfremdung in der italienischen, französischen und deutschen Gegenwartsliteratur

Abendvortrag
Udo Achten (Düsseldorf), Gewerkschaften und Kultur seit den 1970er-Jahren – Ein Akteur berichtet

Sektion IV: Musealisierung der Arbeit (1)

Sabine Kritter (Berlin), Bilder von Arbeit im Museum – Was leisten Museen bei der Orientierung in Gegenwart und Zukunft?

Janine Schemmer (Hamburg), Das Hafenmuseum Hamburg – Akteure, Perspektiven, Aushandlungen

Renate Wöhrer (Berlin), Das Verdrängte Dokumentieren. Künstlerische Repräsentationen der Folgen der Automatisierung im sekundären und tertiären Sektor

Sektion V: Musealisierung der Arbeit (2)
Moderation: Knud Andresen (Hamburg)

Jana Rech (Dortmund), „... eine wirklich praktische Einrichtung zum Wohl und Nutzen nicht nur der gesamten Arbeiterschaft, sondern der Menschheit überhaupt.“ Die Ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt als Medium politischer Repräsentation von Arbeit

Arne Hordt (Tübingen), „The best mining industry in the World“ oder „Freizeittherapie”? – Zum Zusammenhang von Repräsentationen der Arbeit im britischen Steinkohlenbergbau ca. 1970-1990 und dem Bergarbeiterstreik 1984-85

Olaf Schmidt-Rutsch (Hattingen), Zwischen Musealisierung und Dokumentation: Das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen – ein Projektbericht

Abschlussdiskussion

Anmerkung:
[1] Vgl. für die vorausgegangenen Tagungen im Rahmen des Kooperationsprojekts „Jüngere und jüngste Gewerkschaftsgeschichte“ der Hans-Böckler-Stiftung und des Archivs der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung Tagungsbericht Arbeitswelten und Arbeitsbeziehungen als Gegenstand historischer Forschung – neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte. 08.10.2009-09.10.2009, Bonn, in: H-Soz-u-Kult, 28.01.2010, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2972> (19.2.2014); Tagungsbericht Arbeit in der sich globalisierenden Welt – historischer Wandel und gegenwärtige Effekte. Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte II. 11.11.2010-12.11.2010, Bonn, in: H-Soz-u-Kult, 06.12.2010, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=3420>, (19.2.2014); Tagungsbericht Der Betrieb als sozialer und politischer Ort. Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte III. 15.11.2012-16.11.2012, Bonn, in: H-Soz-u-Kult, 19.01.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4585>, (19.2.2014).

Zitation
Tagungsbericht: Repräsentationen der Arbeit. Neue Perspektiven auf die Gewerkschaftsgeschichte IV, 07.11.2013 – 08.11.2013 Düsseldorf, in: H-Soz-Kult, 03.03.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5250>.