Frauen und Reformation. Handlungsfelder, Rollenmuster, Engagement

Ort
Rochlitz
Veranstalter
Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., Dresden; Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, gemeinnützige GmbH, Dresden
Datum
10.10.2013 - 11.10.2013
Von
Heiko Jadatz, Leisnig; Christian Ranacher, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., Dresden

Das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) und die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, gemeinnützige GmbH in Dresden, veranstalteten auf Schloss Rochlitz am 10. und 11. Oktober 2013 die interdisziplinäre Fachtagung „Frauen und Reformation. Handlungsfelder, Rollenmuster, Engagement“. Die Konferenz, die erstmalig explizit nach den Leistungen und Schicksalen von Frauen in der Reformationszeit, einem sowohl in der historischen Forschung als auch der öffentlichen Wahrnehmung noch kaum beachteten Thema, fragte, fand im Rahmen der Vorbereitungen für die 2014 ebenfalls auf Schloss Rochlitz geplante Sonderausstellung „eine STARKE FRAUENgeschichte – 500 Jahre Reformation“ statt. Die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten dabei deutlich, wie breit das allgemeine Interesse an einer Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Frauen für die Reformation ist. In den drei Sektionen „Protagonistinnen der Reformation“, „Lebenswelten und Rollenbilder“ sowie „Nonne vs. Ehefrau“ befassten sich Vertreterinnen und Vertreter ganz unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen, von der Genderforschung bis zur Kunstgeschichte, facettenreich mit der Thematik. Ein möglichst breites Spektrum weiblicher Lebensentwürfe abzubilden ist nicht zuletzt auch die Intention der für das kommende Jahr zu erwartenden Rochlitzer Sonderausstellung.

Eröffnet wurde die Tagung von MARTINA SCHATTKOWSKY (Dresden), die in ihrem Vortrag den bisherigen Stand der Forschung umriss und zugleich verschiedene Desiderate offenlegte. So führte sie aus, dass mittlerweile zwar weitgehend Einigkeit darüber herrscht, dass neben den Fürsten gerade die Fürstinnen die Einführung der Reformation entscheidend mitgetragen haben, dennoch fehle es nach wie vor an einer eigenständigen Typologie für das Wirken dieser Frauen, wie sie im Zuge der Untersuchung der „Fürstenreformation“ für die Landesherren längst entwickelt wurde. Was die bisherigen Studien über Fürstinnen wie auch über Frauen anderer Gesellschaftsschichten jedoch deutlich gemacht haben ist: Besonders die frühe Reformationszeit bot ihnen völlig neue Freiräume für eigenständiges Handeln. Von diesem Befund ausgehend muss nun der Blick geweitet werden: Welche spezifischen Handlungsspielräume hatten Frauen generell? Auf welchen Feldern betätigten sie sich in ihrem Engagement für oder gegen die Reformation? Welche Handlungsmöglichkeiten wurden möglicherweise überhaupt erst durch die Reformation eröffnet?

Die Frage nach den verschiedenen Handlungsspielräumen von Frauen macht es allerdings notwendig, auch eventuelle Einschränkungen in den Blick zu nehmen. Sprich: Es müssen zugleich die spezifischen Geschlechterrollen bzw. Geschlechterordnungen untersucht werden. Entsprechend widmete sich UTE GAUSE (Bochum) in ihrem Vortrag dem Thema „Reformation und Genderforschung“. Dabei bilanzierte sie, dass in der deutschsprachigen Reformationsgeschichtsschreibung der Gender-Aspekt noch immer weitgehend unberücksichtigt sei. Entsprechende Ergebnisse etwa der anglo-amerikanischen Forschung fänden kaum Rezeption. Darüber hinaus verstellten nach Gause ‚eingefahrene‘ Stereotype den Blick auf die ambivalenten Handlungsspielräume von Frauen. In diesem Zusammenhang gehe es um eine Neukonzeptionierung von Reformation und Genderforschung. Ein entscheidender Schritt dazu sei es, Frauen nicht mehr nur in ihrer Rolle an der Seite von Männern zu untersuchen, sondern die Geschlechtervorstellungen beiderseitig neu zu analysieren. Gause zeigte dies am Beispiel der Ehe auf, deren Bedeutung als eine reformationsgeschichtliche Deutungskategorie sie für die Reformation (Stichwort „Priesterehe“) im zweiten Teil ihrer Ausführungen darstellte.

Die neuen Handlungsfelder fürstlicher Frauen griff JENS KLINGNER (Dresden) auf. Er fragte anhand zweier Beispiele nach den konkreten Einflussmöglichkeiten, die Fürstinnen bezüglich der Einführung der Reformation hatten. Die „Protagonistinnen“ seines Vortrages waren Herzogin Katharina von Sachsen und Herzogin Elisabeth von Rochlitz. Beide Fürstinnen beteiligten sich in Konsequenz ihrer persönlichen Hinwendung zur evangelischen Lehre an der politischen und religiösen Neuordnung in ihren Herrschaftsgebieten, sei es durch die Einsetzung evangelischer Prediger oder – wie im Falle Elisabeths auf ihrem Witwensitz – durch das Verfassen eigener Mandate. Sowohl Katharina als auch Elisabeth waren damit maßgebend für die Einführung der Reformation. Die Gegenüberstellung dieser Frauen zeigte aber gleichsam Grenzen der persönlichen Handlungsspielräume auf. So war Katharina von Sachsen in ihrer Rolle als Ehefrau Herzog Heinrichs „des Frommen“ letztlich doch an die Entscheidungen ihres Ehemanns gebunden. Das berühmte Zitat Georgs von Carlowitz „Herzog Heinrich regiert nicht, er wird regiert“[1] vermittelt jedoch einen Eindruck von den religionspolitischen Aktivitäten Katharinas am Freiberger Hof und macht deutlich, wie weitgehend ihr Einfluss auf ihren Ehemann war. Elisabeth von Rochlitz konnte demgegenüber im Rahmen ihrer legitimen Witwenherrschaft freier agieren, doch stand ihr in Herzog Georg „dem Bärtigen“ von Sachsen ein mächtiger Widersacher entgegen.

DOROTHEE KOMMER (Hechingen) stellte reformatorische Flugschriftenautorinnen der frühen Reformationszeit vor. Als erstes Massenmedium eröffneten Flugschriften, die mit einer durchschnittlichen Auflagenhöhe von 1.000 Stück ein breites Publikum erreichen konnten, auch Frauen die Möglichkeit, sich zur Reformation und zu Glaubensfragen zu äußern. Insgesamt 18 Texte von reformatorisch denkenden Frauen erschienen so zwischen 1523 und 1534 im deutschen Sprachraum. Wie Kommer in ihren Ausführungen zeigte, war die Schreibmotivation dabei ganz unterschiedlich. Im Fall der Florentina von Oberweimar war es bspw. die Rechtfertigung ihrer Flucht aus dem Kloster, bei Margareta von Tresko hingegen die an den Bischof von Havelberg adressierte Bitte, den von ihr eingesetzten reformatorischen Ortspfarrer aus der Haft zu entlassen. Gut nachvollziehbar spiegeln sich in diesem Rahmen Freiräume wider: Während Florentina gänzlich mit der altgläubigen Seite gebrochen hatte, war Margareta von Tresko darin noch fest verwurzelt. Eine Flugschriftenautorin sticht jedoch besonders heraus: Argula von Grumbach. Sie verfasste acht Flugschriften, die mit über 20 Auflagen eine singuläre und beeindruckende Verbreitung fanden.

Ein neues Handlungsfeld präsentierte FRANZISKA NEUMANN (Dresden), die sich mit Frauen im Bauernkrieg, speziell bezogen auf das Erzgebirge, auseinandersetzte. Im Fokus ihrer Ausführungen stand der „selektive Blick“ auf die Quellen – und damit einhergehend die Frage, inwieweit eine frauengeschichtliche Perspektive überhaupt adäquat auf den Bauernkrieg angewendet werden kann. Neumann führte anhand mehrerer Beispiele aus, dass Frauen durchaus in die Ereignisse involviert waren. Insgesamt, so konstatierte sie, geben die Quellen aber nur wenig Informationen preis, was allerdings durchaus ein geschlechterübergreifendes Problem war, denn auch über männliche Beteiligte am Bauernkrieg gibt es bisher kaum detaillierte Informationen. Der Grund hierfür liege in der Natur frühneuzeitlicher Protestakten. In der Regel werden in diesen Dokumenten lediglich die Rädelsführer benannt und – pars pro toto – sanktioniert.

„Der Feind im Haus!“ – unter diesem Thema widmete sich ANDRÉ THIEME (Dresden) dem Wirken der Herzogin Elisabeth von Rochlitz am Dresdner Hof. Hierbei ging es vor allem um Konflikte und Spannungen zwischen Elisabeth und Herzog Georg von Sachsen, denn für den altgläubigen Landesherrn wurde ausgerechnet Elisabeth als seine Schwiegertochter aufgrund ihrer Hinwendung zur reformatorischen Lehre zur „Feindin im Haus“, das heißt am Dresdner Hof. Thieme erläuterte die Hintergründe des Konflikts, in dem auch vermeintlich amouröse Momente nicht fehlten, und zeigte schließlich Deutungsstrategien für eine Auseinandersetzung auf, die sich von einem Ehebruchskonflikt zu einem Glaubenskonflikt entwickelte.

Den Themenblock „Lebenswelten und Rollenbilder“ eröffnete BENJAMIN MÜSEGADES (Heidelberg) mit dem Themenkreis weiblicher Bildung. Dazu gab er Einblicke in die Bibliotheken von Fürstinnen an der Wende vom Spätmittelalter zur Reformation. Müsegades fragte dabei indes nicht nur nach den Buchbeständen selbst, sondern auch nach der Nutzung durch ihre Besitzerinnen. Dafür zog Müsegades in erster Linie die Buchverzeichnisse der Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Calenberg sowie ihrer beiden Töchter Elisabeth der Jüngeren und Anna Maria heran.

„Reizende Fürsorglichkeit“ stand im Vortrag der Kunsthistorikerin ANKE FRÖHLICH (Dresden) im Mittelpunkt, indem Caritas-Darstellungen unter der Frage nach dem humanistischen Familienverständnis untersucht wurden. Stellte man im Mittelalter die Gestalt der Liebe (caritas) immer im Zusammenhang mit der des Glaubens (fides) und der Hoffnung (spes) dar, so wurde die Caritas in der Frühen Neuzeit aus dem Kontext der theologischen Tugenden herausgelöst und als Verbildlichung der Fürsorge und Wohltätigkeit verwendet. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hatten Lucas Cranach und seine Schule. Häufig umgeben von Kindern, wurden solche Caritas-Darstellungen zum Sinnbild für familiäre Liebe und Fürsorge. Diese Neuinterpretation entsprach dem reformatorischen Verständnis von Familie, in der die Kinder zum Glauben geführt werden sollten.

SIMONA SCHELLENBERGER (Dresden) thematisierte in ihrem Vortrag den Deutungsspielraum von Judith-Darstellungen, von denen in der Reformationszeit ein große Anzahl überliefert ist. Allein aus der Werkstatt Lucas Cranachs sind ungefähr 30 Judith-Bildnisse bekannt. Obwohl die biblische Überlieferung der Judith-Erzählung nicht in die Bibelübersetzung Martin Luthers aufgenommen wurde, sondern zu den apokryphen Schriften zählt, begegnete dieses Motiv in der bildenden Kunst der Reformationszeit häufig. Schellenberger sieht in den Judith-Darstellungen der Frühen Neuzeit einen Ausdruck des neuen Selbstverständnisses der Frau. Die „Listigkeit zu einem guten Zweck“ wurde hier betont, wodurch die Spannung zwischen dem weiblichen Mut zum Aufbegehren und der Suche nach Glaubenswahrheit ins Bild gesetzt wurde.

Die Historikerin JASMIN HACKER (Göttingen) eröffnete mit ihrem Vortrag über fürstliche Nonnen im Zeitalter der Reformation den letzten Tagungsteil „Nonne vs. Ehefrau“. Dabei nähert sie sich mit den Nonnen einer Gruppe, deren Lebensentwürfe durch die Reformation besonders einschneidend betroffen waren. Dies galt im besonderen Maß für die fürstlichen Nonnen, was in der bisherigen Forschung wenig Beachtung fand. Die Referentin zeigte an einer Reihe von Beispielen – Anastasia von Brandenburg-Ansbach, Margarethe von Henneberg, Mechthild von Hessen, Apollonia von Braunschweig-Lüneburg und Ursula von Münsterberg – den unterschiedlichen Weg der Frauen, die entweder das Kloster verließen oder hier verblieben. Letztlich wurde deutlich, dass kaum eine dieser Frauen in ihrer Entscheidung gegen den Willen der Familie handelte. So fügten sich die fürstlichen Nonnen größtenteils der „konfessionellen Familienräson“.

„Fliehen oder bleiben?“ fragte SABINE ZINSMEYER (Leipzig) bezogen auf die Nonnen der Reformationszeit. Die Referentin nahm dafür die sächsischen Territorien in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in den Blick. Sie thematisierte dabei auch juristische Möglichkeiten des Klosteraustritts vor der Reformation, die mit Bestätigung durch die päpstliche Kurie in Ausnahmefällen möglich waren. Hauptsächlich ging es jedoch um die Klosterflucht im Zuge der Reformation. Am Beispiel des Magdalenerinnen-Klosters zu Freiberg ging Zinsmeyer den Motiven für den Klosteraustritt nach.

Zu Konflikten und Konfliktlösungen im frühen evangelischen Eherecht sprach der Rechtshistoriker RALF FRASSEK (Halle an der Saale). Das Eherecht wurde mit der Reformation der bischöflichen Gerichtsbarkeit entzogen. Somit galt es, neue juristische Strukturen zu schaffen, die der Referent für den sächsischen Raum als „tiefgreifenden Umformungsprozess“ bezeichnete. Zentrale Institution für Eherechtsfragen war das 1539 gegründete Wittenberger Konsistorium. Im Falle der 700 von Frassek untersuchten Eherechtsfälle gelangte die Mehrzahl an das Konsistorium und wurde somit von „höchster Stelle“ verhandelt. Ein Vergleich mit den 1545 gegründeten albertinischen Konsistorien zeigt, dass die kursächsische Einrichtung in Wittenberg weniger nach Normen, sondern von „Fall zu Fall“ und damit wesentlich flexibler entschieden hatte.

STEFAN DORNHEIM (Dresden) bot mit seinem Vortrag einen Einblick in seine Untersuchungen zu Frauen im Pfarrhaus. Mit der Aufhebung des zölibatären Priesterlebens durch die Reformation zog die Frau – nunmehr offiziell – ins Pfarrhaus und mit ihr hielt eine religiös konnotierte Familienkultur Einzug. Fortan bildete das Familienleben im evangelischen Pfarrhaus das Muster für das christliche Alltagsleben. Dabei agierten beide Partner gleichermaßen: Vater und Mutter hatten die gemeinsame Verantwortung, ihre Kinder christlich zu erziehen. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts kamen die Pfarrfrauen häufig aus bäuerlichen oder bürgerlichen Verhältnissen. Sie übernahmen meist diakonische Aufgaben in der Gemeinde. Um 1600 ist eine Wandlung des Profils hin zur gebildeten Pfarrfrau zu beobachten. Die Pfarrer heirateten häufiger Pfarrerstöchter, mitunter die Tochter des Amtsvorgängers. Somit bildeten sich an der Wende zum 17. Jahrhundert „Pfarrdynastien“ heraus, die ein interessantes theologisches Netzwerk schufen, wie Dornheim am Beispiel von Johann Pfeffinger und seiner Schwiegersöhne zeigte.

Die Tagung wurde mit dem Vortrag von GABRIELE JANCKE (Berlin) über Katharina von Bora und ihre Rezeption abgeschlossen. Die Ehefrau Luthers bekam von der Historiografie einen wesentlich höheren Stellenwert zugeschrieben als andere Frauen dieser Zeit. Demnach erhielt Katharina von Bora hohe „Symbolkraft“ für die Stellung der Frau in der Reformationszeit: Sie steht für die Weltzugewandtheit reformatorischer Geistlicher ebenso wie für das Rollenmuster der evangelischen Pfarrfrau. Mit Blick auf die Rezeptionsgeschichte griff die Referentin verschiedene Quellen des 18. bis 20. Jahrhunderts auf, beginnend mit der Biografie zu Katharina von Bora von Eusebius Engelhardt. Weiter ging Jancke den Hintergründen für solche Genderkonzepte nach und verfolgte die Art der hier formulierten weiblichen und männlichen Rollenbilder.

Die Tagung hat deutlich gemacht, wie wichtig das Thema „Frauen und Reformation“ und dessen Aufarbeitung für die Reformationsforschung ist. Die neueren Qualifikationsarbeiten und Einzelprojekte, die in Rochlitz vorgestellt wurden, können allein jedoch das große Spektrum der Thematik nicht abdecken. Darüber hinaus vermittelte die Veranstaltung einen Eindruck davon, auf wie vielen verschiedenen Ebenen das Handeln der Frauen durch die Reformation beeinflusst wurde. Dabei sind hier bei Weitem noch nicht alle Bereiche angesprochen worden. Exemplarisch sei dabei an die Rolle der Frauen auf dem Land und in der Stadt gedacht.

Konferenzübersicht:

Grußworte & Einführung

Christian Striefler (Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH)

Winfried Müller (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.)

Martina Schattkowsky (Dresden), Einführung

Ute Gause (Bochum), Reformation und Genderforschung. Schritte der Neukonzeptionierung

Sektion 1: Protagonistinnen der Reformation

Jens Klingner (Dresden), Fürstinnenreformation?! Einfluss fürstlicher Frauen auf die Reformation

Dorothee Kommer (Hechingen), Frauen melden sich zu Wort: Reformatorische Flugschriftenautorinnen in der frühen Reformationszeit

Franziska Neumann (Dresden), Der selektive Blick. Frauen im Bauernkrieg

André Thieme (Dresden), Der Feind im Haus! Herzogin Elisabeth am Dresdner Hof

Führung durch das Schloss Rochlitz – Kuratorenführung mit Frank Schmidt

Sektion 2: Lebenswelten und Rollenbilder

Benjamin Müsegades (Heidelberg), Ein Spiegel weiblicher Bildung? Fürstinnen und ihre Bibliotheken zwischen Spätmittelalter und Reformation

Anke Fröhlich (Dresden), Reizende Fürsorglichkeit. Caritas-Darstellungen im Spiegel humanistischen Familienverständnisses

Simona Schellenberger (Dresden), Wunschbild oder Zuweisung? Judith-Darstellungen in der bildenden Kunst

Sektion 3: Lebensformen im Wandel

Jasmin Hacker (Göttingen), Gebrochene Biografien? Fürstliche Nonnen im Zeitalter der Reformation

Sabine Zinsmeyer (Leipzig), Fliehen oder bleiben? Nonnen in der Reformationszeit

Ralf Frassek (Halle an der Saale), Konflikte und Konfliktlösungen im frühen evangelischen Eherecht im sächsischen Raum

Stefan Dornheim (Dresden), Frauen im Pfarrhaus. Die reformatorische Idee einer geistlichen Familienkultur und ihre Folgen

Gabriele Jancke (Berlin), Katharina von Bora und ihre Rezeption. Genderkonzepte in Geschichtsdiskursen zur Frühen Neuzeit

Jens Klingner (Dresden), Schlussbemerkungen

Anmerkung:
[1] Siehe dazu: Uwe Schirmer, Herzog Heinrich von Sachsen. Ein Fürstenleben zwischen spätmittelalterlicher Frömmigkeit und lutherischer Reformation, in: Yves Hoffmann / Uwe Richter (Hrsg.), Herzog Heinrich der Fromme (1473–1541), Beucha 2007, S. 21-42, hier S. 22.

Zitation
Tagungsbericht: Frauen und Reformation. Handlungsfelder, Rollenmuster, Engagement, 10.10.2013 – 11.10.2013 Rochlitz, in: H-Soz-Kult, 11.03.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5263>.