Managing Land, Soil and People: Environmental Knowledge and Expertise in Tsarist and Soviet Russia

Ort
Moskau
Veranstalter
Deutsches Historisches Institut Moskau, SFB "Bedrohte Ordnungen" Universität Tübingen
Datum
14.03.2014 - 15.03.2014
Von
Julia Herzberg, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Wer über Russlands angebliche Rückständigkeit spricht, redet meist vom Dorf und den Bauern, während Modernisierung in erster Linie mit urbanen Kontexten, wachsenden Städten, rauchenden Schornsteinen und lesenden Arbeitern assoziiert wird. Die in einer Kooperation mit dem Deutschen Historischen Institut Moskau und dem Tübinger Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“ durchgeführte Konferenz „Managing land, soil and people: Environmental knowledge and expertise in Tsarist and Soviet Russia“ hinterfragte diese Zuschreibungen, indem sie die Moderne auf dem Land in den Mittelpunkt stellte. Dabei erwies es sich als innovativer und fruchtbringender Zugang, die Frage nach der politischen und sozialen Umgestaltung der Landwirtschaft mit explizit umwelthistorischen Perspektiven zu verbinden. Die Versuche, nichturbane Lebenswelten in ein agrikulturelles System zu verwandeln, müssen auch als physische und intellektuelle Aneignung natürlicher Räume gelesen werden.

In ihren instruktiven Einführungen erläuterten die Organisatoren KATJA BRUISCH (Moskau) und KLAUS GESTWA (Tübingen) die Ziele der Konferenz. Bruisch betonte die besondere Bedeutung, die den ländlichen Regionen zwischen Zarenreich und Sowjetunion für die Wirtschaft des gesamten Landes zugewiesen wurde. Sie machte deutlich, dass die wissenschaftliche Beschäftigung mit Naturräumen und ihren Bewohnern im ausgehenden Zarenreich vielfach eine Reaktion auf Krisen und Hungersnöte war, die durch natürliche Ereignisse wie Dürren ausgelöst wurden. Es sei ein Anliegen der Tagung, zu beleuchten, wie das durch Agronomen, Meteorologen und Bodenkundler erworbene Wissen über die Umwelt mit gesellschaftlichen Ordnungsvorstellungen verbunden gewesen sei. Die Ambitionen der Experten und Entscheidungsträger seien keineswegs bescheiden gewesen: Durch eine neue Agrarkultur sollte ein neues, besseres Russland entstehen. Gestwa unterstrich die Relevanz einer umwelthistorischen Perspektive. In Zeiten des Klimawandels werde das Wissen über Naturräume und Prozesse wie Erosion, Sandstürme und Dürren immer wichtiger. In diesem Zusammenhang läge eine weitere zentrale Aufgabe der Konferenz darin, aufzuzeigen, dass das Bemühen, sich Wissen über eine bedrohliche und bedrohte Umwelt anzueignen, im Zarenreich und der Sowjetunion eine Strategie war, um auf natürliche, ökonomische und politische Herausforderungen zu reagieren.

In seiner einleitenden Keynote stellte FRANK UEKÖTTER (Birmingham) zentrale Charakteristika der in den 1940er-Jahren einsetzenden Grünen Revolution vor und verwies auf ihre globale Dimension. Er argumentierte, dass mit dieser der Anspruch verbunden war, durch Maßnahmen wie Innovationen in der Pflanzenzucht oder die Anlage von Monokulturen Hungersnöte zu verhindern. Die neuen Rationalitätskriterien unterworfene Landwirtschaft wirkte, so Uekötter, vielerorts auf die Umwelt und die soziale Ordnung zurück. Kontrovers wurde im Anschluss die Frage diskutiert, inwieweit die Grüne Revolution eine globale Erscheinung gewesen sei, die auch in der Sowjetunion stattgefunden habe. Während Stephen Brain und Klaus Gestwa auf internationale Kooperationen und den selbst während des Kalten Krieges nicht versiegten Wissenstransfer auf dem Gebiet des Agrarsektors verwiesen, vertrat der Bielefelder Historiker Stephan Merl die These, dass es die Grüne Revolution in der Sowjetunion nicht gegeben habe. Die Ernten, so Merl, seien seit der Kollektivierung gering ausgefallen, das Sprechen über Hungersnöte sei tabuisiert gewesen und Agrarexperten hätten außerhalb wissenschaftlicher Institutionen kein Gehör gefunden.

Die Bedeutung dieser Agrarexperten unterstrich das erste Panel, das den Vorstellungen von Ressourcenmanagement in Expertenkreisen gewidmet war. OLGA ELINA (Moskau) zeigte in ihrem Vortrag über Agrarvereinigungen und die als Zemstva bezeichneten Institutionen der Selbstverwaltung, wie bedeutsam im ausgehenden Zarenreich lokale und nichtstaatliche Initiativen für die Entwicklung agrikulturellen Wissens gewesen sind. Diesen Institutionen sei es gelungen, lokales Wissen in ihre Empfehlungen für eine neue Landwirtschaft aufzunehmen und auch die bäuerliche Bevölkerung in ihre Arbeit zu integrieren. JULIA LAJUS (St. Petersburg) bestätigte die von den Organisatoren vorgetragene These, dass Katastrophen die wissenschaftliche Beschäftigung mit Ressourcen befeuern können. Nachdem ein schwerer Sturm 1894 zahlreiche Boote zerstört und damit vielen Fischern an der Küste vor Archangelsk auch die Lebensgrundlage geraubt hatte, wurden Kommissionen eingerichtet, um die Lebensbedingungen der Fischer zu verbessern. Lajus skizzierte, wie die Experten das neu erwachte Interesse an der Fischerei nutzten, um die Ozeanographie als Forschungsrichtung zu etablieren. Während jedoch Zoologen wie Nikolaj Knipowitsch den Fokus auf Fisch als Ressource richteten, gerieten die Fischer und ihre Probleme immer mehr in den Hintergrund.

Das zweite Panel legte seinen Schwerpunkt auf Notationssysteme wie Statistik und deren Funktion, Wirklichkeit zu erfassen, Räume anzueignen sowie soziale Ordnung abzubilden und damit auch zu schaffen. IAN CAMPBELL (Davis) widmete seinen Vortrag der kasachischen Steppe und dem Versuch der zarischen Regierung, eine „mathematisch perfekte agrikulturelle Kolonisierung“ zu erreichen. Er stellte verschiedene Versuche im ausgehenden Zarenreich vor, den Landbedarf der kasachischen Nomaden zu ermitteln, um somit auch die Zahl möglicher russischer Siedler festzulegen. DAVID W. DARROW (Dayton) setzte sich ebenfalls mit Statistik auseinander, indem er die Diskussion um die Landnormen nach 1917 in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte. Er zeigte, dass mit diesem Disput die Hoffnung verbunden war, die brennende Agrarfrage zu lösen und soziale Stabilität herbeizuführen. SARAH CAMERON (Maryland) führte ihre Zuhörer wieder nach Kasachstan zurück. Sie machte deutlich, dass mit der Aneignung der kasachischen Steppe durch die Sowjetunion auch die nomadische Lebensweise auf dem Prüfstand stand. Cameron verwies auf die Schwierigkeiten der Parteifunktionäre, Ethnographen und Statistiker, Nomaden innerhalb des Klassenschemas von Marx und Engels zu verorten, sodass gegen Ende der 1920er-Jahre die Frage, „ob sich der Sozialismus auch auf dem Kamel erreichen ließ“, letztlich verneint wurde.

Auch die Vortragenden des dritten Panels, das dem wissenschaftlichen Umgang mit Bedrohungen aus der Natur gewidmet war, stellten vor allem das Wechselspiel zwischen Gesellschaft und Experten in den Mittelpunkt. ANASTASIA FEDOTOVA (St. Petersburg) untersuchte die Wirkungsgeschichte des Regionalen Entomologischen Kongresses 1880 in Odessa, der sich als Reaktion auf zunehmende Insektenplagen und Missernten in den 1870er-Jahren lesen lässt. Fedotova führte aus, wie Insektenplagen nicht nur zu einer wissenschaftlichen Tatsache wurden, sondern zunehmend auch als Bedrohung wahrgenommen wurden, die politisches Handeln auf lokaler und staatlicher Ebene erforderlich machten. LUTZ HÄFNER (Göttingen) ging in seinem Vortrag dem Umweltbewusstsein im ausgehenden Zarenreich nach. Während unter den Agrarexperten mit zunehmender Landerosion die Sensibilität für die Umwelt gestiegen sei, hätten sich die russischen Bauern in den neu kolonisierten Gebieten jenseits des Urals geweigert, die Empfehlungen der Experten umzusetzen. Ihnen sei es daher nicht gelungen, so Häfners kontrovers diskutierte These, sich an die neuen Umweltbedingungen anzupassen. Wie schließlich Naturschutz zu einem außerhalb von Expertenkreisen diskutierten Thema werden konnte, referierte LAURENT COUMEL (Paris) am Beispiel des Umgangs mit Süßwasserressourcen in der Tauwetterperiode unter Chruščev. Er verdeutlichte, dass sich vor allem Erholungssuchende aus der Intelligencija für den Schutz des Sees Seliger und des Flusses Oka eingesetzt haben, indem sie den ästhetischen und kulturellen Wert der Wassergebiete betonten. Die benutzten diskursiven Strategien sprächen dafür, so Courmel, dass in den 1960er-Jahren die in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Westeuropa kursierende Meinung über Naturräume als schützenswerter Teil des Weltkulturerbes auch die Sowjetunion erreicht hätte.

Das vierte Panel nahm die Aneignung der Natur an der Peripherie in den Blick. CHRISTIAN TEICHMANN (Berlin) analysierte die Lebenswege von Ingenieuren zwischen 1900 und 1950, die in Turkestan an Bewässerungssystemen arbeiteten. Er fragte, wie Ingenieure ihr Wissen über die Umwelt in die Praxis umsetzten und dabei auch auf lokale Bedingungen, politische Umbrüche und Planvorgaben reagierten. Dabei konnte er zeigen, dass das Gefühl, in unsicheren Zeiten zu leben, ihre Entscheidungen beeinflusste. MARC ELIE (Paris) kam in seinem Vortrag über Agrarexperten, die die Neuland-Kampagnen in den Steppen Kasachstans umsetzten und wissenschaftlich begleiteten, zu ähnlichen Schlüssen. Er legte dar, dass deren Umsetzung in erster Linie von den Umständen vor Ort, den vorhandenen landwirtschaftlichen Maschinen und lokalen Wetterereignissen bestimmt war. Wissenschaftliche Moden, ideologische Erwägungen und die Auseinandersetzung zwischen den Anhängern und Gegnern Trofim Lysenkos, hätten, so Elies These, dagegen nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Auch VALENTINA ROXO (München), die über den Aufbau der Ölindustrie in Westsibirien seit den 1960er-Jahren sprach, beleuchtete in ihrem Vortrag den Gegensatz zwischen Peripherie und Zentrum und damit zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Sie beschrieb, wie die mit den lokalen Verhältnissen konfrontierten Experten vor Ort auf das Umweltwissen der einheimischen Bevölkerung zurückgriffen. Roxo argumentierte, dass das auf diese Art erworbene Wissen mit den Anweisungen und den Planvorgaben aus Moskau kollidierte. Das Zentrum sei nicht bereit gewesen, die Akteure in Westsibirien als gleichberechtigt zu akzeptieren und ihre Wissensbestände in politische Entscheidungen miteinzubeziehen, was schließlich große ökologische Kosten verursacht habe.

Das fünfte Panel widmete sich der Frage, mit welchen Kommunikationsstrategien Umwelt- und Expertenwissen vermittelt, in konkretes Handeln übersetzt und legitimiert wurde. Erosion, Versteppung und Sandstürme bedrohten, wie STEPHEN BRAIN (Mississippi) in seinem Vortrag betonte, die Landwirtschaft im Süden des Zarenreiches. Experten machten vor allem die Abholzung der Wälder dafür verantwortlich, wobei Brain hervorhob, dass diese Schlussfolgerung mehr über Russlands Verhältnis zum Wald als über die Steppen aussagt, die schon seit Jahrhunderten Grasland waren. Die Regierung ging gegen diese Probleme nicht direkt vor, sondern suchte sich Mittler. Mit den als Kampf gegen Versteppung verstandenen Aufforstungsarbeiten wurde die Kosakenarmee betraut, während die russische Eisenbahn mit einer in Zugwaggons präsentierten Wanderausstellung bessere landwirtschaftliche Methoden sowie die Liebe zur Natur vermitteln sollte. Die russische Eisenbahn erhoffte sich von höheren Ernteerträgen auch eine bessere Auslastung ihrer Strecken. Das „Outsourcing“ zeitigte, so Brain, negative Langzeitfolgen. Naturschutz wurde mit Profit verbunden, einen Platz im öffentlichen Bewusstsein konnte er so nicht erlangen. Wie das Wissen über die entfernte Regionen und deren Umwelt in Ausstellungen vermittelt wurde, stand im Vortrag von ALEXANDER ANANYEV (Moskau) im Fokus. Ananyev deutete die in den 1930er-Jahren vielbesuchten Ausstellungen über die Arktis im Moskauer Gorki-Park und auf dem Gelände der allunionsweiten Landwirtschaftsausstellung als Versuch, die Erfolge des Regimes zu präsentieren und gleichzeitig von Fehlern und nicht gehaltenen Versprechen abzulenken. JULIA OBERTREIS (Erlangen) beleuchtete anhand des von ihr geprägten Begriffes „infrastructural poetry“ die rhetorischen Strategien, mit denen Experten versuchten, Bewässerungsprojekte in Zentralasien zu legitimieren. Dafür hätten die Bewässerungsingenieure auf kulturell tief verankerte Bilder zurückgegriffen, die Bewässerung mit der Verwandlung von Wüsten in blühende Landschaften verbanden. Im Gebrauch dieser Stilfiguren habe es, so Obertreis, keine ethnischen Unterschiede gegeben. Sowohl Russen als auch die neu ausgebildeten Experten aus Zentralasien hätten diese Metaphern der Fruchtbarkeit gebraucht, durch die sie sich in den neuen Staat und seine als Zivilisierungsmission verstandenen Infrastrukturprojekte einschreiben konnten.

In der Abschlussdiskussion wurde der zwischen Zarenreich und Sowjetunion stattgefundene Wandel erörtert. Mit diesem Thema war auch die Frage verbunden, ob und inwieweit sich die Entwicklung im Zarenreich und der Sowjetunion von der in Westeuropa und den Vereinigten Staaten unterscheide. Auch wenn sich die Sowjetunion die Aneignung weit entfernter Räume auf ihre Fahnen schrieb, gelang es ihr letztlich nicht, die Kluft zwischen Stadt und Land sowie Experten und Gesellschaft zu überwinden. Dementsprechend argumentierte STEPHAN MERL (Bielefeld), dass der im ausgehenden Zarenreich fruchtbar gewesene Austausch zwischen Gesellschaft und wissenschaftlichen Experten in der Sowjetunion versiegte. Das Agrarwissen an den sowjetischen Universitäten sei zwar hoch gewesen, doch kam dieses in der Praxis nicht an. Die Bauern hätten aus gutem Grund den Erneuerungsexperimenten skeptisch gegenübergestanden. Zu der wachsenden Entfremdung zwischen Stadt und Land habe auch die sowjetische Kommandowirtschaft beigetragen: Sie habe die Eigenverantwortung der Bauern für Land und Natur untergraben, was im internationalen Vergleich trotz eines großen Arbeitskrafteinsatzes zu einer mangelnden Produktivität des Agrarsektors geführt habe.

Die Konferenz zeigte, dass die ländlichen Lebenswelten im Zarenreich und der Sowjetunion ein Thema waren, das mit Ordnungs- und Zukunftsvorstellungen verbunden war. Experten eigneten sich Wissen an und arbeiteten an der Aneignung und Umgestaltung ländlicher Räume mit, um nicht nur ihre agrarischen, sondern auch ihre gesellschaftlichen Visionen und Utopien umzusetzen. Ferner wurde in zahlreichen Beiträgen deutlich, dass Hungersnöte und Naturkatastrophen häufig der Auslöser für sozialen und wissenschaftlichen Wandel waren. Die Veranstaltung belegte, wie ertragreich die Verbindung sozial-, wissenschafts- und umweltgeschichtlicher Ansätze sein kann.

Konferenzübersicht

Opening address
Katja Bruisch (Moskau), Klaus Gestwa (Tübingen)

Keynote lecture
Frank Uekötter (Birmingham): Green Revolution Dreams

Panel I: Resource management as a matter of public interest: Institutions and hierarchies of expertise

Olga Elina (Moskau): „Modernization from below“: Agricultural societes, zemstvos and the institutionalization of scientific agronomy (mid 19th – early 20th century)

Julia Lajus (St. Petersburg): Experts on unknown waters: Construction of marine fish resources and the destiny of local fishing communities in the Russian North, 1895 – 1935

Panel II: Agriculture and the quest for rural transformation

Ian Campbell (Davis): Between resistance and expropriation: Land norms, statistical expertise and the ambiguities of late-tsarist resettlement

David Darrow (Dayton): The Moral Economy of Revolution and Civil War: Land Norms after 1917

Sarah Cameron (Maryland): Transforming the ‘Hungry Steppe’: Agriculture and Pastoral Nomadism in Soviet Kazakhstan, 1925-1928

Panel III: Scenarios of environmental decline: Knowledge production and preventive measures

Anastasia Fedotova (St. Petersburg): Insect pests, crop failures and the first steps of the agricultural entomology in South Russia

Lutz Häfner (Göttingen): “Robber economy“? Agricultural and environmental knowledge and its transfer to the peasantry in late Imperial Russia

Laurent Coumel (Paris): A renewal of environmental expertise on land and water management in Soviet Russia: Attempts for a ‘complex use’ of rivers and lakes at the beginning of the 1960s

Panel IV: Challenges from the periphery: Universal claims and local constraints

Christian Teichmann (Berlin): Bitter Lives, Bitter Choices: Irrigation Engineers in Central Asia, 1900-1950

Marc Elie (Paris): Agricultural experts in the Virgin Land Campaign (1954-1963)

Valentina Roxo (München): Industrializing the Taiga: West Siberian Petroleum Science, Nature and People (1963-1990)

Panel V: Expertise on display: Strategies of communication and legitimization

Stephen Brain (Mississippi): In Single File: Russian Railroads and the Russian Army as Environmental Protection Agencies, 1858-1917

Alexander Ananyev (Moskau): Spatial representations of modernist projects to conquer, explore and transform the Far North and the Arctic in exhibitions from 1935 to 1941

Julia Obertreis (Erlangen): Between propaganda and scientific-technical expertise: “infrastructural poetry” and irrigation management in Central Asia, 1950s to 1980s

Round table discussion
Katja Bruisch (Moskau), Klaus Gestwa (Tübingen), Stephan Merl (Bielefeld), Frank Uekötter (Birmingham)

Zitation
Tagungsbericht: Managing Land, Soil and People: Environmental Knowledge and Expertise in Tsarist and Soviet Russia, 14.03.2014 – 15.03.2014 Moskau, in: H-Soz-Kult, 26.05.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5387>.
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Veröffentlicht am
26.05.2014
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