„Silberpolitik“ als dynastische Strategie. Die Huldigungspräsente aus der Celler Residenz und der Aufstieg des jüngeren Hauses Braunschweig-Lüneburg

Ort
Celle
Veranstalter
Bomann-Museum, Celle; Abteilung Residenzmuseum im Celler Schloss
Datum
27.02.2014 - 28.02.2014
Von
Ines Elsner, Bomann-Museum Celle, Abt. Residenzmuseum im Celler Schloss

Dieses als Initialzündung für ein künftiges Silberforschungsprojekt zum welfischen Huldigungssilber gedachte Symposium wurde vom Bomann-Museum Celle / Abteilung Residenzmuseum im Celler Schloss veranstaltet. Die inhaltliche und organisatorische Planung lag bei Juliane Schmieglitz-Otten (Celle), Leiterin des Residenzmuseums im Celler Schloss; unterstützt wurde sie durch Ines Elsner (Berlin/Celle), Wiss. Mitarbeiterin am Residenzmuseum im Celler Schloss und Bearbeiterin des Silberforschungsprojektes. Gefördert und finanziert wurde die zweitägige Veranstaltung durch das Bomann-Museum Celle sowie die Stiftung Niedersachsen.

Seit 2009 befinden sich drei herausragende Silberobjekte im Celler Schloss: der Riesenpokal der Stadt Lüneburg, der Tischbrunnen des Amtes Bodenteich und der Vierfachpokal der Stadt Osterode. Sie sind der Nukleus eines einzigartigen, 13-teiligen Konvoluts silbervergoldeter Pokale und Trinkspiele, von denen zehn durch Städte, Ämter und Flecken des Fürstentums Lüneburg im 17. Jahrhundert bei Regierungsantritt den in Celle residierenden Herzögen von Braunschweig-Lüneburg als Huldigungsgeschenke übergeben wurden.

Dieses Konvolut hatte sich geschlossen in der Kunstsammlung von Yves Saint-Laurent / Pierre Bergé erhalten. Da bis auf Einzelstücke keine größeren Huldigungssilber-Konvolute aus geschlossener Provenienz überliefert sind, kann dieser „welfische Huldigungssilberschatz“ als singulär gelten. Damit lädt dieser einzigartige Realienbestand zu einer exemplarischen Untersuchung frühbarocker Huldigungspräsente von ihrer Entstehung, Übergabe, Nutzung und Funktion bis hin zu ihrer Tradierung und Umwertung im Rahmen ihres Überlieferungsprozesses ein.

Zwar wurde das Phänomen der Huldigung bereits aus zeremonial- und verfassungsgeschichtlicher Sicht untersucht und in seinen Einzelsequenzen beschrieben. Die Frage des Geschenkeaustauschs zwischen Untertanen und Herrschaft und insbesondere die Symbolik der Silberpräsente als glänzende Zeugnisse der Territorialmacht eines Fürsten spielten dabei aber eine nur untergeordnete Rolle.

Im Zuge des iconic turn in der Kunstgeschichte soll künftig den Objekten selbst und ihren in Ritus und Zeremoniell vermittelten Botschaften Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ziel des Symposiums war es deshalb, mit Hilfe von zehn aus Deutschland und England zusammengekommenen Silberexperten den Rahmen eines solchen künftigen Forschungsprojektes zum welfischen Huldigungssilber abzustecken.

72 Zuhörer und zehn Referenten kamen im Rittersaal des Celler Schlosses zusammen. Sie wurden vom Oberbürgermeister, DIRK-ULRICH MENDE (Celle), begrüßt. In seiner Eröffnungsrede hob er die Bedeutung der drei 2009 durch die Kulturstiftung der Länder und acht weitere Geldgeber ersteigerten frühbarocken silbervergoldeten Huldigungspräsente hervor. Er unterstrich die Einzigartigkeit des Konvoluts und die dringende Notwendigkeit, die drei noch in öffentlichem Besitz befindlichen Stücke, nicht auseinanderzureißen, sondern stets gemeinsam auszustellen – in Celle (ihrem Herkunftsort) oder andernorts in Niedersachsen. Nur in der Summe und ihrer symmetrischen Aufstellung auf dem herzoglichen Schaubuffet entfalteten diese symbolischen Kernstücke des fürstlichen Silberschatzes ihre Wirkung.

Die Leiterin des Residenzmuseums im Celler Schloss, JULIANE SCHMIEGLITZ-OTTEN (Celle), machte in ihrem anschließenden Basisreferat „Die Huldigungspräsente der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg am Beispiel der Celler Huldigungspokale und ihre Präsentation im Celler Residenzmuseum“ einmal mehr den Stellenwert des Huldigungssilbers als Medium dynastischer Identitätsbehauptung deutlich. Denn von der Verlegung der Residenz Celle 1705 nach Hannover, über den mit der Personalunion 1714 erfolgten Umzug nach England und die Rückführung 1815 nach Hannover, bis hin zur Exilierung der Welfen 1866 nach Österreich vollzog das Huldigungssilber alle Höhen und Tiefen der welfischen Hausgeschichte mit. Es ist damit gleichsam transportables Medium der Identitätswahrung wie auch der Behauptung des territorialen Machanspruchs auf das an Preußen 1866 verlorene Königreich Hannover.

Das welfische Huldigungssilber durchlief im Zuge seiner fast 300-jährigen Überlieferungsgeschichte aber auch einen auratischen Umwertungsprozess. So war es zunächst sowohl jederzeit verfügbare Finanzreserve auch Medium der performativen Machtbehauptung der Celler Herzöge auf dem Schaubuffet. Später im Exil wurden die silbernen Huldigungspräsente Memorialobjekte, nach ihrer Veräußerung im Kunsthandel im frühen 20. Jahrhundert selten-kostbare Kunstobjekte und zuletzt als aus dem Besitz des Pariser Modeschöpfers Yves Saint-Laurent stammende Wertgegenstände, Reliquien und begehrte Souvenirs. Die erzielten astronomischen Preise auf der Pariser Auktion 2009 unterstreichen diesen spannenden Umwertungsprozess. Diesem nachzugehen, könnte einer der Schwerpunkte eines künftigen Forschungsprojektes sein.

In der Mittagspause konnte in den Schlossräumen die Sonderausstellung „GLANZLICHTER – Fünf Meisterwerke aus der herzoglichen Silberkammer der Celler Residenz“ individuell oder unter Führung von Juliane Schmieglitz-Otten besichtigt werden.

Nach der Mittagspause sprach MICHAELA VÖLKEL (Potsdam/Berlin) von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zum Thema „Die Silberkammer: Sparbüchse und Geschirrschrank der europäischen Höfe?“. Sie machte die Bedeutung des Silbers für ein von den Ständen unabhängiges Agieren des Fürsten deutlich. Silber konnte dabei sowohl wegen seines Symbol-, Memorial- oder Kuriositätenwerts zur Schatz- und Kunstkammer gehören als auch als alltägliches Gebrauchssilber in der Silberkammer aufbewahrt werden. In der Materialhierarchie rangierte es hinter Gold vor Porzellan, Fayence und Zinn und wurde bei zeremoniellen Anlässen aufgedeckt. In Form des Tafelsilbers wurde damit bei öffentlichen Tafeln ein Teil des verfügbaren fürstlichen Vermögens zur Schau gestellt. Höchst mobil, wurde Silber auch auf Reisen mitgeführt, ab dem 17. Jahrhundert durch Silberdiener, -knechte und -kämmerer unter der Oberaufsicht des Oberhofmarschallamtes in der Silberkammer verwaltet und inventarisiert. Diese Räume zur Aufbewahrung des Silbers wurden im 17. Jahrhundert aus Sicherheitsgründen oft in die Nähe der Schlosstore verlegt. Des Weiteren referierte Frau Völkel über den regen Geschenkeaustausch von Silber bei Hofe durch Stände, Städte, Gesandte, zu Aussteuerzwecken etc. und betonte die ständige Fluktuation der fürstlichen Silberbestände durch Verschenken, Ankaufen, Einschmelzen und Umarbeiten. Allerdings widersprach es dem fürstlichen Selbstverständnis und wurde als Skandalon empfunden, ließ der Fürst (wie beispielsweise Friedrich II. in Preußen zur Finanzierung seiner Schlesischen Kriege) Teile des Silberschatzes einmünzen.

Im anschließenden Vortrag machte LORENZ SEELIG (Gräfelfing), Stellv. Direktor des Bayerischen Nationalmuseums München i. R., am Beispiel des gut einhundert Jahre nach dem Celler Huldigungssilber entstandenen Services Georgs III., den traditionellen Silberreichtum der Welfen und deren Selbstdarstellungswillen mittels hochmodernen Tafelsilbers deutlich. Dabei zeigte er, wie mit großer Ausdauer und Modernisierungswillen über ein Jahrzehnt hinweg aus den jährlichen Zinserträgen des Welfischen Silberfonds und mittels massenweisen Einschmelzens von Altsilber ein repräsentatives Paradeservice für den englischen König Georg III. und seine Residenz in Hannover vom führenden Pariser Goldschmied Robert-Josephe Auguste erworben wurde.

In der Diskussion wurde deutlich, dass der Vortrag eindrucksvoll die Fragilität der welfischen Silberkammerbestände aufgezeigt hat und der Umstand, der Verschonung des Huldigungssilbers von allen Umarbeitungs- und Einschmelzungswellen, ein wichtiger Fingerzeig bei der Erforschung seiner Provenienzgeschichte ist.

Am Nachmittag folgten zwei Vorträge zur Schroder Collection in London. Den Anfang machte DEBORAH LAMBERT (London), Kuratorin der Schroder Collection London, mit ihrem Vortrag zur zwischen 1875 und 1935 entstandenen Privatsammlung der ursprünglich aus Quakenbrück stammenden Londoner Bankiersfamilie Schroder.

Anschließend stellte TIMOTHY SCHRODER (London), Vorsitzender der Silver Society London, Kunsthistoriker und Silberspezialist sowie Nachfahre des Stifters Bruno Schroder die „Schätze der Celler Residenz in der Sammlung Schroder in London“ vor. Bis etwa 1920 befand sich nur Gebrauchssilber in der Schroder Collection. Ab diesem Zeitpunkt begann Baron Bruno Schroder Repräsentationssilber zu erwerben. In den 1920er-Jahren gelangten über die Auktionshäuser Glückselig in Wien und Chrichton in London Schatzkammerstücke der Welfen auf den Kunstmarkt. Davon wurde 1924 durch Baron Bruno als erstes Stück der Bergkristall-Pokal erworben, es folgten zwei später wieder veräußerte Perlmutterpokale (mutmaßlich von Wenzel Jamnitzer gefertigt) und 1929 der sogenannte Töbingpokal aus dem ehemaligen Lüneburger Ratssilber, Huldigungsgeschenk der Stadt Lüneburg an Kurfürst Georg Ludwig I. 1705.

In der anschließenden Diskussion wurde als problematisch erachtet, dass aufgrund fehlender Ankaufsunterlagen, die genaue Provenienz vieler Stücke – insbesondere des sogenannten Garssenbütteler Trinkhorns – fraglich und kaum noch zu rekonstruieren ist.

Am 2. Symposiumstag begann HILDEGARD WIEWELHOVE (Bielefeld), Leiterin des Museums Huelsmann, Honorarprofessorin der FH Bielefeld / FB Gestaltung mit einer Einzelbetrachtung eines der drei in niedersächsischem Besitz befindlichen Huldigungspräsente, dem Tischbrunnen des Amtes Bodenteich. Zunächst führte sie allgemein in die Thematik des Brunnens als Zeichen von Überfluss im Guten wie im Bösen ein. Anschließend machte sie das Auditorium mit den verschiedenen technischen Prinzipien und Brunnenarten im historischen Längsschnitt vertraut: Hausbrunnen, Tischbrunnen in Form von Heronsbrunnen und Heronsball, Springbrunnenautomaten – um schließlich zum Beispiel des Celler Tischbrunnens, Huldigungsgeschenk des Amtes Bodenteich an Herzog Christian Ludwig 1649, zu kommen. Ausführlich besprach sie die Ikonographie, die auf eine Funktion als Weinbrunnen hindeutet. Neu war die Deutung der bekrönenden Figur als Fortuna und aufschlussreich der Hinweis, dass die wohl ursprünglich ein blähendes Segel mit den Armen aufspannende Gestalt, den Geschenkempfänger zum klugen, vorsichtigen und maßvollen Handeln ermahnte.

Im anschließenden Vortrag von FRAUKE SCHULTE-TERBOVEN (Osnabrück) „Das Silberinventar Ernst Augusts II., Fürstbischof von Osnabrück – Ausdruck des dynastischen Aufstiegs des Hauses Braunschweig-Lüneburg?", das einen Teilaspekt ihres Promotionsprojektes vorstellte, wurde ein weiteres Mal die besondere Silberpolitik des Welfenhauses deutlich.

Es schloss der Vortrag von CHRISTINE VAN DEN HEUVEL (Hannover), Leiterin des Niedersächsischen Landesarchivs in Hannover „Die Silberkammern der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg im Niedersächsischen Landesarchiv Hannover“ zur Quellenlage an. Aus landeshistorischer Sicht stellte sie in beeindruckender Weise die Forschungsdesiderate im Bereich dynastischer Aufstieg der Welfen, Herrscherkult und Untertanenverehrung sowie politische Bedeutung und Symbolik des Huldigungssilbers dar. An den Huldigungspräsenten waren Rang und Geltung des fürstlichen Hauses deutlich ablesbar. Der Blick sei deshalb nicht begrenzt auf die Celler Residenz, sondern den gesamtdynastischen Silberbestand der Welfen zu richten. Im NLA Hannover lagert eine Vielzahl weitgehend unbekannter Silberkammerinventare. Von der Mitte des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts lässt sich daran die Entwicklung der Silberkammer als Staatsschatz der Welfen ablesen. Auch die welfischen Nebenresidenzen wie Herzberg oder Petershagen wurden zunehmend repräsentativ mit Silber ausgestattet. Damit besteht eine reiche archivalische Materialgrundlage zur Erforschung des welfischen Herrschaftskultes am Beispiel ihrer Silberbestände.

Anschließend gab INES ELSNER (Berlin/Celle) einen kurzen „Werkstattbericht zum bisherigen Arbeitsstand des Forschungsprojektes: Die Celler Silberkammer und das Huldigungssilber der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg“. Seit Januar 2014 ist sie in einem ersten Projektschritt bis Mitte des Jahres mit der systematischen Auswertung der Celler und Calenberger Kammerregister im NLA Hannover beschäftigt. Dies eröffnet einen Einblick in die Silbererwerbs- und Geschenkpolitik der Welfen im 17. Jahrhundert und wird den Rahmen für die künftig stärker auf das Huldigungssilber zu fokussierende Forschung abstecken. Bereits nach Auswertung des Zeitraumes 1610/11 bis 1660/61 ist deutlich ablesbar, dass nach anfänglicher Bevorzugung Nürnberger Silberarbeiten, die über die älteste Tochter Herzog Wilhelms des Jüngeren, die Markgräfin von Brandenburg-Ansbach, erworben wurden, zunehmend lokale Silberschmiedearbeiten aus Hamburg, Lüneburg und kleineren Städten im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg in Auftrag gegeben wurden. Dies wirft ein neues Licht auf das territoriale Selbstbewusstsein und den lokalen Stolz der Welfenherzöge. Des Weiteren ergab sich der interessante Befund, dass anlässlich der Huldigung offenbar ein wechselseitiger Geschenkeaustausch zwischen Herrschaft und Untertanen stattfand. Dies revidiert die gängige Forschungsmeinung vom Wandel des einst reziproken Herrschaftsaktes der Huldigung zum Vehikel des fürstlichen Herrschaftskultes.

Als letzte Referentin stellte UTE KÜMMEL (Greifswald), Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften der Ernst-Moritz-Arndt-Universität ihr vor dem Abschluss stehendes Dissertationsprojekt „Die Schatz- und Silberkammern der deutschen Reichsfürsten als ein Beispiel für Kulturtransfer im späten Mittelalter“ vor. Dass thematisch mit dem Entstehen der ersten Kunstkammern um 1560 endende Forschungsprojekt zum Kulturtransfer mittelalterlichen Gebrauchssilbers war insbesondere aufgrund seiner methodischen und wissenschaftsorganisatorischen Herangehensweise im Schnittpunkt von Universität, DFG-Projekt und interdisziplinärem Austausch für ein künftiges Celler Welfensilberprojekt von Interesse. Auch hier in spätmittelalterlicher Zeit ließ sich bereits das Anbringen von Wappen der Schenkenden beobachten.

Am anschließenden nichtöffentlichen Teil nahmen neben dem Direktor des Bomann-Museums Jochen Meiners (Celle), Juliane Schmieglitz-Otten, Ines Elsner, den Referenten Lorenz Seelig, Frauke Schulte-Terboven, Christine van den Heuvel und Ute Kümmel auch zwei hierzu eingeladene Experten: ULRIKE WEISS (St. Andrews) und JEANNETTE OPALLA (Gründau) teil. In offen kollegialer Atmosphäre wurde über den weiteren Fortgang, die inhaltliche Schwerpunktsetzung und die strategisch-organisatorische Planung eines erneuten Projektantrages beraten.

Konferenzübersicht:

Ulrich Mende (Celle), Eröffnung, Begrüßung durch den OB der Stadt Celle

Juliane Schmieglitz-Otten (Celle), Die Huldigungspräsente der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg am Beispiel der Celler Huldigungspokale im Kontext dynastischer Aufstiegsbestrebungen

Michaela Völkel (Potsdam/Berlin), Die Silberkammer: Sparbüchse und Geschirrschrank der europäischen Höfe?

Lorenz Seelig (Gräfelfing), Das Service König Georgs III. von Robert-Joseph Auguste und Franz Peter Bundsen (1776-1790) – Bemerkungen zum Welfensilber als finanzielle Ressource für modernes Tafelgerät

Deborah Lambert (London), The Schroder Silver Collection – one of the most important private collections of Renaissance silver in the world

Timothy Schroder (London), Schätze der Celler Residenz in der Sammlung Schroder in London

Hildegard Wiewelhove (Bielefeld), Der Tischbrunnen aus der fürstlichen Silberkammer des Celler Hofes (Huldigungsgeschenk des Amtes Bodenteich) – eine Rarität barocker Goldschmiedekunst

Frauke Schulte-Terboven (Osnabrück), Das Silberinventar Ernst Augusts II., Fürstbischof von Osnabrück - Ausdruck des dynastischen Aufstiegs des Hauses Braunschweig-Lüneburg?

Christine van den Heuvel (Hannover), Die Silberkammern der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg im Niedersächsischen Landesarchiv Hannover

Ines Elsner (Berlin/Celle), Die Celler Silberkammer und das Huldigungssilber der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Werkstattbericht zum bisherigen Arbeitsstand des Forschungsprojektes

Ute Kümmel (Greifswald), Projektvorstellung: Die Schatz- und Silberkammern der deutschen Reichsfürsten als ein Beispiel für Kulturtransfer im späten Mittelalter

Juliane Schmieglitz-Otten (Celle), Abschlussdiskussion/Resümee

Nichtöffentlicher Teil
Erörterung neuer Impulse und Fragestellungen für ein Forschungsprojekt
(Arbeitstitel): Hidden or Exposed: Kontextualität – Der Wandel in Wahrnehmung, Wirkung und Funktion auratisch aufgeladener Werke am Beispiel der Huldigungspräsente der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg (Celle)

Zitation
Tagungsbericht: „Silberpolitik“ als dynastische Strategie. Die Huldigungspräsente aus der Celler Residenz und der Aufstieg des jüngeren Hauses Braunschweig-Lüneburg, 27.02.2014 – 28.02.2014 Celle, in: H-Soz-Kult, 05.06.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5409>.