Formen der Holocausterinnerung – Von erfahrener Geschichte zur Europäisierung des Gedenkens

Ort
Dresden
Veranstalter
Italien-Zentrum und Institut für Soziologie der TU Dresden; Facoltà di scienze umanistiche dell’Università di Roma‚ La Sapienza
Datum
21.11.2013 - 23.11.2013
Von
Josefine Kroll, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, Technische Universität Dresden

Die Erinnerung an den Völkermord an den Juden steht vor einer Zäsur: Das Gedenken an die Shoah wird in naher Zukunft ohne direkte Zeitzeugenschaft auskommen müssen. Persönliche Erzählungen des schmerzvoll Erlebten werden – auch in didaktischen Vergegenwärtigungen – nur noch in bildkünstlerischen, literarischen oder neuen medialen Formen präsent sein. Am Beispiel des Shoah-Gedenkens in Deutschland und Italien entwarfen WissenschaftlerInnen beider Länder mögliche Formen eines zukünftigen Gedenkens.

Dabei behandelte die erste Sektion der Tagung die Wahrnehmungsprozesse der Shoah zunächst in historischer Perspektive: In der geschichtswissenschaftlichen Rekonstruktion eines spezifischen Rassebegriffs in Italien und dessen Adaption sowie aus dem Blickwinkel der Zeitzeugen und ihrer Nachfahren. Einführend in wesentliche Grundlagen dieser Thematik befasste sich der Beitrag von PATRICK OSTERMANN (Bonn/Dresden) mit der historischen Konzeption des katholisch-faschistischen Rassismus im Umfeld Guido Manacordas. Ostermann konstatierte, dass sich die rassistische Strömung im Einklang mit der katholischen Kirche entwickelte und zudem die Einführung der Rassengesetze im katholischen Milieu Italiens legitimierte. Zugleich konkurrierte sie mit der nationalsozialistischen Ideologie und behauptete, der deutschen Rassenlehre überlegen zu sein. Sie diente dabei nicht nur der Mobilisierung der italienischen Miliz, sondern wurde zum Instrument politischer Indoktrinierung während des Ventennio.

Mit dem Verhältnis deutscher und italienischer rassistischer Konstrukte beschäftigte sich auch MICHELE SARFATTI (Mailand) in seinen Überlegungen zur Shoah in Italien. Er verwies auf die in zwei Phasen stattfindende antijüdische Verfolgung: Nach der bis 1943 andauernden, nahezu gewaltfreien „Verfolgung der Rechte der Juden“ habe sich die „Verfolgung des Lebens der Juden“ angeschlossen, die mit gewaltsamen Razzien und Deportationen einhergegangen sei. Während der erste Abschnitt von Italien autonom geplant und ausgeführt worden sei, sei die zweite Phase sowohl von den deutschen Besatzungsbehörden als auch vom gesamten willigen staatlichen Apparat der Italienischen Sozialrepublik (RSI) durchgeführt worden. Die deutschen Stellen waren auch personell auf die Mithilfe der italienischen Faschisten angewiesen, die diese Unterstützung aus eigener Handlungsmotivation und in voller ideologischer Überzeugung lieferten. Da sie sich der Tatsache bewusst waren, dass sie die Verfolgten in die deutschen Konzentrationslager und somit in den Tod schickten, sei es unerlässlich, dass das antisemitische Engagement der RSI adäquat aufgeklärt werde. Seine These wird gestützt durch den Vortrag MARIO AVAGLIANOs (Rom), der sich mit der Haltung der italienischen Bevölkerung gegenüber den Juden in der Zeit von 1938 bis 1943 auseinandersetzte. Avagliano skizzierte das faschistische Milieu – angefangen von der intellektuellen Avantgarde des Landes bis hin zu Staatsbeamten, Denunzianten und Zuschauern – und prägte im Hinblick auf deren Verhalten den Begriff des „arischen“ Italieners, der sich aus verschiedensten Gründen der „reinen italienischen Rasse“ zugehörig fühlte und somit aktiv den Antisemitismus in Italien stützte.

In der Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur kam RUTH NATTERMANN (München) zu einem ähnlichen Ergebnis. Sie konstatierte eine Diskrepanz in der persönlichen Erinnerung italienischer Shoah-Überlebender und den jüngsten Studien zu diesem Thema. So sei das Stereotyp der italiani brava gente durch das Narrativ einer allumfassenden italienischen Humanität charakterisiert, während die jüngste Forschung ein weitaus differenzierteres Bild zeichne, welches das politische Kalkül Italiens hervorhebe und für eine kritische Auseinandersetzung im Hinblick auf den italienischen Holocaustdiskurs eintrete. Am Beispiel aktueller Gedenkpraktiken konstatierte Nattermann erste Spuren eines Sinneswandels im kollektiven Gedächtnis Italiens. Dennoch sei unklar, ob ein europäisiertes Gedenken an die Shoah im italienischen Raum nicht zur Entnationalisierung der Verantwortlichkeit für die Ereignisse führe und somit wieder zu einem Rückfall in alte Stereotype beitrage.

CARLO GENTILE (Köln) betrachtete in diesem Zusammenhang den Rassismus in Bezug auf die deutsch-italienische Kollaboration bei der Judenverfolgung. Bezugnehmend auf die Ermordung der Familie Einstein zweifelt er ein antisemitisches Motiv an und vertritt – entgegen der Darstellung Mazzettis – die Annahme, dass es sich dabei um keinen antisemitischen Hintergrund, sondern um einen kriegsverbrecherischen Übergriff der deutschen Wehrmacht auf dem Rückzug handele. Solche Übergriffe seien zwar die Ausnahme gewesen, doch sei besonders der in Frage kommende Verband diesbezüglich berüchtigt gewesen.

Mit den Wahrnehmungsprozessen jüdischer Shoah-Überlebender und deren Nachfahren setzten sich die Vorträge von KILIAN BARTIKOWSKI (Lancaster) und RAFFAELLA DI CASTRO (Rom) auseinander. Am Beispiel Karl Löwiths zeichnete Bartikowski nach, dass Exilerfahrungen einerseits von unterschiedlichen Kulturräumen beeinflusst und andererseits durch den persönlichen Erfahrungshorizont begrenzt seien. Da Löwith der europäische Kulturkreis weitaus vertrauter war als der asiatische Raum, sei es nicht verwunderlich, dass er in seinen Schilderungen deutscher und italienischer Lebensumstände wesentlich präziser war als in seinen Äußerungen über die Zeit in Japan. Die Erinnerungen jüdischer Erlebender im Verhältnis zu jenen der dritten Generation der Überlebenden waren Thema des Vortrags von Raffaella di Castro. Ausgehend von einer „negativen, monolithischen Identität“ des Judentums unter den Nationalsozialisten und Faschisten konstatierte sie eine Wiederholung der Leidensgeschichte in der dritten Generation der Überlebenden, als ob diese die Verfolgungen am eigenen Leib erfahren hätten. Sie sieht darin auch für das Judentum selbst die Gefahr, dauerhaft in seiner Opferrolle gefangen zu bleiben. Gleichzeitig betonte sie, dass der Holocaust kein ausschließliches Identifikationsmerkmal der jüdischen Kultur sei.

Die zweite Tagungssektion erörterte ausgehend von den Wahrnehmungsprozessen Betroffener die Thematisierung des Holocausts in der künftigen politischen Bildung und Geschichtsdidaktik. ALFONS KENKMANN (Leipzig) setzte sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Zeitzeugengesprächs in der Bildungsarbeit auseinander. Trotz des hohen Arbeitsaufwands bei der Vor- und Nachbereitung dieser Gespräche in Schulen oder Gedenkstätten, ermöglichen diese eine lebendige Vermittlung und Sicherung von historischen Erfahrungsmustern aufgrund der persönlichen Schilderung von Betroffenen. Dennoch müsse auch nach didaktischen Herangehensweisen gesucht werden, die nicht nur ein empathisches, sondern auch ein kritisches Hinterfragen ermöglichen. Mit dem Fehlen von Zeitzeugen vollziehe sich ein Übergang vom kommunikativen zum kulturellen Gedächtnis, durch den die Authentizität dieser historischen Erinnerungen verloren gehe. Dies könne im Anschluss an Harald Welzer und Michael Jeismann auch als Entlastung wahrgenommen werden, da das Pathos der Erinnerung wegfalle und eine nötige Distanz aufgebaut werde. Ähnlich argumentierte THOMAS LUTZ (Berlin) in Bezug auf die Bedeutung des Zeitzeugengesprächs für die Gedenkstättenarbeit und unterschied dabei Zeitzeugenbegegnung und Zeitzeugenbericht voneinander. Er skizzierte zunächst die Entwicklung der Erinnerungskultur in Deutschland und betonte, dass das Ende der Zeitzeugenschaft nur ein singuläres Kriterium für die Aufarbeitung des Holocausts sei. Die zunehmende zeitliche Distanz biete auch neue Möglichkeiten, um die Geschichte der Verfolgten differenzierter darzustellen. Der heutigen Gedenkstättenarbeit stünden daher viel umfangreichere historische Kenntnisse und Ausstellungsobjekte (wie beispielsweise zeitgenössisches Quellenmaterial) zur Verfügung, um die Orte des Geschehens als Sachzeugen zu präsentieren, in denen die Zeitzeugengespräche nunmehr eine Informationsquelle unter vielen seien. Zudem vermutet Lutz, dass der Holocaust in der gesellschaftlichen Wahrnehmung durch die zeitliche Distanz in Konkurrenz mit aktuellen Themen zwar zurücktreten werde, ohne dass sich dies jedoch auf Interesse und Forschungsbedarf auswirken sollte. Im Anschluss daran erörterte MERON MENDEL (Frankfurt am Main), welche pädagogisch-didaktischen Ansätze bei der Konzeption von „nichtauthentischen Lernorten“ sinnvoll seien und zog dabei exemplarisch die Ausstellung „Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland“ heran. Diese erzähle eine individuelle und zugleich universale Geschichte, ohne von der jüdischen Identität des Mädchens und den Themenkomplexen Krieg, Holocaust und Untertauchen abzusehen. Die Identitätsreflexionen Anne Franks ermöglichen einen Gegenwartsbezug, da sie besonders von jungen BesucherInnen nachempfunden werden können. Durch die Ausstellung führen zudem junge Erwachsene, da diese Form des Peer-Learning die Distanz zum Thema mindere. Die Möglichkeiten neuer didaktischer Methoden diskutierte auch ANN KATRIN DÜBEN (Leipzig). Am Beispiel der emsländischen Kriegsgräberstätten konstatierte sie, dass die Erinnerungskultur in dieser Region bis in die jüngste Vergangenheit hinein durch Impulse von außen geprägt worden und die Institutionalisierung in Form einer Gedenkstätte erst spät erfolgt sei. Anschließend untersuchte sie die performative Aneignung der Kriegsgräberstätten als Orte des authentischen Geschehens durch das sogenannte Geocaching. Obwohl dabei weniger die historische Kontextualisierung der Geschehnisse im Vordergrund stehe, ermögliche diese neue Art des mobilen Lernens dennoch eine dynamischere Auseinandersetzung mit den Erinnerungsorten. MARTIN LIEPACH (Frankfurt am Main) widmete den letzten Beitrag dieser Sektion der Frage nach der Bedeutung von Zeitzeugenvideos und Spielfilmen für den Geschichtsunterricht und betonte, dass dabei nicht nur „objektives“ Faktenwissen vermittelt werde, sondern es letztlich um die Vermittlung moralischer Werte ginge. Anhand des Films „Schindlers Liste“ würden Schüler die Differenzen zwischen filmischer Umsetzung und mündlicher Überlieferung erfahren und gingen außerdem der Frage nach, wie authentisch ein solcher Film sein müsse. Ebenso strittig wie der Umgang mit Moral im Geschichtsunterricht sei jedoch noch immer die konkrete didaktische Form der Vermittlung.

Der dritte Themenkomplex der Tagung setzte sich mit den Perspektiven der Vermittlung in Kunst, Literatur und zeitgenössischen Medien auseinander. Über die Opferperspektive der ersten Sektion hinausgehend thematisierte RALPH BUCHENHORST (Halle) den Wandel der Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert. Der Holocaust, der sich besonders in das Identitätsverständnis von Deutschland und Israel als den Ländern der Täter und Opfer eingebrannt habe, werde einerseits als unfassbares Massenverbrechen wahrgenommen. Auf der anderen Seite sei die Shoah aufgrund umfangreichen Dokumentationsmaterials zu einem Medienphänomen ohnegleichen geworden, das zuweilen sogar Unbehagen über die Flut der Bilder hervorrufe. Damit einher gehe auch der Wandel vom nationalstaatlich geprägten zum globalen Erinnern. Der Widerspruch zwischen der Bewahrung des Fremden und der Allgegenwart der Bilder ist mit Buchenhorst als eine grundlegende Dialektik von Schock und Gewöhnung zu verstehen und somit kennzeichnend für die Moderne. Dabei spielt das Internet eine tragende Rolle – eine These, die JULIANE WETZEL (Berlin) in ihrem Vortrag betonte. Anknüpfend an Liepach konstatierte sie im Hinblick auf mögliche Lernformen eine Gleichsetzung der „Holocaust-Erziehung“ mit einer allgemeinen Moral- und Werteerziehung, bei der das historische Wissen in den Hintergrund trete und die daher zur gefährlichen Verharmlosung des Holocausts führen könne. Daher sei es besonders bei der Nutzung des Internets wichtig, den Lernenden eine kritische Medienkompetenz zu vermitteln, da das Internet als Agitationsinstrument fungieren könne. Die Erkenntnis über die Brisanz dieses Mediums sei noch nicht genügend berücksichtigt worden. SONIA GENTILI (Rom) stellte in ihrem Beitrag den Roman Il giardino dei Finzi-Contini des jüdischen Zeitzeugen Giorgio Bassani in den Mittelpunkt. Hier sei der Garten der Familie als ein Sinnbild der abgeschiedenen und der Vergangenheit zugewandten Welt dargestellt und werde explizit als Eden bezeichnet. Der Besuch eines etruskischen Friedhofs veranlasse den Erzähler Bassani, sich an die Finzi-Contini und deren Begräbnisstätte zu erinnern, sodass eine direkte Verbindung zwischen der Allegorie des Gartens und dem Friedhof als ein Ort der Erinnerung an die Toten der Vergangenheit impliziert werde. Der Vergangenheitsbezug der Familie Finzi-Contini sei zugleich Ausdruck von Bassanis politischer Überzeugung, sich nicht von der Geschichte abzuwenden und die Erinnerung an die Toten zu löschen – so wie die Täter es forderten.

KARL-SIEGBERT REHBERG (Dresden) thematisierte die lebenslange Trauerarbeit der Schriftstellerin und bildenden Künstlerin Lorenza Mazzetti und stellte damit den Bezug zur zeitgleich in Dresden gezeigten Ausstellung 'Album di famiglia' her. In Bildern und Büchern arbeitet Mazzetti bis heute das NS-Verbrechen an der Familie Einstein in der Toskana auf. Erzählt wird das Geschehen und dessen Vorgeschichte aus der Sicht der kleinen Lori. Für viele Motive dienten Lorenza Mazzetti Fotos, sodass man von einem individuellen „magischen Fotorealismus“ sprechen könne, dessen latente Sinnstruktur sich erst durch die historischen Zusammenhänge erschließe. Damit eröffnen die „naiven“ Bilder einen ganz eigenen Blick auf das Grauen hinter dem sogar in Krieg und rassistischer Verfolgung als „normal“ erscheinenden Alltag. THORSTEN HEESE (Osnabrück) erinnerte an das Schicksal des Malers Felix Nussbaum und dessen Werk, das ermögliche, sich dem Holocaust über das Medium Kunst zu nähern. Insbesondere die Selbstporträts dokumentieren Nussbaums Situation von Ausgrenzung und Verfolgung eindrücklich. Die Aussagekraft der Bilder werde durch die von Daniel Libeskind entworfene Museumsarchitektur in Form einer assoziativen Raumerfahrung zusätzlich hervorgehoben und mache Bezüge zur Osnabrücker NS-Geschichte deutlich. Dieses multiperspektivische Konzept eröffne die Möglichkeit einer komplexen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte sowie deren Ursachen und Folgen. LORENZO CANOVA (Campobasso) zeichnete das Leben des Künstlers und Zeitzeugen Bruno Canova nach und stellte dessen fortwährende Auseinandersetzung mit der erlebten Tragödie und den Grausamkeiten des Krieges in den Mittelpunkt seines Beitrags. Im Bilderzyklus L’arte della guerra entfalten Werke, die durch historisch umfangreiche Recherchen und applizierte Originaldokumente bestechen (wie beispielsweise Zeitungsausschnitte), eine expressive Kraft in der Darstellung der Ereignisse, die die Grenze des Unsagbaren erreichen.

Die Tagung zeigte in historiographischer Perspektive mehrfach die Kollaboration von Deutschen und Italienern wie auch das eigenständige Vorgehen Italiens bei der Judenverfolgung auf. Dabei wurde besonders auf die Diskrepanz zwischen der persönlichen Erinnerung der Zeitzeugen und den jüngsten Forschungsergebnissen hingewiesen und deren mögliche Ursachen diskutiert. Im Kontext des Gedenkens markiert das Ende der Zeitzeugenschaft den Übergang vom kommunikativen zum kulturellen Gedächtnis. Dabei spielen insbesondere künstlerische Formen der Vergangenheitsbewältigung eine tragende Rolle, die die Erinnerungen der Überlebenden über ihren Tod hinaus kolportieren und vielschichtige Auseinandersetzungsprozesse mit der Vergangenheit ermöglichen.

Konferenzübersicht:

Sektion 1: Historische und kultursoziologische Grundlagen der Shoah-Erinnerung in Italien und Deutschland

Karl-Siegbert Rehberg (Dresden), Lorenza Mazzettis „Album di famiglia“

Patrick Ostermann (Bonn/Dresden), Der katholisch-faschistische Rassismus: Vom Gegenentwurf zur NS-Rassenlehre im Ventennio zur Ideologie der Judenverfolgung in der Sozialrepublik

Kilian Bartikowski (Lancaster), Der Fall Karl Löwith: Zu Möglichkeiten und Grenzen von Wahrnehmungsprozessen der Judenverfolgung während der 1930er-Jahre im internationalen Vergleich

Ruth Nattermann (München), Von der Erinnerung der Überlebenden zur kritischen Forschung. Das Gedenken an die Shoah in Italien

Raffaella di Castro (Rom), Le persecuzioni fasciste e naziste nelle memorie degli ebrei romani di terza generazione

Carlo Gentile (Köln), ‚La strage della famiglia Einstein‘ und die NS-Judenverfolgung in Italien nach 1943

Sektion 2: Die Shoah in politischer Bildung und Geschichtsdidaktik

Michele Sarfatti (Mailand), La Shoah e la sua memoria in Italia oggi: storia, memoria, educazione, musealizzazione

Alfons Kenkmann (Leipzig), Historisches Lernen mit Zeitzeugen? Geschichtsdidaktische Anmerkungen

Thomas Lutz (Berlin), Der zunehmend zeitliche Abstand zur Verfolgungsgeschichte der Nazi-Zeit und deren Folgen für die historische Bildung an authentischen Orten

Meron Mendel (Frankfurt am Main), ‚Anne Frank. Ein Mädchen aus Deutschland‘ – Geschichtsdidaktische Erfahrungen aus der Ausstellungsarbeit

Ann Kathrin Düben (Leipzig), Erinnerungsräume. Die Erinnerungskultur an die Emslandlager

Martin Liepach (Frankfurt am Main), Was kommt danach? Mediale Erinnerungen durch Spielfilme und Zeitzeugenvideos am Ende der Zeitzeugenschaft

Sektion 3: Perspektiven der ästhetischen Vermittlung

Juliane Wetzel (Berlin), Das Lernen über den Holocaust via Internet. Möglichkeiten und Fallstricke

Sonia Gentili (Rom), Memoria, Eden e arte funeraria nel ‚Giardino dei Finzi-Contini‘ di Giogio Bassani

Ralph Buchenhorst (Halle), Erinnerung und Moderne: Fremdheit und Gewöhnung im Gedenken an die Shoah

Thorsten Heese (Osnabrück), Der gemalte Holocaust – Felix Nussbaums Bilder in Osnabrück

Lorenzo Canova (Campobasso), ‚Difesa della razza‘ – Leggi Razziali e Shoah nel ciclo ‚L’arte della guerra‘ die Bruno Canova

Mario Avagliano (Rom), Francamente razzisti? Le reazioni degli italiani ariani ai provvedimenti contro gli ebrei

Zitation
Tagungsbericht: Formen der Holocausterinnerung – Von erfahrener Geschichte zur Europäisierung des Gedenkens, 21.11.2013 – 23.11.2013 Dresden, in: H-Soz-Kult, 17.07.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5459>.