Das niedere Schulwesen in der Schweiz am Ende der Frühen Neuzeit

Ort
Bern
Veranstalter
Universität Bern; Universität Zürich; Universität Luxembourg
Datum
22.05.2014 - 23.05.2014
Von
Nadine Pietzko, Institut für Populäre Kulturen, Universität Zürich

Die Schule wird von der Gesellschaft eingerichtet, damit die heranwachsende Generation alles das lernt, was nach der Überzeugung der älteren, maßgebenden Generation in der menschlichen Gesellschaft an Kenntnissen, Fertigkeiten und Orientierungen unabdingbar ist. Als Konglomerat pädagogischer Anschauungen und individueller Handlungen bietet die Schule im Sinne einer zeitgenössischen Momentaufnahme somit eine attraktive Bezugsquelle für Forschungen im Segment gesellschaftspolitischer, ökonomischer und sozio-kultureller Entwicklungsprozesse. An diese Stelle tritt das interdisziplinäre, vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt der Universitäten Bern, Zürich und Luxembourg in den Vordergrund: Das niedere Schulwesen in der Schweiz am Ende der Frühen Neuzeit. Edition und Auswertungen der Stapfer-Enquête von 1799.

Das Forschungsprojekt basiert auf einer Schulumfrage, die 1799 vom damaligen Minister der Künste und Wissenschaften Philipp Albert Stapfer zur Zeit der Helvetischen Republik flächendeckend an alle Formen von Niederen Schulen innerhalb der deutsch‐ und französischsprachigen Schweiz verteilt wurde. Die Enquête gliedert sich in vier thematische Bereiche (Lokalverhältnisse, Unterricht, Personalverhältnisse, Ökonomische Verhältnisse), beinhaltet über 50 Detailfragen und umfasst rund 2.400 originale Rückmeldungen. Ihre geographische Bandbreite, die standardisierte Struktur des Fragebogens und die hohe Rücklaufquote erlauben vielfältige Analysemöglichkeiten. Seit dem Jahr 2009 wurde begonnen, die Stapfer-Enquête systematisch zu transkribieren, zu digitalisieren und sie mit Hilfe verschiedener Darstellungs- und Abfragetools kantonsweise auf der Website www.stapferenquete.ch zu veröffentlichen. Neben der Edition der Stapfer-Enquête besteht die andere Hauptaufgabe darin, anhand der projektbegleitenden Dissertationen den teils pessimistischen, alten und vor allem in der schweizerischen Bildungsforschung noch sehr lückenhaften Forschungsstand des 18. Jahrhunderts zu ergänzen oder zu revidieren. Dies ist bereits mit den Doktorarbeiten aus der ersten Tranche (2009-2012) optimal gelungen und soll in der zweiten Tranche (2012-2015) fortgesetzt werden.

Die Veranstaltung war in drei Themenblöcke gegliedert und diente in erster Linie als Podium zur Präsentation der aktuellen Forschungsresultate der Dissertationsprojekte, begleitet von kritischen Feedbacks der jeweiligen Kommentatoren. Die thematisch nahestehenden Gastreferate sorgten für weiterführende und vertiefende Einblicke, so dass insgesamt ein breit gefächerter Einblick in die Schulgeschichte um 1800 gewonnen werden konnte. Die insgesamt sieben Referentinnen und Referenten wählten unterschiedliche Herangehensweisen, um sich der Materie „historische Schul- und Bildungsforschung“ zu nähern.

Die erste Sektion thematisierte die Lehrerbildung und wurde von MARCEL ROTHEN (Bern) eingeleitet, der sich mit der Professionalisierungsgeschichte der niederen Lehrer auseinandersetzte. Das Bild vom Schulmeister der niederen Schulen des ausgehenden Ancien Régime ist trotz zahlreichen regional orientierten Forschungen zum schweizerischen Schulwesen nach wie vor lückenhaft und von ambivalenten, bisweilen widersprüchlichen Befunden geprägt. Insbesondere fehlen weitgehend überregionale Betrachtungen zum Sozial- und Berufsprofil der Lehrerschaft, obwohl die Quellenlage mit der Stapfer-Enquête und weiteren regionalen Schulumfragen eigentlich hervorragend wäre. Das Dissertationsvorhaben von Rothen soll hier mittels breitflächigen Untersuchungen zu Aspekten des sozialen Status und zur Berufsausgestaltung mithelfen, das insgesamt sehr heterogene Bild der Lehrerschaft um 1800 zu schärfen und zu vertiefen. Im Referat wurden drei ausgewählte Aspekte des Sozial- und Berufsprofils der niederen Schullehrerschaft in einem ebensolchen überregionalen Vergleich präsentiert. Es handelte sich erstens um Erhebungen zur Herkunft und zur Berufserfahrung der Lehrpersonen, die beide von großen regionalen Differenzen geprägt waren. So wiesen die Waadt sowie die katholische Zentralschweiz im Gegensatz zur Rest-Deutschschweiz überdurchschnittlich hohe Mobilitäts- und Fluktuationsquoten auf. Zweitens erfolgten quantitative Untersuchungen zur sozialen Akzeptanz und der Wahrnehmung der Lehrpersonen aus der Perspektive ihrer Vorgesetzten. Hierbei wurde das Vorurteil des „dümmlichen Dorfschulmeisterleins“ durch den Referenten anhand von Fähigkeitsbewertungen in zwei regionalen Schulumfragen klar widerlegt. Den dritten Aspekt bildete eine Ergänzung der bisherigen Forschungen zu Merkmalen der Gender-Verhältnisse, die Rothen anhand von verschiedenen anschaulichen Übersichten erläuterte, etwa präzisierte Beobachtungen zur Minorität der Lehrerinnen, insbesondere zur Gesamtanzahl, zu Präferenzen hinsichtlich Ort und Schultypus, zum Zivilstand und zur Relation ihrer Einkommen gegenüber ihren männlichen Berufskollegen.

Bereichert wurden seine Ergebnisse durch den Beitrag von LUCIEN CRIBLEZ (Zürich), der die Lehrerausbildung vor der Institutionalisierung diskutierte. Die Gründung der Lehrerseminare gilt in der Schweiz als große Errungenschaft der liberalen Umbrüche der 1830er-Jahre. Aber schon vor der Institutionalisierung der Lehrerbildung existierten verschiedene, zum Teil rudimentäre, Formen der Lehrerbildung. Der Beitrag von Criblez gab in einem ersten Teil einen Überblick über unterschiedliche Protoformen der Lehrerbildung. Diese Protoformen zeichneten sich durch geringe institutionelle und personelle Kontinuität aus, verfügten meist über keine eigenständige organisatorische Form und verfügten über kein im Hauptauftrag auf Lehrerbildung ausgerichtetes Personal. Sie boten Ausbildungsgänge an, deren zeitliche Ausdehnung lediglich einige Wochen bis wenige Monate betrug. Solche Protoformen waren beispielsweise die Musterschulen, in denen Lehrer ihren Beruf im Medium der Praxis erlernten oder Normalkurse von einigen wenigen Wochen Dauer während der unterrichtsfreien Sommermonate. Auf eine dieser Protoformen, die Anleitungen für Landschullehrer, wurde anschließend detaillierter eingegangen. Die Anleitungen dienten der Qualitätssteigerung und der Durchsetzung flächendeckender „Standards“, indem sie Erwartungen an die Lehrpersonen formulierten hinsichtlich Unterrichtsinhalten und -methoden, aber auch Erwartungen an das Verhalten der Lehrer und an die Disziplin der Schüler. Das Referat schloss mit einem Ausblick auf die Institutionalisierungsphase der Lehrerseminare in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und endete mit der Frage, warum sich trotz verschiedenster Protoformen zu Beginn der 1830er-Jahre das seminaristische Ausbildungskonzept durchsetzte?

Wichtige Impulse lieferte NORBERT FURRER (Bern) mit seinem konkreten Einblick in die kleine Bibliothek des Schulmeisters „Hans Peter Bärtschi“ selig von Lüscherz im Jahr 1779. In seiner Publikation „Des Burgers Buch“ hat Furrer auf Grundlage von Geltstagsrödeln aus dem Stadtarchiv Bern die Privatbibliotheken der Berner Bürger untersucht. Er konnte in seinen Untersuchungen sowohl verschiedene Lesetypen als auch verschiedene Bibliothekstypen zusammenstellen. In dem Referat stellte er die Bibliothek des Lehrers Bärtschi vor, die einen Bestand von rund elf Büchern aufwies.

Die zweite Sektion behandelte den Bereich der Schulbuchforschung, der von NADINE PIETZKO (Zürich) mit einem Überblick der Schulbuchlandschaft in der Schweiz um 1800 eingeführt wurde. Als Träger eines sozial-institutionell approbierten Wissens und im Sinne eines Informatorium, Pädagogicum und Politicum ist das Schulbuch gleichermaßen Produkt als auch Produzent von Einstellungen sowie Verhaltensweisen. Dieses sensible Gesellschaftsbarometer erlebt in der Forschung mittlerweile eine positive Blütezeit, allerdings bleiben die historischen Untersuchungszeiträume vor der Moderne oft eine Welt der Quellendesiderate. Der Beitrag von Pietzko bestehe darin, die Lücken für die Frühe Neuzeit in der Schweiz zu schließen, basierend auf einer Auswertung aller deutschsprachigen Kantone innerhalb der Stapfer-Enquête. In der Tagung wurden die Ergebnisse der Kantone Basel, Aargau, Schaffhausen, Bern und Linth präsentiert: Bis zu 70 Porzent der Rückmeldungen erlaubten zwar anonyme, dafür aber kategoriale (fachliche) Zuordnungen. Lediglich 22 Prozent der Antworten wiesen konkrete Autorenhinweise auf. Insgesamt wurde eine große Vielfalt an Lehrmedien festgestellt, angefangen bei Handschriften, gedruckten Lehrwerken (Lesebuch, Fibeln, Geschichtsbücher, Rechenbücher, Wörterbücher, Lektürestoffe), Bibelbearbeitungen (Psalmenbuch, Testament), Katechismen, ABC-Tafeln, Wandkarten, Kalendern bis hin zu Zeitungen. Die Auswertungen belegten eine eindeutige Dominanz religiöser Lehrmedien. Innerhalb dessen traten Psalmenbücher, Biblische Historien, der Katechismus und das Neue Testament besonders stark hervor. Die spannendsten Ergebnisse zeigten sich allerdings bei den Auswertungen säkularer Lehrmedien, die im Elementarunterricht im 17. Jahrhundert noch undenkbar gewesen waren. Hervorzuheben sei das starke Auftreten von ABC Büchern und Lesebüchern, aber auch das Aufkommen von Rechen-, Naturlehr, Geographie- oder Geschichtsbüchern! Autoren, die überkantonal verbreitet waren, seien dem Bereich Lesebuch und Gesangbuch zuzuordnen (Gellert, Bachofen, Schmidlin, Rochow, Seiler), wobei Johann Hübner (Biblische Historien) eine Spitzenposition inne hatte. Im Fazit summierte Pietzko, dass die statistischen Fakten der Erhebungen alleine nicht ausreichen, um die Ergebnisse adäquat interpretieren zu können. Heterogene Schulsituationen prägten die Schulbuchlandschaft, weshalb sie sich im Laufe ihrer Dissertation auch dem Bereich der Entstehungs-, Nutzungs- und Distributionsgeschichte widmen wird.

MARCEL NAAS (Zürich) konnte diese Sektion mit einem Referat über Kinderbibeln vertiefend ergänzen. Obwohl Kinderbibeln seit Jahrhunderten in Familie und Schule gelesen werden, sind sie in der Historischen Bildungsforschung eine vergessene Quelle. Dabei könnten Kinderbibeln als erste eigentliche Kinderbücher bezeichnet werden, da sie sich früh am Kind als Leser orientierten und mit didaktischen Mitteln versuchten, Kindern die Inhalte der Vollbibel zu vermitteln. Die pädagogischen Absichten von Kinderbibeln manifestieren sich in der Auswahl und Reihenfolge der Geschichten, der Sprache, den Kommentaren, Fragen und Lehren und der implizit oder explizit vermittelten Moral. So gesehen geben Kinderbibeln auch Einblick in die öffentliche Wahrnehmung des Kindes zu einer bestimmten Zeit, was sie zu einer äußerst interessanten historischen Quelle macht, welche bisher allerdings nur in der theologischen, religionspädagogischen und literaturwissenschaftlichen Forschung Beachtung fand. Ziel der in diesem Rahmen entstandenen Dissertationsschrift von Naas („Die didaktische Konstruktion des Kindes“) ist es deshalb, die didaktischen Konstruktionen von Kinderbibeln, welche in Schulen der Kantone Zürich, Bern und Luzern zwischen 1800 und 1850 verwendeten wurden, zu analysieren und das implizite Bild des Kindes herauszuarbeiten. In dem Vortrag wurden einzelne Ergebnisse dieser Analyse präsentiert, wobei sowohl auf allgemeine Veränderungen des Kindbildes zwischen 1800 und 1850, also beispielsweise auf die zunehmende Wahrnehmung des Entwicklungsstandes des Kindes, als auch auf konfessionelle Unterschiede im Kindbild, wie zum Beispiel auf unterschiedliche Erziehungsziele (die Erziehung zum christlichen Bürger mittels individueller Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift im protestantischen Kanton Zürich bzw. den erzählten biblischen Geschichten mit Blick auf das zukünftige gläubige Gemeindemitglied im katholischen Kanton Luzern) Bezug genommen wurde.

Die dritte Sektion wurde von MICHAEL RULOFF (Luxembourg) eröffnet, dessen Dissertationsschwerpunkt in der Sozialgeschichte der Schulbesuche liegt. Artikel 62 der Schweizerischen Bundesverfassung regelt das Schulwesen in der Schweiz. Die Verantwortung über die öffentliche Schule obliegt zwar den Kantonen – die Schulpflicht ist jedoch in der Verfassung verankert. Im Jahr 1800 führte die damalige Regierung der Helvetischen Republik erstmals ein gesamtschweizerisches Schulobligatorium ein. Ungeklärt ist die Frage, wie viele Kinder um 1800 in der Schweiz tatsächlich die Schule besuchten. Die bisherige ältere und neuere Forschung vermittelt den Eindruck eines uneinheitlichen Schulbesuchs. Die zentrale Frage von Ruloff lautete daher, wie viele Kinder um 1800 tatsächlich die Schule besuchten. Untersucht werden solle, ob die bisherigen Forschungsergebnisse zum Schulbesuch bestätigt werden können oder ob man ihnen widersprechen muss. Die Auswertung der Stapfer-Enquête liefert eine hervorragende Grundlage für eine breit abgestützte Bestandsaufnahme zum Schulbesuch. Ziel sei es, eine Stichprobe von rund 100 Schulen in der ganzen Schweiz zu untersuchen. Im Referat wurde die Stichprobe der Untersuchung vorgestellt und begründet. Des Weiteren wurden Ergebnisse zum Schulbesuch in den analysierten Gemeinden diskutiert. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Unterschieden der Schulbesuchswerte. Einerseits existierten zwischen den einzelnen Kantonen und Regionen große Differenzen, andererseits bestanden auch zwischen den Gemeinden innerhalb der Kantone und Regionen signifikante Unterschiede. Der zweite Aspekt betraf die Tatsache, dass Mädchen auch zur Schule gingen: Die Schulbesuchswerte der Mädchen waren in den allermeisten analysierten Gemeinden (fast) genauso hoch wie diejenigen der Knaben, in einigen wenigen Fällen (wie etwa in Grenchen/Solothurn oder Bubendorf/Baselland) waren sie sogar höher. Ruloff zielt in seiner Dissertation nun darauf ab, die interessanten quantitativen Ergebnisse mit qualitativen Gesichtspunkten zu vertiefen. Diese Tiefenbohrungen sollen helfen, die Auswertungen mit Hilfe des historischen Kontextes adäquat interpretieren sowie beurteilen zu können.

ANDREAS HADJAR (Luxemburg) verfolgte in seinem Vortrag das Thema historische Datenanalysen und lotete in seinem Beitrag die Möglichkeiten und Grenzen aus, wie die Stapfer-Enquête im Rahmen quantitativer Auswertungsstrategien untersucht werden kann. Dabei wurden Beispielfragen bearbeitet, die im direkten Zusammenhang mit dem Dissertationsthema von Ruloff standen, etwa ob sich der Schulbesuch zwischen reformierten und katholischen Gebieten unterschied und ob die Existenz eines Schulgeldes den Schulbesuch verringerten. Hadjar summierte, dass die Stapfer-Enquete einen Schatz darstelle, der quantitativen Methoden zugänglich ist, denn die Daten können vercoded bzw. quantifiziert und zudem durch weitere (Archiv-)Informationen aus anderen Quellen ergänzt werden. Um Aussagen über die gesamte Eidgenossenschaft oder gesamte Regionen machen zu können, wären diese aber auch gesamthaft oder ausgewählt auf Basis einer Zufallsauswahl zu erheben.

Die Tagung wurde mit einem Abschlusskommentar von THOMAS TÖPFER (Leipzig) abgerundet, der die Ergebnisse der Vorträge summarisch betrachtete und kurz diskutierte. Insgesamt wurde die Tagung als ein fruchtbarer, interdisziplinärer Fachaustausch bewertet, in dem die Dissertationsprojekte und die jeweils daran gekoppelten auswärtigen Referate informative, sich ergänzende Sektionseinheiten gebildet haben. Töpfer betonte, dass die Schulumfrage nicht nur quantitatives Zahlenmaterial beinhalte, sondern auch qualitative Zugänge erlaube. In Hinblick auf den historischen Kontext sensibilisierte er, dass die Stapfer-Enquête nicht nur eine Momentaufnahme der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“ sei. Vielmehr hebe sie diese zum Teil auf und schaffe eine eigene Wirklichkeit, durch die politischen Vorgaben des neuen Staates (Helvetik), durch Definition (von Schule und Lehrer) und Standardisierung und Reduktionen. In der zentralen Frage, ob die Stapfer-Enquête die eidgenössische Schullandschaft um 1800 abbilde, äußerte Töpfer, dass eben jener Forschungsbegriff ein Schlüssel sein könnte, um die Rezeption der Befunde der projektbegleitenden Dissertationen auch in Deutschland und darüber hinaus zu befördern.

Konferenzübersicht

Sektion 1: Lehrerbildung: gesellschaftlich – privat
Moderation: Heinrich Richard Schmidt (Bern)

Marcel Rothen (Bern): „Ein Schulmeister, der für den tauglichsten gehalten wird“ - Erste Beobachtungen zum Sozial- und Berufsprofil von niederen Schullehren in gesamtschweizerischer Perspektive um 1800

Lucien Criblez (Zürich): Lehrerbildung vor der Institutionalisierung der Lehrerseminare

Norbert Furrer (Bern): Die kleine Bibliothek des Schulmeisters Hans Peter Bärtschi selig von Lüscherz im Jahr 1779

Sektion 2: Lehrmittel: Einblicke – Weitblicke
Moderation: Alfred Messerli (Zürich)

Nadine Pietzo (Zürich): „Schulbücher, welche sind eingeführt?“ - Erste Einblicke in die historische Lehrmittellandschaft

Marcel Naas (Zürich): Vergessene Schulbücher: Kinderbibeln der Kantone Zürich, Bern und Luzern (1800-1850) als Quelle für die Rekonstruktion des Kindbildes

Sektion 3: Statistik – Schulbesuch
Moderation: Daniel Tröhler (Luxembourg)

Michael Ruloff (Luxembourg): "Bey so großer Anzahl kommen freylich nie alle Kinder in die Schul" - Berechnungen des Schulbesuchs in der Helvetischen Republik im Jahr 1799

Andreas Hadjar (Luxembourg): Was quantitative Methoden der Datenauswertung zur Analyse historischer Sachverhalte beitragen können: Die Stapfer-Enquete als Datenbasis

Abschlusskommentar
Thomas Töpfer (Leipzig)

Zitation
Tagungsbericht: Das niedere Schulwesen in der Schweiz am Ende der Frühen Neuzeit, 22.05.2014 – 23.05.2014 Bern, in: H-Soz-Kult, 03.09.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5518>.