Information, persuasion, propaganda. The medical and public health film as a mode of communication between science, medicine, public and society in France, 1900–1960

Ort
Strasbourg
Veranstalter
Christian Bonah/ Joël Danet/ Tricia Close-Koenig, MEDFILM, Université de Strasbourg
Datum
20.06.2014 - 21.06.2014
Von
Fabian Zimmer, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Heidelberg; Leonie Ahmer, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Heidelberg

In den letzten Jahren haben historische audio-visuelle Studien vielfach das Potential sogenannter „Gebrauchsfilme“ hervorgehoben. Diese Filme aus wissenschaftlichen, technischen, industriellen wie pädagogischen Kontexten stellen reichhaltige Quellen für die Analyse der Erinnerungsproduktion sowie von Welt- und Selbstbildern der jeweiligen Gesellschaften dar. Das an den Universitäten Strasbourg und Metz beheimatete Projekt MEDFILM beschäftigt sich mit solchen Filmen aus den Bereichen der Medizin und Hygiene, die hier als Mittel der Kommunikation von Gesundheitspolitik, wissenschaftlicher Aufklärung und Gesundheitsvorsorge verstanden werden. Die zweitägige internationale Konferenz, die zugleich den Abschluss des Projekts darstellte, thematisierte dementsprechend medizinische Filme und Gesundheitsfilme, ihre Produktion und Verbreitung in französischer und in internationaler Perspektive, unter dem Zeichen von „Information, Überzeugung und Propaganda“. Die Veranstaltung fand mit der Unterstützung der Forschungsprogramme MEDFILM und RhinFilm, der Universität Strasbourg, der Stadt Strasbourg, der Région Alsace, den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, der Europäischen Union, der Wissenschaftsoffensive Interreg Oberrhein, dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung sowie den Filmarchiven Canopé, CNC-AFF, Ecpad, Institut Pasteur, Cerimes und INA statt.

Wie CHRISTIAN BONAH (Strasbourg) in den einführenden Worten hervorhob, ging es um Filme, die sich stets mit der Frage konfrontiert sahen „how to teach people things they don’t really want to hear about“. Bonah betonte auch die Problematik, dass gegenwärtig zwar ein wachsendes Interesse an diesen Filmen zu beobachten sei, sie aber dann häufig gänzlich dekontextualisiert auf Plattformen wie Youtube auftauchten – eine Tendenz, gegen die sich MEDFILM durch die Bereitstellung umfassender Kontextinformationen wendet.[1] Auch unterschied Bonah zwei Formen des medizinischen Gebrauchsfilms: Den medizinischen Lehrfilm (medical film) einerseits, der vorrangig dem internen Gebrauch von Forschung und Lehre diene, und dem Gesundheitsfilm (public health film), der sich an ein breites Publikum richte und dessen Bedeutung auch im Laufe der Zeit stark zugenommen habe.

Die ersten beiden Vorträge widmeten sich einer der zentralen Gestalten des medizinischen Lehrfilms in Frankreich, dem Regisseur Jean Benoît-Lévy. CHRISTIAN BONAH bezog sich in seinem Vortrag auf das von Benoît-Lévy im amerikanischen Exil verfasste Buch „Les Grandes Missions du cinéma“ (Montréal 1945). Bonah zeigte auf, dass das Buch einen detaillierten Einblick in Benoît-Lévys Selbstverständnis als Filmemacher zwischen Wissenschaft und Volksbildung gewährt und präsentierte anhand des Buches die These, Jean Benoît-Lévy, der zahlreiche Filme gemeinsam mit Marie Epstein schrieb und produzierte, habe das Filmemachen prinzipiell als Teamarbeit verstanden.

Der Vortrag von ANNE MASSERAN (Metz) konzentrierte sich auf Benoît-Lévys Filme über Mutterschaft und Kindeserziehung aus den 1920er- und 1930er-Jahren. Alle diese Filme präsentierten eine Modernisierungsgeschichte, in der ein traditionelles, „falsches“ Wissen durch ein neues, wissenschaftliches Wissen ersetzt werde. Diese zwei Wissensformen fänden sich in Benoît-Lévys Filmen durch allegorische weibliche Figuren dargestellt, wobei meist die ältere, als Trägerin des falschen Wissens, durch die jüngere Frau, ihrerseits Trägerin des modernen Wissens, bekehrt werde.

Die an die beiden Beiträge anschließende Diskussion knüpfte an die Frage der Autorschaft an. So hob PASCAL LABORDERIE (Reims) hervor, dass gelegentlich die Bedeutung von Marie Epstein für die Filme über Mutterschaft überschätzt werde, da Benoît-Lévy selbst nachweislich einige davon geschrieben habe. Zwar habe Benoît-Lévy sich selbst als „boss in brackets“ verstanden, der im Team arbeitete, nichtsdestotrotz liege die Verantwortlichkeit und damit kein geringer Teil der Autorschaft bei ihm als Regisseur.

Die Filme aus dem Archiv des Établissement de Communication et de Production Audiovisuelle de la Défense (ecpad), die JOËL DANET (Strasbourg) im folgenden Vortrag besprach, hoben sich von den Filmen Benoît-Lévys deutlich ab, da ihnen, wie der Referent betonte, eine sehr frontale Art, ihre Botschaften zu vermitteln eigen sei. Weil diese Filme vor allem jungen Soldaten beim Eintritt in die Armee gezeigt wurden, war Respekt oder Takt gegenüber eventuellem minderjährigem oder weiblichem Publikum nicht nötig. Anhand des Films „La Syphilis, L’ennemi public no. 1“ (1939) demonstrierte Danet diese Kommunikation „von Mann zu Mann“. Diese zeichne sich durch drastisches Zeigen von Krankheitssymptomen und direkte Imperative an das Publikum aus und verzichte auf personifizierende Darstellungen (wie etwa in den allegorischen Figuren Benoît-Lévys). Stattdessen würden unpersönliche, exemplarische Körper präsentiert.

Im Zentrum des Vortrags von SERGE KORNMANN (Strasbourg) stand die Verwendung von Animationstechniken im französischen Gesundheits- und Medizinfilm der Zwischen- und der Nachkriegszeit. Von theoretischer Seite hob er besonders die Überlegungen des Urologen Pierre Thévenard hervor, die dieser in „Le cinéma scientifique français“ 1948 veröffentlichte. Die besonderen Möglichkeiten des animierten Gesundheitsfilms zeigten sich am Beispiel einiger Szenen der Produktion „A votre santé“ (1950). Der Antialkoholismusfilm eröffnet dem Zuschauer Zutritt ins Körperinnere unbelehrbarer Trinker, deren durch Alkoholkonsum beeinträchtigter Organismus schematisch vereinfacht und in mikroskopisch vergrößerten Bildern dem Publikum als deutliche Warnung auf den Weg gegeben wird. Darüber hinaus verwendet der Film animierte Schemata und überzeichnete Trickfilmszenen, die die nach Kornmann ausschlaggebenden Qualitäten des Animationsfilms unterstrichen: Ausdrucksklarheit und evokative Kraft.

Der Vortrag von PASCAL LABORDERIE beschäftigte sich mit dem säkularen Lehrkino (cinéma éducateur laïque), das in der Zwischenkriegszeit von der französischen Ligue de l’enseignement angeregt und organisiert wurde. Laborderie zeigte die verzweigten Netzwerke der Produktion und Verbreitung der Filme auf, die über Frankreich selbst hinaus bis in die Kolonien reichten, innerhalb von Frankreich sowohl Stadt als auch Land umfassten und auch international verknüpft waren. Besonders hob der Referent aber auch die ideologische Komplexität der hier produzierten Filme hervor, die zwar in einem gemäßigt linken Umfeld entwickelt wurden, aber durchaus als Vorbild für den Film des Vichy-Regimes angesehen werden können. Im Zuge dessen wandte sich Laborderie gegen den Simplizismusvorwurf, der gegen Jean Benoît-Lévys Werk immer wieder vorgebracht werde. Christian Bonah wandte hiergegen allerdings in der anschließenden Diskussion ein, dass die Vereinfachung von Benoît-Lévy stets methodisch reflektiert wurde, also einen nicht zu unterschätzenden Platz in seinem Schaffen einnähme.

Gesundheitliche und medizinische Aufklärung im französischen Fernsehen der 1950er- und 1960er-Jahre behandelte LAURENT GARREAU (Poitiers) als Vertreter des Centre National de Documentation Pédagogique (Canopé). Anhand zahlreicher exemplarischer Filmsequenzen zeigte er verschiedene Ausrichtungen solcher Produktionen auf, die von sachlichen Anleitungen bis hin zu Spielfilmszenen eine Breite an Methoden der Wissensvermittlung und Erziehung über das Fernsehen erkennen ließen. Durch den in der Konferenz behandelten zeitlichen Rahmen bis 1960 beschränkte sich Garreau auf die Frühphase des Fernsehens, in der es das Radio als Medium auch der gesundheitlichen Aufklärung noch nicht abgelöst hatte.

SUZANNE LANGLOIS (Toronto) kehrte mit ihrem Vortrag wieder zu Jean Benoît-Lévy zurück, betrachtete allerdings seine Verflechtungen mit den USA und sein Schaffen im amerikanischen Exil ab 1941. Benoît-Lévy war in dieser Zeit nicht als Regisseur aktiv, lehrte allerdings Kinematografie an der New Yorker New School for Social Research. Insbesondere arbeitete er ab 1946 für die UN, wo er das United Nations Film Board ins Leben rief und mehrere Gesundheitsfilme in Auftrag gab. Er war dadurch beteiligt an der Entwicklung einer neuen, internationalistischen, universalistischen Filmrhetorik, die die Rhetorik der Kriegszeit ablöste, und so auch eine neue Form von Modernität demonstrierte.

Der den ersten Tag abschließende Kommentar von VINCENT LOWY (Strasbourg) griff ins Poetische gewendet eine Problematik auf, die Christian Bonah in seinen einleitenden Worten angesprochen hatte – den Platz dieser „Gebrauchsfilme“ im heutigen kollektiven Gedächtnis. Lowy zitierte hierzu Kafkas Erzählung „Die Sorge des Hausvaters“ und Walter Benjamins Interpretation des darin beschriebenen Odradek, der Benjamin zufolge „die Form [ist], die die Dinge in der Vergessenheit annehmen.“

Den zweiten – auf internationale Gebrauchsfilme bezogenen – Teil der Tagung eröffnete ALEXANDRE SUMPF (Strasbourg) mit einem Vortrag zum russischen und sowjetischen Gebrauchsfilm. In einem weitgefassten, aber profunden Überblick ging er zunächst auf die Probleme der aktuellen Rezeption und Zugänglichkeit dieser Filme ein. Der Referent unterschied dann anhand zahlreicher Beispiele und biographischer Ausführungen zwei Schulen des medizinischen Gebrauchsfilms in Russland, die er als durchaus vergleichbar mit dem französischen Fall hervorhob: Auch für die Sowjetunion lasse sich die Unterscheidung zwischen Gesundheitsfilmen, die hier gegen soziale Krankheiten eintraten und die Schaffung eines neuen, sowjetischen Menschen propagierten, einerseits und Lehrfilmen andererseits, die vor allem für den internen Gebrauch bestimmt waren, anwenden.

Hier schloss der Vortrag von PHILIPP OSTEN (Heidelberg) an, der einen ähnlichen Überblick über die deutsche Produktion von Gebrauchsfilmen unternahm. Osten verfuhr anhand der Biographien zentraler Persönlichkeiten wie Oskar Messter, Curt Thomalla und Yvonne Merin – eine Perspektive, die Christian Bonah auch selbstkritisch in der anschließenden Diskussion problematisierte. Osten hob die bis an die Ursprünge des Films zurückgehende Nähe von Film und medizinischer Forschung hervor und thematisierte dann das spezifisch deutsche Modell des Kulturfilms – welches allerdings auch etwa in der Sowjetunion stark rezipiert wurde, wie Alexandre Sumpf in seinem Vortrag herausgearbeitet hatte. Mit den Filmen, die Yvonne Merin in den 1970er-Jahren für die Deutsche Film AG (DEFA) produzierte, zeigte sich eine vorrangig auf Unterhaltung abzielende Art des Lehrfilms, der, so Osten, aber weniger der Gesundheitspropaganda als vielmehr der Wiederherstellung des Vertrauens in das sozialistische System der DDR diente.

Die folgenden zwei Vorträge richteten den Blick auf Nordamerika. ZOË DRUICK (Vancouver) präsentierte mit „Mental Mechanisms“ und „Mental Symptoms“ zwei Filmserien des National Film Board of Canada aus den späten 1940er- bzw. frühen 1950er-Jahren. Diese von Psychiatern initiierten Filme, die auf eine Popularisierung psychodynamischer Theorien zielen, präsentieren die menschliche Psyche als einen Mechanismus, in dem, so Druick treffend, „modern problems to be managed by modern methods“ auftreten. Für psychische Probleme werden, in Abkehr von einer Aussperrungsrhetorik, kommunale Hilfseinrichtungen propagiert, die die Betroffenen wieder zum (Arbeits-)Leben befähigen sollen. Diese Filme wurden breit rezipiert, zirkulierten international, etwa auch im US-Militär und stießen auch in Avantgarde-Kreisen auf großes Interesse.

DAVID CANTOR (Bethesda) präsentierte mit Adolf Nichtenhausers „History of Medical Film“ eine der zentralen Quellen für den medizinischen Lehrfilm in den USA. Das unpubliziert gebliebene, ca. 1.300 Seiten starke Buch, das Nichtenhauser in den späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren verfasste, liegt in der National Library of Medicine vor. Neben der biographischen Einordnung widmete sich Cantor der historiografischen Herangehensweise Nichtenhausers, der kein ausgebildeter Historiker war. Cantor hob besonders Nichtenhausers Detailliebe hervor, hinter der Fragen nach Bewertung und Hierarchisierung eher zurücktraten.

Drei shell-shock-Filme aus Frankreich, Großbritannien und Italien standen im Mittelpunkt des Vortrages von BREGT LAMERIS (St. Andrews). Lameris strebte in ihrem Vortrag eine Verknüpfung der Analyse von shell-shock-Filmen mit einer Theorie des Archivs an. Die versehrten Körper der Soldaten, die in den Filmen erscheinen, interpretierte sie als archivalische Objekte, die zu Orten von Wissen (sites of knowledge) und Gedächtnis (memory) werden. Was in den untersuchten Filmen gezeigt wird, seien exemplarische, entindividualisierte Körper, in die sich die Kriegserfahrung eingeschrieben habe, so dass die versehrten Soldaten eher als Zeugnisse denn als Zeugen der Vergangenheit, das heißt hier des Krieges, aufträten.

Einen weit weniger theoriebasierten Ansatz wählte ALEXANDER FRIEDLAND (Berlin), der die Geschichte des „Medizinisch-kinematographischen Universitäts-Instituts“ an der Berliner Charité untersuchte. Der Vortrag widmete sich hauptsächlich den Umständen der Produktion von Filmen in diesem Institut, das von 1923 bis 1931 bestand und vor allem für ein professionelles medizinisches Publikum produzierte. Friedland ging aber auch auf die großen Erwartungen ein, die in der frühen Phase in den medizinischen Lehrfilm gesetzt wurden, wie auch auf die Debatten um die Stellung des medizinischen Lehrfilms zwischen einem Medium der Verbreitung und Popularisierung medizinischen Wissens einerseits und seiner Verwässerung und Kommerzialisierung andererseits.

Der Vortag von GUDRUN LÖHRER (Köln) knüpfte implizit an die einführend von Christian Bonah aufgeworfene Grundfrage an. Löhrer demonstrierte anhand von amerikanischen Malaria-Präventionsfilmen aus der während des Zweiten Weltkrieges produzierten Serie „Private Snafu“, auf welche unterschiedlichen Weisen versucht wurde, dem Zielpublikum (Soldaten) eine Änderung von Verhaltensweisen beizubringen. Sie hob die Bedeutung eines „silent teaching“ hervor, welches an die Emotionen und Affekte der Zuschauer appellierte. Humor und ein melodramatischer Plot waren hier häufig eingesetzte Mittel. Auch seien die medialen Netzwerke zu berücksichtigen, in die diese Botschaften eingebettet waren. Die Malariaprävention etwa griff auf Poster mit ähnlichen Figuren zurück.

Die rege Abschlussdiskussion wurde durch einen Kommentar von ANJA LAUKÖTTER (Berlin) und PHILIPP STIASNY (Heidelberg) eröffnet. Die Kommentatoren hoben einige Problemkomplexe bzw. Desiderate bei der Analyse von Gebrauchsfilmen hervor. Laukötter hob die Notwendigkeit hervor, den konzeptuellen Zugang zwischen Quellen- und Kontextanalyse und einer weiter gefassten Diskursanalyse zu reflektieren. Auch seien die Leerstellen, auf die Historiker nicht nur im Umgang mit Gebrauchsfilmen stoßen, stärker zu berücksichtigen. Philipp Stiasny betonte die in den Vorträgen der Tagung kaum thematisierte Prägekraft der Kriege des 20. Jahrhunderts für die untersuchten Filme. Der anschließend am intensivsten diskutierte Punkt aber bezog sich darauf, die in den Vorträgen bereits sichtbar gewordene globale oder transnationale Perspektive auszuarbeiten und auszubauen. Einhelligkeit herrschte darüber, dass die Grundlagen gelegt seien, die bisher weitgehend auf nationale Korpora beschränkte Forschung auf internationale Verflechtungen auszuweiten. Mit den Ergebnissen des nun abgeschlossenen MEDFILM-Projekts kann nun der auch aus unserer Sicht wünschenswerte Schritt zur empirischen Umsetzung der in der Diskussion formulierten Forschungsperspektiven getan werden. Hierfür bietet etwa das sich personell mit MEDFILM überschneidende Projekt RhinFilm an den Universitäten Strasbourg und Heidelberg einen vielversprechenden Rahmen.[2]

Konferenzübersicht:

La production française dans le cinéma médical (1900 – 1960) : Sujets privilégiés, ses modes de diffusion, ses figures majeures / French medical film production between 1900 – 1960: Subjects – distribution – figures.

Christian Bonah (Strasbourg) & Hélène Michel (Strasbourg): Grußworte & Einführung

Christian Bonah (Strasbourg): Jean-Benoit-Lévy, the ‘Edition Française Cinématographique’ and medical / health education film in the interwar period

Anne Masseran (Metz): Le progrès, guide de la jeune mère : soins du nourrisson et travail domestique dans les films de Jean Benoît-Lévy

Joël Danet (Strasbourg): Le film d’éducation sanitaire au Service Cinématographique des Armées : le fonds de l’ECPAD

Serge Kornmann (Strasbourg): L’animation et ses techniques dans le film médical et sanitaire français d’entre-deux-guerres

Pascal Laborderie (Reims): Le cinéma éducateur laïque en France dans l’entre-deux-guerres vu au prisme de l'international

Laurent Garreau (Poitiers): Les émissions de santé au début de la télévision scolaire française

Suzanne Langlois (Toronto): Jean Benoit-Lévy and public health propaganda in international context (1935-1949)

Vincent Lowy (Metz): Kommentar

Mise en perspective internationale des productions de films médico-sanitaires, 1900–1950 / An international perspective on medical and sanitary film production, 1900–1950

Alexandre Sumpf (Strasbourg): Des experimentations de l’entre-deux-guerres aux réalisations de la seconde guerre mondiale

Philipp Osten (Heidelberg): Medical film in Germany; 1900-1950. An overview

Zoe Druick (Vancouver): ‘Mental Mechanisms’ and ‘Mental Symptoms’: Two mental health series of the National Film Board of Canada compared

David Cantor (Bethesda): Adolf Nichtenhauser and the history of medical film in the United States, 1900-1950

Vers une internationalisation du film médico-sanitaire ? / Towards an internationalization of medical and sanitary film ?

Bregt Lameris (St. Andrews): Imaging shell-shock: Medical film and the discursive construction of a mental disorder

Alexander Friedland (Berlin): Scientific film production and the Medico-cinematographic Institute at Berlin University in the 1920s

Gudrun Loehrer (Köln): Fit to Fight? – Audiovisual malaria prevention in the US military

Philipp Stiasny (Heidelberg), Anja Laukötter (Berlin), Christian Bonah (Strasbourg): Kommentar und Abschlussdiskussion

Anmerkungen:
[1] Vgl. die Filmdatenbank unter http://medfilm.unistra.fr/wiki/Catégorie:Fiches_validées (19. Juli 2014).
[2] Vgl. die Projekt-Website http://rhinfilm.unistra.fr (19. Juli 2014).

Zitation
Tagungsbericht: Information, persuasion, propaganda. The medical and public health film as a mode of communication between science, medicine, public and society in France, 1900–1960, 20.06.2014 – 21.06.2014 Strasbourg, in: H-Soz-Kult, 09.09.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5552>.