Adel in Sachsen und Böhmen. Aspekte einer Beziehungsgeschichte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Ort
Dresden
Veranstalter
Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.; Sächsisches Staatsarchiv – Hauptstaatsarchiv Dresden
Datum
28.11.2013 - 29.11.2013
Von
Vicky Rothe, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt

Die Adelsforschung in Sachsen floriert seit den 1990er-Jahren, wovon zahlreiche öffentlichkeitswirksame Tagungen und Ausstellungen zeugen. Trotzdem bestehen immer noch bedeutende Desiderate. Zu diesen gehört auch die Beziehungsgeschichte des sächsischen Adels. Ziel der Tagung „Adel in Sachsen und Böhmen. Aspekte einer Beziehungsgeschichte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit“ war es daher, einen Perspektivwechsel zu vollziehen, indem die grenzüberschreitende niederadlige Mobilität und Kommunikation in den Blick genommen wird. Die Veranstaltung verzeichnete rege Teilnahme und zog einen großen Besucherkreis an, zu denen auch zahlreiche Vertreter mitteldeutscher Adelsfamilien gehörten.

Das Thema „Adel in Sachsen und Böhmen“ macht eine Auseinandersetzung mit den Motiven der Grenzüberschreitung und den Methoden der Herrschaftsausübung vor Ort notwendig, wie MARTIN ARNOLD (Dresden) in die Tagung einführte. Daneben müssten unter anderem der Umgang mit konfessionellen Unterschieden, die Integration in die „fremden“ Adelslandschaften, die Teilnahme des Adels an der Ständepolitik sowie die Auswirkungen auf Kultur, Politik und Identitäten in den Blick genommen werden. Die Forschung sei in der Vergangenheit lange Zeit von nationalstaatlichen Perspektiven dominiert worden. Durch einen beziehungsgeschichtlichen Fokus und nicht zuletzt durch Kombination tschechischer und deutscher Forschungsergebnisse könnten der wissenschaftlichen Debatte neue Impulse verliehen werden. Entsprechend dieser Einführung beschäftigte sich die Tagung mit den Sektionen „Beziehungsgeschichte“, „Adelsfamilien zwischen Grenzüberschreitung und territorialer Bindung“ sowie „Kulturtransfer“.

PETR MAT´A (Wien) eröffnete die Tagung, indem er das weit verbreitete Phänomen des grenzüberschreitenden Adels im frühmodernen Zentraleuropa thematisierte. Es sei für den Adel selbstverständlich gewesen, in unterschiedlichen Territorien Besitz zu erwerben und mehreren Landesherren zu unterstehen. Zu adligen Grenzüberschreitungen kam es zum Beispiel durch die Etablierung einer zweiten Herrschaftsbindung bei Grenzveränderungen in Folge von Landesteilungen. Daneben konnte ein Landesherr fremde Adlige für ihre Dienste (zum Beispiel im Militär oder durch Vergabe von Krediten) mit Grundbesitz entschädigen. Damit einhergehend konnte es eine Nebenfunktion sein, den Adel als dem Fürsten gewogenes, stabilisierendes Element in den Grenzregionen einzusetzen. Weiterhin führten Erbschaften sowie planvolle Ankäufe und entsprechende strategische Eheschließungen zur Erweiterung des adligen Besitzes im Ausland. Hier spielten auch ökonomische Überlegungen, Karriereaussichten, konfessionelle Fragen oder die Nähe zu einem attraktiven Fürstenhof eine Rolle. Grenzüberschreitungen waren aber nicht nur mit neuen Möglichkeiten verbunden, sondern auch mit erheblichen Schwierigkeiten verknüpft. So gab es etwa religiöse und rechtliche Hürden, um unkontrollierten Zuzug von auswärtigem Adel zu verhindern. Vor diesem Hintergrund wurden zum Beispiel Doppelsteuern, Militärdienstpflichten sowie andere Sanktionsmaßnahmen eingeführt. Auch waren beispielsweise Fragen des Rangverhältnisses innerhalb des neuen Territoriums zu beachten.

TOMÁŠ KNOZ (Brno) widmete sich anschließend der Frage, ob und wie der „fremde Adel“ nach erfolgter Ansiedlung in das neue Territorium integriert wurde. Dieses Thema bearbeitete er am Beispiel der Adelslandschaft Mähren. Knoz betonte, der Prozess der Integration sei grundsätzlich schwierig zu fassen. Üblicherweise war der Fürstenhof ein entscheidender Faktor für die Integration, da sich hier die Eliten des Landes aufhielten. Abseits des höfischen Umfelds hingegen seien die zugewanderten Geschlechter gemäß alter Verfassungsgewohnheiten mit einbezogen oder aber ausgegrenzt worden. Dabei betonte Knoz die Sonderstellung Mährens, dem ohne einen Hof ein wichtiger Integrationsfaktor fehlte. Die grundlegende Rechtsnorm der Ansiedlung bildete das sogenannte Inkolat. Es regelte, dass der Erwerb von Gütern und Ämtern sowie die Teilnahme am Landtag an das Geburtsrecht oder an eine förmliche Aufnahme in den Herren- bzw. Ritterstand geknüpft waren. Interessanterweise zeigen aber die Quellenauswertungen, dass das Inkolat oft gar nicht erforderlich war. Der mährische Adel selbst fungierte als Inhaber der Entscheidungsgewalt über die Aufnahme der Fremden. Voraussetzung war dabei die Akzeptanz der Rechtsnorm durch die Neuankommenden. Diese versuchten ihrerseits aber auch neue Rechtsgewohnheiten in ihre neue Heimat einzubringen. Diese gegenseitige Vermischung lässt sich auch an symbolischen Normen belegen: Legenden, Gründungsmythen und Wappensymbole, die eine Kombination von Inhalten aus der mährischen und aus fremden Adelslandschaften darstellen, sprechen eine deutliche Sprache.

UWE TRESP (Potsdam) befasste sich in seinem Vortrag mit den spezifischen Existenzbedingungen des Adels im sächsisch-böhmischen Grenzraum vom 14. bis zum 16. Jahrhundert. Zahlreiche sächsische Adelsfamilien wendeten den Blick nach Böhmen, umgekehrt orientierte man sich in Böhmen auch auf die Höfe und die ökonomischen Chancen in Sachsen. Gerade aufgrund der verschiedenen Sprachen habe aber trotzdem ein klares Bewusstsein der unterschiedlichen Ausprägung der Landesherrschaft und der kulturellen Grenze zwischen Meißen und Böhmen bestanden. Die Ober- und Niederlausitz hingegen galten als Brückenlandschaften mit engen Beziehungen zu beiden Territorien. Die Freiheiten des Adels können dabei als ausschlaggebend für die jeweilige „Attraktivität“ eines Landes gesehen werden. Tresp stellte drei Hauptvarianten der Verbindung nach Böhmen vor: Der Landesausbau der Wettiner sei im 14. Jahrhundert als starke Bedrohung wahrgenommen worden, sodass man sich auf der Suche nach Schutz nach Böhmen gewandt habe. Dieser Herrschaftsdruck der Wettiner habe sich bis zur zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhöht, was bei einigen Familien zum endgültigen Übertritt in den böhmischen Adel geführt habe. Eine neue Qualität erlangten die Bestrebungen zur Etablierung von Besitz in Böhmen schließlich ab Ende des 15. Jahrhunderts. Dabei sei es nicht zuletzt um die Erschließung politischer Spielräume gegangen. Die Beziehungen zum sächsischen Landesherrn wurden aber trotz des Besitzschwerpunkts im Nachbarland nie abgebrochen. Tresp betonte, dass ein Ausgreifen in umgekehrter Richtung – also ein Ankauf des böhmischen Adels in Sachsen – viel seltener vorkam. Der böhmische Adel wollte größtenteils im Bereich der böhmischen Krone verbleiben, um die dortigen Privilegien zu genießen.

MARTIN ARNOLD (Dresden) beschloss die erste Sektion mit der Frage nach der (proto-nationalen) Identität und dem Selbstverständnis der sächsischen Adelsfamilien in Nordwestböhmen im 16. Jahrhundert. Am Beispiel der Familie von Bünau stellte er dabei folgendes Phasenmodell vor: An der 1. Generation (1530er- bis 1540er-Jahre) könne man die einseitige Bindung an das Haus Wettin noch deutlich beobachten. In der 2. Phase (1550er- bis 1560er-Jahre) sei durch Eheschließungen und Engagement in der böhmischen Ständeversammlung eine Öffnung nach Böhmen gelungen, jedoch ohne eine gleichzeitige Abwendung von Sachsen. Die 3. Phase (1570er- bis 1620er-Jahre) war vor allem von Auseinandersetzungen um die religiösen Freiheiten in Böhmen geprägt. Nun kam es wieder zu einer verstärkten Hinwendung nach Sachsen und zu einer deutlicheren Betonung der lutherischen Identität. In der letzten Phase (1620er- bis 1650er-Jahre) erfolgte die Ausweisung aller Protestanten aus Böhmen. Im Exil dürfte die Identität als lutherische Glaubensflüchtlinge eine bedeutende Rolle gespielt haben. Dieses Beispiel beschreibe zwar lediglich die Entwicklungen in einer – in mancher Hinsicht einzigartigen – Familie, es zeige aber trotzdem, wie sich eingewanderte Adelsgeschlechter zwischen Grenzüberschreitung und territorialer Bindung im Grenzraum bewegten.

Den zweiten Veranstaltungstag und damit auch die 2. Sektion eröffnete LENKA BOBKOVÁ (Praha) mit ihrem Vortrag über die sächsische Familie von Salhausen, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts Besitz in Böhmen erwarb. Im Jahr 1515 kauften drei Brüder von Salhausen die Herrschaften Bensen (Benešov nad Ploučnicí) sowie Tetschen (Děčín) und leisteten den Eid gegenüber dem böhmischen König. Bobková stellte fest, dass die Familie es grundsätzlich schwer hatte, sich in den böhmischen Adel zu integrieren. Es gab große Probleme mit dem Erwerb der tschechischen Sprache, sodass Schreiber als Übersetzer benötigt wurden. Vertreter des Geschlechts nahmen auch nur selten an den Ständeversammlungen teil. Frühzeitig setzte die Familie außerdem den lutherischen Glauben in ihrem Territorium um. Ihre evangelische Gesinnung fand unter anderem Ausdruck in den Schloss- und Kirchenbauten in Bensen und Umgebung. Letztendlich stürzte die umfangreiche Bautätigkeit die Familie in finanzielle Nöte. Dies hatte Besitzverkäufe und den Niedergang der Familie in Böhmen zur Folge, den die Nachwirkungen der Schlacht am Weißen Berg noch beschleunigten.

Den bisher wenig beachteten Beziehungen zwischen Nordböhmen, Schlesien, der Oberlausitz und Sachsen widmete sich MILAN SVOBODA (Liberec) am Beispiel der Freiherren von Redern im 16. und 17. Jahrhundert. Diese erlebten innerhalb von nur 70 Jahren sowohl ihren Aufstieg und ihre Blütezeit, als auch ihren Verfall. Der Kauf von Stadt und Herrschaft Friedland (Frýdlant) und der dazugehörigen Burg erfolgte 1558. Svoboda sieht diesen auch als ein Ergebnis der Politik des böhmischen Königs Ferdinand I., gezielt Sympathisanten seiner Herrschaft zu unterstützen. Daraufhin wurde in den 1580er-Jahren ein umfangreiches Bauprogramm begonnen (Schloss und Kapelle in Reichenberg (Liberec), Neuausgestaltung des Wappensaals auf der Burg sowie Grabmäler in der Dekanatskirche in Friedland). Sie zeugen vom starken Repräsentationsbedürfnis der Familie. Nach 1620 verloren die von Redern alle Besitzungen und emigrierten nach Sachsen.

MATTHIAS DONATH (Dresden) stellte anschließend die Besitzstrategien der Adelsfamilien von Schönberg sowie von Watzdorf in Sachsen und Böhmen vor. Trotz umfangreicher grenznaher Besitzungen im Erzgebirge gab es von Seiten der im albertinischen Sachsen verwurzelten Familie von Schönberg keine aktive Bestrebung zur Übersiedlung nach Böhmen. Lediglich in Folge einer Erbschaft gelangte das Geschlecht 1575 in den Besitz der Herrschaft Teplitz (Teplice), verkaufte diese aber nach finanziellen Verlusten bereits nach zehn Jahren wieder. Demgegenüber vollzog die Familie von Watzdorf im Laufe der Frühen Neuzeit eine Wanderung von Thüringen nach Sachsen und Oberschlesien. 1543 wagte die Familie mit dem Kauf des Guts Kupferberg (Měděnec) ein „Experiment“ des Ausgreifens nach Böhmen. Der Ausgang ist unbekannt.

Die letzte Sektion beschäftigte sich mit dem Kulturtransfer. PETR HLAVÁČEK (Praha) untersuchte am Beispiel der Familie von Lobkowicz die kulturellen Wechselwirkungen im böhmisch-sächsischen Grenzraum um 1500. Dabei stellte er besonders die Brüder Bohuslaus und Johannes Lobkowicz von Hassenstein in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Bohuslaus (1461-1510) hatte nicht nur in Bologna studiert, er reiste auch unter anderem nach Jerusalem, Griechenland und Ägypten. Er gehörte humanistischen Kreisen in Wittenberg und Leipzig an, korrespondierte mit einer Vielzahl von Gelehrten und begründete eine bedeutende Bibliothek. Sein Bruder Johannes (1450-1517) war ein bekannter Literat und Diplomat, der bedeutende Baumeister und Künstler nach Kaaden (Kadaň) holte. So kam es zum Beispiel zur Ausmalung der Klosterkirche in Kaaden durch die Werkstatt Lucas Cranach der Ältere. Beide Beispiele zeigten eindrucksvoll, wie der „Kontaktraum Erzgebirge“ beim Adel im Grenzraum eine Mentalität der Offenheit und ein adliges Selbstverständnis als „Europäer“ schuf.

TÁŇA NEJEZCHLEBOVÁ (Ústí nad Labem) thematisierte die Ausbreitung der „sächsischen Renaissance“ im nordwestlichen Böhmen und hob ebenfalls die herausragende Rolle des Adels als Träger des Kulturtransfers im 15. und 16. Jahrhundert hervor. Dieser befriedigte sein starkes Repräsentationsbedürfnis unter anderem durch umfangreiche Bautätigkeit. Mit der Ankunft und zunehmenden Etablierung des sächsischen Adels in Böhmen seit den 1470er-Jahren sei deshalb ein „kultureller Import“ einhergegangen. Der Mangel an Künstlern und Handwerkern in Böhmen habe dazu geführt, dass man sich nach Sachsen orientierte, um dort Baumeister und Künstler für Schloss- und Kirchenbauten zu gewinnen. Das Erzgebirge fungierte also ganz selbstverständlich als ein Kommunikationsraum. Erst mit dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges kam es vorerst zu einem Ende des kulturellen Austauschs.

Grenzüberschreitende Kommunikation und sogar ein Ausgreifen in andere Territorien – das hat die Veranstaltung deutlich gezeigt – waren selbstverständliche und wichtige Elemente adligen Handelns vom Spätmittelalter bis ins 17. Jahrhundert. Dabei fungierte der Adel als vielleicht wichtigster Träger der Kommunikation und des Kulturtransfers zwischen Sachsen nach Böhmen. Ein Bewusstsein der politischen und sonstigen Unterschiede zwischen beiden Territorien war durchaus vorhanden. Gleichberechtigt daneben oder sogar im Vordergrund standen aber grenzüberschreitende Identitätskategorien wie ständische Zugehörigkeit und Konfession. Eine gemeinsame – deutsche wie tschechische – Adelsforschung sollte sich deshalb in Zukunft weniger auf die gewohnten, aber letztlich anachronistischen nationalen Kategorien beziehen. Nicht nur der Fürstenstand, auch der niedere Adel ist als ein gesamteuropäisches Phänomen anzusehen.

Konferenzübersicht:

Grußworte und Einführung
Peter Wiegand (Stellvertretender Leiter des Hauptstaatsarchivs Dresden)

Martina Schattkowsky (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V., Leiterin Bereich Geschichte)

Martin Arnold (Dresden), Einführung

Sektion 1: Beziehungsgeschichte

Petr Mat´a (Wien), Grenzbarone, Doppelvasallen, föderale Aristokratie. Der grenzüberschreitende Adel im frühmodernen Zentraleuropa

Tomáš Knoz (Brno), Die Integration des ‚fremden Adels‘ in die mährische Adelslandschaft in der Frühen Neuzeit. Rechtliche Norm und symbolische Form

Uwe Tresp (Potsdam), Auf der Suche nach Chancen, Sicherheit und Orientierung. Wege des Adels zwischen Meißen/Sachsen und Böhmen vom 14. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts

Martin Arnold (Dresden), Niederer Adel ohne Nation? Identitäten ehemals sächsischer Familien in Nordwestböhmen im 16. Jahrhundert

Sektion 2: Adelsfamilien zwischen Grenzüberschreitung und territorialer Bindung

Lenka Bobková (Praha), Die Familie von Salhausen in Nordböhmen im 16. und 17. Jahrhundert

Milan Svoboda (Liberec), Sichtbare und vergessene Spuren Sachsens in Nordböhmen. Politische, kulturelle und persönliche Beziehungen am Beispiel der Freiherren von Redern im 16. und 17. Jahrhundert

Matthias Donath (Dresden), Besitzstrategien der Adelsfamilien von Schönberg und von Watzdorf in Sachsen und Böhmen

Sektion 3: Kulturtransfer

Petr Hlaváček (Praha), Die Familie von Lobkowicz als Vermittler der kulturellen Wechselwirkungen im böhmisch-sächsischen Grenzraum um 1500

Táňa Nejezchlebová (Ústí nad Labem), Die sächsische Renaissance in Böhmen. Zur Rolle des Adels als Träger von Kulturtransfer

Resümee und Abschluss

Zitation
Tagungsbericht: Adel in Sachsen und Böhmen. Aspekte einer Beziehungsgeschichte in Spätmittelalter und Früher Neuzeit, 28.11.2013 – 29.11.2013 Dresden, in: H-Soz-Kult, 30.10.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5666>.