Kapitäne, Konsuln, Kolonisten. Beziehungen zwischen Mecklenburg und Übersee

Ort
Rostock
Veranstalter
Historische Kommission für Mecklenburg e.V.
Datum
17.10.2014 - 18.10.2014
Von
Jan Diebold, Historisches Seminar, Universität Heidelberg

Raum ist seit jeher eine zentrale Kategorie für die Landesgeschichte, da sie ihr Forschungsfeld regional bestimmt. Die Tagung „Kapitäne, Konsuln, Kolonisten. Beziehungen zwischen Mecklenburg und Übersee“, die am 17. und 18. Oktober 2014 in Rostock stattfand, erweiterte diesen regionalen Blick, indem die Veranstalter/innen die Beziehungen zu außereuropäischen Regionen thematisierten. Indem der landesgeschichtliche Raum transzendiert wurde, sollten die Bezüge zu neueren Forschungsfeldern wie der Global-, der Kolonial- oder der Migrationsgeschichte aufgezeigt werden. Insbesondere die Hafenstädte Rostock und Wismar waren dabei als Knotenpunkte transnationaler Beziehungen von besonderem Interesse.

Zur Begrüßung betonte die Generalkonsulin der Vereinigten Staaten von Amerika in Hamburg, Nancy Corbett, zu deren Konsulatsbezirk auch Mecklenburg gehört, die lange gemeinsame mecklenburgisch-amerikanische Geschichte. Mitte des 19. Jahrhundert hatte es eine Migrationswelle in die Vereinigten Staaten gegeben.

Im Eröffnungsvortrag lieferte MARKUS A. DENZEL (Leipzig) einen Überblick über die Rahmenbedingungen, unter denen Mecklenburg in der Frühen Neuzeit Beziehungen zur außereuropäischen Welt aufnahm. Er erläuterte, warum es keinem deutschen Reichsterritorium auf Dauer gelungen sei, direkte Wirtschaftsbeziehungen zu außereuropäischen Regionen aufzunehmen. Als Gründe dafür nannte Denzel zum einen den Dreißigjährigen Krieg, der in den deutschen Territorien eine lang andauernde innenpolitische Wiederaufbauphase sowie Kapitalmangel zu Folge gehabt habe. Zum anderen betonte der Vortragende die mangelnde Bereitschaft zu langfristigen Investitionen in außereuropäische Unternehmungen sowie die primäre Ausrichtung der Reichsfürsten auf die innereuropäische Politik. Zugleich wies Denzel aber auch auf verschiedene, zeitweise erfolgreiche Versuche der Kontaktaufnahme mit außereuropäischen Gebieten hin. Er zeigte dies an drei Beispielen auf. Erstens, anhand der Bemühungen deutscher Fürsten, sich durch den Erwerb von Kolonien eine strategisch günstige Position im transatlantischen Handel zu verschaffen. Zweitens schilderte Denzel den Aufstieg und Niedergang habsburgischer Tee-Handelskompanien in China, die mit der Kapitalstärke der niederländischen und englischen Konkurrenz auf Dauer nicht hätten mithalten können. Drittens ging der Vortragende auf die Bedeutung von Hafenstädten wie Hamburg für die Verteilung transatlantischer Importwaren auf dem europäischen Festland ein.

Die erste Sektion der Tagung Schifffahrt und Handel, Gewerbe, Kunst und Kultur wurde durch den Vortrag von WOLF KARGE (Schwerin) eröffnet. Er verglich die Beteiligung Mecklenburgs an den beiden Weltausstellungen, die im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten von Amerika stattfanden. In Philadelphia habe Mecklenburg 1876 mit nur zwei Ausstellenden seinen Teil zur sogenannten „deutschen Blamage“ beigetragen, während es sich 1893 in Chicago mit großem Engagement beteiligt habe. Karge kam zu dem Schluss, dass Mecklenburg in Philadelphia gemessen an seinem Weltmarktpotential unter-, in Chicago dagegen überrepräsentiert gewesen sei. Im Anschluss daran ging BERND RUCHHÖFT (Plau) auf den mit den Weltausstellungen verbundenen deutschen Kunstexport in die Vereinigten Staaten ein. Der Bildhauer Wilhelm Wandschneider habe nach seiner mit einer Goldmedaille prämierten Beteiligung an der Ausstellung in Chicago, als Folgeauftrag, den Zuschlag für das Schurz-Praetorius-Daenzer-Denkmal in St. Louis erhalten, welches an drei bedeutende deutsche Auswanderer erinnern sollte.

MATTHIAS MANKE (Schwerin) ging in seinem Vortrag auf die Bedeutung der mecklenburgischen Konsulate in außereuropäischen Ländern ein. Die Notwendigkeit der Einrichtung von Konsulaten sei meist mit dem sich ausdehnenden Schiffshandel begründet worden. Manke kam zu dem Schluss, dass die Eröffnung konsularischer Vertretungen überall dort sinnvoll war, wo viele mecklenburgische Auswanderte lebten, deren Angelegenheiten es zu regeln galt. Dies sei vor allem in Rio de Janeiro in Brasilien sowie in Nordamerika der Fall gewesen. Für Südostasien stufte der Vortragende die Bedeutung dagegen gering ein, da hier kaum Mecklenburger/innen lebten und nur wenige mecklenburgische Schiffe angelegt hätten. Darüber hinaus gelang es Manke in seinem Vortrag einen Einblick in das Konsularwesen des Deutschen Bundes zu geben. Wenn ein deutscher Staat in einem außereuropäischen Gebiet keine Vertretung hatte, so der Vortragende, seien dessen Angelegenheiten in der Regel vom Konsulat eines anderen deutschen Staates übernommen worden. Gleichzeitig habe eine Person häufig mehrere Staaten des Deutschen Bundes in einem Gebiet vertreten. Deswegen seien schon früh Pläne zur Schaffung einer einheitlichen deutschen Vertretung in den außereuropäischen Gebieten entstanden, was aber erst 1868 nach Gründung des Norddeutschen Bundes umgesetzt wurde. KATHLEEN JANDAUSCH (Schwerin) untersuchte den Handlungsspielraum der mecklenburgischen Konsuln am Beispiel eines Schlichtungsverfahrens zwischen Kapitän und Teilen der Mannschaft des Schiffes „Rostock“ in Rio de Janeiro. Die Entscheidung des Konsuls, vier Seeleute verhaften zu lassen, habe zu einer mehrjährigen Untersuchung durch das Schweriner Außenministerium geführt. Letztendlich hätte der Fall zu einer Veränderung der Instruktionen für die mecklenburgischen Konsulate und zu einer Anpassung an die Praxis vor Ort geführt.

Die Bedeutung von Medaillen für die Beziehungen Herzog Christian Ludwigs II. nach Ceylon machte TORSTEN FRIED (Schwerin) zum Thema seines Vortrags. Er erläuterte zunächst die Funktion von Medaillen für die fürstliche Herrschaftsrepräsentation. Diese hätten sich aufgrund ihrer Reproduzierbarkeit, Haltbarkeit sowie geringen Größe gut für die Gedenkpolitik der Herrschenden angeboten. Fried stellte den Fall einer Schenkung Herzog Christian Ludwigs II. vor. Dieser ließ dem aus Mecklenburg gebürtigen Gouverneur von Ceylon, Julius Valentin van Gollenesse, in den 1750er-Jahren eine Goldmedaille zukommen. Dabei habe es sich um eine Dankesgabe für die dem Herzog zugesandten Curiosa aus Ceylon gehandelt. Laut Fried hätten Medaillen im 18. Jahrhundert eine wichtige Funktion in transnationalen Austauschbeziehungen erfüllt und würden als mobile Denkmäler noch heute von den mecklenburgischen Aktivitäten in der außereuropäischen Welt zeugen.

Die zweite Sektion der Tagung trug den Titel Die mecklenburgische Auswanderung nach Übersee und wurde von RENO STUTZ (Rostock) mit einem Bericht über den Forschungsstand und die Entwicklung der Migrationsgeschichtsschreibung eingeleitet. Abschließend gab der Vortragende noch einen Überblick über die in Mecklenburg zur Verfügung stehenden Quellen und verwies auf die Notizen zur Auswanderung von Gemeindemitgliedern in Kirchenbüchern.

RENÉ WIESE (Schwerin) rückte am Beispiel der sogenannten „Desertio Malitiosa“, der „böslichen Verlassung“, die Situation der zurückgelassenen Familienmitglieder von mecklenburgischen Auswandernden in den Fokus. Damit thematisierte er eine in der Migrations-Forschung über Mecklenburg wenig beachtete Gruppe. Bei den Beschuldigten habe es sich überwiegend, aber nicht ausschließlich, um Männer gehandelt. Zur Sozialstruktur der betreffenden Familien hielt Wiese fest, dass es sich nicht um Leistungsträger gehandelt habe, sondern um kleine Kaufleute oder Bedienstete. Der Vortragende erläuterte, dass die Verlassenen bei den Prozessen um eine Anerkennung der „böswilligen Verlassung“ um ihr Recht auf Scheidung und Neu-Verheiratung gestritten hätten. Dabei misstrauten ihnen die Gerichte in der Regel und bürdeten ihnen die gesamte Last der Beweisführung auf. Dies begründete Wiese mit dem Selbstverständnis staatlicher Institutionen, den Erhalt der Ehe fördern zu wollen. Gerade die Suche nach den sogenannten „Ehedeserteuren“ habe aber transnationale Kontakte zwischen Mecklenburg und den Vereinigten Staaten geschaffen.

MARTIN BUCHSTEINER (Greifswald) erklärte am Beispiel des „Mecklenburgischen Patriotischen Vereins“, wie die politischen Regulierungsversuche der Amerikaauswanderung an wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet wurden. In Zeiten des Arbeitskräfteüberschusses sei die Auswanderung gefördert, in Phasen des Mangels dagegen eingeschränkt worden. Diese Sektion wurde abgeschlossen mit dem Beitrag von CHRISTOPH WEGNER (Rostock), der die Datenbank „Matrikelportal Rostock“ vorstellte, welche Informationen zu allen an der Universität immatrikulierten Personen enthält. Anhand von biographischen Skizzen erläuterte der Vortragende den Nutzen des Matrikelportals für die Auswanderungsgeschichte.

Die dritte Sektion war überschrieben mit Koloniale und postkoloniale Politik und wurde mit dem Vortrag von ANETTE SCHADE (Berlin) eröffnet. Die Vortragende transzendierte den landesgeschichtlichen Raum Mecklenburg, indem sie die Deutsche Marine Expedition nach Neu-Mecklenburg thematisierte. Die inzwischen in Neuirland umbenannte Insel bei Papua-Neuguinea war damals Teil des deutschen Kolonialreichs.

In den letzten beiden Vorträgen standen die mecklenburg-schwerinische Herzogsfamilie und deren koloniale Aktivitäten im Mittelpunkt. BERND KASTEN (Schwerin) stellte dies am Beispiel Herzog Johann Albrechts dar, der von 1895 bis 1920 Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft (DKG) war. Der Herzog habe seine Karriere beim Militär begonnen, sich dort aber mit den langsamen Aufstiegschancen unzufrieden gezeigt. Der außereuropäische Raum und die Kolonialpolitik hätten hier Ausweichmöglichkeiten geboten. 1882/83 unternahm der Herzog eine Weltreise, auf der er Kontakte zu Herrschern in Asien knüpfte. Als 1895 der bisherige Präsident der DKG, Fürst Hermann zu Hohenlohe-Langenburg, sein Amt niederlegte, habe Johann Albrecht zu Mecklenburg diese Gelegenheit genutzt. Gemeinsam mit Prinz Franz von Arenberg, dem Vorsitzenden der Sektion Berlin der DKG, habe er eine hochadlig-elitäre Vereinspolitik betrieben und Kritiker wie den Kolonialaktivisten Carl Peters ausgeschaltet. Kasten charakterisierte die Amtsführung des Mecklenburgers des Weiteren als straff und streng hierarchisch. Der Herzog habe sich für den Erhalt der elitären Mitgliederstruktur eingesetzt und sich einer Öffnung für die Massen verweigert. Darüber hinaus hätte er die DKG auf einen expansiven kolonialpolitischen Kurs gesteuert und insbesondere gegenüber Großbritannien eine konfliktive Politik betrieben. Dies, so Kasten, habe sich auch während des Ersten Weltkriegs fortgesetzt, wo Johann Albrecht für weiträumige koloniale Eroberungen und einen rücksichtslosen Siegfrieden eintrat.

ANDREAS RÖPCKE (Schwerin) knüpfte nahtlos daran an und berichtete von den Reisen Adolf Friedrichs zu Mecklenburg, dem jüngeren Halbbruder Johann Albrechts, in der Zwischenkriegszeit. Auch dieses Mitglied der mecklenburgischen Dynastie nutzte den außereuropäischen Raum für eine Karriere, die ihm so im eigenen Land nicht möglich war. Röpcke gab zunächst einen Überblick über die Aktivitäten des Herzogs. Bereits im späten Kaiserreich habe sich dieser durch zwei groß angelegte Expeditionen nach Zentralafrika sowie als letzter deutscher Gouverneur von Togo einen Namen gemacht. Nach schwierigen Jahren in der Weimarer Republik habe ihm der vom neuen nationalsozialistischen Regime eingerichtete Werberat der Deutschen Wirtschaft neue Betätigungsmöglichkeiten geboten. Dieses Gremium, das für die deutsche Auslandswerbung zuständig war, habe den Herzog auf mehreren Propagandareisen nach Afrika und Südamerika unterstützt. Neben dem Aufbau von Wirtschaftskontakten habe sich Adolf Friedrich in Brasilien auch der Werbung für das nationalsozialistische Regime bei den deutschen – und vor allem mecklenburgischen – Ausgewanderten gewidmet. Röpcke kam zum Fazit, dass der Herzog nicht nur als Lobbyist der Wirtschaft, sondern von 1934 bis 1939 auch als Repräsentant Deutschlands unterwegs gewesen sei. Dennoch wurde er 1945 als unbelastet eingestuft und konnte auch in der Bundesrepublik „wie ein Fettauge auf der gesellschaftlichen Suppe oben schwimmen“, wie Röpcke bildhaft schloss.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Konferenz ihrem Anspruch, die globalen Dimensionen der mecklenburgischen Landesgeschichte aufzuzeigen, gerecht geworden ist. Hervorzuheben ist, dass bei der Darstellung der Kontakte zwischen Mecklenburg und der außereuropäischen Welt auch die Machtgefälle dieser Beziehungen in den Blick genommen wurden. Durch eine eigene Sektion zur kolonialen Politik machten die Veranstalter/innen deutlich, dass die mecklenburgische Geschichte nicht einseitig verklärt, sondern differenziert und kritisch untersucht werden muss. Die in den Vorträgen skizzierte Vielfalt an Themen, Debatten und Akteur/innen bietet Anknüpfungspunkte für eine weitere transregionale Forschung. Hier könnten sich auch Ansätze wie das von Ulrike Freitag geprägte Konzept der „Transregionalität“[1], oder die Thesen von Johannes Paulmann zu den „Weltbeziehungen des deutschen Südwestens“ als fruchtbar erweisen.[2]

Konferenzübersicht:

Begrüßung
Ernst Münch (Rostock) / Matthias Manke (Schwerin) / Nancy Corbett (Hamburg)

Eröffnungsvortrag
Markus A. Denzel (Leipzig), Wirtschaftliche Wechselbeziehungen zwischen Reichsterritorien und Übersee in der Frühen Neuzeit

Sektion 1: Schifffahrt und Handel, Gewerbe, Kunst und Kultur
Moderation: Anke John (Jena)

Wolf Karge (Schwerin), Chicago und St. Louis – Mecklenburger zeigen’s der Welt. Mecklenburg auf den Weltausstellungen 1893 und 1904

Bernd Ruchhöft (Plau), Wilhelm Wandschneider: „Die Nackte Wahrheit“. Das Schurz-Praetorius-Daenzer-Denkmal in St. Louis

Matthias Manke (Schwerin), „Im Interesse unserer sich immer weiter ausdehnenden Schifffahrt“. Die mecklenburg-schwerinschen Konsulate in Übersee

Kathleen Jandausch (Schwerin), Meuterei auf der „Rostock“. Handlungsspielräume des mecklenburgischen Konsuls in Rio de Janeiro um 1850

Torsten Fried (Schwerin), Medaillen verbinden. Herzog Christian Ludwig II. von Mecklenburg-Schwerin und der Gouverneur von Ceylon

Sektion 2: Die mecklenburgische Auswanderung nach Übersee
Moderation: Matthias Manke (Schwerin)

Reno Stutz (Rostock), Die mecklenburgische Auswanderung nach Übersee – ein Quellen- und Forschungsbericht

René Wiese (Schwerin), Bis dass die Auswanderung euch scheidet. Desertio Malitiosa als Problem der Ehetrennung in Mecklenburg im 19. Jahrhundert

Martin Buchsteiner (Greifswald), „Heilung“, „Uebel“ oder nationale Tat? Die Amerika-Auswanderung in den Diskussionen des Mecklenburgischen Patriotischen Vereins 1850-1934

Christoph Wegner (Rostock), Lebenswege von Studenten der Universität Rostock in Übersee (1419-1945) – eine Auswertung anhand der Nutzerkommentare im Matrikelportal Rostock

Sektion 3: Koloniale und postkoloniale Politik
Moderation: Wolf Karge (Schwerin)

Anette Schade (Berlin), Die verkaufte Sonne – das alte Neu-Mecklenburg im Spiegel der ethnografisch-fotografischen Sammlung der Deutschen Marine Expedition (1907-1909)

Bernd Kasten (Schwerin), Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg als Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft 1895-1920

Andreas Röpcke (Schwerin), Der Mann für Kontakte in Übersee. Die postkolonialen Reisen des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg

Anmerkungen:
[1] Ulrike Freitag (Hrsg.), Translocality. The study of globalising processes from a southern perspective (Studies in global social history, 4), Leiden 2010.
[2] Johannes Paulmann, Regionen und Welten: Arenen und Akteure regionaler Weltbeziehungen seit dem 19. Jahrhundert am Beispiel des „deutschen Südwestens“, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 296 (2013), S. 660-699.

Zitation
Tagungsbericht: Kapitäne, Konsuln, Kolonisten. Beziehungen zwischen Mecklenburg und Übersee, 17.10.2014 – 18.10.2014 Rostock, in: H-Soz-Kult, 14.11.2014, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5668>.