Cranach-Werke am Ort ihrer Bestimmung

Ort
Wittenberg
Veranstalter
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
Datum
17.11.2014 - 19.11.2014
Von
Klaus Fittschen, Wolfenbüttel

In der Zeit vom 17. bis 19. November 2014 veranstaltete die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in der Lutherstadt Wittenberg eine Tagung über die Tafelbilder der Malerfamilie Cranach, ihrer Werkstatt und ihres Umkreises. In den Blick genommen wurden zahlreiche Altäre und Tafeln in den Gotteshäusern dieser Landeskirche.

Anlass war, dass zu den beiden anstehenden Jubiläen, dem 500. Geburtstag Lucas Cranachs d. J. 2015 und dem Reformationsjubiläum 2017, möglichst viele der bekannten und weniger bekannten Altäre und Tafelbilder des älteren und des jüngeren Lucas Cranach, ihrer Werkstatt und ihres Umkreises in mitteldeutschen Kirchen den Besuchern zugänglich gemacht werden sollen. Da die jahrhundertealten bemalten Holztafeln durch gezielte und gründlich vorbereitete Sicherungs- und Konservierungsmaßnahmen darauf vorbereitet werden müssen, wurde in der mitteldeutschen Landeskirche ein Restaurierungsprojekt ins Leben gerufen, das zugleich eine inhaltlich-wissenschaftliche Erforschung der Werke und die Vermittlung der Bildinhalte in den Blick nimmt. Die Tagung gab Einblick in die durchdachten restauratorischen und naturwissenschaftlichen Vorbereitungen der Arbeiten sowie in den Stand der fachlich abgestimmten Konservierungen, die noch bis in das kommende Jahr weitergeführt werden. Weiter wurden die interdisziplinären Forschungs- und Arbeitsergebnisse eines international zusammengesetzten Beirates aus Kunstwissenschaftlern, Theologen, Historikern und Literaturwissenschaftlern verschiedener Institutionen vorgestellt, die demnächst (April/Mai 2015) auch publiziert werden sollen.

In der Einführung in die Tagung wurden Schwerpunkte der Arbeit deutlich gemacht. Die naturwissenschaftlichen Voruntersuchungen an den bemalten Tafeln waren in Abstimmung mit den Denkmalbehörden in dem Umfang durchgeführt worden, der für die Erfordernisse der restauratorischen Voruntersuchungen, zur genauen Einschätzung des Zustandes der Bilder und der notwendigen Maßnahmen daran unerlässlich und vertretbar war. Wesentliches Ziel der wissenschaftlichen Forschungen war außerdem die inhaltliche und historische Einordnung der Bilder. Hierfür bieten die Werke in den Kirchen, die seit Jahrhunderten überwiegend noch am Ort ihrer Bestimmung bewahrt geblieben sind, naturgemäß besondere Chancen. Das unterscheidet sie von solchen Werken in Museen, bei denen die Provenienzen nicht selten nur bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgt werden können.

Zwei Vorträge von PETER POSCHARSKY (Nürnberg) und JAN HARASIMOWICZ (Breslau), beide ausgewiesene Spezialisten für reformatorische Theologie und Kunst, erläuterten differenziert die Entwicklung der Altarretabel und Bildepitaphien vom Mittelalter bis in die Reformationszeit. Dabei ging es Poscharsky um das gewandelte Verhältnis der Menschen gegenüber dem Retabel und seiner Funktion und Harasimowicz, um die Beauftragung und Nutzung des Bildepitaphs, für dessen Bildauswahl manchenorts sogar ein lenkender Gesamtwille der Obrigkeit erkennbar wird. Ein Vortrag von INSA-CHRISTIANE HENNEN (Wittenberg) bezeichnete verfügbare und mitunter in der Forschung viel zu wenig beachtete Cranach-Quellen. Hennen klärte dabei über die Notwendigkeit auf, Legendenbildungen, wie etwa die von der Einweihung des Wittenberger Reformationsaltars am Tag der Schlacht bei Mühlberg (1547), kritisch zu sehen. Künftig wird die Indienstnahme des Wittenberger Cranach-Altars auf solider Quellenbasis in das Jahr 1548 datiert werden müssen.

Zwei interessante theologische Beiträge hatten es sich zur Aufgabe gemacht, herauszuarbeiten, wie weit man eigentlich bereits in der ersten Phase der Reformation von „katholisch“ und „evangelisch“ oder gar „protestantisch“ sprechen kann und wo der ältere Lucas Cranach dabei gestanden haben mag. JOSEF PILVOUSEK (Erfurt) machte an Beispielen wie dem Erfurter Domprediger Konrad Klinge deutlich, dass sogenannte „Altgläubige“ ihrerseits Reformen anstrebten, ohne sich dabei Luther nahe zu fühlen. Auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass Luther und die Theologen der Wittenberger Universität ursprünglich keinesfalls eine Spaltung oder gar die Gründung einer neuen Kirche anstrebten, sondern in den ersten Jahrzehnten durchaus als „katholisch“, wenn auch mit deutlichen Reformwünschen anzusehen sind, wie CHRISTIANE SCHULZ (Leipzig/Erfurt) darlegte. Die Beobachtung, dass Cranach ebenso für die sogenannten Altgläubigen wie für Neugläubige arbeitete, ist daher keinesfalls, wie manchmal vermutet, als bloß „geschäftstüchtig“, sondern durchaus als der Situation der Zeit angemessen anzusehen.

In der nachfolgenden Sektion erläuterte CHRISTINE KELM (Dresden) das Potential der naturwissenschaftlichen Untersuchungen der Objekte im Blick auf die möglichen Erkenntnisse im Bereich der Maltechnik und der konstruktiven Besonderheiten für Restaurierungen und Rekonstruktionen. Einer der Vorreiter derartiger Untersuchungen war der innovative und schon zur Zeit der DDR hervorragend vernetzte mitteldeutsche Konservator Konrad Riemann. Er nahm seine Untersuchungen an zahlreichen Kunstwerken aus der Cranach-Werkstatt seit den 1950er-Jahren im Zusammenhang mit anstehenden Konservierungsarbeiten vor. Der ihm gewidmete Beitrag von KAROLINE DANZ (Halle) informierte darüber hinaus über die umfangreichen Aufzeichnungen Riemanns.

Die restaurierungsbegleitenden Dokumentationsverfahren im aktuellen Projekt behandelte GISBERT SACHER (Leipzig). Er erläuterte die hervorragenden Möglichkeiten strahlendiagnostischer Aufnahmen für die Zustandsdokumentation, ging auf deren Grenzen ein und sprach auch die nicht endgültig geklärte Frage der Archivierung der überwiegend digital generierten Daten an. Dies muss von allen Institutionen bedacht werden, die derartige Untersuchungen zur weiteren Nutzung in späteren Jahrzehnten vorsehen wollen. Betroffen sind davon auch die Archivierung der vorgestellten Voruntersuchungsergebnisse am Reformationsaltar und zehn weiteren Tafeln in der Stadtkirche St. Marien in Wittenberg, über die DÖRTE BUSCH (Berlin) berichtete, die Zustandsdokumentationen der Altäre und Tafeln der Kirchen Aschersleben, Gardelegen, Kemberg und Naumburg, die MARTINA RUNGE (Berlin) vorstellte, und die Dokumentationen aller Restaurierungen in den Kirchen, über die unter anderem Martina Runge, ROLAND ENGE und ANDREAS MIETH (alle Berlin) sprachen. Da das Aktualisierungs- und Archivierungsproblem der inzwischen hochauflösend verfügbaren Daten bis dato noch immer nur unter anhaltendem und erheblichem Aufwand zu lösen ist, sind innovative Ideen gefragt. Die mitteldeutsche Landeskirche fordert daher nach wie vor neben Daten in digitaler Form auch die Erstellung von analogen Dokumentationen. Die Beschreibung der Bearbeitungswege und der zum Teil hervorragenden Konservierungsergebnisse an den Tafelbildern müssen auch künftigen Generationen für ihre Arbeit verfügbar bleiben.

Einen guten Einstieg in die folgende Sektion der sogenannten „altgläubigen“ Werke aus der Cranach-Werkstatt lieferte der Beitrag von URSULA ZEHM (Wolfenbüttel) über zwei qualitätvolle Retabel in der Stephanikirche in Aschersleben. Zehm zeichnete den Weg des Annenaltars und des Marienretabels anhand gründlich recherchierter Bild- und Schriftquellen nach und nahm ihre Zuordnung zu anderen bekannten Werken der Cranach-Werkstatt vor. Die Nutzung und Funktion der frühen, beidseitig bemalten und bis dato meist als Altar-Predella betrachteten Tafel aus der Torgauer Stadtkirche untersuchte BETTINA SEYDERHELM (Magdeburg). Sie wies darauf hin, dass nicht die Darstellung der Vierzehn Nothelfer, sondern die des Schmerzensmannes einst dem Kirchenschiff zugewandt war. Dann legte sie mittels Vergleichen, unter anderem der zeitgleichen Rahmung des Landauer Altars im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, dar, dass die Tafel in einem Rahmen mit geschnitzten Figuren und Reliefs vermutlich das Hauptbild einer Pala (ohne Flügel) war, deren Proportionen zu Bildern von Altären in verschiedenen mitteldeutschen Darstellungen der Gregorsmesse passen. Einen weitgehend unbekannten Altar aus dem Umkreis der Cranach-Werkstatt in Albersroda behandelte DIANA SEEBER-GRUNDMANN (Magdeburg/Berlin). Sie untersuchte seine im mitteldeutschen Raum vergleichsweise seltene Ikonographie des Apostelabschieds sowie deren Verbindungen zum Kloster Cölbigk und nach Franken. Ein außergewöhnliches Werk aus dem Cranach-Umkreis oder der Cranach-Werkstatt selbst stellte KATHARINA LIPPOLD-ANDRAE (Potsdam) vor. Die Veronika-Tafel in der Marienkirche Gardelegen weist neben einer bemerkenswert dünnen Grundierung die Besonderheit der plastischen Applikation eines Christuskopfes aus Terrakotta auf. Lippold-Andrae behandelte in ihrem Vortrag auch die raren Vergleiche und Vorläufer. Im Anschluss daran befasste sich BETTINA SEYDERHELM (Magdeburg) mit der Tafel der Anbetung der Heiligen Drei Könige in der Wenzelskirche Naumburg. Sie zeigte, dass angesichts der Quellen die bisher überlieferte Datierung 1513/14 in die Zeit nach 1520 verschoben und auch die Zuweisung an Lucas Cranach d. Ä. hinterfragt werden muss. Darüber hinaus wies sie auf der Grundlage von Chroniken und Kirchenrechnungen auf einen eventuellen süddeutschen Stifter hin.

Die Möglichkeiten der Zusammenschau bildtechnischer und kunsthistorischer Untersuchungen zeigte dann DIANA SEEBER-GRUNDMANN (Magdeburg/Berlin) am Beispiel der beiden Bildwerke „Christus am Ölberg“ und „Verspottung Christi“ aus der Petri-Pauli-Kirche in Eisleben. Beide Tafeln gehörten ursprünglich zusammen, was die Möglichkeiten ihrer Zuordnung zu einem Altarwerk erweitert. Der nächste Beitrag war zweiteilig. Zunächst verfolgte BETTINA SEYDERHELM (Magdeburg) den Weg eines Altarbildes aus der Cranach-Werkstatt in die Dorfkirche nach Pratau. Die Tafel mit der Kreuztragung Christi entstand nach einem Entwurf Lucas Cranachs des Älteren, der sich im Pariser Louvre befindet und zu den Bestellerzeichnungen für die Stiftskirche Kardinal Albrechts in Halle gehört. Die anzunehmenden Hintergründe einer Kopie dieser Tafel im Dom zu Kamien/Cammin und ihre möglichen Verbindungen zum pommerschen Herzogshaus erläuterte im Anschluss KATJA PÜRSCHEL (Halle/Saale).

Den öffentlichen Abendvortrag hielt PETER POSCHARSKY (Nürnberg), der sich seit Jahren engagiert für die Kunst in der mitteldeutschen Landeskirche einsetzt. Er sprach über den Altar von Lucas Cranach dem Jüngeren in der Stadtkirche Weimar und stellte ihn als Teil eines geschlossenen Ensembles mit der dortigen Fürstengrablege vor. Dabei zeigte er auf, wie sich das Bildprogramm aus der Tiefe nach vorn entwickelt und über den freistehenden Altar auf die Gemeinde zielt. Poscharskys Vortrag bildete den Auftakt der Beiträge in der Sektion der Bilder im reformatorischen Kontext. Für diese Sektion erwies sich zugleich die Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Renaissance und Reformation der Universität Wroclaw/Breslau mit seinem Ordinarius Jan Harasimowicz als besonders wertvoll. Zunächst wandte sich AURELIA ZDUNCZYK (Breslau) der Interpretation des Wittenberger Reformationsaltars als „gemalter Urkunde der Reformationszeit“ im Vergleich mit zahlreichen wichtigen Bild- und Textquellen zu. Sie erläuterte die Tafeln im Einzelnen und im Zusammenhang mit der historischen Situation Wittenbergs nach der Schlacht bei Mühlberg (1547). Der Beitrag der leider erkrankten JOANNA KAZMIERCZAK (Breslau) wurde dem Auditorium in englischer Sprache vorgetragen. Kazmierczak führte darin vor dem Hintergrund der Darstellungen des guten Hirten in einer breit angelegten Analyse vor, in welcher Weise das Thema in der Reformationszeit vor allem in der Grafik als Illustration theologischer, politischer und polemischer Aspekte verwendet werden konnte. Die Darstellung am Epitaph Drachstedt in St. Marien Wittenberg weist daher weit über eine Illustration des Gleichnisses vom verlorenen Schaf hinaus. Anschließend betrachtete JAN HARASIMOWICZ (Breslau) die Bildtafel des in seltener Vollständigkeit erhaltenen Epitaphs für Paul Eber in der Wittenberger Stadtkirche erstmals nicht nur im Zusammenhang mit dem im Streit der Konfessionen seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zumeist kämpferisch verstandenen Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg des Herrn, sondern auch vor dem Hintergrund der weiteren Verwendung des Motivs im 16. und 17. Jahrhundert. Dort ist die kämpferische Polemik deutlich gemildert, wie Harasimowicz eindrücklich mit zahlreichen bislang unbekannten Beispielen der späteren Aufnahme des Themas belegte. Eine wichtige Ergänzung der Bearbeitung der theologisch vielfach deutlich textbezogenen Epitaphbilder der Reformationszeit brachte der literaturwissenschaftliche Betrachtungsansatz von MACIEJ KULISZ (Breslau). Er widmete sich dem Bezug zwischen Form und Inhalt. Aus der Beobachtung des Einflusses Philipp Melanchthons und der damit vorauszusetzenden Bezüge zur antiken Rhetorik präsentierte Kulisz vor dem Hintergrund der Informationen über die konkreten Personen die Möglichkeit, rhetorisch relevante Sachverhalte als sogenannte loci herauszuarbeiten und zu komponieren. Den Abschluss der Tagung bildete ein Beitrag zum Naumburger Bild der Kindersegnung Christi. Gegenüber der bislang geltenden Vorstellung, nach der in den zahlreichen Bildern dieses Themas eine Polemik gegen die aufrührerischen Wiedertäufer zu erkennen sei, legen die Forschungen von BETTINA SEYDERHELM (Magdeburg) einen anderen Deutungsansatz nahe. Die Bilder sind vielmehr als ein Bekenntnis zur Taufe in deutscher Sprache im Sinne Luthers und zugleich als Trostbilder für die Familien anzusehen, die angesichts der hohen Kindersterblichkeit den Tod von Kindern zu beklagen hatten. Hierauf deuten die in nahezu allen Bildern an zentraler Stelle angebrachte deutsche Bibelinschrift und die Verwendung des Bildthemas im Bereich der Ausstattung des Torgauer Schlosses mit einer engen zeitlichen Beziehung zu einem früh verstorbenen Sohn Herzog Johann Friedrichs hin sowie auch frühe zeitgenössische Darstellungen auf Epitaphien und Taufsteinen.

Die Untersuchung der Werke aus der Cranachwerkstatt am Ort ihrer Bestimmung hat wegen der engen Verbindung von maltechnischen Beobachtungen mit den parallel laufenden Restaurierungen dieser Werke zu zahlreichen neuen Erkenntnissen hinsichtlich ihrer inhaltlichen und historischen Einordnung geführt. Dazu hat, wie die Tagungsteilnehmer wahrnehmen konnten, ganz offenbar die konstruktive und enge Zusammenarbeit des restauratorischen und des wissenschaftlichen Beirates wesentlich beigetragen.

Die Tagung erfreute sich bis zu ihrem Abschluss eines großen Zuspruchs. Unter den Teilnehmern waren Mitarbeiter der für 2015 geplanten Cranach-Ausstellungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen, Fachleute aus zahlreichen Landesdenkmalämtern, Museen, Hochschulen, Bauämtern, Kreiskirchenämtern, städtischen Behörden, Stiftungen sowie Kunstwissenschaftler, Theologen, Historiker, freie Restauratoren, Touristiker, Kirchenpädagogen und Kirchengemeinden.

Konferenzübersicht:

Bettina Seyderhelm (Landeskirchenamt Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg), Einführung in das Kolloquium und zum Anliegen des EKM-Cranachprojektes

Peter Poscharsky (Universität Erlangen-Nürnberg, Nürnberg), Das lutherische Altarretabel im 16. Jahrhundert im Vergleich mit dem gotischen Retabel

Jan Harasimowicz (Universität Wroclaw/Breslau), Das lutherische Bildepitaph – dessen Form und Funktion am Beispiel der Denkmäler in der Stadtkirche St. Marien in Wittenberg

Insa-Christiane Hennen (Stiftung Leucorea Wittenberg), Rechnungen, Inventare, Leichenpredigten: Ein Überblick über die Cranach-Quellen

Josef Pilvousek (Universität Erfurt), „Mit der Sprache Luthers reden, aber die katholische Lehre verteidigen.“ Der Erfurter Domprediger Konrad Klinge (1483-1556) als vermittlungstheologisches Exempel

Christiane Schulz (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland Erfurt, Leipzig), Die bestehende Kirche reformieren – Beobachtungen für das Wittenberg des 16. Jahrhunderts

Christine Kelm (Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Dresden), Bei Lichte besehen. Das Objekt als Quelle

Karoline Danz (Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt, Halle), Zur Strahlendiagnostik Konrad Riemanns

Gisbert Sacher (fokus GmbH, Leipzig), Restaurierungsbegleitende Dokumentation

Dörte Busch (Berlin), Restauratorische Untersuchungen an den Cranachtafeln der Stadtkirche in Wittenberg

Andreas Mieth / Roland Enge (Berlin), Die Restaurierung des Wittenberger Reformationsaltares

Ursula Zehm (Wolfenbüttel), „Besondere Zierrathen und Denkmäler… hat sie nicht“. Zu den Altarretabeln der Cranach-Werkstatt in St. Stephani in Aschersleben

Bettina Seyderhelm (Landeskirchenamt Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg), Vierzehn Nothelfer und Schmerzensmann in St. Marien, Torgau

Diana Seeber-Grundmann (Landeskirchenamt Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg/Berlin), Ein altgläubiges Altarwerk aus dem Umkreis Lucas Cranachs d.Ä. im Kirchenkreis Merseburg

Katharina Lippold-Andrae (Potsdam), Das Schweißtuch der Veronika in Gardelegen – Verbindung zwischen Malerei und Plastik

Bettina Seyderhelm (Landeskirchenamt Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg), Die Anbetung der Heiligen Drei Könige in der St. Wenzelskirche in Naumburg

Diana Seeber-Grundmann (Landeskirchenamt Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg/Berlin), Zwei Bildwerke in der St. Petri-Pauli Kirche Eisleben – Versuch einer Einordnung

Bettina Seyderhelm (Landeskirchenamt Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg), Die Tafel der Kreuztragung (Halle, Pratau, Dabrun)

Katja Pürschel (Halle), Cranachs Ausstrahlung in Pommern – ein Vergleich der Kreuztragungstafeln in Kamien und Pratau (Dabrun)

Peter Poscharsky (Universität Erlangen-Nürnberg, Nürnberg), Von Wittenberg nach Weimar. Verlust und Neuschaffung der Residenz. Die Rolle des Weimarer Altares von Lucas Cranach dem Jüngeren

Martina Runge (Berlin), Restauratorische Untersuchungen an den Cranachwerken in Aschersleben, Gardelegen, Kemberg und Naumburg

Jan Harasimowicz (Universität Wrocław/Breslau), Die Reformatoren im Weinberg des Herren. Das Wittenberger Epitaph für Paul Eber im Kontext der “lutherischen Kampfbilder” der Reformationszeit

Aurelia Zdunczyk (Universität Wrocław/Breslau), Der Wittenberger Altar – Versuch einer neuen Interpretation der gemalten Urkunde der Reformationszeit

Joanna Kazmierczak (Universität Wrocław/Breslau), Wie man die Folgen der Wirkung des Hörens darstellen kann. Das Drachstedt-Epitaph, der gute Hirt und die Beziehungen zwischen Wort und Bild sowie Wort und Wort

Maciej Kulisz (Universität Wrocław/Breslau), Die Epitaphien der Wittenberger Stadtkirche unter dem Einfluss der Rhetorik Philipp Melanchthons

Bettina Seyderhelm (Landeskirchenamt Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Magdeburg), Das Bild der Kindersegnung in der St. Wenzelskirche in Naumburg

Zitation
Tagungsbericht: Cranach-Werke am Ort ihrer Bestimmung, 17.11.2014 – 19.11.2014 Wittenberg, in: H-Soz-Kult, 10.01.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5763>.