Gedenken und (k)ein Ende – Was bleibt vom Jahr 2014? Das Gedenkjahr 1914/2014 und sein historiografisches Vermächtnis.

Place
Wien
Host/Organizer
Forum Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg
Date
10.12.2014 - 12.12.2014
By
Martin Bayer, Wartist, Berlin

An den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren wurde in zahllosen Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen und Fachkonferenzen erinnert; hinzu kamen Publikationen und Medienberichte, so dass bereits Ende 2013 von einem zu erwartenden „Trommelfeuer der Erinnerung“ (Gerhard Hirschfeld) gesprochen wurde. Doch wie wurde jenes Erinnerungsjahr tatsächlich begangen? Hierbei ist nicht zuletzt der internationale Vergleich von großem Interesse: Der Erste Weltkrieg mag nun Geschichte sein (die letzten soldatischen Zeitzeugen sind vor einigen Jahren gestorben), aber die Wahrnehmungen über jenen Krieg sind weiterhin stark national und subnational geprägt. Was bleibt also von jenem „großen“ Gedenkjahr? Konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden? Wurde der Blick auf den Ersten Weltkrieg geändert? Und nicht zuletzt: Ist der Erste Weltkrieg nur für das Jahr 2014 ein Thema gewesen, und verschwindet er nun wieder in der Versenkung einer ausschließlich akademischen Betrachtung, oder hat sich seine Bedeutung für die internationalen Erinnerungskulturen verändert? Die vom „Forum: Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg“ am Österreichischen Staatsarchiv und in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien veranstaltete Konferenz „Gedenken und (k)ein Ende – was bleibt vom Jahr 2014?“ (10. bis 12. Dezember 2014) näherte sich dem Gedenkjahr 1914/2014 und seinem historiografischem Vermächtnis – so ihr Untertitel – auf mannigfaltige Weise.

JULIA WALLECZEK-FRITZ (Wien) erinnerte in ihrer Eröffnung der Tagung an den Zeitraum Sommer bis Herbst 2014 als europaweiten Schwerpunkt der Veranstaltungen zum Ersten Weltkrieg. Neben klassischen Gedenkformaten fänden sich auch neue: Online-Ausstellungen, die Online-Enzyklopädie (http://encyclopedia.1914-1918-online.net), die Aktivitäten der Europeana zur digitalen Erhaltung und Verbreitung kulturellen Erbes und selbst Computerspiele. Auch für die Salzburger Festspiele gab die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg den Takt vor. Zwar gäbe es über die polarisierenden Positionen von Christopher Clark akademische und populäre Auseinandersetzungen, doch konnte von keinem wirklichen Historikerstreit gesprochen werden.

Das erste Panel wandte sich neuen Quellen und hierbei autobiographischen Zugängen und Erfahrungsgeschichten zu. HELENA TRNKOVA (Montpellier) zitierte aus den „Témoins“ von Jean-Norton Cru (1929), einer Sammlung von 300 Erlebnisberichten von 246 französischen Veteranen: „Keine Generation zuvor hatte jemals so unter dem Krieg zu leiden, aber genau aus diesem Grund war keine Generation in einer privilegierteren Position, um die Wahrheiten festzustellen und Legenden zu unterminieren. Si vis pacem, para… veritatem.” Nicht einen weiteren Krieg gilt es also vorzubereiten, um den Frieden zu sichern, sondern die Wahrheit. Ein hehrer Anspruch, der auch davon konterkariert werde, dass Crus Buch bisher in keine andere Sprache übersetzt wurde. Trnkova griff zudem die um sich greifende Vorstellung an, man könne über das Trugbild eines „durchschnittlichen“ Soldaten eine repräsentative Aussage über das Kriegserleben erhalten.

MIRCEA ABRUDAN (Cluj-Napoca) berichtetet über das Forschungsprojekt „Der Große Krieg in der Banater Erinnerung 1914–1919“. Hierfür sind vier Bände mit mehr als 50 Erlebnisberichten aus unterschiedlichen sozialen Milieus vorgesehen. Die ersten beiden Bände sind 2012 bzw. 2013 erschienen. Schon der Projekttitel verweist auf die unterschiedliche Wahrnehmung des Ersten Weltkrieges: Manche Staaten traten 1915, 1916 oder später in den Krieg ein, für andere wiederum war er nicht mit dem Waffenstillstand an der Westfront beendet. Petra Ernst erinnerte in der anschließenden Diskussion daran, dass in vielen Konferenzen zwar die jeweiligen nationalen Perspektiven erörtert würden, ein international vergleichender Ansatz hingegen weiterhin fehle.

Nachdem BRITTA WEDAM (Graz) krankheitsbedingt nicht an der Tagung teilnehmen konnte, stellte Petra Ernst als Chair jener Sektion Wedams Forschungsarbeit vor: Diese thematisierte unter anderem die Sakralisierung kriegerischer Ereignisse vor dem Hintergrund jüdischen Lebens. Die Erinnerung an Galizien als „paradigmatischer Raum der Gewalt und Gewalterfahrung“ sei zweigeteilt: die Vorkriegszeit würde romantisiert werden, während es für die Kriegszeit zu einer „vergessenen Region“ werde. Wichtig sei ebenfalls das Verständnis von Zeitschriften als Archiv; somit seien Inserate und selbst die Preisangabe genauso wichtig wie ein Leitartikel oder ein Kommentar.

Der IT-Experte RADIM KAPAVÍK (Brno) gründete 2011 den Verein „Signum Belli 1914”, der sich mit der Situation tschechischer Soldaten des Ersten Weltkrieges beschäftigt. Kapavík beschrieb die bedauerliche Trennung zwischen Historikern/innen und IT-Fachleuten, gleichwohl man voneinander profitieren könne. Mittels neuester IT-Mittel und auf Basis des statistisch ausgewerteten Quellenmaterials gelinge es Rückschlüsse zu ziehen. Als Beispiele dieses fruchtbaren Zusammenspiels führte er unter anderem eine von ihm durchgeführte Auswertung vor, die ergab, dass die vorherrschende Meinung unzutreffend sei, ein besonders hoher Anteil von Mitgliedern der Tschechischen Legion stamme aus von Deutschen besiedelten Gebieten: Der Großteil jener Bevölkerungsgruppen trat erst 1919 oder später in die Legion ein, als die Tschechoslowakei bereits ein unabhängiger Staat war.

NIKOLAV VLASOV (St. Petersburg) sprach über die Vermittlung des Ersten Weltkrieges in russischen Schulbüchern. Während in der russischen Gesellschaft die Oktoberrevolution inzwischen breit diskutiert werde, sei der Erste Weltkrieg kaum ein Thema – ein Paradoxon, seien doch beide Ereignisse eng miteinander verbunden. Weiterhin werde 1917 als die eigentliche Zäsur in der Weltgeschichte empfunden. Seit dem Ende der Sowjetunion entscheiden die Schulen über die verwendeten Lehrbücher, die in ihrem Duktus stark variierten, wobei sich sowjetische Narrative weiterhin halten würden. Russische und Weltgeschichte würde parallel unterrichtet; eine Kombination der Lehreinheiten sei von der jeweiligen Lehrkraft abhängig.

MARTIN BAYER (Berlin) behandelte das noch recht junge Medium der Computerspiele. Allzu viele Beispiele fänden sich vergleichsweise nicht, die den Ersten Weltkrieg thematisieren; zuvorderst handle es sich um Flugsimulationen oder sogenannte Strategiespiele. Dies resultiere auch aus der verkürzten Wahrnehmung vieler Spieleentwickler, die den Ersten Weltkrieg nur als „Massenmorden“ an der Westfront sähen. Als zeitgemäßes positives Beispiel beschrieb er „Valiant Hearts“, in dem unter anderem durch eine emotionale Handlung und berührende Charaktere viel Wissen über den Ersten Weltkrieg vermittelt werde. Als sogenanntes Puzzle-Adventure biete es Rätsel und Aufgaben, die in eine Rahmenhandlung eingebettet seien. Bei der Entwicklung jenes Spiels seien Historiker/innen von Beginn an mit eingebunden worden, was sich im Ergebnis positiv niederschlage.

DANIEL MARC SEGESSER (Bern) verwies in seinem Festvortrag auf die zunehmende Anzahl globaler Ansätze, beispielsweise in den Publikationen von Oliver Janz, Jörn Leonhard und Jay Winter. Insbesondere in Deutschland sei es jedoch offenbar schwer, sich vom Diktum Fritz Fischers zu lösen. Über den Jahrestag des Kriegsausbruchs hinaus gebe es zahlreiche Themen für die kommenden Jahre, vom Kriegseintritt Italiens und dem Armeniergenozid über das chinesisch-japanische Verhältnis und die großen Schlachten 1916 bis zur Russischen Revolution, den Ansätzen zum Völkerbund und die Friedensverträge.

Im Anschluss daran verlieh das „Forum: Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg“ seinen erstmaligen Medienpreis an Journalisten, die sich in Kooperation mit Historiker/innen auf hervorragende Weise mit Themen des Ersten Weltkrieges auseinandergesetzt und diese gelungen vermittelt hatten. HANNES LEIDINGER (Wien) hielt die Laudatio auf die Preisträger, die beiden österreichischen Journalisten Günter Kaindlstorfer und Herbert Lackner.

Im Panel zu Museen und Ausstellungen verglich ANDREA BRAIT (Wien) das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden mit dem Musée de la Grande Guerre in Meaux. Beide Museen führten die Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges bis in die Gegenwart fort. Waffen würden nun nicht mehr auf ihre reine Funktion reduziert, sondern auch in einen kulturwissenschaftlichen Kontext gestellt werden. MARTIN KOFLER (Lienz) stellte unter anderem vor, wie sich eine Ausstellung an öffentlichen Orten präsentieren lässt, während PETER FRITZ (Schallaburg, Melk) verschiedene österreichische Ausstellungen vorstellte. Allgemein sei das Besucherinteresse an den diesbezüglichen Sonderausstellungen sehr groß gewesen. Problematische Themen wie die Darstellung der Waffenwirkung würden jedoch oft zu Hilflosigkeit führen. Generell würden Partizipationsmöglichkeiten für die Besucher/innen fehlen; die Spurensuche fände sich dafür als häufig verwendeter, innovativer Ansatz. In der intensiven Diskussion wurden unter anderem die Grenzen des Darstellbaren, das Bild des jeweiligen Gegners und mögliche innovative Ansätze thematisiert.

OLIVER SCHULZ (Boulogne-Billancourt) stellte die Situation zeitgenössischer Historiographie zum Ersten Weltkrieg in Bulgarien dar, einschließlich des problematischen Umgangs mit Makedonien. Generell stünde die populäre Erinnerung einer fachwissenschaftlichen Aufklärung im Weg. Gedenkveranstaltungen im Jahr 2015 seien weiterhin fraglich. ANATOL SCHMIED-KOWARZIK (Wien) behandelte in jenem Panel Aspekte des Nationalitätenproblems Österreich-Ungarns. So seien die türkischen Leibeigenen nach der serbischen Besetzung Albaniens befreit worden, während diese Institution in Bosnien-Herzegowina weiterhin bestand.

SIEGFRIED MATTL (Wien) kritisierte in der folgenden Sektion die Praxis von Ausstellungskuratoren, auf Künstler/innen zurückzugreifen, wenn sie selbst nicht weiter wüssten. Es gebe im Medienbereich wenig Neues, trotz der großen Erwartungen an das Internet; doch auch die vorgestellten YouTube-Clips wie „World War I in 6 Minutes“ oder „Archdukes, Cynicism, and WW1“ seien zwar temporeich, doch letztendlich klassisch historisch-wissenschaftlich geprägt. KARIN ALMASY (Graz) sah den Ersten Weltkrieg in der zeitgenössischen slowenischen Erinnerung als „ausverhandeltes historisches Ereignis“ das „keine Bühne für Kontroversen“ biete. Im Gegensatz zu früher würden allerdings Themenfelder wie der Kampf slowenischer Soldaten in Galizien oder soziale Aspekte deutlich mehr Raum erhalten. THOMAS BALLHAUSEN (Wien) sah in seinem Vortrag zum Ersten Weltkrieg im österreichischen Film eine Aufwertung von Amateuraufnahmen. Oft würden Filme als reine Illustration missverstanden. Die Frage nach den Rechten an historischem Filmmaterial bleibe weiterhin volatil.

In der Podiumsdiskussion zum Generalthema der Konferenz erinnerte Hannes Leidinger daran, dass es sich eigentlich um eine Gedenkdekade bis zu den Staatenbildungen in Zentral- und Osteuropa handle, die jedoch unterschiedliche Aufmerksamkeit erhalte. Er hinterfragte zudem, ob sich der Erste Weltkrieg für eine weltweite Auseinandersetzung eigne, da doch jener Krieg als das Ende einer davor globalisierten Epoche gelte. ALEXANDER KOCH (Berlin) verwies auf das „goldene Dreieck aus Content, Gestaltung und Vermittlung“ bei Ausstellungen. Die Notwendigkeit, verschiedene Zielgruppen anzusprechen führe auch zu einer Gratwanderung zwischen emotionaler und nüchterner Darstellung. Der Einbezug jüngerer Zielgruppen wurde unterschiedlich betrachtet; Wolfgang Maderthaner etwa sah das Thema des Ersten Weltkriegs als für Kinder und jüngere Jugendliche ungeeignet an, während Koch konstatierte: „Wir dürfen die Kinder nicht unterschätzen und den Kindern die Auseinandersetzung damit nicht vorenthalten.“ Peter Fritz betonte, dass die Ausstellungen nicht für Historiker/innen zu gestalten seien, sondern für ein breites Publikum: „Wir brauchen Partizipationsmöglichkeiten für Besucher in der Ausstellung, Debattenmöglichkeiten, interkulturelle und interdisziplinäre Zugänge“, sowie einen klaren Einbezug von Personen mit Migrationshintergrund. In der allgemeinen Diskussion wurde daran erinnert, dass der Höhepunkt des Gedenkens in Österreich am 28. Juni (Attentat von Sarajevo) und nicht am 28. Juli (Angriff auf Serbien) gelegen habe, womit das Opfernarrativ verstärkt worden sei. Maderthaner beantwortete die Frage, ob es eine Erinnerungsübersättigung gebe, damit, dass vielleicht zu lange über das Thema geschwiegen worden sei. Koch zog ein eindeutiges Fazit: „Die Bedeutung des Ersten Weltkriegs für das kurze 20. Jahrhundert bleibt bestehen.“

TOBIAS HIRSCHMÜLLER (Eichstätt-Ingolstadt) unterstrich die regionalen Unterschiede beim Umgang mit Kriegsgefangenen oder in die Heimat zurückgekehrten Verwundeten. 2014 hingegen habe er den Eindruck gewonnen, man wolle sich insbesondere in Deutschland mit Ausstellungen über den Ersten Weltkrieg mit der Geschichte versöhnen. CHRISTIAN TERZER (Kurtatsch) sprach zum noch jungen Feld der Schlachtfeldarchäologie und betonte die Notwendigkeit der sachgemäßen Bergung von Artefakten. Generell würden persönliche Gegenstände und „Trench Art“ in der wissenschaftlichen Betrachtung zunehmend in den Vordergrund treten, wodurch interdisziplinäre Forschungsarbeit künftig verstärkt gelebt werden könne. Viele Fragen seien aber noch offen, beispielsweise, was aus den großen Fundmengen erhalten und wie es gelagert werden soll.

ZSUZSANNA BRUNNER (Wien) stellte die Integration der Wiener Kriegssammlung in die digitale „Europeana Collections 1914–1918“ vor. Jene Sammlung enthielt zum Kriegsende 52.000 Dokumente. Hinzu kam noch das Archiv des Kriegspressequartiers mit seinen mehr als 30.000 Glasnegativen. Sie verwies dabei auf den großen Mehrwert dieses digitalen Archivs für die historische Forschung. DARIO VIDOJKOVIĆ (Regensburg) sah für 2014 ein durch Medien und Publizist/innen gefestigtes Bild der Serben als Kriegsverantwortliche: Die Thesen von Margaret MacMillan und anderen würden „medial gehypt“ werden, weil sie die Schuld den Serben zuschreiben oder sie auf alle verteilen würden. PETER PICHLER (Graz) unterstützte diese Position: Er sah ein „neues europäisches Narrativ“ am Werke, wonach alle ein wenig Schuld hätten, „die Schurken aber die Serben“ seien. Die EU habe ein klares Interesse an einer solchen „Meistererzählung“, wonach sich die Rolle der EU aus der Geschichte ableite. Werner Suppanz zeigte sich hingegen in der anschließenden Diskussion verwundert, dass auf der Konferenz die aus wissenschaftlicher Sicht wenig geeignete Kategorie der „Schuld“ immer wieder so prominent auftauchte.

Im Gedenkjahr 2014 wurde weltweit durch staatliche und private Aktionen an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erinnert. Das Gedenken war dabei so vielschichtig wie die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Erinnerungskulturen. Dies zeigte sich auch in den Vorträgen und Diskussionen jener Tagung. Bedenkt man die zahlreichen nationalen Perspektiven, so wäre ein echter komparativer Ansatz hierzu mehr als begrüßenswert. Während in Deutschland und Österreich die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg insbesondere 2014 begangen wurde, so bleiben doch zahlreiche Länder und Ereignisse, für die die kommenden Jahre ebenso bedeutsam sein werden. Zudem wird sich die Frage nach den sich möglicherweise verändernden Erinnerungskulturen stellen.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Eröffnung
Julia-Walleczek-Fritz (Wien), Chair
Wolfgang Maderthaner (Wien), Eröffnung

Panel 1: Neue Quellen I: Autobiographische Zugänge und Erfahrungsgeschichte
Philipp Lesiak (Graz), Chair

Helena Trnkova (Montpellier), Telling about extreme experience: autobiographical writings as sources for the history of the Great War

Mircea Abrudan (Cluj – Napoca), The Memoirs of the „Great War“. A new and credible source for the historiography? Case study: The First World War reflected in the Romanian and Saxon memorialistic writings from Banat and Transylvania

Panel 2: Neue Quellen II: Impulse anderer Disziplinen
Petra Ernst (Graz), Chair

Britta Wedam (Graz), Repräsentationen der jüdischen Familie in Dr. Blochs Österreichischer Wochenschrift 1914 – 1918

Radim Kapavík (Brno), Database of Czechoslovak legionaries as a source for historical research

Panel 3: Neue Narrative I: Den Ersten Weltkrieg vermitteln
Elisabeth Haid (Wien), Chair

Nikolav Vlasov (St. Petersburg), Der Große Vergessene Krieg: Erster Weltkrieg in modernen russischen Schulbüchern

Martin Bayer (Berlin), Virtueller Weltenbrand: „Valiant Hearts“ und der Erste Weltkrieg

Festvortrag
Julia Walleczek-Fritz (Wien), Chair

Daniel Marc Segesser (Bern), „…die Schweiz mobilisiert; der Weltkrieg ist da!“: Gedanken zu Historiographie und Narrativen vom „Großen Krieg“ zwischen 1914 und 2014

Panel 4: Neue Narrative II: Museen und Ausstellungen
Richard Lein (Budapest), Chair

Andrea Brait (Wien), Der Erste Weltkrieg in der Vitrine

Martin Kofler (Lienz), Grenzgang – Eine Ausstellung des Tiroler Photoarchivs zum Pustertal im Ersten Weltkrieg

Peter Fritz (Schallaburg, Melk), Die Erzählung des „Großen Krieges“ an Hand von verschiedenen Veranstaltungen, Sonderausstellungen und Erinnerungsprojekten in Österreich 2014

Panel 5: Neue Narrative III: Historiographische Diskurse
Stefan Wedrac (Wien), Chair

Oliver Schulz (Boulogne-Billancourt), Nur ein Nebenschauplatz des „Großen Krieges“? Neue Quellen, Zugänge und Querverbindungen zum Ersten Weltkrieg auf dem Balkan am Beispiel Bulgariens

Adam Ligeti (Budapest), „In the Shadow of Trianon” – The Hungarian historiography of WWI

Anatol Schmied-Kowarzik (Wien), Der Erste Weltkrieg und das Nationalitätenproblem Österreich-Ungarns: Dessen Weg in den Krieg und sein Auseinanderfallen am Ende des Krieges

Panel 6: Neue Narrative IV: Mediale Diskurse
Werner Suppanz (Graz), Chair

Siegfried Mattl (Wien), Der Erster Weltkrieg: Eine Medienbilanz

Karin Almasy (Graz), Das Gedenkjahr 2014 in Slowenien und der Stellenwert des Ersten Weltkrieges in der slowenischen Erinnerungskultur

Thomas Ballhausen (Wien), Erster Weltkrieg und österreichischer Film: Historische Dimensionen - Nationale Ansätze – Internationale Perspektiven

Impulsvortrag & Podiumsdiskussion
Wolfram Dornik (Graz), Chair

Impulsvortrag: Hannes Leidinger (Wien), Die Historiographie zu Österreich-Ungarns letztem Krieg
Podiumsdiskussion: Gedenken und (k)ein Ende – was bleibt vom Jahr 2014?
Julia Walleczek-Fritz (Wien), Moderation
Peter Fritz (Schallaburg, Melk)
Alexander Koch (Berlin)
Hannes Leidinger (Wien)
Wolfgang Maderthaner (Wien)

Panel 7: Neue Zugänge: Regionalgeschichte
Julia Walleczek-Fritz (Wien), Chair

Tobias Hirschmüller (Eichstätt-Ingolstadt), Perspektiven zur regionalgeschichtlichen Erforschung des Ersten Weltkrieges

Christian Terzer (Kurtatsch), Den Krieg im Visier – Weltkriegsarchäologie: ihre Ansprüche, Möglichkeiten, Grenzen!

Panel 8: Neue Narrative V: Transnationale Geschichtsschreibung
Markus Wurzer (Graz), Chair

Zsuzsanna Brunner (Wien), Das Projekt „Europeana Collections 1914-1918: Remembering the First World War“

Dario Vidojković (Regensburg), Gavrilo Princip, Serbien und das Jahr 2014 – Neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder am Ende (doch nur wieder) alte Zuweisungen?

Peter Pichler (Graz), Krieg und Frieden. Warum und wie die Europäische Union im Gedenkjahr 2014 den Ersten Weltkrieg (ge)braucht

Citation
Tagungsbericht: Gedenken und (k)ein Ende – Was bleibt vom Jahr 2014? Das Gedenkjahr 1914/2014 und sein historiografisches Vermächtnis., 10.12.2014 – 12.12.2014 Wien, in: H-Soz-Kult, 24.04.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5931>.
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Published on
24.04.2015
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