Krieg der Welten. Wissenschaftliche Tagung zur Geschichte des Kalten Krieges

Ort
Berlin
Veranstalter
Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen; Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur; Bundeszentrale für Politische Bildung; Stiftung Berliner Mauer; Zentrum Kalter Krieg e.V.
Datum
26.02.2015 - 27.02.2015
Von
Anja Bellmann / Helen Buhler, Stiftung Berliner Mauer

Der 70. Jahrestag der Konferenz von Jalta bot den Anlass, um mit der wissenschaftlichen Tagung „Krieg der Welten“ die Geschichte des Kalten Krieges von seinem Anfang 1945 bis zu seinem Ende 1990 in seiner weltumspannenden Dimension zu untersuchen. Die dort verabschiedete Nachkriegsordnung der Alliierten führte zur Aufteilung Deutschlands, der Begrenzung der europäischen Einflusssphären und zu einer globalen Lagerbildung. Im Zuge des atomaren Wettrüstens wurden aus den ehemaligen Verbündeten Gegenspieler, die in ihrer Auseinandersetzung bis an den Rand der weltweiten Zerstörung gingen.

Der Fokus der Tagung lag auf einer globalen Betrachtung des politischen, wirtschaftlichen und militärischen Systemkonflikts. Zugleich richtete sie den Blick in einer öffentlichen Abendveranstaltung auch auf Berlin als „das“ Symbol des Kalten Krieges zwischen Aufteilung, Mauerbau und Mauerfall. Trotz des Zusammenbruchs der Sowjetunion und des damit einhergehenden Endes des Kalten Krieges zeigen sich auch heute noch dessen Nachwirkungen, wie der aktuelle Konflikt in der Ukraine unterstreicht. Demzufolge thematisierten die ersten fünf Panels der Tagung zunächst die Genese und Existenz des Kalten Krieges, während sich die letzten drei mit seinem Ende und Erbe auseinandersetzten.

Im von WINFRIED HEINEMANN (Cottbus/Potsdam) moderierten ersten Panel der Tagung wurde das Verhältnis zwischen den USA und der Sowjetunion in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges diskutiert. BERND GREINER (Hamburg) legte das Augenmerk auf die politische Bedeutung der Atombombe. Denn ohne sie sei die Dynamisierung des Kalten Krieges in seiner Gänze nicht zu verstehen. Greiner sprach in diesem Zusammenhang von der Madmen-Strategie[1], also der Versuchung, mit dem Besitz von Atomwaffen Risiken einzugehen, die eine ausschließlich „konventionell“ bewaffnete Macht nicht eingehen würde. Die außenpolitischen Gründe für eine aufsteigende antikommunistische Stimmung der US-Regierung aber auch in weiten Teilen der US-amerikanischen Bevölkerung führte CHRISTIAN F. OSTERMANN (Washington D.C.) aus. Insbesondere das „lange Telegramm“ von George F. Kennan mit seiner Einschätzung des „Sowjetsystems“ wurde dabei als Impulsgeber aufgeführt; ebenso wie die Containment-Politik nebst dem Marshall-Plan. VLADIMIR PECHATNOV (Moskau) begründete die Entwicklung der sowjetischen Politik mit der Verfolgung konsequenter strategischer Sicherheitsbestrebungen. Dazu zählte er unter anderem die Schwächung Deutschlands und die Wiederherstellung der Grenzen von 1941 mit einem Gürtel „befreundeter Staaten“. Die Sowjetunion hoffte, so Pechatnov, „die Früchte des Sieges zu ernten, ohne die Beziehungen zum Westen abzubrechen“. Diese Deutung des sowjetischen Agierens aus reinem Sicherheitsbedürfnis heraus stieß bei KRZYSZTOF RUCHNIEWICZ (Wrocław) auf wenig Verständnis. Er sprach von einer Besatzungs- und daran anschließenden Sowjetisierungspolitik und bemängelte, dass die Situation der ostmitteleuropäischen Länder in der Diskussion keinen Widerhall fand.

Der Einführungsvortrag im zweiten Panel von Bernd Greiner stellte die beiden exponiertesten heißen Kriege in den Mittelpunkt einer Strukturanalyse des Kalten Krieges. Sowohl der Vietnamkrieg (1955 bis 1975) als auch der Koreakrieg (1950 bis 1953) folgten dem Leitmotiv des Kampfes um Glaubwürdigkeit. Dieser sei schließlich ausschlaggebend dafür gewesen, dass die Kriege wider besseres Wissen fortgeführt wurden. Beide Kriege weisen strukturelle Gemeinsamkeiten auf: die Verquickung von Innen- und Außenpolitik verbunden mit der Angst vor einem Dominoeffekt, die Entwertung des großen Krieges parallel zur Aufwertung der kleinen Kriege und der Aufrüstung mit Atomwaffen im Zuge des New Look[2] unter Dwight D. Eisenhower sowie die Reduktion der eigenen Handlungsoptionen, welche schließlich in die Glaubwürdigkeitsfalle führte. So blieb, laut Greiner, Entscheidungsträgern wie Richard Nixon folglich nur das Resümee: „Wir mussten die Sache durchstehen“.

Auf dem Podium lenkte GERHARD SÄLTER (Berlin) den Blick auf die Funktion der Geheimdienste, die, so Greiner, auf beiden Seiten eine Politik der Angstpropaganda pflegten. GUNDULA BAVENDAMM (Berlin) verwies in diesem Zusammenhang auf den etwa 430 Meter langen Berliner Spionagetunnel des britischen und US-Geheimdienstes, mit dem 1955/56 der Telefon- und Fernschreibverkehr des sowjetischen Militärs abgehört werden konnte.

Das dritte Panel der Tagung befasste sich mit der globalen Dimension des Kalten Krieges. Dabei stellte SERGEY RADCHENKO (Aberyswyth) mit dem Imperativ der Anerkennung eine Re-Interpretation des Kalten Krieges zur Diskussion. Am Beispiel der Kubakrise hinterfragte er die Motive Nikita Chruschtschows für ein Eingreifen: War es wichtiger, die Kubanische Revolution zu retten oder dabei gesehen zu werden, wie man sie rettet? Aus Sicht des Historikers dominierte Chruschtschows Angst, von anderen Revolutionären als falscher Revolutionär betrachtet zu werden.

JAN C. BEHRENDS (Potsdam) griff Radchenkos Interpretation auf und konstatierte, dass es Josef Stalin nach 1945 nicht um eine Anerkennung als globale, sondern als europäische Macht gegangen sei. Die selbst auferlegte Isolation habe dies verfestigt. KLAAS VOSS (Hamburg) legte am Beispiel von Angola (1975/76) dar, dass die USA ihre verdeckten Operationen absichtlich bekannt machten, um nicht den Eindruck der Schwäche zu erwecken. Henry Kissinger wusste um die geringe geostrategische Bedeutung Angolas für die USA, befürwortete jedoch ein Eingreifen, um von den Verbündeten in der Region als aktive Macht wahrgenommen zu werden.

Im Vortrag des vierten Panels vertrat ROLF STEININGER (Innsbruck) die Auffassung, dass die Integration Westdeutschlands in das anglo-amerikanische Bündnissystem der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs proklamierten Kontrolle Deutschlands diente. Wegmarken bildeten der Marshallplan 1948, die amerikanische Unterstützung für die westdeutsche Staatsgründung 1949, die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1951, der Beitritt der Bundesrepublik zur NATO 1955, sowie die Unterzeichnungen der KSZE-Schlussakte von Helsinki 1973 und des NATO-Doppelbeschlusses 1979. Dabei sei die Bedeutung der persönlichen Beziehungen zwischen den agierenden Politikern nicht zu unterschätzen, wie etwa das tiefe deutsch-amerikanische Zerwürfnis in der Regierungszeit von Helmut Schmidt und Jimmy Carter sowie das sich wieder kräftigende gegenseitige Vertrauen unter Ronald Reagan und Helmut Kohl illustriere. Die starke Konzentration des Vortrags auf den Akteur USA und die Ausblendung weiterer Vetospieler kritisierte BERND FAULENBACH (Bochum).

Zahlreiche von Steininger angesprochene Aspekte wurden in der anschließenden, von MEIK WOYKE (Bonn) moderierten Podiumsdiskussion vertieft. Dabei standen hauptsächlich die persönlichen Beziehungen und Sympathien der Hauptakteure als maßgebliche Einflussfaktoren zur Diskussion, wurden aber um weitere Aspekte ergänzt. So verwies MANFRED WILKE (Berlin) auf den Einfluss der sich im Zuge der 68er-Bewegung entwickelten Neuen Sozialen Bewegungen.

In der Abendveranstaltung nahm KONRAD H. JARAUSCH (Chapel Hill) das Selbstbild Berlins als Zentrum des Kalten Krieges in den Blick. In globalen Analysen der letzten Jahre spielte die Stadt eine zunehmend marginalisierte Rolle. Doch gerade die Sonderrolle Berlins fordere eine besondere Verantwortung für eine unparteiische, lokale mit globalen Ebenen verbindende Darstellung des Konflikts. Zum Abschluss rekurrierte Jarausch auf die Öffnung der Berliner Mauer als zentrales Symbol für das Ende des Kalten Krieges und den Sturz des Kommunismus. Er mahnte an, dass die Freude des Westens über den Sieg seiner Werte verständlich sei, jedoch den wichtigen Beitrag Osteuropas unterschlage. Jarausch schloss mit der Forderung nach einem Zentrum Kalter Krieg, welches er in Ergänzung der BlackBox Kalter Krieg für überfällig hält.

Auf dem Podium griff Gerhard Sälter die direkte Konkurrenz zweier wirtschaftlicher und politischer Systeme um die Loyalität der Bürger auf. Diese, so EBERHARD DIEPGEN (Berlin), spiegelte sich in der Funktion beider Stadthälften als Schaufenster für die jeweils eigene Welt. Für HELGA SCHUBERT (Alt Meteln) habe sich diese Konkurrenz wesentlich in der Moderne West-Berlins ausgedrückt, die es so in der DDR nicht gegeben habe. Diesem ausschließlich positiven Verständnis von Moderne hielt Jarausch das Modell der sozialistischen Moderne entgegen, die eine andere, nichtkapitalistische Moderne als der Westen wollte. Den Konflikt zwischen beiden Lesarten der Moderne resümierte er mit dem Satz: „Die Moderne ist kein Kuscheltier.”

Im von SIEGFRIED WEICHLEIN (Freiburg) moderierten sechsten Panel wurden vier Erklärungsansätze für das Ende des Kalten Krieges und den Untergang der Sowjetunion diskutiert: erstens die mit der Theorie der imperialen Überdehnung beschriebene Überforderung der Sowjetunion, mit ihren Kräften und Ressourcen an einer Vielzahl von Einsatzorten gleichzeitig zu agieren, zweitens die Dynamik des militärischen Wettrüstens, bei dem die Sowjetunion am Ende nicht mehr mithalten konnte, drittens die Dynamik der Wirtschaftskrisen, die zu einem Zerfall des sowjetischen Wirtschaftsbündnisses Comecon führte, und viertens der Einfluss der Neuen Sozialen Bewegungen als Folge der Entspannungspolitik und der Erschöpfung der Logik des Kalten Krieges im Bewusstsein der Menschen.

In seinem Vortrag diskutierte ANDREAS ETGES (München) diese Interpretationsmodelle kritisch und verwies dabei auf ihr teilweise paralleles Ablaufen bzw. ihre gegenseitige Beeinflussung unter Berücksichtigung der strukturellen Entwicklungen, der politischen Interessen und der Interaktionen der beteiligten Entscheidungsträger. Winfried Heinemann stärkte die militärische Dimension innerhalb der vier Ansätze, während BASIL KERSKI (Gdańsk) auf das gesellschaftspolitische Mobilisierungspotenzial etwa infolge der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986 verwies. Etges betonte schließlich, dass ein Verständnis vom Ende des Kalten Krieges zwingend notwendig sei, um Argumentationsmuster bezüglich der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die seit den 1990er-Jahren bis heute Anwendung finden, erkennen und deuten zu können.

Im vorletzten Panel der Tagung wurde das Ende des Kalten Krieges aus politischer Perspektive betrachtet. MARKUS MECKEL (Berlin) erläuterte in seinem Vortrag wesentliche Stationen, die von der Friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit führten. Er fokussierte den Zwei-plus-Vier-Vertrag und die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze im Rahmen des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags, ging jedoch auch auf die Integration Gesamtdeutschlands in die Europäische Union und NATO ein. Das Ende des Kalten Krieges datierte er auf den 21. November 1990: die Unterzeichnung der Charta von Paris als Schlussdokument der KSZE-Sondergipfelkonferenz. DIETER KASTRUP (Bonn) bewertete die benannten Ereignisse teilweise anders, sodass das Spannungsmoment des Podiums - das Aufeinandertreffen von ost- und westdeutscher Sichtweise auf die Prozesse der Deutschen Einheit und das Ende des Kalten Krieges - sein Potenzial entfaltete. KRISZTIÁN UNGVÁRY (Budapest) erläuterte in der Diskussion die Wahrnehmung des deutschen Einigungsprozesses aus ungarischer Perspektive, wobei er auch den Zerfallsprozess im kommunistischen Ungarn selbst infolge des wirtschaftlichen Bankrotts ab 1982 erörterte, während JÖRG MORRÉ (Berlin) die Rolle der Sowjetunion im Einigungsprozess darstellte. Zum Abschluss provozierte SVEN FELIX KELLERHOFF (Berlin) die Diskutanten mit der Frage, ob man es sich angesichts der Nichtbeendigung des Kalten Krieges außerhalb von Europa 1990 und aktueller Entwicklungen wie in der Ukraine nicht zu leicht gemacht habe. In der Diskussion wurde darauf verwiesen, dass bereits bestehende Konfliktlösungsinstrumente wie der NATO-Russland-Rat nicht ausreichend genutzt worden seien.

Im Abschlusspanel, welches JACQUELINE BOYSEN (Berlin) moderierte, wurde die Frage nach den „Gewinnern“ und „Verlierern“ des Kalten Krieges diskutiert. Boysen eröffnete mit einem provokanten Zitat Michail Gorbatschows: „It’s a dangerous conclusion, that the West won the cold war. […]. We all lost the Cold War. […]. We all won by ending it. That is the scientific conclusion.“[3] Laut ELMAR BROK (Brüssel) waren es die Menschen, die als Gewinner hervorgingen, denn sie haben durch den Systemwechsel persönliche Entscheidungsmöglichkeiten erhalten. MARIELUISE BECK (Berlin) teilte diese Einschätzung, fügte jedoch hinzu, dass „auch Türen, die offen waren, wieder stärker geschlossen wurden“ und führte das Beispiel Belarus an. Für JACKSON JANES (Washington D.C.) schien eine endgültige Identifizierung von „Gewinnern“ bzw. „Verlierern“ verfrüht: „25 Jahre. [Das] ist eine Sekunde in der Geschichte – insofern: Gewinner und Verlierer – das ist etwas gewagt.“ GYÖRGY DALOS (Berlin) betonte dabei, dass das einzig Positive am Kalten Krieg sei, dass er kalt war. Heute empfinde er die Gefahr eines „echten“ Krieges als wesentlich ausgeprägter, gerade im Hinblick auf die Krise in der Ukraine. Beck identifizierte in dieser Krise einen massiven Vertrauensbruch als Ausdruck eines „an imperialen Kategorien orientierten Systems“, das von dem einstigen Wunsch nach guter und echter Partnerschaft deutlich Abstand nimmt. Dieser Konflikt war dann auch das beherrschende Thema des Abschlusspanels. Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang, neben der Rolle des Europäischen Parlaments und der Umsetzung von Minsk II, auch die Position Wladimir Putins und die Funktion der NATO.

Die wissenschaftliche Tagung „Krieg der Welten“ hat den Systemkonflikt des Kalten Krieges in seinem vollen zeitlichen Rahmen und in seiner globalen Dimension analysiert. Obwohl mehrfach der Bedeutungsgewinn der kleinen heißen Kriege betont wurde, dominierte der Blick auf die Supermächte. Dabei zeigte sich, dass Zeitgeschichte noch immer kontrovers gedeutet wird – gerade wenn es um selbst erlebte Geschichte geht. In dieser Hinsicht konnte die Tagung durch die Einbindung von kultur- und sozialhistorischen Ansätzen die Bewertung des Kalten Krieges über eine rein politische Ereignisgeschichte hinaus ausweiten.

Das zentrale Ergebnis der Tagung liegt, wie von Markus Meckel hervorgehoben, in der Erkenntnis, dass der Kalte Krieg nicht als Systemgegensatz von Freier Welt und kommunistischer Diktatur beschrieben werden kann. Nicht die USA haben den Kalten Krieg gewonnen, sondern, so Jackson Janes, die als Ziel formulierte Freiheit habe sich durch das Engagement der Bürgerbewegungen durchsetzen können. Dieser Argumentationsstrang des besonders gelungenen Schlusspanels übertrug Betrachtungen der Vergangenheit in vielfältiger Weise auf Diskussionen der Gegenwart. Elmar Brok erinnerte an die Bedeutung der Europäischen Einigung für die Einheit Deutschlands, die in der gegenwärtigen Rückschau auf 1989/90 viel zu stark vernachlässigt werde. Dabei wurde deutlich, dass heutzutage deutlich mehr Protagonisten involviert sind.

Konferenzübersicht:

Begrüßung:
Martin Gutzeit (Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen)/ Gerd Frenzel (Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund)

Panel 1: Vom Verbündeten zum Feind: Das Verhältnis USA / Sowjetunion in den Jahren 1946 bis 1948

Winfried Heinemann (Cottbus/Potsdam), Moderation

Bernd Greiner (Hamburg), Nachkriegssituation, Systemkonflikt und Atombombe

Christian F. Ostermann (Washington D.C.), Die USA

Vladimir Pechatnov (Moskau), Die UdSSR

Podium: Bernd Greiner (Hamburg)/ Christian F. Ostermann (Washington D.C. )/ Vladimir Pechatnov (Moskau)/ Krzysztof Ruchniewicz (Wrocław)

Panel 2: Vom Kalten zum Heißen Krieg: Korea 1950 bis 1953 - Vietnam 1955 bis 1975

Gerhard Sälter (Berlin), Moderation

Bernd Greiner (Hamburg), Vortrag

Podium: Bernd Greiner (Hamburg)/ Gundula Bavendamm (Berlin)

Panel 3: Die globale Dimension des Kalten Krieges: Dekolonialisierung, kleine Konflikte, Kuba-Krise

Christian F. Ostermann (Washington D.C.) (Moderation)

Sergey Radchenko (Aberystwyth), Vortrag

Podium: Klaas Voß (Hamburg)/ Jan C. Behrends (Potsdam)/ Sergey Radchenko (Aberystwyth)

Panel 4: Die Einbindung der Bundesrepublik in den Westen, die „neue Ostpolitik“ und die Entwicklung in Europa bis Anfang der 1980er-Jahre

Meik Woyke (Bonn), Moderation

Rolf Steininger (Innsbruck), Vortrag

Podium: Bernd Faulenbach (Bochum)/ Rolf Steininger (Innsbruck)/ Manfred Wilke (Berlin)

Panel 5 / Öffentliche Abendveranstaltung: Berlin im Kalten Krieg

Gerhard Sälter (Berlin), Moderation

Begrüßung:
Robert Grünbaum (Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Malte Krückels (Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund)

Konrad H. Jarausch (Chapel Hill), Vortrag

Podium: Konrad H. Jarausch (Chapel Hill)/ Eberhard Diepgen (Berlin)/ Patrick Major (Reading)/ Helga Schubert (Alt Meteln)

Panel 6: Imperiale Überdehnungen, Wettrüsten, Wirtschaftskrisen: Auf dem Weg zum Ende des Kommunismus und des Kalten Krieges

Siegfried Weichlein (Freiburg), Moderation

Andreas Etges (München), Vortrag

Podium: Winfried Heinemann (Cottbus/Potsdam)/ Basil Kerski (Gdańsk)/ Andreas Etges (München)

Panel 7: Das diplomatische und völkerrechtliche Ende des Kalten Krieges

Sven Felix Kellerhoff (Berlin), Moderation

Markus Meckel (Berlin), Vortrag

Podium: Dieter Kastrup (Bonn)/ Markus Meckel (Berlin)/ Krisztián Ungváry (Budapest)/ Jörg Morré (Berlin)

Panel 8: „We all lost the cold war" – Erblasten und Folgen des Kalten Krieges

Jacqueline Boysen (Berlin), Moderation

Podium: Marieluise Beck (MdB, Berlin)/ Elmar Brok (MdEP, Brüssel)/ György Dalos (Berlin)/ Jackson Janes (Washington D.C.)

Anmerkungen:
[1] Die Madmen-Theorie – „Theorie vom Verrückten“ – meint die Taktik Richard Nixons, welche durch die Suggestion irrationalen Verhaltens bei den Ostblockstaaten eine Angst vor dem Einsatz von Atomwaffen durch die USA wecken sollte.
[2] Das 1954 vorgestellte Konzept des New Look proklamierte die Aufrüstung mit Kernwaffen parallel zur Abwertung der konventionellen Kriegsführung, um die Verteidigungsausgaben zu senken.
[3] Zitiert nach Richard Ned Lebow / Janice Gross Stein, We All Lost the Cold War, Princeton 1994.

Zitation
Tagungsbericht: Krieg der Welten. Wissenschaftliche Tagung zur Geschichte des Kalten Krieges, 26.02.2015 – 27.02.2015 Berlin, in: H-Soz-Kult, 11.05.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5963>.