Intellectual History. Traditions and Perspectives

Ort
Bochum
Veranstalter
Timothy Goering, Historisches Institut, Ruhr-Universität Bochum
Datum
17.11.2014 - 19.11.2014
Von
Thomas Clausen, Trinity College, University of Cambridge

In den letzten zwei Jahrzehnten lässt sich eine Rückkehr der Ideengeschichte in Deutschland beobachten.[1] Die vergleichsweise konstante Popularität der „Intellectual History“ im angelsächsischen Raum und der Einfluss der „Cambridge School“ haben dabei neue Perspektiven und Probleme aufgeworfen, was sich nicht zuletzt am unruhigen Nebeneinander der deutschen und englischen Disziplinbezeichnungen zeigt.[2] Um das eigene Verständnis der Disziplin zu schärfen hatte Timothy Goering vom 17. bis zum 19. November 2014 nach Bochum geladen und dabei gleichzeitig der alten Forderung Folge geleistet, deutsche und angelsächsische Historiker zusammenzubringen.[3] Ein zentrales Bindeglied der Vorträge war die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kontexten, in denen Texte und Ideen gelesen werden müssten: Nicht nur intellektuelle Bezugspunkte, sondern auch die Arbeit der Verlage, politische Erfahrungen und kulturelle Veränderungen wurden in den Blick genommen, um sich einzelnen Büchern oder gleich ganzen Konzepten zu nähern. Gleichzeitig erfolgte eine theoretische Unterfütterung durch Vorträge zu Handlungskonzepten, Interdisziplinarität und der beständigen Frage nach der Kontinuität von Ideen.

In der ersten Sitzung argumentierte WIEBKE WIEDE (Trier), dass Verlagshäuser eine wesentliche Rolle als „Mediatoren“ zwischen Ideen und sozioökonomischer Wirklichkeit einnehmen würden. Indem Bücher nicht nur als Medium für Ideen, sondern auch als Objekte wirtschaftlichen Handelns untersucht würden, könne man sich neue „realms of reality“ erschließen. Am Beispiel der Entwicklung von Vandenhoeck & Ruprecht während der Weimarer Republik zeigte Wiede, wie sich wirtschaftliche und politische Unsicherheiten auf die Verkaufszahlen und die inhaltliche Gestaltung des Verlagsprogramms ausgewirkt hätten. Exemplarisch machte sie dies am Erfolg des Bestsellers „Der Heiland der Deutschen“ von Max Maurenbrecher deutlich, dessen nationalistische und rassistische Vereinnahmung des Christentums zwar auf interne Kritik stieß, aber dennoch als „gutes Geschäft“ gewürdigt wurde. Anhand der Vertriebswege, Werbemaßnahmen und Buchbesprechungen ließe sich so die Rolle von Ideen in äußerst verschiedenen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontexten und Netzwerken besser nachvollziehen.

Anschließend beleuchtete TIMOTHY GOERING (Bochum) aus philosophischer Perspektive den Zusammenhang zwischen Handlungsgründen und Handlungen („reasons and actions“). Anstatt sich vergeblich um die Rekonstruktion des „tatsächlichen“ Handlungsgrunds zu bemühen sei es lohnenswerter, die Angabe von Handlungsgründen innerhalb eines sozialen Diskurses als Teil eines Spiels des „Gebens und Fragens“ aufzufassen. Fasse man Ideen als integralen Bestandteil sozialer Praxis auf, ließe sich so der Rahmen bestimmen, der die Bandbreite artikulationsfähiger Handlungsgründe beschreibe. Mit Bezug auf Robert Brandoms Konzept des „deontic scorekeepers“ könne man so analysieren, welche Ideen von wem zu welcher Zeit als legitime Handlungsgründe angesehen worden seien und welche praktischen Konsequenzen sich daraus ergeben hätten. So könne man beispielsweise Dietrich Bonhoeffers Texte als Form des deontic scorekeepings sehen, die die Bandbreite möglicher Rechtfertigungen der „Deutschen Christen“ auf theologischer Basis limitierte.

In der zweiten Sitzung befasste sich zuerst HELGE JORDHEIM (Oslo) mit der Frage, inwieweit die Geschichte der Ideen von einer besonderen Permanenz und Kontinuität geprägt sei. Als Ausgangspunkt wählte Jordheim dabei die Versuche von Quentin Skinner und Michel Foucault das Kontinuitätsnarrativ Arthur Lovejoys zu hinterfragen.[4] Wenngleich dieser Gegensatz in den letzten Jahren etwas an Schärfe verloren habe, bliebe dennoch die Frage nach der Bestimmung der Zeitlichkeit von Ideen, welche Jordheim am Beispiel von Jean Pauls „Titan“ zu beantworten suchte. In dem Roman sei der Protagonist mit zwei Dimensionen von Zeitlichkeit konfrontiert: der Verklärung der antiken Vergangenheit und dem radikalen Präsentismus der Französischen Revolution. Während sich im Roman Albano letztendlich gegen eine Teilnahme an der Revolution entscheidet und als Prinz wieder Teil des etablierten Kontinuitätsnarrativ königlicher Macht wird, so würde die im Roman dargelegte Spannung letztendlich bis in die politische Theorie von Carl Schmitt und seiner Auseinandersetzung mit dem revolutionären Moment fortwirken.[5]

Im Anschluss setzte sich WARREN BRECKMAN (Philadelphia, PA) mit dem nicht zuletzt von Arthur Lovejoy geprägten „interdisziplinären“ Anspruch der Ideengeschichte auseinander. Die freilich nie kritiklos akzeptierte Konzeption der Ideengeschichte als eines westlich-liberalen „Clubs“ für den geselligen, fächerübergreifenden Austausch geriet schließlich in den 1960er- und 1970er-Jahren unter Beschuss, als man das kritische Potenzial der Interdisziplinarität entdeckte. Zwar sei die von Hayden White and Dominick LaCapra geforderte Öffnung zu den Literaturwissenschaften und auch der „cultural critcism“ nicht widerspruchslos hingenommen worden[6], doch ließe sich eine zunehmende Unschärfe der Disziplingrenzen feststellen, die schließlich in komplexen „Taxonomien“ mündete. Indem die Ideengeschichte als „Rendezvous Disziplin“ begriffen werde, in der eine „schwache Interdisziplinarität“ auf eine „schwache Disziplinarität“ treffe, so Breckmann, wäre es schließlich möglich, den eigenen Eklektizismus als Stärke zu verstehen, die einen genuinen, kritischen Dialog zwischen den Geisteswissenschaften ermögliche.

Der zweite Konferenztag begann mit JENS HACKEs (Hamburg) Frage, ob und wie eine Ideengeschichte des Liberalismus nach 1918 zu schreiben sei. Gerade im Vergleich zur Prominenz des Liberalismus in der transatlantischen Forschung sei zu bemerken, dass zentrale Aspekte des deutschen Verhältnisses zum Liberalismus ungeklärt geblieben seien oder auf einzelne Fragestellungen wie die eines (vermeintlichen) Sonderwegs verengt worden seien. Es sei daher zum Beispiel wünschenswert, die Spannung zwischen der „Dauerkrise“ des politisch organisierten Liberalismus und dem augenscheinlichen „Sieg der Moderne“ zu erörtern, der mit einer Art „Konsensliberalismus“ einhergegangen sei. Um diesem Netz aus weitläufigen Generalisierungen, begrifflichen Unschärfen und fehlender Detailaufmerksamkeit zu entgehen sei es wünschenswert, die Ideengeschichte des Liberalismus nicht auf die Parteien und bekanntesten Theoretiker zu reduzieren. Vielmehr sollte die Vielfältigkeit und auch die Widersprüchlichkeit liberal geprägter Diskurse mit einem Blick auch auf vernachlässigte Denker offengelegt werden.

Daran anschließend näherte sich ALEXANDER GALLUS (Chemnitz) der Frage, wie die Ideengeschichte der Bundesrepublik zu schreiben sei, hafte ihr doch gerade in den Anfangsjahren der Vorwurf der Ideenarmut an. Demgegenüber verwies Gallus auf die „Revolutionssehnsucht“ deutscher Intellektueller, die letztendlich das Ergebnis eines „Traditionsüberhangs“ aus der Weimarer Republik gewesen sei. Werke wie Wolfgang Koeppens „Treibhaus“ hätten dem „restaurativen Charakter der Epoche“ (Walter Dirks) bewusst entgegengewirkt und die Hoffnung auf eine „nachholende Revolution“ ausgedrückt.[7] Darauf aufbauend stellte Gallus skizzenhaft drei zentrale Diskussionsthemen der frühen Bundesrepublik vor: erstens die Verfassungsfrage, zweitens die eng damit verbundene nationale Frage und schließlich die dritte, eigentliche „deutsche Frage“ wie sie 1965 von Ralf Dahrendorf formuliert wurde.[8] Daraus ließen sich drei Tendenzen erkennen: Auf der strukturellen Ebene sei der Intellektuelle als legitimer Akteur innerhalb der staatlichen Ordnung akzeptiert, die Diskussionskultur hätte sich gewandelt und würde Konflikte im “liberalen” Sinne als positiv verstehen, und auf inhaltlicher Ebene sei es zu einer Deradikalsierung vor allen Dingen im konservativen Milieu gekommen.

In der letzten Sitzung des Tages widmete sich zuerst SEAN FORNER (East Lansing, MI) der Ideengeschichte des “Managertums” (managerialism) am Beispiel der in den 1950er-Jahren vom Deutschen Gewerkschaftsbund organisierten “Europäischen Gespräche”. Methodologisch orientierte sich Forner dabei an der “imaginary intellectual history” von Samuel Moyn sowie dem Konzept des “social imaginary” von Cornelius Castoriadis, um eine “post-ideelle” Ideengeschichte zu schreiben.[9] Eine zunehmende Technokratisierung und Funktionalisierung der Produktionsprozesse, die “Revolution des Managertums”, hätte Gewerkschaften und Intellektuelle gleichermaßen dazu gezwungen, sich erneut mit dem Problem der Entfremdung zu befassen. Gleichzeitig hätten sich die Europäischen Gespräche nicht auf Fragen der Arbeitsplatzgestaltung beschränkt, sondern auch eine breit angelegte Kulturkritik formuliert und das Postulat für mehr Partizipation theoretisch untermauert. Abschließend plädierte Forner für eine Ideengeschichte politisch Handelnder, die die Untersuchung politischer Konzepte mit empirischer Forschung komplementiere und dabei insbesondere die soziale Funktion politischer Ideen herausarbeite.

Anschließend warb TIM B. MÜLLER (Hamburg) für eine Ideengeschichte der Demokratie nach 1918, die sich von normativen und teleologischen Darstellungen lösen und sich stattdessen auf die Perspektive von politischen Akteuren in ihren jeweiligen Kontexten konzentrieren solle. Pierre Rosanvallon folgend unterstrich Müller die Notwendigkeit, Demokratie als Geschichte und nicht als Idealbild zu sehen, an dem historische Geschehnisse zu messen seien.[10] Die Abkehr von einem idealisierten „Konsensbegriff“ erlaube es beispielsweise zu zeigen, wie Demokratie von Politikern wie Gustav Bauer als ein aktiv zu gestaltendes und im grenzüberschreitenden Kontext stehendes Projekt begriffen wurde. Auch am Streit zwischen Hermann Heller und Carl Schmitt oder den keynesianischen Versuchen, Demokratie, Kapitalismus und soziale Gerechtigkeit in Einklang zu bringen, würde deutlich werden, wie fruchtbar es sei, eine Geschichte aktiver Vorstellungen von Demokratie zu zeichnen, die manchmal widersprüchlich, oft kämpferisch und stets ergebnisoffen sei.[11]

In seiner Keynote Lecture unterstrich schließlich QUENTIN SKINNER (London) ebenfalls die Notwendigkeit, Ideen in ihren intellektuellen und politischen Handlungskontext zu stellen. Es sei nicht entscheidend, welche Überzeugung (belief) jemand in einem Text ausdrücken, sondern nur welche Handlung er vollziehen würde. So würde sich Hobbes’ Leviathan nur im Kontext des Englischen Bürgerkriegs erschließen, die das Werk als friedensstiftende Intervention erscheinen lasse, während Platos Schriften angesichts des verlorengegangenen Kontextes historisch kaum verständlich seien. Auch bei der Auseinandersetzung mit vermeintlich „irrationalen” Ideen wie des Glaubens an Hexerei käme es auf die Handlungsdimension an. Nicht der Wahrheitsgehalt einer Ansicht sei entscheidend, sondern der Handlungsrahmen und historische Kontext, welcher eine bestimmte intellektuelle Aussage als intentionale Handlung erklärbar mache.

Am letzten Tag der Konferenz befasste sich zuerst MARCUS LLANQUE (Augsburg) mit der Bedeutung der Genealogie für die Politikwissenschaft und die Ideengeschichte. Auf Nietzsche, Foucault und auch Skinner aufbauend und diese erweiternd präsentierte Llanque die genealogische Darstellung von Ideen und Begriffen als Alternative zu teleologischen, chronologischen, originären und evolutionären Formen der Geschichtsschreibung. Auf diese Weise sei es möglich, die Argumentationsbündel hinter Ideen wie „Staat“ und „Verfassung“ zu entwirren und Widersprüche, konkurrierende Deutungen und Interpretationen aufzuzeigen. Der namensgebenden Ahnenforschung nicht unähnlich würde sich verschiedene Zweige eines Ideenstammbaums mit seinen Brüchen, Kontinuitäten und Schattenseiten erkennen lassen. Auch eine „Genealogie der Genealogie“ sei so möglich, die die Pflege und Erfindung von Stammbäumen in den Kontext fürstlicher Machtpolitik stelle, aber auch die „legendären Züge“ des Demokratiebegriffs beleuchte. Die Genealogie sei dementsprechend nicht allein eine Darstellungsform oder Methode, sondern ihrerseits Teil der Geschichte des politischen Denkens und der aktiven Politik selbst.

Abschließend setzte sich RICCARDO BAVAJ (St Andrews) am Beispiel von Ernst Fraenkel und Richard Löwenthal mit der Räumlichkeit von Ideen auseinander.[12] Bavaj verband dabei die Untersuchung von deren Raumbegriffen mit der Analyse ihrer jeweiligen Bewegungs- und Rezeptionsräume. Für Fraenkel war die eigene Position in Westberlin nicht nur ein greifbares Bild für die Raumlogik des Kalten Krieges, sondern auch ein wichtiger Teil der Lösung seines eigenen Identitätsproblems, indem sich ein deutsches und amerikanisches Selbstbewusstsein im vor dem Sowjetkommunismus zu schützenden „Westberliner“ verband. Löwenthals Erfahrungen im Londoner Exil hatten dagegen zu einer engeren Bindung an die Ideenwelt der britischen Linken geführt. Zudem versuchte er die breitere Öffentlichkeit zu erreichen, während Fraenkel sich auf ausgewählte Diskussionskanäle beschränkte und damit einen anderen Rezeptionsraum für den Transfer des sich „im Westen“ angeeigneten Wissens suchte.

Indem die Tagung zeigte, dass die Suche nach einer einheitlichen Methodik der Ideengeschichte bestenfalls am Anfang steht, unterstrich sie auch die wiedergewonne Lebhaftigkeit der Disziplin. Ein möglicher Konsens fand sich dabei in Quentin Skinners Appell, die Artikulation von Ideen vor allem als eine Form (politischer) Handlungen zu verstehen. Entscheidend seien keine Validitätskriterien, sondern vor allem der historische Kontext, dessen Breite freilich zu diskutieren bleibt. So hat die angelsächsische intellectual history die Rolle der Sozialgeschichte für eine historische Kontextualisierung bisher eher vernachlässigt, während umgekehrt die analytische Philosophie die Möglichkeit bietet, die deutschsprachige Ideengeschichte philosophisch auch abseits kontinentaler Traditionen zu untermauern. Die während der Tagung mehrfach artikulierte Forderung, dass eine neue Ideengeschichte sich nicht primär von “kanonischen Denkern” auf der einen oder einem einengenden Materialismus auf der anderen Seite leiten lassen solle, erscheint in dieser Hinsicht sicherlich vielsprechend. Nicht nur das Verhältnis der Ideengeschichte zu ihren Nachbardisziplinen, sondern auch die größtenteils noch recht schwach ausgeprägte institutionelle Verankerung der Ideengeschichte sollten damit Handlungsgrund genug für weitergehende Überlegungen darstellen. Diese Debatte international, interdisziplinär und methodologisch anspruchsvoll angelegt zu haben ist das Verdienst dieser Tagung.

Konferenzübersicht:

Welcome Address
Timothy Goering (Bochum), Intellectual History in Germany. A Short Weather Report

1. Session
Chair: Ulrich Sieg (Marburg)

Wiebke Wiede (Trier), The Business of Ideas. Perspectives of the History of Publishing

Timothy Goering (Bochum), Actions, Reasons, and Intellectual History

2. Session
Chair: Peter Hoeres (Würzburg)

Helge Jordheim (Oslo), How Long Does an Idea Last? Ideas of Permanence – Permanence of Ideas

Warren Breckman (Philadelphia, PA), Intellectual History, Interdisciplinarity, and Eclecticism

3. Session
Chair: Lucian Hölscher (Bochum)

Jens Hacke (Hamburg), How to Write the History of Political Ideas and Ideologies: The Case of Liberalism in the 20th Century

Alexander Gallus (Chemnitz), Wie schreibt man eigentlich die Ideengeschichte der Bundesrepublik?

4. Session
Chair: Jan-Eike Dunkhase (Marbach)

Sean Forner (East Lansing, MI), Imaginary Intellectual History: 'Managerialism' in 1950s Western Europe

Tim B. Müller (Hamburg), Continuities and Contexts: Ideas of Democracy post-1918

Keynote Lecture
Quentin Skinner (London), Belief, Truth and Interpretation

5. Session
Chair: Andreas Rose (Bonn)

Marcus Llanque (Augsburg), Genealogy in the History of Political Ideas

Riccardo Bavaj (St Andrews), The Spatiality of Ideas: Ernst Fraenkel, Richard Löwenthal, and the ‘Westernization’ of Political Thought

Concluding Discussion

Anmerkungen:
[1] Frank-Lothar Kroll (Hrsg.), Neue Wege der Ideengeschichte: Festschrift für Kurt Kluxen zum 85. Geburtstag, Paderborn u.a. 1996; Lutz Raphael / Heinz-Elmar Tenorth (Hrsg.), Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft im Europa der Neuzeit. Beiträge für eine erneuerte Geistesgeschichte, München 2006.
[2] Annabel Brett, What is Intellectual History Now?, in: David Cannadine (Hrsg.), What is History Now?, Basingstoke 2004, S. 113-131; Anthony Grafton, The power of ideas, in: Ulinka Rublack (Hrsg.), A Concise Companion to History, Oxford 2011, S. 354-79.
[3] Melvin Richter, Reconstructing the History of Political Languages: Pocock, Skinner, and the Geschichtliche Grundbegriffe, in: History and Theory, 29, Nr. 1 (1990), S. 38-70.
[4] Arthur O. Lovejoy, The Great Chain of Being: A Study of the History of an Idea, Cambridge, MA 1936; Quentin Skinner, Meaning and Understanding in the History of Ideas, in: History and Theory 8, Nr. 1 (1969), S. 3-53; Michel Foucault, L'archéologie du savoir, Paris 1969.
[5] Jordheim schien dabei Schmitts Dezionismus im Blick zu haben, siehe insbesondere: Carl Schmitt, Politische Theologie: Vier Kapitel zur Lehre von der Souveränität, Berlin 1934 [1922].
[6] Siehe dazu auch: Lloyd S. Kramer, Literature, criticism, and historical imagination: The literary challenge of Hayden White and Dominick LaCapra, in: Lynn Avery Hunt (Hrsg.), The New Cultural History (1989), S. 97-128.
[7] Walter Dirks, Der restaurative Charakter der Epoche, in: Frankfurter Hefte, 5 (1950), S. 942-954.
[8] Ralf Dahrendorf, Gesellschaft und Demokratie in Deutschland, München 1965
[9] Samuel Moyn, Imaginary Intellectual History, in: McMahon / Moyn, Rethinking Modern Intellectual History, S. 112-130; Cornelius Castoriadis, L'institution imaginaire de la société, Paris 1975.
[10] Pierre Rosanvallon, La société des égaux, Paris 2011.
[11] Dazu siehe auch: David Dyzenhaus, Legality and Legitimacy: Carl Schmitt, Hans Kelsen and Hermann Heller in Weimar, Oxford 1997.
[12] Zu spatiality als „letzter Grenze der Ideengeschichte“ siehe auch: David Armitage, The international Turn in Intellectual History, in: Darrin M. McMahon / Samuel Moyn (Hrsg.), Rethinking Modern Intellectual History, Oxford 2014, S. 232-253, hier: S. 242; zentrale Primärquellen: Ernst Fraenkel, Deutschland und die westlichen Demokratien, Frankfurt / Main 1991 [ursprünglich: Stuttgart 1964]; Richard Löwenthal, Gesellschaftswandel und Kulturkrise: Zukunftsprobleme der westlichen Demokratien, Frankfurt am Main 1979.

Zitation
Tagungsbericht: Intellectual History. Traditions and Perspectives, 17.11.2014 – 19.11.2014 Bochum, in: H-Soz-Kult, 28.07.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6093>.