Der Krieg ist vorbei. Heimkehr – Trauma – Weiterleben

Ort
Seelow
Veranstalter
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur; Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst; Gedenkstätte Seelower Höhen; Institut für Zeitgeschichte München-Berlin; Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Potsdam; Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Datum
11.06.2015 - 12.06.2015
Von
Karen Bähr, Gedenkstätte Bergen-Belsen

Die Gewalterfahrungen und Traumatisierungen von Kriegsteilnehmern und der Umgang der Nachkriegsgesellschaften mit diesen Herausforderungen standen im Zentrum der Tagung. Der Tagungsort Seelow, den die Veranstalter/innen auch deshalb wählten, weil sie bei der Neugestaltung der Gedenkstätte Seelower Höhen bis 2012 beratend tätig waren, bereicherte die fachliche Diskussion auf mehreren Ebenen: Zum einen waren die Seelower Höhen vor 70 Jahren selbst historischer Ort des Geschehens der größten Schlacht des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden, die tausende Tote und zerstörte Ortschaften hinterließ. Zum anderen wurden in Seelow Brüche in der Erinnerungskultur deutlich: zwischen Weltkrieg und Holocaust auf der einen Seite, zwischen den zwei Diktaturen auf der anderen Seite. Darüber hinaus regte der Tagungsort eine Betrachtung der Geschichte der DDR sowie der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten an. Ein weiteres Ziel der Tagung war es, Impulse für die Erforschung von Kriegs- und Nachkriegsgeschichte an die Gedenkstätte und die Region zu geben.

In seinem Eröffnungsvortrag skizzierte CHRISTOPH KLESSMANN (Potsdam) sowohl die komplexe Situation bei Kriegsende 1945 als auch die Entwicklung der Diskurse um Rückkehr, Schuld und Opfer bis heute anhand wissenschaftlicher Veröffentlichungen, politischer Wegmarken und kultureller Verarbeitungen wie Borcherts „Draußen vor der Tür“. Er widmete sich vier für die Tagung grundlegenden Themenbereichen: dem Kriegsende als Prozess, der sozialen Dimension der Zusammenbruchgesellschaft, der Kriegsgefangenschaft und Heimkehr sowie den Kriegserfahrungen. Dabei betrachtete er das Kriegsende als Prozess, da das individuelle Kriegsende der Kriegsteilnehmer und der zivilen Bevölkerung davon abhing, wo sie sich befanden und ob sie gefangengenommen oder verschleppt worden waren. Mit dem von ihm geprägten Begriff der Zusammenbruchgesellschaft regte er eine Betrachtung des Gefühls vom kollektiven und individuellen Niedergang und der Hoffnungslosigkeit an, wandte sich jedoch gegen ein Konzept der „Stunde 0“. Kleßmann schloss sich der These Keith Lowes an, nach der das Gewaltpotential, das durch den Krieg entfesselt wurde, 1945 nicht durch Friedensverträge eingehegt werden konnte, sondern in Form von Rache, ethnischen Säuberungen und Bürgerkrieg in verschiedenen Regionen und Staaten weiterhin präsent war. [1]

Das folgende Panel „Heimkehr und Nachkriegsgesellschaften“ erweiterte den Blickwinkel sowohl um drei nationale Perspektiven aus Ost und West als auch um den Aspekt der Geschlechterspezifik der Kriegserfahrung. RAMONA SAAVEDRA SANTIS (Ravensbrück) ging in ihrem Beitrag auf die Heimkehr der sowjetischen Kriegsteilnehmerinnen ein. Dass Frauen aus der Sowjetunion in eigenen Kampfregimentern eingesetzt wurden, war, so Saavedra Santis, ein Alleinstellungsmerkmal. Wie groß die Forschungsdesiderate noch sind, zeigte sie anhand der Zahlen: Da die militärischen Formulare kein Feld für das Geschlecht aufwiesen, ist weder die Gesamtzahl der eingesetzten noch die der gefallenen Soldatinnen bekannt. Gewinnbringend war die Betrachtung der genderspezifischen Behandlung der sowjetischen Kriegsgefangenen. In Deutschland sollten Soldatinnen zuerst nicht als Kriegsgefangene anerkannt sondern direkt erschossen werden. In den sowjetischen Durchgangslagern wurde sexualisierte Gewalt angedroht oder vollzogen und nach der Rückkehr in die Sowjetunion wurden die Kriegsteilnehmerinnen häufig als „mobile Feldehefrauen“ stigmatisiert.

LARS HELLWINKEL (Sandbostel) untersuchte in seinem Vortrag die Rückkehr der „Abwesenden“, was gleichermaßen Kriegsteilnehmer, -gefangene, Zwangsarbeiter sowie KZ-Häftlinge bezeichnete, nach Frankreich und Italien. Er schilderte neben den logistischen und wirtschaftlichen Problemen bei der Rückkehr auch den Mangel an Anerkennung, mit der die Heimkehrer empfangen wurden. Weil die französischen Kriegsgefangenen weniger den Sieg von 1944 als die Niederlage von 1940 symbolisierten, gebe es auf nationaler Ebene bis heute weder ein Denkmal für noch umfassende Forschungen über sie. Ähnlich erging es den italienischen Militärinternierten.

Im Kommentar von DOROTHEE WIERLING (Hamburg) und der anschließenden Diskussion stand die Forderung nach einer umfassenden Historisierung im Vordergrund: Einerseits sollten in den Diskursen über Heimkehrer die Veränderlichkeit über Zeit und die unterschiedliche Wirkmächtigkeit in verschiedenen Gesellschaften anerkannt werden. Anderseits sollten Schweigen und Sprechen in der Nachkriegsgesellschaft nicht an heutigen Praktiken gemessen werden. Zudem wurde für einen situativen statt eines essentialistischen Gebrauchs des Opferbegriffes plädiert.

Die abendliche Podiumsdiskussion über „Kriegserfahrung im 20. Jahrhundert und ihre Wirkungsmacht“ wurde durch die Präsentation der Dokumentation „Die Heimkehr der Verlierer“ von HEIKE RÖMER-MENSCHEL (Dresden) vom Mitteldeutschen Rundfunk eröffnet. Der Film brachte erstmals die Perspektive der historischen Subjekte, der Heimkehrer und ihrer Frauen und Kinder, in die Diskussion ein. Einige der interviewten Zeitzeugen berichteten emotional und wahrscheinlich erstmals über ihre Heimkehr. Ihre Kriegserlebnisse und Taten thematisierten sie kaum, sondern erzählten vor allem über ihre Ankunft in der fremden Heimat. MONIKA FLACKE (Berlin), BERND GREINER (Hamburg) und ANNETTE VOWINCKEL (Potsdam) sowie die Filmemacherin diskutierten, angeregt vom Moderator JÜRGEN DANYEL (Potsdam), die Rolle von Filmen für das Thema und die Besonderheiten bei der Heimkehr in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ)/DDR. Flacke betonte, dass das Nicht-Aussprechen von schmerzhaften Wahrheiten ein legitimer Weg sei, um verschiedene gesellschaftliche Gruppen auszusöhnen und durch ein gemeinsames Narrativ eine friedliche Zukunft zu ermöglichen. Viele europäische Staaten nach 1945 seien ihn gegangen. Greiner schätzte die aktuelle Debatte um Verantwortung in Deutschland, die durch das Schweigen über Schuld zwar spät gekommen sei, als sehr differenziert ein.

Das zweite Panel „Gewalterfahrungen im gesellschaftlichen Kontext“ widmete sich einerseits Chancen und Schwierigkeiten der Wiedereingliederung von Heimkehrern in den USA, in Großbritannien, der BRD und der Sowjetunion aus staatlicher Perspektive sowie andererseits Kriegserfahrungen und -deutungen in der Kunst. KLAAS VOSS (Hamburg) stellte in seinem Vortrag die Demobilisierung in den USA, Großbritannien und der BRD als Neuanfang für den Sozialstaat dar. Er vertrat dabei die These, dass alle drei Staaten durch die schwierige Reintegration der Soldaten nach dem Ersten Weltkrieg ein Problembewusstsein für Folgen einer gescheiterten Wiedereingliederung entwickelt hätten. Dabei wählten die drei Staaten, bedingt durch die jeweilige Situation zu Kriegsende aber auch durch nationale Traditionen, drei unterschiedliche Wege: Die USA förderten die Wiedereingliederung durch Bildung, die soziale Mobilität ermöglichen sollte. Großbritannien setzte auf die Steuerung des Arbeitsmarktes als Mittel der Reintegration und die BRD versorgte Rückkehrer und Hinterbliebene mit Renten, wobei zwischen der Versorgung von Veteranen und Zivilisten nicht unterschieden wurde. Für gegenwärtige und zukünftige Reintegrationsprozesse solle, so Voß, das Innovationspotential dieser Umverteilung erkannt und genutzt werden, statt nur die Defizite vergangener Reintegrationen zu betrachten, wie die historische Forschung es bisher tue.

Genau umgekehrt sah BEATE FIESELER (Düsseldorf) das erstrebenswerte Verhältnis von Forschung und historischen Quellen bezüglich der Reintegration der sowjetischen Kriegsversehrten in die Nachkriegsgesellschaft: Während die zeitgenössische Propaganda die Reintegration als erfolgreich darstellte, versuche die Forschung heute, den Kampf der Kriegsversehrten um Würde und Versorgung aufzuarbeiten. Dabei erscheinen die Kriegsversehrten als besonders marginalisierte Gruppe, die den Preis des Krieges widerspiegeln, statt den Sieg zu verkörpern. Anders als in den westlichen Staaten galten die körperlichen Verletzungen (auch fehlende Gliedmaßen) als heilbar und eine Rückführung aller noch irgendwie Arbeitsfähigen in Arbeit wurde durchgesetzt. Obwohl 90 Prozent der Kriegsversehrten in reguläre Arbeitsverhältnisse zurückkehrten, kann die soziale Reintegration laut Fieseler keineswegs als gelungen angesehen werden. Sie wurden zur Arbeit gezwungen, erhielten meist keine Rente und waren auf den zusätzlichen Unterhalt durch ihre Familie angewiesen. Das warf die Frage auf, wann eine Reintegration als gelungen bezeichnet werden kann.

WOLFGANG SCHMIDT (Hamburg) stellte die Frage „Krieg malen – aber wie und wozu?“ an den Anfang seines Vortrags. Mit dem Ansatz der Visual History, die Bilder sowohl als Quellen als auch als eigenständige Gegenstände der historiografischen Forschung betrachtet, analysierte er Bilder des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts, ohne sich auf die Nachkriegszeit zu beschränken. Er legte Kontinuitäten vom Ersten über den Zweiten Weltkrieg bis hin zum Irakkrieg unter den Gesichtspunkten Kriegshandlungen, Kriegsfolgen sowie Heldendarstellungen dar. Es zeigte sich, dass die Künstler im 20. Jahrhundert vergangene Kriege verarbeiteten, um damit Aussagen über für sie gegenwärtige oder erstrebenswerte Kriegshandlungen zu treffen. Beispiele sind die Darstellung Hitlers als Kriegsheld im Ersten Weltkrieg, die den Weg zum Zweiten Weltkrieg bereiten sollte oder José Garcia y Mas Guernika-Zitat, das den Irak-Krieg mit dem deutschen Bombardement im Spanischen Bürgerkrieg in Beziehung setzt. Der zweite Teil des Vortrags, der wahrscheinlich Bilder zum Thema Heimkehr und Zerstörung nach dem Zweiten Weltkrieg enthielt, entfiel leider aus Zeitgründen.

Anschließend wurde die Frage debattiert, inwiefern Staaten die Wiedereingliederung nach 1945 reflektiert haben und welche Schlüsse sie für spätere Reintegrationen zogen, zum Beispiel die Sowjetunion für die Rückkehr der Afghanistansoldaten. Eine vergleichende Untersuchung der Situation der Afghanistanveteranen in den ehemaligen Sowjetrepubliken liegt bisher noch nicht vor. Welche weitreichenden Folgen die Entscheidungen der Nachkriegszeit bis heute haben, zeigt sich im 70. Jahr nach dem Kriegsende dadurch, dass die 2,5 Millionen Weltkriegsveteranen Russlands den Präsidenten Wladimir Putin öffentlich in Bedrängnis bringen konnten, weil sie die ihnen versprochenen Wohnungen einforderten.

Obwohl in der vorhergehenden Sektion vorrangig materielle Angebote zur Wiedereingliederung thematisiert worden waren und das letzte Panel vor allem Anerkennungsrituale und Vergemeinschaftung in den Blick nehmen sollte, widmete sich ELKE SCHERSTJANOI (Berlin) in ihrem Vortrag zunächst den Reintegrationsstrategien der DDR. Während die materiellen Angebote sich, wie in der Sowjetunion, restriktiv nach der Bedürftigkeit richteten, auf den Wiederaufbau durch Arbeit und eine Gesellschaftstransformation zum Sozialismus zielten, waren die mentalen Angebote vor allem in der Geschichtsbetrachtung der DDR zu finden. Scherstjanoi widersprach drei Thesen der Historiografie zu Geschichtsnarrativen in der DDR: Erstens, sei die „Befreiung durch die Rote Armee“ 1945 noch nicht als Gründungsmythos der DDR gesehen worden, sondern kam erst in den 1950er-Jahren auf und wurde dann auf alle Deutschen bezogen. Zuerst hätte die sozialistische Führung den antifaschistischen Widerstand in den Fokus gerückt, da nur der befreit werde, der sich nicht selbst befreit. Zweitens könne der DDR nicht vorgeworfen werden, dass sie sich durch eine Projektion der Täterschaft auf die BRD entlasten wollte, da beide Staaten die Beschwörungsformel des „anderen Deutschland“ für den kollektiven Neuanfang beanspruchten. Der Faschismus sei von der DDR-Führung als gesamtdeutsche Vergangenheit betrachtet worden. Drittens sollte die These von der rückwirkenden Projektion zu „Siegern der Geschichte“ entkräftet werden. 1945 werde als Epochengrenze im Falle der SBZ/DDR überschätzt, so Scherstjanoi, da sie erst nach der Transformation zum Sozialismus ein eigenes Geschichtsbild entwickelt und sich als „Sieger der Geschichte“ gesehen habe.

Um Siegesfeiern und Veteranenverbände in der UdSSR bzw. Russland ging es in der Präsentation des Direktors des Deutsch-Russischen Museums JÖRG MORRÉ (Berlin). Er beschrieb am Beispiel von Ordensverleihungen, wie sich im Krieg ein Wechsel von der Ehrung des Kollektivs zur Ehrung des Einzelnen vollzog. Nach dem Kriegsende wurde an die sozialistischen Traditionen der Vorkriegszeit nach dem Prinzip der Vereinnahmung für den Sozialismus anstelle der Anerkennung des Individuums angeknüpft. Die jährliche Militärparade wurde weiterhin am „Tag der Oktoberrevolution“ und nicht am „Tag des Sieges“ abgehalten. Erst als der Revolutionstag nach dem Zerfall der Sowjetunion abgeschafft wurde, besann man sich auf den 9. Mai. Morré ordnete zudem Symbole wie die rote Nelke, das Georgsband und das Grab des unbekannten Soldaten in ihre Entstehungskontexte ein und zeigte die Entwicklung des Gedenkens auf.

Im Abschlussvortrag behandelte ARND BAUERKÄMPER (Berlin) bundesrepublikanische Soldatenverbände, Kriegsgräberfürsorge und ,Schlachtfeldtourismus‘. Diese Themen ermöglichten eine transnationale Betrachtung, die durch Darstellung der grenzüberschreitenden Aktivitäten der Verbände und der Reisen von Soldaten über verschiedene nebeneinanderstehende Nationalgeschichten hinausgeht. Bauerkämper betonte die integrative Wirkung von Verbänden, die internationalen wie intergenerationellen Austausch durch Schlachtfeldreisen beförderten und politische sowie karitative Forderungen der Soldaten formulierten. In seinem Kommentar forderte JÖRG ECHTERNKAMP (Potsdam) zur kritischen Betrachtung der Verbände auf, die mit ihrer „Verständigungsinitiative“ in der Nachkriegszeit an die Kameradschaft appellierten, um die Kriegsverbrecher aus der Haft zu befreien, und die Narrative von vor 1945 fortschrieben, statt sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Bei den im Panel dargelegten Fällen erkannte er eher eine Vergesellschaftung auf politisch-staatlicher Ebene statt einer Vergemeinschaftung der Kriegsfolgen zwischen Subjekten.

Als ein Fazit der Tagung ist die Forderung nach der Historisierung der Heimkehr zu sehen, die in ihrer Vielschichtigkeit als sozialer und politischer Prozess sowie als kulturelle Konstruktion anerkannt werden sollte. Nur am Rande erschien der Heimkehrer als handelndes Subjekt, lag der Fokus der Konferenz doch auf den Integrationsstrategien von Staaten, der Zwischenebene der Verbände und dem Heimkehrer als Objekt von Darstellung und Forschung. Auch der Ausblick auf Kunst und Film konnte diese Lücke nicht schließen. Die Trauma-Diskussion, die sich am mehrfach zitierten Werk Svenja Goltermanns nach 2009 kristallisierte, scheint dagegen an Kontroversität verloren zu haben.[2] Diese Tagung hat ein vielseitiges und vielschichtiges Bild der Heimkehr und der Auswirkungen verschiedener Integrationsstrategien gezeigt und doch die große Frage „Wie umgehen mit der Gewalterfahrung?“ nicht aus den Augen verloren.

Konferenzübersicht:

Gerd-Ulrich Herrmann (Gedenkstätte Seelower Höhen), Führung durch die Gedenkstätte Seelower Höhen

Christoph Kleßmann (Potsdam), Eröffnungsvortrag: Der Krieg ist vorbei. Wege in die Deutsche Nachkriegsgesellschaft

Heimkehr und Nachkriegsgesellschaften
Olga Kurilo (Frankfurt an der Oder), Moderation

Ramona Saavedra Santis (Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück), 800.000 Rotarmistinnen kehren heim

Lars Hellwinkel (Gedenkstätte Lager Sandbostel), Heimkehr französischer Kriegsgefangener und italienischer Militärinternierter

Dorothee Wierling (Hamburg), Kommentar

Kriegserfahrung im 20. Jahrhundert und ihre Wirkungsmacht
Filmpräsentation "Die Heimkehr der Verlierer" von Heike Römer-Menschel (Dresden)

Monika Flacke (Berlin) / Bernd Greiner (Hamburg) / Annette Vowinckel (Potsdam) / Heike Römer-Menschel (Dresden), Podiumsgespräch
Jürgen Danyel (Potsdam), Moderation

Gewalterfahrungen im gesellschaftlichen Kontext
Thomas Vogel (Potsdam), Moderation

Klaas Voß (Hamburg), Die Reintegration von Soldaten als Motor gesellschaftlicher Innovation

Beate Fieseler (Düsseldorf), Arme Sieger?: die Reintegration der Sowjetischen Kriegsversehrten in die Nachkriegsgesellschaft

Wolfgang Schmidt (Hamburg), Krieg malen – aber wie und wozu? Kriegserfahrungen und Kriegsdeutungen in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts

Jan C. Behrends (Potsdam), Kommentar

Anerkennungsrituale und Vergemeinschaftung
Sabine Kuder (Berlin), Moderation

Elke Scherstjanoi (Berlin), Reintegrationsstrategien in der DDR

Jörg Morré (Berlin), Siegesfeiern und Veteranenverbände in der UdSSR bzw. Russland

Arnd Bauerkämper (Berlin), Soldatenverbände, Kriegsgräberfürsorge und ,Schlachtfeldtourismus‘ in der Bundesrepublik

Jörg Echternkamp (Potsdam), Kommentar

Anmerkungen:
[1] Keith Lowe, Der wilde Kontinent. Europa in den Jahren der Anarchie 1943–1950, Stuttgart 2014.
[2] Svenja Goltermann, Die Gesellschaft der Überlebenden. Deutsche Kriegsheimkehrer und ihre Gewalterfahrungen im Zweiten Weltkrieg, München 2009.

Zitation
Tagungsbericht: Der Krieg ist vorbei. Heimkehr – Trauma – Weiterleben, 11.06.2015 – 12.06.2015 Seelow, in: H-Soz-Kult, 12.08.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6124>.