Originale – Fälschungen – Kopien. Kaiser- und Königsurkunden für Empfänger in Deutschland und Italien (9.–11. Jahrhundert) und ihre Nachwirkungen im Hoch- und Spätmittelalter (bis ca. 1500)

Ort
Leipzig
Veranstalter
Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, Universität Leipzig; Dipartimento di studi medievali, umanistici e rinascimentali, Università Cattolica del Sacro Cuore Milano
Datum
04.06.2015 - 06.06.2015
Von
Anja Thaller, Abt. Mittlere Geschichte, Historisches Institut, Universität Stuttgart

Die dritte diplomatische Fachtagung der deutsch-italienischen Projektgruppe „Italia Regia“, an der neben den Vortragenden aus Frankreich, Italien und Deutschland erfreulicherweise auch zehn italienische Nachwuchswissenschaftler/innen aufgrund der Förderung durch den DAAD teilnehmen konnten, hatte zum Ziel, Herrscherdiplome unter neuen Perspektiven zu betrachten und dies mit einem komparatistischen Ansatz zu verbinden. In den Blick genommen wurden dabei die zwei Stadien im „Leben“ karolingischer, ottonischer und salischer Originaldiplome: Einerseits ihr gegenwartsbezogenes Bedeutungsspektrum zu Lebzeiten von Aussteller, Empfänger und Vermittler, andererseits ihr „Nachleben“ nach dem Tod der an ihrer Herstellung beteiligten Personen. Im Mittelpunkt standen die Funktion der Diplome in den verschiedenen Stadien und Formen ihrer Existenz sowie die Relevanz der äußeren und inneren Merkmale im Hinblick auf die verschiedenen Funktionen. Ein zweiter Schwerpunkt lag in der Untersuchung der Kopialüberlieferung in Form beglaubigter Abschriften und Kopialbücher: Welche Originale ließen spätere Generationen wann, wozu und wie kopieren? Welche Veränderungen sind zwischen Original und Abschrift festzustellen? Des Weiteren wurden Fälschungen von Diplomen thematisiert.

In seiner Einführung in das Thema betonte WOLFGANG HUSCHNER (Leipzig), dass Kaiser- und Königsurkunden nicht nur als rechtliche Dokumente, sondern als politische Dokumente zu betrachten seien, in denen sich die Beziehungen zwischen Herrscher und Großen widerspiegeln. Stärker ins Licht gerückt werden sollten deshalb die Kommunikationsprozesse zwischen Aussteller- und Empfängerseite. In ähnlicher Weise sprach NICOLANGELO D’ACUNTO (Mailand/ Brescia) vom Dokument als „physischem Ort“ der Interaktion zwischen Aussteller und Empfänger und unterstrich die Bedeutung der mit der Ausstellung verbundenen kommunikativen Handlungen. Er hob die Notwendigkeit der Bewertung der Überlieferung und der Prozesse von Produktion und Reproduktion von Dokumenten sowie die Frage nach den sozialen Funktionen und Logiken von Diplomen hervor.

Die erste Sektion, die sich Originaldiplomen, Fälschungen und beglaubigten bzw. inserierten Kopien widmete, beschäftigte sich zunächst mit Nord- und Mittelitalien: FRANÇOIS BOUGARD (Paris) wertete die italienischen Placita bis zum Ende des 9. Jahrhunderts systematisch im Hinblick auf die Vorlage und Benutzung von Herrscherurkunden aus und kam zum Schluss, dass dem Gericht meist Originale, und nur selten Abschriften, vorgelegt wurden. Über den ritualisierten Vorgang gebe es kaum Nachrichten, er dürfte nicht von der Präsentation von „Privaturkunden“ abgewichen sein. Eine besondere Motivation zur Anfertigung von Fälschungen stelle die Aussicht auf einen Sieg vor Gericht dar. Mit den ottonischen und salischen Herrscherdiplomen für die Benediktinerabtei S. Maria di Pomposa und deren Überlieferung beschäftigte sich CORINNA MEZZETTI (Ferrara), die feststellte, dass sich bemerkenswerterweise keine Fälschungen von Kaiser- oder Königsurkunden im Archiv der Abtei befinden. In der Kopialüberlieferung zeige sich, dass von allen äußeren Merkmalen der Diplome einzig das Monogramm wiedergegeben wurde. Mezzetti stellte zudem ein bislang unbekanntes inventario aus dem 15. Jahrhundert vor, das für zwei Urkunden Heinrichs II. die einzige Überlieferung darstellt und vermutlich im Kontext der Übernahme der Kontrolle über die Abtei durch die Familie d’Este erstellt wurde. GIACOMO VIGNODELLI (Bologna) konzentrierte sich in seinem Vortrag zur Überlieferung der ottonischen Diplome für die Kirche von Vercelli auf die beiden einzigen Fälle, in denen sowohl eine Abschrift als auch das Original erhalten sind. Durch die Berücksichtigung des historischen Kontexts bei Ausstellung des Diploms und der Anfertigung der Kopien konnte Vignodelli aufzeigen, dass gerade im Zusammenhang mit Konflikten verstärkt Herrscherurkunden kopiert wurden. Ein weiteres Beispiel für die konfliktbezogene Herstellung von Abschriften schilderte MAURO RONZANI (Pisa) in seinem Vortrag über die Urkunden Heinrichs IV. für Pisaner Empfänger. Durch die Analyse des politischen Kontexts sowie durch die Untersuchung der Übereinstimmungen und Abweichungen zwischen Original und Kopie erwiesen sich vor allem die 1080er-Jahre als Zäsur für die Stadt Pisa. Dem Urkundenbeweis als historischem Problem widmete sich der Vortrag von ANTONELLA GHIGNOLI (Rom). Anhand der Überlieferung aus Klosterarchiven der Diözesen Florenz, Siena und Chiusi wurde die Zäsur, die das 12. Jahrhundert für den Wert des Urkundenbeweises im Prozess und damit für die Kritik der Abschriften von Herrscherurkunden für italienische Empfänger sowie für das Konzept des publicum instrumentum bildete, deutlich. Auch Ghignoli betonte die Bedeutung des historischen Kontexts bei der Herstellung von Kopien. Da der Vortrag von GIOVANNI ISABELLA (Bologna) krankheitsbedingt entfiel, wurde der Vortrag von ANTONIO CIARALLI (Perugia) vorgezogen, der sich den Kaiserurkunden des 9. und 10. Jahrhunderts für Nonantola im Spiegel ihrer Fälschungen widmete. Nonantola war eines der aktivsten klösterlichen Fälschungszentren des früh- und hochmittelalterlichen Italien. Eine Studie zu den hier produzierten Fälschungen bzw. zur „Fälscherwerkstatt“ ist jedoch ein Desiderat der Forschung. Auch Ciaralli diskutierte nur als Fallbeispiel anhand zweier Urkunden die Funktion imitierender Abschriften sowie das Vorgehen der Fälscher.

Der zweite Teil der ersten Sektion befasste sich mit Mittel- und Süddeutschland: WOLFGANG HUSCHNER (Leipzig) stellte das hoch- und spätmittelalterliche „Nachleben“ ottonischer und salischer Diplome für die bischöflichen Kirchen in Merseburg und Naumburg vor. Er beschäftigte sich näher mit dem im 15. Jahrhundert entstandenen Kopialbuch von Merseburg: Als Aufnahmekriterium für Urkunden konnte die Besitzgeschichte festgemacht werden, aufgenommen wurden aber auch Fälschungen. Im Kopialbuch wurden Monogramme nachgezeichnet, bei Diplomen Heinrichs III. und Heinrichs IV. auch das Signum speciale. Für Naumburg diskutierte Huschner zwei Diplome Heinrichs III. (106 und 112), die sich als Vorlagen für zwei imitierende Fälschungen des 12. Jahrhunderts erwiesen (†398, †409). MARK MERSIOWSKY (Stuttgart) betonte die traditionelle Unterbewertung der Überlieferungsgeschichte von Herrscherurkunden durch die Diplomatik, die sich neuerdings verstärkt Chartularen und Pancarten widme. Anhand hoch- und spätmittelalterlicher Kopien karolingischer Diplome für süd- und westdeutsche Empfänger wie das Kloster Fulda entwarf Mersiowsky eine Typologie der Erscheinungsformen von Abschriften. Er bemängelte zudem die fehlende Beschäftigung mit den Funktionen von Kopien und Nachzeichnungen und diskutierte verschiedene Vorstellungen dazu.

Die ersten drei Vorträge der zweiten Sektion zu Originaldiplomen, Fälschungen und Kopialbüchern widmeten sich Beispielen aus Norditalien: Im Vortrag von GUIDO CARIBONI (Mailand/ Brescia) über Abschriften von Herrscherdiplomen für das Kloster SS. Leo und Marino in Pavia wurden einmal mehr Konflikte als Motive für die Herstellung von Urkundenabschriften deutlich. Mit dem besonders gut erhaltenen und reichen Fonds der Herrscherurkunden für das Kloster S. Salvatore und S. Giulia in Brescia beschäftigte sich GIANMARCO COSSANDI (Mailand/ Brescia/ Palazzolo sull’Oglio), dessen Mönche im 11. und 12. Jahrhundert einfache Abschriften in karolingischer Minuskel der langobardischen Urkunden für ihr Kloster anfertigten. Hier wurden die besondere Aufmerksamkeit, die dem „Klosterarchiv“ galt, und das Bewusstsein für den Nutzen, den die Urkunden für das Kloster haben konnten, deutlich. Aufgrund der Abwesenheit von GIANMARCO DE ANGELIS (Verona) wurde sein Vortragstext, der sich mit der abschriftlichen Überlieferung der Diplome für die Kirche von Bergamo beschäftigte, verlesen. Auch in diesem Fall wurde einmal mehr nicht nur die Relevanz von Konflikten für die Produktion von Abschriften deutlich, sondern ebenso die Bedeutung des Monogramms, das in den allermeisten Kopien nachgezeichnet wurde.

Die folgenden beiden Vorträge hatten Mittelitalien zum Thema: NICOLANGELO D’ACUNTO (Mailand/ Brescia) zeichnete die Konflikte des Klosters Sansepolcro (Prov. Arezzo) mit geistlichen und weltlichen Entitäten vom 12. bis ins 16. Jahrhundert nach und machte die Gründe für die Anfertigung von Abschriften deutlich. So wurde etwa 1454 eine Dokumentensammlung erstellt, welche die Unabhängigkeit des Klosters belegen sollte. Ausgehend von kopierten und gefälschten Urkunden für das Kloster S. Ponziano in Lucca beschäftigten sich SIMONE COLLAVINI und PAOLO TOMEI (Pisa) mit der Wechselwirkung zwischen der Vergabe und Verwaltung von Gütern und der Anwendung von Schriftlichkeit und Mündlichkeit, um Dynamiken der Produktion und Konservierung von Dokumenten aufzuzeigen.

Die beiden folgenden Vorträge nahmen Nord- und Süddeutschland unter die Lupe: THOMAS VOGTHERR (Osnabrück) erklärte den enorm hohen Anteil von Fälschungen an der Osnabrücker Überlieferung früh- und hochmittelalterlicher Diplome mit der Absicht, die Osnabrücker Bischofskirche als älteste Sachsens zu belegen sowie mit einem Konflikt um Zehntrechte. Sowohl bei der Anlage des ältesten Kopialbuchs von Osnabrück von 1291/98 als auch des Archivinventars von 1415 sei eine Auswahl getroffen worden und keine vollständige Auflistung der vorhandenen Diplome erfolgt. ANDREA STIELDORF (Bamberg) untersuchte das „Nachleben“ der Diplome für das Bistum Bamberg und das Kloster Michelsberg und machte deutlich, dass die angelegten Abschriftensammlungen und Kopialbücher administrativen Zwecken, aber auch der Legitimation, der Bildung und der Identifikationsstiftung der geistlichen Institutionen dienten. Die Michelsberger Überlieferung sei besonders interessant, denn sie zeige etwa im Kopialbuch A eine Zusammenstellung von Urkunden aus fremdem Archivgut. Als einziges Falsifikat innerhalb der Bamberger Kopialüberlieferung stellte sich eine nicht-dolose Fälschung einer Urkunde in der zweiten Redaktion der Vita Heinrici II. heraus.

In seinem öffentlichen Abendvortrag über die Wirksamkeit von Urkundenfälschungen hob THEO KÖLZER (Bonn) die systematische Erforschung der Frage nach dem Erfolg mittelalterlicher Fälschungen als Desiderat der Forschung hervor. Kölzer betonte die Bedeutung des „Cui bono?“ und stellte Beobachtungen zum bisherigen Bild von Fälschern in der Forschung an, wobei er neben diplomatischem Geschick und der Stellung bzw. des Ansehens des Fälschers ein aufnahmebereites politisches Umfeld als wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg von Fälschungen unterstrich. Kölzer folgte prinzipiell Carlrichard Brühls Annahme, dass die Mehrheit der Fälscher ehrbar war, wenn es um konkrete Rechtstitel ging, d.h. sie produzierten feststellende Fälschungen zur Absicherung von Gütern und Rechten, indem zwar die äußere Form, nicht aber der Inhalt gefälscht wurde. Neben solchen Fälschungen, mit denen eben nicht das Ziel einer persönlichen Bereicherung verfolgt wurde, gab es aber auch Fälschungen in Form von „Versuchsballons“, mit denen Ansprüche legitimiert werden sollten, wie etwa mit dem Privilegium Maius. Im Zusammenhang mit der Überlieferung von Fälschungen sei auch die bisher vernachlässigte Frage nach der Beurteilung jener Spuria zu stellen, die nur in Chartularen eingetragen wurden und rechtlich keine Relevanz besaßen. Solche Fälschungen seien möglicherweise auf Vorrat, quasi als „Arsenal geistlicher Waffen“, angelegt worden.

Am letzten Tagungstag stand Mitteldeutschland im Zentrum: ANDREAS KLIMM (Leipzig) machte eine Fälschertätigkeit des Diplomschreibers mit der Sigle Liudolf I für Magdeburger Empfänger sehr wahrscheinlich. Dabei näherte er sich einerseits über die Siegel, andererseits über die abschriftliche Überlieferung ottonischer Diplome im Kopialbuch von St. Mauritius an, wo sich in zwei Fällen Abweichungen im Text und beim Monogramm zeigten. MATHIAS KÄLBLE (Dresden) beschäftigte sich mit den Hintergründen der Meißner Urkundenfälschungen und deren „Nachleben“. 80 Prozent der auf den Namen eines ottonischen Herrschers ausgestellten Stücke seien ge- oder verfälscht, was auf die geringe Ausstattung des Bistums sowie die umstrittenen Sprengelgrenzen zurückzuführen sei. Wie Kälble zeigte, ließ sich der Meißner Bischof im Zuge eines Konflikts mit dem Wettiner Markgrafen um 1250 geradezu massenhaft Abschriften vorgeblich ottonischer Urkunden durch geistliche und weltliche Autoritäten in Form von Transsumierungen und Vidimierungen beglaubigen , was schließlich zur Bestätigung der umstrittenen Rechte durch den Markgrafen führte. Im letzten Vortrag thematisierte FRANCESCO ROBERG (Marburg) unterschiedliche Überlieferungsformen von Herrscherurkunden für das Kloster Hersfeld und hob die spärliche Kopialüberlieferung hervor. Im Unterschied zu anderen im Laufe der Tagung vorgestellten Kopialbüchern enthalte der Liber de libertatibus locorum Hersfeldensium keine Auswahl, sondern verzeichne alle echten und unechten Stücke. Abschließend stellte Roberg in einer Art „Laborbericht“ einen bislang ungelösten Fälschungsfall zur Überlieferung eines Diploms Karls des Großen (D Kar. 89) vor.

Bei der abschließenden Zusammenfassung der Tagungsergebnisse unterstrichen Nicolangelo D’Acunto und Wolfgang Huschner zunächst noch einmal die Bedeutung der Empfängerperspektive für neue Zugänge zu Herrscherurkunden. Bei der Untersuchung der Formen und Funktionen des „Nachlebens“ von Urkunden und Fälschungen zeigten sich nicht nur die Vielfalt an Typen der kopialen Überlieferung, sondern auch deren Auswahlkriterien und damit Absichten und Strategien der Selbstrepräsentation von geistlichen Institutionen. In zahlreichen Vorträgen wurde deutlich, dass Konflikte für Überlieferung sorgen – Zäsuren in der Geschichte von Institutionen spiegeln sich also in Produktion und Reproduktion von Herrscherurkunden wider. Geistliche Archive erwiesen sich zudem als weniger hermetisch abgeschlossen als häufig angenommen. Im Gegenteil, es konnte durchaus zum Austausch von Archivalien zwischen verschiedenen Empfängern kommen. Deutlich wurden auch der Umbruch in der Dokumentationspraxis und der veränderte Stellenwert des Urkundenbeweises, den das 12. Jahrhundert mit sich brachte. In Bezug auf die äußeren Merkmale von Urkunden ist das Monogramm als relative Konstante zu sehen, denn es wurde viel häufiger als das Siegel in Abschriften wiedergegeben. Das Monogramm scheint also für das „Nachleben“ der Urkunden wichtiger gewesen zu sein als das Siegel.

In den Einzeldiskussionen der Beiträge und in der Abschlussdiskussion kam sehr deutlich zum Ausdruck, dass ein so stark bearbeitetes Themenfeld wie die Herrscherurkunden noch lange nicht erschöpfend behandelt ist. Im Rahmen dieser Konferenz mit Gewinn aufgeworfene Fragen betreffen etwa die Funktionen imitierender Abschriften, die Beziehungen zwischen Nachzeichnung, unvollzogenem Diplom, Pseudo-Original und Zweitausfertigung, die Problematik, ob älteres Recht gegenüber jüngerem Recht bevorzugt wurde sowie die Frage nach Erfolg und Misserfolg von Fälschungen. Gefordert wurde auch ein verstärkter Blick auf Siegelfälschungen. Die bislang vernachlässigte Erforschung der Beziehungen zwischen Originalen, Fälschungen, beglaubigten Abschriften und Kopialbüchern wurde mit der komparatistischen Untersuchung des Verhältnisses zwischen Original- und Kopialüberlieferung sowie der Nachwirkung von Originaldiplomen nördlich und südlich der Alpen im Rahmen dieser Tagung auf eine neue Basis gestellt. Die Beschäftigung mit dem „Sitz im Leben“ der Urkunde und ihren kulturhistorischen Implikationen wird in Zukunft sicher noch fruchtbringend weiterzuführen sein.

Konferenzübersicht

Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema
Wolfgang Huschner (Leipzig)
Nicolangelo D’Acunto (Mailand/ Brescia)

Sektion I: Originaldiplome, Fälschungen und beglaubigte/ inserierte Kopien
Nord- und Mittelitalien

François Bougard (Paris): I diplomi nei placiti italiani: originali, copie, falsi

Corinna Mezzetti (Ferrara): Tradizione per copie e transunti dei diplomi dell’abbazia di Pomposa (sec. XI)

Giacomo Vignodelli (Bologna): Prima di Leone. Originali e copie di diplomi regi e imperiali per la chiesa di Vercelli nel secolo X

Mauro Ronzani (Pisa): I diplomi di Enrico IV per destinatari pisani

Antonella Ghignoli (Rom): Fenomenologia della copia, trasmissione dell’originale e creazione del falso: vicende esemplari di testi nella tradizione di destinatari della Toscana orientale

Giovanni Isabella (Bologna), Diplomi ottoniani e placiti imperiali a Roma alla fine del X secolo (entfallen)

Antonio Ciaralli (Perugia): Documenti imperiali per Nonantola allo specchio delle loro falsificazioni (secc. IX-X)

Mittel- und Süddeutschland

Wolfgang Huschner (Leipzig): Hoch- und spätmittelalterliche Fälschungen und Kopien ottonischer und salischer Diplome für die bischöflichen Kirchen in Merseburg und Naumburg

Mark Mersiowsky (Stuttgart): Hoch- und spätmittelalterliche Kopien karolingischer Diplome für süd- und westdeutsche Empfänger

Sektion II: Originaldiplome, Fälschungen und Kopialbücher
Norditalien

Guido Cariboni (Mailand/ Brescia): Le copie dei diplomi regi e imperiali per il monastero dei SS. Leone e Marino di Pavia

Gianmarco Cossandi (Mailand/ Brescia/ Palazzolo sull’Oglio): La tradizione copiale e i falsi per S. Giulia di Brescia

Gianmarco De Angelis (Pavia): La tradizione in copia dei documenti regi e imperiali per la chiesa vescovile di Bergamo (secoli IX-XI)

Mittelitalien

Nicolangelo D’Acunto (Mailand/Brescia): La tradizione dei diplomi imperiali per l’abbazia di Sansepolcro nei secoli XIII-XVI

Simone Collavini/Paolo Tomei (Pisa): Beni fiscali e „scritturazione“. Nuove proposte sui contesti di rilascio e di falsificazione di D. OIII. 269 per il monastero di S. Ponziano di Lucca

Nord- und Süddeutschland

Thomas Vogtherr (Osnabrück): Die Fälschungen der Osnabrücker Herrscherurkunden – Anlass, Wirkung und weitere Verwendung im Mittelalter

Andrea Stieldorf (Bamberg): Die kopiale Überlieferung von Herrscherurkunden des 11. Jahrhunderts für Bamberger Empfänger

Öffentlicher Abendvortrag
Theo Kölzer (Bonn): Cui bono? Beobachtungen zur Wirksamkeit von Urkundenfälschungen

Mitteldeutschland

Andreas Klimm (Leipzig): Liudolf I – Ein Magdeburger Urkundenfälscher? Diplomatische Studien an Originalurkunden und Kopien

Mathias Kälble (Dresden): Original und Fälschung. Transsumpte ottonischer Herrscherurkunden für das Bistum Meißen

Francesco Roberg (Marburg): Original und Fälschung, Insert und Chartularabschrift in Hersfeld

Abschlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: Originale – Fälschungen – Kopien. Kaiser- und Königsurkunden für Empfänger in Deutschland und Italien (9.–11. Jahrhundert) und ihre Nachwirkungen im Hoch- und Spätmittelalter (bis ca. 1500), 04.06.2015 – 06.06.2015 Leipzig, in: H-Soz-Kult, 28.09.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6180>.
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Veröffentlicht am
28.09.2015
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