‚Rasse‘. Geschichte und Aktualität eines gefährlichen Konzepts

Ort
Dresden
Veranstalter
Deutsches Hygiene-Museum Dresden; Bundeszentrale für politische Bildung; Christian Geulen, Koblenz
Datum
08.10.2015 - 10.10.2015
Von
Verena Wirtz, Institut für Geschichte, Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz

Kein anderer Tagungsort in Deutschland hätte sich besser dazu geeignet, den ‚Rasse‘-Begriff zum Gegenstand der Frage nach seiner Geschichte und Aktualität zu machen als Dresden. Nicht nur liefert die Stadt als Zentrum der ‚Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes‘, kurz PEGIDA, ein paradigmatisches Beispiel für den Zusammenhang zwischen der Wirklichkeit und Wirksamkeit des ‚Rasse‘-Begriffes bei seiner gleichzeitigen Vermeidung. Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden (DHMD) verortet hier zudem regelmäßig seine eigene historische Rolle in der nationalsozialistischen Rassepolitik und -propaganda: Den „Rassewahn im Nationalsozialismus“ stellte das Museum bereits in der Vergangenheit aus. Nur vor dem Hintergrund dieser Selbsthistorisierung, die das DHMD in der deutschen Museumslandschaft einzigartig macht, konnte das gefährliche Konzept der ‚Rasse‘ so explizit zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung gemacht und 2018 auch – zum ersten Mal seit 1945 – zum Ort seiner Ausstellung werden.

Vom 8. bis 10. Oktober versammelten sich im Marta-Fraenkel-Saal des DHMD für drei Tage neben international renommierten Rassismus-Forscher/innen auch ein breites Dresdner Publikum, das vom PEGIDA-Anhänger über den ortsansässigen Zoologen bis zur Studentin und zur akademisch interessierten Lehrerin reichte. Für die hohe Beteiligung war die lokale Verstrickung ein wesentliches Motiv. KLAUS VOGEL, Direktor des DHMD, brachte in seiner Begrüßung diese mehr denn je spürbare Beunruhigung zum Ausdruck. Hob der Historiker CHRISTIAN GEULEN (Koblenz) im Vorwort seiner kürzlich erschienenen zweiten Auflage der „Geschichte des Rassismus“ noch abstrakt die aktuelle Virulenz von ‚Rasse‘ und Rassismus hervor, so nahm er jetzt als Mitorganisator der Tagung und wissenschaftlicher Leiter der zukünftigen Ausstellung in seiner Einführung die historisch-topographische Bedeutung Dresdens konkret zum Anlass, um die PEGIDA genealogisch zu verorten. Das Fallbeispiel vor Augen, verglich Geulen die in Anschlägen auf Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte zum Ausdruck kommende Form rassistischer Anfeindungspraxis mit dem wissenschaftlichen Rassismus des französischen Diplomaten und Hobbyanthropologen Arthur Gobineau. Schon hier, Mitte des 19. Jahrhunderts, habe sich der moderne Rassismus bedeutungsgeschichtlich als eine dynamische Entwicklungstheorie der Überfremdung herausgebildet. Was Gobineau das ‚primäre Rassengesetz‘ nannte, artikuliere sich auch in den neuen Protestformen, die für die Reinhaltung der eigenen Kultur kämpfen, ohne inhaltlich den Feind näher zu bestimmen. Der Islam sei hier, so Geulen, zur bloßen Chiffre für das Fremde, die Islamisierung zur Chiffre für Überfremdung überhaupt geworden.

Der erste Tagungsbeitrag des zweiten Panels zum Verhältnis von ‚Rasse‘ und Religion machte deutlich, warum es trotz seiner öffentlichen Tabuisierung umso wichtiger für die kritische Auseinandersetzung mit der „historischen Belastung“ des ‚Rasse‘-Begriffs ist, die Dinge beim Namen zu nennen, oder in Geulens Worten „jenen kritisch zu begegnen, die von Kultur, Bevölkerung, Heimat, Gesellschaft und Nation reden, aber Rasse meinen.“ Die Historikerin YASEMIN SHOOMAN (Berlin) konnte anhand der Rezitation einer Vielzahl von Briefen an den Zentralrat der Muslime in Deutschland und die Türkische Gemeinde eindrücklich belegen, wie sich in der Argumentationsstruktur der Briefe ein antimuslimischer Rassismus Bahn brach, ohne dass das Wort ‚Rasse’ hier je gefallen wäre. Dieses scheinbare Paradox brachten die Referenten im dritten Panel „Kultur und Gesellschaft“ auf die Formel eines „Rassismus ohne Rassen“: Der Soziologe WULF D. HUND (Hamburg) bezeichnete die Engführung in der Rassismuskritik auf das Konzept von „Rassen“ als „Rassenfalle“, durch das andere Formen diskriminierender Ausgrenzung unbeachtet blieben und zeigte dies anhand historischer Beispiele wie der Vertreibung der Juden während der Reconquista, die ohne ein genealogisches Rassedenken ausgekommen sei. Auch der Literaturwissenschaftler KLAUS MICHAEL BOGDAL (Bielefeld) versuchte am europäischen Konstrukt des 'Zigeuners', und sein Fachkollege MANFRED SCHNEIDER (Bochum) anhand der medialen Darstellung des wissenschaftlichen Rassismus in Fotos und Karikaturen, zu zeigen, dass der Rassismus sich nicht biologisch bestimme, sondern vor allem von sozialer und kultureller Ungleichheit besetzt sei. Diese Definition brachte wiederum Hund zu der in der Diskussion heiß umstrittenen Behauptung, Kant sei der erste moderne Rassist gewesen.

Erübrigt hätte sich diese streitbare Auslegung von Kants vor- und nachkritischen Texten zum ‚Rasse‘-Denken, hätten die Referenten Shoomans eindrücklichen Quellenbeispielen gelauscht, Geulens einführende Bemerkung zur Kritik des Rassismus oder STEFAN KÜHLS (Bielefeld) soziologische wie historische Analyse verschiedener Formen des wissenschaftlichen Rassismus ernst genommen. Die Kritik am ‚Rasse‘-Begriff ließe sich, so Geulen, natürlich nicht durch die obsolete Frage nach dem Wahrheitsgehalt von biologischen ‚Rassen‘ klären, sondern durch die Analyse seiner ihm inhärenten formalen Ideologie. Shooman hatte zudem das Muster rassistischen Denkens in seiner Unabhängigkeit von jeglicher biologischen Semantik oder wissenschaftlichen Beweisführung herausgearbeitet: Muslime waren aus der Sicht der sich als wahre Deutsche verstehenden Briefeschreiber eine fremde, nichtmenschliche, zu beseitigende homogene Gruppe. Ihre Diffamierung und Diskriminierung wurde antithetisch konzipiert und durch die Inszenierung der eigenen Überlegenheit legitimiert. Die Argumentationsstruktur des antimuslimischen Rassismus hätte dabei genauso gut durch die eines Antisemitismus ersetzt werden können, wie WOLFGANG BENZ (Berlin) trotz aller historischen Differenzierungen zwischen den heute gleichzeitig existierenden Formen des Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus nach seinem Beitrag in der Diskussion zugab. Im Gegensatz zu PASCAL GROSSE (Berlin), der stets die historische Heterogenität und Hybridität des ‚Rasse‘-Diskurses und die Inkompatibilität seiner Erforschung auf internationaler Ebene betonte, brachte KÜHL die strukturellen Gemeinsamkeiten verschiedener Rassismen auf den analytisch sinnvollen Begriff der „Konsensfiktion“. Diese „Normalbeschreibung“ hatte auch schon die Chefideologen des NS trotz aller Differenzen geeinigt und sie zu einer gemeinsamen rassistischen Praxis angeleitet. Nach 1945 habe sich dann, so Kühl, die politische Programmatik und Umsetzung dieser Fiktion von den wissenschaftlichen ‚Rasse‘-Forschungen abgekoppelt.

Wie sehr die Methoden jener früheren „Rasse“-Forschung bis heute in populations- und humangenetischen Forschungen fortexistieren, belegte VERONIKA LIPPHARDT (Freiburg / Berlin) eindrucksvoll. In den USA spreche man in diesem Zusammenhang sogar von einer „re-emergence of race“ – für die Historikerin zwar kein Rassismus im klassischen Sinne, aber ein biologischer Determinismus, der je nach politischem Umschwung genauso gefährlich sei, nutze man dessen genetische Datenerhebungen zum Beispiel beim sogenannten „Ancestry Testing“ wieder als Machtmittel zur Herrschaftsausübung. Von ‚Rassismus‘ wollten auch weder EGBERT KLAUTKE in seiner Herkunftsanalyse der nach einer harmonischen Einheit strebenden Völkerpsychologie noch NICOLAS BERG in seinem Beitrag zur Implementierung einer Volkscharakterologie des Jüdischen in ökonomische Theoriebildungen reden, wie man sie etwa in Werner Sombarts „Die Juden und das Wirtschaftsleben“ findet. Dieses Ausschluss- beziehungsweise Abgrenzungsverfahren führte in der Diskussion mehrfach zu der Frage, was die Ermöglichungsbedingungen des Nationalsozialismus und die Strukturmerkmale des ‚Rasse‘-Denkens seien. Dabei ging es den Kritikern nicht darum, eine ahistorische Definition von ‚Rasse‘ zu erstellen oder den ersten Rassisten in der Geschichte auszumachen, sondern den historischen Umschlagspunkt zwischen Theorie und Praxis sowie die Entwicklung und den Zusammenhang von Wissensgenerierung, -transfer und -anwendung genauer in den Blick zu nehmen.

Vor einer semantischen Verflüssigung, die statt von Rassismus lieber von Diskriminierung sprechen wollte, warnte in diesem Zusammenhang auch JAKOB TANNER (Zürich), als es im fünften Panel um die politische Utilität und globale Ubiquität von ‚Rasse‘-Konzepten ging. Der Schweizer Historiker schloss sich in seiner historischen Interpretation von Hermann Rauschnings ‚Gesprächen mit Hitler‘ Kühls Begriff der „Konsensfiktion“ an und betonte darüber hinaus, wie wichtig die Fiktionalität für das Verständnis und wie fruchtbar fiktionale Quellen zur Analyse des ‚Rasse‘-Begriffs als politischer Ordnungsbegriff im Nationalsozialismus seien. Dass es sich hierbei nicht nur um eine dem Nationalsozialismus eigene, sondern um eine global vernetzte Integrationsideologie handelte, nach der die Welt auch jenseits des Westens völlig neu geordnet werden sollte, machte FRANK DIKÖTTER (Hongkong) in seinem Beitrag „How and Why did the Notion of Race become Global?“ deutlich. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, so der Historiker und Sinologe, habe sich die politische Gleichheitsphilosophie erst durch die Idee von der rassischen Ungleichheit zwischen und unter den Völkern legitimieren können und seit Anfang des 20. Jahrhunderts auch praktizieren lassen – denkt man an die Formen und Folgen des Ersten Japanisch-Chinesischen Kriegs oder die ersten Völkermorde in den afrikanischen Kolonien. Dieser durch die naturalistische Wissenschaftssprache legitimierte Gestaltungs- und Zerstörungswahn verbreitete sich global in einem Ausmaß, das es derzeit unmöglich mache, auf das baldige Verschwinden von Rassentheorien zu hoffen. Dikötter schloss sich mit dieser Prognose der pessimistischen Haltung Lipphardts an.

Wie der ein oder andere Leser bemerkt haben wird, ging es in den heftigen Diskussionen über die konzeptionelle und semantische Analyse des ‚Rasse‘-Begriffs äußerst selten um den eigentlichen Anspruch der Organisator/innen: nämlich die Tagung als wissenschaftliche Vorbereitung auf die Ausstellung 2018 aus Anlass des 80. Jahrestags der Novemberpogrome zu konzipieren. Die Leiterin der Wissenschaftsabteilung, SUSANNE ILLMER (Dresden), versuchte zwar durch ihre Programmgestaltung eine Brücke zwischen Höhenkamm, wissenschaftlicher Vermittlung und nichtakademischen Zugangsweisen zum Thema zu schlagen, indem sie etwa die Schauspielerin und Regisseurin MO ASUMANG (Berlin) dazu einlud, ihren preisgekrönten Dokumentarfilm „Die Arier“ (2014) mit dem Podium zu diskutieren. Doch so begeistert das Dresdner 'Bildungsbürgertum' von der mutigen Zugangsweise Asumangs war, die dazu aufforderte, auf die Straße zu gehen und sich aktiv gegen den Alltagsrassismus zur Wehr zu setzten, so kleinlaut wurde die akademische Riege an diesem Abend. Schnell entzweite sich das Publikum in akademische Ausschweifungen einerseits und populäre bis populistische Abschweifungen andererseits.

Trotz aller Bemühungen blieb die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis bis zum Ende der Tagung bestehen. Obwohl Geulen die Frage nach der Ausstellbarkeit von ‚Rasse‘ vorab ins Zentrum seines Tagungskonzepts gerückt hatte, glänzten nur noch wenige der Referenten und Referentinnen im siebten Panel durch ihre Anwesenheit, als es um die Schwierigkeit, aber Notwendigkeit dieser Fragestellung ging. Hund hatte zwar in seinem Beitrag das Konzept aufgenommen und einen virtuellen Ausstellungsraum entworfen, der von den Museumsbesuchern durch die Imitation von Willy Brandts Kniefall betreten werden sollte. Jedoch fragte sich die Kuratorin der Ausstellung, SUSANNE WERNSING (Berlin), zurecht, ob sich dieser zwanghaft moralische Zugang für eine erste Begegnung mit dem Thema eigne. Sichtlich erleichtert, dass offenbar auch die Wissenschaftler/innen des Rätsels Lösung nicht parat haben, griff sie in ihrem Vortrag den ersten Satz aus Geulens „Geschichte des Rassismus“ auf, um die dem Rassismus inhärente Übertreibung als subversive Ausstellungsstrategie nutzbar zu machen. Übertreibung und Nachahmung, Parodie und Zuspitzung, so Wernsing, seien geeignete Mittel, um Ambivalenzen und Diversitäten sichtbar zu machen und die Besucher als Akteure ernst zu nehmen. Tanner stimmte letzterem Argument insoweit zu, als er nach mancherlei Warnung im Publikum vor der Affirmationsfalle klar machte, dass man den Betrachtern eine reflexive und eigenständige Auseinandersetzung mit dem Thema zutrauen müsse.

Ob es hingegen eine gute Idee ist, Feuer mit Feuer zu bekämpfen, das sei eine andere Frage, bemerkte PETRA LUTZ (Berlin). Die Historikerin und Kuratorin plädierte für eine klare Entscheidung, die sich nach dem Ziel der Ausstellung zu richten habe: Entweder man macht die historische Rolle des Museums selbst zum Thema – die Exponate der NS-Ausstellungen befinden sich noch alle im Depot des Hygiene-Museums – und konzipiert eine kulturhistorische Ausstellung, die ‚Rasse‘ historisierend als wissenschaftliches Konzept und kulturelle Praxis ausstellt; oder man kommt der Erwartungshaltung der Öffentlichkeit entgegen und entschließt sich für die politisch-aufklärerische Variante mit dem klaren Ziel, antirassistisch wirksam zu werden. Gegen die Ausstellungsphilosophie eines Entweder-Oder stellten sich so manche aus dem Plenum. PETER ZORN (Bonn), Referent der Bundeszentrale für politische Bildung, machte deutlich, dass jedwede ‚Rasse‘-Ausstellung politischen Charakter habe. Allerdings, so Wernsing, könne es hierbei nicht darum gehen, die Besucher mit einer spezifischen politischen Einstellung oder gar Parteigläubigkeit zu entlassen, was ohnehin naiv sei. Schlussendlich kam man überein, die erste von Lutz vorgestellte Variante zu bevorzugen und eine Art Metaausstellung in Betracht zu ziehen, die die Ausstellbarkeit von ‚Rasse‘ selbst ausstellt, das heißt global wie historisch divergente Zugangsweisen zum Thema multiperspektivisch inszeniert. „Good Luck!“, wünschte Dikötter dabei den Kuratorinnen, und wies zum Abschied darauf hin, dass der Rassismus nicht nur überall, sondern potenziell auch in jedem von uns angelegt sei.

Weitere Diskussionen um die Ausstellung 2018 sind sicherlich zu erwarten. Doch eines ist auf dieser Tagung trotz aller Differenzen klar geworden: Die aktuelle Virulenz von rassistischen Praktiken und Ausgrenzungsideologien auf der ganzen Welt muss nicht nur weiter erforscht, sondern auch für die breite Öffentlichkeit zu einem erfahrbaren Thema gemacht werden, mit dem sich jeder – auch jenseits des Höhenkamms – auseinandersetzen kann. Wir dürfen auf die Ausstellung gespannt sein.

Konferenzübersicht:

BEGRÜSSUNG UND EINFÜHRUNG
Klaus Vogel, Deutsches Hygiene-Museum (Dresden)
Christian Geulen, Universität Koblenz-Landau (Koblenz)

PANEL 1: WISSENSCHAFT UND TECHNIK
Stefan Kühl (Bielefeld), Formen wissenschaftlichen Rassismus
Pascal Grosse (Berlin), Paradoxien in der Rasse(n)Forschung seit dem 18. Jahrhundert

PANEL 2: GLAUBEN UND RELIGION
Yasemin Shooman (Berlin), Antimuslimischer Rassismus im Kontext der Migrationsgesellschaft
Wolfgang Benz: Antijudaismus, Antisemitismus, Antizionismus. Zur Aktualität tradierter Ressentiments
Podiumsdiskussion mit Mo Asumang über ihren Dokumentarfilm „Die Arier“ (2014)
Moderation: Christian Geulen (Koblenz)

PANEL 3: KULTUR UND GESELLSCHAFT
Wulf D. Hund (Hamburg), W.E.B. Du Bois vor den Ruinen des Warschauer Ghettos. Anmerkungen zum Verhältnis von »Rasse« und »Rassismus«
Klaus Michael Bogdal (Bielefeld), Europa erfindet die Zigeuner
Manfred Schneider (Bochum), Rassismus und Medien

PANEL 4: BILDUNG UND ERZIEHUNG
Veronika Lipphardt (Berlin), Der Blick durchs Raster: Rassen oder menschliche Vielfalt?

PANEL 5: HERRSCHAFT UND POLITIK
Jakob Tanner (Zürich), Hermann Rauschnings »Gespräche mit Hitler«. Die Fiktion von »Rasse« und ihre Instrumentalisierung als politischer Ordnungsbegriff
Frank Dikötter (Hongkong), How and Why did the Notion of Race become Global?

PANEL 6: GEOGRAPHIE, GESCHICHTE UND ÖKONOMIE
Egbert Klautke (London), Volksgeist, Rassenseele, Nationalcharakter? Rasse und Völkerpsychologie in Deutschland
Nicolas Berg (Leipzig), Die Anti-Soziologen: Volkscharakterologie im Diskurs der Nationalökonomie um 1900

PANEL 7: WIE LÄSST SICH »RASSE« AUSSTELLEN?
Petra Lutz (Dresden), Wie lässt sich ‚Rasse‘ ausstellen? Möglichkeiten und Schwierigkeiten
Susanne Wernsing (Berlin), Rassekonzept – Identität und Differenz. Wie subversiv wirken Nachahmung und Übertreibung?
Moderation: Susanne Illmer (Dresden) und Christian Geulen (Koblenz)

Zitation
Tagungsbericht: ‚Rasse‘. Geschichte und Aktualität eines gefährlichen Konzepts, 08.10.2015 – 10.10.2015 Dresden, in: H-Soz-Kult, 27.11.2015, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6265>.
Redaktion
Veröffentlicht am
27.11.2015
Beiträger
Klassifikation
Region(en)
Weitere Informationen
Sprache Beitrag
Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung