Kultur: Interdisziplinäre Zugänge

Ort
Hagen
Veranstalter
Fachbereiche Soziologie, Philosophie und Arbeitsbereich Kulturwissenschaften, FernUniversität in Hagen, Distance and Independent Studies Center der TU Kaiserslautern
Datum
22.09.2015 - 24.09.2015
Von
Franka Schäfer, Lehrgebiet Soziologie I: Allgemeine Soziologie und Soziologische Theorie, FernUniversität in Hagen

Die Veranstaltung stellte interdisziplinäre Begriffe von Kultur so zur Diskussion, dass die Reichweite ebenso wie ihre Grenzen erkennbar wurden und brachte die spezifischen Kompetenzen von Kultursoziologie, Kulturmanagement, Kulturphilosophie und Kunst- und Medienkommunikation zusammen.

Der Abendvortrag von ANDREAS RECKWITZ (Frankfurt an der Oder) eröffnete ein gesellschaftskulturelles Panorama, in dem er die Verdrängung des Allgemeinen durch das Singuläre in verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereichen sichtbar machte und eine zeitdiagnostische Charakterisierung der Gegenwartsgesellschaft durch das Prinzip der Kulturalisierung einführte. Reckwitz skizzierte empirische Hinweise auf eine Transformation der Orientierungsprinzipien von der Rationalisierung und Verallgemeinerung zum Kampf der Singularitäten um Aufmerksamkeit auf verschiedenen Sichtbarkeitsmärkten. Diese Hinweise setzte er in Kontrast zur klassischen Moderne und entwickelte kontrastiv verschiedene Charakteristika von Singularitäten. Kultur als Praxisformen des Singulären zeichneten sich erstens nicht mehr nur durch graduelle Unterschiede aus, sondern zweitens durch eine qualitative Andersartigkeit im Bereich der Objekte, Orte, Menschen und Kollektive. Drittens haben Singularitäten einen ästhetischen, hermeneutischen, narrativen oder expressiven Eigenwert und einen Selbstzweck aus eigenem Recht. Sie sind viertens eng mit Affektivitäten verbunden. Als fünftes Merkmal unterschied Reckwitz zwischen nicht intendierten und fabrizierten Singularitäten.

Im kultursoziologischen Panel von FRANKA SCHAEFER (Hagen) rückten die populären Formen von Kultur als Praxis in den Vordergrund. FRANK HILLEBRANDT (Hagen) verwies auf die machtvolle Genese des soziologischen Kulturbegriffs. Er stellte dar, welches schwierige Erbe der philosophische Kulturbegriff für die Soziologie mit sich bringt. Für die Neuzeit erläuterte Hillebrandt den Kulturbegriff des aufstrebenden Bürgertums, wie er in der Aufklärungsphilosophie von Kant verwendet wird. Der bewusstseinsphilosophische Begriff von Kultur bliebe in der europäischen Denkgeschichte lange wirkmächtig, im Gegensatz zu Staat, Natur, Gesellschaft oder Zivilisation, was Hillebrandt an der frühen deutschen Soziologie Simmels aufzeigte. Bei Weber wird der Kulturbegriff, wie Hillebrandt anmerkte, beinahe inflationär verwendet und zum zentralen Begriff der verstehenden Soziologie. Mit dem cultural turn und dem Begriff der Populärkultur spannte Hillebrandt den Bogen weiter und stellte heraus, wie es der Soziologie gelingen konnte, dieses Erbe mit Hilfe der Soziologie der Praxis von Bourdieu und der Kritik der Cultural Studies abzuschütteln. Damit sei es möglich, die populäre Kultur des gewöhnlichen Lebens wie z.B. die subversiven Formen populärer Musikkultur in den Blick zu nehmen, um das vielfältige Zusammenwirken der Dimensionen der Praxisformation des Rock und Pop in der Genese herauszuarbeiten und anhand konkreter Konstitutionsereignisse das Spannungsverhältnis zwischen strukturbildender Wirkung und ständiger Neuformierung zu analysieren.

THOMAS ALKEMEYER und VELTEN SCHÄFER (Oldenburg) vertraten aus der Perspektive einer Genealogie der Gegenwart und Subjektivierungsforschung die These der Popwerdung des Sportsubjekts. Mit Hilfe Foucaults Konzept der Genealogie identifizierten die Oldenburger Wissenschaftler spezifische Dimensionen und Elemente sozialer Praktiken, die den Bruch im Skateboard Sport von einer konventionellen zu einer subversiven subkulturellen Praxis einläuten und ordnen dies in den Übergang von der organisierten Moderne in die Postmoderne ein. In Anlehnung an die Unterscheidung von E- und U-Musik bebilderte der Beitrag den periodischen Vollzug der Praxis des Skateboardens zwischen Hochsport und populären Formen des U-Sports. Mit den 1980er-Jahren erhielt das Skateboarden eine teleoaffektive Struktur und verkörperte einen gemeinschaftlichen Stil popkulturellen Spirits. Die genealogische Rekonstruktion erfolgte anhand der Elemente: Materialität, Kompetenzen und Bedeutungen. Die analytische Kategorie der Praktiken lieferte die aktive Integration von Kompetenzen, Materialien und Bedeutungen und ermöglicht eine Analyse der Verschiebung ihrer Dynamik.

CHRISTOFER JOST (Freiburg) kontrastierte mit ‚Erfahrungen am eigenen Leib‘ seinen wissenschaftlichen Blick auf Popmusik und machte seine These vom Bodyrock als körperliche Angelegenheit von Populärkultur stark. Musik fasste er als Erleben von Körper, positive Erregung und ästhetisches Erleben. Die Verbindung von Körperinszenierung mit Körpererfahrung als kulturelle Produktion ist dabei laut Jost auf die Verfasstheit von Körpern zurückzuführen. Er verwies auf populäre Musik als milieuübergreifendes Phänomen und zeichnete den kulturellen Umwälzungsprozess von dessen Verpöntheit bis zu Verwissenschaftlichung der Popmusik nach. So würden musikalische Ideen im Leiblichen in der Einheit mit dem körperlichen Ausdruck resonieren, weshalb Jost embodyment als Verschränkung von Leib und Körper in der Entäußerung des musikalischen Ausdrucks untersuchte. Im Anschluss an die drei Beiträge stellte die Diskussion einen starken Konsens bezüglich der Notwendigkeit und Berechtigung eines praxissoziologisch genealogischen Kulturbegriffs her.

Am Nachmittag stellten Vertreterinnen des Kulturmanagements Möglichkeiten und Grenzen der Steuerung von Kulturförderung dem kultursoziologischen Verständnis entgegen. Eingangs skizzierte THOMAS HEINZE (Hagen/Kaiserslautern) in einem einführenden Statement den theoretischen Hintergrund des Kulturmanagements. ARMIN KLEIN (Ludwigsburg), gab einen kritischen Rückblick auf 25 Jahre Praxis des Kulturbetriebs. Er skizzierte die Ausgangslage des deutschen Kulturbetriebs, der noch von den organisatorischen Prinzipien eines entweder oder geprägt war hin zur heutigen Praxis des sowohl als auch. Mit der Akademisierung des Kulturmanagements diagnostizierte er gleichzeitig ein Defizit im Transfer in die Praxis der Kulturförderung. Die Diskrepanz zwischen Theorien und Praxis zeigte er anhand des Stufenmodells von Minzberg auf. Er resümierte seinen Vortrag mit einem Abgesang auf die ressourcenorientierten Dinosaurier des Kulturbetriebs und schloss mit Zukunftsweisen eines unternehmerischen und selbstreflektierten Kulturmanagements.

ROLF ARNOLD (Kaiserslautern) konzentrierte sich auf interkulturelle Kommunikation und Handlungskompetenzen in der Konfrontation mit anderen Kulturen. Dabei schöpfte er aus empirischen Forschungen zur internationalen Entwicklungszusammenarbeit und stellte Möglichkeiten und Grenzen der Vorbereitung auf den Umgang mit anderen Kulturen zur Diskussion. Ansatzpunkte zu einer Veränderung von institutionellen Prozessen der interkulturellen Kommunikation sieht Arnold darin, die „Macht der Gewissheiten“ aufzubrechen und die Plausibilität von Deutungs- und Emotionsmustern anzugehen. Arnold schlägt die Lösungsstrategie des wertschätzenden Vergleichs vor. Vor allem über die von Arnold aufgeworfene Frage über den Sinn und Zweck von Versuchen der Vorbereitung auf interkulturelle Kommunikation wurde in der Diskussion angeregt diskutiert.

BIRGIT MANDEL (Hildesheim) gab Einblicke in zentrale Transformationsprozesse deutscher Kulturbetriebe. Verantwortlich für den Wandel von Effizienz Steigerung durch Organisationen öffentlicher Kunstbetriebe hin zu Moderation und Gestaltung interkultureller Kontexte, sah sie vor allem veränderte Ansprüche des Kultursektors innerhalb der Gesellschaft. Sie formulierte ein Plädoyer für die Zentralität künstlerischer Bildung in der Ausbildung von Manager/innen von Kultur. Nach der Geburt des „Cultural Entrepreneurship“ in den 2000ern und der „Entdeckung des Kulturpublikums“ 2010 brauche ein Kultursektor zwischen Bayreuth und Disneyland Kulturinstitutionen, die nicht vor Audiencedevelopement, Changemanagement und veränderter Personal- und Führungsrekrutierung zurückschrecken.

Eine ähnliche Stoßrichtung verfolgte auch ANDREA HAUSMANN (Frankfurt an der Oder) und fokussierte auf erfolgreiches Personalmanagement in Kulturbetrieben. In Würdigung des interdisziplinären Plenums leistete sie eingangs Klarheit schaffende Begriffsarbeit und fragte: Wer ist der Mitarbeitende? Die Heterogenität der Mitarbeitenden auf der einen, Immaterialität der Leistungen, Asymmetrie der Einstellungs- und Bewerbungssituation und der demographische Wandel auf dem Arbeitsmarkt auf der anderen Seite, bilden die Rahmenbedingungen des Personalmanagements und eröffnen einen gesteigerten Anforderungscharakter. Mit einem Ausblick auf Forschungen zu „Employer Branding“, „Generation Y“ sowie weiblichen Führungskräften formulierte sie ein Postulat der Forschungsvielfalt zur weiteren Professionalisierung des Kulturbetriebs.

Das Panel der Kulturphilosophie in der Verantwortung von HUBERTUS BUSCHE (Hagen) stellte gleich zu Beginn des dritten Tages heraus, dass die Kulturphilosophie zahlreiche Begriffe von Kultur kennt. Zur Eröffnung nahm er die Missverständnisse, die der Kulturbegriff in der Denkgeschichte heraufbeschworen hatte, zum Anlass, dessen changierende Bedeutungen zu ordnen und differenzierte wichtige Grundbegriffe von Kultur in einem Koordinatensystem der Kultur. Die erste Position bildet die Kultur, die man betreibt, als eine Kultivierung von etwas. Eine zweite Grundbedeutung fasst Kultur, die man hat, als Ergebnis von Kultur 1, die man betreibt. Mit T.S. Elliot argumentiert Busche, dass diese Kultur 2 ein Phantasma bleiben muss und skizziert den historischen Kulturbegriff auf der dritten Position als die Kultur, die man lebt. Nun schließen sich vielfältige additive, systemische, organizistische und organische Definitionen dieser Position an. Mit dem Übergang ins 20. Jahrhundert vervollständigt sich Busches Koordinatensystem der Kultur und grenzt den Kulturbegriff auf den Bereich mit höherer Würde ausgestatteter Teilsphären von Kultur ein.

Auch der Vortrag von ERNST WOLFGANG ORTH (Trier) skizzierte zunächst einige Grundstrukturen des Befundes ‚Kultur‘ und diskutierte die Konzepte Peter Sloterdijks, Michael Tomasellos sowie Georg Simmels unter dem Aspekt des prekären Charakters von Kultur als Erbschaft. Er hält argumentativ daran fest, dass die Kultur nicht nur Erbe ist, sondern in einer Art Doppelcharakter auch Erbe hat. Vererbung wird somit in seinem Verständnis zum konstitutiven Moment der Kultur. Erst das Erbe und die Vererbung in Kultur stabilisiert Lebensarten bzw. Sinn über die Zeit. Orth erläutert das am Beispiel der Kulturtechnik des Lesens und der Notwendigkeit des auf Dauer Stellens von Rezensionen.

Im dritten Vortrag wagte YVONNE FÖRSTER-BEUTHAN (Dresden) den phänomenologischen Grenzgang zwischen Kunst und Kultur am Beispiel von Haut Culture Mode und fragte danach, welche Anteile künstlerischer Darstellungsformen sich in den Präsentationsformen von Mode finden lassen. Hierfür definiert sie einen ästhetischen Kulturbegriff. Was verbindet Mode mit Kunst, wann wird sie zu Kunst und weist sie dann bereits philosophische Elemente auf? Potentiale sieht Förster-Beuthan in der Verschränkung zwischen Rationalität und Ästhetik. In einem ersten Argumentationsschritt fasst sie Mode als Form kulturellen Ausdrucks des Körpers, der Zeit und des Raumes, um daraufhin die künstlerische Ausdrucksform sui generis an konkreten Beispielen zu demonstrieren. Mode ist stets das Spielen mit körperlichen Erfahrungen und avanciert zum interdisziplinären Projekt aus Wissenschaft und Kunst: weil Mode in Verbindung mit dem Körper eine Spannung zwischen Ratio und Soma herzustellen vermag und mit diesem Weltverhältnis den Ort stellt, an dem sich im freien Spiel von Körper, Raum, Zeit, Philosophie, Kunst, Kultur, Design und Utopie treffen.

GUNNAR SCHUMANN (Hagen) schließlich fokussierte ein gänzlich anderes Problemfeld: das des transkulturellen Verstehens. Schumann griff Transkulturalität wie bereits Armin Klein auf und problematisierte die Möglichkeiten und Grenzen der Übersetzung von Kulturen in Sprache. Diese Problemstellung gipfelte schnell in der Frage: Gibt es eine gemeinsame Sprache des Denkens oder lediglich unüberwindliche Grenzen der Übersetzung? Als Gewährsmann nahm sich Schumann Humboldt und eröffnet eine im Anschluss kontrovers diskutierte Lesart dessen Verständnis von Sprache als Weltsicht. Mit Peter Hacker kommt er zu dem Schluss, dass es keine öffentliche wie ebenso keine private Sprache geben kann und in Prozessen interkultureller Kommunikation kein Übersetzungsproblem herrsche, sondern ein Verstehen über die Lebensformen vollzogen wird.

Den Abschluss der Tagung bildete ein Ausflug in die Kunst- und Medienkommunikation unter der Leitung von KLAUS-OVE KAHRMANN (Bielefeld). STEFAN LÜDDEMANN (Osnabrück) hatte sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, mit seinem Beitrag nicht weniger als der Zukunft einen anderen Sinn zu verleihen. Er stellte seine Vorstellungen von Kunstkommunikation als Kunst der Verschaltung verschiedener Instanzen zur Diskussion, wonach Kunst Akteure, Diskurse, Praktiken und Artefakte miteinander verschaltet und einen komplexen kulturellen Konnex hervor bringt, der Integrationspotential verspricht. Kulturelle Bedeutungen verschränken thematische Kerne aus Diskursen, Körpern und Objekten und machen Kultur als Wirklichkeit in der Verkettung von Praktiken klar. So entstehen Bezugssysteme als Dispositive eigener Dynamik. Kunst ist damit ein Aushandlungsgefüge, das temporäre Zustände fluider Sozialität, die Arbeit an kultureller Bedeutung ermöglichen, hervorbringt und nächste Gesellschaften mit Optionalitätscharakter schafft.

KLAUS-OVE KAHRMANN (Bielefeld) plädiert für die Wiederbelebung ästhetischer Wahrnehmung durch die Kunst- und Medienkommunikation. Mit Rekurs auf Robert Jungks Prämisse „Die Krise unserer Zeit sei eine Krise der Wahrnehmung“ verweist er auf aktuelle Beispiele, die vor allem als Störungen der Wahrnehmung zur Krise werden. Die Schulung von Wahrnehmungsprozessen so Kahrmann kann mit Hilfe einer Art ‚deskriptiver Gemächlichkeit‘, durch die Verschränkung von naturwissenschaftlicher und künstlerischer Arbeit und die Beantwortung ästhetischer Fragen im individuellen und gesellschaftlichen Kontext verbessert werden.

Eine ähnliche Stoßrichtung hatte auch der Vortrag von ANDREAS WENDT (Leipzig), der empirische Einblicke in die Medienpädagogik und Forschungen zur Medienkommunikation gab. Sehr anschaulich ließ Wendt das Publikum daran teilhaben, vor welchen Herausforderungen Medienkommunikation im Sinne von ‚Informieren und Präsentieren’ im gegenwärtigen Zeitalter des Digitalen steht. In Ergänzung stellte er verschiedene Theorien und Strategien der Kunstpädagogik vor, mit Hilfe derer daran gearbeitet wird, ästhetische Wahrnehmung zu schulen. Dies vollzog er an Beispielen kunstpädagogischer Projekte, wie dem 2015 durchgeführten Fundstücke-Projekt, welches erstmalig in Kooperation des Instituts für Kunstpädagogik mit dem Leibniz Gymnasium Leipzig durchgeführt wurde.

JOSEPH GARNCARZ (Köln) berichtete über ein Projekt in der Medienkommunikationsforschung, welches sich mit den Filmpräferenzen der Deutschen im Dritten Reich beschäftigt. Hierbei stellte Garncarz als erste These heraus, komme der Mund-zu-Mund-Propaganda eine zentrale Rolle zu. Zum anderen stellte er eine provokante Antithese zur herkömmlichen Forschungen in den Raum, wonach Hollywood bereits seit 1920 in Europa über die Maße erfolgreich war. Garncarz kontrastierte acht europäische Länder und ging mit der anerkannten These, dass das Publikum ein leicht zu steuerndes Objekt gewesen sei, in die Kritik. Er schloss mit dem Ausblick, wonach die Filmpräferenzen des Kinopublikums im Dritten Reich deutlich heterogener und dynamischer waren, als angenommen.

Resümierend fassten die Veranstaltenden am Ende des dritten Tages die Auseinandersetzungen mit Kultur im engeren und weiteren Sinne zusammen und rundeten die Veranstaltung mit gegenseitigen Einsichten und Ausblicken auf die Notwendigkeit interdisziplinärer Diskussionen des Kulturbegriffs ab.

Konferenzübersicht:

Tagungseröffnung
Grußworte des Rektors der FernUniversität Helmut Hoyer

Eröffnungsvortrag
Moderation: Frank Hillebrandt (Hagen)

Andreas Reckwitz (Frankfurt an der Oder): Die Kulturalisierung der Gesellschaft

Kultursoziologie/Populärkulturforschung
Moderation: Franka Schäfer (Hagen)

Frank Hillebrandt (Hagen): Kultursoziologie des Populären – Rock und Pop als Praxis
Thomas Alkemeyer / Velten Schäfer (Oldenburg): Die Genealogie des Skateboardings und die Pop-Werdung des Sportsubjekts
Christofer Jost (Freiburg): Bodyrock. Popmusik und Verkörperung

Management von Kultur- und Non-Profit-Organisationen
Moderation: Thomas Heinze (Hagen/Kaiserslautern)

Armin Klein (Ludwigsburg): Ihr gehört doch alle ins Museum" - (Selbst)- Kritischer Rückblick auf 25 Jahre Kulturmanagement in Deutschland
Rolf Arnold (Kaiserslautern): Wertschätzender Vergleich. Stufe für Stufe interkulturell Diversitätskompetenz entwickeln
Birgit Mandel (Hildesheim): Entwicklung und Neudefinition des Kulturmanagements in den deutschsprachigen Ländern: Vom effizienzorientierten Rationalisierer zum Moderator und Gestalter eines kulturell diversen Kulturlebens
Andrea Hausmann (Frankfurt an der Oder): Erfolgreiches Personalmanagement in Kulturbetrieben: Herausforderungen und Perspektiven für das Kulturmanagement

Kulturphilosophie
Moderation: Hubertus Busche (Hagen)

Hubertus Busche (Hagen): Historische Grundbedeutungen von Kultur – welchen Begriff von Kultur brauchen wir?
Ernst Wolfgang Orth (Trier): Kultur – eine prekäre Erbschaft
Yvonne Förster-Beuthan (Lüneburg): Mode zwischen Kultur und Kunst - Ein Grenzgang.
Gunnar Schumann (Hagen): Transkulturalität und das Übersetzungsproblem. Gibt es eine gemeinsame Sprache des Denkens oder unüberwindliche Grenzen der Übersetzung?

Kunst- und Medienkommunikation
Moderation: Klaus-Ove Kahrmann

Stefan Lüddemann (Osnabrück): Kunstkommunikationen. Bedeutungsproduktion für nächste Gesellschaften.
Klaus-Ove Kahrmann (Bielefeld): Robert Jungks Prämisse ‚Die Krise unserer Zeit ist eine Krise der Wahrnehmung‘ aus heutiger Sicht
Joseph Garncarz (Köln): Begeisterte Zuschauer: Über die Filmpräferenzen der Deutschen im Dritten Reich.
Andreas Wendt (Leipzig: Informieren und Präsentieren‘ - Grafiken und andere Präsentationsformen im digitalen Zeitalter.

Abschlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: Kultur: Interdisziplinäre Zugänge, 22.09.2015 – 24.09.2015 Hagen, in: H-Soz-Kult, 19.01.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6349>.
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Veröffentlicht am
19.01.2016
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