Grenzraum als Erfahrungsraum. Der Erste Weltkrieg in der Pfalz und den Nachbarregionen Baden – Saar – Elsass – Lothringen

Ort
Pirmasens
Veranstalter
Historischer Verein der Pfalz; Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde
Datum
25.09.2015 - 26.09.2015
Von
Verena Schmehl, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Vom 25. bis 26. September 2015 fand in Pirmasens die wissenschaftliche Jahrestagung des Historischen Vereins der Pfalz in Kooperation mit dem Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern, statt, die sich dem Thema „Grenzraum als Erfahrungsraum. Der Erste Weltkrieg in der Pfalz und den Nachbarregionen Baden – Saar – Elsass – Lothringen“ widmete. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Historischen Vereins der Pfalz, WERNER SCHINELLER, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Pirmasens, BERNHARD MATHEIS, eröffneten PIA NORDBLOM (Mainz) und WALTER RUMMEL (Speyer) die Veranstaltung mit der Leitfrage, welche Erfahrungen in den fünf dicht beieinander liegenden Regionen während des Krieges gemacht wurden und inwiefern sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten feststellen lassen. In vier Sektionen wurde diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

In seinem Einführungsvortrag betonte JÖRN LEONHARD (Freiburg), dass der Ausbruch des Krieges geradezu mythisch überhöht worden sei: Statt eines gemeinsam erlebten Augusterlebnisses konstituierte sich im August 1914 eine Mischung aus Anspannung, Sorge, Hysterie, aber auch stillem Ernst und Zuversicht. Kriegserwartung und Kriegserfahrung drifteten bereits in den ersten Kriegstagen drastisch auseinander: Die neuen Waffengattungen verdrängten das Bild des klassischen Heldenkampfes von Mann gegen Mann und machten die Begegnung mit dem Feind zur Ausnahme. Mit Beginn des Stellungskrieges veränderte sich die Raumwahrnehmung der Soldaten auf einzelne Frontabschnitte, die eine ganz eigene Lebenswelt schufen. Der Zufall, der über Leben und Tod des Einzelnen entschied, wurde zum Leitmotiv der Soldaten. Auch die Heimatfront war zunehmend vom Krieg betroffen, brachte völlig neue soziale Konstellationen hervor und untergrub allmählich die bis dahin tradierte gesellschaftliche Ordnung.

Von dieser Dissonanz zwischen Erwartung und Erfahrung ausgehend, beschäftigte sich die erste Sektion mit den fünf unterschiedlichen Grenzräumen im Ersten Weltkrieg. JOSEPH SCHMAUCH (Straßburg / Belfort) widmete sich dem Reichsland Elsass-Lothringen, das seit dem Krieg von 1870/71 zum Deutschen Reich gehörte. Hier zeigt sich eine Besonderheit der Region, denn Elsass-Lothringer kämpften auf französischer und – mehrheitlich aber – auf deutscher Seite. Es sei aber falsch, davon auszugehen, dass die Oberste Heeresleitung (OHL) bereits seit Kriegsbeginn die elsässisch-lothringischen Soldaten vornehmlich an der Ostfront eingesetzt habe; dies lasse sich erst ab 1915 aufgrund der sich häufenden Desertionsfälle nachweisen. Auf deutscher wie auf französischer Seite wurden die Elsass-Lothringer stets mit der Unterstellung ihrer vermeintlich nationalen Unzuverlässigkeit konfrontiert. In Frankreich beurteilte beispielsweise die Commission spéciale de triage die Elsass-Lothringer nach ihrem Nationalgefühl: Wer als national zuverlässig galt, erhielt Sonderbehandlungen; wer als „boche“ galt, kam in ein Kriegsgefangenen-Lager mit oftmals grausamen Haftbedingungen. Ein bemerkenswerter Umgang mit den Gefallenen zeigt sich dann nach dem Krieg: Die Denkmäler wurden weitgehend neutral gehalten; oft sind sie mit einem christlichen Kreuz versehen. Die Namen der Gefallenen sind alphabetisch angeordnet, unabhängig davon, auf welcher Seite sie gekämpft haben. Über alledem heißt es schlicht „Aux nos morts“.

ROLF WITTENBROCK (Saarbrücken) wandte sich der Saar zu, dem sogenannten Saarrevier. Auch hier zeigten sich zu Beginn des Krieges unterschiedliche Reaktionen, die das vermeintliche „Augusterlebnis“ revidieren: Hamsterkäufe, Andrang auf den Sparkassen und Spionage-Hysterie. Im nationalen Vergleich gesehen war hier aber kein exzessiver Nationalismus oder ein markanter Hass auf Frankreich zu spüren. Für die deutsche Kriegsführung wurde die Saar aufgrund ihrer Eisenbahnverbindungen und der unmittelbaren Nähe zur Front zu einem wichtigen strategischen Drehkreuz. Der Krieg wurde an der Saar vor allem an seinen Folgen spürbar: Zum einen durch den Generalstreik gegen die französischen Grubenverwaltung und Militärleitung, der mit hohen Gefängnis-, aber auch mit Todesstrafen bestraft wurde, und zum anderen durch den Versailler Vertrag, von dem die Saar in besonderem Maße betroffen war: Mit der Abtrennung des Saargebietes für 15 Jahre sowie die Übernahme der Saargruben durch die Franzosen mit den rund 70.000 Bergarbeitern und deren Familien wurde die Saar zum Austragungsort des deutsch-französischen Antagonismus.

In seinem Vortrag betonte KURT HOCHSTUHL (Freiburg), dass die Menschen in Baden die Nachricht vom Kriegsausbruch mit Sorge, Furcht und Angst aufnahmen und damit dem lärmenden, karnevalesken Treiben des Julis ein Ende gesetzt wurde. Denn auch hier waren sich die Menschen der eigenen geographischen Lage bewusst: Ein Krieg mit Frankreich könnte auch Baden zum Kriegsschauplatz werden lassen. Wie auch in anderen Städten des Reiches lassen sich in Baden die bekannten Reaktionen nachweisen. Aufgrund der Nähe zur Front setzte jedoch alsbald ein regelrechter Kriegstourismus ein: Die Menschen trafen sich auf dem Freiburger Schlossberg und betrachteten das allabendliche Spektakel aus Geräuschen und Mündungsblitzen der Kanonen. Einige ließen es sich auch nicht nehmen und fuhren bis zur Front, was jedoch schnell wieder unterbunden wurde. Neben den zahlreichen Lazaretten in Baden und den Truppenstationierungen entlang des Oberrheins waren Baden und besonders Freiburg immer wieder von Luftangriffen betroffen. Damit drang der moderne Krieg erstmals in das Heimatgebiet ein.

MICHAEL KISSENER (Mainz) thematisierte an den Beispielen der Pfalz und Rheinhessen die Aspekte der geostrategischen Lage, der Verwundetenversorgung sowie der Unterbringung von Kriegsgefangenen. Im Rahmen des Schlieffenplans war den alten Festungsstädten auf dem linken Rheinufer wie Mainz und Germersheim eine kriegswichtige Bedeutung zugedacht, falls es zu einem Einfall französischer Truppen kommen sollte. Mit Ausbruch des Krieges setzte deshalb erneut eine rege Bautätigkeit ein, die das Stadtbild und den Alltag der Menschen prägte. Die Versorgung der Verwundeten gestaltete sich trotz Vorbereitung von Beginn an als chaotisch, da die Sanitätskräfte weder auf die Schwere der Verwundungen noch auf die Massen an Verletzten eingestellt waren. Vor allem die frontnahen Lazarettstädte wie Mainz und Germersheim waren in besonderem Maße von den nicht mehr transportfähigen Schwerverletzten betroffen. Auch auf die große Anzahl an Kriegsgefangenen, die im Heimatgebiet untergebracht und versorgt werden mussten, waren die jeweiligen Städte nicht vorbereitet. Zunehmend mussten die Kriegsgefangenen in der deutschen Wirtschaft und Landwirtschaft eingesetzt werden, so dass auch es immer wieder zu nicht gern gesehenen Annäherungen zwischen ihnen und den Einheimischen kam.

Die zweite Sektion untersuchte die regionalen Erfahrungen von Pfalz-Bayern am Beispiel des bayerischen Königshauses sowie des Luftkrieges im Südwesten des Reiches. In seinem Vortrag beleuchtete STEFAN MÄRZ (München) das Verhältnis zwischen der Rheinpfalz und dem bayerischen Königshaus. Seit der Herrschaftsübernahme in der Pfalz 1816 waren die Wittelsbacher um eine verstärkte Integration dieses Kreises bemüht. Immer wieder stattete der seit 1913 regierende König von Bayern Ludwig III. der Pfalz Besuche ab, die er auch im Krieg mit Fahrten an die Front fortsetzte. Der Besuch des Königs hinterließ bei den Soldaten einen großen Eindruck. Während des Krieges verlagerte die Monarchie ihren Schwerpunkt auf soziale Themen und inszenierte Ludwig als „fürsorglichen Landesvater“: Schlösser wurden für karitative Zwecke, wie zum Beispiel die Verwundetenversorgung, zur Verfügung gestellt, Volksküchen ins Leben gerufen und Liebesgaben an die Frontsoldaten verteilt. Die Beteiligung des Kronprinzen sowie seines jüngeren Bruders am Krieg waren dem Ansehen der Monarchie zuträglich. Mit der zunehmenden Kriegsmüdigkeit schwand jedoch allmählich die Zustimmung für die Monarchie: Die Dialekte und die unterschiedliche regionale Herkunft sorgten für eine Missstimmung innerhalb des bayerischen Heeres und führten zu einer dauerhaften Isolierung der Pfälzer. Auch Ludwig selbst sorgte für Unmut gegen seine eigene Person, indem er an seinen Kriegszielen, die einen Verständigungsfrieden unmöglich machten, weiterhin festhielt, anstatt sich für einen bayerischen Sonderfrieden einzusetzen. Die Legitimität des Monarchen erodierte; viele Hoffnungen waren auf die Revolution gerichtet.

MICHAEL MARTIN (Landau) wies daraufhin, dass die Luftangriffe im Ersten Weltkrieg im Vergleich zum Zweiten Weltkrieg bisher kaum von der Forschung untersucht worden seien; meist lassen sich nur kleinere lokale Berichten finden. Bei den eingesetzten Flugzeugen handelte es sich zu Beginn des Krieges um sogenannte Flugapparate aus Sperrholz und Leinen oder um Luftschiffe. Im Laufe des Krieges erfuhren sie jedoch eine rasante Entwicklung. Militärisch gesehen waren diese Flugzeuge völlig unbedeutend, meist waren sie sehr langsam und erzielten nur geringe Trefferquoten. Auf die Bevölkerung übten sie aber eine ungemeine psychologische Wirkung aus, da es weder wirkungsvolle Abwehrmaßnahmen noch effektive Meldesysteme gab. Die verängstigte Bevölkerung versuchte man mit Hilfe von Broschüren und Filmmaterial aufzuklären, wie man sich bei Flugalarm richtig zu verhalten habe. Besonders schwer traf die Pfalz der Angriff auf die BASF in Ludwigshafen am 27. Mai 1915.

Die dritte Sektion beschäftigte sich mit der kulturellen Verarbeitung des Kriegserlebnisses am Beispiel der Literatur sowie Museen und Großausstellungen. Der Vortrag „Die Pfalz im Krieg: Die pfälzische Literaturproduktion zum Ersten Weltkrieg“ von ARMIN SCHLECHTER (Speyer) musste kurzfristig entfallen.

Gleich zu Beginn des Krieges setzte eine regelrechte Sammeltätigkeit jeglicher Art ein, um den Menschen an der Heimatfront den Krieg begreifbar zu machen, wie CHRISTINE BEIL (Eppelheim) feststellte. Die Sammlungen reichten von Schuhschachtelmuseen über kleinere Ausstellungen von Heimatmuseen bis zu großen reichsweiten Wanderausstellungen. Während bei den großen Kriegsausstellungen die Begutachtung der Kriegsbeute, die Demonstration der Unbesiegbarkeit des Deutschen Reiches sowie die kulturelle Überlegenheit über den Feind im Fokus standen, wählten die kleineren Heimatmuseen einen völlig anderen Zugang: Viel stärker wurde der jeweilige Heimatbezug betont, das heißt die Besucher wurden mit eigenen Erlebnisse, z.B. einem abgeschossenen Flugzeug in Frankenthal, Erinnerungen oder Schicksalsschlägen konfrontiert. Aber auch hier war der propagandistische Einfluss nicht zu unterschätzen. Ihre propagandistische Ausschlachtung erhielten die diversen Ausstellungen dann schließlich in den 1920er Jahren mit der Frage nach der „richtigen“ Erinnerung.

Der Literaturwissenschaftler STEFAN WOLTERSDORFF (Kehl) ließ in seinem Vortrag Stimmen verschiedener Schriftsteller aus Elsass-Lothringen aus den Jahren 1914 bis 1918 zu Wort kommen: Er zitierte Georg Heym, Maurice Barrès und René Schickele, die von der Zerstörung einer Kulturlandschaft vor allem durch den Festungsbau und die Militarisierung des Landes berichten. Oder Jean-Paul Sartre, der die Zabern-Affäre von 1913 literarisch verarbeitete und reichlich antideutsche Klischees dabei verwendet. Des Weiteren folgten Auszüge von Ilse Jacobs, Salomon Grumbach, Alfred Lichtenstein, Ernst Stadler oder Adrienne Thoma. Der Krieg teilte auch die Schriftsteller in Lager; das französische Lager hatte genau wie die Gruppe der Unentschiedenen (meist Pazifisten) keine Publikationsmöglichkeiten im Reichsland, so dass sie nach Frankreich oder in die Schweiz flohen. Der 1916 unter anderem von Hugo Ball in Zürich gegründete Dadaismus stellte der Übersinngebung im Krieg durch die Propaganda den „Nonsense“ gegenüber.

In der vierten Sektion präsentierten angehende Nachwuchswissenschaftler ihre derzeitigen Projektvorhaben in Kurzvorträgen. CORA TREMMEL (Heidelberg / Speyer) stellte zwei Einzelschicksale französischer Zivilgefangener vor, die von der Pfalz aus über die Schweiz nach Frankreich repatriiert wurden. Die Inhaftierung von französischen Zivilisten erfolgte vor allem im Zuge der deutschen Besetzung von Belgien sowie Nord- und Ostfrankreich. Aber auch der Aufenthalt auf deutschen Territorium bei Kriegsbeginn führte zu zahlreichen Verhaftungen von Personen, die nun unter Generalverdacht standen oder als wehrfähig galten. Über die Repatriierung von französischen Zivilisten im Ersten Weltkrieg ist in der Forschung bislang nur wenig bekannt, so dass sich Fragen nach den Personen, den Hintergründen für die Inhaftierungen sowie der Abläufe der Repatriierung stellen.

ROBIN VOLK (Speyer) stellte in seinem Vortrag Ausstellungsexponate aus der pfälzischen Kriegssammlung des Historischen Museums der Pfalz vor, die zum einen aufgrund eines Sammelaufrufes aus dem Jahr 1914 entstand und zum anderen durch Ankäufen, Dauerleihgaben oder Schenkungen erweitert wurde. Besonders hervorzuheben ist dabei die Sammlung von rund 200 Plakaten, die aus dem besetzten Belgien stammten und somit einen Blick auf das dortige deutsche Besatzungsregime erlauben. Bei den Plakaten handelt es sich überwiegend um Mitteilungen, Bekanntmachungen oder Verordnungen, die sich an die belgische Bevölkerung richteten, wie beispielsweise die Unterbindung von Angriffen auf die deutschen Truppenabteilungen. Die Exponate ermöglichen aber auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Mythos der belgischen Franktireus sowie den deutschen Kriegsverbrechen in Belgien.

ISABELL WEISBROD (Speyer) verdeutlichte an den Beispielen Ernährungslage, Kriegsanleihe, militärische Jugenderziehung sowie Kriegsalltag mit Materialien aus dem Landesarchiv Speyer die Instrumentalisierung der Kinder und Jugendlichen für den Krieg. Beispielsweise wurden die Kriegsanleihen zunehmend an Kinder und Jugendliche gerichtet, denen die Anleihen als profitable Anlage verkauft wurde. Die Wehrkraftvereine übernahmen vor allem die Erziehung der männlichen Jugend, um sie auf den späteren Kriegsdienst vorzubereiten und ein entsprechendes Feindbild zu vermitteln. Besonders schwierig gestaltete sich die Aufrechterhaltung des Schulalltags während des Krieges, da zum einen die Schulen zu Lazaretten oder Kriegsgefangenenlager umfunktioniert wurden und zum anderen die Jugendlichen bei der Ernte helfen mussten.

MARIO AULENBACHER (Kaiserslautern) untersuchte die Auswirkungen des Krieges auf das lokale Unternehmensgefüge der Pfalz am Beispiel der Stadt Kaiserslautern. Dabei handelt es sich um einen Teilaspekt des Ausstellungsprojekts „Der Erste Weltkrieg und seine Folgen in und für Kaiserslautern“, das das Stadtmuseums Kaiserslautern für 2018 plant. Neben der Untersuchung einzelner kleiner Unternehmen sollen auch die Auswirkungen auf die Geschäftssparten thematisiert werden. Welche Berufsgruppen waren in welchem Maße betroffen, wie veränderte sich der Anteil der Frauen und derjenigen, die zwei oder mehr Gewerbe betrieben haben. Das sind Fragen, die im Rahmen dieses Projektes zu untersuchen sein werden.

In kurzen resümierenden Abschlussworten betonte Pia Nordblom im Namen der Organisatoren, dass die Vorträge gezeigt haben, wie selten die Erwartungen an den Krieg mit den Erfahrungen übereinstimmten und welche Schrecken und Düsternis dieser Krieg schließlich mit sich brachte. Die Tagung wurde am Folgetag mit einer Ganztagsexkursion nach Verdun beschlossen. Die Tagungsbeiträge werden in den Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz im Jahr 2016 veröffentlicht.

Konferenzübersicht:

Begrüßung
Werner Schineller (Historischer Verein der Pfalz)
Bernhard Matheis (Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens)

Einführung
Pia Nordblom (Mainz) / Walter Rummel (Speyer)

Key note speech
Jörn Leonhard (Freiburg): Die Büchse der Pandora des 20. Jahrhunderts: Der Erste Weltkrieg und der Umbruch von Erwartungen und Erfahrungen

Erste Sektion: Erlebnisräume
Leitung: Walter Rummel (Speyer)

Joseph Schmauch (Straßburg / Belfort): Elsass-Lothringen, 1914-1918: Ein Marschland im Weltkrieg

Rolf Wittenbrock (Saarbrücken): Der große Krieg an der Saar – Vom „Augusterlebnis“ zum totalen Frustergebnis

Kurt Hochstuhl (Freiburg): In Hörweite der Front: Baden im Ersten Weltkrieg

Michael Kißener (Mainz): Nahe am Krieg. Pfälzische und rheinhessische Kriegserfahrungen an der Heimatfront

Zweite Sektion: Erfahrungswelt Pfalz-Bayern
Leitung: Prof. Dr. Konrad Krimm (Karlsruhe)

Stefan März (München): Bayern und Pfalz, Gott erhalt’s – Das bayerische Königshaus und die Rheinpfalz in der Zeit des Ersten Weltkrieges

Michael Martin (Landau): Luftkrieg im Südwesten

Dritte Sektion: Kultur
Leitung: Wilhelm Kreutz (Mannheim)

Armin Schlechter (Speyer): „Die Pfalz im Krieg“. Die pfälzische Literaturproduktion zum Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1919

Christine Beil (Eppelheim): Front und „Heimatfront“ vereint: Der Erste Weltkrieg in deutschen Heimatmuseen und Großausstellungen. Sonderfall Pfalz?

Stefan Woltersdorff (Kehl): Schriftsteller in Elsass-Lothringen 1914-1918

Vierte Sektion: Projektvorstellungen in Kurzbeiträgen
Leitung: Barbara Schuttpelz (Kaiserslautern)

Cora Tremmel (Heidelberg / Speyer): Die Repatriierung französischer Zivilgefangener aus der Pfalz über die Schweiz nach Frankreich

Robin Volk (Speyer): Das deutsche Besatzungsregime in Belgien im Spiegel der pfälzischen Kriegssammlung im Historischen Museum der Pfalz

Isabell Weisbrod (Speyer): Jugend und Krieg

Mario Aulenbacher (Kaiserslautern): Die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf das lokale Unternehmensgefüge der Pfalz am Beispiel der Stadt Kaiserslautern

Bilanz und Perspektiven
Pia Nordblom / Walter Rummel

Zitation
Tagungsbericht: Grenzraum als Erfahrungsraum. Der Erste Weltkrieg in der Pfalz und den Nachbarregionen Baden – Saar – Elsass – Lothringen, 25.09.2015 – 26.09.2015 Pirmasens, in: H-Soz-Kult, 06.02.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6372>.