Fenster im „Kalten Krieg“. Über Grenzen, Alternativen und Reichweite einer binären Ordnungsvorstellung

Ort
Berlin
Veranstalter
Emmanuel Droit, Centre Marc Bloch, Berlin; Jan Hansen, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin; Frank Reichherzer, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam
Datum
26.11.2015 - 27.11.2015
Von
Nico Ditscher, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Die Bezeichnung „Kalter Krieg“ steht für die spezifische Konstellation einer bipolaren Weltordnung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Denkmuster der Binarität prägte und strukturierte diese Ära des Ost-West-Konfliktes, die im Zentrum der Cold War Studies steht.[1] Der Workshop „Fenster im Kalten Krieg – Über Grenzen, Alternativen und Reichweite einer binären Ordnungsvorstellung“ verstand den Kalten Krieg jedoch nicht primär als Signatur einer Epoche, sondern als Chiffre für eine Ordnungsvorstellung. Die These des Workshops lautete, dass der Gültigkeitsanspruch der Ordnungssysteme, die aus der Vorstellung des Kalten Krieges hervorgingen, vielfach in Frage gestellt, oft transzendiert und in Teilen sogar radikal in Frage gestellt wurde. Eine facettenreiche Auswahl solcher Brüche im Narrativ einer „totalen“ Binarität wurde im Rahmen des Workshops untersucht und nach deren Bedeutung gefragt. Dabei wurde folgenden Fragen nachgegangen: in welchen spezifischen Kontexten wurde die binäre Logik untergraben oder außer Kraft gesetzt? Welche Akteure, Institutionen oder Praktiken waren dabei relevant? Welche Orte, Räume, Organisationen und Situationen ermöglichten derartige Entwicklungen, ja forderten die Infragestellung der Ordnung des Kalten Krieges heraus?

In diesem Zusammenhang schlugen die Organisatoren EMMANUEL DROIT (Berlin), JAN HANSEN (Berlin) und FRANK REICHHERZER (Berlin / Potsdam) in ihrem Konzept die „Figur des Dritten“ an, eine Verkörperung der inhärenten Problematik strikter Abgrenzungen und vermeintlich prägnanter Differenzierungen.[2] Das Konzept diente im Kontext dieses Workshops als „heuristische Suchhilfe“, wie Frank Reichherzer sie in seiner Einführung charakterisierte. Sie sollte dazu beitragen, mögliche Anomalien und Abweichungen von der handlungsleitenden binären Konfliktlogik des Kalten Krieges – oder gar alternative Vorstellungen – identifizieren und einzuordnen zu können.

Manifestation und Aushandlung der Figur des Dritten präsentierte SILVIA BERGER ZIAUDDIN (Zürich) anhand der beträchtlichen „Bunker, -isierung“ der Schweiz im Kalten Krieg. Die massiven Bauten knüpften mit ihrer Symbolik und Metaphorik an eine Assoziationskette an, die als Zufluchtsort dienende natürliche Schutzräume, wie etwa Höhlen, mit Sicherheit versprechender Architektur von antiken Wehranlagen bis hin zum Schweizer Reduit in den 1940er-Jahren verband. Im „Kalten Krieg“ prägte diese Sicherheits- und Abgrenzungsarchitektur nicht nur öffentliche Bereiche. Der „Berg-Bunker-Komplex“ bildete „Brückenköpfe“ im privaten Raum, prägte damit Denkmuster und Ordnungsvorstellungen. All dies wurde, wie Berger anhand von zwei Fallbeispielen aus den 1960er- und 1980er-Jahren zeigte, dann umgedeutet. Durch „Junge Linke“ und die Schweizer Friedensbewegung in Besitz genommene und anverwandelte Bunker dienten hier der Transzendierung binärer Denkmuster und auch sozialer Strukturen und Konventionen. Der Atomschutzbunker erwies sich somit als Foucault’sche Heterotopie, oder auch, in Anlehnung an Homi Bhabha und Edward W. Soja, als Third Space.

Die westdeutsche Friedensbewegung in den 1970er- und 1980er-Jahren stand im Zentrum des nächsten Impulses von JAN HANSEN (Berlin). Hansens These lautete: Der Kalte Krieg erodierte seit den siebziger Jahren. Hatten die Entspannungspolitik und der Interdependenzdiskurs dem binären Muster längst seine Legitimationsgrundlage entzogen, brachte die erneute Zuspitzung der Konfrontation sowie die atomare Aufrüstung der Supermächte in den frühen 1980er-Jahren zum Vorschein, dass der Kalte Krieg als Ordnungssystem kaum noch jemanden überzeugte. Insbesondere der gesellschaftliche Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss und die Nachrüstung offenbarte, wie tief das Unbehagen am Kalten Krieg mittlerweile reichte. Die Aktivistinnen und Aktivisten der Friedensbewegung verkörperten die Ablehnung des bipolaren Konfliktes und der zugrunde liegenden binären Ordnungsvorstellungen in Teilen der Gesellschaft. Zugleich aber war die Bewegung gleichsam in die Logik des Konfliktes eingebaut, denn es gelang ihr nicht, die Welt jenseits binärer Denkmuster zu repräsentieren. Insofern sagte sie sich zwar von der Ordnungslogik des Kalten Krieges los, aber nicht von der Binarität als Signatur der Moderne. Hansen machte aber auch deutlich, dass der Nachrüstungsstreit nicht das realpolitische Ende des Kalten Krieges eingeläutet hat – zu kontingent war die Situation 1983.

EMMANUEL DROIT (Berlin) thematisierte die Kooperation westlicher und östlicher Geheimdienste im Kontext zunehmender gemeinsamer terroristischer Bedrohungen in den Spätachtziger-Jahren, mit einem Fokus auf den Sicherheitsdiensten des Warschauer Paktes. Staatliche sicherheitspolitische Strukturen und Akteure, deren offensive und defensive Ausrichtung von Anfang an durch die binäre Logik bestimmt wurde, sahen sich seit München 1972 mit einem neuen und zugleich alten Phänomen konfrontiert. Die terroristische Kommunikationsstrategie war bekannt, doch in diesem Fall war man sich über die Botschaft und deren Autoren uneins. Welche Ideologien lagen zugrunde; ließ sich das kontrollieren, womöglich instrumentalisieren? Welche Rolle spielten deren Herkunftsländer? Das wachsende Misstrauen gegenüber der Unberechenbarkeit der Entwicklungen illustriert eine gewisse Ambivalenz der Terrorismusproblematik und die Probleme der Einordnung des Phänomens Terrorismus in binäre Muster. Terrorismus erfüllte in diesem Kontext zeitweise mehrere Funktionen, gleichsam als Hybrid von Einem, dem Anderen und dem Dritten, wobei die genaue Gewichtung von den jeweiligen Akteuren abhing. Vielleicht findet sich das Dritte auch in relevanten Wissensbeständen, etwa über die Hintergründe und Motivationen bestimmter Akteure. Das Fallbeispiel Ungarns, das schon in den frühen 1980er-Jahren für eine gemeinsame Ost-West-Kooperation plädierte, zeigt jedenfalls, dass diese Entwicklungen zu Transzendierungen der binären Ordnung führten.

ANDREAS WEIß (Braunschweig) lenkte die Diskussion auf die Rolle diplomatischer und außenpolitischer Initiativen und Bündnisse, anhand der Beispiele der Organisationen ASEAN und SEATO. Beide stehen gleichsam für zwei diametrale außenpolitische Modelle im Kalten Krieg. Die in den Pazifikraum gleichsam „importierte“ Binarität, die in der SEATO ihren Ausdruck fand, verlor auf mittlere und lange Sicht gegen ein multipolares Konzept auf der Basis postulierter historischer, kultureller und politischer Gemeinsamkeiten und Traditionen, sowie rationaler außenpolitischer Abwägungen. Nicht zuletzt die Erlangung von bargaining power spielte eine bedeutende Rolle – interessant ist hier der Vergleich etwa mit Südamerika. Zweifellos erfüllte die erfolgreiche ASEAN die Funktion als Figur des Dritten in der internationalen Politik; beziehungsweise stellen sich die zugrunde liegenden Visionen und Mechanismen als „dritter Weg“ jenseits der vorgegebenen, binären Route dar.

„Sicherheitssysteme und dritte Wege“ lautete der Titel des Impulsreferates von SABINE LOEWE-HANNATZSCH (Mannheim), das die Kontakte ost- und westdeutscher Politikforschungsinstitute in den 1980er-Jahren skizzierte. An einer der Schnittstellen des Ost-West-Konfliktes wurden Forschungsmodelle für Kriegs- und Katastrophenszenarios entwickelt, deren Ergebnisse eine Entmilitarisierung von Sicherheitspolitik nahe legten. Sowohl diese wissenschaftlichen Aktivitäten als auch die beteiligten Institute waren Ergebnis, wie auch Bestandteil des bipolaren Konfliktes, insbesondere der Gefahren durch Massenvernichtungswaffen. Doch auch Katastrophen wie der Chemieunfall von Seveso 1976 oder der GAU in Tschernobyl 1986 spielten eine Rolle. Die Figur des Dritten kann hier in einem diskursiven „dritten Raum“ – hier zwischen beiden Deutschen Staaten – verortet werden, oder in bestimmten Akteuren, deren Kooperation die Binarität transzendierte. Sind Ereignisse, deren Ursprung außerhalb der binären Ordnung zu finden ist, eine Art „dritter Faktor“? Möglicherweise entfalteten auch Naturkatastrophen eine ähnliche Wirkung, als kurzfristige „Spitzen“ langfristiger ökologischer Entwicklungen.

JÜRGEN DINKEL (Gießen) eröffnete die abschließende Diskussion des ersten Workshop-Tages. Hier stellten sich die blockfreien Staaten als Figur des Dritten in der internationalen Politik dar: als Ausweg aus der Binärlogik sowie als Vermittler und Alternative im Kalten Krieg. Diese Positionierung speiste sich aus einem Komplex verschiedener Anknüpfungspunkte, in dem Interdependenzdenken und Globalisierung zur Imagination von Alternativen führten. Hier zeigt sich, dass die Überwindung bestimmter binärer Ordnungen auch neue binäre Muster produzieren kann. Die bündnisfreien Staaten versuchten zwar, eine neue, den Kalten Krieg transzendierende Ordnung zu etablieren. Indem sie aus verschiedenen Motiven die Bedeutung des Nord-Süd-Konfliktes anstelle des Ost-West-Konfliktes akzentuierten war diese aber auch binär strukturiert. Ihre Vorstellungen waren beeinflusst von den Nord-Süd- und Süd-Süd-Diskursen und von historischen Anknüpfungspunkten wie dem Kolonialismus und White Supremacy-Ideologien. Als Desiderat stellt sich hier unter anderem die Frage, warum die im Rahmen des Nord-Süd-Diskurses erarbeiteten Handlungsempfehlungen von den Entscheidungsträgern in der Nordhemisphäre letztlich ignoriert wurden.

ANDREA REHLING (Mainz) eröffnete die nächste Diskussionsrunde zum „gemeinsamen Erbe der Menschheit“, das seit 1945, auch als Instrument einer friedlichen Konfliktlösung, etabliert wurde. Im Rahmen multilateraler Verhandlungen wurden Räume und Objekte der binären Konfliktlogik durch eine Internationalisierung gleichsam entzogen. Exemplarisch dafür wurde das Antarktis-Abkommen von 1959 diskutiert, mit dem der Kalte Krieg vom Südpol ferngehalten werden sollte. Die Figur des Dritten kann hier als Ort identifiziert werden – als peripheres Territorium, als Natur selbst, die zur Projektionsfläche von Utopien oder von Imaginationen einer, über der Binarität stehenden, gemeinsamen Geschichte wird. Sie kann in internationalen, multilateralen Verträgen verortet werden. Auch die wissenschaftliche Forschung muss dahingehend untersucht werden. Transzendierten die südpolaren Forschungsstationen die binäre Ordnung oder handelte es sich doch um „Cold War Science“? Eine Untersuchung der Praktiken vor Ort könnte die entscheidenden Antworten liefern.

Der anschließende Impulsvortrag von HEIKE WIETERS (Berlin) über das Fallbeispiel CARE und deren Wirken in Ägypten während der 1950er-Jahre illustrierte auch die ambivalente Bedeutung von Entwicklungs- und humanitärer Hilfe im Kalten Krieg. Transzendierten oder stützten die Interessen und Motivationen humanitärer Nichtregierungsorganisationen und ihrer Mitarbeiter die binäre Ordnung des Kalten Krieges? CARE war ein Bestandteil amerikanischer „soft power“, betrieb jedoch zugleich erfolgreiche Lobbyarbeit gegen eine auf der binären Logik basierende Entscheidung der Eisenhower-Administration. Entweder agierte CARE in dieser spezifischen Situation als dritter Akteur, der die binäre Ordnung aufgrund eigener Interessen unterlief, oder die NGO verfolgte hier eine rhetorische Strategie, die politische Unabhängigkeit suggerieren sollte, jedoch keineswegs die Binärlogik transzendierte. Hier zeigen sich interessante Überlagerungen von Handlungsmöglichkeiten, die auf die Paradoxe Parallelität und Gleichzeitigkeit von verschieden, sich widersprechenden Logiken und deren Verknüpfung hinweisen.

MARTIN DEUERLEIN (Tübingen) eröffnete den abschließenden Block zum Thema „Interdependenztheorien“. Durch die Ölkrise von 1973 wurden globale Verflechtungs- und Abhängigkeitszusammenhänge, die bis dahin als Expertise zirkulierten, für eine breite Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Diese „Fenster im Kalten Krieg“ stellten den bipolaren Konflikt zunehmend in Frage, da Vorstellungen von Multipolarität, vom Dritten als Vielzahl von Akteuren, Abhängigkeiten etc. eine zunehmende Wirkmacht erlangten. Die binäre Konfliktlogik musste dahingehend nicht zwangsläufig durch die Figur des Dritten transzendiert werden, jedoch rückte sie für Interdependenztheoretiker in den Hintergrund – verdrängt durch die Suche nach Steuerungsmöglichkeiten, angesichts der Komplexitäten von Interdependenzen. Auch in sowjetischen wissenschaftlichen Diskursen lassen sich ähnliche Muster finden, auf deren Grundlage noch vor den USA Globalisierungsstudien entwickelt wurden.

CHRISTIAN ALBRECHT (Konstanz) rückte mit dem „Club of Rome“ eine private, von Kybernetik, Zukunftsforschung und Interdependenzdenken beeinflusste Organisation in den Mittelpunkt, die verschiedene Ansätze zur Steuerung von Entwicklungen globaler Reichweite praktizierte und den Kalten Krieg dabei hinter sich ließ. Die diverse Expertengruppe des „Club“ befasst sich seit den 1960er-Jahren öffentlichkeitswirksam mit der globalen ökologischen Krise, die als Teil einer komplexen Problematik nur bedingt mit den Kategorien des Ordnungssystems Kalter Krieg erfasst werden konnte. Ihre Studie über „Die Grenzen des Wachstums“ stellte den im Kontext der Binarität entfesselten ökonomischen Wettbewerb grundsätzlich in Frage. Von besonderem Interesse war zudem die Vernetzung verschiedener Akteure aus beiden Lagern des bipolaren Konfliktes, für den der Club ein Forum zum Austausch bot und darüber hinaus.

Sehr ähnliche Tendenzen zeigten sich im Vortrag von FRANK REICHHERZER (Potsdam / Berlin) der auf die „Trilateral Commission“ in den 1970er-Jahren blickte. Er beschrieb die Trilaterale Kommission als Netzwerk westlicher Eliten (Nordamerika, Westeuropa, und Japan), das komplexe Interdependenz ergründen und Ergebnisse und Lösungen in den politischen Prozess der Länder und Regionen einspeisen wollte. In den Quellen zur Trilateralen Kommission zeigt sich ein Bewusstsein dafür, dass die Nachkriegsordnung in der Krise und nur noch bedingt Handlungsanleitungen aus dieser Weltdeutung gezogen werden könnten. Konzepte und Wissen, die in der Trilateralen Kommission zirkulierten, weisen auf das „Management“ von globaler Interdependenz hin. Darin lassen sich flache Strukturen und multipolare Netzte als Weltbeschreibung herauslesen. Macht bedeutet nun, so Reichherzer, in „fluiden Räumen“ zu regieren, also möglichst Kontrolle in Knoten des Netzwerkes auszuüben. Der Kalte Krieg als Ordnungsvorstellung war damit zwar nicht obsolet. Sie konnte in bestimmten Bedingungen in ein erweitertes Handlungsrepertoire integriert werden. Die Logik der Binarität verlor aber ihre hegemoniale und alles durchdringende Stellung in einer als komplex gedeuteten Welt.

Die Abschlussdiskussion führte die einzelnen Diskussionsfäden zusammen. Besonders intensiv wurde über den Wert der „Figur des Dritten“ diskutiert. Die Suche nach dem Dritten stellte sich als sinnvoller und nützlicher Zugang zum Themenfeld dar. Die „Figur des Dritten“ entfaltet Kraft nicht nur als Perspektivverschiebung, sondern auch als Erweiterung. Ein ausgefeiltes Analysekonzept ist sie jedoch nicht und soll es auch gar nicht sein. In der Anwendungen der „Figur des Dritten“ im Workshop auf bestimmte Untersuchungsgegenstände wurden verschiedenste Formen der Herausforderung und Widerstände gegen die binären Logik und das Ordnungssystem des Kalten Krieges deutlich: Irritation im System des Kalten Krieges; Aufbrechen und Neuausrichtung der Pole der Binarität; Mischformen und paradoxe Gleichzeitigkeiten des Ungleichzeitigen von Kaltem-Kriegs-Denken und seiner Transzendierung; und nicht zuletzt auch die Auflösung des Referenzrahmens der Nachkriegsordnung. Der wissenschaftliche Mehrwert des Workshops hat sich darin gezeigt, verschiedene Forschungsfelder zusammenzuführen. Das Konzept ist anschlussfähig an zahlreiche Projekte von sozialen Bewegungen, Elitennetzwerken, staatlichen Institutionen, Nichtregierungsorganisationen, etc. und kann diese zu einer Gesamtschau verbinden. Die „Figur des Dritten“ und die Frage nach den Grenzen und der Durchlässigkeit des Kalten Krieges dienten hier als Zugang zum Aufbrechen fest gefügter Narrativen der Cold War Studies und liefert neue Perspektiven auf das 20. Jahrhundert. So ist auch zu begrüßen, dass der Workshop in einer programmatischen Publikation münden wird und weitere Treffen des hier entstandenen Netzwerkes folgen werden.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung durch FRANK REICHHERZER (Berlin/Potsdam), EMMANUEL DROIT (Berlin) und JAN HANSEN (Berlin)

SILVIA BERGER-ZIAUDDIN (Zürich): Impuls „Bunkerisierung“

JAN HANSEN (Berlin): Impuls „Friedensbewegung“

EMMANUEL DROIT (Berlin): Impuls „Geheimdienste“

ANDREAS WEIß (Braunschweig): Impuls „SEATO/ASEAN“

SABINE LOEWE-HANNATZSCH (Mannheim): Impuls „Sicherheitssysteme und dritte Wege“

JÜRGEN DINKEL (Gießen): Impuls „Blockfreiheit“

ANDREA REHLING (Mainz): Impuls „Global Commons“

HEIKE WIETERS (Berlin): Impuls “Humanitäre NGOs”

MARTIN DEUERLEIN (Tübingen): Impuls „Interdependenztheorien“

CHRISTIAN ALBRECHT (Konstanz): Impuls „Club of Rome“

FRANK REICHHERZER (Berlin/Potsdam): Impuls “Trilateral Commission”

Schluss und Ausblick

Anmerkungen:
[1] Vgl. bspw.: Bernd Greiner, Kalter Krieg und „Cold War Studies”, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 11.2.2010, URL: http://docupedia.de/zg/Cold_War_Studies?oldid=106516
[2] Siehe: Eva Eßlinger u.a. (Hrsg.), Die Figur des Dritten. Ein kulturwissenschaftliches Paradigma, Frankfurt am Main 2010.

Zitation
Tagungsbericht: Fenster im „Kalten Krieg“. Über Grenzen, Alternativen und Reichweite einer binären Ordnungsvorstellung, 26.11.2015 – 27.11.2015 Berlin, in: H-Soz-Kult, 01.04.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6470>.
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Veröffentlicht am
01.04.2016
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